Vigilanten - real-life superheroes

  • Vigilanten sind Leute, die quasi beruflich Selbstjustiz betreiben. Das bedeutet in erster Linie, dass sie in einer Stadt umherstreifen und Verbrecher verkloppen, da wo die Polizei mal wieder zu langsam ist. Wir kennen das aus zahlreichen Superheldenstorys, mit Spider-Man, Superman etc. oder realistischer z.B. den superkraftlosen Figuren aus Watchmen, die sich in Gruppen zusammentun; den allmächtigen Dr. Manhattan einmal ausgenommen. Aus fiktionalen Geschichten also.
    Hier in Deutschland ist es kaum zu glauben dass es solche selbsternannten Rächer auch in echt geben soll. Natürlich gibt es sie aber trotzdem: Richtig mit Kostüm, coolem Namen und dem ganzen Schnickschnack laufen sie... na, wo wohl? Selbstverständlich hauptsächlich durch die Straßen der USA. Aber auch in der Nachbarschaft, z.B. in GB und Italien findet man welche.


    Bitte macht euch ein Bild:
    world superhero registry


    Kaum zu glauben, eine tolle Freakshow. Hierzulande natürlich völlig unvorstellbar, der unfähige Beamtenapparat hat schliesslich dank Gewaltmonopol das Recht, seine Fehler alleine zu machen. In den USA sind die Gesetze gerade bezüglich Gewaltanwendung zwar etwas laxer, aber auch dort ist diese Art der Verbrechensbekämpfung natürlich illegal. Die Gefahren sind offensichtlich, Machtmissbrauch, Übersteigerung... aber gerade bei den Vigilanten die im Auge der Öffenlichkeit stehen, dürften diese Risiken weniger relevant als bei der tatsächlichen Polizei sein, da diese sich viel weniger zu rechtfertigen hat und weniger wachsam sein muss.
    Verbrechen gibt es aber nun trotzdem noch. Anscheinend halten weder eine drohende Gefängnisstrafe noch körperliche Schmerzen die Menschen davon ab, Böses zu tun - beim Guten ist es aber genauso.
    Bitte um Meinungen.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • :lol:


    Davon hatte ich bislang noch nichts weiter gehört.
    Sieht für mich aber auch nicht nach etwas aus, das man ernst nehmen könnte. Die meisten "Superhelden" haben eine eigene Homepage und auf sämtlichen Fotos wird posiert. Darüber hinaus schrecken sie nicht vor Copyrightsverletzungen zurück (Batman und Robin, z.B.). :roll:
    Irgendwie vermisse ich die Zeitungsartikel und unscharf geknipsten Leserreporter-Fotos. Die Beschreibungen der Heldentaten aus der Presse oder die Stimmen aus der Bevölkerung.


    So sieht mir das eher nach einem Real-Life-Rollenspielclub aus.



    Edit: Hat das einen Grund, dass die Seiten alle bei MySpace liegen?

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Eine grössere Seite, die optisch auch weniger beleidigend ist, ist die hier:
    Superheroes Anonymous
    am interessantesten ist natürlich die Seite "Press", fortgeschrittene Englischkenntnisse sind aber von Vorteil. Ich hoffe ja, die darf man heutzutage voraussetzen. ;)


    @ Zensur: Stimmt, einige von denen laufen auch einfach nur als wandernde Infobox rum, oder helfen Omis über die Strasse. Die richtig Handfesten haben ihren Ursprung wohl in den Guardian Angels, die es in gemässigterer Version auch bei uns gibt.

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  • Sind ja ein paar sehr "interessante" Gestalten bei.


    Als ich das gelesen hab, dachte ich ja gleich "Wie lange dauert es wohl, bis die ersten Superschurken auftauchen?", aber siehe da, die gibt es schon:


    ROACH



    naja, wohl auch nicht ganz ernstgemeint.


    Aber warum eigentlich nicht? Ich meine, wenn ich im "Hello-Kitty-Kostüm" ne Bank überfalle, kann ich doch hinterher ganz klar auf "Unzurechnungsfähig" plädieren ;)


    lg
    Gloomy

    "Man kann die Fackel der Wahrheit nicht durch die Menge tragen, ohne dabei jemandem den Bart zu versengen." - Georg Christoph Lichtenberg

  • Hehehehe, der
    RED ARROW
    sieht aus wie nen Hühnchen!!!!!!


    Hm, also gehört habe ich selber davon auch nicht, aber wenn ich mir diese Typen mal anschaue, kann ich mir nicht vorstellen, dass die anderen in der Aufmachung helfen können. Außer vielleicht mit der Technik, dass sich böse Gangster totlachen! ;)


    Die meisten Kostüme sind dermaßen unpraktisch, dass die sich ja schon auf dem Weg nach draußen selbst erwürgen.
    Ich kann ja verstehen, dass man bei einer hohen Verbrechensrate irgendwann nicht mehr mit ansehen kann, was die Polizei nicht geregelt bekommt, aber dann in so nem Aufzug aufzulaufen? Kann man dann nicht nur ne schwarze Maske anziehen, wenn man unerkannt bleiben will?


    Das kommt mir doch alles eher nach Geltungssucht und Auffallen um jeden Preis aus. Selbst wenn meine Meinung, anderen zu helfen positiv gestimmt ist.

  • Zitat

    Das kommt mir doch alles eher nach Geltungssucht und Auffallen um jeden Preis aus.

    Jetzt darfst du nicht pauschalisieren. Diese Liste ist ja nur ein Verzeichnis, es ist ja nicht so, dass die alle zusammengehören. Tothian z.B. der gar keine Maske trägt, patrouilliert schon seit Jahren durch New Jersey und New York, und erfreut sich anscheinend gleichbleibender Beliebtheit. Richtig berühmt ist er nicht, aber darum geht es ihm auch nicht. Und in der Liste sind noch andere, einfach oder gar nicht maskierte Vigilanten.
    Beim grossen Teil stimme ich dir aber zu.


    Zitat

    Kann man dann nicht nur ne schwarze Maske anziehen, wenn man unerkannt bleiben will?

    Hast du "Batman Begins" gesehen? Da wird sehr eindrucksvoll der Sinn so einer Aufmachung erklärt: Man muss für seinen Gegner mehr als einen Menschen darstellen, ein zu fürchtendes Symbol nämlich. Der Vigilant Oni aus Salt Lake City, der wie einer der gleichnamigen japanischen Dämonen gekleidet ist, ist dafür ein gutes Beispiel.
    Leider sind wir aber nicht im Film, und man wirkt mit sowas schnell lächerlich, wenn man nicht gut vorbereitet ist. Hier zumindest, wo durch die allgegenwärtige Faust der Polizei im Rektum der Bevölkerung jeder Alleingang undenkbar ist. In den USA hat man sich daran schon gewöhnt, und die Sicht auf solche Leute ist wirklich völlig anders.
    Der beste Lesetipp zum Thema ist Meister Alan Moores "Watchmen" (in etwas geringerem Maß auch der Film), wo die gesellschaftlichen Konsequenzen des Vigilantentums auf jede nur erdenkliche Art und Weise perfekt ausgearbeitet werden.

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  • Man muss für seinen Gegner mehr als einen Menschen darstellen, ein zu fürchtendes Symbol nämlich

    Als Pfeil, der aussieht wie ein Hühnchen? Davor hat meine Oma keinen Respekt, wie sollen da böse Jungs den haben?


    Jetzt darfst du nicht pauschalisieren.

    Tu ich nicht, aber die Seite zeigt doch wirklich kaum ernst zu nehmende Leute.

    Tothian z.B. der gar keine Maske trägt, patrouilliert schon seit Jahren durch New Jersey und New York, und erfreut sich anscheinend gleichbleibender Beliebtheit

    Genau diese respektiere ich auch. Das bedeutet nämlich Mut. Und Mut bedeutet Stärke und besonders zeigt er durch sein fehlendes Kostüm, dass er für die Sache steht, die er tut! Die anderen wirken nur, als ob sie sich hinter der Maske verstecken. Bei den meisten zweifelt man wirklich, ob sie für Gerechtigkeit sorgen oder ob sie nur das Kostüm spazieren tragen.

    Leider sind wir aber nicht im Film, und man wirkt mit sowas schnell lächerlich,

    Richtig. Wenn es übertrieben aussieht, dann nimmt man die Person vor sich nicht mehr ernst.


    Ich denke schon, dass einige von denen die Sache sehr ernst nehmen und täglich in den Straßen patroullieren. Aber viele andere möchten dadurch mit Sicherheit nur auffallen

  • Zitat

    Davor hat meine Oma keinen Respekt, wie sollen da böse Jungs den haben?

    Schwerlich. Der Typ ist dafür ja auch ein denkbar schlechtes Beispiel. Und wenn du geschaut hast, Red Arrow bekämpft auch gar keine Verbrecher, sondern spielt Pfadfinder in Honkong. Dazu bräuchte man zwar kein Kostüm, aber... naja, er ist halt ein Chinese. ;)
    Für viele der Anderen ist das Kostüm schon wichtig. Das ist Psychologie. Wenn ein unkostümierter Normalo gegen Verbrecher kämpft, ist es nur eine Strassenprügelei, jeder gegen jeden. Wenn er aber eine emotionslose Maske trägt (Death´s Head Moth, Ghost, Oni), dann kämpft der Verbrecher wie gegen einen Roboter (immer mal vorausgesetzt, der Vigilant hat was auf dem Kasten), von dem er nicht weiss, ob er erschöpft ist, ob er Schmerzen hat... Das Gesicht starrt nur böse, und das flösst Respekt ein, weil Menschen sich eben an dem orientieren was sie sehen. Menschen sind verletzlich, schwach und sterblich. Ein Symbol nicht.


    Zitat

    Genau diese respektiere ich auch. Das bedeutet nämlich Mut.

    Ist es nicht mutig genug, überhaupt sowas zu machen? Wie gesagt, eine gute Maske ist hilfreich. Gerade Tothian ist aber einer der ersten und fähigsten Vigilanten, und einer der wenigen die es auch ohne aufwendiges Kostüm gut hinkriegen. Denn auch er hat eine Maske: Sein Ruf. (Hier ein aktueller, umfangreicher englischer Bericht, in dem auch Tothian zu Wort kommt)
    Weiterer, fast nebensächlicher Punkt: Vigilanten sind vor dem Gesetz Verbrecher. Besonders zu Anfang hilft eine Kostümierung wohl dabei, nicht sofort eingeknastet zu werden.


    Im englischen Wikipedia-Artikel sind auch Unmengen von guten Links enthalten: Real-life Superhero

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  • Ist es nicht mutig genug, überhaupt sowas zu machen?


    Wenn ich mich als Frau in eine Prügelei zwischen Männern einmische, dann nennen mich alle dumm und leichtsinnig. Hat man ein Kostüm an, heißt es mutig?


    Für viele der Anderen ist das Kostüm schon wichtig. Das ist Psychologie.


    Klar ist das Psychologie. Aber ich verstehe einfach nicht, warum man das so übertreiben muss. Erstens kann ich mir kaum vorstellen, dass man mit diesen Masken viel sehen kann (z.B. von Ghost oder Oni), das kennt man schließlich von Karneval. Das Blickfeld ist eingeschränkt und man stolpert schon mal über die eigenen Füße. Ich glaube nicht, dass man anständig damit kämpfen kann. Zweitens würde ich als ein solcher Hero darauf achten, nicht zu viel Schnickschnak am Kostüm zu haben. Die Gefahr ist doch zu groß mit dem Umhang irgendwo hängen zu bleiben oder dass der Gegner diese unnützen Zipfel zum eigenen Nachteil nutzen könnten. Besonders wenn sie zu mehreren sind.

    Gerade Tothian ist aber einer der ersten und fähigsten Vigilanten, und einer der wenigen die es auch ohne aufwendiges Kostüm gut hinkriegen


    Eben, der hat ja auch nicht so viel Schnickschnak an seinem Kostüm :mrgreen:

  • Zitat

    Wenn ich mich als Frau in eine Prügelei zwischen Männern einmische, dann nennen mich alle dumm und leichtsinnig. Hat man ein Kostüm an, heißt es mutig?

    Wie jetzt? Diese Aussage ist in so vielen Punkten inhaltlich unpassend, dass einem erstmal der Atem stockt. :mrgreen: Erstens sind da auch Frauen dabei. Zweitens mischen die sich nicht in Prügeleien ein, sondern eher wenn jemand verprügelt wird. Drittens meinte ich mit "sowas", dass die täglich rausgehen und das Risiko auf sich nehmen. Viertens, was soll das mit dem "als Frau"? Spricht du aus eigener Erfahrung? Fünftens, dass nicht alle von denen aufwendige Kostüme tragen, sollte doch jetzt eigentlich geklärt sein.


    Zitat

    Aber ich verstehe einfach nicht, warum man das so übertreiben muss.

    Die Gründe habe ich schon genannt. Desweiteren haben die drei von mir genannten alle keine Umhänge, auf wen spielst du also an? Umhänge sind natürlich wirklich dämlich, siehe "Watchmen" oder "Die Unglaublichen". Die Augenlöcher scheinen mir alle gross genug zu sein. Ausserdem gehe ich davon aus, dass die durchaus für genug Sicht sorgen können wenn sie es ernst meinen - notfalls mit einer Schere.


    Zitat

    Eben, der hat ja auch nicht so viel Schnickschnak an seinem Kostüm

    Ja, aber wie gesagt, als normaler Mensch kannst du dir erstmal keinen Respekt verschaffen. Tothian hat lange und hart für seinen Ruf gearbeitet.

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  • Wie jetzt? Diese Aussage ist in so vielen Punkten inhaltlich unpassend, dass einem erstmal der Atem stockt.


    :lol: Ups, da hatte ich wohl den Satz davor vergessen weiter auszuführen. Ich weiß noch, ich wollte was wichtiges hinschreiben, hab's dann wohl vergessen. Aber meinste mir fällt jetzt wieder ein was? :mrgreen: Sorry!!! Einfach den Satz so lange wegdenken, bis es mir wieder einfällt.


    Viertens, was soll das mit dem "als Frau"? Spricht du aus eigener Erfahrung?


    Jau, aus eigener Erfahrung oft genug in Kölle dazwischen gegangen. Aber bedankt sich dann einer? Nein, die wollen meistens dir auch noch eine drauf geben. Und von Leuten wird man dann als leichtsinnig beschimpft. Viel zu selten geht jemand zwischen Prügeleien o.ä.! Ist das in Amerika auch so? Dann könnte ich verstehen, warum diese Institution entstanden ist und man sich vielleicht auch durch ein Kostüm Respekt verschaffen möchte.

    Fünftens, dass nicht alle von denen aufwendige Kostüme tragen, sollte doch jetzt eigentlich geklärt sein


    Die meisten aber doch :P



    Die Augenlöcher scheinen mir alle gross genug zu sein. Ausserdem gehe ich davon aus, dass die durchaus für genug Sicht sorgen können wenn sie es ernst meinen - notfalls mit einer Schere.


    Aber doch nicht während des "Kampfes". Da stechen die sich nachher ein Auge aus. ;)


    Ich bin halt anderer Meinung und glaube nicht, dass die eine besonders gute Sicht haben. Manche schon, aber die mit den Masken sind ja im Seitenblick eingeschränkt. Man kann einfach im Augenwinkel schwerer Bewegungen ausmachen. Meine Erfahrung ;) .

    Desweiteren haben die drei von mir genannten alle keine Umhänge

    Das ist klar. Die von dir genannten hab ich ja auch immer fein im Hinterkopf. Aber ich spreche hauptsächlich von den anderen abgebildeten Heros. Auf der ersten verlinkten Seite sind 35 Leute abgebildet, von denen 27 auf Verbrecherjagd gehen und wir sprechen nur von drei Heros, die meiner Meinung nach das nicht nur zur Show tun.

    Ja, aber wie gesagt, als normaler Mensch kannst du dir erstmal keinen Respekt verschaffen. Tothian hat lange und hart für seinen Ruf gearbeitet.


    Wie in jedem anderen Beruf. Was mich allerdings interessiert, ist die Frage, ob der in dem gleichen Kostüm begonnen hat auf Verbrecherjagd zu gehen oder vorher ein ebenso Schnickschnak verhangenes Dingen wie viele andere hatte. Hatte er damals eine Maske?
    Weil sein Fall könnte ein gutes Beispiel dafür sein, dass man auch ohne große Maskerade sich Respekt verschaffen kann.



    Ach Mann, ich kann einfach nicht aufhören über die Kostüme zu lästern. Tut mir echt leid!

  • Zitat

    Aber bedankt sich dann einer? Nein, die wollen meistens dir auch noch eine drauf geben.

    Naja, man muss so eine Situation schon richtig einschätzen können. Männer prügeln sich ja auch gerne mal aus purem Vergnügen. Nehme mich da nicht aus. Wenn du dich da einmischt, bist du natürlich ein Störfaktor.
    Wenn du dich dich aber auf die Seite von jemandem stellst der verprügelt wird - Respekt, Respekt, besonders bei körperlicher Unterlegenheit. Leichtsinnig ist das natürlich trotzdem, aber das muss ja nichts Schlechtes sein.


    Zitat

    Ist das in Amerika auch so?

    Ich behaupte jetzt mal, dass in Amerika in bestimmten Gegenden die Strassenkriminalität weitaus höher ist als hier, und viele Leute Schusswaffen haben. Sich da zu trauen jemandem zu helfen, setzt fast schon akute Lebensmüdigkeit voraus. Normale Helden reichen da nicht mehr, da braucht es dann Superhelden für. :mrgreen:
    Hier in Deutschland wird natürlich von oben dafür gesorgt, dass Eigeninitiative im Allgemeinverständnis etwas Unerhörtes und teilweise sogar Lächerliches bleibt. Deshalb gibt es auch so gut wie keine deutschen Berichte über die real-life superheroes. Wir werden sehn, wo das hinführt.


    Zitat

    Aber doch nicht während des "Kampfes". Da stechen die sich nachher ein Auge aus.

    Ich meinte doch auch vor dem Kampf. Und dass von Anfang an alles glatt geht, erwartet ja keiner. Als Vigilant bezieht man eben auch mal Prügel - dafür ist die Maske ja auch da, damit man das schmerzverzerrte Gesicht nicht sieht.


    Zitat

    und wir sprechen nur von drei Heros, die meiner Meinung nach das nicht nur zur Show tun.

    Da stimme ich zu. Obwohl ich die Zahl vielleicht etwas höher setzen würde.


    Zitat

    Was mich allerdings interessiert, ist die Frage, ob der in dem gleichen Kostüm begonnen hat auf Verbrecherjagd zu gehen

    Das älteste Foto das ich gefunden habe, ist von 2006. Da hat er zwar noch kurze Haare, aber dasselbe Kostüm. Laut seiner eigenen Aussage hat er schon mit 5 Jahren patroulliert, als Spiel natürlich, aber mit dem Vorhaben dies später ernsthaft zu tun. Mit 16 hat er die Military High School abgeschlossen, und mit 17 ging er als Infanterist zur Marinereserve. Währenddessen hat er jahrelang verschiedene Martial Arts, Fremdsprachen und Kriminalistiktechniken trainiert/gelernt. Heute ist er 25. (die Infos kommen alle aus dem Interview, das ich oben verlinkt habe.)
    Er beherrscht also verschiedene Kampftechniken, trägt Schutzkleidung und kennt sich durch die Kriminalistik auch etwas in Psychologie aus. Eine Maske will und braucht er somit wohl nicht. Unter den anderen Vigilanten sind bestimmt auch ein paar so richtig harte Knochen, die eine Maske nicht nötig hätten, aber Himmel - was solls?


    Zitat

    Ach Mann, ich kann einfach nicht aufhören über die Kostüme zu lästern. Tut mir echt leid!

    Das ist wohl auch der Hauptpunkt, an dem wir uns nie einig werden, besonders da der Superheldenfreak in mir einige der Kostüme echt cool findet. Aber das macht ja nichts. Sinn und Unsinn der Kostüme haben wir jetzt so erschöpfend dargelegt, dass sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden kann.

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  • Hierzulande natürlich völlig unvorstellbar, der unfähige Beamtenapparat hat schliesslich dank Gewaltmonopol das Recht, seine Fehler alleine zu machen. In den USA sind die Gesetze gerade bezüglich Gewaltanwendung zwar etwas laxer, aber auch dort ist diese Art der Verbrechensbekämpfung natürlich illegal.

    Relativ. Jeder, der eine andere Person bei einer Straftat erwischt, hat die Rechte eines Polizisten. Sprich: Zivilisten dürfen Straftäter festnehmen und festhalten, und auch Gewalt anwenden - wenn diese berechtigt, und nicht unnötig ist. "Superhelden" gibt es auch hier, sie verkleiden sich nur nicht.

  • Das ist nicht wahr. In Deutschland hast du als Normalbürger unter keinerlei Umstände die selben Rechte wie ein Polizist und du "darfst" schon gar niemals Gewalt anwenden. Sobald du einen Menschen, was auch immer er getan hat, am Arm festhälst, weil er etwa etwas geklaut hat, begehst du Freiheitsberaubung und Selbstjustiz. Du darfst niemanden gegen seinen Willen festhalten, das darfst du nichtmal einfach so als Polizist. Als Polizist brauchst du auch einen guten Grund das zu tun. Sei es widerstand gegen die Staatsgewalt, Gefahr in Vollzug, Fluchtgefahr, Vertuschungsgefahr oder What ever. Das einzige das du darfst wenn du jemand bei einer Straftat erwischt, ist die Polizei rufen. Glaub nicht Alles was man im Fernsehen sieht, vor allem nicht wenn es amerikanische Filme/Serien sind.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Doch, das ist wahr. Schlag es nach, frag einen Anwalt, oder glaub mir einfach. Zivilisten dürfen andere Bürger 'festnehmen' - natürlich ist von der jeweiligen Situation abhängig. Du hast auch das Recht deinen Besitz und Eigentum, mit Hilfe von Gewalt, zu verteidigen. Wenn du wünscht, dann zitiere ich Paragraphen - obwohl es unnötig ist.

  • Ich bitte darum. Aber bitte aus dem Deutschen Gesetzbuch. Ich hätte gerne den Paragraphen in dem steht ich darf jemanden verhaften und ich hätte gerne den Paragraphen in dem steht ich darf jemanden festhalten oder Gewalt anwenden (und natürlich nicht der Paragraph über Notwehr. Dass ich mich verteidigen darf wenn mein körperliches wohl oder eine nahestehden Person in akkuter gefahr ist weiss ich. Ich meine den in dem steht ich darf jemanden mit Gewalt festhalten.) Das wäre ziemlich kontrovers denn bis die schuld bewiesen ist, gilt jeder Mensch als unschuldig. Selbstjustiz ist in jedem Falle starbar abe ich bin auf die Paragraphen echt gespannt.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • § 127, Strafprozessordnung, Abschnitt 1.


    Zu der Gewalt, da kann ich mich nur selbst zitieren : "und auch Gewalt anwenden - wenn diese berechtigt, und nicht unnötig ist."


    Natürlich darf ich keine andere Person unter Gewalteinfluss festhalten, wenn diese nicht notwendig ist. Sprich: Natürlich beziehe ich mich auf Notwehr.

  • Ok in dem einen Punkt hast du Recht aber dein Satz: "Du hast auch das Recht deinen Besitz und Eigentum, mit Hilfe von Gewalt, zu verteidigen" Ist definitiv nicht wahr. Habs grade selbst nachgelesen. Das mit der Jedermannverhaftung wusste ich nicht aber das mit der Gewaltanwenden zum Schutz von Besitz und Eigentum ist definitiv falsch.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Doch, das stimmt auch. § 859, Abschnitt 1. Dieser umfasst auch nur einen Satz : "Der Besitzer darf sich verbotener Eigenmacht mit Gewalt erwehren.". Ich glaube sicherlich nicht blind Dinge, die ich in Serien oder Filmen sehe, aber ich bin für die Polizei tätig, und folgend bin ich auch mit den Gesetzen vertraut. Auch wenn ich sie nicht mache ,)


    Abschnitt 2 ist ebenfalls interessant, und bietet die gleiche Sachlage -> "Wird eine bewegliche Sache dem Besitzer mittels verbotener
    Eigenmacht weggenommen, so darf er sie dem auf frischer Tat betroffenen oder verfolgten Täter mit Gewalt wieder abnehmen.".

  • IamHere, Gesetze sind aber trotzdem nur Theorie. Hier haben wir einen Fall diskutiert, in dem tatsächlich jemand einen fliehenden Straftäter festgehalten hat. Dafür musste er 600 Euronen Strafe zahlen.


    Zitat

    aber ich bin für die Polizei tätig,

    dann wäre gerade deine Meinung zum Vigilantenthema doch unheimlich spannend. Aus deinem ersten Post lese ich negativ raus, aber könntest du das noch genauer ausführen?

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