Nichtraucher - Rücksichtslos auf Rücksicht pochen?

  • Den südlichen "Freistaat" betrachten viele im restlichen Deutschland aus vielerlei Grund eher skeptisch. Die (begründeten?) Vorurteile sind: Konservativ, religiös, ausgezeichnete Schulbildung und im Ausland scheinbar DAS Symbol für Deutschland neben Weltkriegsanspielungen.


    Jetzt hat Bayern wieder etwas gefunden, bei dem sie mit gutem Beispiel voran gehen können - oder nur etwas neues zum "auf die Spitze treiben"?
    Die Rauchergesetze und -bestimmungen sind bereits seit einer ganzen Weile verschärft - nun gab es einen Volksentscheid, ob die Zigaretten ganz aus der Gastronomie verschwinden sollen und dann gegebenenfalls müssen.
    Immerhin 61% stimmten für "Ja, weg damit" und somit ist der Beschluss durch. Negativer Beigeschmack an der Wahl ist lediglich, dass nicht einmal 40% der Bayern überhaupt an der Wahl teilnahmen.
    Aber so funktioniert Demokratie: Man hat das RECHT seine Meinung zu sagen, aber nicht die PFLICHT. Und wer zu spät kommt (oder gar nicht erst hingeht), den bestraft das Leben.



    Nun könnte man sich sicherlich darüber ereifern, ob eine Wahl Gültigkeit haben kann/darf, bei der die Wahlbeteiligung bei nur knapp einem Drittel der Wahlberechtigten liegt, aber viel diskussionswürdiger empfinde ich nun dies:
    http://www.welt.de/aktuell/art…eiten-Vorbild-nehmen.html



    Mir geht als Raucher der "Nichtraucherschutz" allmählich richtig auf den Senkel. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Dunst, den ich an einem Bahnsteig in die Luft puste meinen Mitmenschen mehr schadet, als es ihr täglicher Gang durch die Stadt tut.
    Ich habe niemals einem Baby meine "Abgase" in den Kinderwagen gepustet, muss mich aber trotzdem wie im Zoo auf dem Bahnsteig in einen Glaskasten stellen. (Fehlt nur noch das "Bitte nicht füttern"-Schild)


    Ich bin auch noch nie auf die Idee gekommen, in eine "Schwulenkneipe" zu gehen und mich darüber zu beschweren, dass es dort zu wenig Heteros gäbe. Wieso tun es dann Nichtraucher? Wer sich in eine Raucherkneipe setzt, der wird doch wohl wissen, was ihn erwartet.


    Aber damit kann und darf nun nicht Schluss sein. Getreu dem Motto "Einigkeit im Vaterland" möchte der Nichtraucherschutzbund nun in ganz Deutschland die Hinterzimmer in Kneipen durchlüften und für Zigarettenqualmer verbieten lassen. Man bekommt als Raucher also nichtmal mehr seinen Käfig.


    Dass über Folgen und Konsequenzen des Rauchens aufgeklärt wird, ist mir nur Recht und finde das sogar unterstützenswert. Meinetwegen kann auf jede Zigarettenschachtel das Bild einer schwarzen Raucherlunge oder ein amputiertes Raucherbein abgebildet werden.
    Stattdessen werden Kampagnen durchgeführt, die Raucher als "stinkend", "uncool", "dreckig", was auch immer darstellen. Mehr und mehr wird der Eindruck vermittelt, man wolle und müsse Nichtraucher vor den Rauchern schützen.
    Und wo bleibt der Raucherschutz?


    Vielleicht denke ich gerade zu verbohrt, aber mir kommt es mehr und mehr so vor, als würden Raucher zur "zweiten Klasse" degradiert. Das finde ich absolut daneben - aber ich bin gerne bereit mir von Nichtrauchern erklären zu lassen, dass es ja eigentlich alles ganz anders ist.

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Schwer einfach.


    Anundfürsich wär ich sogar für ein komplettes Nikotin Verbot. Aber natürlich auch für ein Alkoholverbot usw.
    Aber wie wir alle wissen sind die Lobbys dahinter dermaßen reich und mächtig, dass das keine Option ist.


    Zum Zusammenleben zwischen Nichtrauchern und Rauchern ->


    Ich hab selber 2 Jahre geraucht und bin deshalb ein wenig toleranter als militante Nichtraucher. Ich seh nicht ein wieso ich in einem Gastgarten net Rauchen sollen dürfe. Oder am Bahnsteig wo alles offen ist.
    Klar in nem kleinen Lokal wo kaum Luftdurchzug ist und wo geraucht wird schwebt halt der Dunst in der Luft. Aber auch da find ich, sollte ein Wirt selber entscheiden dürfen ob in seinem Lokal geraucht werden darf oder nicht. Immerhin darf ich bei mir in meinem Haus/Wohnung ja auch entscheiden ob geraucht werden darf oder nicht.
    Absoluter Blödsinn dieses Gesetz...zudem es ja genug Lokale gibt die auf Raucher verzichten. Kann mir keiner sagen, dass sich die Waage net halten würde zwischen den Lokalen wo die Nichtraucher hingehen weil dort auf sie Rücksicht genommen wird und dorthin wo die Raucher gehen.


    Ich find es ein wenig Diskriminierend ehrlich gesagt...obwohl ich natürlich sämtlichen Rauchern nahelegen würde aufzuhören damit. Aber die Entscheidung muss jeder für sich treffen denk ich.

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Jetzt kommt ein böser Eintrag.
    ICH RAUCHE AUCH!!!!!
    Antworten von fanatischen Nichtrauchern werden böse beantwortet
    Ich habe in diesem Zusammenhang immer ein unheimliches Gefühl. Diese Volksabstimmung unter Berücksichtigung der absuluten Zahlen paßt in das Bild einer Minderheitendiktatur. Wenige bestimmen über mehr. Schlimm wenn zu wenige Raucher zu dieser Abstimmung gegangen sind.
    Ich sage sarkastisch: Nationalismus kaputt, Kommunismus kaputt, es lebe der Ökologismus.
    Viele anscheinend "vernünftige" Gesetze können auch addiert zur Diktatur führen. (Schön für die, die nicht mißtrauisch sind)
    Ich möchte nochmal auf einen Link hinweisen, den ich in einem anderen Threat eingestellt hatte.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmenschen


    Damit will ich niemanden zu nahe treten, der wirklich für seinen Nächsten was gutes tut, ganz egal in welcher Form. Aber mich kotzen die an, die in ihrer Weltverbesserei andere zu in ihrer persönlichen Freiheit beschränken.


    Wir haben im Ort 3 Kneipen, in denen von der Größe her nach thüringischen Gesetz geraucht werden darf. Es sind keine Spelunken. Sie werden von vielen Nichtrauchern frequentiert, die sich hier wolfühlen und die die Raucherei nicht stört.


    Bayern als Urlaubsziel scheidet für mich erstmal aus!!!!!!!


    Muß Schluß machen, mein Essen ist fertig. melde mich ggf. wieder


    biba

  • Ich hab selber 7 Jahre lang geraucht und bin seit 1 1/2 Jahren "clean".


    Rauchverbot find ich absoluten Blödsinn, Raucher werden schon fast überall ausgegrenzt und jetzt nimmt man ihnen noch ihre letzten Bastionen des blauen Dunstes. Frechheit!
    Wenn ich weiß das in der und der Kneipe geraucht wird geh ich als Nichtraucher da nich hin und gut is. Aber so ist das in Deutschland nunmal irgendwelche "schlauen" Leute sagen einem was für Filme man gucken darf, welche Videospiele man spielen darf und wo du rauchen darfst und wo nicht. Jaja in Deutschland läuft so einiges falsch.
    Aber die Deutsche National Elf hat 4:0 gegen Argentinien gewonnen! alles andere is doch sowie so egal :roll: .

  • Zensur


    Ich bin Nichtraucher und in Bayern aufgewachsen. Ich habe 3 Geschwister. Meine Eltern rauchen, meine Geschwister rauchen. Warum ich nicht rauche ist mir ein Rätsel.


    Was diese Abstimmung in Bayern angeht (ich wohne in Rheinland-Pfalz), da bin ich vollkommen Deiner Meinung.
    Ich habe nichts dagegen, wenn in Restaurants (oder eben in Gastronomiebereichen in denen Essen serviert wird) ein Rauchverbot gilt. Aber in Kneipen, die bestenfalls ne Brotzeit anbieten, da würde in meinen Augen das "flair" fehlen. Kneipen müssen verqualmt sein!


    Als die ersten Rauchverbote rauskamen, wurden "Clubs" gegründet. Bsp.: Bahnhofskneipe in Nürnberg. Wer dort rein ging erklärte sich quasi als einverstanden, dass dort geraucht wird. Und es gab sogar einen Clubausweis.
    In Kaiserslautern war es genauso. Eine Raucherkneipe lag direkt am Bahnhof und die andere gleich bei der Fußgängerzone.


    Aber jetzt müssen die Raucherzonen sogar ausgeschildert werden, ähnlich wie "Hunde sind an der Leine zu führen".


    Und auch Dein Beispiel, was den Bahnhof betrifft ist sehr treffend. Ich habe in Nürnberg erlebt, wie ein Nichtraucher einen Raucher angeschnautzt hat, der nicht in der "gelben Zone" war. Das hat man über 5 Bahnsteige gehört (denke ich). Das fand ich lächerlich übertrieben.


    Auch das (nicht mehr vorhandene) Billardcafe hier in LU hatte "Stress" mit dem Rauchverbot, was mich auch gestört hat. Kaum war mein Bier leer war die Bedienung draussen rauchen. :?


    Dieses generelle Rauchverbot könnte ähnliche Probleme der Gastronomie bringen, wie es in Irland auch ist. Als ich das erste mal in Irland war (1998 ), gab es kein Rauchverbot in den Pubs. Die Pubs waren propevoll. Das letzte mal (2006 ) war in den Pubs nicht mehr viel los. Ist ja auch logisch. In die Pubs ging man, weil es kaum einen Unterschied machte, ob man (damals) 3,50 Pfund im Pub fürs Guiness zahlte oder "nur" 2,80 für die Dose im Laden. Durch den Euro wurde es nochmal teurer und man darf in den Pubs nichtmal rauchen. Da bleibt man gleich zu Hause.

  • Ich selber habe auch 19 Jahre lang geraucht und bin Ende des Monats seit drei Jahren Nichtraucher. Ich finde es auch ein wenig übertrieben. Es kommt immer auf die Örtlichkeit an meiner Meinung nach. Ich war in der Herr der Ringe im Kino und nach der Hälfte gab es eine "Raucherpause", in der selbst ich als Extremer Raucher (zu der Zeit 40-50 Kippen am Tag), es zum Kotzen fand. Das war schon wie ein Nebel.


    Ich finde aber, wenn es sich in Grenzen hält und man keine dicken Rauchschwaden in der Luft hängen hat oder der Raucher eine nach der anderen qualmt, es völlig in Ordnung sich mal eine auf den Zahn zu legen.


    Leben und leben lassen. :)

  • Eins vorweg....ich bin seit fast 10 Jahren Nichtraucher und trotzdem regt mich das Ergebnis der Volksabstimmung von gestern tierisch auf! :evil:


    Es steht doch, Entschuldigung nochmal, jedem frei ob er in ein Lokal geht in dem geraucht werden darf oder nicht! Wenn er sich als absoluter "Rauchergegner" dann trotzdem in so eine Kneipe setzt um sich dann hinterher zu beschweren, daß er seines gesunden Lebensstils beraubt wird................sorry, da geht mir die Hutschnur hoch!


    Meiner Meinung nach wird mit dem verschärften Gesetz nichts anderes gemacht als Diskrimierung von Rauchern!


    Da werden fadenscheinige Argumente vorgeholt (wie das der Wirtshausbedienung, die auch ein Recht auf einen gesunden Arbeitsplatz hat....so ein Schmarrn :roll: ), nur um einen "Machtkampf" zu führen, mit dem man sich wunderbar in der Öffentlichkeit profilieren und wichtig machen kann!
    Da hat sich nun ein zuvor unbeachteter, zusammengewürfelter Haufen schön ins Rampenlicht gestellt mit einer absolut lächerlichen Kriegserklärung an den "bösen Raucher"!


    Die Persönlichkeit der Menschen wird in den letzten Jahren immer mehr durch solche "Wichtigtuer-Gruppen" beschnitten! Wo soll denn das noch hinführen?
    Mir grauts!


    Und noch etwas zu der wenigen Wahlbeteiligung bei uns in Bayern:


    Ich persönlich glaube (und ein Experte hat das auch heute morgen so in einem bayrischen Radiosender gesehen), daß zu wenig Aufklärungsarbeit zu diesem Volksentscheid geleistet wurde. Mit Absicht? - Man weiß es nicht!
    Aber bestes Beispiel ist, daß erst am Freitag, also zwei Tage vor dem Entscheid, angefangen wurde in den Medien darüber aufzuklären!
    Desweiteren ist immer der Punkt untergegangen, daß je nach dem Ergebnis dieses Volksentscheides, das neue verschärfte Gesetz wirklich ohne weitere Beratung und Sitzung der Zuständigen ab 1. August 2010 in Kraft tritt!
    Viele waren der Meinung, daß hier nur eine Art "Vorentscheid" durchgeführt wird, nachdem neu beraten wird!
    (das wurde mir heute durch mehrere Bekannte bestätigt, die ich z.b. an der Schule und beim Einkaufen getroffen habe und mit denen über das Thema geredet wurde)
    Es wurde wirklich gar nicht so wahr genommen, daß mit dieser Abstimmung alles Fix sein soll. Die meisten waren der Meinung, daß vorerst mal nix weiter passiert, wenn sie nicht zur Wahl gehen, denn es liegen ja schließlich noch ein paar Instanzen vor der Einführung eines neuen Gesetzes!


    Soviel dazu, wie es z.b. in meinem Umkreis (ich lebe ja in Bayern) aufgefasst wurde!


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Es wäre doch interessant, dem Thema eine Abstimmung hinzuzufügen, gegliedert in Nichtraucher und Raucher.
    Ich bin mein ganzes Leben lang Nichtraucher, und habe noch nie eine Zigarette auch nur angerührt. Trotzdem kann ich nicht begreifen wie für einen intelligenten Menschen irgendein Rauchverbot überhaupt in Frage kommen kann, da das für mich ein grober Eingriff in die Menschenrechte ist. Raucher schaden nur sich selbst. Wenn dann das Argument mit dem Passivrauchen kommt, sage ich immer: "Stell dich mal 2 Minuten neben die Hauptstrasse, dann hast du mehr giftiges Zeug eingeatmet als durch 40 Jahre Passivrauchen." Das ist zwar übertrieben, aber ich denke es ist klar, was es ausdrückt. Wenn man von Menschenrechten ausgeht, müsste man sowieso jede Art von Droge legalisieren.
    Wenn man sich von den Rauchschwaden belästigt fühlt, kann man die meisten Raucher freundlich bitten, in eine andere Richtung zu schloten. Wenn sie stur sind, kann man seine Wünsche verdeutlichen. :twisted: Und wenn man sich das nicht traut, geht man zwei Meter weiter und denkt daran, dass die eh bald alle tot sind.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Also ich muss hier mal was richtig stellen:


    Wenn 40 % der Bevölkerung nicht wählen war, hat 2/3 der Bevölkerung abgestimmt. Korrigiert mich wenn ich zu dumm zum rechnen bin, aber das ist mehr als 1/3.


    Außerdem muss ich wohl hervorheben, dass hier in München die Bevölkerung sehr wohl wusste, dass am 4. Juli darüber abgestimmt wird. Auch in Tabakläden gab es zu jeder gekauften Kippenschachtel ein Feuerzeug mit einem entsprechendem Aufdruck der darauf hinwies. Wenn ich mich recht erinnere wurde auf diesem Druck sogar dazu aufgefordert GEGEN das Rauchverbot zu wählen.
    Darüber hinaus hat jeder Wahlberechtigte ein Kärtchen per Post bekommen, in dem darauf hingewiesen wurde, das am 4. Juli die Wahl zum Nichtraucherschutz ist und auch ein Briefwahlantrag gestellt werden kann (wie z.B. bei der Bundestagswahl).
    Dass die Wahlberechtigten hier uninformiert waren ist kein Argument.


    Wenn jetzt gewisse Leute nicht wählen waren sind sie selber Schuld. Jeder war informiert, jeder Wahlberechtigte hätte wählen gehen können. Das Volk hat abgestimmt und sich entschieden. Das ist doch Demokratie?


    edit: Wo bleiben meine Manieren? Ist mein erster Beitrag hier, drum ein Hallo an alle in diesem Board :)

  • Moin BlackDahlia und herzlich willkommen im Forum,


    korrigieren mache ich gerne. was sich daraus dann ableitet für dich, musst du selbst entscheiden. ;)
    Es sind 37% der Bayern, die wahlberechtigt sind zur Wahl gegangen, also nur ein Drittel Wahlbeteiligung. Es ist nicht so, dass 60% gewählt hätten und das eine Drittel nicht dabei war.
    VON diesen 37% der Wahlberechtigten haben wiederum 61% mit Ja gestimmt, was bedeutet, dass (gemessen an allen Bayern) grob 25% FÜR das Verbot und noch weniger dagegen gestimmt haben.


    Wie du richtig erkannt hast, ist es tatsächlich demokratisch gelaufen, aber das sollte auch nicht das Thema sein, sondern das darauf aufbauende "Ganz Deutschland rauchfrei" des Nichtraucherschutzbundes.
    Hier stelle ich fest, dass du mein Eingangsposting also nicht richtig gelesen hast.


    Ricya wies darauf hin, dass zwar augenscheinlich jeder wusste, dass die Wahl stattfindet, jedoch nicht, dass die Wahl bereits entscheidend sei, da augenscheinlich nicht ausreichend kommuniziert wurde, dass es nach der Wahl eben nicht noch zu weiteren Überarbeitungen und mindestens einer weiteren Wahl käme.
    Auch hier hast du dementsprechend eher überflogen, als detailliert wahrzunehmen.


    Du hast aber auch insofern Recht, dass Unwissenheit nicht vor den Konsequenzen bewahrt.
    Ich weise aber noch einmal darauf hin, dass die Wahlbeteiligung der Bayern nur eine Randinformation und nicht das Thema an sich ist.



    Edit/Nachtrag:


    Zitat

    Die neue bayerische Rechtslage sei eine gute Basis für das weitere Motto „leben und leben lassen“, sagte Krause. Denn schließlich werde das Rauchen nicht verboten, sondern nur ins Freie verlagert.


    Quelle: http://www.welt.de/aktuell/art…eiten-Vorbild-nehmen.html


    Es geht eben darum, dass die "Nichtraucher" unter einem Motto wie "Leben und leben lassen" anderen etwas vorschreiben, ja gar gesetzlich regeln wollen. Das ist NUR scheinheilig und in keinster Weise selbstreflektierend. Es ist wie der fette Mann, der sich im Bus auf drei Sitze drängelt, sich nach hinten umdreht und den Typen, auf den er sich drauf gesetzt hat, anmeckert, dass dieser sich nicht so verdammt breit machen solle. :schlecht:

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  • Danke, jetzt habe ich es auch richtig verstanden ;)


    Ich habe alle Beiträge in diesem Thread gründlich durchgelesen und wollte mit meinem Beitrag nur etwas anmerken. Aus manchen Postings habe ich entnommen, dass es manche nicht "fair" finden und ich wollte eigentlich nur verdeutlichen, dass alles meiner Meinung nach dennoch "ordentlich" gelaufen ist.


    Dass eine Wahl keine Spaßveranstaltung ist dürfte wohl jedem klar sein. Vor allem da im letztem Jahr hier durchaus einige Initiativen und Begehren zum Thema Rauchverbot stattgefunden haben und dadurch eben auch dieser Volksentscheid.


    Ich kann es nachvollziehen, wenn dich der ganze Trubel nervt. Ich bin selber Raucher. Das verlangen kommt aber vom Volk und man kann zwar eine gegensätzlche Meinung haben, jedoch sollte man diese Entscheidung respektieren.

  • Zitat

    Ricya wies darauf hin, dass zwar augenscheinlich jeder wusste, dass die Wahl stattfindet, jedoch nicht, dass die Wahl bereits entscheidend sei, da augenscheinlich nicht ausreichend kommuniziert wurde, dass es nach der Wahl eben nicht noch zu weiteren Überarbeitungen und mindestens einer weiteren Wahl käme.


    Genau so war´s gemeint! ;)
    Danke Zensur!


    Zitat

    Außerdem muss ich wohl hervorheben, dass hier in München die Bevölkerung sehr wohl wusste, dass am 4. Juli darüber abgestimmt wirdAuch in Tabakläden gab es zu jeder gekauften Kippenschachtel ein Feuerzeug mit einem entsprechendem Aufdruck der darauf hinwies. Wenn ich mich recht erinnere wurde auf diesem Druck sogar dazu aufgefordert GEGEN das Rauchverbot zu wählen.


    Bayern besteht aber nicht nur aus München! ;)
    Ich wohne zwar im tiefsten Süden Bayerns, aber da waren weder Wahlplakate noch sonstige Hinweise auf diese Wahl!
    Es war nur ein Erklärungsversuch warum die Wahlbeteiligung so niedrig war! Und wie gesagt, da auch dieser Experte da heute im Radio dieses Problem angesprochen hat, also hatte nicht nur ich den Eindruck!
    Und es spricht für sich, daß von 5 Leuten, mit denen ich heute drüber gequatscht habe, schon drei das mit dieser Wahl überhaupt nicht ganz gerafft haben! ;)


    Aber:


    Zitat

    Ich weise aber noch einmal darauf hin, dass die Wahlbeteiligung der Bayern nur eine Randinformation und nicht das Thema an sich ist.


    Richtig!


    Zitat

    Es geht eben darum, dass die "Nichtraucher" unter einem Motto wie "Leben und leben lassen" anderen etwas vorschreiben, ja gar gesetzlich regeln wollen


    Ja, und genau das ist ja so ärgerlich! :evil:
    Sie wollen die Freiheit besitzen in ein Lokal ihrer Wahl gehen zu können, ohne von "lästigen Rauchern" gestört zu werden! Fein!
    Aber wo ist da die Freiheit der Raucher?


    Um jetzt mal ein Beispiel zu nennen aus Sicht eines Rauchers:
    Es darf ja auf Flughäfen nicht mehr geraucht werden, in Flugzeugen ebensowenig. Jetzt nehmen wir einmal an, ein Raucher fliegt von München nach Kreta.........da haben wir die "Eincheckzeit (mind. 1 Stunde vorher), der Flug nochmal 2-3-Stunden, am Zielflughafen nochmal ca. 30 Minuten bis eine Stunde, bis man das Gepäck hat und im Taxi zum Hotel sitzt.
    Macht summasummarum: ca. 5 Stunden, in denen ein Raucher ohne Zigaretten auskommen MUß!
    Und das, obwohl die Zigarette für den Raucher wichtig ist! (wir dürfen nicht vergessen: Suchtverhalten)


    Schön!


    Das wäre doch dasselbe als würde der Raucher dem Nichtraucher bei demselben Flug in der gleichen Zeit verbieten etwas zu trinken!


    Ich weiß wirklich nicht, wieso sich solch extreme Nichtraucher nicht mit der Lösung eines Raucher-und Nichtraucherbereiches zufrieden geben können!
    Egal ob jetzt Flieger, Zug, Gaststätte, was auch immer!
    Da werden sie nicht belästigt und jeder kann sich seine bevorzugte Ecke aussuchen!
    Nein, ein direktes Rauchverbot muß her!
    Wenn das keine Diskriminierung ist, weiß ich es auch nicht!
    Da geht es doch nur ums "Recht haben" und nichts weiter!


    Im Übrigen fühle ich mir als Nichtraucher auch durch diese bescheuerte verschärfte Regelung ans Bein gepisst.............
    Es ist nämlich wahrlich toll, wenn man mit seinem Ehemann (der ja Raucher ist) irgendwo Abends hingeht (sei es nun Kneipe, oder Volksfest/Bierzelt) und man sitzt den halben Abend alleine da, weil der Partner ja vor die Türe muß!
    Ganz toll! :roll:
    Und was mir bei dem Satz: "vor die Türe muß" noch in den Sinn kommt:
    Warum hängen wir nicht gleich, wie bei den Hunden Schilder an die Türen, mit durchgestrichenen Rauchern drauf und schreiben drauf: "Wir müssen draußen bleiben!" ?


    Und da soll nochmal einer sagen, daß dies keine Ausgrenzung anderer Mitbürger ist! :evil:


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Also ich halte mich über die halbe Woche nicht in München, sondern außerhalb in einer ländlichen Gegend auf und kann das von mir beschriebene auch hier Bestätigen.


    Und Ricya, du findest es nicht toll, dass dein Mann in nem Zelt oder ner Kneipe zum rauchen raus muss?
    Was soll ich als Sänger sagen, der auf der Bühne steht und von ner dicken Rauchwolke umgeben ist und nach dem Auftritt Halsschmerzen hat? Ich finde es wesentlich angenehmer an einem Ort aufzutreten, wo nicht drinnen geraucht wird, was zum Glück in letzter Zeit häufiger vorzufinden ist.

  • Guter Punkt mit der Band auf der Bühne.
    Aber auch hier sollte gelten: Wer sich für einen Auftritt buchen lässt und Wert darauf legt, dass es eine Nichtraucherveranstaltung ist, der sollte dies im Vorfeld abklären und eventuell den Gigg ablehnen.
    Geht dies nicht, so muss er sich damit anfreunden, dass es vor und neben seiner Meinung zu dem Thema auch noch die Belange des Hausherren und anderer Gäste gibt.


    Gerade wenn es einen abgetrennten Bereich für Raucher gibt, kann ich es mir beim besten Willen nicht erklären, warum man da ein striktes Rauchverbot einführen muss. Das ist meiner Meinung nach ein schwerer Eingriff in die persönlichen Rechte jedes Gastwirtes, denn er DARF an die Tür schreiben "Raucher müssen draussen bleiben", aber nicht "Nichtraucher müssen draussen bleiben".


    Überdies gehe ich fest davon aus, dass dies nur ein weiterer kleiner Stein ist, der ins Rollen gerät, denn kombiniert man das Rauchverbot von Bahnhöfen und Flughäfen mit dem Verbot des Rauchens in Gastronomie und öffentlichen Gebäuden, so wird über kurz oder lang auch das Rauchen in Fußgängerzonen (Vorbild Amerika) untersagt sein. Und dann darf der Raucher nichtmal mehr VOR seiner Kneipe rauchen.
    Diskriminierung ist hier ein sehr treffender Begriff, denn dem Raucher werden bestimmte Dinge vorenthalten, womit von gleichen Rechten zwischen Raucher und Nichtraucher keine Rede sein kann.

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Zitat

    Was soll ich als Sänger sagen, der auf der Bühne steht und von ner dicken Rauchwolke umgeben ist und nach dem Auftritt Halsschmerzen hat? Ich finde es wesentlich angenehmer an einem Ort aufzutreten, wo nicht drinnen geraucht wird, was zum Glück in letzter Zeit häufiger vorzufinden ist.


    Das streite ich ja auch nicht ab....
    aber jetzt sei mal ehrlich.....was stört es Dich, wenn jetzt in einem Lokal ein Raucherzimmer und ein Nichtraucherzimmer ist und Du stehst auf der Bühne, die sich im Nichtraucherzimmer befindet?


    Da hat doch das Eine mit dem Anderen überhaupt nichts zu tun und kommt sich auch nicht in die Quere!
    Und deshalb halte ich das verstärkte Gesetz nur für reine Willkür, denn so wie die Regelung bisher war, eben mit getrennten Bereichen kann mir keiner mehr erzählen, daß er sich belästigt fühlt. Er muß sich ja nicht in die "Raucherecke" setzen und wenn er es trotzdem tut ist er selber schuld!


    Zitat

    Und Ricya, du findest es nicht toll, dass dein Mann in nem Zelt oder ner Kneipe zum rauchen raus muss?


    Ja, das finde ich auch nicht toll!
    Da könnte ich jetzt genauso wie die Nichtraucherfront daherkommen und sagen, ich fühle mich in meiner Freiheit was mein Eheleben betrifft eingeschränkt!
    Warum steht es dem Einen zu, sich frei zu fühlen und dem Anderen nicht?
    Hier wird eindeutig mit zweierlei Maß gemessen!

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  • MIt deinem Mann wollte ich jetzt nicht persönlich werden, sondern nur sagen, dass ihr evtl. mal weggeht. Der Mensch auf der Bühne steht aber wöchentlich evtl. sogar fast täglich in einem zugerrauchten Raum. Eine Bühne im Nichtraucherbereich habe ich noch nicht gesehen.


    Und nein, Bands können es sich ganz sicher nicht leisten Gigs abzulehnen. Schon wärs, aber sowas ist wohl nur wenigen gegönnt :cry:

  • Zitat

    Das Volk hat abgestimmt und sich entschieden. Das ist doch Demokratie?

    Es gibt mehrere Probleme mit Demokratien. Erstmal dürfen gar nicht alle abstimmen; unter-18-jährigen wird dieses Recht vorenthalten, obwohl gerade viele Jugendliche politisch weitaus interessierter als Volljährige sind.
    Weiterhin kommen die Themen über die abgestimmt werden von oben. Soll heissen, die Regierung kann jetzt darüber abstimmen lassen, ob alle Rothaarigen Sonntags im Käfig sitzen müssen, und wenn diese Minderheit nicht genug Stimmen für sich zusammenkriegt, hat sie Pech gehabt. Das Volk findet so eine Abstimmung völlig lächerlich und enthält sich, und schlussendlich gehen nur die Befürworter zur Wahl. Das Volk hat entschieden.
    Das grösste Problem mit Wahlen ist aber, dass auch Idioten abstimmen dürfen. Die sind in der Mehrzahl, jeder intelligente Mensch weiss das und spart sich so das Wählen. In Demokratien geschieht also nur das, was Idioten wollen.


    Zitat

    Und nein, Bands können es sich ganz sicher nicht leisten Gigs abzulehnen. Schon wärs, aber sowas ist wohl nur wenigen gegönnt

    In einer freien Welt gibt es zwei Möglichkeiten, entweder du sagst: "Raucht woanders, oder ich spiele nicht", und die Gäste müssen sich damit abfinden; oder du selbst findest dich damit ab. Das ist die freie Entscheidung des Einzelnen. Ein Wahlergebnis hat nichts damit zu tun, was das Volk will. Das hätte es nur, wenn alle Menschen wählen würden und das Ergebnis 100%ig wäre.
    So wie jetzt ist eine Demokratie auch nichts anderes als eine Diktatur.

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  • Zitat

    Eine Bühne im Nichtraucherbereich habe ich noch nicht gesehen


    Finde ich jetzt aber schon seltsam! Das Nichtrauchergesetz gilt ja schon lange, nur nicht in verschärfter Version. Heißt: es durfte bisher ja auch schon nicht mehr in Gaststätten geraucht werden, außer in eben speziell dafür ausgewiesenen Bereichen und auf Privatveranstaltungen!


    Also gehe ich mal stark davon aus, daß Du mit Deiner Band entweder auf Festen von diversen Vereinen auftrittst (was ja eine Privatveranstaltung ist), auf Hochzeiten (wieder Privatveranstaltung und Volksfesten.


    Und bei allen drei von mir genannten Beispielen, weiß man ja, was als Musiker auf einen zukommt. Noch vor 10 Jahren hat sich noch keiner über das Rauchen in Bierzelten aufgeregt, denn es gehörte einfach dazu. Aber nun, da der Stein ins Rollen gekommen ist, springt natürlich jeder gleich wieder auf den Zug auf.
    Das ist in etwa dasselbe wie das von mir oben genannte Beispiel der Bedienungen.


    "Eine Bedienung hat das Recht auf einen gesunden Arbeitsplatz! Wenn sie von allen Seiten vollgequalmt wird, wird ihr das Recht genommen!"
    - so lautet das Argument der Nichtraucherfront!


    Ich persönlich halte diese Aussage für Quatsch, warum? Ganz einfach:


    1. Kann die Bedienung, wenn es sie stört sich ja immer noch in Lokalen bewerben, die eben ein reines Nichtraucherlokal sind
    2. Wird seit 50 Jahren in Lokalen geraucht.....ich habe noch nie eine Bedienung getroffen, die sich darüber beschwert hätte! Es war eben normal und gehörte einfach dazu.
    3. Bei Bedienungen in Festzelten glaube ich, ist der Qualm nur bedingt das größte Berufsrisiko......denn wenn ich mir ansehe, was die den ganzen Tag an Bierkrügen rumschleppen, kann das für die Arme und Gelenke auch nicht gesund sein und trotzdem raufen sich alle um die Stellen als Festzeltbedienung! (Schon mal gehört, was z.b. eine Bedienung pro Abend im Oktoberfest verdient? Glaub mir, da ist denen der Rauch völlig schnuppe, wenn sie danach 2 Wochen nach Gran Canaria fliegen können! ;) )
    4. Gibt es Berufe die weitaus gesundheitsschädlicher sind! Hast Du schon einmal von der Mehllunge gehört? Eine verbreitete Krankheit unter Bäckern! Was sollen wir nun tun? Ein "Nicht-Brot-Ess-Gesetz" in Kraft treten lassen?
    Oder ein "Nicht-Auto-Lackierer-Gesetz"?
    Oder ein "Nicht-Gruben-Arbeiter-Gesetz"?


    Zitat

    MIt deinem Mann wollte ich jetzt nicht persönlich werden,


    Das habe ich auch nicht persönlich aufgefasst! Mir ging es nur darum, daß es ein wunderbares Beispiel dafür ist, daß ich mich nun genauso wie die Nichraucher auf persönliche Einschränkung berufen könnte! ;)

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    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • @ Ronin:
    Das Thema mit dem Rauchverbot kommt, wie ich es bereits geschildert habe nich einfach nur von "Oben". Da kam auch besonders im letzten Jahr durch Initiativen und Begehren etwas in Bewegung. Durch diese Abstimmungen und der allgemeinen Resonanz tut sich eben jetzt was (ich kann hier nur für Bayern sprechen).


    Als Band hat man dadurch, dass man Publikum und/oder Veranstalter vor solch eine wahl stellt nur einen Nachteil und das erscheint meiner Meinung nach einfach nicht gerecht. Ich heul deswegen nicht rum und verkriech mich in meinem Kämmerlein. Ich trete auch an zugerauchten Orten auf, auch wenn ich es nicht schön finde. Anders wären Livebands wahrscheinlich auch eine seltenheit.


    @ Ricya
    Unsere Band nutzt jede Gelegenheit um aufzutreten, sofern wir können. Das kann eine Anfrage per E-Mail zur Geburtstagsfeier von irgendeiner Person die wir nicht kennen aus Hinterdupfing sein, oder auch Konzerte von etablierteren Bands die wir Supporten. Auch wir stellen gelegentlich was auf die Beine in unserer "Homebase".
    Ich habe allerdings noch keinen Veranstaltungsort mit speziell für Musiker ausgerichteter Bühne gesehen, wo das besagte zutrifft. Entweder wird drinnen geraucht, oder der Raum in dem sich die Bühne befindet ist rauchfrei und die Raucher dürfen zum qualmen vor die Tür.


    Vor Jahren habe ich mal erlebt, dass die Band das Publikum darum gebeten hat während ihrem Auftritt das Rauchen einzustellen, weil der Sänger Asthmatiker war und nicht in zugerauchten, geschlossenen Räumen auftreten wollte. Das Publikum hat sich daran gehalten - aber das war in der Hinsicht etwas einzigartiges.


    Außerdem muss ich wieder mal darauf hinweisen, dass sich die Situation in den letzten Jahren gebessert hat und in den meisten Einrichtungen dieser Art Rauchverbot gilt.
    Aber das habe ich ja alles schon erwähnt...


    Was ich aber zu diesem Thema im Grunde sagen will:
    Wieso sollte man ein Bestreben, das im Kern doch positiv und theoretisch auch umsetzbar ist ablehnen? Weil es einem zu unbequem wird? Ich finde es gut, dass sich Menschen für etwas gutes Einsetzen. Mag sein, dass der eine einen anderen Hintergedanken hat und der andere sich zu viele Gedanken macht und/oder sich auf die Füße getreten fühlt.
    Aber die Ambition unsere Umwelt gesünder und besser zu gestalten kann ich nur unterstützen, auch wenn diese Veränderung verglichen mit anderen Sachen (Bäckerbeispiel) minimal wäre und uns nicht von allen Problemen befreit. Denn es ist schon mal ein Versuch.

  • Zitat

    Wieso sollte man ein Bestreben, das im Kern doch positiv und theoretisch auch umsetzbar ist ablehnen?


    Zitat

    Aber die Ambition unsere Umwelt gesünder und besser zu gestalten kann ich nur unterstützen


    Naja.....mal ein anderes Beispiel in dem Zusammenhang:


    Es wäre im Kern doch auch positiv und rein theoretisch umsetzbar auf Strom zu verzichten. Dann wäre auch alles besser und gesunder für uns und die Umwelt - siehe Kernenergie.
    Jetzt rate aber mal, wieviele von den "ach-so-auf-Gesundheit-pochenden" Nichtraucher da in einem Volksentscheid dafür wären! ;)
    Richtig! Wahrscheinlich kein Schwein, weil sie dann auch auf etwas verzichten müßten, was ihnen wichtig ist! Es ist immer einfach Andere in ihrer Freiheit zu beschneiden, wenn es einen nicht selbst betriftt!


    Und nur darum gehts!


    Das Gesetz war doch gut wie es war!
    Nichtraucher konnten den Rauchern aus dem Weg gehen in dem die Möglichkeit bestand, sich eben in den Nichtraucherraum zu setzen. Oder sich am Bahnhof auf eine Bank im Nichtraucherbreich nieder zu lassen!
    Warum muß man das jetzt verschärfen?


    Und ich bin auch der Meinung, daß dies nur die Spitze des Eisbergs war. Da wird noch viel nachkommen.
    Wie sagte meine Mutter heute noch gleich?:


    "Du wirst sehen, es kommt noch soweit, daß wir nicht mal mehr im eigenen Garten rauchen dürfen, weils den Nachbarn stören könnte!" ;)


    Lg Ricya

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    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......