• Hi Leute,
    eigentlich habe ich ja meine Traumphasen aus meinem Leben verdrängt. Aber da hier so viel von Träumen geschrieben und
    diskutiert wird, möchte ich Euch auch ein paar Dinge schildern.


    Die ersten Träume fingen so mit 13 Jahren an. Ich schildere Euch jetzt mal einen Traum den ich zirka ein halbes Jahr so jeden Tag hatte.


    Also, ich sah im Traum einfach nur eine Schräge. Von links oben nach rechts unten. So ungefähr in der Mitte der Schräge befand sich ein Loch.
    Jetzt wirds lustig. Links oben auf der Schräge befand sich eine Kugel, diese Kugel war ich.
    Verdammt ich war diese blöde Kugel.
    Langsam ganz langsam rollte diese Kugel die Schräge abwärts.
    Ich kann es auch nicht erklären aber ich wußte in diesem Traum ganz genau das ich diese Kugel war.
    Dann hörte ich immer eine Stimme, so richtig schallend, bekomme heute noch Gänsehaut.
    Volker, Volker stürze nicht in dieses Loch.
    Doch ich konnte es ja nicht ändern. Ich war diese Kuge, ich rollte langsam diese Schräge herunter, ausweichen konnte ich auch nicht da
    das ganz Bild aussah wie ein Strich, keine dritte Dimension.
    So rollte ich langsam auch dieses Loch zu. Es war ganz schwarz.


    Im Hintergrund immer die schallende Stimme die mich warnte nicht in diese Loch zu rollen.
    Und glaubt mir, ich hatte eine Angst in das Loch zu stürzten, das könnt Ihr Euch nicht vorstellen.
    Aber es ging nicht anders ich rollte auf das Loch zu.


    Kurz vor dem Loch brüllte mich die Stimme an "Volker rolle da nicht hinein",
    aber ich konnte nicht bremsen, ich war eine Kugel und rollte einfach darauf zu.
    Dann kam das schwarze Loch auf mich zu und ich rollte langsam hinein.


    In diesem Augenblick wo ich in das Loch viel wurde ich wach.


    Ich war pitsch nass. Mein Schlafanzug klebte an meinem Körper, Angstschweiß floß über meine Stirn in meine Augen.
    Die brannten und ich merkte wie ich zitterte am ganzen Körper.


    Ich habe damals mit meinen Eltern darüber geredet aber die haben immer abgeblockt.


    Ich bin echt froh das ich mit den Träumen heute nicht mehr viel zu tun habe.


    Hat jemand schon einmal so etwas ähnliches erlebt, oder weiß jemand so etwas zu deuten?

  • Ich vermute, zu dem Zeitpunkt hast Du ziemlich unter Druck gestanden, wusstest, dass Du in eine Situation kommen wuerdest, die schwer zu meistern ist, ueber die Du vielleicht auch keine Kontrolle hast, und davor hattest Du Angst. Wenn ich mir das Alter anschaue, in dem die Traeume anfingen, wuerde ich mal tippen, es handelte sich bei dieser Situation um die Pubertaet. Unbewusste Angst, erwachsen zu werden.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Zitat von "Tina"

    erwachsen zu werden.


    Tja, das war dann damlas unbegründet sonst könnte ich ja heute nich mehr tippen.
    Aber meinst du wirklich?
    War echt ein halbes Jahr und jede Nacht. Es lag nicht an meiner Platzangst, davon träume ich nur ganz selten.

  • Klingt tatsächlich, als habe großer Druck auf dir gelastet. Vielleicht hattest du Angst, eine Situation nicht meistern oder Erwartungen nicht erfüllen zu können. Vielleicht handelte es sich auch tatsächlich, wie Tina erwähnte, um eine latente Adoleszenzangst - immerhin warst du mit 13 genau in dem Alter, in dem der Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenleben stattfindet. Das ist häufig mit psychischen Hürden verbunden, mit einem ersten Blick auf die eigene Lebensplanung, einer Neudefinition der eigenen Rolle in der gesellschaftlichen Ordnung etc etc. Wir könnten das Pferd auch von hinten aufbinden, wenn du sagst, dass du völlig durchnässt warst: vielleicht kam der Traum zusammen mit der Hyperhidrose (Nachtschweiß) als Folge hormoneller Veränderungen.


    Du siehst: es gibt hier zu viele "vielleichts", weil niemand deinen Traum "deuten" kann. So etwas ist von außen nur schwer möglich. Eine Antwort findest du vielleicht, wenn du selbst überlegst, was dich zu dieser Zeit beschäftigte, welche Ängste und Sorgen du hattest (wie lief es zum Beispiel in der Schule?) und diese mit dem Gefühl in deinem Traum vergleichst. Ansonsten bleibt noch zuviel Raum für Spekulation, abgesehen davon, dass es sich sicher um die Verarbeitung einer (bewussten oder unbewussten) Angst - welcher Art auch immer - handelte.


    santiago