Die Glimmerkammern in Teotihuacan

  • Die Glimmerkammer in Teotihuacan

    Teotihuacan bietet noch ein weiteres Rätsel. In der Nähe der Sonnenpyramide entdeckte man unterirdische Räume, welche für die Touristen nicht zugänglich sind. Sie erfahren noch nichteinmal davon! Das Rätselhafte an den Räumen ist, dass ihre Decke mit einer 15 cm dicken Glimmerschicht isoliert wurde.



    Glimmer hat einige bemerkenswerte Eigenschaften: er ist hitzefest bis zu 800 °C und auch abrupte Temperaturschwankungen machen ihm nichts aus. Glimmer ist immun gegen alle organischen Säuren. Zudem ist er ein extremer elektrischer Isolator. Wer gab den Befehl einen Raum mit Glimmer zu isolieren? Wohl nur jemand, der von den Multieigenschaften dieses Materials gewusst hat.



    Und noch etwas: Aus einem dieser unterirdischen Räume verläuft ein mit Glimmer isoliertes Rohr. Wo führt es hin? Welchem Zweck diente es? Die Fachwelt hüllt sich darüber in Schweigen, man möchte über dieses Thema nicht sprechen.


    Große Vorkommen von Glimmer sind übrigens nur in Indien, Madagaskar, Südafrika, Brasilien den USA und in Rußland zu finden. Bei den verbauten Mengen muss das Material importiert worden sein. Die Fragen bleiben: Wozu wurde dieser Raum isoliert und von wo stammt der Glimmer?



    Ich hörte des öfteren jetzt die theori von quecksilber lager


    Quecksilber als Treibstoff?


    Im weiter oben aufgefuehrten Zitat Koenig Bhojas, wurde als Vimana-Treibstoff Quecksilber genannt. Es ist sehr gut moeglich, dass dies nicht woertlich zu nehmen ist. Der eigentliche Begriff koennte z.B. in spaeterer Zeit in Vergessenheit geraten und durch ein aehnliches Wort ersetzt worden sein. Desweiteren besteht die Moeglichkeit, das "Quecksilber" eine Art Platzhalter war, dessen wahre Bedeutung nur den verantwortlichen Priestern bekannt war, denn die Angst vor den fliegenden Apparaten war nach den vernichtenden Luftangriffen vermutlich gross und das Wissen um sie wurde dementsprechend vielleicht streng geheimgehalten. Nach Koenig Bhojas Aussage wurden die Geraete tatsaechlich geheimgehalten "...weil Aussenstehende kein Wissen ueber sie erwerben sollten und dass sie nicht fuer schlechte Zwecke verwendet wuerden".



    Was aber, wenn Bhoja doch mit der Bezeichnung "Quecksilber" recht hat? Ist dies nach heutigem Wissen ueberhaupt moeglich? Als Treibstoff im herkoemmlichen Sinne eines chemischen Triebwerks kommt Quecksilber wohl nicht in Frage. Ist dies also Phantasterei? Nicht unbedingt, denn zumindestens fuer Raumfahrzeuge kommen ausser chemischen Triebwerken seit geraumer Zeit auch z.B. sogenannte elektrostatische Triebwerke (besser als sog. Ionentriebwerke bekannt) in Frage. Dazu nun folgende Auszuege aus einem Raumfahrt-Lexikon (transpress Lexikon Raumfahrt-Weltraumforschung 1986; zugegebenermassen nicht das Neueste :-) :


    Stichwort: elektrostatische Triebwerke


    "...Das...Electron-Bombardment-Verfahren (Kaufman-Prinzip; Kaufman-Antrieb) arbeitet mit Quecksilber als Arbeitsmedium. Der neutrale Quecksilberdampf gelangt ueber einen Verteiler in die Ionisationskammer, in der die Stossionisation durch die von einer Kathode emittierten Elektronen geschieht... Laborversuche ergaben bei einer Ionenstromstaerke von 0,5 A eine Austrittsgeschwindigkeit zwischen 80.000 und 85.000 m/s..."


    Stichwort SERT (Abk. fuer Space Electric Rocket Test)


    "Versuchsprogramm, mit dem erstmals seitens der USA elektrische Raumfahrtantriebe im Freiflug erprobt wurden. "SERT 1" war mit 2 verschiedenen Typen von Ionentriebwerken ausgeruestet, von denen das eine mit ionisiertem Quecksilberdampf arbeitete... "SERT 2" ... hatte 2 Quecksilberionentriebwerke"


    Stichwort: Stuetzmasse


    "...Fuer eine elektrisch beschleunigte S. eignen sich dagegen Stoffe mit hohem Molekular- und Atomgewicht (z.B. Alkalimetalle, Quecksilber)..."


    Es zeigt sich also, dass Quecksilber fuer bestimmte Arten von Raumfahrtantrieben nicht nur als Treibstoff (im Sinne von Stuetzmasse) in Frage kommt, sondern auch schon eingesetzt wurde. Koennen wir hier - in Bezug auf die alten Texte - wieder "Kollege Zufall" beschuldigen? Vielleicht. Vielleicht tun wir Koenig Bhoja damit aber auch unrecht, denn wie selbstverstaendlich schreibt er, dass man in solchen Apparaten (den Vimanas) sowohl in den "Luftraum ueber dem Meer und der Erde" reisen koenne, als auch in die "Sonnenregion" (Suryamandala) sowie die "Sternenregion" (Nakshatramandala). Die Auslegung dieser Saetze ueberlasse ich hier jedem selbst, es ist fast schon zu eindeutig.


    "Niemals zuvor haben wir solch eine grauenvolle Waffe gesehen


    und niemals zuvor haben wir von einer solchen Waffe gehoert."


    [Mahabharata]


    Gruss andre

  • EvD war natürlich wohl schon da ?! (so wie inder Metallbibliothek?)


    http://tatjana.ingold.ch/index.php?id=glimmertatjana.ingold.ch/index.php?id=glimmer[/url]


    aber diese Glimmerkammer gibt es wohl wirklich und bisher ist ihre Bedeutung unbekannt


    http://www.mexiko-lexikon.de/m….php?title=Sonnenpyramidehttp://www.mexiko-lexikon.de/mexiko/ind ... enpyramide[/url]


    dass da nicht jeder Tuori reingelassen wird , kann ich auch verstehen ...man denke daran ,was Touris schon an anderen Kulturschätzen für Schäden hinterlassen haben , oft völlig unbewusst ...


    aber dass man bei Quecksilber sofort wieder an UFOS und ETs denkt :evil: ...Quecksilber spielte schon lange und in vielen Bereichen eine Rolle in der Kultur des Menschen (zb irrtümlich als "heilmittel") und Menschen haben schon oft Dinge verwendet , bevor sie alle dessen Eigenschaften kannten ....wer keine Elektrizität kennt , wird wohl auch kaum die elektrischen Leitfähigkeiten von Gold kennen :P
    http://de.wikipedia.org/wiki/Quecksilberde.wikipedia.org/wiki/Quecksilber[/url]

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • naja - es kann sich ja ebenso um eine rituelle Kammern handeln in denen böse Geister oder so abgeschirmt werden sollten...mich hats nur interessiert ob an der Sache was dran ist...


    und ob bereits ein wissenschaftlicher Erklärungsversuch vorhanden ist

  • Würde mich auch interessieren.


    Vielleicht wurden die Texte falsch interpretiert und sie haben damals aus Angst vor dieser "Geschichte" eine Art Schutzkammer gebaut, vergleichbar mit einem Bombemkeller / Atombunker.
    Dieses Glimmer war vielleicht so aussergewöhnlich damals, dass sie es verbauten ohne dessen Eigenschaften zu kennen.


    Wer weiss...

  • Fein, nehmen wir uns der Geheimsache "Glimmer" doch mal an.


    Erstens sind die Eigenschaften von Glimmer wirklich nichts besonderes. Gleiches hätte man auch mit Keramik erziehlen können. Zudem ist Keramik noch extrem hart. Glimmer hingegen weist gerade mal einen Härtegrad von 2 auf. Man kann es also sogar kauen. So gesehen hätten sie ihre Kammer auch mit Käse isolieren können. Die augenscheinlichste Eigenschaft von Glimmer ist hingegen, dass es hübsch aussieht. Wie der Name schon sagt, funkelt es. Und Wenn ich jetzt mit einer Fackel in eine dunkle Kammer gehe, deren Decke mit Glimmer verkleidet ist, sieht das wie ein Sternenhimmel aus, was für rituelle Handlungen natürlich sehr beeindruckend ist.


    Im Mittelalter hat man dünne Glimmerplatten, welche bis zu einem gewissen Grad lichtdurchlässig sind, sogar als Glasersatz für Butzenscheiben verwendet. Warum hat man das getan? Ganz einfach, Glas war sehr teuer und Glimmer ein Rohstoff, den man wirklich überall findet. Daher ist die Behauptung, Glimmer hätte eingeführt werden müssen, absoluter Schwachsinn. Glimmer findet man wirklich überall in ausreichenden Mengen. Überall, wo sich magmatische Gesteine finden lassen (und das ist quasi überall), findet man auch Glimmer.


    Eine mit Glimmer ausgekleidete Kammer ist also nicht besonderes, sondern einfach nur hübsch anzuschauen. Wesentlich erstaunlicher wäre es gewesen, wenn die Kammer mit reinem Wolfram ausgekleidet gewesen wäre, da Wolfram im Gegensatz zu Glimmer extrem selten und zudem noch sehr schwer zu gewinnen ist. Wir sehen also, das Ganze ist ausgemachter Blödsinn, der sich mit ein wenig Allgemeinbildung sehr leicht als solcher entlarven läßt. Und wieder haben wir ein Mysterium, welches im Grunde garkeins ist.

  • Nieselprim, ich muss dich da ein wenig korrigieren.
    Die Härte die du angibst ist die Ritzhärte nach Mohs, die noch nichts über die Stabilität eines Minerals aussagt, es gibt lediglich an, dass andere Minerale, die eine höhere Härte aufweisen als 2 den Glimmer ritzen können. Diamant zum Beispiel hat den höchsten Mohs Wert von 10. Es ist das härteste Material das bekannt ist. Allerdings nur wenn du damit ritzt. Trotz seiner Härte kannst du einen Diamanten unter Umständen sogar schon mit einem Holzhammer zertrümmern.
    Dass Glimmer in vielen Magmatischen und Metamorphen Gesteinen vorkommt ist auch richtig, allerdings hauptsächlich in geringen Korngrößen von vielleicht 2mm. Jeder der eine Granit Platte in der Küche hat kann mal draufschauen, die kleinen schwarzen und weissen glänzenden blättrigen Minerale (die keine Quarze sind) sind Glimmer. Glimmerplatten daraus herzustellen mit denen man Wände verkleiden kann ist nicht möglich. Jedoch kann man Glimmer wenn ich recht weiss industriell herstellen.


    Ansonsten stimm ich mit dir überein. Ich geh auch davon aus, dass diese Platten der Zierde dienen.

  • Nun Niesel hat natürlich Recht - was die Eigenschaften von Glimmer angeht, hätte man selbiges Ergebnis auch mit Keramik herbeifürhern können


    trotzdem ist die Kammer etwas besonderes - meines Wissens wurden keine ähnlichen Kammern irgendwo sonst gefunden...korrigiert mich wenn ich falsch liege!
    Dass Glimmer überall vorkommt ist natürlich korrekt, weshalb ein Import nicht unbedingt nötig wäre - nur sei angeblich genau dieser Glimmer mineralogisch nachgewiesen von Brasilien her importiert worden, wird auf diversen PS-Seiten und Büchern geschrieben...naja was man da glauben soll...


    rein theoretisch wäre eine mit Glimmer verkleidete Kammer in der Lage gegen große Hitze oder Elektrische Spannungen zu isolieren...
    rein theoretisch wäre eine solche Kammer auch eine ideale gigantische Mikrowelle...
    oder aber auch nur eine funkelnde Ritualhöhle...rein theoretisch zumindest....


    trotz allem würde mich interessieren was die anerkannten Wissenschaftler zu dieser Kammer sagen...

  • Dass ich mit dem Härtegrad die Einordnung auf der Mohs-Skala meinte, hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen. Ich dachte allerdings, das wäre klar. Die Behauptung, man könne einen Diamanten mit einem Holzhammer zertrümmern, würde allerdings nur dann zutreffen, wenn der Diamant die Form einer Flachen Scheibe hätte. Ansonsten gibt's nur einen Abdruck im Hammerkopf. :mrgreen:


    Worauf ich hinaus wollte war allerdings, dass es sinnvoller gewesen wäre, die Kammer mit Keramik, welche damals ja schon bekannt war, auszukleiden. Und selbst wenn der Glimmer aus Brasilien stammt, besagt das noch garnichts, da selbst die Präindiokulturen schon ein sehr weit verzweigtes Handelsnetz hatten, welches sich über gesamt Nord- und Teile von Südamerika spannte. Da wurden selbst Muschelschalen und fossilierte Haifischzähne über tausende Kilometer von der Karibik bis nach Kanada transportiert, nur um dort rituelle Halsketten daraus herzustellen. Die Tatsache, dass man Glimmer von entlegeneren Gebieten hat importieren lassen, ist also alles andere als geheimnisvoll. Sinnvoll wäre es hier, sich einmal mit der Geschichte und Kultur der indigenen Völker zu beschäftigen. Das ist nicht nur in dieser Hinsicht ein sehr interessantes Thema. Dann erschließen sich einem aber auf jeden Fall gewisse Zusammenhänge, die sogenannte Mysterien garnicht mehr mysteriös erscheinen lassen. Entsprechende Literatur findet sich in jeder halbwegs gut sortierten Leihbibliothek.