Tutanchamuns Eltern waren Geschwister

  • Komisch, ich dachte, das wäre schon länger bekannt. Mich zumindest hat der Artikel nicht überrascht.
    In so einer Königlichen Familie, ja eher göttlichen Familie (Pharaos waren auch gleichzeitig Götter) ist es jedoch auch kein Wunder, dass die Stammesältesten die Idee von "reinem göttlichen Blut" auch als richtig sahen. Ich denke nicht, dass seine Eltern freiwillig ihn zeugten. :roll:

  • Zitat

    Ich denke nicht, dass seine Eltern freiwillig ihn zeugten. :roll:


    Dem würde ich widersprechen. Inzucht war zu solchen Zeiten eigentlich weit verbreitet. Wie du ja sagtest sollte das reine Blut gewahrt werden - oft war aber auch schlichtweg nicht das gewünschte "Zuchtmaterial" vorhanden, so dass man auf Familienmitglieder zurückgreifen musste. Teilweise kam es sicher auch vor, das die Verwandtschaft nicht bekannt war (war auch hierzulande in abgelegenen Dörfern keine Seltenheit).


    Ich finde das Thema spannend, glaube aber auch schon mal irgendwo davon gehört zu haben. Gut, vielleicht wars auch eine andere Königsfamilie :roll:

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Das war in vielen Königsfamilien so, teilweise sogar noch bis in die nahe Vergangenheit und heute. In den europäischen Adelshäusern waren die Gründe wohl eher Eitelkeit und Snobismus, da man sich zwar nicht ganz als Götter, aber schon als was besseres gesehen hat.
    Deswegen gab es auch nur wenige mögliche Heiratskandidaten für jeden, damit das blaue Blut auch bewahrt wurde - in der Folge ist fast der gesamte europäische Adel heute irgendwie miteinander um Ecken verwandt. Direkter Inzest ist das zwar jetzt nicht mehr, aber trotzdem hat das bei vielen Männern zum Ausbruch der gonosomal-rezessiven Bluterkrankheit geführt, und die Frauen zum Überträger gemacht. Link zu Wikipedia.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Dazu Wikipedia:



    Zitat von Wikipedia

    Die Geschwisterehe ist ein nur in wenigen Gesellschaften verbreitetes, jedoch klar belegtes Phänomen, das gegen das weitverbreitete Inzesttabu verstößt. Am häufigsten war diese Form der Ehe im Ägypten der Ptolemäer, wo auch Normalsterbliche häufig Geschwister zum Ehepartner nahmen. Dieser Brauch wurde manchmal sogar in der gleichen Familie über mehrere Generationen geübt.
    Forscher haben 10 bis 23 Prozent Geschwisterehen in der damaligen Bevölkerunggefunden. Am verbreiteststen war diese Form der Ehe im Ägypten des 2. und 3. Jahrhunderts. Erst die Christianisierung des Landes beendete diesen Bra uch. In anderen Kulturen war die Geschwisterehe meist auf das Königshaus beschränkt, so bei den Inka, den Mixteken, Hawaiianern, den Phöniziern, den Elamitern und den Persern der Achämenidenzeit. So heiratete etwa der Perserkönig Kambyses II. seine Schwester."Die Geschwisterehe bei altorientalischen Herrscherhäusern hatte neben der "Reinheit" der Familie, die wie die Pharaonen oft ihre Herkunft auf die Götter zurückführten, auch das Ziel, die Anzahl der Thronanwärter gering zu halten. Denn die familiäre Liebe schloss häufigen Verwandtenmord nicht aus, weil auch andere gerne mal regieren wollten. Beim euröpäischen Adel hatten Eheschließungen unter nahen Verwandten andere Gründe. Zum einen soltte eine zu große Zersplitterung des Besitzes verhindert bzw. die Aussicht auf Vergrößerung desselben durch Erbschaft erhöht werden. Ein anderes Ziel dabei war die Festigung von Bünsnissen, was aber häufig mißlang.

  • Als Hinweis sei noch angebracht, das im Ägypten des Altertums die Königswürde nicht vom Vater auf den Sohn überging, sondern durch die Frauen weitergegeben wurde. Das heißt die Tochter bestimmte durch Heirat wer der nächste Pharao wurde. Dies zeigt sich auch darin, das etliche Söhne ihre Mütter heirateten.


    Ebenso nachzuvollziehen am Fall der Anches en Amun, der Gemahlin von Tut anch Amun, die nach seinem Tod nach einem Prinzen schickte, dieser jedoch auf der Reise zu ihr verschwand. Kurz danach verschwand sie auch und die Ahnenreihe wurde unterbrochen.


    Das besondere an den Eltern von Tut anch Amun, eigentlich Tut anch Aton war, das seine Eltern wohl Echnaton der Ketzerkönig und Nofretete waren.

  • Zitat von "Silvercloud"

    Das besondere an den Eltern von Tut anch Amun, eigentlich Tut anch Aton war, das seine Eltern wohl Echnaton der Ketzerkönig und Nofretete waren.


    Sorry, muss dich etwas korrigieren, oder besser gesagt, ergänzen:
    Nofretete schenkte ihrem Göttergatten "nur" Töchter, sechs an der Zahl. Seinen erstgeborenen Sohn Tutanch(aton)amun zeugte Echnaton, so wird heute angenommen, nicht mit Nofretete,
    sondern aller Wahrscheinlichkeit nach, entweder mit seiner Tochter Maketaton, oder eher noch mit seiner Nebenfrau Kija, die als mögliche Mütter vermutet werden.


    cu

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
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    ( Autor unbekannt )

  • Seinen erstgeborenen Sohn Tutanch(aton)amun zeugte Echnaton, so wird heute angenommen, nicht mit Nofretete, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach, entweder mit seiner Tochter Maketaton,...


    Demnach wären seine Eltern ja doch keine Geschwister?

    ...oder eher noch mit seiner Nebenfrau Kija, die als mögliche Mütter vermutet werden.


    Und wie war ihr Verwandheitsgrad zu Echnaton?


    Mich würde auch interessieren wo du die Infos mit den anderen möglichen Müttern her hast.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Zitat

    oder eher noch mit seiner Nebenfrau Kija, die als mögliche Mütter vermutet werden.


    Kija ist am wahrscheinlichsten! ;)
    (Habe da mal eine Doku drüber gesehen, da haben sie irgendwelche Reliefe gedeutet, von denen sie ausgingen, daß sie Kija und Tutanchamun zeigen - weil sie einen Säugling in den Händen hielt) Und hier kann man es auch nachlesen:


    http://www.shatany.de/A-Nofretete/FrameNofretete.htm


    Zitat

    Echnaton hatte zwar einen Sohn - Tut Anch Amun - aus der Verbindung zu seiner Nebenfrau Kija,


    Maketaton halte ich für unwahrscheinlich, da diese ja angeblich noch als Kind verstorben ist:


    http://www.meritneith.de/Toechter_Echnaton.htm


    Zitat

    Ihr Name ist bis zum 13. Regierungsjahr belegt. Danach verschwindet der Name, was vermutlich mit dem Tod der Prinzessin einhergeht. Demzufolge erreichte Maket-Aton lediglich ein Alter von neuen oder zehn Jahren und starb vermutlich an einer der vielen Krankheiten die zu dieser Zeit den Tod verursachten.


    Zitat

    Mich würde auch interessieren wo du die Infos mit den anderen möglichen Müttern her hast.


    Das kann man so ziemlich überall nachlesen. Echnaton hatte ja eine Unmenge an Nebenfrauen. Er heiratete sogar noch zwei seiner Töchter.
    Mich gruselts direkt bei dem ganzen Wirrwar wer da mit wem........
    Drum tut man sich ja auch so schwer heute genau zu sagen, wer mit wem welche Kinder hatte.
    Zumal es damals ja auch üblich war, daß Herrscher im Nachhinein die Namen von Menschen, die bei ihnen in Ungnade fielen, von Inschriften und Bildern entfernen zu lassen. Und weil es im Prinzip ja die einzige Informationsquelle ist, die Archäologen heute haben, kann man bei vielem eigentlich nur mutmaßen! ;)


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Das kann man so ziemlich überall nachlesen. Echnaton hatte ja eine Unmenge an Nebenfrauen.


    Ja, aber ich hätte gerne einen Link gehabt, wo man das speziell zu der Vermutung "Echnaton zeugte King-Tut mit einer seiner Töchter" nachlesen könnte.


    Denn wenn man sich mal auf die gegebenen Daten verlässt, dann passt das vorn und hinten nicht.
    Rechenbeispiel:
    Tutanchamun müsste so um 1343v.C. geboren sein, da ja zur Zeit der Thronbesteigung (um 1333v.C.) ungefähr 9 oder 10 Jahre alt war.
    Echnatons erste Tochter mit Nofretete, Meritaton, wurde um 1347v.C. geboren. Demnach war sie zu Tutanchamuns Geburt erst 4 Jahre alt. Und Maketaton wurde ja noch später geboren als Meritaton (1 Jahr?). Demnach müsste diese doch schon rein von der Logik her rausfallen, was die mögliche Mutter von King-Tut angeht. Vorrausgesetzt die Daten stimmen annähernd.
    Deswegen hätte ich ja gerne einen Link, aus dem Nobby seine Überlegung her hat, um zu sehen, wie es dort erklärt wird.


    lg Davy

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  • Zitat

    Ja, aber ich hätte gerne einen Link gehabt, wo man das speziell zu der Vermutung "Echnaton zeugte King-Tut mit einer seiner Töchter" nachlesen könnte.


    Ja....Hm! Wäre interessant, ja! ;)
    Was ich so auf die schnelle gefunden habe ist diese Seite:
    http://www.aegyptologie.com/fo…=lexikond&id=030926221401


    mit folgender Erwähnung:


    Zitat

    So starb die zweite Tochter Maketaton im 13. Regierungsjahr und wurde in der königlichen Gruft bestattet. Ein Relief zeigt u.a. eine Amme, die einen neugeborenen Jungen trägt. Leider sind die Inschriften stark zerstört und die Interpretation einiger Ägyptologen, Maketaton sei im Kindbett verstorben und der Junge sei ihr Sohn erscheint etwas gewagt (Maketaton war erst 9 oder 10 Jahr alt und der Sarg gerade einmal 1 m groß). Die zerstörten, aber doch vorhandenen Kartuschen könnten eher auf eine weitere Mutterschaft Nofretetes hindeuten (Tutanchamun?).


    daraus entnehme ich, daß aufgrund dieses Reliefs die Spekulationen entstanden, der männliche Säugling auf dem Bild könne ein Sohn von Maketaton und somit eventuell Tutanchamun sein. Was aber ja wiederrum wegen des Alters des Mädchens zum Zeitpunkt ihres Todes gar nicht sein kann! ;)



    Aber wie gesagt, halte ich Maketaton für ausgeschlossen.


    Kija halte ich schon für logischer!
    Und verwandt war sie jedenfalls mit Echnaton nicht:


    Zitat

    Zweite Gemahlin von Echnaton.
    Vollständiger Titel:
    »Große geliebte Ehefrau des Königs von Ober- und Unterägypten, der in der Wahrheit lebt, Herr der beiden Länder, Nefer-cheperu-re-wa-en-re, [der das] vollendete Kind des lebenden [Aton] ist und der ewig lebt, Kija«
    Herkunft: vielleicht aus Mitanni.
    Bis Jahr 12, unter Echnatons Herrschaft, belegt.


    Quelle:
    http://www.mein-altaegypten.de…ton/echnaton_familie.html


    Hier wird sie übrigens auch als eventuelle Mutter Tutanchamuns genannt:



    Sorry, wenn ich auch dazu.... :klugsch: ohne Nobby, aber ich finde das Thema eben auch interessant! ;)


    Lg Ricya

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  • Was spricht dagegen, im Alter von neun oder zehn Jahren ein Kind zu bekommen? Biologisch moeglich ist es auf jeden Fall, wenn auch gefaehrlich fuer die Mutter!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Zitat

    Was spricht dagegen, im Alter von neun oder zehn Jahren ein Kind zu bekommen?


    Rein bologisch spricht nichts dagegen! ;)
    Aber alles andere.........


    In dem vom Dazee verlinkten Artikel heißt es:


    Zitat

    Erbgut von elf Mumien, einschließlich der von Tutanchamun, diente dem Team von Hawass als Arbeitsgrundlage. Zwischen allen elf wurden seit Langem enge verwandtschaftliche Beziehungen vermutet und jetzt zum Teil bestätigt. Danach sind Amenhotep IV., der sich später Echnaton nannte, und die Mumie KV35YL eindeutig seine Eltern. Die Forscher fanden eine direkte männliche Linie von Tutanchamun über Echnaton zurück zu Amenhotep III. als Großvater und zu Yuya als Urgroßvater des Kindpharaos, wie Tutanchamun oft genannt wird.


    Es wird nirgends erwähnt, daß die Mumie, die als Tutanchamuns Mutter angenommen wird, eine Kindermumie ist! (Ergo wird es sich um eine erwachsene Frau handeln)
    Deshalb paßt es für mich alterstechnisch nicht zusammen! ;)


    Lg Ricya

    _______________________________


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  • Zitat von "Davy Jones"

    Mich würde auch interessieren wo du die Infos mit den anderen möglichen Müttern her hast.


    Hallo Davy,


    sorry das ich erst jetzt antworte, aber das Arbeitsleben ist hart und vor allem dauert es an manchen Tagen ätzend lange ;) .


    Einen konkreten Link, der meine Worte untermauert, will ich dir gar nicht geben, denn es gibt jede Menge Webseiten, die die Meinung vertreten,
    dass Nofretete doch die Mutter von Tut. ist, und wieder viele andere die für Kija, oder für eine Tochter von Echnaton Partei ergreifen.
    Wikipedi z.B. sieht alle drei Varianten in den Bereich des Möglichen : Wiki-Tut


    Es gab mal eine Zeit, da habe ich mich gerne mit diesem Thema beschäftigt, da das alte Ägypten mich schon immer fasziniert hat ;) .
    Meine Weisheit :mrgreen: , zu diesem Thema habe ich u.a. aus dem Buch: : Die Pharaonen - Herrscher und Dynastien im A. Ä.
    Von Peter A. Clayton. Ein Nachschlagewerk, mit chronologischer Auflistung aller bekannten Pharaonen uvm.


    Weshalb Tutanchamun für mich der Sohn einer Tochter, oder eher der einer Nebenfrau ist, erkläre ich mir so:
    Das Echnaton eine Nebenfrau namens Kjia hat ist so sicher belegt, wie Nofretete selbst.
    Da die sechs Töchter von Echnaton alle mit kurz gesagt -geboren von Nofretete- betitelt sind und ein gewisser Semenchkare vor Tut an die Macht kam, ist es wahrscheinlich,
    dass Tut. nur der Sohn einer Nebenfrau gewesen sein kann, der um überhaupt legitimiert Pharao zu werden, also zur offiziellen Legitimierung, eine Prinzessin aus der direkten Linie heiraten musste.
    Semenchkare muss demnach, da er vor Tut. an die Macht kam, wohl doch eine engere Familiäre Bindung zu Echnaton hatte (z. B. Bruder), oder zumindest der ältere Bruder Tuts gewesen sein muss.
    Ein weiterer Hinweis, für diese Theorie ist meiner Meinung nach, dass Tut. nur die in der Rangfolge, an zweiter Stelle stehende Prinzessin ( Tochter von Echnaton ) heiratete und Semenchkare die ranghöchste Prinzessin, deren Namen weiß ich nicht mehr. Und das hätte ein direktes Mitglied der Pharaonenfamilie niemals gemacht, bzw. nicht nötig gehabt.


    Natürlich erhebe ich keinen Anspruch darauf, dass ich damit 100% richtig liege, aber ich wollte dir nur deine Frage so ausführlich wie möglich beantworten.


    Eventuell kann uns da Einsamer Schütze, oder Frank D. genauere Auskunft geben.


    Hier noch ein schöner Link, der auch u.a. ausführlich auf Kjia eingeht : www.meritneith.de


    cu
    Nobby

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
    Schrift macht die Gedanken sichtbar, so dass man sie dauernd verfügbar hat.
    Da ist nichts als Text, Zeile für Zeile. Doch im Kopf entsteht eine ganze Welt, Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
    ( Autor unbekannt )

  • Inzucht gabs nicht nur unter der Pharaonen, früher war das hald so das man königliches Blut nur mit königlichem vermischen durfte.


    Deshalb litten die meistens unter Inzuchfolgen.


    Und dann wurde hald kurzerhand mal die Schwester oder Cousine *geheiratet*

  • Diese Paschaulassage stimmt absolut nicht. Es gab Linien, bei dennen es so war, aber über die letzten etwa 1000 Jahre, war Inzucht verboten. Es war sogar der beliebteste Scheidungsgrund unter Adligen. Man hat einfach festgestellt, dass man zu nahe verwandt ist. Die Tudors, die Plantagenet aus Anjou (englisch/französisches Königsblut) sowie auch die Lancasters waren niemals "reinblütig" heisst es war Gang und gäbe alle Söhne und Töchter mit anderen Familien zu verheiraten. Ebenso wurde auch zu der Zeit als die Dänen fast ganz England eingenommen haben, immer wieder versucht einen Dänen mit einer Sächsin zu verheiraten, damit beide Partien glücklich waren. Und dies geschah vor dem Jahre 1000. In "Deutschland" war dies auch gang und gäbe. Beispielsweise die Liudolfinger oder die Karolinger (weitere Beispiele kann ich dir unzählige Liefern) Inzest war verboten und bei einer Hochzeit zwischen Cousin und Cousine musste ein Bischof sein ok geben (in Deutschland ist es auch noch erlaubt seine Cousine zu heiraten). Ebenso in Flandern, der Normanie, der Oranje etc. Das mit dem Inzest im frühen Mittelalter und später ist Quatsch. (Natürlich hin und wieder vorgekommen wie heutzutage auch). Inzestiöse MEnschen gab es auch kaum, da behinderte Menschen in 90% der Fälle keine 10 Tage alt wurden da eine behinderung als Strafe Gottes galt. Aber das schweift zu weit ab.



    In der Antike war Inzest auch nicht sehr verbreitet, nur jedoch noch nicht so weit verboten wie später. Normal war das nicht und mir ist keinerlei Kultur bekannt indem es verboten war, dass "fremdes" Blut in die Blutlaufbahn kommen darf. Wäre auch sehr kontraproduktiv, da die Linie sofort aussterben würde, wenn eine Tochter mal Zeugungsunfähig ist, da Frauen damals nur etwa bis mitte 20 wirkliche Chancen hatte ein Kind zu bekommen und dass es so stark war, das Kindbett zu überleben. Politische Hochzeiten gibt es seit jeher und somit ist das mit dem "Blut reinhalten" totaler Quatsch. Da sehr sehr sehr viele Ehen schlicht und ergreifend aufgrund von Geld gemacht wurden (Könige etc waren in den seltensten Fällen wirklich reich). So wurden sehr sehr sehr viele reiche Händlerstöchter in den Adelsstand gehoben, rein des Geldes wegen.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.