Das Fass

  • Hay Leute ich melde mich mal wieder zurück mit einer weiteren Urban Legend also:


    Ein Paar hatte gerade in ein kleines Schloß bezogen, das sie vor kurzem gekauft hatten. Aufgeregt durchsuchten sie das ganze Schloss auf alle Ecken und Ritzen. In einem großen unterirdischen Raum fanden sie viele leere Fässer, die vor Jahren geklopft worden waren, und eins, das schien, voll zu sein. Sie klopften daran, um zu hören, ob es köstlichen Weinbrand enthalten würde. Sie tranken und servierten es an Feiern. Aufgrund des Aromas dachten sie, dass der Weinbrand ca. 100 Jahre alt gewesen sein müsste. Monate später, als das Faß Trockenes laufen ließ, bemerkten sie, daß es noch zu schwer war, leer zu sein. Deshalb öffneten sie es und fanden eine Leiche, die im Faß lag.


    was sag ihr dazu ?
    also ich finde sowas ganz schön ekelig wenn mir sowas passieren würde :mrgreen:

  • Halte ich für unwahrscheinlich. So eine Leiche sondert einen Haufen Zeug ab, Blut, schleimige Sekrete, Hautfetzen, Haare... Bei mehreren Monaten im Wein wäre die Leiche wahrscheinlich schon halb aufgelöst.
    Wenn sowas im Weinglas rumwabert, fällt das auf - spätestens wenn man tierisch Dünnpfiff davon kriegt. :mrgreen:
    Hast du eine Ahnung, wo das gewesen sein soll?

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Nein sry ich habe keine ahnung habe es nur gehört
    würde es aber nicht klappen doch längere Konservierung eine Leiche zu erhalten und dan vielleicht ins Fass einlegen O.o

  • Hm, hm, hm.
    Vom Liköransetzen weiß ich, das sich alles Festere am Boden absetzt. Theoretisch muß des auch bei eine "eingeschmapsten" Leiche so sein. da schwebt nichts mehr umher, da hat sich alles abgesetzt.. Da wird die Würze rausgezogen. Man muß nur richtig dekantieren können. Guter Schnaps zersetzt keine Leiche. Man bekommt einfach "Menschenschnaps".


    Genug der blödelnden wissenschftlichen Analyse.


    Ich halte das auch für eine urbane Legende, schön gruslich, gut am Kamin zu erzählen

  • Man könnte sie natürlich in Plastikfolie einschweissen, aber das hätte man in der Geschichte wohl erwähnt.
    Austrocknen, einfrieren oder räuchern würde wohl das genaue Gegenteil bewirken. Wenn man eine normale frische Leiche ins Wasser legt verwest sie erst normal, und bildet dann nach einer Zeit eine seifige Schleimschicht. Ich bin mir jetzt nicht sicher ob das auch im Wein funktionieren würde, da ich glaube, dass die Weinsäuren diese Schicht auflösen könnten, aber eines ist klar - im Wein schwimmt wiederliches Zeugs rum.
    Bei einer ausgetrockneten Leiche bildet sich aber erst gar keine Schicht, was bedeutet, dass sie noch schneller verwesen dürfte. Eine eingefrorene Leiche taut einfach wieder auf und bildet ihren Schleim - somit ist auch bei einer Konservierung klar: Im Wein schwimmt wiederliches Zeugs rum.

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  • Oben war die Rede von einem Weibrandfaß. Schaps wirkd anders als Wein. Natürlich wäre es besser, wennder Leichnam gesäubert würde, die Abscheidungen, die beim Sterben nicht ausbleiben auch nach Möglichkeit auch entfernt würden. Ansonsten wird doch ncict zersetzt, sondern konserviert.


    Mein Gott, jetzt geht meine Phantasie durch, nicht, daß gesagt wird, ich veröffentliche krude, sinistre Rezepte. :lol:

  • Ich hab diese Geschichte schonmal in einem Gruselbuch gelesen, in dem mehrere Kurzgeschichten stehen... Wenn mich nicht alles täuscht war es in "Die Spinne in der Yuccapalme"... Aber generell kann ich mir trotzdem vorstellen, dass sowas passieren könnte...

    ~ Und die aus der glücklichen Heimat verbannt, sie schauen im Traume das glückliche Land ~


    (Zigeunerlied- Please save my earth)

  • fragt mich nicht nach quellen, aber irgendwo in england gibts doch einen pub indem als partygag ein uralter abgetrennter finger in ein schnapsglas gesteckt wird, wen dieser beim trinken die lippen berührt solls glück bringen.
    naja ich hab in irgend einem buch über spukorte in england gelesen, das es in manchen regionen im winter recht oft vorgekommen ist das leichen in weinkellern aufbewahrt wurden, da die erde zu hart gefroren war um sie zu bestatten.
    ob man die leichen allerdings eingemacht hat in alkohol, wohl her nicht, oder wer würde soviel alkohol verschwenden/ so abgefuckt sein das zeug dann einfach mal anschließend auf zu brauchen?

  • fragt mich nicht nach quellen, aber irgendwo in england gibts doch einen pub indem als partygag ein uralter abgetrennter finger in ein schnapsglas gesteckt wird, wen dieser beim trinken die lippen berührt solls glück bringen.

    Nicht England, sondern Kanada: Yukon


    Aber ich hatte irgendetwas in Erinnerung, dass das auch im Himalaya mit einem abgefrorenen Zeh gemacht wird. Vielleicht find ich ja was.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Irgendwie habe ich eine andere Version im Kopf gehabt.
    Da waren ein paar Leute beim Weintrinken in einem Weinhandel (oder wo man da so weinproben trinken kann) ebenfalls haben sie aus einem Fass getrunken und am Ende wurde es ebenfalls geöffnet und ebenfalls kam eine Leiche daraus. Aber ich schätze das es früher vielleicht normal war das Gefangene in Weinfässer gefangen wurden und dann zum Tode verurteilt werden. Vielleicht wurde das Fass auch einfach nur vergessen und eigentlich wollte es man ja entsorgen und ein paar Jahrhunderte Später haben die armen das dann getrunken und ja haben den schrecken bekommen.


    Aber im Grunde glaube ich nicht daran das die Legende wahr ist.


    lg

  • Zitat

    Aber ich schätze das es früher vielleicht normal war das Gefangene in Weinfässer gefangen wurden und dann zum Tode verurteilt werden

    Und dann zum Tode durch Ersaeufen im Fass??
    Also normal war das mit Sicherheit nicht, habe ich noch nie gehoert, und ich habe mich ziemlich intensiv mit der Kriminalgeschichte beschaeftigt!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • In einem Märchen hab ich aber mal gehört das einer in einem Fass eingesperrt wurde und in den Fluss geworfen wurde, okay das ist jetzt ein anderes Thema aber man kann ja nie wissen ob es vielleicht doch so war?
    Vielleicht haben sich die leute auch mal in einem Fass versteckt, sie wurden darin eingesperrt und starben dann durch Hunger oder knapper Luft.
    Wer weiß es gibt viele Gründe und Theorien warum die Leiche in dem Fass war, jedoch muss man erstmal herausfinden ob es sowas irgendwo mal gab!?


    lg

  • Dass eine Leiche in einem Weinfass liegt ist sicherlich nicht ausgeschlossen.
    Um einen Totschlag zu vertuschen verstecken Mörder ihre Opfer an den ungewöhnlichsten Orten: Verborgene Schränke, mauern sie ein, in Müllcontainern, in Koffern, ... überall halt wo ein Körper nicht direkt gesehen und somit auch nicht auf absehbare Zeit gefunden werden kann.
    Auszuschließen ist ein solcher Ort also nicht, auch wenn es mit Sicherheit nicht üblich war Verbrecher in Holzfässer zu sperren. :lol:


    Der entscheidende Teil der Geschichte ist aber, dass es dann irgendjemanden gibt, der etwas trinkt, ohne zu wissen, ob sich in dem Fass nicht eventuell Schmieröl befindet (auch wenn er das wohl erkannt hätte, aber wer weiß ... ).
    Wir reden hier aber nicht von irgendeinem verratzten Obdachlosen, der sich in ein Weingut geschlichen hat, um sich ein Gratiströpfchen abzufüllen, sondern von jemandem, der laut der Urban-Legend mehrfach getrunken hat und erst als das Fass "leer" gewesen zu sein scheint den Deckel öffnet. Das kann ich mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, egal ob es sich um Bier, Wein oder Schnaps handelt. WER säuft denn etwas, ohne tatsächlich zu wissen, was es ist, ob sich nicht ein Rattenkadaver im Fass befindet oder ob es unerwünschte Schimmelrückstände auf den Innenseiten gibt?
    (OK, eventuell waren es Amerikaner. Denen traue ich fast alles zu ...)


    Vielleicht mag sich ja mal jemand (der an die Urban Legend glaubt) bei einem oder mehreren Weingütern mit der Story melden und erfragen, ob es üblich ist den Inhalt der Fässer nach jahrelanger Lagerung abzuzapfen, ohne vorher einen Blick hinein zu werfen.



    Edit: Habe selbst nochmal ein bisschen gegoogelt und bin auf diese (englische) Quelle gestoßen:
    http://www.snopes.com/horrors/cannibal/tapping.asp


    Für diejenigen, die des Englischen nicht mächtig sind, kurz die Quintessenz des Textes:
    Geschichten um Leichen in alkoholischen Getränken finden sich seit Jahrhunderten, zum Beispiel in der Geschichte um die Leiche des Kapitäns Lord Nelson ("So soll die Leiche des in der Seeschlacht von Trafalgar gefallenen Admirals Lord Nelson 1805 in einem Fass Rum nach Großbritannien überführt worden sein. Seine Männer haben Nelson auf jeden Fall anschließend auf ihre Art die letzte Ehre erwiesen und den Inhalt des Fasses getrunken, der als „Lord Nelson’s Blood“ berühmt wurde." -> http://www.tagesspiegel.de/zei…h-der-karibik/851342.html), allerdings sei dies wohl eher volkstümliche Sage, als dass diese Geschichten auf Tatsachen beruhen. Es ginge eher um den moralischen Aspekt: Iss/Trink nichts, von dem du nicht weißt was es ist.

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Also wenn es Weinbrand mit einem Alkoholgehalt von mehr als 40% war, besser noch mehr als 60%, dann kann das durchaus möglich sein. In Alkohol zersetzt sich tierisches Fleisch nämlich nicht. Verwesung setzt ja nicht von alleine ein, sondern wir zersetzen uns durch die Bakterien, die an uns knabbern. Jetzt ist es so, Alkohol tötet eben jene ab.
    Um auf Nelson zu kommen, auch schlüssig das er im Rum lag, Rum kann durchaus bis zu 80% Prozent haben, also schon sehr rein sein und damit ideal um zu konservieren.
    Empfehlenswert ist so ein Menschenschnaps trotzdem nicht, da der Mensch tot ist funktioniert auch kein Schließmuskel, das heißt Kot und Urin strömen ins Fass.


    Gehen wir von einem großen Fass aus, so bildet sich da dann kein Bodensatz, sondern die Verdünnung ist so groß das man es nicht sieht, die Vorstellung alleine ist aber ekelhaft....wenn auch nicht gesundheitsschädlich durch die desinfizierende Wirkung des Alkohols.


    Wer neugierig ist, der sollte mal ins medizinische Museum der Charité Berlin gehen, da kann man die abenteuerlichsten Sachen sehen, zum Teil eingelegt in Alkohol. Aber vorsicht, das Kinder unter 14 Jahren da nicht reindürfen hat seinen Sinn. Eingelegte Babyleichen mit Missbildungen sind nicht jedermans Sache. Aber das ist nur der kleinste Teil.


    Also, technisch theoretisch möglich, aber....Fässer werden ja erst befüllt wenn sie allseitig zu sind. Das heißt die Leiche hätte vor dem Befüllen mit Alkohol in dem Fass sein müssen, unwahrscheinlich da es den Befüllern wohl aufgefallen wäre. Hinterher wäre das Fass einfach zugewesen, es zu öffnen um eine Leiche einzulegen hätte das Fass ziemlich beschädigt, was dann wohl auch wieder aufgefallen wäre.

  • Nur zur Info, egal ob diese Urban Legend wahr war oder nicht; jetzt ist sie auf jeden Fall (in ihren Grundzügen) zur Wirklichkeit geworden:


    Zitat von yahoo.com

    Bewohner eines Wohnkomplexes in Singapur haben ahnungslos das mit einer verwesenden Leiche verseuchte Leitungswasser in dem Haus getrunken. Sie hätten sich bei den Behörden beschwert, weil das Wasser leicht gelblich und unnatürlich schaumartig gewesen sei, berichtete die Zeitung "The Straits Times". Die Polizei entdeckte schließlich nach einem Hinweis die Leiche eines indonesischen Dienstmädchens in einem Wassertank auf dem Dach des Hochhauses.

    http://de.nachrichten.yahoo.co…-verseucht-064828898.html


    Wenn einem eine Leiche im Getränk rumschwimmt, merkt man es also scheinbar doch. Das "gelbliche und schaumartige" Wasser kommt vermutlich von der weiter oben erwähnten für Wasserleichen üblichen seifigen Schleimschicht (aus Adipocire); und wenn die Leiche noch länger im Wassertank gewesen wäre, hätten sich mit der Zeit sicher noch einige weitere unappetitliche Substanzen im Wasser gefunden. Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob sich das im Wein wegen den Säuren anders verhalten würde, aber auffallen dürfte es durch Optik oder Geschmack eigentlich immer.
    Solange eine Leiche nicht irgendwie konserviert wird, ist sie permanenten chemischen Prozessen ausgesetzt, und die Abfallprodukte davon gelangen unweigerlich ins Wasser oder in den Wein. Diese Urban Legend ist grundsätzlich also sicherlich möglich; nur ist es kaum realistisch, dass man monatelang nichts davon merkt.
    Immer schön drauf achten, was man gerade zu sich nimmt. Du bist, was du isst. :mrgreen:

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  • Es hört sich jetzt zwar makaber an aber...
    Ich könnte einfach mal ausprobieren, was passiert.
    Ich könnte ein totes Tier (Eintagsküken habe ich noch ein paar wegen meinen Frettchen) in Alkohol (speziell Wein) einlegen, dann könnte man die "Entwicklung" über die nächsten Tage und Wochen" verfolgen.
    Müsste aber erst noch meine Kamera zur Dokumentation finden.

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers