Neues aus dem Land der nicht ganz so unbegrenzten Möglichkeiten...

  • http://de.news.yahoo.com/1/201…hen-paars-ab-1be00ca.html


    Und wieder einmal ein Kracher aus den USA. Toleranz ist nicht so ganz leicht in den USA und worüber in Deutschland wahrscheinlich kaum noch ein Wort verloren wird, erschüttert dort die Grundfesten der immer noch stark homophoben Gesellschaft. Sicherlich soll man nun nicht alle Amerikaner über einen Kamm scheren, nur zeigt dieses Beispiel in meinen Augen doch mal wieder deutlich, daß es mit Toleranz in den USA nicht so ganz weit her sein kann.

  • Zitat

    erschüttert dort die Grundfesten der immer noch stark homophoben Gesellschaft.

    So homophop wäre die Gesellschaft dort wahrscheinlich gar nicht, wenn Regierung und Zensurbehörden es nicht vorziehen würden, alles unamerikanische und ungewöhnliche von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Siehe auch im Fernsehen, wo man durchaus (besonders bei Animes) bestrebt ist, verwirrende ausländische Gepflogenheiten wegzumachen, und oft sogar diese transvestitenhaften japanischen Charaktere zu Frauen umzuinterpretieren (richtig mit Stimme und Namen und allem); und sie so zu normalisieren.
    Ohne diese Medien- und Sittenkontrolle, die noch schlimmer als bei uns ist, würden sich wohl auch die Amis schnell an Ungewöhnliches gewöhnen. Witzigerweise ist es denen nämlich durchaus gestattet, sich Lesben in Pornos anzugucken; aber bei einem Auftreten in der Realität befürchtet man wohl, dass die konservativen Amis ebenfalls auf den Geschmack kommen könnten, und dann nicht mehr ganz so verklemmt wären.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Da stimme ich dir sogar zum Teil zu. Als ich 1996 in den USA war und dort einmal das Fernsehprogramm schaute, war ich entsetzt. Zu 95% Lokalnachrichten, die restlichen 5% aus aller Welt waren fast ausschließlich schlechte Nachrichten. Der amerikanische Bürger, der sich nicht selber informiert, sondern nur durch staatliche Quellen bzw. Medien sich informieren läßt, hat in der Tat ein sehr einseitiges Weltbild.

  • Damals auch schon? Mir war bekannt, dass spätestens seit 9/11 sämtliche Nachrichten aus dem Ausland unwichtig sind, aber das ist traurig.
    Nun gut, so wie in Deutschland könnten die Nachrichten in den USA ja gar nicht aussehen, da man hierzulande aufgrund eines Mangels an Katastrophenmeldungen eben auf andere Länder zurückgreifen muss - in den USA gibt es davon genug. Aber trotzdem zeugt es nicht von Weltoffenheit, sich vollständig auf den eigenen Vorgarten zu konzentrieren.
    Auch bei den Amis in der Schule wird ja anscheinend nur die jüngere Weltgeschichte behandelt (und das zugunsten der Eitelkeit der Amis auch noch stark verfälscht); und die Passagen in die die USA nicht eingebunden war, werden nur angeschnitten.
    Und um nochmal zu den Lesben zurückzukehren: Wie man aus den amerikanischen Teeniefilmen lernt (ja, die sind auch zu was gut), sind die meisten Jugendlichen dort wirklich ausserordentlich tolerant gegenüber jeglichen sexuellen Spielarten. Die konservative Verklemmtheit scheint also entweder noch von früher übrig zu sein, oder sie kommt automatisch mit dem Alter.

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  • Allerdings hat jede Medaille zwei Seiten.....wir sprechen immerhin von dem Land, das die groesste Schwulenparade der Welt hat! :)


    Was die juengere Weltgeschichte angeht: Die ist keinesfalls Pflicht in den USA! Vergesst nicht, dass Geschichte wie auch fast alles andere in den amerikanischen High Schools lediglich Wahlfach ist. Und da unterscheidet man noch zwischen Welt- und amerikanischer Geschichte.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!