ADHS & Ritalin

  • Nein, ich versuchte auszudrücken, das du dermaßen mit Wissen zugeworfen werden wirst im Studium das alles was du über Erziehungswissenschaften weißt bereits im ersten Semester nochmal durchgegangen ist und dann nur noch neues kommt.


    Weißt du Murphy (hast du eigentlich einen Vornamen?), ich finde deinen Idealismus eigentlich schön. Und ich kann auch verstehen das du gegen den Druck aufbegehrst und denkst und versuchst daran etwas zu ändern. Und wer weiß, vielleicht wirst du das ja irgendwann mal auch? Aber die Welt in der wir Leben ist nunmal so wie sie ist. Und bevor ich sie verändern kann muss ich mich erst mit ihr arrangieren. Sonst gehöre ich doch zu denen mit den verqueren Einstellungen, die du 2 Threads vorher erwähntest, oder?

  • Hallo,


    ich gebe jetzt auch mal meinen Senf dazu.
    Ich finde es immer sehr süß wenn Schüler und Studenten heute von ihrem Stress erzählen. Es zählt immer der Stress den man gerade hat, ist klar. Aber ihr wisst gar nicht wie entspannt euer Leben noch ist (wusste ich damals auch nicht, insofern ok).
    Schule und Studium (hab zwei Abschlüsse) ist eine extrem geile Zeit. Mit dem wissen von heute hätte ich das sicherlich mehr genossen, aber das geht ja leider nicht.
    Heute arbeite ich ca. 60 Stunden die Woche, hab ein gutes Gehalt und alles was man für ein spießiges Leben braucht (Frau, Kind, Haus).
    Aber die Verantwortung frisst einen langsam auf! Da hat Silvercloud schon recht. Habt mal Kinder, Verpflichtungen etc., das wird alles nicht einfacher.

    Und das Anspruchsverhalten einiger Schüler ist heute wirklich sehr schräg. Ein Freund von mir hat ein Autohaus in einer Gegend mit hoher Arbeitslosigkeit (in Zeitungen wird immer angeprangert das es zu wenig Ausbildungsplätze gibt), er sucht seit 2 Jahren 4 Auszubildende im Bereich Mechatroniker. Er findet keine! Er würde Tarif zahlen (IG-Metal) und will halt bloß Leute die fähig sind, ein oder zwei Sätze geradeaus zu sprechen. Schulabschluss (Gy, R oder H) ist ihm egal.


    LG
    Ltkilgor

    Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.
    Nietzsche
    Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.
    Karl Kraus

  • Soll keiner in den falschen Hals kriegen, aber auch die PISA-Studie kommt ja nicht von ungefähr. Nachdem die lustige und völlig überflüssige Rechtschreibreform das Ergebnis auch nicht wesentlich verbessern konnte, ist es allerdings tatsächlich so, daß viele Bewerber völlig unterqualifiziert sind. Ich entsinne mich eines Beispiels im Fernsehen, in dem ein Friseur verzweifelte, weil nicht einer der Bewerber das Wort Friseur richtig schreiben konnte.


    Naja, wenn man teilweise liest, was Studenten schreiben, kräuseln sich bei mir auch die Nackenhaare. Da ist oft der Dativ ein Fremdwort. Imbißbudendeutsch für Anfänger, es gibt nur "den". ;)

  • Um mal zur Arbeitslosigkeit zurück zu kommen.
    Die wenigsten haben ihre Arbeitslosigkeit selber verschuldet. Es gibt auch viele mit guter Bildung, 1-Eurojobber mit 2 gelernten Berufen, Akademiker auf Hartz 4, alles nicht selten.
    Die Hauptursache sind die wirtschafftlichen Strukturen, es gibt den Bergbau fast nicht mehr, die Industrie ist stark zurück gegangen. Die Dienstleistungsbranche, wären dann z.B. die Callcenter usw. welche aber nur unterbezahlen und zudem nur befristet anstellen.
    Gerade diese befristeten Verträge sind wahrscheinlich noch problematischer als würde man den Kündigungschutz abschaffen.
    Die Arbeitslosenquote ist die bestgefälschte Statistik, und diese Schönung ist für den Steuerzahler wahrscheinlich sogar teurer als die Arbeitslosen selbst.
    Die die Arbeit heute verweigern argumentieren häufig, daß sich Arbeit nicht mehr lohnt, das eigentlich Schlimme ist aber, die haben da sogar recht.

  • Die Hauptursache sind die wirtschafftlichen Strukturen, es gibt den Bergbau fast nicht mehr, die Industrie ist stark zurück gegangen.


    Was ist denn das für ein Blödsinn? Den Bergbau gibt es kaum noch, richtig. Pferdekutschen werden auch nicht mehr massenhaft nachgefragt. Der Beruf des Hutmachers ist fast tot. Und????
    Die wirtschaftlichen Strukturen in diesem Land sind excellent. Maschinenbau, Elektrotechnik, IT etc.! Viele haben am Bedarf vorbei studiert. Germanistik mit Nebenfach Kulturanthropologie zieht halt etwas weniger als Elektrotechnik oder Maschinenbau. Das liegt nicht jedem, ist mir auch klar. Aber das Leben ist halt kein Wunschkonzert. Die Industrie hat einen riesigen Bedarf an Facharbeitern und Ingenieuren, und dieser Bedarf steigt stetig. Was man nicht mehr in der großen Masse braucht sind Fließbandarbeiter.


    Die Dienstleistungsbranche, wären dann z.B. die Callcenter usw. welche aber nur unterbezahlen und zudem nur befristet anstellen.


    Die IT ist eine Dienstleistungsbranche. Und es gibt da noch sehr viel mehr Geschäftsfelder.


    So schlimm ist das hier nicht, es ist halt nur etwas härter geworden.


    LG
    Ltkilgor

    Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.
    Nietzsche
    Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.
    Karl Kraus

  • Muss man sich hier wirklich darüber streiten, wessen Tätigkeiten anstrengender sind? Ist das nicht völlig egal? Jeder Beruf trägt seinen Teil dazu bei, dass unsere Gesellschaft funktioniert. Sei es jetzt der Mann von der Müllabfuhr oder der Arzt, alle erfüllen ihre Aufgabe und da ist es völlig irrelevant, wie anstrengend was ist. Und klar ist Schule anstrengend, aber warte mal ab, bis du im Bachelor-/Master-System studierst, Murphy's Law ;) .


    Die Schule soll die Grundlagen für das spätere Berufsleben bilden. Allerdings ist doch das Problem, dass immer mehr Wissen in immer weniger Zeit in die Schüler und Studenten hereingeprügelt wird. Das Wissen der Menschheit wächst von Tag zu Tag immer weiter an, wir haben ein exponentielles Wachstum, was das betrifft. Heißt also auch, dass immer mehr Grundlagen gelernt werden müssen, um den heutigen Wissenstand zu erlangen. Trotzdem sollen junge Menschen immer früher auf den Arbeitsmarkt geworfen werden, um der Gesellschaft weniger zu kosten und in der Wirtschaft längere Zeit für Profit zu sorgen. Das sehe ich allerdings als problematisch an. Wenn ich sehe, dass schon Kindergartenkinder Chinesisch lernen und von ihren Eltern unter Druck gesetzt werden, dann läuft da meiner Meinung nach was schief. Die Schule soll Grundlagen schaffen, soll die Schüler motivieren und ihnen zeigen, wo ihre Stärken liegen. Das ist in der heutigen Zeit viel zu sehr im Hintergrund wie ich finde. Hinzu kommt der Druck mit dem NC in den meisten Studiengängen. Hier sollten wirklich andere Mittel gefunden werden, die Studienplätze zu verteilen. Trotzdem kann man die Schule auch in der heutigen Zeit genießen. Wenn ich daran denke, wieviel Ferien man damals hatte... :P


    Als Fazit kann man einfach sagen, dass der Staat eine Art Balance finden muss. Es muss volkswirtschaftlich gedacht und Kosten minimiert werden. Allerdings sollte auch beachtet werden, dass Bildung das Kapital der Zukunft darstellt. Hier können sich Spar- und Verkürzungsmaßnahmen auch negativ auswirken.


    Lg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • Zitat von dirk

    Man sollte Achtung vor jedem haben, der lernt, arbeitet oder studiert.


    Muss das denn auch offiziell bescheinigt sein, dass man lernt, studiert und/oder arbeitet oder wars das sonst mit der Achtung?



    Zitat von dirk

    Naja, wenn man teilweise liest, was Studenten schreiben, kräuseln sich bei mir auch die Nackenhaare. Da ist oft der Dativ ein Fremdwort. Imbißbudendeutsch für Anfänger, es gibt nur "den"


    Ich weiß zwar nicht was du konkret damit meinst, aber den Dativ gibts auch im Plural.
    Vielleicht liegts ja daran?


    http://grammatik.woxikon.de/dativ.php

  • Nachdenker


    kann ich auch bestätigen. Ich habe in der Familie jemanden, der eine IT-Ausbildung gemacht hat und nun seit 2 Jahren (Ende der Ausbildung) noch keine Arbeit in diesem Bereich hat.
    Er sagt daß auch alle von seiner Klasse zu denen er noch Kontakt hat nun einen anderen Job machen, weil der IT-Bereich schlichtweg überlaufen ist.


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Nunja,


    ganz so stimmt das im IT Bereich nicht. Der IT Bereich ist weit gefächert und mit den entsprechenden Kenntnissen kann man sehr wohl leicht Arbeit finden. Wenn man gewisse Dinge, wie Projektarbeit und Citrix z.B. beherrscht kann man sich in der Regel aussuchen, wo man arbeitet.
    Leider werden aber auch immer noch IT-Systemelektroniker ausgebildet und auf den Markt geworfen, unter anderem von der Telekom, die im Rahmen der Ausbildungsinitiative viele tausende ausbildet, dieser aber selber gar nicht braucht. Da ist vorprogrammiert, das das nichts wird.
    Gleiches gilt für die schulischen Bildungsgänge des Informationstechnischen Assistenten. Da wird rein schulisch ausgebildet und es ist klar, denen fehlt die Praxis. Deswegen wird auch die keiner anstellen.
    Wer Informatik studiert steht auch oft danach auf der Straße, mit ein Grund das es den neuen Studiengang Systemengineering gibt, bei dem wirklich praxisnah ausgebildet wird.
    Leider haben aber die jungen Leute die heute in die IT nachströmen ein Problem. Sie kennen nämlich die Grundlagen nicht mehr. Sie sind von zuhause selbstkonfigurierende Systeme gewohnt, Rechner die per Wiederherstellungs-DVD bei Problemen neu ausgesetzt werden. Steckdosen-ITler halt.
    Gesucht werden aber eigentlich Spezialisten, die eben dann erst anfangen wenn die Standardverfahren nicht mehr funktionieren. Und IT hat nur noch im seltensten Fall was mit dem PC zu tun. Die Standardfrage die ich gestellt bekomme von Freunden oder Bekannten ist ja, ob ich denn ihren PC schneller machen könnte. Da muss ich dann regelmässig passen, weil ich mich mit PCs gar nicht mehr beschäftige. Beispielsweise habe ich gerade eine Serverfarm mit knapp 10.000 Servern realisiert. Da sind dann ganz andere Fähigkeiten gefragt.


    Fast tragisch finde ich da schon den Versuch der Jobcenter, Langzeitarbeitslose mit europäischem Computerführerschein und Basisadminkursen wieder zu vermitteln. Schlichtweg ist der Bedarf da, aber halt nur für gute und topqualifizierte Leute. Als ich vor gut einem Jahr meinen Arbeitsgeber gewechselt habe, hab ich auf dem Weg zum Vertragunterschreiben noch einen Anruf bekommen von einem anderen potentiellen Arbeitgeber, der mir 500€ mehr geboten hat, pauschal pro Monat, wenn ich sofort umgedreht hätte und bei ihm unterschrieben hätte.


    Alleine im Großraum Rhein-Ruhr sind mehr als 1000 Stellen in der IT unbesetzt. Aber halt für hochqualifizierte. Womit wir wieder beim Thema wären, die Qualifikation erhalte ich ja nicht in einer Ausbildung, sondern hier ist permanentes Nachlernen und Qualifizieren notwendig. Ich habe mich auch vor einer Woche erst rezertifiziert im Bereich Citrix (wem´s was sagt) und habe die nächste Prüfung schon wieder im Blick.

  • Ich stimme dir absolut zu, silvercloud.


    Ausserdem muss noch eines gesagt werden: Durch viele Ausbildungen kann man sich heute 'durchkämpfen'. Da der Beruf Informatiker fast ausschliesslich Praxiskentnisse erfordert, haben oft Neuabgänger mühe eine Stelle zu finden. Wenn ein Informatik-Student gute Noten hat, muss das noch lange nicht heissen, dass er auch gut im Beruf ist.


    Ob es in anderen Berufen auch so ist, kann ich nicht sagen. Jedoch ist die Informatiker-Ausbildung schon einbisschen speziell. Es gibt Schüler, die sind in der Schule eine Niete aber unersätzlich im Betrieb.


    Gerade dieses Beispiel zeigt uns doch ziemlich offensichtlich, dass Schulen bzw. deren Zertifikate / Auszeichnungen überbewertet werden (nicht zu verwechseln mit Bildung!).

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Die IT-Branche beschäftigt bei weitem nicht so viele Leute wie in diesen Berufen ausgebildet wird. Das kenne ich sogar aus Erfahrung.
    Wahrscheinlich bekommt der Germanistik-Absolvent noch eher seine Autorenkarriere als der Informatiker ne Anstellung kriegt.


    Ok, evtl. falsch ausgedrückt. Ich meinte damit sicherlich nicht den Bürokaufmann EDV oder den IT System Kaufmann etc. sondern die Spezialisten.


    Fast tragisch finde ich da schon den Versuch der Jobcenter, Langzeitarbeitslose mit europäischem Computerführerschein und Basisadminkursen wieder zu vermitteln. Schlichtweg ist der Bedarf da, aber halt nur für gute und topqualifizierte Leute. Als ich vor gut einem Jahr meinen Arbeitsgeber gewechselt habe, hab ich auf dem Weg zum Vertragunterschreiben noch einen Anruf bekommen von einem anderen potentiellen Arbeitgeber, der mir 500€ mehr geboten hat, pauschal pro Monat, wenn ich sofort umgedreht hätte und bei ihm unterschrieben hätte.


    Genau! Aber nach meiner Erfahrung reichen heute schon durchschnittliche Programmier-Künste für einen guten Job. Meine Firma hat aktuell in diesem Bereich 34 Stellen offen (Industriesektor: CCEA, JAVA, SAP, ORACLE).


    LG
    Ltkilgor

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  • Hey Silver,


    suchst Du eine Veränderung? Nicht nur meine Firma sucht CCEA. Kenne da noch 2 weitere.
    Soviel zum Thema IT-Jobs. Bei Interesse bitte Mail.


    Sorry, Offtopic!


    LG
    Ltkilgor

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  • :offtopic:
    Interessant, wenn man alte Beiträge von sich selber liest. Ich halte das Konstrukt Indigokinder immer noch für eine Ausrede und Selbstberuhigung von Eltern mit AD(H)S Kindern. Auch wenn ich mittlerweile selber eines habe. Und ja, mein Sohn bekommt Medikinet. Nicht weil ich mich mit ihm nicht beschäftigen möchte, er wird nur vormittags medikamentiert um vernünftig an der Schule teilnehmen zu können. Nachmittags ist er ohne Medikamentenspiegel und ja, manchmal ist er anstrengend. Und ja, er erfüllt locker alle 15 Punkte. Welches Kind mag keine Tiere? Welches Kind malt nicht gerne? Es ist schon so wie Tina sagt, wenn man will findet man alle Eigenschaften bei einem selber oder dem Kind.


    Schlussendlich ist und bleibt die Frage bei ADS woher es kommt. Gab es schon immer ADS Kinder? Hat man das früher nur nicht bemerkt? Waren die Kinder früher ausgetobter weil den ganzen Tag draußen? Wir scheuchen im wahrsten Sinne des Wortes unseren Sohn jeden Tag raus, er hat eine Wahnsinnsenergie, rast mit dem Fahrrad um den Block, rennt, springt und wenn es geht bis abends 9 Uhr um dann ins Bett zu fallen und sich vorlesen zu lassen. Und dann geht das auch mit einem ADHS Jungen ohne Medis. Aber wir nehmen uns auch die Zeit.

  • Ich meine neulich gelesen zu haben, dass derjenige, der das erste mal mit der Diagnose ADS kam, auf dem Sterbebett eingeraeumt hat, dass es sich gar nicht um eine Krankheit handelt. Ich habe mich nicht grossartig damit befasst, denke aber, dass das tatsaechlich so ist!


    Da waeren wir ja schon bei:


    Zitat

    Gab es schon immer ADS Kinder? Hat man das früher nur nicht bemerkt?


    Ich bin der Meinung - natuerlich gab es die schon immer. Nur gab es frueher keine Medikamente! Da waren die Kids einfach der Klassenclown, wurden gelegentlich durchgepruegelt und waren eben schlecht in der Schule!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Also ich erfülle alle 15 Merkmale, trotzdem denke ich bin ich ein ganz normaler Mensch wie jeder andere auch und könnte jetzt nicht berichten, dass ich Menschen ins Licht führe. Vielleicht gibt es ja solche Indigos, allerdings denke ich auch dass diese Merkmale eventuellerweise (ich möchte dich oder das was du glaubst natürlich nicht beleidigen) erfunden wurden. Warum auch immer


    Hast recht! Lass das Thema einfach ruhen. Keinen Bock mehr auf diese Eso-Spinner.


    Interessant, wenn man alte Beiträge von sich selber liest. Ich halte das Konstrukt Indigokinder immer noch für eine Ausrede und Selbstberuhigung von Eltern mit AD(H)S Kindern. Auch wenn ich mittlerweile selber eines habe. Und ja, mein Sohn bekommt Medikinet. Nicht weil ich mich mit ihm nicht beschäftigen möchte, er wird nur vormittags medikamentiert um vernünftig an der Schule teilnehmen zu können. Nachmittags ist er ohne Medikamentenspiegel und ja, manchmal ist er anstrengend. Und ja, er erfüllt locker alle 15 Punkte. Welches Kind mag keine Tiere? Welches Kind malt nicht gerne? Es ist schon so wie Tina sagt, wenn man will findet man alle Eigenschaften bei einem selber oder dem Kind.


    Schlussendlich ist und bleibt die Frage bei ADS woher es kommt. Gab es schon immer ADS Kinder? Hat man das früher nur nicht bemerkt? Waren die Kinder früher ausgetobter weil den ganzen Tag draußen? Wir scheuchen im wahrsten Sinne des Wortes unseren Sohn jeden Tag raus, er hat eine Wahnsinnsenergie, rast mit dem Fahrrad um den Block, rennt, springt und wenn es geht bis abends 9 Uhr um dann ins Bett zu fallen und sich vorlesen zu lassen. Und dann geht das auch mit einem ADHS Jungen ohne Medis. Aber wir nehmen uns auch die Zeit.


    Es bleibt die Frage, ob es diese Krankheit gibt!? Aber Du als Vater der sein Kind unter Drogen stellt (fällt unter das BTM) hast ja bestimmt die richtige Antwort parat. Das ist ein Derivat zu Kokain! "Er hat eine Wahnsinnsenergie" - hätte ich dann auch!
    Es gibt kein ADS/ADHS. Das ist ein Phänomen der Eltern.


    Ich meine neulich gelesen zu haben, dass derjenige, der das erste mal mit der Diagnose ADS kam, auf dem Sterbebett eingeraeumt hat, dass es sich gar nicht um eine Krankheit handelt. Ich habe mich nicht grossartig damit befasst, denke aber, dass das tatsaechlich so ist!


    Das ist so richtig! Kann man, wenn man will nachlesen. Wollen aber viele nicht. Es gibt bis heute keinen wirklichen Beweis, nur Symptome. Dank Dir!


    LG
    Ltkilgor

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    Karl Kraus

  • Zitat von LT

    Aber Du als Vater der sein Kind unter Drogen stellt (fällt unter das BTM) hast ja bestimmt die richtige Antwort parat. Das ist ein Derivat zu Kokain!


    Ach LT, es ist schön zu sehen wie du mal wieder wesentliche Dinge zwar zitierst aber offensichtlich nicht liest:


    Zitat von Silver

    ...er wird nur vormittags medikamentiert um vernünftig an der Schule teilnehmen zu können. Nachmittags ist er ohne Medikamentenspiegel und ja, manchmal ist er anstrengend...


    Ich weiß um die Gefahren von Medikinet, deswegen bekommt er auch nur das absolut nötigste. Fakt ist aber, bekommt er keine Medikamente ist er nicht in der Lage dem Unterricht zu folgen. In den Ferien z.B. ist er auch ohne Medis. Natürlich ist er dann noch quirliger, seine Hyperaktivität wird eben nicht durch das Medikinet verursacht. Aber das er dann noch quirliger ist, nehme ich gerne in Kauf.


    Fakt ist aber auch, das sich der zu niedrige Botenstoffspiegel im Gehirn bei ihm messen lässt. Und auch das sein EEG signifikante Veränderungen (im Zustand ohne Medikinet) aufweist. Das sind Fakten und hat nichts mit "Krankheit, die es nicht gibt" zu tun.
    Ja, ich denke auch das viele Kinder mit Medikamenten behandelt werden, die das eigentlich nicht bräuchten. Es gibt tolle Ansätze, wo Kinder in der Natur unterrichtet werden, in freien Gebieten wo sie laut und auch quirlig sein können. Nur, ich möchte mein Kind gerne selber erziehen und nicht abschieben. Und wie sich herausstellte wurden die Jungs im Vorzeigeprojekt dieser Art auch auf intimste Art und Weise "geschult", sprich missbraucht. Ich, als ehemaliger Lehrer, beschäftige mich schon ziemlich intensiv mit diesem Thema. Wahrscheinlich mehr als viele andere Eltern und daher empfinde ich deine platte und populistische Kritik bzgl. einer vermeintlichen Droge (von jemanden, der die Freigabe von Marihuana fordert...) eher persönlich, als denn fachlich inspiriert.

  • Ich weiß um die Gefahren von Medikinet, deswegen bekommt er auch nur das absolut nötigste. Fakt ist aber, bekommt er keine Medikamente ist er nicht in der Lage dem Unterricht zu folgen. In den Ferien z.B. ist er auch ohne Medis. Natürlich ist er dann noch quirliger, seine Hyperaktivität wird eben nicht durch das Medikinet verursacht. Aber das er dann noch quirliger ist, nehme ich gerne in Kauf.


    Hey Silver, es ist wie es ist. Das Zeug wirkt ähnlich wie Kokain. Eventuell bist die Ausnahme unter den ganzen Eltern die Ihre Kinder unnötigerweise auf Drogen setzen. Denn das ist, eine Droge.


    Wahrscheinlich mehr als viele andere Eltern und daher empfinde ich deine platte und populistische Kritik bzgl. einer vermeintlichen Droge (von jemanden, der die Freigabe von Marihuana fordert...) eher persönlich, als denn fachlich inspiriert.


    Ich empfand meine Aussage eher auf den Punkt! Und persönlich war das zu 0% ;) . Könnte ich Dir ein bis zwei Fragen via PN schicken? Evtl. lerne ich ja noch was! Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema und habe (evtl. leider) durch Kita etc. bei ADS/ADHS eher eine andere Sicht. Und wie gesagt, der Entdecker der Krankheit hat zugegeben, das es das nicht gibt.
    Zu Marihuana: Ich habe 6 Jahre in den Niederlanden gearbeitet, das Ding mit der Freigabe funktioniert. Das Dauerkiffen komplett verblödet, steht auf einem anderen Blatt. Und Marihuana ist etwas völlig anderes als Amphetamine. (Und das war jetzt von Dir etwas persönlich ;) )


    LG
    Ltkilgor

    Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.
    Nietzsche
    Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.
    Karl Kraus

  • Ltkilgor :


    Ich hätte da mal eine Frage an dich, die ich nicht so ganz verstehe:

    Zitat

    Und wie gesagt, der Entdecker der Krankheit hat zugegeben, das es das nicht gibt.

    Was heißt, der Entdecker hat zugegeben, dass es das nicht gibt...
    Das leuchtet mir iwie nicht ein..
    Ich meine: Er hat ja scheinbar geforscht, sich mit gewissen Symptomen beschäftigt und dazu entsprechend ein Krankheitsbild "geschaffen" => ADS.
    Anschließend sagt er: ÄtschiBätschi ich habe mich nur wichtig gemacht ADS gibt es doch nicht...


    An dieser Stelle frage ich mich, warum man diesen Herrn als Maß aller Dinge nimmt?
    Was spricht denn dagegen, dass es diese Erkrankung (die sich im Übrigen messen lässt, wie silver schon richtig geschrieben hat) doch gibt, nur der feine Herr sich einfach nicht mehr sicher war, seine Forschungsergebnisse zu früh an die Öffentlichkeit gebracht, gar keinen Plan hatte, oder weiß der Teufel was er sich bei dieser Aussage gedacht hat....
    Man macht doch nicht eine Krankheit an der Aussage einer einzelnen Person ab? Auch wenn er der "Entdecker" war...

    Bloß weil du nicht paranoid bist, heißt es noch lange nicht, dass sie nicht hinter dir her sind!