Zweiter Weltkrieg

  • Die französischen Panzer waren den deutschen PzII, PzIII und Pz38 im direkten Kampf durchaus überlegen. Allerdings sind Panzer (außer die erst noch später auftauchenden Jagdpanzer) nicht dafür vorgesehen gegen feindliche Panzer zu kämpfen sondern um die Linien zu durchbrechen. Die feindlichen Panzer wurden vornehmlich mit Kanonen, und Stukas wie die JU-87 bekämpft. Erst ab 1942 tauchten auch die ersten Universalkampfpanzer auf wie, PzIV G (langes Kanonenrohr) sowie Panther und Tiger. Die dann sowohl für Durchbruch als auch für den Kampf gegen Feindpanzer geeignet waren.


    Die Franzosen/Briten und Polen (mit dem 7TP) hatten zwar schon gute Panzer, jedoch war deren Doktrin in erster Linie der klassische Stellungskrieg während die Panzer hauptsächlich der Infanterieunterstützung dienten, die Deutschen erkannten die Bedeutung der Panzer sehr schnell, und setzen somit auf schnelle Beweglichkeit zum Flankenangriff (also die die gut verteidigten Stellungen umgehen und den Feind an den schwächeren Seiten angreifen)

  • Zitat

    Ich glaube, mal gelesen zu haben, dass eben die französischen Panzern nur gewissen technischen Details überlegen waren. Und dass die französischen Panzerbesatzungen sehr viel schlechter ausgebildet wurden, was ihnen auf dem Schlachtfeld zum Verhängnis wurde.. (Schlechtere Feuerraten, mangelnde Präzision) Durch die "Furcht" der deutschen Panzerbesatzungen, gingen diese noch sehr präziser und mit mehr Vorbereitung in die Schlacht, was ihrerseits die Fehlerquoten verminderten... Und die wirklich "gefürchteten" Panzer der Franzosen waren zu allem, so viel ich weiss, relativ selten... --> Hier kann ich mich in einzelnen Teilen auch irren!


    Die moderneren Französischen Panzer waren nurnoch für den Pzkpfw. III und den 38t auf ca 200 Meter maximal zu durchschlagen. Klar, die hatten auchnoch Vorkriegsmodelle, aber welches Heer hatte die nicht. Wenn du von den riesigen Franzosen sprichst die wirklich unaufhaltsam für die Deutschen waren, ja davon gabs echt nur ganz wenige und die wurden nichtmals eingesetzt, sondern später vom eigenen Heer auf dem Rückzug gesprengt, damit die Deutschen sie nicht kriegen.


    Zitat

    Nun ist halt die Maginot-Linie keine "einzige Festung" sondern viel mehr ein Netz aus verschiedenen Bunkern.


    Ist mir schon bewusst, ich bin Saarländer und wir sind noch en bisschen näher an den Franzosen dran als der Rest von Deutschland ;). Ich war auch schonmal dort, aber es ist halt zu dem Zeitpunkt nichtmehr zeitgemäß gewesen Geschütze in Kassematen einzugraben um eine (langestreckte) Landfront zu halten. Der Atlantikwall ist ein anderes Thema, ebenso wie einzelne Stellungen um strategisch wichtige Punkte zu halten. Können wir aber auch gern drüber reden.


    Zitat

    ..nicht dafür vorgesehen gegen feindliche Panzer zu kämpfen...


    Eigentlich war ziemlich genau das die Aufgabe des Pzkpfw.III . Der sollte sozusagen als schnelle Eingreiftruppe in der Lage sein feindliche Panzer zu flankieren und zu zerstören. Anfangs war lediglich die KwK zu schwach um gegen dick gepanzerte Ziele Erfolg zu haben und die Wolfram-Carbid Munition war recht knapp.


    Polnische Panzer? Der 7TP war für einen leichten Panzer untermotorisiert (etwas über 100 PS) und seine Panzerung war eher für Gewehrbeschuss gedacht als für Panzergranaten. Lediglich die Kanone war brauchbar, aber da hätten sich die Polen auch was andres einfallen lassen können.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
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    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



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    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Später hatte der PzIII auch seine 5cm Kanone und ging dann schon in Richtung Universalkampfpanzer, zu Beginn war es aber auch nur seine Hauptaufgabe MG-Stellungen, Truppen hinter Deckung sowie einzelne Feldkanonen auszuschalten. Und die Panzerung schützte auch erst nur gegen Gewehre und MGs, mittlere Versionen tauchten auch erst später auf.

  • Schade, dass das Thema nicht mehr weiter hier verfolgt wurde. Es gab viele, sehr viele Meisterleistungen im 2. WK - angefangen bei der Technik bis hin zur Strategie auf dem Schlachtfeld. So behaupten ja manche, es seit Hitlers Meisterleistung gewesen, den Frankreich-Feldzug als BLitzkrieg geplant und entsprechend koordiniert zu haben. Allerdings sind sich neuere Historiker hier recht einig, dass gerade Hitler und die Generalität dem "Blitzkrieg" im Wege standen, denn nach Militärhistoriker Karl Heinz Frieser "rechneten [sie] von Anfang an mit einem langwierigen und verlustreichen Krieg auf beiden Seiten - sie waren noch im Denken an den Ersten Weltkrieg und seinen Grabenschlachten gefangen. [...] Vielmehr waren es innovative Individuen wie Manstein und vor allem Guderian, die die Vision eines operativen Angriffskrieges unter Zuhilfenahme der technischen Möglichkeiten vollends ausnutzten und das Potential des Zusammenspiels verschiedener Teilstreitkräfte richtig erkannten." (gefunden als Zitat auf http://www.schulzeux.de -> Geschichte )


    Die Meisterleistung ist vor allem Panzergeneral Guderian zuzuschreiben, der eigenmächtig (und ich glaube sogar unter Missachtung bestehender Befehle) mit seinen Verbänden vorpreschte und so eine Bresche in die Verteidigungslinie der Franzosen schlug (bei Sedan glaube), sodass der Krieg statt geplanter Jahre nur wenige Wochen dauerte. ERST NACH diesem Blitzsieg wurde die Wehrmacht weltweit gefürchtet, denn Frankreich galt für diese als unbezwingbar. Die Propaganda schrieb dann Hitler die Lorbeeren zu und der GRÖFAZ-Mythois war geboren (hier http://www.spiegel.de/unispieg…groefaz-ist-a-320847.html schreibt Spiegeln Online, dass es heutzutage so immer noch in den indischen Schulbüchern steht :D )


    Wenn man heute auch zum Beipsiel mal ältere Menschen dazu befragt, so wird von ihnen ebenfalls immer noch Hitler als Meisterstratege und Macher des Blitzkrieges betrachtet - amn sieht also, Propaganda kann mitunter lebenslang im Kopf feststecken (auch bei Nachkriegsdeutschen).


    Welche Meisterleistungen fallen euch noch so ein? Eventuell wäre hierzu noch Finnland anzuführen, dass den ersten russischen Angriff bravourös abwehrte und der Wehrmacht fälschlich suggerierte, die rote Armee könne man ebenso schnell und leicht wie Frankreich schlagen.



  • Oh no


    Es gibt btw Verschwörungstheorien um die Urheberschaft von Anne Franks Tagebuch.
    https://www.quora.com/Why-do-p…ne-Franks-diary-is-a-fake


    Echt ist: Otto Frank (Ihr Vater) gilt legal als Co-Autor des Buches, bei der Erstveröffentlichung erwähnte er im Vorwort auch, dass "das meiste" von Anne stammt. Außerdem ist das Teil halt stark editiert, Zeug wurde verschoben, und so weiter. Das wirkt irgendwie auch wie so n offenes Geheimnis; die Co-Autorenschaft ist ja leicht prüfbar, aber man erwähnt sie normalerweise nicht mit.
    "Ihr Vater hat es so herausgegeben, wie sie es geschrieben hat" ist zumindest falsch. Otto Frank hat das Teil durch seine kosmetischen Maßnahmen mindestens zu nem per Copyright neuen Werk gemacht (Es gilt eher als Collage; schmälert ja den Wert nicht). Aus dem Grund kann man ja auch bis heute neuen oder anderen Kram im Original entdecken.

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