Die älteste Hochkultur der Welt

  • Zitat

    @topic


    Ich bin ja persönlich der Meinung dass es schon eine Hoch entwickelte
    Kultur vor dem Ende der Eiszeit gab, ca. 12000 vor ch! Aber da der
    Meeresspiegel seit da ca 100 m gestiegen ist wird die Entdeckung wohl
    sehr lange auf sich warten lassen, wenn es diese jemals geben wird!!

    Dann müsste diese Hochkultur aber ausschließlich in Küstennähe gesiedelt haben. Im Landesinneren dürfte sie dann merkwürdigerweise keinerlei Spuren hinterlassen haben. Sofern sie Bergbau betrieb, hatte sie das aber zumindest dadurch tun müssen. Es ist auch nicht ganz ersichtlich, warum sie das schöne, fast ungenutzte Landesinnere links liegen ließ. Aus Sicht einer Hochkultur war es ja fast unbesiedelt. Die Bevölkerungsdichte bei paläolithischen Kulturen (also Jägern und Sammlern) beträgt zwischen 0,01 und 0,1 Menschen pro Quadratkilometer. Durch die Neolithisierung stieg dieser Werk um mindestens das Zehnfache. Dass sie spärlich besiedeltes Fruchtland einfach ignorierten oder dessen eingesessene Bevölerung durch ihre neuen, offensichtlich besseren Methoden nicht wenigstens beeinflussten, wäre doch mehr als rätselhaft.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • In diesem Zusammenhang ist der Artikel zu den Hochkulturen von Wikipedia sehr dürftig. Ich will garnicht erst zitieren, jeder von euch kann googeln.
    Der Übergang von Gentil/Stammesgeschichtlichen Gesellschaften zu echten Hochkulturen ist nicht behandelt und gerade da liegt viel Nachholebedarf in der Forschung
    Die Aufzählung der Hochkulturen ist beim gegenwärtigem Wissensstand ok, auch wenn eventuell auch noch weitere Kandidaten in Frage kommen (Tartessos/Tarschisch z.B.)
    Gerade die aufgezählten Merkmale brauchen nicht überall vorhanden sein.
    Mängel dieses Artikels werden besonders deutlich bei der Aufzählung der Nachfolgekulturen. Parther, Sassaniden, Byzanz, das Klassische Griechenland, die Anfänge des Islam z.B. gehören in spätere Zeiten und sind nicht bei direkten Nachfolgern einzustufen.


    >>> Wikipedia ist gut, aber nicht jeder Artikel. Bitte keinen Fetisch draus machen.


    Das Zeitalter des Neolithikums (Jungsteinzeit) ist mit vielen Funden von Asien (Göbekli Tepe) bis Europa (Himmelsscheibe von Nebra) eine Epoche, die mit noch vielen Überraschungen aufwarten wird.


    Freilich werden durch die Unterwasserarchäologie wichtige Erkenntnisse gewonnen. Aberwie diese Funde, auch von Siedlungen und Tempelanlagen einzuordnen sind, bedarf noch vieler Forschungen.


    Vielleicht gab es Kulturen auf hohem Niveau, deren Entwichlung durch verschiedenste Gründe unter- oder abgebrochen wurden (Klimaveränderungen, primitivere Invasoren, Meeresüberflutungen etz.) aber das sind beim gegenwärtigen Wissenstand Spakulationen, genauso wie ein Zeitpunkt vor der letzte Eiszeit.


    Und noch was, der Begriff "finsteres" Mittelalter, gewöhnt Euch den mal ab. Diese Zeit war nach dem Kulturabfall in den Gebieten des ehemaligen Römischen Reiches eine Zeit voller Dynamik, die mit ihren gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen unser modernes Europa ermöglichten.
    Auch wenn sich das Wissen vieler vom Mittelalter auf Hexenprozesse und Kreuzzüge beschränkt und dieses dann mantrahaft und mit verbittert nickenden Gesicht dahergebet wird.
    Ich will nichts schönreden, aber bitte bedenken, das alles vies Schlimmes erst richtig ab ungefähr 1500 auf Kosten der modernen Neuzeit geht.

  • Zitat

    Das Zeitalter des Neolithikums (Jungsteinzeit) ist mit vielen Funden von
    Asien (Göbekli Tepe) bis Europa (Himmelsscheibe von Nebra) eine Epoche,
    die mit noch vielen Überraschungen aufwarten wird.

    Die Himmelsscheibe gehört übrigens schon in die Bronzezeit (1600 v. Chr.), aber auch diese Zeit hält ja noch einiges an Überraschungen bereit.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Sooooo jetzt muss ich mal wieder.


    Zum ersten möchte ich erklären, warum die Römer scheinbar vorraus wahren. Das Römische Reich hatte eine bombastische Organisation. Viele Menschen konnten schreiben und lesen, nahezu alles wurde schriftlich niedergelegt und verwendet. Gerade in der Architektur oder vielmehr in der Baumeisterkunst, ist jedoch sehr viel Mathematik und Physik beinhaltet. Heutzutage kann jeder einen Bauplan lesen, der einfach gehalten wurde, da die meisten von uns Grundkenntnisse in der Mathematik und der Physik haben. Aber wenn ich jemanden nun eine Detailzeichnung aus dem Bau (wer eine per email will, einfach nachfragen) vorlege, wird er nur Bahnhof verstehen, denn es werden sehr viele Abkürzungen und Zeichen benutzt. Wenn man die nicht nachschlagen kann und nicht weiss, was sie bedeuten, wird es schon sehr schwer das ganze zu verstehen. Umzusetzen wird gleich noch viel viel schwerer. Ein einfaches Haus mit 4 Wänden und nem Dach kann wohl jeder bauen. Aber eine Steinbrücke ohne die Kenntnisse, wohl die wenigsten. Begriffe wie Schlüsselstein und dergleichen sind nichts auf die man einfach so draufkommt, sind die Römer übrigens auch nicht, bei dennen hat es auch eine lange Zeit gedauert. Man darf nicht sehen, dass man Steinkomplexe so einfach baut wie Holzkonstrukte. Stein hat statisch ganz andere Eigenschaften als Holz, da muss man sehr viel beachten. Die römische Baukunst war sehr fortschrittlich, aber ist auch nicht für allerorts geeignet. Man muss auch sehen woher die Rohstoffe kommen. Nicht überall in Europa kann man die passenden Materialien finden. Stein ist auch nicht Stein. Basalt, Marmor, Sandstein, Speckstein, gebrannter Ziegel, Schiefer etc, haben alle Unterschiedliche Eigenschaften. In Italien und dem Südseeraum, hat man es leichter an "gutes" Material in Bezug auf Stein zu kommen, als in Nord bzw Mitteleuropa. In Nord bzw Mitteleuropa hat man es einfacher Holz zu benutzen. Man konnte die Steine ja auch nicht einfach auf einen LKW laden. Ja mir ist natürlich bewusst, dass die Römer auch in England etc waren aber da wurden die Steine verschifft und das römische Reich konnte es sich leisten. Vieles Wissen ging durch den Zusammenbruch des römischen Reiches zusammen. Natürlich hat man versucht, die Baukunst nachzuahmen oder zu übernehmen, jedoch gab es da einige an Problemen. Andere Sprache, Wenige Handwerker konnten lesen oder schreiben, die "eigene Baukultur" die seit Jahrzenten benutzwurden (Holzbau), das Resourcen problem, Mangel an Geld etc. Deswegen hat man weiter das benutzt was man bereits konnte und nicht das Wissen von anderen weiter benutzt. Hinzukommt, dass die Organisation der Kulturen nicht so hoch war wie bei den Römern. Jeder hat gebaut wo er wollte. Auch in Grossstädten wie etwa London (Lundene) etc. Ebenso wurden viele Burgen, Dörfer etc Gebaut und wenige Jahre danach wieder zerstört. Deswegen war es einfach nicht Zweckmässig, alles für die Ewigkeit zu bauen. Desweiteren wurden die meisten Bauten, von Bauern oder sonstigem gebaut und die wenigsten wurde von oder mithilfe von Handwerkern gebaut. Es gab einige Steinmetze etc, die waren aber alle in Prunkbauten wie etwa Schlösser, Burgen oder Kathedralen eingespannt. Man fand nicht an jeder Ecke nen Steinmetz der einem das Haus gebaut hat. In den Städten gab es Gilden, aber die haben sich um Kirchen, Wehranlagen etc gekümmert.


    Einige Zeit später kam hinzu, dass man im Volk den Glauben hatte, in den Römischen Häusern und bauten würden die Geister der Römer legen. Deswegen wurden Strassen gemieden und ganze Stadtteile (wie etwa in London) waren leerstehend. Der Aberglaube damals war riesig. Badehäuser in Rom bzw dem Römischen Reich waren übrigens nicht zu reinigungszwecken da, sondern für Sex und Geschäftemacherei oder einfach zum genuss der Wärme (den meisten Bädern lag eine Natürliche Warmwasserquelle zu grunde). Die Hygiene war damals nicht wie heutzutage. Körpergeruch war sogar angesehen, da es von Arbeit zeugt. Gewaschen wurde mit Urin, dementsprechend rochen die Klamotten. Leider war es halt nicht so schön wie in den ganzen Filmen.


    Die Fussbodenheizungen waren auch eher praktisch als Luxus. Man hatte im Keller oder im Haus eine Räucherkammer, um Fleisch und Fisch haltbar zu machen. Diesen Rauch hatte man durch den Boden geleitet, was einen Positiven nebeneffekt hatte, nämlich dass er schön warm war. Aber auch das war in Mittel bzw Westeuropa nicht möglich. Die Bodenbeschaffenheit hier ist eine ganz andere und die wenigsten Häuser waren unterkellert. Das Privileg gab es nur für viel Geld in Städten. Auch hier lügen Videospiele, Filme und dergleichen. Ebenso verhält es sich mit der Kanalisation. Es war in den meisten Städten im Mittelalter einfach nicht möglich aufgrund fehlender statischer Kenntniss.


    Aber zurück zum Thema ältester Kulturen:


    Ich frage mich ohnehin wie man das Alter von Tempeln genau bestimmen will. Die mir bekannten Methoden zeigen nur das Generelle alter von Gestein. Bei Organischem und Metallischem, kann man anhand der Kohlenstoffablagerung bzw der Oxidation das Alter berechnen, aber bei Stein wäre mir so etwas neu.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Zitat


    @topic

    Ich bin ja persönlich der Meinung dass es schon eine Hoch entwickelte
    Kultur vor dem Ende der Eiszeit gab, ca. 12000 vor ch! Aber da der
    Meeresspiegel seit da ca 100 m gestiegen ist wird die Entdeckung wohl
    sehr lange auf sich warten lassen, wenn es diese jemals geben wird!!

    Dann müsste diese Hochkultur aber ausschließlich in Küstennähe gesiedelt haben. Im Landesinneren dürfte sie dann merkwürdigerweise keinerlei Spuren hinterlassen haben. Sofern sie Bergbau betrieb, hatte sie das aber zumindest dadurch tun müssen. Es ist auch nicht ganz ersichtlich, warum sie das schöne, fast ungenutzte Landesinnere links liegen ließ. Aus Sicht einer Hochkultur war es ja fast unbesiedelt. Die Bevölkerungsdichte bei paläolithischen Kulturen (also Jägern und Sammlern) beträgt zwischen 0,01 und 0,1 Menschen pro Quadratkilometer. Durch die Neolithisierung stieg dieser Werk um mindestens das Zehnfache. Dass sie spärlich besiedeltes Fruchtland einfach ignorierten oder dessen eingesessene Bevölerung durch ihre neuen, offensichtlich besseren Methoden nicht wenigstens beeinflussten, wäre doch mehr als rätselhaft.

    Dann müsste diese Hochkultur aber ausschließlich in Küstennähe gesiedelt haben. Im Landesinneren dürfte sie dann merkwürdigerweise keinerlei Spuren hinterlassen haben. Sofern sie Bergbau betrieb, hatte sie das aber zumindest dadurch tun müssen. Es ist auch nicht ganz ersichtlich, warum sie das schöne, fast ungenutzte Landesinnere links liegen ließ. Aus Sicht einer Hochkultur war es ja fast unbesiedelt. Die Bevölkerungsdichte bei paläolithischen Kulturen (also Jägern und Sammlern) beträgt zwischen 0,01 und 0,1 Menschen pro Quadratkilometer. Durch die Neolithisierung stieg dieser Werk um mindestens das Zehnfache. Dass sie spärlich besiedeltes Fruchtland einfach ignorierten oder dessen eingesessene Bevölerung durch ihre neuen, offensichtlich besseren Methoden nicht wenigstens beeinflussten, wäre doch mehr als rätselhaft.

    Nun was ist wenn diese Kultur in einem bereich gesiedelt hat, der zwar fruchtbar und gut zu verteidigen war (meist wurde Siedlungsgebiet so gewählt) aber diese ebene ca 50 meter unterm heutigen Meeresspiegel lag!
    Bergbaustellen hätten in den darauf folgenden Jahrtausenden von anderen Kulturen neu übernommen worden sein!
    Aber dass ist ja reine Spekulation von mir!!


    Aber allein die Tatsache dass zufällig die ersten Jäger nach ende der Eiszeit auf die Idee kamen mal samen in die erde zu stecken und Monate später die Pflanze zu ernten, ist verdächtig!
    Wieso machte die Menschheit sowas nicht schon viel früher!!
    Überlegt mal 100000 Jahre moderner mensch, gleicher Körper, gleicher geist, usw./ 12000 Jahre Entwicklung vom Jäger zum bauern!! Da sollen echt knapp 90000 Jahre jagen und sammeln gewesen sein, ich kanns mir nicht vorstellen!!


    Aber nochmal ich spreche nicht von einer Hochkultur!!!! Eine hoch entwickelte Kultur reicht schon, vergleichsmäßig wie Rom und die Kelten!
    Rom die Hochkultur, die Kelten eine hoch entwickelte Kultur aber eben keine Hochkultur da keine schrift usw.!

  • Öhm die Kelten hatten sehr wohl eine Schrift. Eine Keilschrift namens Ogham , die gleichnamigem Gott geweiht war. In Irland hat man auch an Denkmälern und Grabstätten einige Schriften davon gefunden. Es ist nicht viel schriftliches Erhalten, das heisst aber noch langen icht, dass sie es nicht konnten.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Öhm die Kelten hatten sehr wohl eine Schrift. Eine Keilschrift namens Ogham , die gleichnamigem Gott geweiht war. In Irland hat man auch an Denkmälern und Grabstätten einige Schriften davon gefunden. Es ist nicht viel schriftliches Erhalten, das heisst aber noch langen icht, dass sie es nicht konnten.

    Man lernt nie aus........hab ich echt nicht gewusst!! Ist diese schrift schon entziffert?
    Bis jetzt wusste ich nur von Runen die aber keine wirkliche schrift wahren!


    Es tut aber dem vergleich keinen abbruch, kelten gelten heute noch als hoch entwickeltes volk, aber eben nicht als hochkultur......



    P.S. hab gegooglet die besagte schrift stammt aus dem 4-6 jahrhundert nach Ch.! Um meinen vergleich leichter zu machen nehmen wir statt den kelten einfach die nicht unterworfenen stämme der Germanen...die hatten echt keine schrift!

  • Hier habe ich zwei Links mit dem Schriftbild und weiteren Informationen zum Ogham-Alphabet:


    http://www.omniglot.com/writing/ogham.htm
    http://www.obib.de/Schriften/A…nen/Ogham/Runen.html~Text


    Zudem ist bekannt, daß die Festlandkelten Galliens, speziell die Druiden, griechische Buchstaben für Aufzeichnungen verwendeten.


    Die Germanen hatten sehr wohl eine Schrift, die bekannteste war das Futhark-Alphabet.


    http://www.omniglot.com/writing/runic.htm
    http://www.obib.de/Schriften/A…nen/Ogham/Runen.html~Text


    Für alle, die sich für Schiften interessieren bzw. sich weiter informieren wollen, hier sind die Hauptseiten der Links zum Rumstöbern:


    http://www.omniglot.com/index.htm
    http://www.obib.de/Schriften/A…riften/alte_schriften.php

  • Ich frage mich ohnehin wie man das Alter von Tempeln genau bestimmen will. Die mir bekannten Methoden zeigen nur das Generelle alter von Gestein. Bei Organischem und Metallischem, kann man anhand der Kohlenstoffablagerung bzw der Oxidation das Alter berechnen, aber bei Stein wäre mir so etwas neu.


    Guckst Du hier


    Ich wollte auch noch einen Ausgrabungsort erwähnen: Çatalhöyük in der Türkei ist zwar keine richtige Hochkultur aber ein gut organisierte Siedlung der Jungsteinzeit. Alter 6000 – 7000 v. Chr. Wiki-Link


    Ohne neue wissenschaftliche Erkenntnnise (vorerst) würde ich aber auch sagen die Sumerer waren die ersten mit einer richtigen Hochkultur. Sie hatten eine Keilschrift, hatten eine Keramik- und Töpferindustrie, nutzten Wasser und Tier erstmals auch effizienter als die anderen, gehören vermutlich zu den Erfindern des Rades, sie führten eine Export/ Import Warenwirtschaft mit den Nachbarn, es gab schon Handwerk, Bildung (Schulen), Kultur, Religion, Wissenschaft (auch Astronomie), Verwaltungs- und Behördenapparate (eine erste Gesetzgebung existierte).


    Ein somit erster Anfang zur zivilisierten Gesellschaft, macht nicht das eine Hochkultur aus?!



    so on Dean

  • Zitat von "Flanger d"

    Es tut aber dem vergleich keinen abbruch, kelten gelten heute noch als hoch entwickeltes volk, aber eben nicht als hochkultur......


    Auch da muss man ein wenig einschränken, sorry.
    Die Kelten gab es eigentlich nie, genauso wie es nie ein keltisches Volk gab, sondern allenfalls kulturell ähnliche Stämme, die sich wenn, dann zu lockeren Stammesverbänden zusammen schlossen, um z.B. bei Eroberungsfeldzügen bessere Chancen zu haben.
    Die Zugehörigkeit zu den indogermanischen Sprachengruppen soll belegt sein, wobei sie dabei eine eigene indogermanische Sprachengruppe bildeten.
    usw. aber das kann man ja auch googlen ...
    Irgendwo erinnert mich das an die Wikinger ;) , denn die Wikinger als Volk gab es auch nicht wirklich, sondern verschiedene kulturell ähnlichen Stämme usw.
    Deren Überfälle und Eroberungen in ganz Europa vom 8 - 11 Jahrhundert nicht nur Tod und Verwüstung brachten, sondern auch eine neue Form von Kultur.
    Allein durch die ungeheure Flexibilität der leichten Wikinger-Schiffe wurde der Handel revolutioniert uvm.
    Aber auch das kann man wieder alles googlen ...


    cu
    Nobby

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
    Schrift macht die Gedanken sichtbar, so dass man sie dauernd verfügbar hat.
    Da ist nichts als Text, Zeile für Zeile. Doch im Kopf entsteht eine ganze Welt, Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
    ( Autor unbekannt )

  • Tut mir leid, der muss einfach raus.


    Winkiger sind keine Rassen, Volks, Stamm, Sippen oder sonst etwas bezeichnung. Wikinger nannte man JEDES Volk, das mit Schiffen auf den Meeren umhergesegelt sind und andere überfallen haben. Wikinger kommt von vikingr und das beutet "auf Beutezug sein". Das hat aber rein garnichts mit dem Volk oder der Abstammung zu tun. Es gab Skandinavische Wikinger, irische Wikinger, sogar Spanische Wikinger. Und das sind allesamt total unterschiedliche Völker und Kulturen. Das wikinger nur Skandenavier waren, ist einfach falsch aber leider eine sehr sehr verbreitete Annahme.



    @ Dean:


    Das war mir alles schon mehr oder weniger geläufig. Vielleicht stehe ich auch total auf dem Schlauch aber woher weiss man genau WANN der Stein bearbeitet wurde? Klar weiss man wie alt der Stein ist etc aber woher weiss man wann der doofe stein in form gebracht wurde?

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • @ Dean:
    Das war mir alles schon mehr oder weniger geläufig. Vielleicht stehe ich auch total auf dem Schlauch aber woher weiss man genau WANN der Stein bearbeitet wurde? Klar weiss man wie alt der Stein ist etc aber woher weiss man wann der doofe stein in form gebracht wurde?


    Kurz und bündig: Anhand der Werkzeugspuren die auf der Oberfläche erhalten bleiben kann man circa einordnen von wem und mit was ein Stein bearbeitet wurde. Wiki-Link



    so on Dean

  • Naja und da ist auch schon wieder der Punkt der Annahme. Man schätzt auf Grund der Werkzeugspuren. Diese Art der Altersbestimmung ist für mich sehr sehr wage. Vielleicht wurde der Tempel auch von einer Sekte gebaut etwa 5000 v. Chr und die haben halt für ihre zeit schon altertümliche Werkzeuge benutzt weil sie keine wirkliche Ahnung hatten. (ich weiss das ist ein sehr weit hergeholtes Beispiel) Aber ich persönlich finde man kann nicht sagen "Ach das wurde mit einem Steinbeil bearbeitet, das ist genau XYZ Jahre alt"

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Es ist auch mir nicht möglich die Frage hinreichend zu beantworten, aber ich bin sicher es lässt sich sehr genau bestimmen wann ein Stein bearbeitet wurde. Zumal sonst die Altersangaben bei allen archäologischen Ausgrabungsstätten falsch wären. Hier wäre es wirklich am besten sich das von einem Studierten oder Professor erklären zu lassen.



    so on Dean

  • Hier sind 2 Seieten zur Altersbestimmung für Paläontologie, Geologie und Archäologie zum Sebststudium (Viel zu viel zum Abtippen)


    http://de.wikipedia.org/wiki/A…ng_%28Arch%C3%A4ologie%29
    http://www.bio.vobs.at/evolution/e04-alter.htm


    Das Bearbeitungsalter von Gesteinen, also auch von Steingebäuden, läßt sich nicht originär ablesen, sondern hier müssen alle Begleitumstände beachtet werden.
    Hierzu können z.B. Bearbeitungsspuren, Metallspuren, Pollenfunde, umgebende Ablagerungsschichten, Relikte aller Art am Fundort, kulturelle Einflüsse aus anderen Gebieten herangezogen werden

  • Bauten lassen sich ebenso wenig sicher datieren wie Metallgegenstände. Man kann hier nur durch die Fundumstände einen Zeitrahmen angeben; eine naturwissenschaftlich exakte Datierung wie bei organischen Materialien (C14) ist nicht möglich. Wie hermundurus schon gesagt hat, muss man hier mit "circumstancial evidence" vorlieb nehmen - das Problem hat man in der Archäologie aber häufiger.

  • Ganz genau santiago:
    Mal grundsätzlich gesagt sind Datierungen gerade bei historischen Bauwerken mit Vorsicht zu genießen, denn es gild u.a. immer an folgendes zu denken:
    Wenn man in einem prähistorischen Haus z.B. einen Balken datiert ( z.B. C14 ), wird die Datierung dieses Balkens zwar den Balken selbst richtig datieren, aber damit nicht unbedingt den Baubeginn des Hauses.
    Der Balken kann eventuell schon vorher in einem anderen Bauwerk verwendet worden und deshalb deutlich älter sein, als das zu datierende Bauwerk.
    Diese Wiederverwendung von Baumaterial war durchaus üblich und ist es teilweise heute noch ist.
    Deshalb muss bei solchem ganz genau und mit ev. verschiedenen Methoden herangegangen werden.


    cu
    Nobby

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    ( Autor unbekannt )

  • Oft schaut man daher, ob man unterhalb der Fundamente etwas datierbares findet, um ein Höchstalter festzulegen. Unter der "Terasse" von Baalbek befindet sich z.B. eine überbaute Siedlung, die aus der Bronzezeit stammt, und damit das Maximalalter für den Konstruktionsbeginn auf 1200 v. Chr. festlegt.
    Oder in Puma Punku, die Anlage wurde über einen Friedhof gebaut, deren Leichen auf die Zeit um Christi Geburt datiert wurden.


    Nobby :
    Der Balken liefert auch das mögliche Maximalalter des Gebäudes. Daher nimmt man im Regelfall das jüngste gemessene Radiocarbonalter als das älteste mögliche Entstehungstatum an, man hat dann auch eine untere Schranke.


    @Ragnarson:
    Die neolithische Revolution war kein Blitzereignis, es dauerte etliche Jahrtausende bis zum bewussten Anbau von Nutzpflanzen. In Göbleki Tepe z.B. lassen sich keine Spuren bewussten Ackerbaus nachweisen.
    Es gibt ein gutes Buch, was die Entwicklung beleuchtet. David Wengrow, The Archaeology of Ancient Egypt 10000 BC to 2650 BC. Das behandelt nicht nur Ägypten, sondern den gesamten Raum bis nach Mesopotamien. Vor der Sesshaftwerdung zogen die Stammesverbände z.B. auch nicht planlos durch die Gegend, sondern auf festen Wegen an denen entlang Siedlungen angelegt wurden, in der Nähe von Weideflächen und Süßgrasvorkommen.

  • Ich möchte die Minoer mal erwähnen. Sehr geheimnisvolle Kultur, leider wissen wir heute sehr wenig über sie. Hier mal der Wiki - Link mit Bildern von Kreta:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Minoische_Kultur


    War selber schon in Kreta und Knossos. Sehr eindrucksvoll - leider war ich später von Knossos umso enttäuschter als ich erfuhr das Sir Evans - der ja in Knossos tw versucht hat Teile der Anlage zu rekonstruieren - im Großen und Ganzen die Rekonstruktionen nach seinen Vorstellungen - und überhaupt nicht originalgeträu - quasi im "Pfusch"irgendwie zusammengeschustert hat. Außerdem hatte er die Sage vom Minotaurus im Hinterkopf und wollte halt einen Fantasiepalast nach seinen Vorstellungen zusammenzimmern, sehr, sehr schade.


    Aber die Fundamente der Riesen Anlage in Knossos, von der ja in Wahrheit heutzutage kein Mensch mehr sagen kann ob sie überhaupt ein Palast war, oder ein Tempel, oder Stadt, oder Speicherstadt, oder Wehranlage, oder Mehreres auf einmal, ist schon sehr, sehr eindrucksvoll.


    Und eben Geheimnisvoll - wie die gesamte minoische Hochkultur und ihr sagenumwobener König Minos, da gibts auch noch viel, viel zu entdecken.


    Bin ohnehin fasziniert von Kreta, kenne keinen 2ten Ort an dem sich so dermaßen viele Hochkulturen die Klinke in die Hand gegeben haben, Minoer, Helenen, Römer, Byzantiner, Venezianer, Osmanen, Araber, nicht zu vergessen der Teufelsritt den die deutschen Gebirgsjäger bei ihrer legendären Luftlandeaktion hingelegt - und die Briten offenen Mundes verblüfft haben bevor sie Hals über Kopf davon flohen, danach deutsche, dann britische Besatzung - außerdem stehe ich auf alte Städte und Ausgrabungen, Kreta ist nahezu überzogen davon - viele noch gar nciht ausgegraben, einfach herrlich dort.


    Zum Thema "Rekonstruktion alter Gesellschaftsstrukturen" hat doch irgendwo im Threat einer kurz angesprochen, da hab ich mal wo was gscheites gelesen, nämlich das man schlicht und einfach vergessen soll das es je die Möglichkeit geben wird eine vergangene Kultur auch nur annähernd lebensnah beschreiben zu können - auch Anhand von Funden, einfach unmöglich.


    Derjenige, der das damals schrieb nahm unsere komplexe Gesellschaft als Bsp und meinte, wenn jetzt jemand in paar 1000 Jahren Ausgrabungen macht und dabei einen Kronkorken, ein Supermanheft und eine Coladose (oder so ähnlich) findet - wie soll der jemals in der Lage sein anhand dieser Funde unsere Kultur auch nur bruchstückhaft wiederzugeben?


    Klar, gar nicht. Na und was finden wir bei Ausgrabungen? Leider auch nicht viel mehr...


    Lg
    donnie !

    Zum Sterbenden, der gerade noch die Antwort röcheln kann:
    "Was siehst du? Einen Tunnel? Ein Licht? Beides?"
    "Nur einen Idioten der zuviele Romane gelesen hat."
    Aus "Wanted", österr. Satire von 1999.