ADHS & Ritalin

  • Ah natürlich Dazee, weil DIR mal jemand was erzählt hat, hat das wesentlich mehr Beweis- und Aussagekraft als Aussagen von Ärzten und Forschern...da lohnt es ja nicht weiter zu diskutieren, du verfügst ja über die alleinige Wahrheit.


    Ich verharmlose nichts Dazee, wie AJK schon schrieb, es kommt auf den Umgang damit an. Aber schön das du demnächst für dich und deine Angehörigen auf eine Narkose verzichtest, beruhen doch alle Narkosemittel auf Barbituraten, Derivaten von Morphium dessen süchtigmachende Wirkung ja allgemein bekannt ist. Folge ich deiner Schlussfolgerung wäre das ja unverantwortlich, solch ein Mittel zu benutzen.


    Kannst du deine Behauptungen an irgendetwas mehr festmachen als: "Mir hat das einer erzählt..." ? Wenn nicht lohnt es nicht, sich damit weiter zu beschäftigen!

  • Tina :
    Jo, nur verstehe ich gerade nicht was Psychosomatik mit "physischen Entzugserscheinungen" an sich zu tun hat...
    Das sind zwei paar Schuhe...


    Dazee schrieb:

    Zitat

    physischen Entzungserscheinungen. Ob die jetzt von der Psyche ausgelöst werden oder tatsächlich körperlicher Natur sind sei mal dahin gestellt.

    Das hat rein gar nichts mit Psychosomatik zu tun.
    Entweder es gibt körperliche Entzugserscheinungen. Oder es gibt sie nicht. Diese körperlichen Entzugserscheinungen werden aber sicher nicht von der Psyche ausgelöst...


    Psychosomatik bedeutet viel mehr, dass psychische Problem vorliegen und diese sich körperlich äußern! (z.B. Depressionen => Kopfschmerzen, Bauchweh, permanente Müdigkeit etc... (Dabei kannst du "bester" Laune sein und merkst gar net bewusst, dass du irgendein psychisches Problem hast))
    Oder: Du hast eine körperliche Erkrankung die wiederum zu psychischen Problemen führt (z.B. Krebs => du verfällst auf Grund dessen in Depressionen etc.)
    Das ist ganz einfach eine Wechselwirkung zwischen Psyche und Körper.


    Was das Ganze aber mit körperlichen Entzugserscheinungen zu tun haben soll ist mir schleierhaft...
    Denn entweder bewirkt der Entzug irgendwelcher Stoffe auch körperliche Entzugserscheinungen oder eben net... Die Psyche entscheidet das aber sicherlich nicht.. Bestes Beispiel Nikotin:
    Nikotin wirkt sich vor allen Dingen auf die Psyche aus. Die körperlichen Entzugserscheinungen (Unruhe, Kopfschmerz, Zittern, Schwitzen) halten allerdings nur einige wenige Tage an (wenn sie überhaupt in Erscheinung treten) und verschwinden wieder... und das obwohl die Psyche Wochen benötigt um einigermaßen mit dem Entzug klar zu kommen...
    Das aber nur am Rande...
    Das plötzliche Fehlen von bestimmten Stoffen im Körper entscheiden darüber ob der Körper mit Entzugserscheinungen reagiert oder nicht! Die Psyche ist da ein ganz anderes Thema...



    So viel zum Thema "Halbwahrheiten / Halbwissen"
    Und das du dein "Wissen" von Betroffenen beziehst, sagt eigentlich schon alles aus...
    Wir warten eigentlich noch immer auf die Studie / den Beweis das Medikinet zwangsläufig zu einer Abhängigkeit führt...?!


    Und es hat sicherlich nichts mit Verharmlosung zu tun, wenn wir sagen dass alles irgendwo zur Abhängigkeit führen kann...
    Es allerdings als Mittel zur Verteufelung von Medikamenten zu benutzen ist aber mindestens genauso schwachsinnig...
    Denn dann müsstest du in der Tat bei Aspirin und Nasenspray anfangen...
    Und um von Medis wegzukommen, kannst du auch gleich Schokolade verteufeln, Alkohol (obwohl dieser zum Teil sogar gesundheitsfördernd sein kann (im geringen Maße), Computer und Handys und und und...
    Wo fängst du also an und wo hörst du auf???


    Ach ja, mein Freund ist Computersüchtig, also fasse ich keine PCs an...
    Eine Arbeitskollegin ist fett, also esse ich keine Schokolade mehr...
    Der Nachbar ist abhängig von Nasenspray....


    Ist jetzt das Produkt an sich schuld oder der "Missbrauch" ?
    Du siehst, deine Argumentation hinkt gewaltig...


    Denn dann stellst du oben genannte Beispiele mit Heroin und ähnlichem gleich... Macht natürlich Sinn...

    Bloß weil du nicht paranoid bist, heißt es noch lange nicht, dass sie nicht hinter dir her sind!

    2 Mal editiert, zuletzt von AJK ()

  • Zitat

    Psychosomatik bedeutet viel mehr, dass psychische Problem vorliegen und diese sich körperlich äußern!


    Und eine psychische Abhaengigkeit ist Deiner Meinung nach kein psychisches Problem, das sich koerperlich aeussern kann?


    Zitat

    Das hat rein gar nichts mit Psychosomatik zu tun.
    Entweder es gibt körperliche Entzugserscheinungen. Oder es gibt sie nicht. Diese körperlichen Entzugserscheinungen werden aber sicher nicht von der Psyche ausgelöst...


    Oh, und ob sie das werden! Wovon denn sonst?
    Eine Freundin von mir war eine Zeitlang internetsuechtig. Wir haben mit der Familie zusammengearbeitet, um sie davon los zu bekommen. Zu Anfang hatte sie dieselben koerperlichen Entzugserscheinungen wie ein Raucher, naemlich Nervositaet, Zittern, Schweissausbrueche, Kopfschmerzen - und das ohne dass sich das Internet in irgendeiner Weise auf ihren Koerper ausgewirkt haben konnte. Sie hat aber trotzdem koerperliche Entzugserscheinungen gehabt - und die waren rein psychosomatischer Natur!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Zitat

    Zu Anfang hatte sie dieselben koerperlichen Entzugserscheinungen wie ein Raucher, naemlich Nervositaet, Zittern, Schweissausbrueche, Kopfschmerzen - und das ohne dass sich das Internet in irgendeiner Weise auf ihren Koerper ausgewirkt haben konnte.


    Das ist ein Irrtum, Tina. Natürlich hat sich der Konsum des Gutes "Internet" auf ihren Körper ausgewirkt. Durch den Konsum wurde ihr Belohnungszentrum angesprochen und angeregt und hat entsprechende Hormone ausgeschüttet, die ihr ein gutes Gefühl gaben.
    Dadurch, das sie keinen Zugriff mehr auf das Internet hatte, fehlte ihr diese "Flutung" mit Endorphinen, sie sackten auf Normalmaß oder sogar darunter ab, der Körper reagiert mit Stresshormonen und man zittert und schwitzt. Das sind normale Anzeichen eines Suchtentzugs.
    Kinder und Erkrankte die mit Ritalin behandelt werden, empfinden aber eben keine Reizung ihres Belohnungssystems. Teilweise wird die Funktion dieses Systems sogar gedämpft. Es ist nicht mehr der "Kick" notwendig, um sich gut zu fühlen. Genau jener Ansatz wird ja auch in der Studie zum Thema Ritalin und Kokainsucht erklärt. Ritalin bewirkt also das Gegenteil von Sucht und löst im Hirn gesetzte Verknüpfungen zum Thema Sucht auf. Und daher ist die Äußerung von Dazee eher unqualifiziert.


    ADS lässt sich:


    1.) mit Befunden und geeigneter Diagnostik nachweisen
    2.) durch die richtige und verantwortungsvolle Medikamentengabe behandeln
    3.) ist keine psychische Grunderkrankung sondern lediglich der verminderte Spiegel eines Botenstoffs im Gehirn
    4.) heutzutage vermehrt und besser diagnostizieren
    5.) prima als Ausrede für schlecht erzogene Kinder einsetzen
    6.) nicht mehr leugnen. Ein Arzt sagt, das sei alles nicht so, hunderte Ärzte sagen es ist so...erinnert an den Geisterfahrer.

  • also jetzt schwillt mir echt der Kamm
    ich habe auch einen Sohn(6 jahre) der ADHS hat,und leuet die kein Kind mit ADHS haben meinen es besser zu wissen als die Betroffenen.Das es kein ADHS geben würde,ist schlichtweg falsch.und das mit dem Totenbett,und geständnis ect.. ebenso.Mein Kind macht gerade eine Ergo-therapie udn nimmt keine Medzin bisher.
    Im Mai haben wir ein Besprechungstermin mit dem Kinderarzt.Die leute die so gross tönen ,sollen sich mal ihre Vorurteile aus dem Kopf schlagen
    Gegendarstellung - AD(H)S ist nicht erfunden!


    Autor: Dirk Pagador


    In den letzten zwei Jahren hat die Verbreitung einiger Artikel im Internet, die die Stigmatisierung von AD(H)S Betroffenen als Ergebnis zur Folge hat, stark zugenommen. Die Rede ist von Berichten, die die Pharmaindustrie, von Methylphenidat-haltigen Medikamenten, in Misskredit bringen soll. Eines der bekanntesten Medikamente mit diesem Inhaltsstoff ist Ritalin. Die Autoren, die damit vermutlich ein hehres Ziel verfolgen, schaden damit jedoch nur Menschen, die an der „Stoffwechselstörung“ AD(H)S tatsächlich leiden.


    Ein besonders erschreckendes Beispiel, ist die offenbar erfundene Geschichte von Leon Eisenberg. Leon Eisenberg war ein anerkannter Forscher, der in den fünfziger und sechziger Jahren an Studien beteiligt war, die Autismus und AD(H)S zur Grundlage hatten. Er beschäftigte sich ebenfalls mit der Wirkungsweise von Methylphenidat (heute in Ritalin & Co. enthalten), dass er als probates Mittel gegen AD(H)S bestätigen konnte. Da seine Entdeckungen unter anderem aber auch publiziert wurde und die Diagnosen dadurch sprunghaft zunahmen, warnte er in einem Interview vor voreiligen Diagnosen. Dieses Interview wird in einem Artikel derartig verdreht, dass Herr Eisenberg noch auf seinem Sterbebett gesagt haben soll, dass es AD(H)S in Wirklichkeit nicht gibt und eine erfundene Krankheit sei. Der arme Mann, missbraucht noch nach dem Tod. Er ruhe in Frieden!


    Auch die Geschichte des Kopp-Verlag, die dieser zum Anlass nimmt drei Bücher damit intensiv zu vermarkten, löst bei unwissenden Lesern ein gewisses Unbehagen aus. Geht es in dem Artikel doch um unsere armen Kinder, an dem der Pharmariese Novartis viele Milliarden Dollar verdienen soll, weil Kindern Medikamente gegen eine scheinbar erfundene Krankheit verabreicht werden. Er beruft sich neuerdings auf die oben bereits beschriebene Story.


    Doch was ist wahr? Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik schrieb in einem Beitrag, dass sich die Autorenliste des Kopp-Verlags wie ein „Who-is-Who der deutschen Verschwörungsliteratur“ lese, darunter einige Autoren „mit Nähe zu rechtem und esoterischem Gedankengut“, die „in der rechten Szene gerne rezipiert werden“. Vertrieben würden zudem auch Bücher von Jan Udo Holey, dessen Werke „durchsetzt mit rechtsextremer Esoterik“ wären. Mediale Rezeption erhielt der Verlag aufgrund der Tätigkeiten Eva Hermans. Er ist aufgrund seines Themenspektrums sowie einzelner Autoren scheinbar stark umstritten. Verlegt werden unter anderem Bücher zu Themen der Prä-Astronautik, der Ufologie, des Erfundenen Mittelalters, des Kreationismus, der Astrologie, der Geomantie sowie der Germanischen Mythologie, des Islamismus, der Freiwirtschaftslehre und „Enthüllungen“ wie zu sogenannten „linken Lebenslügen“.


    Das Fazit: Diese, offenbar verklärten Geschichten, werden im Internet so intensiv und geschickt platziert, dass sie eine große Verbreitung erfahren und bei Kindergärtnerinnen, Lehrern und sogar bei Ärzten auf dem Tisch landen. Erschreckend, da in Wirklichkeit doch scheinbar handfeste Vermarktungsstrategien dubioser Verlage, Autoren und Verschwörungstheoretiker hinter den unhaltbaren Behauptungen, die in diesen Geschichten ruhen, stecken. Das Ergebnis ist die Stigmatisierung von Eltern mit betroffenen Kindern oder ein negativ geprägtes Meinungsbildung betroffener Erwachsene, die aber genau dies aufgrund ihres Krankheitsbildes schon häufig als „roten Faden“ ihres Lebens erfahren.


    Betroffene Erwachsene- und Eltern von betroffenen Kindern mit AD(H)S sind sich einig: Niemals würden sie sich oder ihren Kindern leichtfertig Medikamente verabreichen. Bevor Medikamente in die engere Wahl gezogen werden muss AD(H)S eindeutig und von erfahrenen Spezialisten diagnostiziert worden sein. In der Regel lösen Betroffene oder Eltern auch erst dann ihr erstes Rezept ein, wenn der Leidensdruck entsprechend hoch war und zuvor viele alternative Methoden oder Therapien nachgegangen wurde. Nur wenige schaffen es damit dauerhaft ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Letzdendlich entscheidet die Schwere und Ausprägung des AD(H)S auch über die Medikation.
    © Dirk Pagador
    quelle
    https://www.facebook.com/groups/adhs.bei.kindern/?fref=ts
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    ==> Ärzte/Zentren (Erwachsene/Kinder): http://on.fb.me/1duDTuF
    ==> Was macht Ad(H)S mit uns? http://on.fb.me/1e8Jzup


  • "Es gibt kein testpsychologisches Verfahren, mit dem eine ADHS definitiv festgestellt werden kann. Die Diagnose einer ADHS ist eine klinische Diagnose. Neuropsychologische Tests zur Erfassung der Aufmerksamkeit, der Impulsivität und der exekutiven Funktionen können bei der Erfassung umschriebener Defizite hilfreich sein, sie sind aber nicht so aussagekräftig, dass sie routinemäßig bei der Diagnose der Störung eingesetzt werden müssen (7). In der klinischen Einzelfalldiagnostik haben sie einen begrenzten Nutzen, weil Kinder mit auffälligen Werten in diesen Verfahren zwar häufig auch per Fragebogen oder Interview als auffällig eingeschätzt werden; umgekehrt werden aber viele Kinder per Test fälschlicherweise als unauffällig eingeschätzt, die in der Schule oder Familie als auffällig beurteilt werden (34, 35, 36). [...] Eine internistische und neurologische Untersuchung sowie der Kontakt zum vorbehandelnden Arzt dient der Prüfung, ob begleitende körperliche Erkrankungen vorliegen und kann zur Veranlassung weiterführender Untersuchungen führen (z. B. Labordiagnostik, EEG, bildgebende Verfahren). Spezifische körperliche Merkmale einer ADHS existieren nicht." (http://www.bundesaerztekammer.…his=0.7.47.3161.3163.3177)


    Ich bezweifle nicht, dass es ADHS gibt - aber was ich da so lese, klingt nicht so, als wäre es anerkannt, dass ADHS ausnahmslos immer durch verminderte Botenstoffe im Gehirn ausgelöst wird? Außerdem, wie ich bereits vorher bemerkt habe, wird zwar nicht die Grunderkrankung aufgehoben, jedoch die Schwere des Verlaufs erheblich durch das Umfeld beeinflusst wird, was für mich auch indiziert, dass psychologische Komponenten zumindest eine Rolle spielen.
    Das hat auch nichts damit zu tun, Leute mit ADHS irgendwie zu verurteilen oder Ähnliches - ich meine, ich lebe später von so einer und ähnlicher Klientel und das würde ich nicht tun, wenn ich solche Personen nicht mögen würde - aber es ist einfach ein interessantes Thema zum Diskutieren...
    Und sowas wie Ergotherapie ist mMn immer was sinnvolles. Nur die ständige Medikamentierung sollte schon angesprochen werden, finde ich (angesprochen, nicht verteufelt). Medikamente haben immer Nebenwirkungen, da kann mir keiner was Gegenteiliges erzählen und gerade Kinder können sowas halt noch nicht selbst entscheiden, was und wie viel sie davon einnehmen möchten.

  • Zitat

    Nur die ständige Medikamentierung sollte schon angesprochen werden, finde ich (angesprochen, nicht verteufelt). Medikamente haben immer Nebenwirkungen, da kann mir keiner was Gegenteiliges erzählen und gerade Kinder können sowas halt noch nicht selbst entscheiden, was und wie viel sie davon einnehmen möchten.


    Natürlich,sowas muss so oder so besprochen werden,und Kinder können natürlich nicht darüber entscheiden,das müssen die Eltern wenn nötig mit dem Arzt machen

  • Also die Diagnostik bei Adhs ist zum Teil ein Witz.
    Also ich kannte durch Arbeit/Bekanntenkreis Kinder, wo per Schnellverfahren ADHS festgestellt wurde und man dann recht fix auf Medis kam.
    Ich hab mal aus Spaß an der Freude auch so einen genormten Test gemacht, demnach hab ich auch eine Form von ADHS.


    Ich denke schon das einige Kinder unter dieser Krankheit leiden, aber nicht so eine Masse wie Teilweise einen suggeriert wird.
    Ist wohl ähnlich wie mit Depressionen, hat ja auch auf einmal jeder.

    But now the rains weep o'er his hall,
    with no one there to hear.
    Yes now the rains weep o'er his hall,
    and not a soul to hear.

  • Mir ist aber auch bekannt, das Amerika nicht gerade das Land ist, was Wert auf wissenschaftlich fundierte Aussagen legt, sondern in dem Wahlwerbung damit gemacht wird, das Obama sich anhört wie Osama, Gott die Welt in 7 Tagen erschaffen hat und die CIA Ufos in Roswell versteckt...
    Du kannst doch nicht ernsthaft den umgangssprachlichen Gebrauch als "Beweis" anführen, oder?


    Deine Fakten sind natürlich super :hirn: , was Du Deinem Sohn gibst , ist da wie Crack. Glaub es oder lass es.


    Zweifel haben nur die, die familiär nicht betroffen sind.


    Wer nicht betroffen ist, darf nicht mitreden? Evtl. ist Deine familiäre Struktur auch dafür verantwortlich.


    Ein Derivat ist kein "ähnlicher" Stoff, sondern ein Stoff, der aus einem anderen Stoff abgeleitet (verändert/gewonnen/synthetisiert) wird. Ich würde sagen, DU hast es mal wieder geschafft zu zeigen, das du von Chemie keine Ahnung hast. Denn wie du siehst, wird zur Gewinnung von Amphetamin auch kein Kokain oder der Rohstoff von Kokain, das Koka oder Puero verwendet.


    Das ist so dermaßen dumm, das mir kaum was einfällt. Zu Stoffen: "Ritalin(C14 H19 NO2) und Kokain (C17 H21 NO4) ": Oh mein Gott, alles dieselben Stoffe! Chemische Stoffe, Atome anders.....aber davon verstehst Du nichts Kiddie!


    Ritalin macht weder abhängig, noch einen Zombie aus meinem Sohn, noch gibt es Langzeitschäden


    Naivität ist Dein Leitbild!


    Setzt man Ritalin ab, verschwinden eventuelle Nebenwirkungen von alleine und rückstandsfrei


    [video]

    [/video]


    Sorry, aber das ist so doof. Das hat jetzt echt das Eso-Feeling. Kleiner Tip: Zerkleiner mal eine Tablette von dem Wohlfühlzeug und zieh es Dir durch die Nase, evtl. wachst Du dann auf.



    LG
    Ltkilgor

    Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.
    Nietzsche
    Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.
    Karl Kraus

    Einmal editiert, zuletzt von Ltkilgor ()

  • Zitat

    Wer nicht betroffen ist, darf nicht mitreden?


    Das nicht unbedingt,aber die die nicht betroffen sin sind voller Vorurteile,und können oft die Situation nicht einschätzen
    zudem werden medis nicht einfach so verbegen,der Kinderrzt wird es wie bei Silvercloud am besten wissen-denkst du nciht das wär verboten wenn alles so wäre wie du hier sagst?
    Man führt erstmal Gespräche und wie in unseren Fall wird erstmal eine Ergo gemacht

  • Zu Stoffen: "Ritalin(C14 H19 NO2) und Kokain (C17 H21 NO4) ": Oh mein Gott, alles dieselben Stoffe!

    Sorry, das ist ein ganz schwaches Argument. Nach der Logik müsste auch Nitroglycerin (C3 H5 N3 O9) ein ganz schlimmes Rauschmittel sein. Sind ja auch die selben Atome. Trotzdem wird es bei chronischem Herzleiden eingesetzt, ohne dass irgendjemand dagegen Sturm läuft. Es sind eben nicht die Atome, die die Eigenschaften des Stoffes ausmachen, sondern die Zusammensetzung dieser Atome. Sollte man eigentlich mal in der Schule gelernt haben. Kohlendioxid und Kohlenmonoxid verhalten sich schließlich auch nicht identisch.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Zu leugnen das Ritalin schädlich ist wenn es über eine lange Zeit genommen wird ist jetzt aber echt nicht das Gelbe vom Ei. Ritalin kann zu den selben Nebenwirkungen führen (KANN nicht MUSS) wie andere Drogen auch! Das reicht von Schweißausbrüchen und Übelkeit bis zu Herzrasen oder Kreislaufkollaps. Und es KANN dich auch zum Zombie machen. Natürlich aktuell überwachst du das sehr genau Silver, weil den Sohn eben noch jung ist und du ihn gut überwachen kannst. Aber das Ganze kann auch ausarten, wenn er älter wird. Da wird er sich dann erinnern:"Früher wenns mir schlecht ging oder sonstiges, habe ich so kleine Tabletten genommen und dann wars besser!". Das kann ganz schnell in andere Richtungen führen.


    Ich halte die Medikamentöse Behandlung von Krankheiten immer für schwierig, da quasi jedes Medikament das man ständig nimmt zu irgendwelchen Folgeschäden führt. Selbst frei verkäufliche Medikamente können dazu führen, dass der Körper auf lange Sicht geschädigt wird. Ich nehme mal einfach als Beispiel Wick Medinait (kennt wohl jeder). Das kann dazu führen das du extreme Schäden an Nieren und Leber bekommst wenn du es dauernd einnimmst und das Zeug ist frei verkäuflich. Ritalin fällt nicht umsonst unter der Betäubungsmittelgesetz...


    Ihr müsst wissen was ihr tut, aber ich würde diese:"Ja mein Arzt hat das gesagt und alle die was anderes sagen sind doof und haben keine Ahnung"- Einstellung mal in die Tonne treten. Natürlich hilft es für den Moment, das bestreitet kaum einer, aber ich weiß nicht ob man das auf lange Zeit in Kauf nehmen sollte, dass diese Straße auch in eine ganz ganz schlechte Richtung führen kann.


    Nachsatz: Dieses Wer-nicht-betroffen-ist ist doch echt die Krönung. Absofort dürfen wir hier nurnoch über das diskutieren was wir live und in Farbe erlebt haben. Können wir das Forum auch gleich dicht machen, weil keiner mehr seine Gedanken und Meinungen äußern darf.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Hallo Schütze,


    danke für die "Schützenhilfe" aber LTs gesamter Beitrag ist ja lediglich der Versuch, durch persönliche Anfeindungen und doppeldeutige Unterstellungen mich zu einer persönlichen Reaktion zu bewegen. Und das, obwohl er von Ricya ja bereits verwarnt wurde und aufgefordert wurde, sachlich und mit Argumenten zu diskutieren. Ob jetzt:


    Zitat

    was Du Deinem Sohn gibst , ist da wie Crack


    Zitat

    Evtl. ist Deine familiäre Struktur auch dafür verantwortlich


    Zitat

    Das ist so dermaßen dumm, das mir kaum was einfällt


    Zitat

    aber davon verstehst Du nichts Kiddie


    Zitat

    Naivität ist Dein Leitbild


    Zitat

    Sorry, aber das ist so doof.


    sachlich oder persönlichen Bezug haben, mag jeder selbst entscheiden. Das jetzt jedoch wenigstens mehr als einem auffällt, das LT nicht nur keine Ahnung von Chemie hat, sondern wirklich nicht weiß, wovon er spricht ist schön. Die Aufzählung der Summenformeln wirkt da schon fast niedlich. Hätte er jetzt die Strukturformeln angegeben, inklusive der Beschreibung an welchen Rezeptoren die Moleküle andocken, hätte man etwas zum diskutieren gehabt. Schade allerdings das Amphetamin und Kokain an ganz unterschiedlichen Rezeptoren im Körper andocken. Und ich bin zwar kein Chemiker, aber wer ein bisschen Ahnung hat weiß, das man im Biologiestudium auch ne Menge Chemie hat. Daher finde ich LTs Versuche langsam schon langweilend.


    Zitat von Valten

    Also die Diagnostik bei Adhs ist zum Teil ein Witz.
    Also ich kannte durch Arbeit/Bekanntenkreis Kinder, wo per Schnellverfahren ADHS festgestellt wurde und man dann recht fix auf Medis kam.


    Unbesehen, da stimme ich ja auch zu, das diese Diagnose zum Teil zu schnell und unfundiert gestellt wird. Aber es ist halt nicht so wie oft behauptet wird, das Lehrer oder alleine Psychologen diese Diagnose stellen, sondern sie muss! immer von einem Kinderarzt gestellt werden.


    Farbwechsel


    Bei den schweren, eigentlich nur mit Ritalin zu behandelnden Fällen, lassen sich immer körperliche Befunde finden. Leider und auch da stimme ich zu, wird Ritalin aber auch zu oft verschrieben, wenn es eigentlich nicht nötig ist. Mir geht es ja auch nicht um den Fakt, das teilweise zu hoch oder unnötig medikamentiert wird, sondern darum, das ewig gestrigte jeden Scheiß den sie irgendwo aufgeschnappt haben für bare Münze nehmen und als absolute Wahrheit verkaufen.


    Mister X schreibt das schon ganz richtig, sein Sohn kommt ja auch ohne Medis aus, mein Sohn bekommt nur die Minimaldosis. Betroffene Eltern versuchen in der Regel ihrem Kind so wenig als möglich zu geben. Am besten gar nichts. Aber manchmal ist es einfach notwendig und es hilft dann auch. Und zwar allen.
    Genauso gut könnte man fragen, darf man Menschen mit starken Schmerzen Morphin geben? Man behandelt ja nicht die Ursache, sondern nur die Symptome einer anderen Krankheit. Und Morphin macht nachweislich sehr schnell süchtig. Fast alle Langzeitpatienten sind, wenn auch unbemerkt, süchtig und müssen das Präparat deswegen beim Absetzen ausschleichen um eben keine Entzugserscheinungen zu bekommen. Und auch Kinder werden bei starken Schmerzen (Tumorschmerzen) mit Morphin behandelt. Soll man ihnen das vorenthalten?


    Welche "Argumente" gibt es wirklich gegen den Einsatz von Ritalin? Außer einem Gefühl des "Unwohlseins"?

  • Zitat

    Aber es ist halt nicht so wie oft behauptet wird, das Lehrer oder alleine Psychologen diese Diagnose stellen, sondern sie muss! immer von einem Kinderarzt gestellt werden.


    Genau so ist es,es kommt mir so vor das folgendes gedacht wird-das Kind ist verzogen,böse whatever.Aber das Kind macht das in diesen Fall nicht extra,meinen Sohn tut es danach auch immer schrecklich leid,er entschuldigt sich und er sagt,du Papa(oder Mama)ich wollte dir nicht sowas böses sagen oder hauen,ich schäme mich.Von sich sagt er auch ganz oft-ich bin dumm,Eltern die ein ADHS-Kind haben werden das kennen.Und zwar denkt er das weil er sich in der Schule nicht richtig konzentrieren kann oder in die Klasse reinruft statt sich zu melden.oder Hausuafgaben,dort braucht man eine gute Geduld,da können Hausaufgaben die normal in 20 Minuten erledigt werden können sich schonmal eine Stunde hinziehen.
    Anfang Mai istd er näschte Termin beim Kinderarzt,da werden wir sehen wie es weiter geht.

    Zitat

    geht es ja auch nicht um den Fakt, das teilweise zu hoch oder unnötig medikamentiert wird, sondern darum, das ewig gestrigte jeden Scheiß den sie irgendwo aufgeschnappt haben für bare Münze nehmen und als absolute Wahrheit verkaufen


    Thats ist Silver,es wird aufgeschnappt,derjenige hat gesagt ADHS gibt es ja agr nicht,und boom ist es in den Köpfen verankert.

    Zitat

    Dieses Wer-nicht-betroffen-ist ist doch echt die Krönung. Absofort dürfen wir hier nurnoch über das diskutieren was wir live und in Farbe erlebt haben. Können wir das Forum auch gleich dicht machen, weil keiner mehr seine Gedanken und Meinungen äußern darf


    Wenn du dich angesprochen fühlst,bitte.Es sit die Erfahrung die ich gemacht habe bezüglich dieses Themas.


    PS Kommt selten vor das wir mal einer Meinung sind Silver ;9)

  • Nachsatz: Dieses Wer-nicht-betroffen-ist ist doch echt die Krönung. Absofort dürfen wir hier nurnoch über das diskutieren was wir live und in Farbe erlebt haben. Können wir das Forum auch gleich dicht machen, weil keiner mehr seine Gedanken und Meinungen äußern darf.


    Hier möchte ich kurz einhaken......


    ich denke gerade bei dem Thema ADHS können nur betroffene Eltern sagen wie schwierig es ist mit einem solchen Kind zu leben und ich spreche da auch aus Erfahrung.
    Man kann solche mit energievollgeladenen, nicht ruhig sitzende, sich nicht 5 Minuten am Stück mit einer Sache zu bschäftigenden und den ganzen Tag auf 360 zu routierenden scheinende Kinder nicht mit normalen Kindern vergleichen.
    Und ich muß sagen, daß ich mich dann auch immer über diese schlauen Erziehungssprüche amüsiere, die dann kommen.
    Ein Kind, daß zu Symptomen wie bei ADHS neigt, kann man nicht normal erziehen. Diese Kinder benötigen eigene Ansprüche und eigene Regeln bei der Erziehung. Hier mit Vergleichen zu einer "normalen" Erziehung zu kommen, ist sinnlos, weil es bei den sogenannten "Zappelphilippen" nichts bringt.


    Deshalb darf natürlich jeder seine Meinung aussprechen, aber man sollte auch den Eltern mit Erfahrung zu dem Thema ihr Wissen nicht absprechen und die Situation richtig einschätzen und ernst nehmen.


    Und mich stört die Medikamenten-Diskussion eigentlich auch ein bißchen.....
    Erstens mal ist es so, daß heutzutage Ritalin nur verschrieben wird, wenn es wirklich nicht anders geht. Sollte irgendwie dem Ganzen noch anders oder mit anderen Medikamenten entgegengewirkt werden können, so wird das auch gemacht. Ritalin ist das letzte, der letzten Optionen, welches gewählt wird.


    Ich finde es auch nicht fair es solchen Eltern vorzuwerfen, wenn sie sich zusammen mit dem Arzt irgendwann für eine medikamentöse Behandlung entscheiden, denn ich persönlich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man nervlich am Ende ist, keine Kraft mehr hat, nicht mehr weiß, wie man das Kind noch beschäftigen soll und man an manchen Tagen (auch wenn man sein Kind liebt) sich eingestehen muß, daß man froh ist, daß es nun im Bett liegt und schläft, weil man weiß, daß man selber nicht mehr länger durchgehalten hätte.


    Es ist für alle eine unwahrscheinliche Belastung, für die Eltern und auch das Kind selbst.


    Es wird hier nur von den Nebenwirkungen ausgegangen, die solche Medikamente haben können. Schön. Gut.
    Aber Nebenwirkungen können (müssen nicht, können) bei jedem Arzneimittekl vorkommen, selbst bei der einfachsten Kopfwehtablette. Dann dürfte man rein theoretisch gar nicht einnehmen.


    Außerdem, habt Ihr Euch auch schon gefragt, wie es ADHS-Kindern denn ohne die Medi´s geht?
    Seid Ihr schon mal darauf gekommen, daß diese Kinder auch nur durch die Medikamente ein halbwegs normales Leben führen und es ihnen damit besser geht?


    Ich kenne z.b. ein ADHS-Kind, bei dem die Eltern lange gegen eine medikamentöse Behandlung waren. Das Ende vom Lied:


    Das Kind brachte nur noch schlechte schulische Leistungen, war bei den Mitschülern nur der Pausenclown, der zum Außenseiter wurde (heutzutage wird man ganz schnell gemobbt).
    Die Lehrer hatten es von Haus auf den Kieker, weil das Kind sowieso schon den Stempel des "Nervigen-ADHS-Kindes" aufgesetzt bekam.
    Alles ging soweit, daß das Kind mit 10 Jahren wieder angefangen hat ins Bett zu nässen.


    Die Eltern entschlossen sich dann doch, auf die Medikamente zurückzugreifen, weil alle am Ende waren.
    Und siehe da........seit zwei Jahren ist das Kind völlig ausgewechselt und mit ihm, sein ganzes Leben.
    Es weiß nun, was es bedeutet gute Noten zu schreiben. Es weiß, wie es ist, wenn man nicht gleich von vorneherein der Idiot der Klasse ist, bei Mitschülern wie bei Lehrern. Es weiß, wie es ist, wenn man sich einfach auch einmal hinsetzen kann und ein Buch lesen kann und das vollkonzentriert, was vorher nie möglich war, da die Konzentration ständig abwscheifte.....


    Ihr könnt mir in diesem Falle, den ich jahrelang hautnah miterlebt habe, nicht erzählen, daß hier das Medikament zu Unrecht angewandt wurde.


    Das Kind lebt hier in der Tat mit den Medi´s besser als ohne.
    (Ich möchte noch erwähnen, daß in den Schulferien keine verabreicht werden, damit eben auch Pausen dabei sind)


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Du sprichst mir aus der Seele Ricya

    Zitat

    war bei den Mitschülern nur der Pausenclown, der zum Außenseiter wurde (heutzutage wird man ganz schnell gemobbt).
    Die Lehrer hatten es von Haus auf den Kieker, weil das Kind sowieso schon den Stempel des "Nervigen-ADHS-Kindes" aufgesetzt bekam.


    Kommt mir sehr bekannt vor

  • Mister X, das stimmt, wir sind nicht oft einer Meinung. Aber vieles von dem was du schreibst, erkenne ich nur zu gut wieder, wobei mein Sohn bereits 9 ist. Aber viel ändert sich da nicht, grins.
    Auch das was Ricya schreibt, kann ich gut nachvollziehen. Wobei ich da nicht so ganz dünnhäutig bin wie seine Mutter. Liegt aber auch daran, das sie sich die Schuld dafür gibt, das Krümel ADHS hat.


  • Natürlich,sowas muss so oder so besprochen werden,und Kinder können natürlich nicht darüber entscheiden,das müssen die Eltern wenn nötig mit dem Arzt machen


    Gerade deshalb sollte man dabei noch vorsichtiger als sonst vorgehen - man schadet mit dem Medikament nämlich im Zweifelsfall nicht sich, sondern einem unschuldigen Kind, das die Medikamentengabe gar nicht selbst bestimmt hat.



    Genauso gut könnte man fragen, darf man Menschen mit starken Schmerzen Morphin geben? Man behandelt ja nicht die Ursache, sondern nur die Symptome einer anderen Krankheit. Und Morphin macht nachweislich sehr schnell süchtig. Fast alle Langzeitpatienten sind, wenn auch unbemerkt, süchtig und müssen das Präparat deswegen beim Absetzen ausschleichen um eben keine Entzugserscheinungen zu bekommen. Und auch Kinder werden bei starken Schmerzen (Tumorschmerzen) mit Morphin behandelt. Soll man ihnen das vorenthalten?


    Welche "Argumente" gibt es wirklich gegen den Einsatz von Ritalin? Außer einem Gefühl des "Unwohlseins"?



    Es wird hier nur von den Nebenwirkungen ausgegangen, die solche Medikamente haben können. Schön. Gut.
    Aber Nebenwirkungen können (müssen nicht, können) bei jedem Arzneimittekl vorkommen, selbst bei der einfachsten Kopfwehtablette. Dann dürfte man rein theoretisch gar nicht einnehmen.


    Ich bin da persönlich eh eher "radikal". Ich besitze keine Kopfschmerztabletten oder andere Schmerztabletten und vermeide Medikamente, wenn sie nicht absolut notwendig sind. Keine Ahnung, wie viele Medikamente ich im letzten Jahr geschluckt habe... kann man sicher an einer Hand abzählen und das liegt auch nur daran, dass ich leider eine zeitlang im Krankenhaus verbracht habe.
    Bei Morphium bin ich zwiegespalten. Es wird ja generell erst dann gegeben, wenn gar nichts anderes mehr geht. Wenn jemand so starke Schmerzen hat, dass man mit gar nichts anderem mehr behandeln kann, ist eine mögliche Sucht mMn erstmal zweitrangig (gerade, weil ja auch viele Morphium bekommen, die eh in absehbarer Zeit versterben).
    Aber Ritalin ist ja nicht lebensnotwendig. Ja, das Kind ist dann aufmüpfiger, unruhiger, unkonzentrierter, aber dadurch wird ja erstmal nicht sein Leben oder sonstwas bedroht.Und deshalb finde ich, dass man da doppelt auf mögliche Nebenwirkungen aufpassen sollte, denn die Liste der Nebenwirkungen bei Medikamenten ist immer lang und wenn ich mir das so ansehe... http://de.wikipedia.org/wiki/Methylphenidat#Nebenwirkungen
    Ist halt jedem seine Entscheidung, aber ich würde es immer ohne Medikamente versuchen. Und ich bin zwar keine Mutter, kenne solche Kinder aber auch, durchaus auch mal in 2-3-facher Ausführung und ich weiß, wie die den Unterricht "sprengen" können.




    Ein Kind, daß zu Symptomen wie bei ADHS neigt, kann man nicht normal erziehen. Diese Kinder benötigen eigene Ansprüche und eigene Regeln bei der Erziehung. Hier mit Vergleichen zu einer "normalen" Erziehung zu kommen, ist sinnlos, weil es bei den sogenannten "Zappelphilippen" nichts bringt.


    Man kann es aber durchaus so erziehen, dass es eben weniger Probleme hat. Sonst würde es ja keinen Sinn ergeben, das Kind in die Ergotherapie oder in die Verhaltenstherapie zu schicken, sondern man gibt konsequent nur Medikamente. Natürlich kann man da nicht mit den gleichen Methoden wie bei einem Kind, das eh ruhig ist und hört, entgegen wirken, wohl aber durch andere Verhaltensweisen.