Wer die Musik verachtet, ist kein Mensch

  • Schießt mir gerade so durch den Kopf und die Antworten im Internet sind auch nicht gerade gut, zur Frage; Gibt es Menschen die überhaupt keine Musik mögen bzw. verabscheuen oder hassen?


    Im Internet meinen zwar ganz wenige Leute solche Menschen zu kennen, aber dann auch nur in Verbindung mit psychischen Problemen. Und eine eindeutige Antwort hab ich nicht gefunden.
    Kennt Ihr vielleicht des Rätsel's Lösung oder kennt Ihr selbst Menschen die Musik nicht leiden können?


    Goethe meinte ja; Wer die Musik nicht liebt, ist kein Mensch.


    sg Vyti

  • Ich kenn Leute die sogut wie keine Musik hören weil es sie nervt und sie sich net die Zeit nehmen wollen sich mehr damit zu beschäftigen als es nur im Hintergrund laufen zu lassen, und ich kenn Leute denen Musik sowas von egal ist und die irgendnen Techno-Trance Scheiß hören (also SCHLECHTEN Techno...ich hab nämlich garnix gegen Elektro-Musik allgemein), Hauptsache irgendwas.


    Und das versteh ich schon nicht...aber gut...jedem das seine. :|

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Zitat

    Goethe meinte ja; Wer die Musik nicht liebt, ist kein Mensch.


    naja... der gute hatte auch ein problem mit juden...
    nicht alles was er so geäußert hat ist demnach gut^^
    das nur mal nebenbei...


    eigentlich wollt ich auch nur mitteilen das ich das topic in den musikbereich schiebe..^^

  • Oh Sorry... Voll übersehen bei soviel Unterforen.


    Hab mich nie mit Goethe beschäftigt und gar nicht gewusst das er Antisemit war. Fand den Spruch halt gerade passend.


    Claxan
    Deinen Post nach zu urteilen hören deine Freunde aber Musik, auch wenns nur im Hintergrund ist.
    Ich meinte aber Menschen die überhaupt keine Musik hören wollen, geschweige denn konsumieren!

  • Also Menschen die Musik hassen ... kann ich mir garnicht vorstellen, vielleicht nicht brauchen, aber hassen ... :denk:


    Ich kann mir ein Leben ohne nich vorstellen :mrgreen:

    You're heroes have fallen.
    Now taste the fear.
    Tasting uncertainty.
    What will you do?
    Can you hear it?
    Can you hear the sound?
    As our broken Idols,
    Come crashing down.

  • Auch wenn Goethe mit seinem hier zitierten Satz eigentlich eine Ungerechtigkeit begangen hat, im Hinblick auf Willen und Verwirklichung des Menschen als Individuum (denn jedem ist es erlaubt seine Beziehung zur Musik auszuleben), rechne ich aber damit, dass dieser Satz gerade das aussagt was Goethe selbst erkannt hat: Nämlich, dass wir unseren Willen (zur Entwicklung von Vorlieben und Geschmäckern) nicht so entfalten können wie es sonst immer mit Wörtern wie "Willensstark" beschrieben wird, es vielleicht sogar keine Willensstärke gibt, sondern, dass der Wille zu jeder Verwirklichung eingeschränkt, beschnitten und lasterhaft vorbestimmt erscheint.


    Das zeigt sich gerade in heutiger Zeit in der es ausreicht irgendeiner Randgruppe anzugehören oder mit ihr zu symphatisieren um auch deren Musikgeschmäcker zu übernehmen. Unterscheidungen von eigenem "Geschmack" und dem Geschmack der streng eingerasterten Gruppe findet nur selten statt. Zumindest für den Durchschnitt, und der verteidigt diese Vorliebe mit großer Aggressivität und noch größerem "Stolz".


    Ich würde trotzdem das Zitat für den Threadtitel umändern in: "Wer die Musik verachtet, ist kein Mensch", auch wenn ich glaube, dass es niemanden gibt der Musik an sich hasst, sondern nur bestimmte Arten und Typisierungen.
    Es muss schon eine sehr erkaltete Bezugslosigkeit herrschen um Musik (jedweder Art, dazu gehört ja auch das rythmische Summen bei Arbeit, ein Punkt der mir das Hassen eigentlich unmöglich macht) nicht zu brauchen und das ist tatsächlich kaum menschlich.


    Verachten kann man sicher verschiedene Zeitalter der Musik. Ich kann heutzutage auch nicht viel mit Chartgedudel anfangen und manchmal ziehe ich auch eine Grimasse des Ekels wenn die Texte wieder einmal den Höhepunkt an Klischee erreicht haben und nur das wiederholen was einige Jahre zuvor schon von ebenso gewöhnlichen und beliebigen "Künstlern" (*schüttel*) vorgekaut wurde.


    Gemäß dem Satz "Die Verwandlung von Zeit in Raum, durch Musik", ist hassenswerte Musik immer abhängig von der Zeit in der sie gespielt wird, während es auch zeitlose aber natürlich nicht minder räumliche Musik gibt (wie die Klassik). Klassik verwandelt eine Jahrhunderte alte Vergangenheit in etwas greifbares, wie Richie Havens das Woodstock für heutige und damalige Zeit erfassbar und begreifbar gemacht hat. (Das nur als Beispiel)

    "Wahre Einsicht erwächst nicht aus Fachwissen, aus der Mitgliedschaft bei irgendeiner Clique, aus Doktrinen oder Dogmen - sie kommt aus den vorbewussten Intuitionen des eigenen ganzen Seins, aus dem eigenen Code."

  • Ich kenne niemanden der Musik "hasst".
    Ich kenne einige die Musik nicht aktiv hören oder sich nicht so damit beschäftigen, aber richtig ablehnen kann man nicht sagen.
    Ich glaube das jeder irgend eine Art von Musik mag.


    Ohne Musik wäre es nur halb so schön.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Zephon
    Interessanter Ansatz.


    Ich kann mir auch nicht vorstellen das es jemanden gibt der Musik grundsätzlich aus dem Weg geht. Mir selbst ist auch niemand bekannt. Jeder von uns kennt aber sicher Leute die nur bestimmte Genres hören zb. Klassik oder Hip-Hop. Das war aber nicht die Frage. Wir suchen dem ultimativen-Musik-Aus-dem-Weg-Geher!.


    Es stellt sich nur die Frage ab wann ist Musik denn eigentlich Musik? Für uns ist Musik ja eine Kombination von Geräuschen, demzufolge müsste ja ein Mensch der Musik nicht mag generell ja jeder Geräuschkulisse aus dem Weg gehen bzw. andauernd mit Ohropax in den Ohren umherdumlaufen!?
    Interessant wäre vielleicht noch ob sich schon mal jemanden absichtlich taub gemacht hat um Musik nicht mehr zu hören... wäre aber dann vermutlich auch krankheitsbedingt.


    BTW; Kannst gerne den Threadtitel ändern, ich hab ja soweit ich sehe jetzt keine Möglichkeit mehr.


    Edit Dazee: Titel auf Wunsch geändert

  • Oh, das war übrigens nur ein Vorschlag und kein "Moderator Vorschlag" :lol: . Das Zitat sollte für den Threadtitel (zugute) umgeändert werden, was aber überhaupt nichts mit dem wirklichen Vorhaben zu tun hatte den Titel an sich umzubenennen, sondern nur eine Nebenbeibemerkung ;)

    "Wahre Einsicht erwächst nicht aus Fachwissen, aus der Mitgliedschaft bei irgendeiner Clique, aus Doktrinen oder Dogmen - sie kommt aus den vorbewussten Intuitionen des eigenen ganzen Seins, aus dem eigenen Code."

  • Ich kenne niemanden, der Musik wirklich hasst oder verachtet, aber schon einige, die zur Musik ein Verhältniss haben wie zu, sagen wir, Tapetenkleister, also, für die Musik nicht mehr ist, als ein Gebrauchsgegenstand, um leichter durch den Alltag zu kommen.
    Das:

    Zitat von "Claxan"

    ... und sie sich net die Zeit nehmen wollen sich mehr damit zu beschäftigen als es nur im Hintergrund laufen zu lassen,

    trifft da genau ins Schwarze. Ist aber schlimm genug, meiner Meinung nach.


    Zitat von "Zephon"


    Das zeigt sich gerade in heutiger Zeit in der es ausreicht irgendeiner Randgruppe anzugehören oder mit ihr zu symphatisieren um auch deren Musikgeschmäcker zu übernehmen. Unterscheidungen von eigenem "Geschmack" und dem Geschmack der streng eingerasterten Gruppe findet nur selten statt. Zumindest für den Durchschnitt, und der verteidigt diese Vorliebe mit großer Aggressivität und noch größerem "Stolz".

    Das liegt primär daran, dass die meisten "Randgruppen" (du meinst wohl Subkulturen) zur Zeit nun mal Musikszenen sind, wo ein Beitritt durch die Übernahme des Musikgeschmacks quasi definiert wird.

  • Zitat

    Das liegt primär daran, dass die meisten "Randgruppen" (du meinst wohl Subkulturen) zur Zeit nun mal Musikszenen sind, wo ein Beitritt durch die Übernahme des Musikgeschmacks quasi definiert wird.


    Das ist mir klar, aber das war auch im Kontext zur Verachtung von Musik und dem Willen zur Verwirklichung geschrieben und nicht, weil es sich so gut anhört... ;) Ich brauche da keine Erklärung wie es abläuft, nur ist es ein Symptom dieser Subkulturen viele andere "entgegengesetzte" Geschmäcker zu verneinen und abzulehnen, zumal Musik dafür gedacht ist unter anderem neue Sichtweisen und Fragen aufzuwerfen (mal abgesehen von heutigem Gedudel) und mit dem Verschreiben an einen Stil wird der Willen zur "Kunst": Musik meiner Meinung nach stark beschnitten.

    "Wahre Einsicht erwächst nicht aus Fachwissen, aus der Mitgliedschaft bei irgendeiner Clique, aus Doktrinen oder Dogmen - sie kommt aus den vorbewussten Intuitionen des eigenen ganzen Seins, aus dem eigenen Code."

  • Zitat von "Zephon"


    Das ist mir klar, aber das war auch im Kontext zur Verachtung von Musik und dem Willen zur Verwirklichung geschrieben und nicht, weil es sich so gut anhört... ;) Ich brauche da keine Erklärung wie es abläuft, nur ist es ein Symptom dieser Subkulturen viele andere "entgegengesetzte" Geschmäcker zu verneinen und abzulehnen, zumal Musik dafür gedacht ist unter anderem neue Sichtweisen und Fragen aufzuwerfen (mal abgesehen von heutigem Gedudel) und mit dem Verschreiben an einen Stil wird der Willen zur "Kunst": Musik meiner Meinung nach stark beschnitten.


    Naja, das geht aus deinen ersten Post nicht in der Form hervor, finde ich.


    Und dass eine Verachtung anderer Geschmäcker ein Synthom von Subkulturen ist, wage ich zu bezweifeln. In der Form findet man sowas höchstens bei Neulingen und Jugentlichen auf Identitätssuche, für die es nunmal einfacher ist, sich an vorgefertigten Geschmäckern und Authoritäten zu orientieren, da sie zu dem Zeitpunkt die volle Breitbande der Musik überhaupt nicht selbst überblicken können.


    Ganz grundsätzlich hat nunmal aber jeder einen eigenen Geschmack und sucht demnach anderes in seiner Musik, dass er in vollkommen fremder zumindest zunächst nicht finden kann. Das hat mit irgendwelcher Verachtung in meinen Augen wenig zu tun.

  • Ich kenne welche die nicht viel Musik hören bzw nur sehr selten.
    Jeder hört irgendeine Musik, egal ob es nur ein lied, eine Band oder eine Richtung ist, es sei denn, derjenige hat nochnie Musik gehört *Joke*
    Aber das welche Musik "Hassen" oder "verachten" glaube ich nicht, vielleicht bestimmte Songs/Bands/Sänger usw aber ich glaube wohl kaum das es welche gibt die Musik hassen/verachten.

  • Taube Menschen?!!


    Es gibt zwar auch wenige die Musik mögen aber der Großteil kennt sie entweder gar nicht erst, ihnen ist sie egal oder sie hassen sie.


    Ja es gibt taube Menschen die Musik hassen.
    Sie flippen förmlich aus wenn sie jemanden musizieren sehen.


    Gruß Tobi^

  • Zitat von "Tobi2412"

    Ja es gibt taube Menschen die Musik hassen.

    Naja, eigentlich ist das ja ein Widerspruch. Die Musikanten könnten ja auch auf Instrumentatrappen spielen, und der Taube regt sich dann einfach über gar nichts auf.
    Weil er dann ja nicht die Musik verachtet, sondern einfach nur über seine eigene Taubheit verärgert ist, würde ich jetzt mal vermuten. Besonders schlimm ist das natürlich, wenn man nicht immer taub war.
    Denn als störend kann er es ja eigentlich auch nicht empfinden. Einen Hammerbass kann zwar auch ein tauber Mensch spüren, aber ganz normale Musik dürfte da nicht ins Gewicht fallen. Das muss also einzig und allein an Frustration liegen.


    --(====> Rônin <====)--

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Vielleicht meinte Tobi das es Taube Menschen die Musik verachten weil Sie frustriert darüber sind das andere Leute so starke Emotionen mit Musik verbinden, und Sie nicht Teil dessen sein können.
    Das ist aber dann Neid, und kein Hass auf Musik.


    Hab jetzt in der Wiki gesucht, dort steht leider auch nix zu dem Thema Musik hassen.
    Wer noch bei den Kleinen zum gleichen Thema mitlesen will; http://www.kwick.de/forum/9/142900/0.html


    Nach langem suchen und fragen glaub ich die Antwort gefunden zu haben; Ich halte es für Unmöglich, generell sein ganzes Leben lang Musik zu hassen, bei vollständiger Gesundheit der Psyche und der Ohren.
    Musik ist eine universelle Sprache, die aus Geräuschen entsteht die ein Klangbild ergeben. Das war schon immer so, seit der Steinzeit. Somit müsste man ja Geräusche hassen und Sprache an sich, was ich für ziemlich unmöglich halte. Denn derjenige der so denkt, müsste freiwillig darauf verzichten seine eigenen Gefühle zu äußern, sich zu artikulieren oder aufn Klo zu pfeifen^^

  • Nein ich mein damit dass sie Musik einfach nicht leiden können.


    Taube können vielleicht nicht hören aber sehr sehr gut fühlen.
    Sie fühlen die Musik, wie sie das machen, frag mich nicht, ich bin nicht taub aber es ist sehr wohl möglich.


    Was sie mit Musik verbinden um sie zu hassen steht ja eigentlich relativ ausser frage.
    Man muss etwas schlechtem mit etwas verbinden um es hassen zu können und wenn es nur die eigene taubheit ist.


    Ich könnt mir aber auch noch sehr gut vorstellen dass es schwerbehinderte gibt die Musik hassen.
    Ein bekannter hat sein FSJ mit behinderten gemacht und da hatten sie einen der förmlich ausgerastet ist wenn er Musik hörte.
    Aus welchen Gründen genau kann niemand sagen aber es war eben nichts angenehmes für ihn.


    Menschen mit überempfindlichen Ohren könnten auch einen gewissen hass auf musik haben.


    Komplett ausschließen würd ich es sicher nicht dass Menschen Musik hassen können.
    Jedoch würd ich das ganze unter wirklich rare Ausnahmefälle stufen.


    Gruß Tobi^

  • Zitat von "Tobi2412"

    Taube können vielleicht nicht hören aber sehr sehr gut fühlen.
    Sie fühlen die Musik, wie sie das machen, frag mich nicht, ich bin nicht taub aber es ist sehr wohl möglich.


    Vibration vermutlich. Wissenschaftliche Quellen hab ich dazu keine, aber oft gehört und logisch klingt es ja.


    Zitat von "Tobi2412"

    Ich könnt mir aber auch noch sehr gut vorstellen dass es schwerbehinderte gibt die Musik hassen.
    Ein bekannter hat sein FSJ mit behinderten gemacht und da hatten sie einen der förmlich ausgerastet ist wenn er Musik hörte.
    Aus welchen Gründen genau kann niemand sagen aber es war eben nichts angenehmes für ihn.
    Menschen mit überempfindlichen Ohren könnten auch einen gewissen hass auf musik haben.


    Womit wir wieder bei Menschen wären die nicht gesund sind.


    Als TE halte ich es aber nach langen recherchiern für einen gesunden Menschen für unmöglich Musik zu hassen, wie schon in meinem letzten Post erwähnt.

  • Musik ist unglaublich vielseitig und so wird es für jeden Menschen individuell immer irgendetwas geben, das ihm gefällt. Somit ist es schwer, ein Beispiel zu finden für jemanden, der Musik hasst/verachtet. Vermutlich gibt es das auch gar nicht.


    Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es Menschen gibt, die aufgrund von Krankheit (Hirnschädigung) durch das Hören von Musik Schmerzen oder Übelkeit erleiden und deshalb eine Abneigung haben könnten.
    Ich bin mir keineswegs sicher, dass es eine derartige Erkrankung gibt, doch bei Betrachtung verschiedener Fälle, die bei Hirnschäden auftreten (beliebtes Beispiel: Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte), wäre eine oben beschriebene Folge/Ausprägung sicherlich denkbar.

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)