• Liebe ist nichts anderes als ein Cocktail diverser Hormone. Hinzu kommt noch: Angst vor Einsamkeit, Selbstbestätigung, gesellschaftliche Normen, Druck von Aussen, sexuelle Begierde sowie ein paar Urinstinkte. Bei Liebe zu einem Freund/Freundin sind halt ein paar Motive anders, beispielsweise die sexuelle Begierde, dafür kommen noch Gängige Werte und Normane hinzu sowie der Faktor Langeweile.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Zitat von "nightmareromance"

    gibt es die wahre liebe?


    ich glaube was du meinst ist die bedingungslose Liebe die bedingungslose Treue.


    Ja sowas gibt es. Man kann einen anderen Menschen so beduingungslos lieben das man für ihn sterben würde, alles aufgeben würde, alles tun würde. Obwohl das Wort liebe, eigendlich dann nicht passen würde. Es wäre ja in solch einer Hinsicht, mehr als das. Wie eine extreme Freundschaft, extremer Vertrautheit, extremer Treue, extremer Abhängighkeit, extremer Hingezogenheit, weil diese Art nicht auf sexueller Ebene läuft, sondern über die Grenzen hinaus. Um so eine Paartnerschaft zu erleben stehen die Chancen
    1 zu 100 000 oder vielleicht höher. Man kann sie nicht mit Verliebtheit vergleichen oder mit sexueller Liebe oder mit einer Freunschaft.


    Wenn ich mich irre bitte nicht hauen. :mrgreen:

  • Ich finde es immernur schade wenn gesagt wird

    Zitat

    Liebe ist nichts anderes als ein Cocktail diverser Hormone


    ec.


    Klar, dass die Gefühle im Körper irgendwie chemisch hergestellt werden, dass dürfte heutzutage jedem klar sein.
    Aber nur, weil die Gefühle chemisch und nicht "magisch" sind, macht es sie doch nicht weniger wundervoll, oder?
    Alles hat eine reale Basis.


    Trotzdem sollte man deswegen nicht darauf verzichten "Liebe", so wie man sie eben wahrnimmt, zu erleben, statt auf die wissenschaftlichen Hintergründe zu schauen.
    Würden wir das bei jedem Thema machen, würden viele Menschen bald Suizid begehen, oder zumindest "lustloser" werden, glaub ich mal :o

    Zitat

    Zumal die ,,Liebe" fast immer mit einer derben Enttäuschung endet


    sehe ich als Beispiel.


    Ansonßten kann ich deine Frage
    2 und 3 nur mit JA beantworten!
    Allerdings sollte "Liebe" jeder für sich selber definieren


    :winks:

  • Zitat

    Aber nur, weil die Gefühle chemisch und nicht "magisch" sind, macht es sie doch nicht weniger wundervoll, oder?


    Nein, und


    Zitat

    Trotzdem sollte man deswegen nicht darauf verzichten "Liebe", so wie man sie eben wahrnimmt, zu erleben, statt auf die wissenschaftlichen Hintergründe zu schauen.


    Nein.


    Es kann nicht schaden, die wissenschaftlichen Hintergründe im Kopf zu haben. Es ist nur eine Einstellungssache. Menschen, die sich Dinge vermiesen lassen, wenn sie die ursächlichen Hintergründe betrachten, kann ich nicht verstehen und bedaure sie, denn sie leben letztlich in einer ewigen Lüge. Alles lässt sich auf irgendetwas zurückführen, so wie ein Gemälde im Grunde nur eine Anordnung von Farbklecksen ist, die unser Gehirn zu einem Gesamten zusammenführt und deren reflektiertes Licht wir zufällig als angenehm empfinden. Das sollte jeder wissen. Es sollte aber nichts an der Wertschätzung ändern.


    Wir Menschen nehmen doch fast alle Dinge als emergente Phänomene wahr, und so sollte es auch sein. Die Einzelsache ist immer größer als die Summe ihrer Teile, und so verliert etwas, das man nicht versteht, eben nicht an Wert. Da fällt mir immer der Vorwurf an Newton ein, dass er durch die Aufspaltung des Lichtes in seine Spektralfarben den Regenbogen entzaubert habe. Seltsamerweise können wir heute, Jahrhunderte später, immer noch den Regenbogen wertschätzen. Vielleicht sogar noch mehr als zu Newtons Zeit.

  • Zitat

    denn sie leben letztlich in einer ewigen Lüge.


    Die Lüge kann ihre Wahrheit sein!
    Die Wahrheit ist immer jene, welche wir selber sehen.
    Für Mensch A ist das eine die Wahrheit, was für Mensch B eine Lüge ist.
    Daher ist es ganz gleich, welche Weltansicht der Einzelne vertritt, ist sie nun auf wissenschaftlicher oder gläubiger Basis.


    Ich selber gehöre auch zu jenen, die sehrwohl wissen, um was es sich mit Gefühlen auf sich hat.
    Jedoch sehe ich die Welt lieber aus dem Blickwinkel, den das Leben spannender macht ;)


    Ich wollte auch nicht behaupten, dass man die andere Sicht verdrängen soll, denn verdrängen und etwas anderes bevorzugen ist meiner Ansicht etwas anderes.


    Zitat

    Hab ich irgentwo gesagt dass Liebe schlecht oder nichts wert ist?


    Nein, mir war dein nur dein "nichts anderes" im Auge :mrgreen:

  • Zitat

    Die Lüge kann ihre Wahrheit sein!
    Die Wahrheit ist immer jene, welche wir selber sehen.
    Für Mensch A ist das eine die Wahrheit, was für Mensch B eine Lüge ist.
    Daher ist es ganz gleich, welche Weltansicht der Einzelne vertritt, ist sie nun auf wissenschaftlicher oder gläubiger Basis.


    Naja, das will ich jetzt nicht weiter vertiefen, um nicht den Rahmen des Threads zu sprengen, aber so ganz richtig ist das nicht. Es gibt durchaus sowas wie eine intersubjektive Wirklichkeit, letztlich baut z.B. allein auf der Ignoranz solipsistischer Ideen unsere ganze Gesellschaft auf, denn sonst würden wir alle tatenlos in der Ecke sitzen und warten bis wir sterben.
    Sicherlich kann man sich ein schönes Weltbild zurechtbasteln und damit glücklich werden; subtil lauert die Gefahr aber darin, dass dieses Bild irgendwann zusammenbricht und die Folgen umso verheerender sind. Das sind dann die Leute, die in Sinneskrisen geraten, wenn sie sich näher mit Naturwissenschaft auseinandersetzen, weil das ihr naiv-realistisches Weltbild zerstört. Das Festhalten an irrationalen Erklärungen muss ja letztlich einhergehen mit der Vermeidung jedweder "bedrohlichen" Erkenntnis. Gar nicht auszudenken, was das gesamtgesellschaftlich für Auswirkungen hätte.


    Insofern halte ich es für den falschen Weg, Erkenntnis zu unterdrücken, zu ignorieren oder zurechtzubiegen (z.B. durch falschverstandenen, inkonsequenten Skeptizismus), damit ein bequemes Weltbild aufrecht erhalten wird. Vielmehr sollte man sich fragen, ob ein naturwissenschaftlich-positivistisches Weltbild so schlimm ist, dass man ihm unbedingt alternative Konstrukte gegenüberstellen muss. Das ist meines Erachtens nicht der Fall.


    Abgesehen davon hat Ragnarsson natürlich völlig Recht, was aber nichts daran ändert, dass Dinge wie Liebe in der menschlichen Erfahrung eben trotzdem - wie ich bereits feststellte - emergente Phänomene sind.

  • Japp, da hat Ragnarsson recht. Will ich auch garnicht anzweifeln


    ad_santiago
    Ich sehe schon; In Fachwissen kann ich dir nicht das Wasser reichen.
    Dabei wollte ich das Thema auchnur anschneiden, weil es ja eig. gar nicht hierher passt. ;)
    Recht hast auch du.


    Aber ich bleibe dabei:
    Wenn man so eine Fragestellung wie "Was ist Liebe?"
    bekommt, sollte man da nicht von verschiedenen Sichtweisen rangehen und nicht nur von der wissenschaftlich zeitgemäßen?
    Denn die Wissenschaft ist, meines Wissens, auch ein Weg, der ständig (mit neuen Erkenntnissen) in eine völlig andere Richtung verläuft.


    So könne man sich zb. auch näher die "platonische" Liebe anschauen, wie es Zweifler schon getan hat.

  • Hallo!


    Nach dem Lesen dieser Beiträge hier hab ich mal eine Überlegung:


    Wissenschaftlich betrachtet stimmt es ja das Liebe "nur" ein Hormoncoktail ist der
    aufgrund von Pheromonen des anderen ausgeschüttet wird.


    Wäre es dann nicht möglich ein "Heilmittel" gegen Liebeskummer herzustellen?
    Z.B. durch eine Hormonspritze die den Hormonhaushalt im Körper wieder ausgleicht :mrgreen: ?


    Also wenn es sowas geben würde...(mal davon abgesehen dass das Leben total langweilig wäre...)


    LG
    Conny

  • Ich glaube nicht, das dass ohne fiese Nebenwirkungen funktionieren würde. Um den Hormonhaushalt in so einem Maße zu regulieren dass die Gefühle beinflusst werden, muss man ja auch ein Stück weit das Hirn beinflussen. Wenn dich deine menschlichen Gefühle stören, kannst du aber lernen, sie zu unterdrücken, oder zumindest zu ignorieren - wovon ich jetzt aber einfach mal abraten würde.


    --(====> Rônin <====)--

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Zitat

    Wissenschaftlich betrachtet stimmt es ja das Liebe "nur" ein Hormoncoktail ist der
    aufgrund von Pheromonen des anderen ausgeschüttet wird.


    Das trifft lediglich auf das zeitlich begrenzte Verliebtsein zu; das allgemeinere Phänomen "Liebe" ist umfassender, multilateral, und schließt auch psychologische, soziologische u.a. Aspekte ein.


    Zitat

    Wäre es dann nicht möglich ein "Heilmittel" gegen Liebeskummer herzustellen?


    Ja, wäre es. Krankhafter Liebeskummer wird zwar vor allem psychotherapeutisch behandelt, es kommen aber auch schon Medikamente zum Einsatz, die gezielt auf die Hormonausschüttung abzielen, den Serotonin- und Dopamin-Spiegel erhöhen und die Ausschüttung von Stresshormonen reduzieren sollen (im Grunde sowas wie Antidepressiva). Bei konsequenter Forschung in diesem Bereich könnte man die Medikamente genauer auf die Symptome abstimmen und so vermutlich tatsächlich wirksame Mittel herstellen. Da Liebeskummer aber alltäglich und selten behandlungsbedürftig ist (wobei sich leider ein Trend zur vorschnellen Psychotherapie auszubreiten scheint), wird es auf diesem Gebiet in nächster Zeit aber wohl keine großen Fortschritte geben.