ADHS & Ritalin

  • Guten Abend... wenigstens Ihr -_-


    Ich bin leicht depressiv angestimmt, weil ich seit einiger Zeit ein Problem bei mir bemerkt habe. Ich habe arge Konzentrationsschwierigkeiten :!:


    Wenn ich grad dabei bin etwas zu lesen (ein Buch, Magazin oder im Internet), dann denke ich plötzlich an andere Dinge und kann mich schwer auf den Text konzentrieren, sodass ich mich regelrecht dazu zwingen muss.
    Ich habe das Gefühl, als würden mir zuviele Gedanken vom Alltag im Kopf herumschwirren, unabhängig davon, ob etwas besonderes passiert ist oder nicht.


    Ebenso wenn ich ein Text in Foren (wie Paraportal) schreibe, grad am Recherchieren bin und einfach mit etwas anderem anfange, was mit meiner Recherche vielleicht zusammenhängt, aber sich total von dem unterscheidet, was ich ursprünglich machen wollte. Ich lasse mich leicht ablenken...


    Könntet Ihr mir bitte weiterhelfen :?:
    Wisst Ihr, wie ich diese Unkonzentriertheit ablegen/wegtrainieren kann :?:


    Auf Hilfe hoffend,
    der Verzweifelte x.x

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Ich kenne ähnliche Probleme, was gerade beim Lernen auf Klausuren sehr nevig sein kann... allerdings habe ich nach einiger Zeit herausgefunden, dass der Grund für die Unkonzentriertheit bei mir hauptsächlich recht niedriger Blutdruck ist. Und der lässt sich gut behandeln... mit Koffein ;)

  • Wenn mir zu viele dinge im Kopf herum schwirren und ich mich nicht konzentrien kann
    hilft meist nur eins :
    ich sage mir in gedanken ein Mantra auf oder lasse in meinem kopf ein bild entstehen auf das ich mich fixiere.
    Das hilft den wust an gedanken und eindrücken beiseite zu schieben und mann kann sich wieder auf das urspünglich konzentrieren.

    "Alle sind Irre; aber wer seinen Wahn zu analysieren versteht, wird Philosoph genannt." (Ambrose Bierce)

  • hast du schonmal "autogenes training" gehört bzw. versucht?
    das hilft dir auf jeden fall zur ruhe zu kommen und ist gleichzeitig sehr entspannend!
    das ist wirklich nicht schlecht. ich habe das auch einige mal schon mitmachen dürfen...
    am anfang ist es zwar recht "schwer", weil man echt zu kämpfen hat das man nicht einschläft, aber man merkt von sitzung zu sitzung das es besser wird. kommt allerdings immer auf die tagesform an, aber ein versuch ist es wert!

  • Hallo Ategato


    Kenne ich nur zu gut ...bei mir liegt es oft an der fehlenden Flüssigkeitszufuhr, ich vergesse einfach immer ausreichend zu trinken , am Tag meist nur 1 L ...da kommen dann Konzentrationsstörungen von ganz allein..dazu dann noch hektik ...wenn man nru schnell einen gedanken anfassen will, udn dann kommt noch ein Gedanke und noch einer ,und noch ein gedanklicher Querverweis , der dann wiederum ...was manche zu wenig tun, tun wir zu viel ;)

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Zitat von "elperdido"

    Hallo Ategato


    Kenne ich nur zu gut ...bei mir liegt es oft an der fehlenden Flüssigkeitszufuhr, ich vergesse einfach immer ausreichend zu trinken , am Tag meist nur 1 L ...da kommen dann Konzentrationsstörungen von ganz allein..dazu dann noch hektik ...wenn man nru schnell einen gedanken anfassen will, udn dann kommt noch ein Gedanke und noch einer ,und noch ein gedanklicher Querverweis , der dann wiederum ...was manche zu wenig tun, tun wir zu viel ;)

    Geht mir genauso. Wenns Hirn trocken liegt, fällt mit das Denken & Konzentrieren auch schwer, ebenso bei Hunger oder Unterzuckerung.


    Was ich noch wichtig finde, ist sich einen Ausgleich zum täglichen Allerlei zu schaffen, um dem Kopf regelmäßig eine Pause vom Alltag zu verschaffen. Manche treiben dafür Sport, andere begeben sich in die Natur, machen Spaziergänge, meditieren... Was einem eben so hilft, zu sich selber "zurückzufinden".


    Ansonsten hört sich das, was du da schreibst Ategato, auch irgendwie nach Kiffer-Sympthomen an, aber ich will dir da nix unterstellen.

  • Zitat von "obsidienne"

    Ansonsten hört sich das, was du da schreibst Ategato, auch irgendwie nach Kiffer-Sympthomen an, aber ich will dir da nix unterstellen.


    Und ich wollte ihm grad empfehlen, einfach mal weniger zu kiffen. :mrgreen: Aber ein wiedergeborener Sigmund wie unser Pseudo würde den Tempel seines Körper doch nie mit irgendwelchem Pfuibäh entweihen. ;)

  • Ich bin Cannabis-Jungfrau, das versichere ich :)


    Elperdido, das mit dem Wasser klingt logisch, werde mal mehr auf meine Trinkgewohnheit achten (nichtalkoholisch versteht sich).


    Bezüglich Kaffee... habe ich eigentlich noch nie wirklich gerne getrunken, ab und zu mal gehts schon. Wird man da nicht Koffeinsüchtig, wenn man zu viel davon konsumiert? Kenne mich nicht so gut darin aus...


    @ Thomas87


    Bisher hörte ich nur davon, wusste aber (bis ich eben bei Google schlau gemacht habe) nichts davon.
    Wenn ich Zeit habe, werde ich mir vielleicht sogar ein "Probekurs" arrangieren, falls ich so etwas in Berlin finde. Danke schonmal für die Empfehlung.


    ps. @ Nieselpriem
    de.wikipedia.org/wiki/Pseudodebilit%C3%A4t
    (mannoman... :evil::P )

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • jep, warn witz , deshalb och der erzürnte Schmeili von wejen beleidigt und so...


    @ topic bis jetzt gehts mir recht gut und von Konzentrationsschwäche seit heute Morgen keine Spur, vielleicht lag es wirklich nur an meinem Trinkverhalten :?

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Rein zufällig war diese Thematik heute mein Prüfungsfach!Also du könntest versuchen durch Bewegung beide Gehirnhemispheren gleichzeitig zu aktivieren(rechte Hand auf`linke Knie und umgekehrt). Blockaden, Ängste und unverarbeitete Emotionen können ebenfalls die Konzentration blockieren.Gibt`s da net ein Hausmittelchen ala Kräutertee oder so?

  • Danke nochmal für die Beiträge.
    Leider hat sich nicht sehr viel geändert.
    Wie Elperdido schon schrieb, kommen die Gedanken einfach so und lenken vom Thema ab. Auch Meditieren kann ich nicht mehr wie vor 2 Jahren, weil ich mich nicht konzentrieren kann. Wenn ich lese, lese ich die Sätze einfach so, ohne dass mir die Bedeutung einleuchtet. Quasi wie so ein passives Lesen, wobei ich an etwas anderes oder an nichts denke. :oops:
    (Wenn Ihr wüsstet, an was für Dinge ich grad alles gedacht habe, als ich diesen Beitrag hier geschrieben habe. [Nein, nicht an solches] Das nervt einfach nur)


    Zitat von "Ich selber"

    @ topic bis jetzt gehts mir recht gut und von Konzentrationsschwäche seit heute Morgen keine Spur, vielleicht lag es wirklich nur an meinem Trinkverhalten :?


    Ok, daran lags doch nicht. Ich trinke mehr, aber außer erhöhtem Wasserlassen, hat sich eigentlich sogut wie nichts geändert.


    Zitat von "Henni"

    Rein zufällig war diese Thematik heute mein Prüfungsfach!Also du könntest versuchen durch Bewegung beide Gehirnhemispheren gleichzeitig zu aktivieren(rechte Hand auf`linke Knie und umgekehrt). Blockaden, Ängste und unverarbeitete Emotionen können ebenfalls die Konzentration blockieren.


    Ich versuche die Hirnhälften manchmal mit Richtungsänderung vom Spinning Girl zu ändern.


    Blockaden von was denn zum Beispiel?
    Ängste ist halt hin und wieder nur die Verdummung -.- Ist wie ein Teufelskreis, weil ich nicht möchte, dass ich erlernte Fertigkeiten oder Wissen vergesse, habe ich Angst, wodurch meine Leistungsfähigkeit sinkt.
    Unverarbeitete Emotion denke ich nicht. Außer vielleicht das mit der Angst halt.


    Zitat von "ralf1986"

    zu viel Zucker, Angst, zu viel Koffein, ADHS, Schlafstörungen, traumatische Erfahrung, Stress, zu viel Sport, unterfordert, überfordert, zu wenig Sport...


    Bezüglich Zucker und Koffein: Ich trinke meinen Kaffe (womit ich neurdings angefangen habe) meistens mit 3 Würfeln Zucker, da das Koffein dadurch schneller zum Gehirn gelangt. Der meiste Glukoseanteil der Nahrung gelangt erstmal zum Gehirn, hatte ich in einem Wissenschaftsmagazin gelesen. Ich werde nicht so schnell müde, wenn ich Kaffee trinke, was die Konzentrationsfähigkeit betrifft, habe ich bisher geringe bis garkeine Veränderung bemerkem können.


    ADHS - ich denke, ich habs nicht. Kein Plan jedoch, wie das diagnostiziert wird, habe mich noch nicht wirklich intensiv darüber informiert. Eine Internetbekanntschaft von mir hat ADHS, welcher gerade in Behandlung ist. Erstmal kommt die Verhaltenstheraphie und je nach Resultat Medikation oder nicht. Ich möchte nicht, dass ich mich mit Chemie vollstopfen muss, damit ich klarkomme (wie Ritalin zum Beispiel, was ich in einem anderen Thread ebend geschrieben habe), deshalb suche ich andere Lösungen und Vorschläge.


    Und ich mache nicht gerne Sport, nur etwas Krafttraining und dies irgendwie selbstgezwungen, nur damit ich neben anderen "Genverbreitern" nicht wie ne Lusche dastehe -_- xD


    Zitat von "Tobi2412"

    Hirntumor ;D


    Wie lustig, mein Onkel ist dadurch gestorben.

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Hallo,


    ADHS ist letztlich ein Sammelbegriff, der ein Syndrom beschreibt. Ich glaube nicht, das Du es ausschließen kannst. Es gibt da so viele Abstufungen, Varianten usw. das selbst die Diagnostik äußerst schwierig ist. So wie Du es beschreibst, tendiere ich doch schon zu einer Form von ADHS. Dieses muß nicht konstant auftreten, kann zu jedem Lebensalter sich erstmalig bemerkbar machen usw. Oftmals gibt es auch Zusammenhänge mit Stoffwechselproblemen. Bei mir war z.B. streckenweise ein Burnout festzustellen. Jetzt stellte sich heraus, das ich eine gravierende Schilddrüsenunterfunktion habe. Ich hatte vorher das Ganze schon etwas kompensieren können, indem ich Magnesium zu mir nahm (Nahrungsergänzungsmittel, kein Medikament), allerdings bin ich erst jetzt, nachdem ich Medikamente verschrieben bekam wieder voller Tatendrang.


    Grüße
    Peter

  • Hmm, das mit der Schilddrüse tut mir leid. Wenn ich mich nicht irre, dann hat meine älteste Schwester auch Probleme mit der Schilddrüse. Ich wusste allerdings nicht, dass das mit dem Burnout-Syndrom im Zusammenhang stehen kann.
    Was für Anzeichen hat man denn, wenn man Probleme mit der Schilddrüse hat?


    Was ADHS angeht: Wie kann man sich selber vergewissern, ob man das bzw. eine Form dessen hat? (zu dem ich zweifelsohne noch gehen muss. Aber vielleicht gibt es Tips/Tricks, um eine halbwegs objektive Selbstdiagnose zu stellen, bis ich zum Arzt gegangen bin, damit ich vor neugieriger Angespanntheit nicht sterbe :? Wäre sehr hilfreich)

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Hallo ihr lieben :D


    Ich würde euch gerne ein Thema, das mich in letzter Zeit sehr interessiert, genauer unterbreiten und mal sehen was ihr davon haltet... Das Thema ist, wie man aus dem Threadtitel sehen kann, Neuro-Enhancing oder auch Hirndoping.


    Das Prinzip ist (theoretisch) einfach. Man nimmt eine Pille, lernt einfacher, besser und schneller, und schreibt dann in der anstehenden Prüfung eine 1 (oder 15 punkte, je nachdem).


    Diese sogenannten smart-drugs sind Mittel, die eigentlich zur Behandlung von Krankheitssymptomen entwickelt wurden, doch es hat sich herausgestellt das sie eine belebende Wirkung aufs Nervensystem Gesunder haben.


    So gibt es verschiedene dieser Mittel. Manche sorgen anscheinend dafür, das man Tagelang (ohne koffein ;-) ) wachbleiben kann. Eine andere Gruppe sorgen dafür, das man sich (angeblich) besser konzentrieren kann, sich nicht ablenken lässt und man eine regelrechte Arbeitswut entwickelt...


    Nun an euch, liebe Leser, meine Fragen:


    Was haltet ihr davon? Verschafft man sich dadurch einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil? Ist es verwerflich, wenn man mit dem Stoff nicht hinterherkommt, eine Pille zu nehmen, um es doch zu schaffen? Sollten Dopingkontrollen fürs Abitur angesetzt werden? Dürfen wir Menschen so weit gehen, unsere eigene Hirnchemie direkt zu beeinflussen?


    Eine Studie aus Amerika zeigte, das ein Füntel der dortigen Studenten bereits so ein Mittel schon zu sich genommen haben... Eine erschreckende Entwicklung?

  • Nur mal ein paar Gedanken zu dem Thema.


    Zitat

    Manche sorgen anscheinend dafür, das man Tagelang (ohne koffein ;-) ) wachbleiben kann.

    Da fallen mir auf die schnelle ein paar illegale Drogen ein, und wenn mich nicht alles täuscht nutzen die einfach die Reserven vom Körper, recht viel anders kann dieses Zeug auch nicht funktionieren.


    Zitat

    Eine andere Gruppe sorgen dafür, das man sich (angeblich) besser konzentrieren kann, sich nicht ablenken lässt und man eine regelrechte Arbeitswut entwickelt...

    Da fallen mir wieder ein paar illegale Drogen ein.


    Heroin war ja auch einmal ein Medikament zb. um morphiumabhängigen eine unschädliche Ersatzdroge zu verordnen.
    Was raus gekommen ist wissen wir ja....


    Solange es zu diesen Medikamenten keine vernünftigen Studien gibt kann man da nicht viel sagen.



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Vielen Dank für die Antwort^^


    Zitat

    Da fallen mir wieder ein paar illegale Drogen ein.


    Aber soweit ich weiss, haben diese anderen Illegalen Drogen einen bewusstseinserweiternde Wirkung. Es ist also nicht hilfreich, einen Text zu lesen, auf dessen Buchstaben Rose Elefanten im Tütü herumtanzen...


    Die, die ich mein, haben keine DIREKTEN Nebenwirkungen, sie sorgen dafür, das man keinen Schlaf braucht, ohne hibbelig zu werden, oder sorgen dafür, das man sich besser konzentrieren kann, ohne bewusstseinserweiternd zu wirken. Andere arten von Drogen sind deswegen nicht als Neuro-Enhancement zu gebrauchen.