Christliche Arroganz der westlichen Welt!

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    denn der Mensch den ich getroffen habe und dieser Gemeinde angehört ist kein Schwein, kein Pferd und so weiter


    :lol: Hätte ich auch nicht vermutet.


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    das steht irgendwo im AT und diese Regel hat Gott Moses verkündet


    3. Buch Mose, Kapitel 11: "Der Unterschied von reinen und unreinen Tieren", u.a. Vers 4: "Was aber wiederkäut und hat Klauen und spaltet sie doch nicht, wie das Kamel, das ist euch unrein und ihr sollt's nicht essen."


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    Am schlimmsten fand ich, dass er mich immer bekehrn wollte, dies stritt er aber immer ab, und behauptete er würde von sich und seinem Leben reden.


    Naja, das Problem ist, dass nach Vorstellung konservativer Religiöser die Un- oder Falschgläubigen im Höllenfeuer landen, insofern könnte man die Beweggründe der Missionierung beinahe altruistisch nennen ... wenn's denn nicht so schwachsinnig wäre.


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    Und wie gesagt, ich habe das Gefühl, dass sich diese Art von Glauben, dieses absolute breit macht, in Polen in Amerika in Deutschland


    Ideologien mit klaren, überschaubaren Regeln und konsequenter Einstellung haben immer Zulauf, weil sie den Menschen Orientierung bieten. Das Mainstream-Christentum mit seinem ewigen Hin und Her ist da für viele eben nicht mehr attraktiv genug. Hinzu kommt die zunehmende religiöse Diversität, quasi ein gesteigertes Angebot auf dem Religionsmarkt, das zur "Dispersion des Religiösen" (M. N. Ebertz) führt; während die tradierten Religionen in den westlichen Ländern Mitgliederschwund verzeichnen, sind alternative Weltanschauungen, Kleingruppen, Sekten und exotische Religionen auf dem Vormarsch (und, bedingt durch eine höhere Geburtenrate und Familiennachzug, der Islam).


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    O man, wo ist der Unterschied zwischen einer Sekte und Freikirchen?


    Die Unterscheidung kann man nicht ganz sicher treffen, weil Sekte vornehmlich ein umgangssprachlicher Begriff und damit nicht exakt definiert ist. Umgangssprachlich dürfte der Begriff Sekte eher mit Abschottung und Gefährdung assoziiert werden, während mit Freikirche alles bezeichnet wird, was nicht zur katholischen oder evangelischen Kirche gehört. Die Enquete-Kommission hat empfohlen, den Begriff Sekte im wissenschaftlichen Diskurs nicht mehr zu verwenden (siehe hier, Abschnitt 2.2).


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    Die Allgemeinheit wendet sich ja eher vom Glauben ab. (Bis auf die Ausnahmen, die Sekten beitreten, wie oben schon erwähnt)


    Stimmt, langfristig könnte der Trend aber rückläufig sein. Atheisten haben von allen Bevölkerungsschichten die niedrigste Geburtenrate, während Religiöse deutlich aktiver im Kindermachen sind (wobei - das Machen ist bei den Atheisten ja auch nicht das Problem, eher das Kriegen ;) ), mit Hindus und Moslems an der Spitze. Demographisch stehen die Karten für Atheisten also eher schlecht. Ich persönlich gehe davon aus, dass sich langfristig in Deutschland eine Dreiteilung einstellen wird: ein Drittel Christen, ein Drittel Moslems, ein Drittel konfessionslos. Ein unbedeutender Rest anderen Religionen zugehörig.


    santiago

  • Ich glaube, wir sollten zwischen Glauben und Politik unterscheiden. Da finden wir, dass Christen eine wohl geordnete Welt nach Gesetzen in einer freiheitlichen Ordnung definieren, aber nicht alle Christen maßen sich deswegen Arroganz an, überlegen gegenüber anderen Völkern zu sein. In Italien ist das nicht verbreitet.


    Aber wenn wir dann den Islam nehmen und sehen, wie sie sogar ihre religiösen Gesetze, nicht mal nur die Fundamentalisten, sondern auch ganz normale Moslems, natürlich meine ich nicht die Türken, zu weltlichen Gesetzen, von Staaten nämlich, erheben wollen, dann finden wir da gar keine Arroganz mehr, die wir von den US-Amerikanern schon kennen, da sie die Gebote sehr wohl einhalten, wie es religiös richtig ist: in frömmiger, privater Sphäre (richtiger aber wäre in einer "Gemeinde" oder "Globalen Glaubensgemeinschaft [bei Protestanten zumindest]") und Christen begehen sehr selten den fundamental größten Irrtum, den Moslems ständig begehen, indem sie sagen, "Gottes" (oder "Allahs") angeblichen "Gesetze" (selbst Gott, wenn wir an ihn glauben [würden], kann [könnte, wenn wir an ihn glauben und nur die, die wenigstens an ihn, "Gott" oder "Allah" glauben KÖNNTEN. spielen in meinen weiteren Überlegungen auch nur eine Rolle noch!] "Gebote" (denn es sind immer nie "Gesetze" zumindest mehr von Gott) sollten staatlich ein Fundament für Gerichte darstellen, denn das war nie im Interesse von "irgendeinem Gott" und auch ist das genau nicht der Sinn, warum es überhaupt Religion gibt. Sie verwechseln oft Gebote mit Gesetzen.


    Da finden wir zwar keine Arroganz mehr, aber es ist doch viel falscher, wie Moslems religiöse Schriften versuchen politisch zu adaptieren; "adaptieren" heißt hier nicht einmal nur als moralische Orientierung von Richtern (oder Richterinnen) auszulegen, sondern sie als Grundlage für die Rechtssprechung sogar zu setzen! Es heißt ja auch nicht in den Geboten. "Du darfst nicht...", sondern "Du sollst nicht..." und das gilt auch für alles im Koran. Da sie aber immer wieder sagen, man dürfe das nicht und ihr Gott verbiete dieses und jenes, haben sie nicht einmal verstanden, dass Gott uns das gar nicht, wer an Gott oder Allah glaubt, verbieten kann. Das kann nur ein König, ein Präsident oder ein Kalif.


    Sie glauben aber, ein Kalif würde Politik machen dürfen, indem er ein Gesetz macht, das im Staat gilt, das Gott gewollt hätte. Auch das ist natürlich absoluter Blödsinn und ein Missverständnis, den der Islam von, sprechen wir hier nicht von "Allah" oder "Gott" hat, denn der spielt auf politischer Ebene keine Rolle, sondern von Religion und wozu sie dienlich ist, hat.

  • "Ich glaube, wir sollten zwischen Glauben und Politik unterscheiden", das erzähl mal einem Gläubigen....

    Wer nicht weiß, muss halt glauben, so schaut's aus.

    Jahrtausende lebte der Mensch einigermaßen im Einklang mit seiner Umwelt. Dann kam die christliche Seefahrt mit ihren Missionaren und den calvinistischen Händlern. Heute haben wir das größte Artensterben seit 65 Millionen Jahren. Das würde uns ohne die Christenheit erspart geblieben sein.

  • "Ich glaube, wir sollten zwischen Glauben und Politik unterscheiden", das erzähl mal einem Gläubigen....

    Wer nicht weiß, muss halt glauben, so schaut's aus.

    Jahrtausende lebte der Mensch einigermaßen im Einklang mit seiner Umwelt. Dann kam die christliche Seefahrt mit ihren Missionaren und den calvinistischen Händlern. Heute haben wir das größte Artensterben seit 65 Millionen Jahren. Das würde uns ohne die Christenheit erspart geblieben sein.

    Das Artensterben hat wenig mit der Religion zu tun.

    Die Naturvölker hatten damals auch nicht viel mit Artenschutz am Hut, Trophäenjagd gab es schon in der Steinzeit, Inselpopulationen der prähistorischen Fauna sind sogar definitiv nachweislich durch Menschen ausgestorben, das betrifft nicht nur flugunfähige Vögel auf Neuseeland.


    Asiaten und ihre Bedarf an an Produkten aus Elfenbein, Tigern und anderen Tieren sind ja auch keine Christen.


    Die Lebensraumverdrängung durch Industrialisierung und kapitalistischen Interessen hat wenig mit Religion zu tun.

  • Nö, nicht schwierig. Die Prädestination, ist erst mal wieder eine Hypothese aus dem religiösen Raum und mithin nur insoweit relevant, als dass es Menschen gibt, die daraus Verhaltensweisen ableiten, welche weder für andere Menschen, noch den Rest des Belebten auf diesem Planeten, förderlich und mithin abzulehnen sind.