Nichtraucher - Rücksichtslos auf Rücksicht pochen?

  • Es wäre im Kern doch auch positiv und rein theoretisch umsetzbar auf Strom zu verzichten. Dann wäre auch alles besser und gesunder für uns und die Umwelt - siehe Kernenergie.
    Jetzt rate aber mal, wieviele von den "ach-so-auf-Gesundheit-pochenden" Nichtraucher da in einem Volksentscheid dafür wären! ;)
    Richtig! Wahrscheinlich kein Schwein, weil sie dann auch auf etwas verzichten müßten, was ihnen wichtig ist! Es ist immer einfach Andere in ihrer Freiheit zu beschneiden, wenn es einen nicht selbst betriftt!


    Dass ich selber rauche habe ich bereits erwähnt, also spar ich mir mal den Rest ;)


    Außerdem ist meiner Meinung nach die Kernenergie hier kein angemessener vergleich.

  • Zitat

    Außerdem ist meiner Meinung nach die Kernenergie hier kein angemessener vergleich.


    Ich wollte auch gar keinen angemessenen Vergleich anführen! ;)
    Ich habe bewußt ein überspitztes Beispiel genommen, damit jeder sieht worauf ich hinauswill!


    Zitat

    Dass ich selber rauche habe ich bereits erwähnt, also spar ich mir mal den Rest


    Na, so einfach kann man es sich aber dann noch nicht machen, ich hatte nämlich eine Frage gestellt:


    Zitat

    Das Gesetz war doch gut wie es war!
    Nichtraucher konnten den Rauchern aus dem Weg gehen in dem die Möglichkeit bestand, sich eben in den Nichtraucherraum zu setzen. Oder sich am Bahnhof auf eine Bank im Nichtraucherbreich nieder zu lassen!
    Warum muß man das jetzt verschärfen?


    Ich verstehe nach wie vor das Problem nicht!
    Warum muß man das jetzt bestehende Gesetz verschärfen?

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ich fand den Vergleich mit der Kernenergie gar nicht so abwegig. Diese ist noch eine wichtige Brückenenergie.
    Natürlich, wenn Deutschland keine Atomkraftwerke mehr hat, kann man doch mit einem Scheinheiligenschein auf dem Haupte Atomstrom aus der Ukraine und aus Frankreich importieren.

  • Ich habe auch erst vor zwei Jahren aufgehört zu rauchen und habe das übertriebenen Getue von hardcore Nichtrauchern nie so richtig verstanden und verstehe es bis heute, obwohl ich selbst zu den Nichtrauchern zähle, immer noch nicht :roll: .
    Wenn man sich gegenseitig respektiert und eingewisses Maß an gegenseitiger Rücksicht nimmt, z.B. wenn Leute am selben Tisch essen, dann war das früher kein großes Problem und wäre es heute auch nicht.
    Leute die ein Rauchverbot im Freien, z.B. in Biergärten fordern, haben für mich sowieso einen Schuss und zählen für mich zu den Querulanten schlechthin.
    Diese Leute findet man dann meistens beim Holzkohlegrillen im eigenen Garten , was tausendmal schädlicher ist, ja besonders auch für Kinder :roll:


    cu
    Nobby

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
    Schrift macht die Gedanken sichtbar, so dass man sie dauernd verfügbar hat.
    Da ist nichts als Text, Zeile für Zeile. Doch im Kopf entsteht eine ganze Welt, Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
    ( Autor unbekannt )

  • Weil es das Volk eben so wollte!


    Offensichtlich waren nicht alle so zufrieden mit der Gesetzeslage. Alle Raucher die sich durch dieses Gesetz benachteiligt fühlen könnten, hätten wählen gehen und ihre Stimme gegen das Rauchverbot abgeben können. Ebenso alle Nichtraucher. Es kann keiner sagen, dass er dafür an einem Sonntag keine Zeit hat, oder nicht Bescheid wusste, wenn er eine amtliche Wahlbenachrichtugung bekommen hat. Die hat jeder Wahlberechtigte bekommen. Wer aus eigener Entscheidung nicht wählen geht und sich dann beschwert hat da meiner Meinnung nach einfach nichts zu melden.


    Ich kann hier nur für mich sprechen und meine persönlichen Gründe für ein Verbot habe ich hier weitestgehend geschildert.

  • Zitat

    Ich kann hier nur für mich sprechen und meine persönlichen Gründe für ein Verbot habe ich hier weitestgehend geschildert.


    Nun ja, aber mit Verlaub.......die Schilderung ist für mich eigentlich nicht greifend.
    Jemand der selbst von sich sagt Raucher zu sein und sich aber beschwert, weil er vom Singen in Rauchschwaden Halsschmerzen bekommt, mutet doch seltsam an.
    Ich wette, nach einer durchzechten Nacht mit Kumpels, bei der eine Schachtel Kippen hinuntergezogen wurde, wird sich hinterher auch nicht über die Halsschmerzen beschwert! ;)


    Wie gesagt:
    gegen das bisherige Gesetz habe ich nichts einzuwenden, aber die Verschärfung ist für mich persönlich Ausdruck für: Intoleranz und Wichtigmacherei!


    Und noch etwas:


    Zitat

    Wer aus eigener Entscheidung nicht wählen geht und sich dann beschwert hat da meiner Meinnung nach einfach nichts zu melden.


    Witzig!
    Du gehst doch auch freiwillig in die "Raucherhöhlen" um Musik zu machen!? Warum beschwerst Du Dich dann? Ist doch auch Deine "eigene" Entscheidung!
    Merkst Du was?


    Es ist eben nicht so einfach! Ein komplexes Thema!
    Aber man sollte sich grundsätzlich Gedanken dazu machen, wie leicht es heutzutage ist, daß jemand dahergelaufen kommt, irgendwas auf politische Ebene zieht, was ihm persönlich gegen den Strich geht und dann wird solange dahingestichelt, bis die Regierung (natürlich mit Stimmenfang für die nächste Wahl im Hinterkopf) plötzlich helfend einspringt.
    Wegen was müssen wir denn demnächst zur Wahlurne schreiten?
    Es ist unglaublich was man alles durchsetzen kann, wenn man eine Lobby dahinterstehen hat. Die läßt sich leicht schaffen, wenn man vorher schon (taktisch klug) anfängt gegen die Raucher aufzuhetzen.


    Warum gab es denn zum Euro keinen "Volksentscheid"?
    Da wurde das Volk gar nicht gefragt!
    Da hatte das Volk gar nichts zu melden!
    Verkehrte Welt!

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ich weiß wirklich nicht, wieso sich solch extreme Nichtraucher nicht mit der Lösung eines Raucher-und Nichtraucherbereiches zufrieden geben können!
    Egal ob jetzt Flieger, Zug, Gaststätte, was auch immer!


    Ganz einfach, weil genug Raucher im Nichtraucherbereich hocken und zum Rauchen dann in den Raucherbereich gehen. So habe ich das hier in NRW oft genug erlebt - egal ob Zug oder Gaststätte.
    Ich bin auch nur unter Rauchern groß geworden, rauche selbst aber nicht. Ich habe nichts gegen Raucher, aber wenn mir jemand ständig seine Fluppe unter die Nase hält, damit er selber den Qualm nicht abbekommt, finde ich das ziemlich ärgerlich.


    Wie oft mussten meine Schwestern und ich im Zugabteil unter den Rauchern hocken, weil die anderen Waggons überfüllt waren. Also haben wir tapfer gefroren, da viele Raucher auch im Winter die Fenster aufgerissen hatten, damit der Qualm abziehen kann. Kann ich ja auch nachvollziehen. Dass dann aber einer nach dem anderen aus den warmen Nichtraucherwaggons reinkamen, sich die Kippe ansteckten, uns die Hucke voll qualmten und dann sich wieder in den Nichtraucherbereich verdampften, fand ich dann allerdings echt Sch...! Irgendwann hat dann eine Freundin von mir gewartet bis die Raucher im Raucherabteil qualmten und hat kurzerhand die Taschen an die Tür gelegt und sich selbst auf den Platz gesetzt. Scheinbar muss man so dreist werden. Allerdings fanden die Raucher das nicht lustig und haben sie übelst beschimpft.


    Nichtraucherbereiche sind also nur soweit akzeptabel, dass sie auch nur von Nichtrauchern oder Rauchern, die auch eine Zugfahrt ohne Fluppe aushalten können, genutzt werden. Andernfalls dürfen sich die Raucher (Ich verallgemeiner nicht. Schließlich gibt es auch anständige Raucher) nicht über die Idee eines solchen Gesetzes wundern. Wenn jemand dieses Raucherverhalten Tag täglich erlebt, fühlt er sich irgendwann verar....!


    Ich für meinen Teil finde diesen Gesetzesvorschlag echt übel. Es darf ja auch weiter getrunken werden, wenn Nichttrinker anwesend sind. Und machen wir ein Gesetz dagegen?
    Nein. Also darf den Nichttrinkern weiterhin auf die Füße gek... werden. Und beschweren sich die Nichttrinker? Nein, weil sie ganz genau wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie in eine Kneipe gehen, auf eine Party oder auf Festivitäten wie Karneval. Genauso sagt einem der klare Menschenverstand: "Ups, eine Kneipe. Da wird zum lustigen Beisammensein bestimmt geraucht. Macht nix, gibt dann halt ne kratzige Stimme." Und nicht: "Wehe ich seh da nur einen mit ner Fluppe in der Hand, dann schrei ich die ganze Kneipe zusammen!"


    Also vollkommener Schund das Gesetz!

  • Ich habe nichts gegen Raucher, aber wenn mir jemand ständig seine Fluppe unter die Nase hält, damit er selber den Qualm nicht abbekommt, finde ich das ziemlich ärgerlich.


    Da stimme ich Dir auch zu!
    Sowas ärgert mich auch und solch ein Verhalten sollte aus Rücksicht gegenüber Anderen freilich nicht an den Tag gelegt werden!
    Aber wie Du selbst sagst, sind nicht alle Raucher so. Deshalb diejenigen zu bestrafen, die eben nicht so sind, ist auch nicht richtig!


    Da habe ich wieder ein schönes Beispiel (die gehen mir heute nicht aus :lol: ):
    Wie oft muß man sich denn über andere Autofahrer ärgern?
    Z.b. über welche die trotz Gegenverkehr überholen und rasen.....also bewußt in Kauf nehmen, daß anderen etwas passiert? (Und da sind die gesundheitlichen Risiken weitaus höher als beim Passivrauchen ;) )
    Und? Wird deshalb jetzt das Autofahren per Gesetz verboten?


    Also vollkommener Schund das Gesetz!


    Signed!

    _______________________________


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  • Zu meinem eigenen Verhalten braucht mich kein Mensch zu belehren. Ich weiß, dass es nicht ideal ist für die Stimme zu rauchen. Da ich aber nicht über 12 Oktaven mit meiner Stimme gesanglichen Hochleistungssport betreibe habe ich damit keine Probleme, aber es gibt einen unterschied dazu mal in der Pause oder nach dem Essen eine zu rauchen oder auf der Bühne zu stehen in einem Raum der zugeraucht ist und zusätzlich durch die Besucherzahl Frischluftarmut herrscht. Und nein - durchzächte Nächte erlaube ich mir sicher nicht. Wie gesagt, in der Hinsicht braucht mich keiner zu belehren.


    Gut erkannt, ich gehe freiwillig in diese "Raucherhöhlen". Aus Leidenschaft zu der Musik. Ich stehe aber dann auch nicht da und sage den Leuten das ihr Verhalten mir gegenüber intolerant ist. Ich nehme es eben so hin. Wenn sich dann eben so eine Situation ergibt, mache ich gebrauch von meinem Recht.

  • @ einfach_ich
    deinem letzten Absatz kann ich irgendwie ganz und gar nicht zustimmen.

    Zitat

    [...]Und beschweren sich die Nichttrinker? Nein, weil sie ganz genau wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie in eine Kneipe gehen, auf eine Party oder auf Festivitäten wie Karneval. Genauso sagt einem der klare Menschenverstand: "Ups, eine Kneipe. Da wird zum lustigen Beisammensein bestimmt geraucht.


    Es muss doch auch möglich sein, Abends weggehen zu können, ohne dass man sich "auf etwas einlassen muss" wie beispielsweise blauem Dunst.
    Ich persönlich fand die Regelung mit den Raucherclub vor der Gesetzesänderung für beide Seiten eigentlich recht annehmbar.
    Aber ich kann auch die Bevölkerungsanteile verstehen, die sagen, sie möchten in Bars und abends Spaß haben ohne dass sie ihr komplettes Outfit
    nach dem Abend in die Wäsche schmeissen und sich selbst unter die Dusche stellen müssen, weil alles völlig zugequalmt ist.


    p.s. hallo an alle, mein erster tag hier (:

    "People sometimes say that the way things happen in the movies is unreal, but actually it`s the way things happen to you in life that`s unreal." - Andy Warhol

  • Es muss doch auch möglich sein, Abends weggehen zu können, ohne dass man sich "auf etwas einlassen muss" wie beispielsweise blauem Dunst.

    Es sollte Nichtraucherlokale geben. Aber nur die Lokalitäten die das selber wünschen...
    Und wiegesagt, es würde meiner Meinung nach schon in der Waage bleiben weil Nichtraucherlokale von Nichtrauchern profitieren würden weil Raucher diese bewusst meiden.
    Genauso wie Nichtraucher halt Raucherlokale meiden würden.

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Wie oft muß man sich denn über andere Autofahrer ärgern?
    Z.b. über welche die trotz Gegenverkehr überholen und rasen.....also bewußt in Kauf nehmen, daß anderen etwas passiert? (Und da sind die gesundheitlichen Risiken weitaus höher als beim Passivrauchen ;)


    Ganz genau. Gerade hier auf dem Land erlebe ich das häufig. Auch Motorradfahrer. X-Mal musste ich stark abbremsen, weil jemand auf meiner Spur plötzlich überholen musste. Wäre ich ne Omi, hätt' ich wahrscheinlich mehr als eine Beule am Auto!


    Und ich stimme zu, warum sollte das Rauchen verboten werden, das unachtsame oder schnelle Fahren aber nicht?


    (Ich gebs zu, ich fahr auch gerne schnell. :oops: Und nicht immer wie angegeben, aber ich achte auf die anderen Verkehrsteilnehmer - immerhin etwas :mrgreen: )

  • Zitat

    Zu meinem eigenen Verhalten braucht mich kein Mensch zu belehren


    Wo belehre ich denn?
    Ich habe nur gesagt, daß gerade das Argument mit dem Halsweh aus dem Mund eines Rauchers seltsam anmutet!


    Zitat

    Aus Leidenschaft zu der Musik.


    Das ist aber auch Deine alleinige persönliche Sache! ;)


    Zitat

    Ich nehme es eben so hin


    Tust Du nicht und sagst es sogar im nächsten Satz:


    Zitat

    Wenn sich dann eben so eine Situation ergibt, mache ich gebrauch von meinem Recht.


    Welches Recht? Andere zu bevormunden?


    Gut, ich versuch es anders zu erklären:
    Musik ist Deine Leidenschaft!
    Gut!
    Was würdest Du tun, wenn sich nun ein Grüppchen zusammentut, daß sich dazu entschließt Musik zu verbieten. Ist zu laut und damit gesundheitsschädigend.
    Ein Gesetz wird geltend:
    Musik bei öffentlichen Veranstaltungen wird verboten!
    Wenn Du spielen/singen willst, dann tu das zu Hause, da störst Du keinen anderen!


    Du wirst sagen: "aber das ist doch Blödsinn! Wer auf eine Feier geht, weiß, daß da Musik gespielt wird und braucht sich doch dann nicht hinterher über den Lärm zu beschweren!"


    ;)


    tjaaaaa, wie man es dreht und wendet.........die Toleranz und das Verständnis, die diejenigen die für das neue Gesetz gestimmt haben von den Rauchern erwarten, sind sie aber selbst nicht bereit zu geben! Das sollte sich vor Augen gehalten werden!


    Das Gesetz, so wie es bisher war, war eine gute Lösung. Jeder war zufrieden und es war ein hervorragender Kompromiß.
    Aber mit dieser Wahl jetzt, wurde über die Kompromißgrenze weit hinausgeschossen. Es existiert kein Funken Toleranz für die Raucher mehr.......es ist nur noch ein Machtkampf, der auf die Unterdrückung der Raucher hinausläuft!


    Und diese Sätze soll/muß keiner als Beleidigung ansehen!
    Wir sind hier um über dieses Thema zu reden.
    Und somit äußere ich nur meine persönliche Einstellung und meine Gedanken zu dieser Sache!


    Wobei es mir in der Hauptsache um diesen Aspekt geht:



    ;)

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ich persönlich fand die Regelung mit den Raucherclub vor der Gesetzesänderung für beide Seiten eigentlich recht annehmbar.


    Ich fand diese Art der Regelung für Extrem-Nichtraucher auch vollkommen in Ordnung, allerdings kamen dann diese netten Dinge wie:
    rechts Raucherbereich, links Nichtraucherbereich. Dazwischen eine (meist) Glastür, die aufgeschoben werden kann. Und was war mit dieser Glastür? Ständig offen. Dann kann man sich das auch sparen.


    In der alten Stammkneipe meines Männes hatten die das damals auch so geregelt. Und was war? Nie saß einer auf der anderen Seite der Tür, sondern alle quetschten sich in den Nichraucherraum. Zum Rauchen sind sie dann in den abgetrennten Raum gegangen. Irgendwie dumm, so was. Lustig war damals nur, dass während der WM der Raucherraum voller Menschen mit Fluppe war. Alle am Schmausen und... na? RICHTIG! Am Fernsehen, denn da stand der Beamer. ;)
    Das war das einzige Mal, dass ich den Raum genutzt gesehen habe.



    Sinnvoll finde ich solche Gesetze nur, wenn sich auch dran gehalten wird. Tür bleibt zu! Ende! Meine Mutter kann nie mit uns weg, weil sie starkes Asthma hat und uns in solchen Räumen ersticken würde, da wieder irgend ein Depp die Tür auf gelassen hat.

  • @ ricya
    dein letzter Post ist aber nicht ganz ernst gemeint oder ?
    1. gehört Musik zu jeder Kultur - seit Uhrzeiten schon
    2. die Lautstärke der Musik lässt sich variieren sodass sie keine gesundheitsschädigende Auswirkung mehr hat
    3. den Rauch einer Zigarette kann man nicht einfach "runterdrehen", der bleibt immer gleich schädlich für Individuum und Umwelt.
    4. Musik ist ein Ausdruck von Kunst, etwas das man genießen und zelebrieren soll und kann - und richtet normalerweise keinen Schaden an.
    Als Raucher genießt man wahrscheinlich auch seine Pausenzigaretten etc. aber das ist mit Musikgenuß nicht gleichsetzbar.

    "People sometimes say that the way things happen in the movies is unreal, but actually it`s the way things happen to you in life that`s unreal." - Andy Warhol

  • Zitat

    @ ricya
    dein letzter Post ist aber nicht ganz ernst gemeint oder ?


    Da habt Ihr aber scheinbar gar nicht begriffen, was ich sagen wollte! :roll:


    Natürlich bin ich nicht dafür Musik abzuschaffen! :roll:


    Mir gings nur darum BlackDahlia aufzuzeigen, wie es für ihn wäre, wenn man ihm einfach etwas verbieten würde, was wichtig für ihn ist!
    Darum habe ich ja auch geschrieben:


    Zitat

    Was würdest Du tun,


    :roll:


    Lest doch erst mal, was andere schreiben, bevor Ihr auf Gegenangriff geht! :roll:


    Musik ist Kultur, Zigaretten sind legale Drogen.


    Ich mache gebrauch von meinem Recht mitzubestimmen, wenn die Karten neu gemischt werden. Wenn du es Bevormunden nennst ist es deine Ansichtssache.


    Und genau das gefällt mir immer an solchen Diskussionen.........man wird eher beleidigt und schreibt nur noch kurze, gekränkt wirkende Sätze, weil man anscheinend nicht mehr weiß, was man sagen soll!


    Diese zwei Sätze sind für mich keine Antwort auf meine Frage:




    Zitat

    Was würdest Du tun, wenn sich nun ein Grüppchen zusammentut, daß sich dazu entschließt Musik zu verbieten. Ist zu laut und damit gesundheitsschädigend.
    Ein Gesetz wird geltend:
    Musik bei öffentlichen Veranstaltungen wird verboten!
    Wenn Du spielen/singen willst, dann tu das zu Hause, da störst Du keinen anderen!


    Du wirst sagen: "aber das ist doch Blödsinn! Wer auf eine Feier geht, weiß, daß da Musik gespielt wird und braucht sich doch dann nicht hinterher über den Lärm zu beschweren!"


    Wir sind also genau bei dem Punkt angelangt, den ich mit meinem übertriebenen Beispiel der Kernenergie gebracht habe! ;)


    Ich stimme also für ein Gesetz, das Andere wesentlich in ihrer Lebensqualität einschränkt......fragt man aber nach, was wäre, würde man demselben Wähler etwas verbieten, was ihm selbst sehr wichtig ist......schon kommen bockige Reaktionen, es wird sich gewunden, oder es wird generell auf eine ehrliche Antwort verzichtet!
    Somit ist für mich der Fall mal wieder klar und auch erledigt! ;)


    Ich wiederhole:


    Zitat

    die Toleranz und das Verständnis, die diejenigen die für das neue Gesetz gestimmt haben von den Rauchern erwarten, sind sie aber selbst nicht bereit zu geben!


    ;)


    So, und jetzt mag ich nimmer zu dem Thema!
    Ich habe gestern den ganzen Tag hier drin debattiert, meine Meinung dürfte wohl klar sein und alles was ich weiter sagen würde, führt nur zu einer "sich-im-Kreis-dreh-Diskussion" :)


    In dem Sinne
    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Zitat von "alexis billie

    1. gehört Musik zu jeder Kultur - seit Uhrzeiten schon
    2. die Lautstärke der Musik lässt sich variieren sodass sie keine gesundheitsschädigende Auswirkung mehr hat
    3. den Rauch einer Zigarette kann man nicht einfach "runterdrehen", der bleibt immer gleich schädlich für Individuum und Umwelt.
    4. Musik ist ein Ausdruck von Kunst, etwas das man genießen und zelebrieren soll und kann - und richtet normalerweise keinen Schaden an.


    Zu1.
    Rauchen gehört bei einigen Völkern zur Kultur, seit Urzeiten schon !
    Zu2.
    Ich wohne im Zentrum einer großen Stadt und wenn da ein Fest ist, dann heißt es zwar offiziell, um 22:00 Uhr oder um 24:00 Uhr ist Feierabend, was die Musikbands angeht, aber was glaubst du, wer sich daran hält ?
    Zu3.
    Wie Ricya, ich und einige andere schon gesagt haben, wenn man sich arangiert, sollte das kein Problem sein. Doch leider gibt es überall Egoisten usw.
    Zu4.
    Auch Rauchen gibt es seit je her und ist etwas was man zelebrieren und genießen kann und wenn es in getrennten Bereichen passiert, richtet es auch keinen Schaden an. ;)


    cu
    Nobby

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
    Schrift macht die Gedanken sichtbar, so dass man sie dauernd verfügbar hat.
    Da ist nichts als Text, Zeile für Zeile. Doch im Kopf entsteht eine ganze Welt, Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
    ( Autor unbekannt )

  • Hui, schön dass das Thema so gut angenommen wird. Viele Meinungen und nicht nur eine Seite. Prima.




    Ich habe gerade eine interessante Diskussion über das Thema mit meiner Mitbewohnerin gehabt und möchte euch den Kern des Ganzen nicht vorenthalten.


    Sie ist sehr für diesen Entscheid und hält auch eine Anwendung auf ganz Deutschland für einen konsequenten und richtigen Schritt. Ihr Hauptargument (das ich persönlich sehr stark fand) war, dass auf diese Art und Weise einer "legalen" Droge entgegen gewirkt wird, die in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer akzeptiert ist.
    Dieses Argument besitzt durchaus eine ganz gehörige Portion Gewicht, denn es kann nicht einfach mit "Tradition" oder "vor 30 Jahren ..." entkräftet werden, denn vor 30 Jahren stand auch noch die Mauer. Und vor 30 Jahren baute man auch noch Asbest in Schulen und Wohnhäuser ein.


    Durch ein derartiges Gesetz würde man den Rauchern noch immer ihre Freiheit zu Rauchen lassen, jedoch unter freiem Himmel und nicht in geschlossenen Räumlichkeiten.



    Gestern im Chat hatten wir das Thema auch kurz und mein Gesprächspartner sagte, dass "nur" 29 Menschen in Deutschland durch Passivrauchen (ich denke mal jährlich) sterben. Das ist nicht viel. Doch im Grunde sind es immernoch 29 zu viel.
    Machen wir uns nichts vor ... diese Menschen sterben wohl kaum, weil in der Gaststätte jemand neben ihnen raucht, aber es ist dennoch "unfair" für etwas sterben zu müssen, das man nichtmal aktiv betreibt und vielleicht gar nicht vermeiden kann. Ein schwieriger Punkt also, denn Menschen sterben auch an anderen Dingen für die sie nichts können, ohne dass dort eine Gesetzeslage verschärft würde.



    Ich habe mir das Ganze also noch einmal weiter durch den Kopf gehen lassen und meine Meinung in bestimmten Dingen überdacht.
    In einem Restaurant, einem Eiscafé oder einer Pizzeria braucht man im Grunde keine Aschenbecher. Nach einer Mahlzeit ist es eh angenehm, sich ein wenig die Füße zu vertreten und dabei eine zu rauchen.
    Im kulinarischen Gastronomiebereich kann ich es also zu Teilen noch nachvollziehen, dass man eine Gesetzeslage verschärfen möchte.


    In Kneipen, in denen eh meist nur Bier oder Schnaps getrunken wird, sehe ich es jedoch wiederum anders. Dort gehört für mein persönliches Wohlbefinden halt beizeiten eine Fluppe dazu, wie scheinbar für fast jeden anderen Gast auch (zumindest in den Spelunken in denen ich mich rumtreibe).


    Nun kommt wieder meine Mitbewohnerin ins Spiel: "Ich denke, dass es bei einer freien Entscheidung ob Nichtraucher- oder Raucherkneipe eine Einschränkung für die Nichtraucherkneipen gebe, denn viele Kneipen haben gar nicht die Möglichkeit ein seperates Abteil einzurichten. Da sie nicht auf die Raucher verzichten wollen, bleibt es eine Raucherkneipe. Und Nichtraucherkneipen bleiben auf der Strecke."


    Da hat sie nicht unrecht. Es gibt wohl recht wenige Nichtraucherkneipen. Aber dürften nicht gerade diese dann auch einen höheren Zustrom an Nichtrauchern und somit Kunden haben? Oder sind die Nichtraucher auch hier bequem und bleiben lieber bei der Kneipe vor der Tür, aus der die Raucher bitte raus gehen sollen? Wenn der Gastwirt mehr Profit von den Rauchern erwartet und deshalb seine Kneipe nicht ummodelliert, dann sagt das doch aus: Klientel gefunden. Warum muss es der anderen Gruppe recht gemacht werden, wenn es einer anderen Gruppe bereits recht ist? Und warum gilt dann nichtmal der Kompromiss getrennte Räumlichkeiten/Lokale?



    Zurück zur "legalen Droge". Nur weil etwas körperlich abgängig macht, ist es nicht zwingend eine Droge. Zucker, fettes Essen, Koffeein, ...
    Was Droge ist und was normales Konsumgut bestimmt die Gesellschaft. Nun würde mich interessieren, WIESO die Gesellschaft sich mehr und mehr für die Bezeichnung "Droge" und nicht mehr "Genussmittel" entscheidet!?

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)