Jugendschutz: Killerspiele, Horrorfilme & Co.

  • Zitat

    Wie kommst du darauf, dass Langzeitstudien eine Ausnahme wären?

    Ehrlich gesagt: subjektive Wahrnehmung aus meinem Gaming-Dasein. Viele Pro-Studien, welche ich über die Jahre gelesen habe, bezogen sich auf direkte "Laborversuche". Da wird der Akt des Gamings direkt untersucht und das Verhalten direkt danach. Nicht die längerfristige Verhaltensänderung. Dann findet das ganze natürlich im Labor statt, nicht unter realen Bedingungen.
    Kann mich natürlich dahingehend irren.


    mfg Vivajohn

  • Also ich finde nicht dass man als minderjähriger leicht an spiele ab s18 bzw.16 kommt. Ich habe dass nämlich auch bei mehreren läden versuchlt, aber es hat nichtgeklappt. Es gibt abeer noch die möglichkeit sich die spiele von privatpersonen zu kaufen. Sogar in dem dorf in dem ich wohne, dass nur siebenhundert einwohner hat, gibt es jemand der spiele, messer,filme usw an kinder verkauft, und ich denke in großen städten wird das nicht anders sein. Es stimmt also dass man sich solche spiele immer von irgendwo beschaffen kann.

  • Also ich finde nicht dass man als minderjähriger leicht an spiele ab s18 bzw.16 kommt. Ich habe dass nämlich auch bei mehreren läden versuchlt, aber es hat nichtgeklappt.

    Wer ins I-Net kommt, kommt auch an solche Spiele.



    Was mich und alle meine Bekannten, Freunde und Kumpels betrifft: Wir haben früher als U18 (also so ab 12) immer solche Spiele gespielt und Filme geguckt. Teilweise die Verbotenen Sachen, Indiziert, etc. . Bisher hat noch keiner von denen ein gesteigertes Aggressionspotential gezeigt.


    Was anderes ist die extreme Religiosität meiner Mutter, die mich und meine Geschwister auf die "rechte Bahn" bringen wollte. Dieser Zwang zum Gläubig sein hat zum Gegenteil geführt. Ich glaube an keine Religion, keinen Gott, kein Leben nach dem Tod, und es ist mir schei**egal ob man am Freitag kein Fleisch essen darf, weshalb es bei uns immer Fischstäbchen gab. Damit will ich sagen, dass zu viel des Guten eher zum Gegenteil führt. Weshalb sind es denn immer die Unscheinbaren, die Amok laufen?


    Ich sehe es also eher so, dass Killerspiele die Nerven beruhigen.
    Bei den Schulamokläufern usw. , die ein Killerspiel auf dem Rechner haben, und dann gleich mal gesagt wird, dass diese Spiele schuld waren, das ist absoluter Blödsinn. Natürlich haben sie ein Killerspiel auf dem Rechner. WER HAT KEINES AUF DEM RECHNER??



    OT:
    Was man bei kleinen Kindern nicht machen sollte, ist, die Animationsfilme in 3D zu zeigen. Da kenne ich Studien, die ANGEBLICH belegen, dass die Kleinen es für Real halten könnten. Ich meine damit nicht sowas wie "Tinkerbell" (was leider hierzulande auf BD nicht in 3D zu bekommen ist), sondern sowas wie "Epic" (FSK6).


  • Also ich finde nicht dass man als minderjähriger leicht an spiele ab s18 bzw.16 kommt. Ich habe dass nämlich auch bei mehreren läden versuchlt, aber es hat nichtgeklappt. Es gibt abeer noch die möglichkeit sich die spiele von privatpersonen zu kaufen. Sogar in dem dorf in dem ich wohne, dass nur siebenhundert einwohner hat, gibt es jemand der spiele, messer,filme usw an kinder verkauft, und ich denke in großen städten wird das nicht anders sein. Es stimmt also dass man sich solche spiele immer von irgendwo beschaffen kann.

    Trifft auch auf mein Umfeld zu. Aber wenn man ehrlich zu sich selbst ist, ist es äusserst subjektiv! Ein "friedlicher" Mensch sucht sich doch auch viel eher einen "friedlichen" Freundes-, Bekanntenkreis und nimmt auch viel weniger Veränderungen von Leuten wahr, welche man nicht in diese Kreise zählt...


    Weshalb sind es denn immer die Unscheinbaren, die Amok laufen?

    Sind es nicht immer... Zudem reden wir ja nicht direkt über Amokläufe. Ich denke jeder wird zustimmen, dass es für Amokläufe noch mal einiges mehr braucht als einfache Gewaltbereitschaft. Auch wenn die Diskussion erst dadurch ins Rollen geraten ist!


    Bei den Schulamokläufern usw. , die ein Killerspiel auf dem Rechner haben, und dann gleich mal gesagt wird, dass diese Spiele schuld waren, das ist absoluter Blödsinn.

    Natürlich ist das Blödsinn. Wie gesagt, da brauchts noch einiges dazu!


    WER HAT KEINES AUF DEM RECHNER??

    Die gibts! Also Amokläufer ohne "Killerspiele" oder Filme mit exzessiver Gewalt! Amokläufer gabs schon vor gewalttätigem Fernsehen oder Videospielen. Ein Beispiel neuerer Natur ist ja der Amoklauf von Ansbach .


    mfg Vivajohn

  • Ich bin auch der Meinung dass "Killerspiele" eher Aggressionen abbauen anstatt sie zu fördern, denn nach einer Runde CoD bin viel entspannter als vorher, weil ich meine Aggressionen virtuell abgebaut habe. Meine Meinung. Eure Meinung?

    Kann man durchaus als Meinung für sich selbst vertreten, sag ich ja nichts bei. Aber definitiv falsch ist, dies auf jedes Individuum und unter allen Gesetzmässigkeiten als gegeben anzusehen. Das sagt ja die von mir gepostete Studie aus, dass nun mal bei einem Prozentsatz von ungefähr 16% bei Kindern/Jugendliche "Killerspiele" und gewalttätige Filme einer der höchsten Risikofaktoren darstellen.


    mfg Vivajohn

  • Ich halte Killerspiele als keinen ausschlaggebenden Faktor für gesteigerte Gewaltbereitschaft.


    Sie könnten allerhöchstens als Katalysator dienen, der bereits vorhandene Aggressionen und Denkmuster bestärken kann, deren Ursache letztendlich aber in der Erziehung und sozialem Umfeld zu suchen sind. Diese Individuen, die eine gesteigerte Sensitivität für Killerspiele zeigen, werden wahrscheinlich sowieso, durch andere Quellen, wie Nachrichten, Filme oder dem sozialem Umfeld verhaltensauffällig.


    Gewalt und Tod ist ja auch nichts widernatürliches. Es gehört zum Leben dazu und dementsprechend können auch Kinder damit umgehen, sofern sie in der richtigen Art und Weise dafür sensibilisiert wurden. Deshalb machen die Alterbeschränkungen ja auch Sinn, um eben das garantieren zu können.

    The idea of Salvation comes, I believe, from the one whom suffering breaks
    apart. He who masters it, on the contrary, needs to be broken, to proceed
    on the path towards the rupture. - Shaxul?

  • Das sagt ja die von mir gepostete Studie aus, dass nun mal bei einem Prozentsatz von ungefähr 16% bei Kindern/Jugendliche "Killerspiele" und gewalttätige Filme einer der höchsten Risikofaktoren darstellen.


    Vielleicht gehöre ich ja auch zu den "Idioten" die nicht verstehen, wie "sciency" deren Studie ist (wie sie es in ihrer Studie bemängeln)...aber wenn jemand versucht einen direkten und unmittelbaren Kausalzusammenhang zwischen Gaming und Gewaltbereitschaft bei Schülern mittels 300-Frage-Fragebögen herzustellen dann nenn ich persönlich das Bullshit.


    Das fängt zuersteinmal bei der "Testgruppe" an. 1000 bayrische Hauptschüler halte ich jetzt nicht unbedingt für bundesweit aussagekräftig. Warum nur Bayern? Warum haben keine Real- oder Gymnasialschüler an der Studie teilgenommen. Ein Schelm wer denkt, dass man lieber die dummen Kernassis als die Weicheivollnerds befragt hat.


    Zitat

    Wie wirkt sich in einem Zeitraum von zwei Jahren die Häufigkeit des Konsums und die Spezifität von audio-visueller Mediengewalt im Vergleich zu acht zusätzlichen Risikofaktoren aus Familie, Schule, Peer Group sowie Persönlichkeitsmerkmalen auf die Gewalteinstellung, Gewalttätigkeit und Delinquenz aus.


    Das ist anscheinend die Kernfrage der Studie oder das Thema oder was auch immer. Die einzige konkrete Altersangabe die im Link genannt wird, ist "14 Jahre". Mal davon abgesehen, dass die "Testgruppe" also zum größten Teil aus heranwachsenden, pubertierenden Schülern besteht...auf welchen Zeitraum beziehen sich die 2 Jahre?Von 12 bis 14? Von 8 bis 10? Liest man sich die Ergebnisse zu welcher die Studie gekommen ist im Link durch, bekommt man den Eindruck, dass dort ein weitausgrößerer Zeitraum abgedeckt wird. Nämlich:

    Zitat

    Je häufiger Schüler während der Kindheit, also im Grundschulalter, Horror- und Gewaltfilme anschauen und je mehr sie sich mit gewalthaltigen elektronischen Spielen (Video- oder Computergewaltspiele) in der beginnenden Adoleszenz beschäftigen, umso höher sind ihre Gewalttätigkeit in der Schule und ihre Gewaltkriminalität im Alter von 14 Jahren.


    Woher kommen diese Informationen? Aus den Fragebögen? Haben die Kids da Sachen aus ihrer Grundschulzeit beantworten müssen? Wer hat den Maßstab für Filme und Spiele mit Gewaltinhalt festgelegt? Wie sieht dieser aus? Ich meine...E.T. war in der Grundschule ein absoluter Horrorfilm für mich. Ich hatte ne panische Scheissangst vor dem kleinen Mistkerl. Wäre das irgendwie relevant gewesen, hätte ich das geantwortet?
    Dieser Maßstab wird aber nirgendwo erklärt. So kann die Studie dann von "Killerspielen" sprechen, das eine oder andere Beispiel tatsächlich nennen und alle unliebsamen Games dann in einen Topf werfen.


    So sind auch die ersten tatsächlichen Titel die die Studie selbst erwähnt folgende:

    Zitat

    Das Sortiment seiner Spiele umfasste u.a. Horror-Ego-Shooter wie «Doom 3» (Das Verderben), «Final Fantasy VII» und «Prey» (Die Beute)


    Jeder der DOOM 3 und Prey kennt, weiss dass es Spiele für Erwachsene sind. Jeder der Final Fantasy VII wird jetzt vermutlich herzhaft lachen. Aber worauf ich hinaus will ist folgendes: Die ersten Titel die erwähnt werden sind IMMER aus der Sparte der ultraharten Actionshooter mit grafischer Over-the-Top Gewalt. Jeder Unbeteiligte der nun DOOM oder Prey googelt, bekommt da ein Bild von "Killergames" vorgesetzt, das so nicht dem typischen Gamingverhalten der Kids entspricht. Tatsächlich erfährt man dann auch im Nachtrag, dass es bei der Studie "nur" um GTA IV geht.


    Desweiteren wird auch nirgendwo erläutert was genau die Gewaltbereitschaft bei den Schülern eigentlich ist? Wenn sie sich streiten? Wenn sie sich prügeln? Messerstecherei? Oder wenn sie Waffen mit in die Schule bringen und nen Krieg vom Zaun brechen? Auch hier wird alles sehr schwammig gehalten. Und wie auch schon im voherigen Fall geht es darum den Eltern Angst zu machen. "Wenn ihr Kind "Killergames" zockt dann verwandelt es sich in ein kriminelles Schlägerarschloch!".


    Ich könnte noch mehr an der Studie bemängeln aber belassen wir es mal hiermit:

    Zitat

    Deshalb unterstützen wir auch den Berner Grossrat und Vizepräsidenten SP des Kanton Bern, Roland Näf, mit seiner fachlichen Argumentation und der Forderung nach einem Verbot der Herstellung, des Anpreisens, der Einfuhr, des Verkaufs und der Weitergabe von Spielprogrammen, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen.


    Der Herr Roland Näf hat auch mal World of Warcraft als "Killergame" eingeordnet.


    Generell sind solche Studien meiner Meinung nach aber auch nicht wirklich durchführbar.


    Menschen beschäftigen sich nun mal mit Dingen die sich mit ihrem Charakter oder Wesen decken und die ihnen deswegen Spaß machen. Sehr logische Menschen haben deswegen zB oft Spaß an Schach oder Rätseln. Phantasievolle Menschen lesen, schreiben, malen oder machen sonst irgendwas Kreatives. Aggressive Menschen suchen den Konflikt. Und deswegen spielen Kernassis die jedem aufs Maul hauen der sie auch nur schief ansieht nun mal DOOM oder andere "Killerspiele" und nicht "Prinzessin Barbie - Die Wunderreise zum zauberlichen Wolkenpalast". Games oder andere Freizeitbeschäftigungen erwecken in uns keine Neigungen oder Wesenszüge. Es sind diese Neigungen und Wesenszüge die bestimmen welche Games wir letztendlich spielen.


    MfG
    Sleepy

    Was du heute kannst besorgen, ist mit Sicherheit nicht derart wichtig, dass es sich nicht auch verschieben lassen würde!

  • Also die DOOM-Reihe sind für mich keine Killerspiele, da da ja nur Dämonen und Zombis bzw. Besesene (welche dann ja auch schon Tod waren) getötet wurden. Fasziniert hat es mich weil es trotz der Action noch gruseliger war als andere Horrorshooter.


    Die GTA-Spiele oder Hitman bzw alles was mit Krieg zu tun hat sind da schon eher Killerspiele.


    Horrorfilme können auch nicht gewaltfördernd sein, weil es da eher ums gruseln geht. Höchstens Splatter diese sind aber meist lächerlich übertrieben.
    Actionfilme sind wieder viel Gewalthaltiger.


    Agressiv oder beruhigen hängt auch nicht von der Gewalt ab, sondern eher von der Schwierigkeit des Spiels. Also Frust und Stress durch verlieren oder Zufriedenheit wenn man gewinnt.

  • Haha, ich fühl mich irgendwie, als wär ich in ne Bar gelaufen und würde mit all den Menschen darin darüber reden, wie schädlich Alkohol sein kann. Und dabei genehm ich natürlich selbst noch ein Bier! :mrgreen: :mrgreen:


    aber wenn jemand versucht einen direkten und unmittelbaren Kausalzusammenhang zwischen Gaming und Gewaltbereitschaft bei Schülern mittels 300-Frage-Fragebögen herzustellen dann nenn ich persönlich das Bullshit.

    Wie die Fragebögen aussehen, respektive, wie sie zusammengesetzt sind, nähme mich auch Wunder, ja! Aber psychologisch-wissenschaftlich betrachtet das als "Bullshit" abzutun ist falsch... 300 Fragen sind schon ne Menge, reichen doch schon 20 Stück um deinen IQ zu bestimmen... Respektive 180, um deine ganze Intelligenz strukturiert darzustellen (IST2000r).


    Das fängt zuersteinmal bei der "Testgruppe" an. 1000 bayrische Hauptschüler halte ich jetzt nicht unbedingt für bundesweit aussagekräftig. Warum nur Bayern? Warum haben keine Real- oder Gymnasialschüler an der Studie teilgenommen. Ein Schelm wer denkt, dass man lieber die dummen Kernassis als die Weicheivollnerds befragt hat.

    Was unterscheidet den den Bayer so sehr vom Rest der Welt?^^ Die Studie wurde scheinbar an einer Schule in München durchgeführt, an 3 Schulen im Landkreis München und an 2 Schulen in "oberbayerischen Kleinstädten".


    Das ist anscheinend die Kernfrage der Studie oder das Thema oder was auch immer. Die einzige konkrete Altersangabe die im Link genannt wird, ist "14 Jahre". Mal davon abgesehen, dass die "Testgruppe" also zum größten Teil aus heranwachsenden, pubertierenden Schülern besteht...auf welchen Zeitraum beziehen sich die 2 Jahre?Von 12 bis 14? Von 8 bis 10? Liest man sich die Ergebnisse zu welcher die Studie gekommen ist im Link durch, bekommt man den Eindruck, dass dort ein weitausgrößerer Zeitraum abgedeckt wird.

    Da hast du Recht, habe mal versucht, mehr dazu zu finden. Der Test wurde an 12-jährigen durchgeführt und dann nach 2 Jahren wiederholt, also im Alter von 14 Jahren.


    "Wenn ihr Kind "Killergames" zockt dann verwandelt es sich in ein kriminelles Schlägerarschloch!".

    Das sind halt Aussagen, wofür die Studie "missbraucht" wird... Denn eigentlich sagt die Studie durchaus aus, dass eine erhöhte Chance besteht (~16%), dass ihr Kind gewalttätiger wird, wenn es nicht altersgerechte "Games" zockt.



    Ich könnte noch mehr an der Studie bemängeln aber belassen wir es mal hiermit:


    Well, thats it! Don't judge me, judge the study! Wir sind ja auch nur darauf gekommen, weil ja die Grundhaltung war: "Wer sagt, dass gewalttätige Videospiele zu realer Gewalt führen kann, verbreitet falsches Wissen. Es gab genug Studien, welche dies belegen."
    Und so ist es halt nicht... es gibt Studien, die kommen zu einem anderen Schluss. Und dies ist ja nur eine davon. Scheinbar gibts mehr, vorwiegend auf gewalttätige Filme/Fernsehen bezogen:
    --> Joy et al., 1986, 2-Jahres Studie
    --> Sonesson, 1989, 10-Jahres Studie
    --> Huesman et al., 2003, 15-Jahres Studie
    --> Johnson et al., 2002, 17-Jahres Studie


    Habe das jetzt nicht wirklich alles durchgelesen... Aber gibts denn eine vernünftige Langzeitstudie, welche die Unbedenklichkeit nachweist?


    Ich meine in gewisser Weise ist es halt schon bedenklich, dass es Studien gibt, welche das so aufzeigen und im Gegenzug darf man immernoch lesen: "40% der Eltern kümmern sich nicht um den Medienkonsum ihrer Kinder und 25% manchmal." --> Auszug aus der Studie


    Respektive, Ronin hat ja z.B. auch erwähnt:

    Zitat

    man sollte dann aber auch nicht vormachen, dass die Studie belegt hätte, dass Gewaltspiele reale Gewalt fördern - belegt wurde, dass Medien, die ab 18 gekennzeichnet sind, nicht für Kinder im Grundschulalter geeignet sind. Du wirst eigentlich niemanden finden, der gegen diese Erkenntnis protestiert;

    Und jetzt sind wir scheinbar trotzdem wieder hier angelangt! Und die Realität ist halt, dass Videospiele sehr wohl nicht immer altersgemäss eingesetzt wird. Das zeigt auch die Studie anhand von GTA. Rund 53 % der Jungen haben GTA IV schon gezockt, respektive rund 86% der Jungen haben den Vorgänger GTA San Andreas schon gezockt. (GTA IV war damals noch recht frisch auf dem Markt)
    Und wir reden hier immerhin von 12 und 14 jährigen Bayern^^



    mfg Vivajohn

  • Aber psychologisch-wissenschaftlich betrachtet das als "Bullshit" abzutun ist falsch... 300 Fragen sind schon ne Menge, reichen doch schon 20 Stück um deinen IQ zu bestimmen... Respektive 180, um deine ganze Intelligenz strukturiert darzustellen (IST2000r).


    Es geht der Studie aber nicht darum, die Intelligenz zu messen. Es geht der Studie darum die Auswirkungen von etwas zu untersuchen. Sie stellen keine Frage die man entweder richtig oder falsch beantworten kann. Sie stellen auch keine Fragen bei denen man mit Glück raten und richtig liegen kann. Die Studie will einen möglichen Kausalzusammenhang untersuchen...und ist der Meinung diesen nachgewiesen zu haben. Und nimmt sich die Zeit jeden der anderen Meinung ist, zu unterstellen keine Ahnung von "Science" zu haben. Und vielleicht bin ich ja der Idiot der keine Ahnung hat...aber 300 willkürliche Fragen sind und bleiben für mich Bullshit und kein "Science".


    Was unterscheidet den den Bayer so sehr vom Rest der Welt?^^ Die Studie wurde scheinbar an einer Schule in München durchgeführt, an 3 Schulen im Landkreis München und an 2 Schulen in "oberbayerischen Kleinstädten".


    Wir sind alles Menschen und dennoch alle verschieden. Und es ist einfach ein Unterschied wo man so etwas macht. Um es überspitzt zu formulieren: Der Fragebogen der Studie hätte an zwei zeitgleich durchgeführten Befragungen an der Rütli- und einer Waldorfschule auch komplett unterschiedliche Ergebnisse hervor gebracht.


    Denn eigentlich sagt die Studie durchaus aus, dass eine erhöhte Chance besteht (~16%), dass ihr Kind gewalttätiger wird, wenn es nicht altersgerechte "Games" zockt.


    Und woher kommt das? Haben diese Kids eine Frage wie "Hättest du deinen Mitschüler auch verprügelt, wenn du kein GTA gespielt hättest?" alle mit "Nein" beantwortet? Eine 16% höhere Chance von was? Tritt der Effekt auch ein wenn das Kind das "nicht altersgerechte" Spiel auch nur einmal 5 Minuten spielt? Welche Spieldauer ist gefährlich?


    Well, thats it! Don't judge me, judge the study!


    Die Studie ist ganz einfach schwammig gehalten. Sie bedient sich der selben Methoden wie andere "Killergames sind die Wurzel allen Übels" Studien. Sie verfolgt das selbe Ziel wie die diese anderen Studien. Der einzige Unterschied ist halt, dass man irgendwo noch "nicht altersgerecht" ab und an mal reinzwängt weil dagegen kann ja niemand etwas sagen. Abschliessend spielt "nicht altersgerecht" aber keine Rolle mehr. Games die die Macher der Studie für "Killergames" halten, sollen gefälligst verboten werden, weil "hat denn niemand an die Kinder gedacht!".


    Das zeigt auch die Studie anhand von GTA. Rund 53 % der Jungen haben GTA IV schon gezockt, respektive rund 86% der Jungen haben den Vorgänger GTA San Andreas schon gezockt. (GTA IV war damals noch recht frisch auf dem Markt)


    Wie oft und wie lange? Und vor allem, was wurde dabei gespielt? GTA besteht nicht nur daraus Leute abzuballern und Nutten auszurauben. Und vermutlich bin ich in den Augen der Macher dieser Studien ein Monster aber ich hab mit meinem kleinen Neffen auch schon GTA gezockt. Weil er Autofahren wollte. Also hab ich ihm dabei zugesehen wie er langsam durch die Stadt gegurkt ist und sich die meiste Zeit sogar an rote Ampeln gehalten hat. Und als er es dann etwas besser konnte, hab ich ihn die Fahrzeugmissionen machen lassen. Also hab ich dabei zugeschaut wie er als Taxi und Krankenwagen durch die Gegend gefahren ist.
    Er würde also auch in der Statistik auftauchen. Hilft das irgendwie den eigentlichen Punkt der Studie zu untermauern?


    MfG
    Sleepy

    Was du heute kannst besorgen, ist mit Sicherheit nicht derart wichtig, dass es sich nicht auch verschieben lassen würde!

  • Es geht der Studie aber nicht darum, die Intelligenz zu messen. Es geht der Studie darum die Auswirkungen von etwas zu untersuchen. Sie stellen keine Frage die man entweder richtig oder falsch beantworten kann. Sie stellen auch keine Fragen bei denen man mit Glück raten und richtig liegen kann. Die Studie will einen möglichen Kausalzusammenhang untersuchen...und ist der Meinung diesen nachgewiesen zu haben. Und nimmt sich die Zeit jeden der anderen Meinung ist, zu unterstellen keine Ahnung von "Science" zu haben. Und vielleicht bin ich ja der Idiot der keine Ahnung hat...aber 300 willkürliche Fragen sind und bleiben für mich Bullshit und kein "Science".

    Natürlich geht es nicht darum, Intelligenz zu messen! Es war auch nur ein Beispiel, wie man komplexe Dinge eben doch in wenigen Fragen bewerten kann! Zum Thema Kritik der Gamer: Ja, es besteht nun mal ein schlechtes Verständnis darüber, wie grossflächige Studien analytisch gehandhabt werden! Psychologische oder medizinische Wahrscheinlichkeiten sind für "nicht Experten" oft schwer oder kaum nach zu vollziehen....
    BTW: Es gibt noch ein Summary vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend , welches mir recht gefällt.
    Konkret heisst es z.B.:

    Zitat

    Insgesamt ist festzustellen, dass es sich bei der Wirkung von Mediengewalt um ein
    Thema handelt, das in den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen nach
    wie vor Gegenstand intensiver Forschungsbemühungen ist. Aufgrund der Vielzahl
    und der Heterogenität daraus resultierender Befunde empfiehlt sich eine regelmäßige
    Bestandsaufnahme, um den aktuellen Erkenntnisstand der Wissenschaft zu
    bilanzieren und neue Resultate nutzbar zu machen.

    Und:

    Dazu kommt dann allerdings:

    Also mediale Gewalt wird auch von neutraler Seite als Faktor angesehen, auch wenn die Einflussgrösse noch zu bestimmen ist...


    Sie bedient sich der selben Methoden wie andere "Killergames sind die Wurzel allen Übels" Studien.

    Jaein, ich halte die Studie durchaus für nicht wirklich schlecht! Das, was du erwähnst, sind freie Interpretationen der Studie...


    Und vermutlich bin ich in den Augen der Macher dieser Studien ein Monster aber ich hab mit meinem kleinen Neffen auch schon GTA gezockt.

    Vielleicht nimmst du es zu persönlich... Ich würde dir zumindest sicher nicht ein "Monster"-Tag anheften! Wir alle sind Menschen und versuchen, das Beste aus unserem Wissen und unseren Erfahrungen weiterzugeben! Und selbst laut Studie, besteht ja nur eine kleine Chance, dass du damit was Schädliches angerichtet hast....


    mfg Vivajohn

  • Und selbst laut Studie, besteht ja nur eine kleine Chance, dass du damit was Schädliches angerichtet hast....



    Inwiefern? Mein Neffe ist da nur Auto gefahren? Aber weil es in GTA war, hat es einen schädlichen Einfluss? Weil es ein "Killergame" ist? Wenn ich stattdessen Mario Kart mit ihm gespielt hätte, wärs laut der Studie okay und unproblematisch?


    MfG
    Sleepy

    Was du heute kannst besorgen, ist mit Sicherheit nicht derart wichtig, dass es sich nicht auch verschieben lassen würde!

  • Inwiefern? Mein Neffe ist da nur Auto gefahren? Aber weil es in GTA war, hat es einen schädlichen Einfluss? Weil es ein "Killergame" ist? Wenn ich stattdessen Mario Kart mit ihm gespielt hätte, wärs laut der Studie okay und unproblematisch?

    Na... Steht halt im Zusammenhang damit: "40% der Eltern kümmern sich nicht um den Medienkonsum ihrer Kinder und 25% manchmal.".
    Wenn man sich um den Medienkonsum seiner Kinder kümmert, ist das nicht so ein Problem... Wobei aber auch du zugeben musst, dass du nun mal kein Elternteil deines Neffen bist und damit auch nicht die Einsicht hast, wie deine Eltern. Wenn du ihm in GTA beibringst, wie man Auto fährt, wird er sich irgendwann selber beibringen, was man da sonst noch alles machen kann^^



    mfg Vivajohn

  • Na... Steht halt im Zusammenhang damit: "40% der Eltern kümmern sich nicht um den Medienkonsum ihrer Kinder und 25% manchmal.".


    Darum geht es nicht!


    Und die Realität ist halt, dass Videospiele sehr wohl nicht immer altersgemäss eingesetzt wird. Das zeigt auch die Studie anhand von GTA. Rund 53 % der Jungen haben GTA IV schon gezockt, respektive rund 86% der Jungen haben den Vorgänger GTA San Andreas schon gezockt.


    Es geht darum!


    Die Studie benutzt diese Statistik um zu zeigen, wie schlecht unser Jugendschutz sei. Und da ich will wissen welches Spielverhalten diese 53% bzw 86% hatten? Haben sie die GTA Teile durchgesuchtet? Haben sie mittendrin die Lust verloren? Haben sie das Game einmal für Minuten angemacht und dann vergessen? Hat der große Bruder sie durch die Stadt gurken lassen, weil das irgendwann zwischen den eigentlichen Missionen nur noch nervt? Konnten sie es einmal für 2 Stunden beim großen Bruder eines Freundes spielen? Haben 5 "normale" Kids es ab und zu bei dem einen Psychokid in ihrer Klasse spielen können? Darüber sagt die Statisitk nichts aus. Will sie ja auch nicht, weil es ja darum geht zu zeigen wie mies unser Jugendschutz ist. Da wird gern alles genommen, was irgendwie rein passt.
    Mein Neffe würde genauso in diesen 53% bzw. 86% landen. Und er ist nicht rumgelaufen und hat Menschen erschossen, sich wilde Schiessereien mit der Polizei geliefert und Nutten zusammengeschlagen. Er ist da nur im Auto rumgefahren (und hat nebenbei sogar noch versucht sich an die Verkehrsregeln zu halten die er da schon kannte). Weil GTA aber von den Machern der Studie als "Killergame" empfunden wird, ist der Umstand, dass er es gespielt hat schlecht. Fährt er in Mariokart rum wäre es unproblematisch weil es ja kein "Killergame" ist...und das obwohl jeder weiss, dass der blaue Panzer tatsächlich ein Grund für Aggressionen und ein Zerstörer von Freundschaften sein kann.


    Wenn du ihm in GTA beibringst, wie man Auto fährt, wird er sich irgendwann selber beibringen, was man da sonst noch alles machen kann


    Also besser ich verbiete alle Games per se...denn wenn ich ihm das Konzept von Games beibringe, dann wird er sich ja offensichtlich irgendwann selber beibringen was es sonst noch so für Games gibt!


    Jaein, ich halte die Studie durchaus für nicht wirklich schlecht!


    Zitat

    In Fragebögen wurden 1050 Schüler (bzw. 650 beim Wiederholungstest) aus bayerischen Hauptschulen mit einem 300 Items umfassenden Instrumentarium untersucht.


    Und genau da hat die Studie einfach komplett versagt. Oder um es in den Worten der Studie selbst zu sagen:

    Zitat

    Gemäss aktuellen Zahlen umfasst die Stichprobe nunmehr 252 Schülerinnen und Schüler und bezieht mehr ländliche Regionen in Baden-Württemberg ein, so dass die Stichprobe für das 8. Schuljahr und bezüglich der Schulartanteile (Förderschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium) in Deutschland repräsentativ ist.


    Wenn es darum geht den Kausalzusammenhang Mediengwalt > Aggression zu untersuchen beschränken sie sich auf Hauptschulen. Wenn es darum geht zu zeigen wie mies unser Jugendschutz ist, weiten sie ihre Befragung noch extra aus damit die Statistik auch ja "repräsentativ" ist. Finde den Fehler!


    MfG
    Sleepy

    Was du heute kannst besorgen, ist mit Sicherheit nicht derart wichtig, dass es sich nicht auch verschieben lassen würde!

  • Also hätte man die Studie mit Gymniasiasten und Real-Schülern gemacht käme das selbe Ergebnis bei raus.


    Wobei in den Studien auch nicht geklärt werden kann, was genau denn da aggressiv macht, meistens ist es ja wohl nur weil ein Spiel schwer ist und dann zu Frustrationseffekten führen kann.


    Oder hält man da eher eine moralische Entwicklung für bedenklich, insbesondere in Videospielen wo man Entscheidungen treffen muß, wie rette ich den oder töte den und den.

  • @ sleepy




    Die Studie ist empirisch gehalten. Solche gesonderten Einzelfälle, wie du einen darstellst, der sein Kind oder Neffen oder weiß ich was, beim Spiel beaufsichtigt, ist nicht grundsätzlich gegeben. Somit kannst du davon ausgehen, dass durch das geringe Gewaltpotenzial, dem dein Neffe ausgesetzt ist, auch das Risiko entsprechend gering ist. Jedoch sieht es allermeistens anders aus. Da haben die Kinder uneingeschränkt Zugriff auf sämtliche Inhalte des Spiels. Und ein Teil der Kinder die dann auch den gewalttätigen oder jugendgefährdenden Inhalten ausgesetzt sind, können nicht adäquat damit umgehen. Selbstverständlich trifft so eine Studie nicht auf jeden Fall des Konsums jugendgefährdender Spiele durch Minderjährige zu. Geht ja auch garnicht. Das macht die Aussage der Studie trotzdem nicht falsch.


    @ Nachdenker




    Zitat


    Wobei in den Studien auch nicht geklärt werden kann, was genau denn da aggressiv macht, meistens ist es ja wohl nur weil ein Spiel schwer ist und dann zu Frustrationseffekten führen kann.

    Das hat überhaupt nichts damit zu tun.

    The idea of Salvation comes, I believe, from the one whom suffering breaks
    apart. He who masters it, on the contrary, needs to be broken, to proceed
    on the path towards the rupture. - Shaxul?

    3 Mal editiert, zuletzt von Knurzhart ()