Fantasiewelten

  • das Leben ist schön meinte ich, aber im Moment ist es wieder anders. nur dieses mal will ich keine Fantasiewelt um mich herum erschaffen dieses mal fällt der hammer in der Realität. Ich ordne mein Leben jetzt neu und bringe alles ins Reine. Eine fantasiewelt erschaffe ich jetzt nur noch in Form eines Cartoons :)


    lg
    maddin

  • Mit Fantasiewelten ist es halt wie mit allen anderen unrealen Welten auch,dass heißt Spielewelten etc.
    Solang man sich ab und zu dorthin zurückzieht,ist das ok.
    Mach ich selber auch,wenn ich mal einfach abschalten möchte :)
    Aber sobald man sich komplett von der Außenwelt abgrenzt,fängts an gefährlich zu werden.
    Bei nem Bekannten zum Beispiel war das so,seine Eltern waren schon seit er ein kleines Kind war Alkoholiker,haben sich nicht um ihn gekümmert.
    Mit 6 Jahren oder so kam er dann jedenfalls zu seinem Onkel und seiner Tante,die sich auch super um ihn gekümmert haben,da lebt er auch jetzt noch.
    Aber irgendwie konnte er das nie so wirklich akzeptieren und hat sich immer weiter in diese Welt "hineingelebt".
    Und das Ende vom Lied ist das eigentlich jegliche soziale Kontakte bei ihm abgebrochen sind,er auch nicht in der Lage ist neue zu knüpfen,und er viele Dinge die zum Alltag gehören einfach nicht hinkriegt.
    Es ist leider mittlerweile schon so weit,dass selbst die meisten Psychologen die Behandlung schon abgebrochen haben. :( :(
    Ist wohl ein ziemliches Extrembeispiel,vieles liegt auch an seinen Eltern,aber wollte nur mal erzählen was sich daraus alles entwickeln kann ;)
    Lg

    Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
    [Hermann Hesse]

  • Zitat

    Aber sobald man sich komplett von der Außenwelt abgrenzt,fängts an gefährlich zu werden.

    Und wie. Siehe den Fall von Juliet Hulme und Pauline Parker, den Peter Jackson mit Heavenly Creatures verfilmt hat.
    Das ist der Unterschied zwischen dem Erschaffen und Beherrschen einer Phantasiewelt, wie es jeder Fantasy-Autor tun muss, und dem Leben in einer Phantasiewelt.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Auch ich gehe sehr gerne in meine eigene Welt und baue diese Welt sehr gerne von neuem aus :)
    Diese Welt schreibe ich auch natürlich auf und da ich sie ständig ausbaue ist sie schon sehr groß geworden. Ich mag es in diese Welt mal zu gehen und einfach zu sehen wie ich in meinen Gedanken alles entwickeln kann. Natürlich fliehen viele vor dem Alltag in diese Welt wo sie einfach eine eigene Welt haben und keine Probleme oder sonst was, sicherlich kann dies sehr gefährlich werden wen man zu oft darin flieht. Das ist eben das besondere an seinen Gedanken man kann alttagssituationen durchgehen oder seine eigene Welt errichten.


    Die Fantasie eines Menschen kann hilfreich jedoch aber auch gefährlich sein, wen man sie falsch nutzt kommt man nur in schwierigkeiten, nutzt man sie jedoch Richtig so kann man große Taten erschaffen.


    lg

  • Zitat

    Die Fantasie eines Menschen kann hilfreich jedoch aber auch gefährlich sein, wen man sie falsch nutzt kommt man nur in schwierigkeiten, nutzt man sie jedoch Richtig so kann man große Taten erschaffen.

    Wie benutzt man denn Fantasie falsch? Ich denke nicht, dass man die falsch benutzen kann... man kann höchstens die daraus gezogenen Ideen falsch nutzen...
    Große Taten wachsen aus großen Ideen... wer sich nur der Fantasie hingibt, der kann GAR NICHTS erschaffen oder erreichen. Tatkraft ist, was wirklich zählt :)

    Das Wort "ich will" ist mächtig, sagt's einer leis und still. - Die Sterne reißt's vom Himmel, das kleine Wort "ich will".

  • Zitat

    wer sich nur der Fantasie hingibt, der kann GAR NICHTS erschaffen oder erreichen. Tatkraft ist, was wirklich zählt


    Wenn der einzige Maßstab das persönliche Lebensglück ist, dann kann derjenige, der sich ausschließlich seiner Fantasie hingibt, genauso viel erreichen wie jeder "Tatkräftige"... ;)

  • santiago, das ist leider völliger Blödsinn... zumindest so, wie ich es gerade verstehe... "sich der Fantasie hingeben" bedeutet aus meiner Sicht, den Lieben Gott nen guten Mann sein lassen, und nur von dem träumen, was einen glücklich macht... und wer sein Leben SO verbringt, der erreicht gar nichts, und das ist dann kein Lebensglück, sondern "abfinden mit der Untätigkeit".
    Was nützt es denn, wenn man nur fantasiert, und nicht in der Lage ist, irgendwas davon umzusetzen?

    Das Wort "ich will" ist mächtig, sagt's einer leis und still. - Die Sterne reißt's vom Himmel, das kleine Wort "ich will".

  • Es gibt aber kein festgesetztes Lebensziel, das für jeden Menschen gültig wäre. Einziger Maßstab ist das persönliche Glück - und wenn jemand mit seiner Fantasie glücklich wird, hat er letztendlich genauso viel erreicht wie jeder andere...


    Das, was du "umsetzen" nennst, hat doch keinen Eigenwert. Maßstab ist immer nur das subjektive Empfinden. In einer sinnlosen Welt kann sich jeder seinen eigenen Sinn suchen, und niemand schreibt vor, dass man sein Leben nicht zur Gänze träumen darf...


    santiago

  • Ich finde es erstmal erstaunlich, dass überhaupt so viele noch außerhalb des Kindesalters etwas mit Fantasiewelten anfangen können oder sogar noch eigene aufbauen. Auch ich flüchte mich ab und an in meine Fantasiewelt und das nicht unbedingt nur dann, wenn es mal schlechtere Tage gibt. Wenn ich an meine Kindheit denke, haben sich diese Welten aber deutlich verändert. Während sie früher viel bunter und eben "kindlicher" waren, gleichen sie heute fast schon der richtigen Welt, bloß dass man mehr Freunde hat, unbeschwerter leben kann und nichts über die Grausamkeiten dieser Welt weiß. Womöglich spiegelt das ein inneres Bedürfnis oder einen Wunsch wieder,aber zum Abschalten ist es jedes mal gut und wenn man dann in die Realität zurückkehrt, merkt man dass es trotz all den Hürden und Grausamkeiten doch so am besten ist wie es jetzt ist. Problematisch wird es eben nur, wenn man den Bezug zur Realität verliert und nicht mehr fähig ist am normalen Leben teilzunehmen.


    Freundliche Grüße,
    Perish

  • Fantasiewelten sind meines Erachtens nicht Altersabhängig. Natürlich ist die Fantasie unter Kleinkindern viel Ausgeprägter als bei Erwachsenen,
    dass liegt daran das Sie das Leben noch nicht sehr lange kennen und die Ernstheit des Altags und die Regeln des Lebens (man kann nicht alles haben, Physikalische Regeln) noch nicht erfahren haben.
    Es spielt auch bestimmt eine Rolle das man als Erwachsener seine Träume verwirklichen kann.
    Die, ich nenn es jetzt mal Besesenheit, zur Fantasie eines Menschen hängt, wie bereits oben thematisiert, auch von dem sozialen Umfeld zusammen.
    Auch ich hatte bisher kein unbeschwertes Leben. Heute bin ich 22 und ziehen mich gerne öfters in Fantasiewelten zurück. Die Fantasie ist für mich ein Zufluchtsort vor der realen Welt die für mich persönlich grausam und deprimierend ist. Und ich empfinde es nicht als "Psychische Störung" oder so ! Meiner Meinung nach zieht sich schon jeder Mensch der Computerspiele spielt, und es muss nicht WoW sein (ich spiel es nicht), in eine Fantasiewelt zurück. Da kann man schließlich auch Dinge tun die man im realen Leben nicht kann. Berühmte Personen verkörpern zum Beispiel.
    Die eigenen Gedanken sind jedoch das perfekte Medium. Man kann alles machen was man will ... keine Regeln oder Naturgesetze.
    Das einzig verwerfliche der Fantasie eines Menschen sind seine eigenen Vorstellung. Natürlich sind diese niemanden bekannt außer er erzählt es.
    Jeder Mensch der sich in Fantasiewelten zurück zieht ist für mich so normal wie jeder Andere egal wie intensiv er dies ausübt.
    Einzieg und allein Menschen mit Fantasien ohne Beachtung von Ethik, Moral und der menschlichen Würde sind meiner Meinung nach Einweisungspflichtig !


    Mir persönlich haben auch Fantasievorstellung geholfen schwierige Situationen zu überstehen. Ohne Fantasie könnte ich in dieser Welt auch kaum überleben. Wenn in einem Leben nicht alles glatt läuft dann benötigt man auch mal eine Nebenwelt wo man träumen kann wofür man lebt. Und vieleicht geht so eine Gedanke auch mal in Erfüllung .... man kann ja auch von persönlichen Zielen in Karierre und Leben träumen und es als Motivation sehen.
    Zu sehr in Fantasiewelten einzutauchen und dann das reale Leben zu vernachlässigen ist natürlich auch nicht der richtige Schritt ... wie gesagt ... in der Fantasie kann man z.B. das träumen was man in der Realität dann verwirklichen will.


    Meiner Meinung nach hat die Ablehnung der "Fantasie" mit steigendem Alter ein sozialen Grund. Viele Menschen sehen in Verbindung mit Fantasie immernoch ein Kleinkind ;) .... aber ich denke mit den Computerspielen und der heutigen persönlichen Emazipation gehört auch diese Klische bald der Vergangenheit an . ;)


    Was ich aber in letzter Zeit manchmal mache, ist das ich über meine eigenen Fantasien nachdenk, was sagen die Fantasien über den eigenen Charakter aus ?!
    In der Kindheit hat bestimmt jeder einmal sich als Superheld geträumt. Unbesiegbar, rettet die Welt, der am Ende der Geschichte gefeiert wird und vieleicht den Prinzen bzw. die Prinzessin bekommt ;) !
    Aber was ist wenn man davon träumt ein Held zu sein, ein Unheil abwindet und viele Menschenleben rettet aber am Ende davon träumt selbst z.B. im Gefecht zu fallen .... als einziger ?????
    Was sagt soetwas über einen Menschen aus ???

  • Ich denke im 21. Jahrhundert ist das Internet auch eine virtuelle Fantasiewelt, die nahezu unbegrenzte Möglichkeiten eröffnet - man kann eintauchen in andere Lebensbereiche, man kann sich selbst neu erfinden, man kann kreativ werden in Bild, Schrift und Klang. Man kann, wie der Parship Test zeigt, seine reale und soziale Lebenswelt verändern (und verändert wahrnehmen) durch die Teilnahme in Foren und Chatportalen - ich denke dass all diese frei wählbaren Faktoren auch etwas über den Charakter aussagen können und die Fantasie anregen können.

  • als Kind flüchtete ich oft in meine Fantasiewelt. Es ist mir auch klar, was mich dazu geführt hatte, aber das möchte ich jetzt hier nicht erwähnen.
    Besonders im Winter hatte ich mir meine eigene Welt geschaffen. Ich träumte dann von der warmen Sonne des Sommers und wie heiß es wohl in Afrika sein könnte. Mich plagte immer das Fernweh und wünschte mir oft, das mir Flügel wachsen könnten, mit denen ich dann in südliche Länder oder auch weit entfernte Länder unserer Erde fliegen könnte.
    Auch später hatte ich (und noch) Fernweh - und später habe ich meine Träume in die Tat umgesetzt soweit ich kann/konnte... ;)

    Warum produziert die niederbayerische Filmgruppe gern Filme?


    "Weil wir auch Extremsituationen im Film durchleben können, die wir aber im wirklichen Leben nicht erleben möchten".

  • Mhmm ich weiss nicht, ihr redet hier immer nur von Phantasiewelten in der Kindheit, ich finde es durchaus normal auch im erwachsenen Alter Phantasiewelten zu haben. Ich stehe dazu, ich bin 37 Jahre alt und habe schon immer meine Phantasiewelt gehabt. In diese begebe ich mich grundsätzlich, wenn ich abends einschlafen will und wenn ich mal einen schlechten Tag habe, dann leg ich mich oft früher hin und fange an, von meiner Welt zu träumen. Diese sieht natürlich oft anders aus. Zum Beispiel als ich klein war, da bestand sie daraus, dass ich besonders viele Spielsachen hatte, alle Barbies und dann noch ein paar Pferde usw. und ich hab mir vorm Einschlafen wirklich vorgestellt, wie ich dort mit meinen Puppen spiele :)).


    Heute sieht meine Welt natürlich anders aus. Als ich solo war und mich einsam fühlte hab ich mir halt immer meinen Traum erschaffen, in dem ich super aussehe und genau der Typ, auf den ich stehe total in mich verliebt ist...halt wie im Film hehe...das konnte auf oft einfach nur mal ein Filmstar sein oder halt jemand, den ich wirklich kannte. Heute bin ich ich bereits glücklich liiert und meine heutige Welt besteht eigentlich daraus, dass ich ein wunderschönes Haus mit Garten im Süden habe, mit meiner Kunst Geld verdiene und da ich davon so viel habe, male ich mir dann immer aus, wie ich anderen Menschen oder Tieren damit helfen würde. Usw. usw.


    Oft habe ich es auch, dass ich dann irgendwann einschlafe und dann genau von dieser Traumwelt träume. Das hilft mir wirklich, meine alltäglichen Sorgen und Probleme zu überwinden und ich finde daran nichts Abnormales. Natürlich nur, solange es sich in Grenzen hält und man die Realität nicht aus den Augen verliert.





    Zitat

    ich denke im 21. Jahrhundert ist das Internet auch eine virtuelle Fantasiewelt, die nahezu unbegrenzte Möglichkeiten eröffnet - man kann eintauchen in andere Lebensbereiche, man kann sich selbst neu erfinden, man kann kreativ werden in Bild, Schrift und Klang. Man kann, wie der Parship Test zeigt, seine reale und soziale Lebenswelt verändern (und verändert wahrnehmen) durch die Teilnahme in Foren und Chatportalen - ich denke dass all diese frei wählbaren Faktoren auch etwas über den Charakter aussagen können und die Fantasie anregen können.


    Das stimmt, oft leider mit negativen Folgen, dass die Menschen ihre Realität nicht mehr richtig wahrnehmen. Das fängt beim Chatten und in Facebook an und dann geht´s weiter mit Second Life und solchen Sachen. Wobei ich wirklich ab und zu Spass habe, mich bei Second life einzuloggen und in eine Phantasiewelt zu verschwinden.