Orca tötet seine Trainerin...ein Monster?

  • Ein Killerwal in Florida hat seine Dompteurin getötet in dem er sie ertränkt hat:


    http://www.focus.de/panorama/v…ilflos-zu_aid_484097.html


    In allen Artikeln die man dazu lesen kann wird erwähnt, daß der besagte Wal schon dreimal an tödlichen Unfällen beteiligt war.
    Auch von anderen Übergriffen von dressierten Orca´s auf ihre Pfleger wird berichtet.
    Aber, obwohl dieses Unglück natürlich dramatisch ist, weil ein Mensch ums Leben gekommen ist, nervt es mich ein bißchen, daß der Wal in der Presse als Killermaschine dargestellt wird, die schon am Tod von drei Personen schuld ist.


    Man sollte sich vor Augen halten, daß diese Tiere aus der freien Natur gefangen werden/wurden.
    Und es liegt mit Sicherheit nicht in der Natur von Killerwalen zu "Schmusetieren" gemacht zu werden, die man in Shows vor führen kann.
    Ein wildes Tier wird immer ein wildes Tier bleiben und nach Instinkten reagieren.
    Und die Menschen, die täglich damit arbeiten sind sich sicher des Risikos bewußt.
    (Wenn man sich mal den ansieht, von dem in dem Artikel geschrieben wird daß er sich Nachts in Sea World einsperren ließ um zu dem Wal ins Becken zu steigen, sorry, aber der war bescheuert genug und meiner Meinung nach selbst schuld)
    Deshalb regt es mich auch auf, daß nun wieder so getan wird, als wäre dieser Wal ein abartiges Monster, daß gerne Menschen angreift!


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ich bin ehrlich gesagt nicht schockiert von dem Artikel. Ob das nun richtig ist oder nicht, darüber ließe sich trefflich streiten. Ich stimme mir dir Ricya überein, der Wal ist und bleibt ein Wal und KEIN Monster. Dem Wal wurde eine unnatürliche Lebensweise aufgezwungen, insofern darf man sich nicht wundern, wenn (das formuliere ich ganz bewußt sarkastisch) Kollateralschäden auftreten.


    Das Geschrei kann ich nur insofern verstehen, daß man einmal überlegen sollte, ob man Wale zu solchem Stumpfsinn zwingen sollten, nur damit sie unsere Zirkusclowns spielen. Ich sage dazu strikt NEIN.

  • Es kommt ja auch darauf an, wie man Monster im Sprachgebrauch formuliert. Nach dem Lexikon ist eine Monströsität ja sowieso was anderes, aber - ein Mensch wird als Monster bezeichnet, wenn er auf extremste Art gegen die Sittengesetze und Menschenrechte verstösst. Bei einem Tier reicht es normalerweise schon, wenn es viele Menschen tötet. Godzilla oder der weisse Hai werden als Monster angesehen, obwohl sie auch nur ihren Instinkten folgen - aber der Mensch bewertet auch die Tiere nach den Sittengesetzen.
    Also muss man genaugenommen entweder alle aggressiven Großtiere als Monster bezeichnen, oder keines. Ich bin eigentlich eher für zweiteres, da ja schon geklärt ist, dass ein Tier (und besonders ein eingesperrtes) im Gegensatz zum Menschen da keine Entscheidungsfreiheit hat.


    Zitat von Ricya

    Und die Menschen, die täglich damit arbeiten sind sich sicher des Risikos bewußt.

    Aber genauso denke ich auch. Da der Mensch sich in so einem Fall selbst entscheiden kann, weiss er auch was von Berufsrisiko oder schlicht dem Lebensrisiko.
    Aber was wäre Sensationsjournalismus ohne ein bisschen reisserische Effektheischerei? Solche einseitigen Berichte sollte man sich nur durchlesen, wenn man der gleichen Meinung ist, sonst ist das schlecht für den Blutdruck.


    Abend,
    Ronny

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Klar, tut mir die Tiertrainerin leid resp. ihre Angehörigen aber sie stand ja anscheinend hinter der ganzen Sache, sonst würde sie wohl nicht im Sea World arbeiten.


    Wenn man sich ansieht wie eng diese Becken sind und wie unnatürlich das Verhalten der Tiere dadurch wird verwundert es mich überhaupt nicht. Es ist ein Wunder, dass bisher nicht mehr solche Vorfälle geschehen sind - vor allem wenn man bedenkt, wie schwer und gross die Wale sind. Auch die Arbeit mit Delfinen darf man nicht unterschätzen. Diese sind ebenfalls nicht die lächelnden netten Freunde, mit denen man im Wasser spielen kann. Es kam schon mehrmals zu tödlichen Unfällen beim Schwimmen mit Delfinen (wurde hier meines Erachtens im Forum auch schon diskutiert). - So gesehen habe ich dann doch kein Mitleid mit den getöteten Personen.


    Für die Klatschpresse natürlich ein gefundenes Fressen - Zumal der Wal ja so schön "Killerwal" genannt werden kann. Er wird seinem Namen quasi gerecht und wiedermal muss man sich an den Kopf fassen, wenn man bedenkt, wie wenig man über diese Tiere weiss und ihnen trotzdem Märchen andichtet.


    Mich würden keine 10 Pferde in eine solche Show bringen - ob mit Shamu oder ohne.

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Ein wildes Tier wird immer ein wildes Tier bleiben und nach Instinkten reagieren.


    Das ist genau richtig. Ich sehe das nicht einmal als eine Art von Anfällen an, so wie sie beschrieben werden, sondern eher sehe ich das so, das der Wal einfach den Menschen kombiniert, in dem Zusammenhang von Futter und so mit sein Jagtinstinkt geweckt wurde auf irgendeiner Weise. Somit ist der der Wal kein Monster, sondern verhält sich so, wie ein Wal sich verhalten muss.
    Orcas jagen in Natur genau so, sie stoßen bist auf den Strand vor und holen sich ihre Beute vom Land. Siehe wenn sie Robben jagen.
    Ich finde es sowie so bekl... solche großen Tiere in Gefangenschaft zu halten. Dies gild für viele große Tierarten, jedem Lebensraumes. Die gedeien in der Natur viel besser, und wenn man härtere Naturschutz Gesetze erlässt , lässt man auch die Tiere in Ruhe.

  • @ Zweifler


    Ich möchte dir nicht widersprechen, dennoch bin ich nicht sicher, ob der Wal in der Natur gleich reagiert hätte. Wie in den allgemeinen Berichten beschrieben wird, sind Orcas in der Natur überhaupt nicht aggressiv gegenüber Menschen. Sie greifen Menschen ja nicht mal an, wenn ihnen das eigene Junge weggenommen wird (wie es ja meist der Fall ist, wenn Tiere für die Gefangenschaft gesucht werden - da die Tiere in Gefangenschaft ja ironischerweise nicht so nachwuchstüchtig sind.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass in den Jahren der Gefangenschaft die natürlichen Instinkte mehr und mehr verkümmern und sich auch auf aggressive Art verändern können. Das kann man bei vielen Tieren in Gefangenschaft feststellen - unter anderem auch bei Menschenaffen, und diese sind den Walen in den Verhaltensweisen gar nicht mal so fremd.


    Somit denke ich nicht, dass der Orca in diesem Fall aufgrund von Hunger (Nahrungsbeschaffung) oder Revierverhalten, das in so kleinen Becken, die ja auch nicht immer vom selben Wal bewohnt werden vermutlich nicht mal ausgeprägt ist, reagiert hat.


    Der Wal hat sich dennoch so verhalten, wie es sich gehört - wenn man es so betrachten will. Der Mensch ist schuld an seinem artfremden Verhalten.

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
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    - Albert Einstein

  • Zuerst musste ich bei dieser Meldung an Siegfried & Roy denken...
    Obwohl deren Tiger ja angeblich keine Wildfänge sind.
    Natürlich distanziere ich mich auch von der Haltung, den Orca als Monster darzustellen, ganz klar.


    Es kam bei mir viel mehr die Frage auf, ob dem Orca überhaupt bewusst war, dass seine Trainerin sterben würde, wenn sie zu lange unter Wasser bleibt und nicht atmen kann. Hätte er sie absichtlich getötet, würde er sie nicht auch gefressen haben? Oder zumindest teilweise? Es ist ja nicht so, dass er sie zerfetzt hätte oder überhaupt verletzt...


    Von daher kann ich mir eigentlich kein aggressives Verhalten der Trainerin gegenüber vorstellen.

  • Es kam bei mir viel mehr die Frage auf, ob dem Orca überhaupt bewusst war, dass seine Trainerin sterben würde, wenn sie zu lange unter Wasser bleibt und nicht atmen kann.

    Das ist eine gute Frage; bei Dokus, die ich über diese Wale gesehen habe, wurde oft gezeigt, wie sie Robben jagen. Dies tun sie genau so, nämlich indem sie die Robben zwischen die Zähne nehmen und erstmal unter Wasser drücken. Sie sind dabei ähnlich wie Katzen und werfen die Beute auch mal in die Höhe um zu "spielen".


    Hier zwei bemerkenswerte Videos betreffend der Jagdtechnik und dem "Spielen"


    http://www.youtube.com/watch?v=rBF9cDBUakA


    Die Orcas spülen die Robbe in der Gruppe von der Eisscholle und jagen ihn eine Weile herum - darunter sind auch Jungtiere. Als sie dem Nachwuchs genug beigebracht haben, setzten sie die Robbe wieder auf der Eisscholle ab.


    http://www.youtube.com/watch?v=eEhQ5nauXgY&feature=related
    der Orca wirft die Robbe meterweit in die Luft


    Der Zwischenfall im Sea World ist bei weitem nicht der erste. Wenn man sich die Youtube-Videos über SeaWorld ansieht findet man solche Dinge:
    http://www.youtube.com/watch?v=F1VTkucWO-Y&feature=related


    http://www.youtube.com/watch?v=Yu_yxLXFEo4&feature=related


    http://www.youtube.com/watch?v=5Af67qv5Dzg&feature=related



    (Sorry habe leider keinen Einfluss auf die Musik, die da gespielt wird :roll: )


    Es ist sehr schwer zu sagen, inwiefern diese Tiere ein Bewusstsein dafür haben, was für Menschen gefährlich (tödlich) ist, und was nicht. Es wird ihnen ja niemals beigebracht. Allerdings ist es doch irgendwie offensichtlich, dass sie ihren Unmut durch Aggressivität Ausdruck verleihen. So wirkt das auf mich zumindest. Sie wissen ja auch, dass es für ihre Beute tödlich sein kann, wieso also nicht auch für den Menschen, wenn sie ja anscheinend auf natürliche Weise bezüglich ihres Jagdinstinktes agieren?

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    - Albert Einstein

  • Zitat von "Kleine Hexe"

    Es ist sehr schwer zu sagen, inwiefern diese Tiere ein Bewusstsein dafür haben, was für Menschen gefährlich (tödlich) ist, und was nicht.


    Völlig richtig :thumbsup: . Woher sollten sie es wissen.
    Es liegt auch immer ein wenig am Charakter des Tieres. Ist es wild und teilweise unbeherrscht, oder ist es vom Gemüt her sanft.
    Dennoch gehen die Tiere im Regelfall natürlich von sich selbst aus. Ein Tiger beißt schon mal aus Übermut im Spiel, dem anderen in den Nacken, für seine Begriffe zärtlich, für einen Menschen wahrscheinlich tödlich ...
    Vor allem bei Rudeltieren, wie z.B. Wölfen, oder Löwen braucht das Alphatier sich nur eine Schwäche zu geben und schon stürzen sich Rangniedere darauf und attackieren es, in der Hoffnung diesen Rang einzunehmen.
    Wie es erst vor ein paar Monaten bei einer Raubtiernummer geschehen ist. Der Dompteur ( das Alphatier ), der diese Raubkatzen selbst großgezogen hatte ( so glaube ich mich zu erinnern ), stolperte und fiel der länge nach hin und drehte
    dabei den Tieren den Rücken zu. Sofort stürzte sich der Ranghöchste und Aggressivste von diesen drei Raubkatzen auf ihn. Der Dompteur hatte noch Glück im Unglück und überlebte schwer verletzt, aber er sagte
    in einem Interview nach Wochen, dass er dem/den Tier(en) kein Vorwurf macht. Es war seine eigene Schuld und alles andere waren Instinkthandlungen.

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
    Schrift macht die Gedanken sichtbar, so dass man sie dauernd verfügbar hat.
    Da ist nichts als Text, Zeile für Zeile. Doch im Kopf entsteht eine ganze Welt, Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
    ( Autor unbekannt )

  • Das ist genau richtig. Ich sehe das nicht einmal als eine Art von Anfällen an, so wie sie beschrieben werden, sondern eher sehe ich das so, das der Wal einfach den Menschen kombiniert, in dem Zusammenhang von Futter und so mit sein Jagtinstinkt geweckt wurde auf irgendeiner Weise. Somit ist der der Wal kein Monster, sondern verhält sich so, wie ein Wal sich verhalten muss.


    Hallo Zweifler, kleine Hexe und Obsidienne. :winks:
    Ihr habt zwar mit dem Jagtverhalten von Orcas auf Robben im Groben recht, aber nicht im Bezug auf die Orcas, die in Shows gezeigt werden.


    Es gibt nämlich drei verschiedene "Gruppen" von Orcas, die unterschiedliches Ernährungs- und Jagtverhalten aufweisen. Genetisch sind sie komplett identisch und könnten sich auch ohne Probleme untereinander Fortpflanzen könnten. Dies tun sie aber nicht, sie gehen sich gehen sich aus dem Weg.
    Auf jeden Fall hat sich eine dieser Gruppen ausschließlich auf Fisch spezialisiert, und soweit ich informiert bin gehören alle Orcas, die in Parks gehalten und in Shows gezeigt werden dieser Gruppe an. Das heißt, das diese Tiere den Menschen oder andere Säuger nicht als Nahrung ansehen, auch nicht in freier Wildbahn.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass der Orca als "Monster" dargestellt wird. Das wäre auch ziemlich unsinnig. Es mag vereinzelte Individuen geben, die noch immer nicht kapiert haben, dass sich moralische Maßstäbe nicht auf Tiere übertragen lassen, aber nach meinem Empfinden ist die Berichterstattung wenig sensationsheischend. Wenn ein bestimmtes Tier schon mehrmals in tödliche Unfälle verwickelt war, dann ist es auch angemessen darüber zu berichten, denn es stellt sich die Frage, ob dieses Tier für derartige Shows geeignet ist. Es ist ebenso albern, dem Tier eine "Schuld" zuzuweisen wie ihn von jeglicher "Schuld" zu entlasten, denn solche Begriffe lassen sich auf Tiere überhaupt nicht anwenden. Jegliche moralische Beurteilung tierischen Verhaltens ist Blödsinn, egal, ob man das Wesen nun in Schutz nimmt ("er kann ja nix dafür und ist eigentlich ganz kuschelig") oder ob man ihn verurteilt ("böser, böser Orca!"). Der Mensch ist den Tieren herzlich egal - dass wir von unseren Haustieren nicht gefressen werden, liegt lediglich daran, dass sie vom Zusammenleben mit uns profitieren und Menschen nicht auf ihrem Speiseplan stehen. So ist eben die Natur.


    santiago

  • Ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass der Orca als "Monster" dargestellt wird. Das wäre auch ziemlich unsinnig. Es mag vereinzelte Individuen geben, die noch immer nicht kapiert haben, dass sich moralische Maßstäbe nicht auf Tiere übertragen lassen, aber nach meinem Empfinden ist die Berichterstattung wenig sensationsheischend.


    In dem Artikel, den ich verlinkt habe nicht, schon klar! Den habe ich nur genommen, damit die User hier wissen, um was es geht. Aber ich habe durchaus auch Artikel gefunden in denen es schon in der Überschrift hieß: "Soll der Wal weiterleben?"
    Am Wochenende z.b. hatte ich eine Zeitung in der Hand (schlagt mich tot, ich weiß nimmer welche) in der schon gefordert wurde, den Wal zu töten, weil er eben schon am Tod von drei Menschen beteiligt war.


    Und genau solche Aussagen meine ich!


    Der Wal soll nun dafür büßen, weil er sich so verhalten hat, wie es seiner Natur entspricht?
    Da macht es sich der Mensch meiner Meinung nach zu einfach. Zuerst einfangen und ihn aus seiner natürlichen Umgebung reißen und dann, wenn er ungemütlich wird, einfach beseitigen!?


    Der Mensch ist den Tieren herzlich egal - dass wir von unseren Haustieren nicht gefressen werden, liegt lediglich daran, dass sie vom Zusammenleben mit uns profitieren und Menschen nicht auf ihrem Speiseplan stehen. So ist eben die Natur.


    Eben, darum geht es ja!
    Genauso wenig, wie ich hundertprozent sagen kann, daß mein Hund mir nie was tun wird, kann es auch bei anderen Tieren in Gefangenschaft niemand.
    Ich als Hundehalter weiß, daß mein Hund auch eines Tages mal gegen mich reagieren kann und dieses Risikos bin ich mir auch bewußt.
    Und ebenso wird sich die Trainerin dessen bewußt gewesen sein.
    Nun die alleinige Schuld auf das Tier zu schieben und die alten Kamellen zum Vorschein zu holen nur um zu zeigen wie "brutal" der Wal anscheinend ist, finde ich eben nicht richtig!


    Lg Ricya

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    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Es paßt aber doch herrlich zur Bigotterie der Spezies Homo Sapiens, während man bei Tieren recht schnell mit der Tötung bei der Hand ist, verlängert man bei Menschen auf Teufel komm raus das Leben, auch wenn sich oft die Frage stellt, ob es überhaupt noch lebenswert ist.


    Es ist und bleibt ein Hohn wie sich Mensch über alles stellt, dabei trennen uns nicht mal zwei Prozent vom Affen. An und für sich ist die Bezeichnung Homo Sapiens bzw. Mensch doch nur die Kategorisierung einer "höher entwickelten" Primatenart, denn mehr sind wir nicht.


    Dem Orca ist kein Vorwurf zu machen, es ist nun mal ein Wal der sich benimmt wie ein Wal. Das Geschrei kommt eh wieder aus der Ecke, die von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Getreu dem Motto "die dümmsten Köter haben die größte Schnauze" (damit will ich keinem Vierbeiner zu nahe treten).


    So hart das klingt, aber zum Tod der Trainerin sage ich nur, selber schuld.

  • So hart das klingt, aber zum Tod der Trainerin sage ich nur, selber schuld.


    Nun, ganz so würde ich es nicht ausdrücken..............das hinterläßt immer so den faden Beigeschmack, daß es nicht schade um sie ist, weil sie selbst schuld ist!
    So meine ich das allerdings nicht, mit der Aussage, daß sie sich des Risikos bewußt war, sondern so, daß die Trainerin, von der man ja sagt, sie habe den Wal gekannt wie kein anderer, gewußt hat, daß der Wal einmal anders reagieren kann, wie erwartet.
    Und das jetzt wieder Leute brüllen und sich wichtig machen, die zu vorschnell urteilen, keine Ahnung haben und jetzt jemand als Sündenbock hinstellen, weil ihr zurechtgelegtes Weltbild ins Wanken gerät, denn ein Mensch darf/kann kein Opfer "blindwütender" Tiere werden! :roll:
    Es würde mich nicht mal wundern, wenn die getötete Trainerin selbst (wenn sie noch reden könnte), dem Wal keine Schuld geben würde, weil sie die Tiere kennt und weiß, daß sowas passieren kann.
    War ja in dem oben von Nobby genannten Beispiel von dem Tigerdompteur auch so, oder bei Siegfried und Roy.
    Auch gab es schon Hai-Forscher, die Haiangriffe miterleben mußten und trotzdem sagen, daß sie die Tiere immer noch lieben und ihnen keine Schuld geben.
    Denn nur wer sich intensiv mit bestimmten Tieren beschäftigt weiß um die Verhaltensweisen von ihnen und setzt sich ganz bewußt der Gefahr aus, daß ihm mit der Arbeit dabei, etwas passieren kann!


    Es ist und bleibt ein Hohn wie sich Mensch über alles stellt, dabei trennen uns nicht mal zwei Prozent vom Affen. An und für sich ist die Bezeichnung Homo Sapiens bzw. Mensch doch nur die Kategorisierung einer "höher entwickelten" Primatenart, denn mehr sind wir nicht.


    Hierbei stimme ich Dir zu! ;)


    Lg Ricya

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    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • An dieser Stelle möchte ich noch mal auf meinen Satz eingehen "...selber schuld." Dies bitte nicht so mißverstehen, daß ich es ihr gegönnt hätte, daß der Wal sie tötet, das ganz sicher nicht. Nur ist es nun einmal so, wer mit potentiell gefährlichen Wildtieren arbeitet, der weiß worauf er sich einläßt. Insofern hält sich mein Mitleid arg in Grenzen, speziell wenn dem Tier dann böse Absichten unterstellt werden.


    Sorry, falls dieser Satz mißverständlich oder gar bösartig klang.

  • Meine Meinung: Das Einzige Monster db ist und bleibt der Mensch, denn kein Tier dieser Welt würde uns einfangen und und versuchen wie minderwertige lebewesen zu halten. es DARF nicht sein das man sich zum vergünügen Tiere fängt und sie "dressiert" ich bin ganz ehrlich: Jeder Mensch der bei sowas umkommt hat selber schuld und sicherlich kein mitleid meiner Seite veridnet... klingt hart, ist aber Tatsache.


    Gruß krobi

  • Zitat

    Das Einzige Monster db ist und bleibt der Mensch, denn kein Tier dieser Welt würde uns einfangen und und versuchen wie minderwertige lebewesen zu halten


    Hmm da könnte man jetzt darüber streiten. Wenn die Tiere eine ähnliche intelligenz besässen, würden Sie ziemlich sicher Menschen für Ihren Nutzen missbrauchen. Das liegt in der Natur aller Lebewesen. Das ist ja das Traurige daran, es handelt sich um Lebewesen, die sich nicht wie wir gegen solchen Missbrauch wehren können. Das heisst nicht, dass ich Menschen für intelligenter halte als Tiere, es ist bloss eine andere Art von Intelligenz, die unserem Lebensraum entspricht. Wenn wir uns nicht vor Jahrmillionen angepasst hätten, wären wir niemals so weit gekommen.


    Man könnte sich auch fragen, weshalb die Dame an einem Ort wie SeaWorld und nicht in einer Forschungsstation auf hoher See gearbeitet hat - ich wage mal zu spekulieren, dass dies auch mit der Bezahlung zu tun hat. So konnte sie etwas verdienen und ihren Lieblingstieren nahe sein. Eigentlich ziemlich gut nachzuvollziehen (und trotzdem falsch). Mitleid mit ihr zu haben bringt auch nichts aber es gibt auch noch Angehörige, die jetzt trauern.

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    - Albert Einstein

  • Aber wer die Tiere wirklich liebt ,und sich damit auseinander setzt ,würde der nicht alles tun ,um zu schützen was ihm lieb ist?
    Und Sea World gehört sicherlich nicht zu den Orten ,wo ich meine Lieblingstiere wissen will.


    Aber natürlich ist es typisch Mensch ,sich ueber alles zu stellen ,und ,wie so oft auch, Gott zu spielen.
    Warum sollten Menschen das Recht haben ,über diesen Wal zu urteilen?


    Wie schon gesagt ,der Wal hat gehandelt ,wie es ihm seine Instinkte gesagt haben.
    Vllt auch aus Unmut ,wer weiß das schon ,aber resultierte dieser Unmut nicht aus der Art und Weise wie er gehalten wird?
    Grade die schwere dieses Unglücks sollte ein Wachrütteln bewirken.
    Wir Menschen müssen endlich verstehen ,dass wir nicht machen können was wir wollen ,ohne danach die Quittung zu bekommen.


    Wenn ein Wal nach seinen Instinkten handelt ,und die Risiken anscheinend unterschäzt wurden ,soll ein unschuldiges Tier sterben.
    Aber hat ein Mensch zich andere Menschen umgebracht ,wird er in ein Gefägniss gesteckt und auf Kosten der Gesellschaft durchgefuettert und genießt ein besseres Leben als manch einer der sich nichts hat zuschulden kommen lassen.
    ...so far....

    Niveau ist keine Handcreme...
    "Ich habe nur Recht, wenn Zensur gerade nicht online ist!"

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  • Für SeaWorld kommt soweit ich weiss die Einschläferung gar nicht in Frage und "Tilly" ist auch bereits in Shows wieder eingesetzt worden (oder wird demnächst wieder eingesetzt) - sie haben also nichts daraus gelernt.


    Wenn man sich die Becken ansieht kann ich mir gut vorstellen, dass Einschläfern die bessere Alternative für das Tier wäre, als da drin zu leben. So hart sich das anhört.

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    - Albert Einstein

  • Dirk : Die oft herangezogene "genetische" Übereinstimmung/Ähnlichkeit zwischen Menschen und Tierarten halte ich für einen nicht wirklich zulässigen Vergleich. Bloße genetische Übereinstimmung ist keinerlei Garant für die Befähigung zu Vernunft, Einsicht oder moralischem Verständnis.
    Auch sind die genetischen Ähnlichkeiten zwar faszinierend (oder besser "erstaunlich"), wenn man sich vor Augen hält, dass wir uns nur um 2-3% in unserem Erbgut von Hausschweinen unterscheiden (bitte nicht festnageln - das ist eine Sache, die ich irgendwann aufgeschnappt habe - hier könnte also auch ein Irrtum vorliegen), aber dabei wird häufig außen vor gelassen, dass allein schon Vorhandensein oder Fehlen bestimmter Zellstrukturen oder Chromosomensätze stark auf diese prozentuale Rechnung einwirken, im Gegensatz zum Vorhandensein oder Fehlen einer Nasenscheidewand oder eines Wurmfortsatzes am Blinddarm.
    Hätten wir Menschen ein zu 40-50% anderes Genmaterial (eigene Schätzung), dann wären wir eventuell grün und bei Flatulenzen würden wir Sauerstoff abgeben. :mrgreen:



    Eine "Schuldzuweisung" funktioniert meines Erachtens per se nicht, denn selbst wenn der Wal eine Erkenntnis darüber hätte, was er getan hat und gar Reuegefühle besäße, so bliebe er letzten Endes noch immer ein Tier. "Schuld" ist aber etwas menschliches, eine moralische Beurteilung. Ein Auto kann niemals schuld sein, wenn es nicht anspringt, selbst wenn es am Auto liegt und nicht am Fahrer.


    Die Trainerin wäre sicherlich nicht gerade zufrieden, wenn sie wüsste wie ihre letzte Trainingseinheit geendet hat. Selbst wenn sie jegliche Verantwortung auf sich selbst nähme und dem Tier noch so freudestrahlend und verliebt hinterher schauen würde (wenn sie könnte), so würde ich doch mal so weit gehen zu behaupten, dass sie sich dreimal überlegt hätte ins Wasser zu steigen, wenn man ihr bei Dienstantritt gesagt hätte: "Keine Ahnung wann, aber du WIRST eines Tages durch diesen Wal sterben".


    Ich bin der Meinung, dass dieser Wal bewusst getötet hat. Ich denke er ist sich sehr wohl im Klaren darüber gewesen, dass er das größere, stärkere und tödlichere Tier ist/war und das hier auch treffend aufgezeigt hat. "Schuld" an Zwischenfällen sind aber die Tiertrainerlemminge, die sich weiter ins Wasser stürzen.
    Ganz egal ob Wale, Haie, Tiger, Bären ... mir kommt es ein wenig so vor, als halte man sich eine geladene Waffe an die Schläfe und vertraue darauf, dass keine Kugel raus kommt, solange man die Waffe nur immer artig ölt und streichelt.


    Skadi und kleine Hexe
    Was wäre nach eurer Meinung die Alternative? Es ist immer so leicht gesagt, dass gerade die Wale geschützt und ihr Fortbestand gesichert werden müsse. Aber wie will man dies realistisch umsetzen? Natürlich kann man versuchen Bereiche im Meer abzugrenzen und den Schiffsverkehr dort zu unterbinden, doch einerseits ist dies kaum nachhaltig zu überwachen und zweitens wandern Wale.
    Seaworld ist natürlich keine "Rettet-die-Wale"-Einrichtung - aber wie wäre eurer Meinung nach ein "natürliches und ausreichend großes Habitat" umzusetzen? Wo soll das Geld herkommen? Mehr Zuschauereinnahmen bringt es nicht, wenn der Wal zeitweise gar nicht zu sehen ist, weil er sich in eine ruhige Ecke zurück zieht. ...
    Ich gebe euch Recht, wenn ihr sagt, dass die Lebensumstände des Tieres wirklich zu bedauern sind - aber so zentral wie Seaworld im Interesse der Öffentlichkit steht, kann man sich wohl auch sicher sein, dass die gesetzlichen Bestimmungen für die Unterbringung der Tiere eingehalten und nicht unterschritten werden.
    Die Adresse an die die Proteste demnach gehen sollten ist also die zuständige Tierschutzbehörde, die die Regularien für Tiertransporte und -unterbringungen aufgestellt hat - nicht der Freizeitpark, der sich (profitierend) an ihnen orientiert.

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)