Der unvollendete Obelisk von Assua

  • In Assuan, rund 700 Kilometer südlich von Kairo (Luftlinie), befinden sich die berühmten Steinbrüche, in denen auch Rosengranit abgebaut wurde. Schon die Pharaonen des alten Reiches, aus der frühen Epoche der "Pyramidenbauer", haben hier den begehrten Rosengranit abgebaut und zu den Baustellen im Süden, in die Region des heutigen Kairo, transportiert. Bis in das "neue Reich" hinein, wurde hier dieser Stein abgebaut.
    Heute kann einer dieser Steinbrüche noch besichtigt werden. Vermutlich deshalb, weil in ihm ein gewaltiger Obelisk zu sehen ist, der aber nie fertig geworden ist.
    Das "Objekt der Begierde" aber, das alle Touristen sehen wollen ist der "Unvollendete Obelisk".
    Sein Gewicht hätte rund 1168 Tonnen betragen wenn er vollendet worden wäre. Bei einer Höhe von 41.75 Meter, misst er an der Basis 4.2 x 4.2 Meter. Es wäre der größte Obelisk überhaupt geworden, wenn er denn fertig gestellt worden währe!
    Die untere Seite ist noch auf der ganzen Fläche mit dem Felsen verbunden. Rundherum ist ein schmaler Graben soweit heraus gemeisselt, dass man den Obelisken nun vom Untergrund lösen könnte, was aber nie gemacht wurde.


    http://www.aegypten-spezialist…elisk.html?g2_itemId=5176


    Mann weiss heute weder, wer dieses gewaltige Teil "in Auftrag gegeben hat", noch wo er schliesslich aufgestellt worden wäre. Auch das Alter von dieses zukünftigen Obelisken ist unbekannt. Nirgends sind Hieroglyphen gefunden worden, mit denen diese Fragen beantworten könnte. Alles in dieser Richtung, sind nur Mutmassungen der Archäologen.
    Der Grund warum er nicht beendet wurde, liegt anscheinend darin, dass man noch währen den "Freilegungsarbeiten", Risse in dem (zukünftigen) Monolith gefunden hat.





    Der Obelisk "liegt" leicht geneigt in Richtung des Nil, in seiner "Grube", und genau das ist ein wichtiger Punkt:
    Wer ist damals auf die "Schnapsidee" gekommen, so einen riesigen Obelisken in einer Grube herauszumeisseln?
    Mit welchen Mitteln wäre er aus dieser Grube gehoben worden? Mit welchem Gerüst, mit welchen Hebevorrichtungen, hätte das geschehen sollen, ohne Flaschenzüge und nur mit Naturfaserseilen?



    Wie hätte diese riesige Steinnadel aus ihrem "Bett" gehoben werden sollen? Nur mit Menschenkraft, mit Naturfaserseilen, Feuersteinwerkzeugen, gehärteten Kupferwerkzeugen, ohne die Kenntnisse des Flaschenzuges, in einem Land in dem chronischer Mangel an stabilem Bauholz vorherrschend war? Genau das sind aber die technischen Möglichkeiten, die den alten Ägyptern von den heutigen Ägyptologen zugebilligt werden!
    Irgend etwas stimmt hier grundlegend nicht! Und nur so zum Training, haben wohl auch die alten Ägypter kaum einen so einen so grossen Monolithen, mal eben aus dem Felsen heraus gehauen. Da würde man sie ja als mehr "als dumm verkaufen"..., oder...?

  • Guten Morgen lieber Zeitreisender, eine schöne Restweihnacht.


    Nun, die beschriebene Methode einen Obelisken herzustellen ist doch die Methode, mit der JEDER Obelik in Ägypten hergestellt worden ist. Das er in einer Grube liegt, liegt doch nur daran, das man das ihn umgebende Material entfernt hat. Wie soll man sonst einen vollmassiven Obelisk aus Gestein meisseln?
    Und das ein Obelisk dabei zubruch ging ist ebenfalls nichts ungewöhnliches. Man findet zig Obelisken die in den Steinbrüchen liegen, weil zerbrochen und unvollendet.
    Der Transport eines solchen Obelisken selber stellt kein Problem dar, unterstellen wir den alten Ägyptern das sie die Pyramiden selber erbaut haben, so stellt ein einzelner Obelisk nun wirklich kein Problem dar. Abgesehen davon finden sich Zeichnungen auf denen zu sehen ist, wie ein Obelisk transportiert und aufgebaut wird, also alles recht erkundet und bekannt.
    Nunja, das der von dir angeführte Obelisk recht groß ist, man hat einfach gucken wollen, wie groß gehts denn? Und das die Obelisken transportabel waren....in Paris steht einer, hab ich schon vorgestanden, der stammt auch aus Ägypten, der ist noch ein wenig weiter gewandert. Und zur Zeit Napoleons hatte man auch noch keine Schwertransporter und Hubschrauber.


    Das ungefähre Alter des umgestürzten Obelisken kann man allerdings ungefähr an der Oberflächenpatina und Verwitterung festlegen. Außerdem gibt es in der ägyptischen Kultur eine Hochzeit des Obeliskenbaus, anzunehmen das er dort hineingehört.

  • Schönen Tag silvercloud, wünsche ebenfalls eine schöne Restweihnachtszeit.


    Zitat von "silvercloud"

    Das er in einer Grube liegt, liegt doch nur daran, das man das ihn umgebende Material entfernt hat. Wie soll man sonst einen vollmassiven Obelisk aus Gestein meisseln?


    Genau, umliegend wurde der Stein entfernt. Aber das Problem ist doch mit dem Unterteil.
    Unten ist der Obelisk ja noch mit dem Felsen verwachsen. Wie wurde er den unten von der restlichen Felsmasse befreit?
    Na anders, wie wollten die Ägypter den Obeliken unten von der restlichen Felsmasse rausmeisseln?
    Eigentlich ist das doch unmöglich.


    Selbst wenn sie es geschafft hätten, der Obelisk wäre nicht zerbrochen, wie hätte man ihn Transportiert?
    Wir reden hier von tausend Tonnen. Nur mit Museklkraft und dünne Seile?

    Zitat von "silvercloud"

    Und zur Zeit Napoleons hatte man auch noch keine Schwertransporter und Hubschrauber.


    Da hatte der Mensch aber auch schon mehrere möglichkeiten, waren ja auch tausende Jahre später.


    Laut Lehrmeinung hatten die Ägypter Naturfaserseile, Feuersteinwerkzeuge, gehärtete Kupferwerkzeuge,
    ohne die Kenntnisse des Flaschenzuges, in einem Land in dem chronischer Mangel an stabilem Bauholz vorherrschend war.


    Wissenschaftlich gibt es noch keine Erklärung für diese ungeheuren menschlichen Taten.

  • Warum ist es unmöglich den Obelisken unten freizumeisseln? Man fängt an der Spitze an und arbeitet sich etwa 2 Meter gen Sockel, Schiebt einen Grossen Steinblock drunter und wiederholt dieses spielchen, bis der Obelisk gelöst und nurnoch auf steinblöcken liegt.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Fangen wir mal vorne an, auch zur napoleonischen Zeit wurden diese Obelisken nur mit Seilen und Muskelkraft bewegt.
    Das die alten Ägypter so Obelisken hergestellt haben, wie sie es bei dem großen auch probiert haben, ist doch bekannt, eben mit solchen Kupferwerkzeugen.
    Ich verstehe im Moment die Problematik nicht so ganz, die Abläufe sind nun wirklich genau dokumentiert und bekannt. Die Frage ist doch, wie würdest du es anders machen?


    Und man brauchte den Rand nur bis weit unter den Obelisken vertiefen und hab dann genug Platz ihn freizumeisseln.


    Abgesehen davon, das Ägypten des alten Reiches hatte genug Zugriff auf Bauholz. Insbesondere als das das Holz ja in dem Fall nach Gebrauch nicht weggeworfen wurde, sondern ich ein Hebevorrichtung ja auch weiter benutzen kann. Ich sehe da nirgends ein Problem oder was mysteriöses. Ich denke das Mysteriöse ist, das du dir nicht vorstellen kannst, das man auch mit einfachen Mitteln großes erreichen kann.

  • Hier sieht man mal wieder das typische Problem, wenn man sich seine "Meinung" bildet ohne die Fakten zu kennen. Das Geile am Steinbruch in Assuan ist, dass da neben dem unvollendeten Obelisken haufenweise andere Unfertige herumliegen, in den unterschiedlichsten Phasen. So 50 m hinter dem "Unfertigen" ist noch ein weiterer, etwas Kleinerer, der bereits so weit aus dem Fels herausgearbeitet wurde, dass er wie ein Pilz nur noch auf einem "Stiel" steht, ein rund 20 cm breiter Grat unten. Da hätte man problemlos Holzbalken reinschieben können, die man zu einem Schlitten verbindet. Grat stückweise wegschlagen, Querhölzer unterlegen, und am Ende hat man das Ding transportbereit auf dem Schlitten.
    Manchmal lohnt es sich, mal selbst vor Ort zu gehen um sie einen Überblick zu verschaffen, bevor man gleich wieder Aliens oder Atlanter bemüht und von "da stimmt was nicht" zu faseln.

  • Hallo Frank,


    du selten gesehener Gast hier. Nun, das was du ansprichst tut ja leider bei vielen Not hier, und so wird dann nur nachgeplappert was irgendjemand irgendwo mal verzappft hat. Das dabei oft Dinge weggelassen werden um die zahlende Kundschaft von den eigenen Phantasien zu überzeugen ist uns, aber leider nicht allen bekannt. Aber unser Forenurgestein hat dies dem Zeitreisenden ja schon in einem anderen Thread aufgezeigt. Ich denke auch er läßt sich gerne und oft von vermeintlichen Aufklärungsbüchern in seinen Bann ziehen.
    Mit 14 fand ich die auch toll, mit 18 amüsant und jetzt nur noch langweilig.

  • Zitat


    du selten gesehener Gast hier.


    Naja, ich wurde vor einem Jahr von einem Moderator hier links angemacht und prophylaktisch der illegalen Werbung bezichtigt, obwohl er nix finden konnte - da dachte ich mir, dass ich mir das nicht gefallen lassen muss.
    Aber beim Steinbruch-Thema musste ich einfach was sagen, da ich vor 2 Jahren wirklich lange dort war und jede Menge Fotos gemacht habe (und tatsächlich auch eigene Experimente machen konnte, die ich auch gefilmt habe), und das Thema gerade (achtung, illegale Werbung, jetzt dürft ihr wieder Verwarnungen rumschicken) für mein 2. Buch bearbeite :)

  • Zitat von "Frank D"

    Hier sieht man mal wieder das typische Problem, wenn man sich seine "Meinung" bildet ohne die Fakten zu kennen.


    Hallo Frank,
    ich habe mir meine Meinung gebildet und kenne die Fakten aus verschiedenen Büchern. (nicht nur Däniken, auch wissenschaftliche Bücher :mrgreen: .

    Zitat von "Frank D"

    Da hätte man problemlos Holzbalken reinschieben können, die man zu einem Schlitten verbindet. Grat stückweise wegschlagen, Querhölzer unterlegen, und am Ende hat man das Ding transportbereit auf dem Schlitten.


    Das ist ja das was für mich so unerklärlich ist. Holz, Reibung, Sand. Mir geht es hier ja um den großen Obelisk der mit ca. 1000Tonnen berechnet wurde.
    Ich kann nicht glauben, dass Menschen mit den damaligen Hanfseilen diesen Obelisken auf einem Schlitten durch den Sand zogen, bis zum Wasser. (1000 t)
    Wenn heute Tauziehmeisterschaften ausgetragen werden, da ziehen die Mannschaften an dicken Hanfseilen, die desöfteren auch reißen und viele verletzten.
    Das sind ein paar Tonnen statt 1000 Tonnen.


    Zitat von "Frank D"

    Manchmal lohnt es sich, mal selbst vor Ort zu gehen um sie einen Überblick zu verschaffen, bevor man gleich wieder Aliens oder Atlanter bemüht


    Leider fehlt mir die Zeit und das Geld mal eben nach Ägyten zu fliegen,(kommt aber in den nächsten Jahren noch), von "Aliens und Atlanter" habe ich nichts geschrieben.

    Zitat von "Frank D"

    "da stimmt was nicht" zu faseln.


    Damit meine ich, das die Ägypter eine andere Technick für solche Brochen nutzten, von der wir nichts wissen.
    Das habe ich geschrieben und nicht gefaselt :winks:


    Zitat von "silvercloud"

    Aber unser Forenurgestein hat dies dem Zeitreisenden ja schon in einem anderen Thread aufgezeigt


    Meine Meinung bilde ich mir immer selber und keiner zeigt mir irgendetwas auf, ob Forenurgestein oder nicht.

    Zitat von "silvercloud"

    Ich denke auch er läßt sich gerne und oft von vermeintlichen Aufklärungsbüchern in seinen Bann ziehen.


    Siehe einige Sätze weiter oben.

  • Zeitreisender :
    Offenkundig hattest Du aber nicht die Informationen über die anderen Obelisken, die da im Steinbruch herumliegen, und die auch teilweise im Mehr-100-T-Bereich liegen.
    In Ägypten gabs übrigens keine Hanf-Seile, und (achtung, Werbung) auf meiner Webseite habe ich im Pyramidenbau-Teil auch eine kleine Abhandlung über die Leistungsfähigkeit damaliger Seilfasern:
    6 Mio. Tonnen, runterscrollen.
    Demnach hat man Seile mit einer Reißfestigkeit um die 20 t gefunden - und wenn man sich mit dem Konzept der Gleitreibung beschäftigt hat (kommt auf der Folgeseite, kannst Du auch gerne lesen, tut nicht weh), und realisiert, dass man an so einem Schlitten mehr als ein Seil anbringen kann, stellt man fest, dass man mit 13 Seilen auskäme - und mit 20 wär man auf der sicheren Seite.