Der Zorn erzeugt Geister

  • Der Zorn erzeugt Geister



    ....... und nicht nur er, auch Angst und Hass kann dies bewirken.



    Eine wahre Geschichte. Sie ist unspektakulär, aber das haben wahre Geschichten so ansich. Ich konnte sie überprüfen und mit den Betroffenen reden., und ich nenne keine Namen und auch keine Orte um Menschen zu schützen die damit zu tun haben.
    Er war ungefähr 8 Jahre alt, sehr klein und schmächtig. Auch sehr still und sensibel. Das machte ihn in der Schule zum Außenseiter und zum gemobbten. Und das große Unglück war das er zur "Erholung" in ein katholisches Kinderheim gesteckt wurde. Dort hat man sich an ihm vergangen.
    Misshandel und vergewaltigt ist seine Seele zerbrochen. ... Das ist niemals ans Tageslicht gekommen.
    Albträume haben seine Kindheit geprägt, aber es gab die Gnade das er sie alle immer schnell vergaß. Bis auf einen. In diesen hat ihn ein kleines Mädchen vor bösen Verbrechern befreit. Und er war so beeindruckt von diesen Traum, das er beschloß dieses kleine Mädchen darin als seine Freundin zu betrachten.
    Und so stellte er sich oft vor, das sie bei ihm ist und ihn beschützt. Er redete mit ihr heimlich und sein Wunsch sie tatsächlich bei sich zu haben war so stark, das er spürte das sich oft eine starke Präsenz einstellte. Etwas war dann da, aber er konnte es nicht erklären.
    Später dann mit 14 Jahren ging dies alles langsam zurück, und er vergaß praktisch den Teil seines Lebens als Kind. Er war ein funktionierender Erwachsener, war verheiratet, stand mitten im Leben.
    Soweit lief sein Leben ganz normal, bis er eines Tages per Zufall eine Postkarte in die Hände bekam. Darauf war ein süßes kleines Mädchen das ihn sehr an das Mädchen aus seinen Traum erinnerete.


    Plötzlich kam dieses Trauma des Missbrauchs wieder in ihn hoch was dazu führte, das er wieder
    anfing mit der Traumgestalt zu reden, so wie als Kind. Und so wie früher hatte er oft das Gefühl dabei einer starken Präsenz im Raum.
    Oftmals vermeinte er ein kleines Mädchen flüstern zu hören, wenn im Herbst der Wind um das Huas pfiff. Aber das reden mit der Traumgestalt und das hören einer flüsternden Stimme half ihm sehr trotz seiner seelischen Verletzungen den Alltag zu bewältigen.


    Bis auf einmal dieses kleine Mädchen in einen Albtraum als Gestalt auftauchte und ihm in Traumbildern vor etwas zu warnen schien. Aber er konnte diese Warnung nicht entschlüßeln.
    Eine Zeit später ist dann etwas schlimmes passiert und anderen Menschen wurde Leid zugefügt. Auch im hat dies schwer geschadet. Körperlich und seelisch. Und erst im nachhinein wurde klar das genau das war wovor der Albtraum gewarnt hatte. Ich habe mich lange mit dem Mann und einigen anderen
    Leuten unterhalten, und es ist heute so, das er seelisch schwer geschädigt ist, und sich noch immer imaginär mit den Mädchen unterhält. Das hilft ihm, sie ist sozusagen seine Gefährtin. Und erhat mir nochmal bestätigt das er sehr oft das Gefühl hat das "etwas bei ihm ist" .. eine Gefühl als
    währe tatsächlich jemand da.


    Ich weiß,. ich werde sicher die enttäuschen die eine unheimliche Geistergeschichte erwarten, aber ich denke doch das diese Geschichte über das Wesen von Geistern viel aussagt. Über diese Geschichte lohnt es sich nachzudenken.

  • Ich glaub hier ist keiner enttäuscht. Wir wollen lieber Realismus als Imagination ;)


    Deine Geschichte hat nen gewissen Punkt der halt von vielen Menschen die an übernatürliches glauben nicht berücksichtigt wird.
    Das Hirn kann unglaubliche Dinge anstellen. Und gerade zur Traumaverarbeitung ist es so herrlich passend, dass man sich einen bösen guten Freund macht der für einen da ist und der quasi den Hass und die Wut über die bösen Menschen impersonifiziert.


    Den Teil wo es darum geht, dass dieses Mädchen ihn gewarnt haben soll, dass seiner Familie etwas passiert versteh ich zwar nicht ganz und er klingt wieder so bisschen ins übernatürliche rutschend. Andererseits verarbeiten wir im Traum ja auf oft Details die wir garnicht bewusst wahrgenommen haben. Evtl. gibts da eine Verbindung?

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Ich glaube die Geschichte sofort; nur wurde sie falsch von Dir interpretiert. Das ist eher eine psychische Störung (wg. dem Missbrauch) als ein Geist. Der Mann den Du beschreibst, suchte Zuflucht und Trost in der Anwesenheit des Mädchens. Ein Mädchen ist freundlich und unschuldig, genau das, was er suchte. Dass ihn das Mädchen sein Leben lang "begleitet" hat meiner Meinung nach damit etwas zu tun, dass er keine professionelle Hilfe erhalten hat oder sie nicht gefruchtet ist.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Weswegen ich sie hier gebracht habe ist halt der Traum der tatsächlich leider wahr geworden ist.
    und die Frage ist halt, ist irgendetwas "in diese Welt gekommen" "in seinen Träumen gekommen" ?
    Nach meinen dafürhalten ja, ausgelöst durch sein Trauma ist tatsächlich eine "Präsenz" entstanden.
    Etwas was man nicht so einfach benennen kann. Der Begriff Geist ist mir zu einfach und zu kurz gegriffen.
    "Präsenz" ist mir da schon lieber.
    Ich bin Okkultist, und in vielen langen Jahren habe ich erfahren, das man Geister herbeirufen kann. Man greift da nicht zum Telefonhörer, sondern der innere Wille ist entscheidend. Ein einfaches Wollen ist da nicht ausreichend. Sondern das wollen muß enorm tief sein und Dinge entstehen zu lassen, eine Präsenz herbei zu rufen. Und das seelische Trauma kann dies bewirken. Wenn eine Präsenz in diese Welt hineingezogen wird, ist sie immer auch an den Menschen gebunden der sie imaginiert hat. Genau das ist hier passiert. Und so ist auch der Traum entstanden der wahr geworden ist, weil Geister nicht an Zeit gebunden sind. Daher sind sie in ihrer Präsenz auch gleichzeitig. Wir Menschen leben in Momenten, Präsenzen kommen aus der unsichtbaren Welt wo es Momente nicht gibt sondern nur Gleichzeitigkeit.

  • Ich glaube eher, dass entweder dass, was Claxan vermutet (unbewusst Gefahren wahrgenommen die sich dann im Traum "manifestiert" haben) oder aber dass der Mann die "Vorsehung" braucht, um das Mädchen als eigenständiges Wesen zu sehen und nicht als ein Teil von ihm selbst. Es ist vermutlich beruhigender das Mädchen so zu sehen. Jemand, der auf ihn aufpasst und ihn beschützt ist für jemanden in seiner Lage angenehmer als eine psychische Störung zuzugeben.


    Mal ganz unter uns Kaffeetanten:
    Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Psyche, Zufälle oder die Physik machen die Geister oder meinetwegen die "Präsenzen". Ein Trauma löst etwas in der Psyche aus und aktiviert nicht die "Zwischenwelt".

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Zitat von "Mirror"

    Und so stellte er sich oft vor, das sie bei ihm ist und ihn beschützt. Er redete mit ihr heimlich und sein Wunsch sie tatsächlich bei sich zu haben war so stark, das er spürte das sich oft eine starke Präsenz einstellte.

    Das sagt doch schon alles. Man kann sich gewaltig in etwas reinsteigern, besonders wer solch schlechte Erfahrungen machen mußte.



    Zitat von "Mirror"

    Und erst im nachhinein wurde klar das genau das war wovor der Albtraum gewarnt hatte.

    Man kann viel interpretieren.
    Wäre ja mal interessant zu wissen, was er geträumt hat und was dann passiert sein soll.



    Zitat von "Mirror"

    aber ich denke doch das diese Geschichte über das Wesen von Geistern viel aussagt

    Was sagt diese geschichte über das Wesen von Geistern aus?


    Also: Einzelperson, psychisch vorbelastet. Geisterskala: 1 von 10 !