Büffel, Löwen und ein Überraschungsgast

  • Das folgende Amateurvideo wurde während einer Safari im Krügernationalpark in Südafrika aufgenommen und ist von einer so nervenzerfetzenden Dramatik, dass einem fast der Atem stockt:



    Auf solche spektakulären Bilder warten wohl die meisten professionellen Tierfilmer ihr ganzes Leben vergeblich.

  • Ich fasse es nicht! :) Wenn sich das rumspricht in Bueffelkreisen, haben die Loewen ein echtes Problem! :)

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Jap, das habe ich auch gesehen, unglaublich eigentlich. Ich war schwer beeindruckt von dem Video, definitiv.


    Das Büffel gefährlich sind, wußte ich schon, aber daß sie einen derart starken Zusammenhalt haben, extrem genial. Ich wäre auf dieser Safari auch gerne dabei gewesen. :winks:

  • Zitat von "Dirk"

    Jap, das habe ich auch gesehen, unglaublich eigentlich. Ich war schwer beeindruckt von dem Video, definitiv.


    Das Büffel gefährlich sind, wußte ich schon, aber daß sie einen derart starken Zusammenhalt haben, extrem genial. Ich wäre auf dieser Safari auch gerne dabei gewesen. :winks:


    Hat glaub ich nur wenig mit Zusammenhalt zu tun. Eher mit dem Instinkt Jungtiere um jeden Preis zu beschützen. Kalb schreit -> Herde rast.

  • die bilder sind nicht schlecht.
    aber ich sag mal so.. ein ausgewachsener sippenchef/vaterlöwe.. wär einmal richung büffel gerannt.. und die herde wär gesprengt.
    waren wohl nur jungtiere. sonst wären sie bestimmt nicht so davongetrollt.


    Encyricon

  • Ich meine auch, dass das Jungtiere waren, bzw. nicht besonders hungrige Löwen.


    Ich erinnere an den Dompteuer, der letztes Jahr von einem Tiger angegriffen wurde. Der war dem Tier nicht mal eine Minute lang ausgeliefert und lag danach wochenlang im Koma.


    Ein hungriges Löwen-Rudel würde nicht mehrere Minuten lang mit einem Kalb herum spielen und es dabei noch nicht einmal ernstlich verletzen.


    Das ändert aber nichts daran, dass es bestimmt außergewöhnlich ist, wie die Büffel das Junge gerettet haben.

  • Es waren Jungtiere, man hat es auch den Männchen angesehen an ihrer fast gar nicht sichtbaren Mähne, insofern ist das richtig, daß ausgewachsene Tiere sicher kurzen Prozess gemacht hätten mit dem Kalb.


    Nichtsdestotrotz eine beneidenswerte Erfahrung, die die Safariteilnehmer dort machen durften. Von sowas kann man sein Leben lang zehren.


    Daran sieht man, daß Mutter Natur doch immer wieder für eine Überraschung gut ist. :winks:

  • Ich glaube, wenn die Bueffel wirklich wuessten, wie stark sie gemeinsam sind, wuerden auch ausgewachsene Loewen die Flucht ergreifen. Einer Bueffel-Stampede haetten sie sicherlich nichts entgegenzusetzen!

    Tina

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  • Nur würden bei einer Büffel-Stampede trotzdem ein oder zwei Büffel gerissen oder zumindest schwer verwundet werden. Für einen Menschen wäre das "opfere Wenige, rette Viele-Prinzip" wohl in Ordnung, aber ich denke, Büffel machen solche Aktionen nur, wenn sie absolut siegessicher sind, bzw. keine Gefahr für sich selbst erkennen.


    --(====> Rônin <====)--

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Dieser starke Zusammenhalt hat sich bei vielen Tierarten herraus kristallisiert, in den letzten 100 Jahren. Hab ich ähliches schon bei Hirschen gesehen und bei Vögel. Der Grund ist warscheinlich, die zunehmenden Abnahmen ihrer Lebensräume, ihrer Dezimierungen durch Menschen ect. und Tierarten die sich eigendlich gut bewährt haben merken das und um zu überleben entwickeln sie ein höheres Sozialverhalten, das ist meine Meinung.


    :winks: hi Leutis.

  • uff ^^
    Aufjedenfall ein interessantes Video, derartigen Teufelskreis auch nich gesehen ... Kalb wird von nem Rudel Löwen angegriffen, Kalb fällt ins Wasser und der überraschende "Ehrengast" stößt dazu, tauziehen um das arme Vieh ... einfach zu viel :mrgreen:
    Dieses Verhalten wird wohl jede frischgewordene Mutti an den Tag legen (bei Tieren bekanntlich ja eine komplette Herde, auch wenn ich es in diesem Ausmaß auch noch nich gesehen hab), aber ob es nun ein Büffel is, die einem mit den gewaltigen Hörnern nachjagd, oder die menschliche, die einem mit ihren übriggebliebenen Launen nachhetzt ... :roll:


    Das Video hat einiges, wie bereits erwähnt Dramatik, ein Happy End/Zusammenhalt/Gruppendynamik \o/

    You're heroes have fallen.
    Now taste the fear.
    Tasting uncertainty.
    What will you do?
    Can you hear it?
    Can you hear the sound?
    As our broken Idols,
    Come crashing down.

  • Zitat von "altair"

    Das Video hat einiges, wie bereits erwähnt Dramatik, ein Happy End/Zusammenhalt/Gruppendynamik


    Happy End?
    Alle Kinder mal bitte kurz die Augen zumachen! :winks:





    Das süsse Kälbchen ist wahrscheinlich kurz danach an seinen Verletzungen krepiert!

  • Lest euch das mal durch. Das hat bestimmt niemand von euch gewusst.



    Zitat

    Die heutigen Esel können ausgezeichnete Beschützer der Schafherde sein (Abb. 4), da ihre lauten und ungewohnten Schreie einen unerwünschten Gast in die Flucht schlagen oder auf ein eventuelles Problem hinweisen können. Gegen Hundeartige hat er eine urtümliche Abneigung und dies macht ihn in verschiedenen europäischen Ländern zu einem beliebten Hütetier. Der Esel wird benutzt, um Schafe, Ziegen und Kühe zu bewachen. Er wird besonders für den Schutz vor wildernden Hunden und gegen Füchse eingesetzt (Pitt 1988, Ravenau & Daveze 1994). Auch die Weibchen sind sehr gut im Schutz gegen Raubtiere, vorausgesetzt sie sind nicht trächtig. Ein zu großer Stress während der Trächtigkeit könnte zu einer Totgeburt führen (Ravenau & Daveze 1994).


    Die Methode des Eselschutzes wird in Alberta (Kanada) oft gegen Kojoten verwendet (Bourne 1994), sowie in Namibia zum Schutz vor Geparden (L. Marker pers. Mitt.). Aubert (1989) vom nationalen Studienzentrum für Veterinärmedizin und Nahrungsmittel (CNEVA) empfiehlt den Esel auch als Tollwutprophylaxe, damit Schafe nicht mit Füchsen in Kontakt kommen. Esel können Hunde, Kojoten und Füchse nicht ausstehen und reagieren bei einer Begegnung sehr aggressiv und stellen deshalb einen sehr guten Schutz für Viehherden dar (Bourne 1994). Sie reagieren auf Störungen in der Herde sehr empfindlich und scheuen sich auch nicht, ein Raubtier oder einen Eindringling wegzujagen (Bourne 1994).


    Quelle


    Schau an, die Esel... :shock::mrgreen:

  • Zitat

    Das süsse Kälbchen ist wahrscheinlich kurz danach an seinen Verletzungen krepiert!


    Ich glaub nicht, dass es so dramatisch verletzt war, sonst waere es gar nicht mehr aufgestanden. Welche Verletzungen sollten das sein? Im Prinzip ist es ja bloss hingefallen. :)

    Tina

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  • Eines der erstaunlichsten und spannendsten Tiervideos, das ich je gesehen habe. Auch wenn die Herde durch das Schreien angelockt wurde ist es doch sehr spannend zu sehen, dass einzelne Büffel die jungen Löwen systematisch vertreiben und buchstäblich auf die Hörner nehmen. Oft beobachtet man, wie die Herde einfach panisch davonstürmt, wenn sie von Löwen angegriffen wird. Egal ob da ein Jungtier gerissen wird oder nicht.


    Ich vermute auch, dass die Löwen Jungtiere waren. Bei den Löwen jagen normalerweise die weiblichen Tiere. Die im Video sehen aber aus wie halbwüchsige Männchen. Auch das Verhalten passt....


    Zitat von "Tina"

    Ich glaub nicht, dass es so dramatisch verletzt war, sonst waere es gar nicht mehr aufgestanden. Welche Verletzungen sollten das sein?


    Naja immerhin hatten die Löwen den Kopf resp. Hals des kleinen Viehs zwischen den Zähnen und das Krokodil hatte den Hintern im Maul. Den einen oder anderen Zahnabdruck wird es wohl schon zurückbehalten haben. ;)


    Zitat von "Herr Schneider"

    Lest euch das mal durch. Das hat bestimmt niemand von euch gewusst.


    Doch, in der Schweiz wird das anscheinend teilweise auch schon praktiziert, hatte vor kurzem einen Bericht darüber gesehen. Kernpunkt der Story war die Integration des Wolfes in den Bergregionen. Der Esel soll da wohl schon den einen oder anderen Wolf vertrieben haben. :mrgreen:

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Zitat

    Naja immerhin hatten die Löwen den Kopf resp. Hals des kleinen Viehs zwischen den Zähnen und das Krokodil hatte den Hintern im Maul. Den einen oder anderen Zahnabdruck wird es wohl schon zurückbehalten haben


    Richtig, aber blutende Wunden gab es keine. Loewen toeten ja auch nicht durch Blutverlust, sondern ersticken ihre Beute normalerweise. Denke nicht, dass das Kalb allzuviel abbekommen hat.


    Zitat

    Auch wenn die Herde durch das Schreien angelockt wurde ist es doch sehr spannend zu sehen, dass einzelne Büffel die jungen Löwen systematisch vertreiben und buchstäblich auf die Hörner nehmen.


    Loewen ueberlegen es sich normalerweise auch im ausgewachsenen Alter zweimal, ob sie einen ausgewachsenen, gesunden Kaffernbueffel jagen. Wenn es Alternativen gibt, jagen sie lieber etwas weniger Wehrhaftes. :)

    Tina

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  • Zitat von "kleine Hexe"

    Bei den Löwen jagen normalerweise die weiblichen Tiere.

    Das stimmt so nicht, genaugenommen ist das ein altes Klischee. Die weiblichen Löwen sind nur mehr auf die schnelle Jagd spezialisiert, die männlichen auf die kurze und auf den Kampf mit grösserer Beute. Das ändert aber nichts daran, dass das Futter von beiden Geschlechtern in gleichem Maß angeschafft wird.


    --(====> Rônin <====)--

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  • Zitat von "Rônin"

    Das stimmt so nicht, genaugenommen ist das ein altes Klischee


    War vielleicht ein wenig unglücklich formuliert. Natürlich jagen die männlichen Tiere auch.


    Danke aber trotzdem für die Info. Wusste nicht, dass die männlichen Tiere gleichviel Nahrung hinschleppen wie die weiblichen :winks:

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  • Genaugenommen ist es bei den erwachsenen Tieren meist sogar so, dass jeder Löwe nur das frisst, was er selber angeschafft hat; und dann eben mit den Kindern und "Freunden" teilt. Natürlich nimmt der Cheflöwe es sich auch mal raus, bei den Weibchen zu klauen, aber meistens ist das nicht der Fall. Bevor ein Löwe ein Rudel um sich schart, muss er sowieso selbst jagen.
    Büffel werden übrigens tatsächlich fast ausschliesslich von den Männchen gejagt, die Weibchen reissen Zebras oder dergleichen. Dafür ist auch die Mähne gut - die Männer brauchen sie zum Schutz bei Kämpfen, den Weibchen wäre sie beim dauernden Gerenne dagegen im Weg.


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