Türkischer Kobold


  • Es gibt hin und wieder Wellen von diversen Mails, welche eine Monstergeschichte verbreiten. So ist es nicht verwunderlich, das im Sommer 2008 ein weiteres Bild aufgetaucht ist, welches Millionenfach per Handy und E-Mail verschickt wurde. Die Geschichte lautet in etwa so, das in der Türkei ein Mann vom rechten Glauben abgefallen sei, worauf er und seine Familie von einem bösartigen kleinen Monster oder Kobold tyrannisiert wird. In einigen Versionen ist sogar von Todesopfern im Umkreis der Familie und den Kindern die Rede. Verzweifelt soll sich der Mann an Spezialisten gewandt haben, welche das Wesen schließlich in die Enge treiben und fotografieren konnten.


    Wer nicht selbst von einem solchen Wesen heimgesucht werden möchte, solle dieses Bild und die Warnung an mindestens 5 weitere Menschen weitersenden, um seinen wahren Glauben zu zeigen.


    Dabei ist das nebenstehende Bild natürlich der entsprechende Aufmacher.


    Obwohl gerade bei Jugendlichen dieser Geschichte geglaubt wird, handelt es sich dennoch um einen schlechten Scherz. Das Wesen auf dem Bild ist eine weitere Skulptur der australischen Künstlerin Patricia Piccinini, welche auf solch skurilen Plastiken spezialisiert ist.


    Die Geschichte zum Bild selbst ist nach dem typischen Muster einer Kettenmail aufgebaut, die mit den Ängsten der Menschen zu spielen versucht.


    Quelle: http://www.kryptozoologie.net/beitrag/turkischer-kobold/

  • Ein ähnlicher Fall ist der des Rattenmädchens.



    Diese Geschichten folgen dem traditionellen Muster der Apostasie-Sagen: eine Person fällt vom Glauben ab, erhebt sich gegen Gott, lästert über die heiligen Bücher etc. und wird dafür bestraft. Wie der Wikipedia-Artikel sagt, gehen manche Arabisten von einer gezielten Streuung durch islamische Kräfte im arabischen Raum aus; letztlich wird der Nährboden für die Verbreitung solchen Unfugs aber durch die geringe Bildung und den ländlichen Migrationshintergrund vieler hier lebender Muslime ermöglicht, die für derartige Schauergeschichten in einem erschreckenden Maße empfänglich sind.

  • Kobold, Rattenmädchen, wer weiß, was noch alles kommt.
    Egal, ob religiös oder nicht, ein Empfänger solcher Nachrichten muß ganz schön unbedarft sein, um auf solche Schmarren reinzufallen.
    Erstaunlich, welcher Skurrilitäten sich sich Fundamantalisten bedienen.