Alma, Tungu, Zana, Abnauayu: Die wilde Frau vom Kaukasus

  • Hmmm


    Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre
    Anthropologie,haben in Sibirien Überreste einer unbekannten Menschenart endeckt.
    Bei den Überresten,handelt es sich um ein Fingerknochensegment,welches auf 30.000-48.000 Jahre geschätzt wird.
    Die Gene jener Überreste,unterscheiden sich von dem Modernen Menschen sowie,von denen des Neandertalers.


    Hier bitte weiterlesen,will nix abschreiben und denke mal dort wird es besser erklärt:
    http://grenzwissenschaft-aktue…bekannte-menschenart.html


    Eine Frage:heisst das jetzt,dass sich diese unbekannte Art auch vom Aussehen her,stark unserem unterschieden hat?
    Und ist es wirklich möglich,dass neben den Neandertalern auch eine andere Art von Menschen leben konnte?

  • Ein sehr interessanter Fund, auch wenn er wohl nicht direkt in unserer Ahnenlinie liegt.

    heisst das jetzt,dass sich diese unbekannte Art auch vom Aussehen her,stark unserem unterschieden hat?

    Zuerstmal müsste man das wort "stark" definieren.
    Aber in anbetracht dessen, dass sich diese Linie schon weit früher von unserer getrennt hat als die der Neandertaler, denke ich schon, dass sie sich von uns offensichtlich unterscheiden. Es sei denn sie haben sich konvergent zu uns entwickelt.


    Und ist es wirklich möglich,dass neben den Neandertalern auch eine andere Art von Menschen leben konnte?

    Warum sollte es denn nicht möglich sein? Man geht ja auch davon aus, dass immer nur wenige Tausen Neandertaler Gleichzeitig gelebt haben. Demnach wäre ja noch genug Platz für den neu entdeckten Kollegen und seine Sippe. ;)
    Ich überlege grade, ob mir überhaupt ein Neandertalerfund aus Sibirien bekannt ist. Ich glaube nicht. Oder wisst ihr da mehr?


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Neandertalerfunde sind bisher nur aus den damals eisfreien Gebieten Europas sowie aus den Nahen Osten bekannt.

    Genau das ist auch mein Wissensstand.
    Dann könnte dieser neue Homo ja die Nische gefüllt haben, die der Neandertaler in Sibirien offen gelassen hat. So sind sie sich vielleicht gar nicht begegnet.
    Von daher ist es gut möglich, das diese beiden Arten gleichzeitig existieren konnten.


    :arrow: das ist natürlich reine Spekulation :!:


    lg Davy

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  • Danke für den Link, sehr interessant.


    Ich wusste garnich,dass es noch ein 3. "Volk" neben den Neandertahlern gab.
    Kann mir da jemand auf die Sprünge helfen oder is das nur eine Mutmaßung?


    Nein, das sind nicht nur Mutmaßungen. Der Homo Floresiesiswurde tatsächlich entdeckt.
    Dieser kleine Kerl hat noch bis vor 12.000 Jahren auf der Insel Flores (Indonesien) überlebt. Das interessante Dabei ist, dass die Einheimischen dieser Insel schon von Zwergmenschen berichtet haben, die ihre Vorfahren noch gesehen haben. Demnach sollen die Kleinen erst vor wenigen hundert Jahren ausgestorben sein.
    Aber ob das so zu glauben ist, oder ob diese Geschichten der Einheimischen aus früheren Knochenfunden entstanden sind ist noch nicht geklärt.


    Aber Themen über Homo Floresiensis haben wir auch hier im PP:
    http://www.paraportal.de/index…ighlight=flores#post11251
    http://www.paraportal.de/index…ighlight=Hobbit#post43099


    lg Davy

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  • Hmmm


    erstmal riesen Danke an dich,das du mir weitergeholfen hast :)


    Nun ich finde es faszinierend,dass neben unserer Entwicklung,die Natur noch andere Wege bestreiten wollte.
    Ich hoffe nur,dass in den nächsten Tagen nochmehr infos über die neuendeckung raussickern und wir uns ein besseres Bild des ganzen machen können.
    Ich denke mal,dass die Damen und Herren auch bald ein 3D Modell oder wenigstens eine Wage Skizze,des neuen Fundes herausgeben,denn ich bin tierisch gespannt,wie unsere "Brüder und Schwestern" aussahen :supergut:

  • Der Fund besteht aus einem Fingerknochen, man kann das Aussehen also ohne weitere (insb. Schädel-)Funde nicht rekonstruieren.


    Dass diese Funde nun Kryptozoologie-Thesen stützen sollen, finde ich aber etwas albern. Mit Yeti und Bigfoot hat er überhaupt nichts gemein - Geschichten über affenartige Menschen kommen fast überall auf der Welt vor, haben sich bis in heutige Zeiten aber nur in Gebieten gehalten, die abgelegen sind und wo die Moderne noch nicht Fuß gefasst hat, kurz: wo noch Raum für Fantasie bleibt. Dass dieser Fund in einer Gegend gemacht wurde, in der auch Geschichten solcher "Affenmenschen" vorkommen, dürfte reiner Zufall sein. Aber was für den Freudianer der Phallus, ist für den Kryptozologen der Bigfoot... ;)

  • Zur Ergänzung ein Artikel aus OTZ.de:


    Die Entdeckung des Erbguts einer bislang unbekannten Menschenform durch Wissenschaftler des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie ist offenbar auch glücklichen Umständen zu verdanken. Der Knochenfund aus Südsibiren ist zudem erstaunlich gut erhalten.


    Leipzig. Instituts-Forscher Johannes Krause</person> sagte heute dem MDR, der in Südsibirien gefundene Knochen, aus dem die DNA rekonstruiert wurde, sei erstaunlich gut erhalten. "Wir haben den großen Vorteil, dassder Knochen aus Sibirien stammt", sagte Krause</person>. Die dortigen klimatischen Bedingungen seien "wie ein Kühlschrank". Dort hielten sich die Knochen und die DNA wesentlich besser als in Europaoder Afrika. Bei 40.000 Jahre alten Fundstücken sei die DNA sonst nur in Ausnahmefällen noch nachweisbar. Normalerweise zerfielen die Knochen mit der Zeit, damit sei dann auch die DNA verschwunden. Die Fingerknochen stammen Krause</person> zufolge aus einer Höhle in Südsibirien, die seit 30 Jahren von Archäologen untersucht wird. Die russischen Kollegen hätten den Fund 2008 zur Auswertung nach Leipzig geschickt. Krause</person> und andere Wissenschaftler konnten daraufhin anhand der DNA nachweisen, dass es neben dem Neandertaler und dem Homo sapiens noch einen dritten Urmenschen gab. Dadurch müsse die Forschung jetzt möglicherweise komplett neu bewertet werden. Bis zu dieser Entdeckung sei die Wissenschaft davon ausgegangen, dass es drei Auswanderungswellen aus Afrika gab - und zwar vor zwei Millionen Jahren den Homo erectus, vor einer halben Million Jahren die Vorfahren des Neandertalers und dann vor 50.000 Jahren unsere Vorfahren. Wie jetzt bekannt wurde, wanderte vor ungefähr einer Million Jahren diese neu entdeckte Urmenschen-Form aus Afrika aus. Bisher wisse man noch wenig über sie. Fest stehe auf jeden Fall, dass es sie vor 40.000 Jahren noch gegeben habe.


    25.03.10
    /

    ddp

    EDIT Cat:
    Beitrag formatiert.

  • Guten Morgen... :readit:


    Mit Yeti und Bigfoot hat er überhaupt nichts gemein -


    Da hast du recht. Aber er wird in dem Link ja auch in keinster Weise mit dem Yeti oder dem Bigfoot gleich gesetzt, sondern mit dem Alma. Da gibt es, und da ist sich die Kryptozoologie einig, große Unterschiede.


    Yeti und Bigfoot werden in der Kryptozoologie ja oft mit dem Gegantopithecus definiert, wobei Almas (und ähnliche) ja oft mit Neandertalern definiert wurden. Ab jetzt dann wohl auch mit dem neuen Homo (können die dem bitte bald mal einen offiziellen Namen geben?! Es nervt, ihn ständig umschreiben zu müssen).


    Dass diese Funde nun Kryptozoologie-Thesen stützen sollen, finde ich aber etwas albern.


    Natürlich ist das noch lange kein festes Standbein für Alma-Theorien, da sind wir uns wohl einig. Aber dieser Umstand, dass genau in dem Gebiet, in dem heutzutage noch ab und zu Almas gesichtet werden, Fossilien eines neuen Homo entdeckt wurden lässt natürlich viel Raum für Spekulation. ;:


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Angeblich lebte einmal ein Hybrid zwischen Mensch und Affe, eine Frau genannt ,,Zana'' . Was haltet ihr davon? Glaubt ihr, dass es diese Hybriden gegeben hat?
    Hier noch eine Website darüber:
    Anmerkung Davy Jones:
    Leider war der original Link hier tot und damit nicht mehr zu gebrauchen.
    Wenn ihr euch schnell und kompakt über Zana informieren wollt, dann nehmt am besten die englische Wiki-Seite zu Almas, da gibts nen brauchbaren Absatz. Hier: Drück Mich!


    Darüber gibts auch ne Doku von Monsterquest darüber: Stalins Affenmenschen

  • Irgendwo hier haben/ hatte wir schon nen Thread zu Zana.
    Sie soll kein Hybride zwischen Mensch und Affe sein, sondern ein Neanderthaler/ Neanderthaler-Hybrid.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Zana hatte auf jeden Fall Nachkommen, die auch dokumentiert sind. Ich muss bei Gelegenheit mal ein paar Links dazu raussuchen. Auf frontiers of zoology ist mit Sicherheit etwas zu finden.


    EDIT:
    Hier ist, was ich meinte: http://frontiersofzoology.blog…-burtsev-and-friends.html
    Bitte jagt das durch den Übersetzer, mir ist das zu lang zum Übersetzen.

  • Der 3te Teil von Sykes DNA-Analyse-Serie passt am besten in diesen Thread.
    Diesmal gehts, wie der Threadtitel schon sagt, um Zana, oder allgemein gesagt: um den Alma/ Almasty/ Abnauayu.


    Nach der höchst interessanten 1ten Auswertung (Drück Mich!) und der enttäuschenden 2ten Auswertung (Drück Mich!) haben wir es hier mit einem wahren Brecher zu tun!


    Aber fangen wir von Vorne an.
    Zana war eine "Wilde Frau", die Mitte 19.JH im Kaukasus gefangen und gefangen gehalten wurde. Sie war von menschlicher Gestalt, aber übermenschlich stark und am ganzen Körper behaart. Man bezeichnete sie immer als Alma, Almasty oder Abnauayu, was sozusagen die Kaukasische Version des Yeti ist.
    Sie soll von Männern des Dorfes mindestens 4 Kinder (2 Söhne, 2 Töchter) bekommen haben, welche durchaus menschlich waren, jedoch optisch wohl -urtümlich- aussahen. Auch diese Kinder haben Familien gegründet, wodurch heute noch immer direkte Nachfahren Zanas über die Region verteilt leben. Jedenfalls beziehen sich diese, und auch andere Zeitzeugen, darauf.


    Der Schädel (und auch weitere Knochen) von Kwhit - ein Sohn Zanas - wurde in den 80ern von russischen Wissenschaftlern geborgen und Untersucht. Die Überreiste weisen Merkmale von modernen, aber auch von urzeitlichen Menschen auf (im unten stehenden Link findet ihr auch ein Bild des Schädels).


    Sykes hat diese Knochen, aber auch Material von anderen Nachkommen, untersucht und kommt zu folgendem erstaunlichen Schluss:

    Zitat von Grenzwissenschaft-aktuell

    Während russische Kryptozoologen lange Zeit vermutet hatten, bei Zana könnte es sich sozusagen um ein Exemplar von zumindest bis damals überlebenden Neandertaler gehandelt haben, offenbaren Sykes' DNA-Analysen von sechs heute noch lebenden direkten Nachkommen Zanas sowie die Untersuchung des Schädels von Zanas direktem Sohn Khwitt, dass die "Wilde Frau" zwar keine Neandertalerin war und auch nicht aus dem Kaukasus stammte, sondern von Menschen aus dem subsaharischen Afrika abstammt.

    :shock: Und wiedermal eine absolut unerwartete Wendung!
    Zana kommt also gar nicht aus der Gegend, sondern aus Afrika?


    Jetzt liegt natürlich die Vermutung nahe, dass sie vielleicht eine afrikanische Sklavin war, die flüchten konnte und sich in den Wäldern versteckte.
    Aber wie passt das mit der zeitgenössischen Beschreibung von Zana zusammen, die sie stark behaart und übermenschlich kräftig darstellt? Übertreibung? Rassismus? Vielleicht.
    Aber was ist dann mit Khwits Schädel, welcher wirklich sehr urtümlich wirkt?


    Sykes spricht eine andere Theorie an:
    Eine ältere und frühere menschliche Art könnte noch vor der Verbreitung des modernen Menschen in dieses Gebiet imigriert sein (vielleicht auch in andere) und hat dort bis ins 19.JH überlebt haben. Zana wäre dann eine der Indiviuen, vielleicht die Letzte. Oder sie Selbst war auch schon ein Hybrid?


    Wenn an dieser Theorie was dran ist, dann wäre das nicht nur aus Kryptozoologischer, sondern in erster Linie aus Anthropologischer Sicht eine Sensation!


    Hier der Link zu Grenzwissenschaft-aktuell, wo alles nochmal etwas ausführlicher steht.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Zum Schädel:


    Zitat

    The skull of Khwit (also spelled Kvit) is still extant, and was examined by Dr. Grover Krantz in the early 1990s. He pronounced it to be entirely modern, with no Neanderthal features at all. If Krantz's verdict on the skull is correct, and the skull itself is indeed that of Zana's son, it would indicate that Zana may have been a member of an isolated hunter gatherer tribe so culturally different from her captors' society as to make Zana seem non-human to them, even though she was indeed a modern human. Another account by Russian anthropologist M.A.Kolodieva described the skull as significantly different from the normal males from Abkhazia: the skull "approaches closest the Neolithic Vovnigi II skulls of the fossil series".


    Also zwei sich widersprechende Aussagen.


    Und Sykes selbst geht davon aus


    Zitat

    that Zana's DNA was 100% Sub-Saharan African in origin and she could have been a slave brought to Abkhazia by the Ottoman Empire.


    Und die Beschreibung der Almas ist

    Zitat

    Almases are typically described as human-like bipedal animals, between five and six and a half feet tall

    also definitiv keine Bigfoots.

    Zitat

    their bodies covered with reddish-brown hair, with anthropomorphic facial features including a pronounced browridge, flat nose, and a weak chin.


    klingt fast wie ein Orang Utan.


    (Alles aus Wikipedia)


    Hier ein Foto von Khwit:


    Rise like Lions after slumber
    In unvanquishable number
    Shake your chains to earth like dew
    Which in sleep had fallen on you
    Ye are many - they are few.

  • Zitat von Rodion

    Also zwei sich widersprechende Aussagen.

    Ja, Aussage gegen Aussage. Und nü?
    Wem glaubt man, wer hat recht?


    Zitat von Rodion

    Und die Beschreibung der Almas ist [...] also definitiv keine Bigfoots.

    Richt, aber das hat dieses Jahr auch noch niemand behauptet. ;)


    Zitat von Rodion

    klingt fast wie ein Orang Utan.

    Findest du? Also ich nicht.
    Bei Orang Utan wären definitiv die viel auffälligeren Merkmalge dazu genannt worden - lange Arme, hauptsächlich vierfüßiger Gang, etc.
    Aber es wird ja nur auf die Affälligkeiten im Gesicht eingegangen. Da denke ich nun, dass die Körperproportionen eher menschlich sind.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Also ich find das Gesicht jetzt nicht wirklich "ungewöhnlich". Naja gut einen Schönheitspreis wird der gute Herr nicht gewinnen aber wie ein Affe sieht er nun nicht aus, da gibt es noch sehr viel krassere Beispiele.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.