Kugelblitze

  • Bis Ende Juli sollen sie auch noch fliegen:
    "Die Käfer fliegen von Ende Mai bis Ende Juli. Davon leitet sich der deutsche Name "Johanniswürmchen" ab, da die Männchen um den Johannistag im Juni fliegen. Durchschnittlich lebt ein Männchen nur 5-7 Tage und ein Weibchen 7-10 Tage. Die Männchen fliegen in warmen Sommernächten, vom Einbruch der Dunkelheit an etwa 1-3 Stunden." Quelle: http://www.laternentanz.eu/Content/Informations/Living.aspx
    Außerdem gibt es auch männliche, leuchtende Glüwürmchen, Lamprohiza splendidula, sie schlüpfen im August. http://www.chemie.uni-jena.de/institute/oc/weiss/gloworm.htm
    Nur mal so als Richtigstellung. :)
    Aber bei unserer Hitzewelle in den letzten Tagen, kann ich mir durchaus Irrwischs Erklärung vorstellen. Ich weiß nicht wie wahrscheinlich Kugelblitze sein könnten. Es sind ja eher seltene Erscheinungen in der Nähe eines Gewitters...Was hat denn die Nachfrage beim Wetterdienst ergeben? Gab es Gewitter in der Nähe?
    Wir wohnen direkt gegenüber des Rheins, hier entladen sich manchmal ziemliche Gewitter und schlagen sogar im Rhein ein, ich habe "leider" hier so etwas wie einen Kugelblitz noch nicht gesehen...Aber es gibt ja youtube. Da könntest Du ja nachschauen, ob es tatsächlich so ausgesehen hat...https://www.youtube.com/watch?v=6ioN-3UWYrY

    "Man sollte nicht alles zu ernst nehmen, vor allem nicht sich selber."


    Es ist schön an etwas zu glauben und nicht nur das- sich fast sicher zu sein- dass dieser Glaube Wirklichkeit ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kassiopeia ()

  • Ich würde es auf eine Art Wetterleuchten schieben. Die meisten kennen Wetterleuchten nur in Wolkengebilden. Aber auch da, wo man keine Wolken sieht,
    schwebt Wasser in der Luft. Und am 07.08. hatte es gut 40°C. Da kommt es jetzt eher darauf an, wie Du die Entfernung des Leuchtens einschätzt. Ab der Mesosphäre (ca. 70 km) steigt die Ionisierung an (deshalb auch Ionosphäre genannt),
    und die muss sich auch wieder entladen.


    Zitat


    Also Wetterleuchten wäre eventuell eine Möglichkeit gewesen, wenn es dunkel gewesen wäre, das war es aber nicht, sicher es die Sonne stand schon relativ tief, aber es war für so ein Wetterleuchten dann doch noch viel zu hell,
    ich bitte euch wenn ich der Auffassung wäre das es sowas einfaches wie ein Wetterleuchten oder Käfer (ich finde die Idee lustig^^.) gewesen ist, dann hätte ich hier kein eigenen Tread für aufgemacht. Okay ich will da mal ganz ehrlich sein,
    ich weiß nicht was ich da gesehen, bzw. wahrgenommen habe, jedoch aus meiner Perspektive war es kein Ballon, kein Käfer, kein Wetterleucht (da zu Hell), sondern aus der Distanz heraus deutlich sicherbare jedoch kleine Weißlich-Gelbe Kugeln,
    die herumflogen. Und ich versuche mir einen Reim darauf zu machen.


    Ich weiß natürlich das die menschliche Wahrnehmung also auch die meine, nicht perfekt ist, viele Sichtungen das weiß ich als skeptisch eingestellter Interessierter, wie zumindest die älteren User hier im Fourm wissen (meine Aktivität war
    die letzten Monate hier ja eher gering) lassen sichdurch völlig einfache Umstände erklären. Ich habe diese Ansicht in meinen ersten beiden Postings nochmal dargestellt, in den erklärte welche Möglichkeiten ich schon ausgeschlossen habe (vorerst natürlich.).
    Darunter fällt Wetterleuchten, Insekten, Ballone, Satelliten Flugzeuge usw.
    Das war es nicht was ich gesehen habe, natürlich kann auch ich mich irren, ganz klare Sache.


    Also wenn ich recht überlege kommt eigentlich nur sowas wie ein Kugelblitz in Frage, weil für die Verwechslung mit anderen normalen Dingen, wie z.b. Flugzeuge oder halt Wetterleuchten, war die Sichtung zu konkret, zu klar. Ich wünschte wirklich ich
    hätte zumindest Fotos machen, oder nen kurzen Film machen können, um zumindest einen Anhaltspunkt zu haben, den Fotos u. Filme kann man ja untersuchen. So bleibt leider nur meine Erinnerung, tja und jeder Polizist wird bestättigen das Zeugenaussagen
    höchst unzuverlässsig sein können, je länger das Ereigniss um das es geht zurückliegt, weswegen ich sofort den Sichtungsbericht hier einstellte (naja hätte es mir auch so aufschreiben können.)

  • Also Wetterleuchten wäre eventuell eine Möglichkeit gewesen, wenn es dunkel gewesen wäre, das war es aber nicht, sicher es die Sonne stand schon relativ tief, aber es war für so ein Wetterleuchten dann doch noch viel zu hell,

    Würde ich so nicht sagen. Wetterleuchten, wie man es allgemein kennt, beleuchtet von unten die dunklen Wolken. Das Leuchten selbst findet aber weiter unterhalb der Wolken statt. Die Wolken "spiegeln" quasi den lautlosen Blitz. Bei "richtigem" Gewitter geht der Blitz zwischen Wolken und Erde nieder. Da hängen die Wolken also eher in Richtung Stratosphäre oder Troposphäre damit sich die Ionen austauschen können.



    Bis Ende Juli sollen sie auch noch fliegen:
    "Die Käfer fliegen von Ende Mai bis Ende Juli.

    Ja, ist richtig. Aber gerade zum Ende hin, sind es nur noch verzweifelte Einzelgänger. Da ist das Lebenslicht quasi schon erloschen. Die Lichtstärke (bei Glühwürmchen auch "Candela" genannt) nimmt damit auch ab, weil sich die Tierchen bewusst sind, kaum noch einen Partner/in zu finden.
    Außerdem tat die Hitze ihr übriges dazu, was die letzten Tage herrschte.




    Gibt übrigens auch ein Buch zu dem Thread-Thema: "Physikalische Mythen auf dem Prüfstand" . Ich hab das Buch (noch) nicht, aber der Testleseteil könnte etwas an Antwort bieten. ;)

  • Zitat

    Würde ich so nicht sagen. Wetterleuchten, wie man es allgemein kennt, beleuchtet von unten die dunklen Wolken. Das Leuchten selbst findet aber weiter unterhalb der Wolken statt. Die Wolken "spiegeln" quasi den lautlosen Blitz. Bei
    "richtigem" Gewitter geht der Blitz zwischen Wolken und Erde nieder. Da hängen die Wolken also eher in Richtung Stratosphäre oder Troposphäre damit sich die Ionen austauschen können.


    Nun ja das ist Wetterleuchten, jedoch wars ja noch fast Taghell zu dem Zeitpunkt, Wetterleuchten kann man soweit ich das weiß, zumindest über weitere Entferungen nur deutlich sehen, wenn es relativ dunkel ist. Wie wetterleuchten
    genau funktioniert wusste ich nicht aus dem Kopf, sondern legendlich das es sich um Blitze handelt die noch so weit entfernt sind das man sie meistens nicht hört, und nur das Aufblitzen sieht.


    Okay nehmen wir mal an es handelte sich um schlichtes Wetterleuchten, wie erklärt ich dann deiner Meinung nach, meine Wahrnehmung der leuchtenden Kugeln die ich durchaus sehr klar gesehen habe, das waren keine
    herumhuschenden visuell verzerrte Gebilde), so das ich vermutlich ohnehin angenommen hätte, das es sich um eine optische Täuschung handelt (was ja immer noch absolut sein kann, dem will ich mich nicht verschließen).
    Ich könnte mich das nur so vorstellen das mich das aufflackern eines Wetterleuchtens geblendet hat, oder eventuell eine andere Quelle in spiel kommt, die zu kurzzeitigen einer Übereizung der Augen führte und mich so sprichwörtlich
    hat sternchen sehen lassen, wie das z.b. durch einen Blitz beim fotografieren mit Blitzlicht der fall gewesen wäre, wenn es dunkel ist.


    So dunkel war es aber nicht, ich will den Gedanken jedoch weiter verfolgen, ich bin halt aufgeschlossen, vor allem da ich ja weiß das die meisten Ufo-Sichtungen eher natürliche und normale Ursachen haben, als nütscht mit Aliens und so,
    was ich ja ohnehin schon so gut wie verworfen hatte bevor ich die Meldung hier reinstellte.


    Da gab es ja noch dieses Aufblitzen am Anfang, wo ich überlegt ob das mit der eigentlichen Sichtung etwas zu tun hatte, ihr wisst schon, ich habe es in meinem ersten Posting am Treadanfang erwöhnt, das würde ja passen, also in der
    Art das mich dieser Lichtblitz (unter freien himmel, also es wahren keine nennenswerten Wolken in der Richtung zu sehen), geblendet hat, und ich aufgrund der übereizten Augen dann Sternchen sah, aber wenn ich recht überlege
    war der gar nicht sooo hell, so in etwa als würde ein Flugzeug von der Sonne angestrahlt werden, und dann kurz aufblitzen. Allerdings möchte ich das nicht ausschließen, denn ich weiß weiß nicht, wo die Reizschwelle der
    menschlichen Augen liegt, also der Punkt an dem eine Überreizung stattfinden kann.


    Vermutlich hängt das mit der Art des Blitzes zusammen, der Helligkeit des selbigen, und der helligkeit der Umgebung, und wie gesagt es war fast noch Taghell...ich lasse mir dies nochmal durch den Kopf gehen.


    Grüße Schatti :winks:

  • Ja so ähnlich sah das tatsächlich aus, mhm könnte also durchaus sein, das da welche mit ihren ferngesteuerten Quadrocoptern gespielt haben, mhm seltsam wars aber schon, und hören kann man da ja auch nicht viel.
    Ich denke das ist also, sollten die Dinger nicht doch sowas wie Kugelblitze gewesen sein, wäre das die nächstbeste Erklährung.


    Tja wenn sonst niemanden was einfällt, dann ist der Fall wohl abgeschlossen, denke ich ;).


    Grüße Schatti :winks:

  • Meine Theorie:


    Kugelblitze sind eventuell gescheiterte Zeitreisen!


    Soweit ich weiß braucht man für Zeitreisen viel Energie die Es in der Zukunft geben könnte. Bei uns aber mehr oder weniger Mangelware ist.


    Nehmen wir Mal an Person x(Dieter) möchte seine Mutter(Person y(Inge)) noch Mal sehen.


    Person y(Inge)im Jahr 2017 sitzt im Garten und sieht einen Kugelblitz(nach einem Gewitter(höhere Energie) denkt sich Was war das.
    Person x(Dieter) denkt (sofern er noch denken kann) verdammt hat nicht geklappt.


    Wenn Fragen offen geblieben sind gerne fragen!

  • Kugelblitze sind eventuell gescheiterte Zeitreisen!


    Die Überlegung kommt vermutlich durch Terminator, richtig? ;)


    Soweit ich weiß braucht man für Zeitreisen viel Energie die Es in der Zukunft geben könnte. Bei uns aber mehr oder weniger Mangelware ist.


    Energie braucht man für alles und auch bei uns ist sie keine Mangelware. Es scheitert wohl eher an ganz anderer stelle, beispielsweise daran, dass man das zwar berechnen kann aber man keine Ahnung davon hat, wie sich das technologisch bewerkstelligen lässt. Es gibt Überlegungen, dies über Wurmlöcher zu bewirken. Möglich sind sie und man kann sie für Zeitreisen nutzen aber man braucht dafür "negative" Energie.

  • Das ist auch ein wichtiger Punkt allerdings ist das, salopp gesagt, gar nicht das Schwierigste daran. Die Rotationsgeschwindigkeit der Erde sowie die Umlaufgeschwindigkeit um unser Zentralgestirn sind bekannt und somit auch berechenbar.


    Haben wir eigentlich einen Plasmaphysiker hier? Der könnte am deutlichsten und besten erklären, was für so einen Blitz nötig ist.


    Meiner rudimentären Kenntnis nach, muss der Blitz sich wohl selbst ionisieren; was sie ja ohnehin tun; aber das Magnetfeld zur Eindämmung ist wichtig.
    Seit wann gibt es dieses Phänomen eigentlich? Kann es sein, dass es erst mit Erscheinen der Überlandleitungen aufgtreten ist? Immerhin würden die Leitungen einige der Bedingungen erfüllen können. Das Magnetfeld der Leitungen und die Leitung selbst könnten so immerhin schon mal ein Grund für das meist horizontale voranschreiten dieses Phänomenes sein. Sind die Leitungen mit genügen Strom versorgt, so wird auch das Magnetfeld entsprechend stark und der Blitz muss somit nicht zwingend an der Leitung lang laufen sondern kann sich in dessen Umfeld ausbilden. -Das sind jetzt so unfertige Gedanken-

  • Ich habe nun selbst mal ein wenig gesucht und bin gleich auf einen überraschend umfassenden Bericht auf welt.de gestoßen.


    Hier klicken für näheres.


    Wikipediaergänzt obigen Artikel noch durch weitere Hypothesen, die sich allesamt sehr gut lesen und die Phantasie beflügeln..... *Wäre ich doch nur Physiker geworden*


    Somit hat sich meine Frage nach dem ersten Erscheinen dieses Phänomens auch geklärt. Interessant. Ich wäre nie darauf gekommen, dass sich verdampfendes Silizium so verhält.

  • Spannende Sache:


    Flugzeuge ziehen ja Blitzphänomene förmlich an, ja, lösen sie teilweise sogar selbst aus. Es scheint auch in der Luftfahrt ein gehäuft anzutreffendes Phänomen zu sein. Von da kennt man auch ein anderes, potentiell für Flugzeuge gefährliches Phänomen: Der positive Blitz .


    Einen interessanten Überblick über Kugelblitze in Flugzeuge verschafft dieser Artikel:
    http://www.spiegel.de/wissensc…atistik-vor-a-618470.html



    Da ist die Rede von insgesamt 38 bekannten, dokumentierten Fällen.
    Manche Vorfälle sind offiziell untersucht, wie dieser hier einer Fokker am 13.10.1997: https://www.fss.aero/accident-…s/look.php?report_key=360

  • Zitat von Manetuwak

    Somit hat sich meine Frage nach dem ersten Erscheinen dieses Phänomens auch geklärt. Interessant. Ich wäre nie darauf gekommen, dass sich verdampfendes Silizium so verhält.


    Zu mindestens gilt es als die Wahrscheinlichste Variante. Ich persönlich halte diese Erklärung mit dem Silicium und das solche Kugelblitze bei Erdblitzen im Sandboden entstehen für recht plausibel. Das würde auch die Seltenheit erklären.


    Übrigens bei dem vor einigen Jahren hier von Kleine Hexe geposteten Video auf der vorherigen Seite handelt es sich meiner Vermutung nach um einen durch einen Blitzeinschlag oder herabgefallenen Ast entstandenen Kurzschluss, bei dem dann der Lichtbogen die Leitung entlang wandert (also eher kein Kugelblitz). Habe schon ein paar Videos gesehen wo sowas vorgekommen ist, wenn auch nicht so extrem wie in diesem Video.


    Zitat von Smitti 007

    Soweit ich weiß braucht man für Zeitreisen viel Energie die Es in der Zukunft geben könnte.


    Wie genau soll ich diese Aussage verstehen? Wird nach deiner Aussage die Energie mehr (was ja wegen dem Energieerhaltungssatz nicht geht) oder finden die Menschen dann Möglichkeiten diese besser Umzuwandeln bzw. zu speichern?

    "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht."

    ~Albert Einstein

  • Überlandleitungen können ja durchaus eine wichtige Rolle bei der Sichtung dieses Phänomens einnehmen. Wie ich zunächst dachte; und was durch Wiki dann bestätigt wurde; spielt das induzierte Magnetfeld in dem Fall schon eine Rolle. Aber das ist auch eher Klauberei, viel wichtiger ist, dass es auch fernab von Überlandleitungen vorkommt und das diese Erscheinung schon fast so lange existieren muss wie die Erde selbst. Unsere Vorfahren haben das sicherlich auch zu Gesicht bekommen und da würde es mich echt interessieren, wie die darauf reagiert haben könnten.
    Gibt es im Schamanismus und anderen Religionen Beschreibungen von Kugelblitzen und wie sie interpretiert wurden? Spontan denke ich da seltsamerweise an den brennenden Busch aus der Bibel. Gibt es Geister oder Dämonen die damit assoziiert werden? Gilt Ixion aus FF VIII auch? ;):D


    @Smitti:


    Woher kommt die Idee dann? ;)


    "Physikalische Möglichkeit von Zeitreisen


    Die Relativitätstheorie Albert Einsteins bietet verschiedene Möglichkeiten für Zeitreisen:
    Reisen in die Zukunft


    Verlässt man mit einem fast lichtschnellen Raumschiff (es reichen u. U. auch relativistische Geschwindigkeiten um 10 % der Lichtgeschwindigkeit) die Erde und kehrt nach Ablauf einer bestimmten Reisedauer wieder zurück, ist auf der Erde ein längerer Zeitraum verstrichen als an Bord des Raumschiffes. Die Ursache dafür ist die Zeitdilatation, die nach der speziellen Relativitätstheorie von Albert Einstein bei derartig hohen Geschwindigkeiten auftritt. Der genaue Ablauf einer solchen Zeitreise ist unter Zwillingsparadoxon beschrieben.


    Bei hinreichend großer Reisegeschwindigkeit und Beschleunigung wäre dabei im Prinzip in beliebig kurzer Reisedauer für den Reisenden eine beliebig ferne Zukunft auf der Erde erreichbar. Bei einer dem Menschen zumutbaren Beschleunigung erfordert jedoch eine Zeitverschiebung von Jahren auch eine Reisezeit aus der Sicht der Raumschiffbesatzung von über einem Jahr (jeweils rund 347 Tage für Beschleunigung und Abbremsen mit 9,81 m/s²).


    Für ein Objekt, das sich mit Vakuumlichtgeschwindigkeit bewegt, würde die Zeit stillstehen. Ein Photon, das sich im Vakuum bewegt, kann also theoretisch die Zeitspanne vom Beginn bis zum Ende des Universums „in einem Augenblick“ durchmessen.


    Nach der allgemeinen Relativitätstheorie ist der Lauf der Zeit auch von den Gravitations- und Beschleunigungsbedingungen abhängig, denen ein System unterworfen ist. So vergeht die Zeit etwa auf einem hohen Berg geringfügig schneller als auf Meereshöhe. Dieses Phänomen ließe sich als Zeitreise in die Zukunft interpretieren, wobei nicht nur eine raschere, sondern auch eine gebremste Reise möglich ist.


    Auf einem Neutronenstern kann die gravitative Zeitdilatation erheblich sein. So könnte ein hypothetischer Bewohner eines Neutronensterns eine zeitaufwendige Aufgabe in einer Umlaufbahn um den Stern erledigen, um einen Termin auf der Sternoberfläche leichter einhalten zu können. -Das ist geil^^.

    In der noch extremeren Gravitation in der unmittelbaren Nähe Schwarzer Löcher kann die Zeit der Allgemeinen Relativitätstheorie nach praktisch beliebig gedehnt werden.



    Reisen in die Vergangenheit


    Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft sind Zeitreisen in die Vergangenheit prinzipiell nicht möglich. Bestehende Theorien, nach denen eine solche Reise möglich sei, sind spekulativ und umstritten. Unbestritten ist jedenfalls, dass die praktische Umsetzung derartiger Theorien in absehbarer Zeit unmöglich ist.


    1949 entdeckte Kurt Gödel, dass eine Lösung der Allgemeinen Relativitätstheorie, bei der das Universum rotiert, das Zurückkehren eines Objekts in seine eigene Vergangenheit ermöglicht. Ein solches Universum wird als Gödeluniversum (R-Universum) bezeichnet.


    Auch wenn bewiesen werden kann, dass unser Universum nicht rotiert, zeigt das R-Universum, dass die Einsteinschen Feldgleichungen ein Universum mit geschlossenen zeitartigen Kurven zulassen. Folglich gehört das gleichförmige Vergehen der Zeit nicht zu den von vorneherein notwendigen Eigenschaften eines Universums, das den Gleichungen genügt.

    Wow. Diese Aussage ist schon krass, bedeutet das ja nichts weniger, als dass es Universen geben kann wo es, sagen wir mal zwei Planeten eines Sternsystemes gibt, die für den Beobachter unterschiedlich alt sind aber zur gleichen Zeit entstanden :shock::lol:


    Nach der allgemeinen Relativitätstheorie ist es denkbar, dass zwei verschiedene Bereiche der Raumzeit über sogenannte Wurmlöcher miteinander verbunden sein könnten. Wenn die beiden Ausgänge eines solchen Wurmloches zwei Bereiche unterschiedlicher Zeit verbinden würden, wäre eine Zeitreise auch in die Vergangenheit möglich. Allerdings zeigen Rechnungen, dass Wurmlöcher normalerweise nicht stabil sind und so schnell zusammenbrechen, dass eine Passage nicht möglich ist. Hätte man eine hypothetische Materie mit negativer Energiedichte zur Verfügung, die sogenannte exotische Materie, so könnte man damit ein Wurmloch stabilisieren. Die dazu erforderliche Menge an exotischer Materie steht aber nach derzeitigem Wissensstand im gesamten derzeit bekannten Universum nicht zur Verfügung.


    @Smitti: Ich glaube, dass mit der Energie hat sich somit erledigt. Offensichtlich ist es egal wie viel Energie wir gewinnen und speichern können. Es wird einfach nie reichen.


    Eventuell wäre auf einer speziellen Flugbahn in der Umgebung eines hinreichend schnell rotierenden Schwarzen Loches eine Reise in die eigene Vergangenheit möglich. Man nimmt jedoch an, dass es keine derart schnell rotierenden Schwarzen Löcher gibt.


    Eine Zeitreise in die Vergangenheit wäre auch in der Umgebung zweier kosmischer Strings möglich, die hinreichend schnell aneinander vorbeifliegen. Die Existenz solcher Strings ist jedoch umstritten.


    Nach einer sehr umstrittenen Interpretation wurde durch Superluminares Tunneln für Teilchen beziehungsweise Photonen eine Zeitumkehr erreicht, das heißt, aus der experimentellen Anordnung – dem „Tunnel“ – schienen die Teilchen herauszukommen, bevor sie hineingestrahlt wurden. Jedoch wurde bei diesen Experimenten eine sehr umstrittene Definition des Signalzeitpunktes verwendet.


    Sollten Reisen in die Vergangenheit möglich sein, würde sich die Frage stellen, wie die Paradoxa vermieden werden, die sich in diesem Zusammenhang aus der Verletzung der Kausalität ergeben können, wie beispielsweise das Großvaterparadoxon. Als mögliche Antwort käme vor allem die Everettsche Vielwelten-Theorie in Frage. Danach wäre die Vergangenheit, in die man reist, in einer Parallelwelt angesiedelt. Der ursprüngliche Ablauf der Dinge und ein durch einen Eingriff in die Vergangenheit modifizierter Ablauf würden sich beide abspielen. Insbesondere wäre es für den Reisenden unmöglich, wieder in seine ursprüngliche Version der Gegenwart zurückzukehren, wohl aber in eine Parallelwelt, die dieser nahezu identisch wäre.


    Gelegentlich werden, wenn von Reisen in die Vergangenheit die Rede ist, hypothetische überlichtschnelle Teilchen, sogenannte Tachyonen, ins Spiel gebracht. Könnte sich ein Teilchen mit Überlichtgeschwindigkeit von A nach B bewegen, so ließe sich immer ein Beobachter finden, für den die Bewegung von B nach A stattfände. Da die Beobachter die zeitliche Reihenfolge der Ereignisse A und B unterschiedlich beurteilen, bewegt sich für alle Beteiligten das Tachyon von der Vergangenheit in die Zukunft. Aus einer hypothetisch überlichtschnellen Bewegung die Möglichkeit einer Reise in die Vergangenheit abzuleiten, ist nicht möglich."

  • Zitat von Manetuwak

    Überlandleitungen können ja durchaus eine wichtige Rolle bei der Sichtung dieses Phänomens einnehmen.


    Da stimme ich dir zu. Kann auch gut möglich sein, dass es nicht die eine Erklärung für Kugelblitze gibt, sondern mehrere varianten wie so ein Phänomen entstehen kann. Nur bei dem zu sehenden Video wirkt es für mich nicht wie halt die klassische Darstellung eines Kugelblitzes (also kleiner wirr herumfliegender Ball) sondern erinnert mich eher an solch ein Video (nur das man hier besser den Lichtbogen sieht): Drachen löst Kurzschluss & Lichtbogen auf Hochspannungsleitung aus!


    Zitat von Manetuwak

    Gibt es im Schamanismus und anderen Religionen Beschreibungen von Kugelblitzen und wie sie interpretiert wurden?


    Bestimmt. Kann mir gut vorstellen, dass die Menschen damals an Gottheiten, Geister oder Dämonen gedacht haben. Auch heute denken ja viele bei Kugelblitzen noch an Ufos. Aber spontan eine Aufzeichnung über ein solches Objekt fällt mir nicht ein.


    Zitat von Manetuwak

    Spontan denke ich da seltsamerweise an den brennenden Busch aus der Bibel.


    Ich selber bin zwar Atheist und kein Bibelleser (aber die Szene ist ja weithin bekannt), aber naja, manche Sachen, die als Wunder gewertet wurden, können ja wirklich aufgetreten sein, nur etwas anders als wie dargestellt. Und es gibt in der Tat die Theorien, dass Moses da einen brennenden Busch gesehen hat. Und dieser Busch, welcher natürlich ziemlich trocken war, soll wohl durch Reflexion des Sonnenlicht an einem Öltropfen (welchen der Busch selber erzeugt hat) entzündet worden sein. Ist zu mindestens eine Theorie die ich mal aufgeschnappt habe.


    Zitat von Manetuwak

    Diese Aussage ist schon krass, bedeutet das ja nichts weniger, als dass es Universen geben kann wo es, sagen wir mal zwei Planeten eines Sternsystemes gibt, die für den Beobachter unterschiedlich alt sind aber zur gleichen Zeit entstanden


    Was genau meinst du mit "Beobachtbar unterschiedlich alt"?

    "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht."

    ~Albert Einstein