Das Ende des Plastikmülls

  • http://www.spiegel.de/wissensc…tur/0,1518,712863,00.html
    http://www.n-tv.de/wissen/Abfa…indet-article1317756.html


    Die Wissenschaft weiß also nicht weiter, heißt ich muß mal wieder eingreifen :)


    Eine Ideen wie das Plastik verschwindet könnte unbekannte Lebensformen sein welche sich von Plastik zu ernähren. Die Evolution hat es schließlich geschafft das Leben auf diesem Planeten auch unter den widrigsten Bedingungen weiterzuentwickeln, wieso also könnte nicht auch eine Art entstehen die anders funktioniert als wir und sich einfach von Plastikabfall ernähren kann. Wenn eine Lebensform das schafft müßte sie nicht jagen und hätte immer mehr als genug zu fressen.


    Normalerweise geht die Evolution gemächlich von statten, anderseits deuted einiges daraufhin das es zwischendurch rätselhafte Sprünge in der Evolution gab. Ob die nun immer zufällig waren ist ein anderes Thema über das man in einem anderen Thread diskutieren kann.


    Soviel zu der einen Theorie. Die andere wäre das Außerirdische vielleicht entfernen um den Planeten zu retten. Wieso sollten Außerirdische uns bzw. dem Planeten nicht helfen wollen, aber trotzdem kein Interesse daran haben das wir sie kennenlernen. Das wäre für eine hochintelligente Spezies eine durchaus logische Vorgehensweise


    Angenommen wir landen in 500 Jahren mal auf einem fremden Planeten, haben bis dahin alle Müll und Energieprobleme gelöst. Wir Treffen auf eine verhältnissmässig primitive Kultur wie unsere heutige. Wir wollen uns nicht zu sehr in ihren Entwicklungsprozess einmischen bzw. wollen uns nicht ihnen zu erkennen geben, weil wir persönlich nichts dadurch gewinnen könnten, dümmstenfalls von ihnen als Bedrohung angesehen werden würden, ebenso könnte ja auch Neid entstehen weil wir ihnen unsere Technik nicht (noch nicht) geben wollen. Wobei wir ihnen hier und da immer mal wieder ein paar kleine Häppchen hinwerfen könnten.


    Aber man könnte ihnen indirekt helfen ohne das zu offensichtlich wird das eine Einflußnahme von außerhalb erfolgt. Wir entdecken das zuviel Müll in ihren Ozeane schwimmt, und bevor das eine ernsthafte Bedrohung wird, schicken wir ein paar Sonden los, evtl. getarnt als Tiere, welche den Plastikmüll entfernen/vernichten.


    Übrigens ist seit einigen Jahren auch das Ozonloch kein Problem mehr. Das hat sich wieder geschlossen, hat nur keiner mitbekommen, ist ja auch nicht so spannend darüber zu berichten ;)


    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11140-2010-01-27.html


    Die Frage ist nur ob unser FCKW Verbot geholfen hat und nicht vielleicht andere Mächte etwas nachgeholfen haben.


    Natürlich kann man sich gleichzeitig fragen wieso so eine außerirdische Macht nicht alle unsere Katastrophen verhindert. Wieso nicht den 2 Weltkrieg, wieso nicht das Erdbeben in Haiti etc.?


    Ist auch logisch, denn die Außerirdischen könnten nicht unbedingt ein Interesse daran haben das jeder Mensch auf diesem Planeten gerettet wird, immerhin sind wir mit 6-7 Milliarden sowieso die dominierte Spezies, ein paar Mio weniger sind unbedeutend. Wenn aber die Ozonschicht weg ist, oder die Ozeane tot ist das eine Gefahr für den gesamten Planeten.


    Ich bin evtl. wieder ein wenig vom Thema abgekommen, vielleicht passt es auch nicht direkt in diesen Abschnitt des Forums. In dem Fall bitte ich die Admins es dorthin zu verschieben wohin es passt.

  • Vorweg mal, sehr interessanter Artikel.


    Nun zu den Dingen die mir ein wenig sauer aufstoßen.


    1. Bitte nennt dieses Produkt das ihr gerne als "Plastik" bezeichnet einfach Kunststoff.
    Bei dem Wort Plastik schwillt mir der Hals so dermaßen an das ich fast ersticke.


    Seit mir nicht böse aber ich kann dieses Wort nicht mehr hören/lesen.


    2. Warum müssen immer gleich Außerirdische für alles herhalten?
    Schön langsam kommt mir das vor wie eine Gottheit, alles was ich mir nicht sofort erklären kann wird als überirdisch beschrieben, das ist doch nicht normal.


    Da ich kein Wissenschaftler bin kann ich nur ein paar Gedanken zu dem Thema niederschreiben.
    Vielleicht sammelt sich viel von den großen Abfallbrocken unter der Meeresoberfläche an, wie Treibholz oder so.
    Ich weiß nämlich nicht ob sich da alles so konstant zersetzt das man es als Partikel messen kann.


    Natürlich wird es eine gewisse Konzentration an Partikeln geben die sich messen lassen, aber wer weiß schon ob das bei alle Arten von Kunststoffen funktioniert?



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Zitat von Aragon70

    Die Wissenschaft weiß also nicht weiter, heißt ich muß mal wieder eingreifen

    In dem Spiegelartikel steht doch eine durchaus realistische Erklärung. Plas... ääähm, sorry... Kunststoff (@ Lexidriver: Darf man fragen, was du gegen Plastik hast? :shock: ) löst sich zwar nicht auf, aber zerreibt sich auf die Dauer. Teilweise wird er wahrscheinlich auch einfach am Meeresboden unter Sand begraben, oder in winzigen Teilen ausversehen von Fischen verschluckt.
    Vielleicht haben die Leute auch einfach dazugelernt, und schmeissen weniger Kunststoff ins Meer. Die Tatsache dass mehr produziert wird reicht nicht, um davon auszugehen, dass auch mehr im Meer landet.


    Zitat

    Übrigens ist seit einigen Jahren auch das Ozonloch kein Problem mehr.

    Das Ozonloch? Die Ozonschicht ist doch kein Metallmantel, in den man Löcher sägen und wieder stopfen kann. Die Schicht dünnt immer wieder mal irgendwo aus und schliesst sich dann (bei Dauerbelastung mit Substanzverlust) wieder, weil sich das Ozon gleichmässig ausbreiten will. Je nachdem wie stark sie angegriffen wird, hat sie dazu keine Möglichkeit. Mit den FCKW-Rückgängen in letzter Zeit ist die grösste Dauerbelastung aber erst mal beseitigt, und der Ozon-Sauerstoff-Kreislauf pendelt sich wieder ein.


    Zitat

    ist ja auch nicht so spannend darüber zu berichten

    Natürlich, die Grünen und andere Linke brauchen solche Umweltkatastrophen als Kapitalismuskritik - da schiesst man sich doch ins eigene Bein, wenn man zugibt dass die Probleme eigentlich gar keine waren.


    Höchst merkwürdig übrigens, wie du bei den normalsten Sachen Ausserirdische ins Spiel bringen kannst. :denk:

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Zitat
    Übrigens ist seit einigen Jahren auch das Ozonloch kein Problem mehr.
    Das Ozonloch? Die Ozonschicht ist doch kein Metallmantel, in den man Löcher sägen und wieder stopfen kann. Die Schicht dünnt immer wieder mal irgendwo aus und schliesst sich dann (bei Dauerbelastung mit Substanzverlust) wieder, weil sich das Ozon gleichmässig ausbreiten will. Je nachdem wie stark sie angegriffen wird, hat sie dazu keine Möglichkeit. Mit den FCKW-Rückgängen in letzter Zeit ist die grösste Dauerbelastung aber erst mal beseitigt, und der Ozon-Sauerstoff-Kreislauf pendelt sich wieder ein.


    Tja, hieß aber lange Zeit das es praktisch nicht mehr umkehrbar wäre ...


    Zitat
    ist ja auch nicht so spannend darüber zu berichten
    Natürlich, die Grünen und andere Linke brauchen solche Umweltkatastrophen als Kapitalismuskritik - da schiesst man sich doch ins eigene Bein, wenn man zugibt dass die Probleme eigentlich gar keine waren.


    Höchst merkwürdig übrigens, wie du bei den normalsten Sachen Ausserirdische ins Spiel bringen kannst. :denk:


    Einfach davon ausgehend das es eine ungelöste Frage ist wo das Plastik äh der Kunststoff ;) hin verschwindet. Was natürlich nicht heißen muß das es auch eine normale Erklärung geben kann, aber der Bericht suggeriert ja, durch Wissenschaftler bestätigt, das man keine Erklärung dafür hat. Und wenns keine normale logische Erklärung gibt kann man sich überlegen was es sonst noch sein könnte.


    Und da wir hier im Paraportal Forum sind finde ich es eigentlich naheliegend das man Außeridischen ins Spiel bringt wenn es passen könnte. Was nicht heißt das es zwingend so sein muß.


    Ich gehe mittlerweile davon aus das Außerirdische bereits auf der Erde sind und irgendwo versteckte Forschungsstationen betreiben. Es gibt inzwischen einige unerklärte Ufo Sichtungen von Leuten die es nicht nötig hätten das zu erfinden und auch andere Hinweise auf Außerirdische.


    Am überzeugendsten finde ich das Disclosure Project.


    http://www.youtube.com/watch?v…w&feature=player_embedded


    Gehen wir davon aus, die Außerirdischen sind hier. Wenn sie von der Art und Denkweise her mit uns vergleichbar sind dann würde nichts dagegen sprechend as sie hier und da mal heimlich aushelfen.


    Natürlich würde die Theorie noch besser passen wenn man noch mehr Hinweise findet wo sie ausgeholfen haben könnte.

  • Kurzes OT Geplänkel, ich würde es ja gerne per PM schreiben, aber es darf ruhig jeder wissen warum mich das so stört.

    Zitat

    @ Lexidriver: Darf man fragen, was du gegen Plastik hast? :shock:

    Jedes "Ding" hat eine Bezeichnung, Ein Schraubenzieher ist ein Schraubendreher, eine Flex ist ein Winkelschleifer, eine Hilti ist eine Schlagbohrmaschine, eine Schublehre ist ein Messschieber, ein Mikrometer ist eine Bügelmessschraube, eine Drehbank ist eine Drehbank und auf dieser wird gedreht auch wenn Galileo es gerne als Fräse/fräsen bezeichnet und PLASTIK ist und bleibt KUNSTSTOFF, egal wie man es im Volksmund gerne nennt.


    Das sind nur ein paar Worte die mir auf die schnelle eingefallen sind, da gibt es noch viel mehr... ;)


    Zitat

    Und wenns keine normale logische Erklärung gibt kann man sich überlegen was es sonst noch sein könnte.

    Und da fallen dir als erstes Außerirdische ein?

    Zitat

    Ich gehe mittlerweile davon aus das Außerirdische bereits auf der Erde sind und irgendwo versteckte Forschungsstationen betreiben. Es gibt inzwischen einige unerklärte Ufo Sichtungen von Leuten die es nicht nötig hätten das zu erfinden und auch andere Hinweise auf Außerirdische.

    Warum wundert mich das jetzt nicht?

    Zitat

    Am überzeugendsten finde ich das Disclosure Project.

    Dafür gibt es eigentlich schon Threads, warum musst du das jetzt wieder verwursten?



    MfG Lexidriver

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

  • Dafür gibt es eigentlich schon Threads, warum musst du das jetzt wieder verwursten?


    Da gebe ich Lexi recht. Das Disclosure Projekt und auch Grundsatzdiskussionen über die Existenz von Aliens gibt es genug. Bitte den Ganzen Kalauer nicht wieder von vorne durchackern........da gibt es genügen andere Threads dafür! ;)


    Und da wir hier im Paraportal Forum sind finde ich es eigentlich naheliegend das man Außeridischen ins Spiel bringt wenn es passen könnte.


    Öhm......NEIN!
    Finde ich gar nicht naheliegend!


    :ironie:


    -Heute Morgen habe ich meine Schlüssel nicht gefunden: das waren bestimmt Außerirdische!
    -Gestern beim Waschen war nur wieder ein Socke dabei: bestimmt besteht das berühmte "Sockenmonster" aus Außerirdischen, die sich einen Spaß draus machen uns unvollständige Sockenpaare zu hinterlassen!
    -Als ich neulich einkaufen war, war ich mir sicher Butter gekauft zu haben. Zuhause war sie nicht mehr zu finden: natürlich waren das Aliens die mir meine Butter unterwegs aus dem Auto geklaut haben mittels Beamerstrahl!


    Also Bitte! :roll:


    Wir bilden hier eine Gemeinschaft die versucht bisher noch ungeklärte, seltsame Begebenheiten zu diskutieren und zu lösen.
    Das Paraportal steht keinesfalls dafür die absurdesten Verschwörungstheorien für bare Münze zu nehmen, noch dazu, hinter jedem Pfurz außerirdische Tätigkeiten zu sehen und Alltagssituationen zu Sciene-Fiction zu verarbeiten.


    Und wie man bei diesem (nebenbei bemerkt interessanten Artikel) auf graue kleine Männchen kommt, die nächtens mit UFO´s anschwirren um milimetergroße Kunststoffteilchen aus dem Meer zu fischen, ist mir ein Rätsel! :ratlos:


    Das Thema an sich ist es wirklich wert sich genauer damit auseinander zu setzen. Aber aus einer anderen Perspektive. Nehmen wir einmal an, es ist tatsächlich so, wie es auch in dem Artikel schon erwogen wird, daß sich ein Bakterium/Lebensform gebildet hat, die sich auf Kunststoff ansiedelt und es schneller zersetzt als es bisher von der Natur möglich war!
    Wäre erstaunlich!
    (Somit würde das Ganze für mich sogar eher in die Sparte "Faszination Erde" passen ;) )
    Die Evolution hat schließlich schon die seltsamsten Dinge hervorgebracht. Wäre es also tatsächlich so, daß sich eine neue "kunststoffzersetzende" Spezies gebildet hat, könnte man sagen: "Die Erde schafft es doch wirklich immer wieder, den Murks, den der Mensch zusammenfabriziert wieder einigermaßen grade zu richten um nicht unterzugehen!" ;)


    Aber vielleicht ist es auch in der Tat nur so, daß sich die ganzen Müllteilchen sozusagen "verlieren".

    löst sich zwar nicht auf, aber zerreibt sich auf die Dauer. Teilweise wird er wahrscheinlich auch einfach am Meeresboden unter Sand begraben, oder in winzigen Teilen ausversehen von Fischen verschluckt.


    Genau!


    Aber Aliens? :shock:
    Nö! Ganz sicher nicht!


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • hm..interessante Diskussion.


    Mal meine gedankengänge dazu.


    Man könnte doch auch davon ausgehn, das ein chemischer Prozess stattfindet. Wenn man mal von der Evolution ausgeht, enstand alles im Meer. Warum soll das Meer dann nicht in der Lage sein dies auch wieder zu "kompostieren" ?
    So ne Art Wiederaufbereitung. Villeicht nicht sofort und nicht bei allem, aber bestimmte chemische Zusammensetzungen, die wiederum mit anderen Dingen im Meer mit der Zeit korrelieren?


    Bäume btw. Pflanzen sind auch in der Lage unsere Luft zu filtern und zu reinigen, warum dann nicht auch das Wasser? Und grade das Meer, was Ursprung allen Lebens war und ist?


    Die Theorie mit den Auserirdischen ..also naja, das scheint mir eher doch zu weit hergeholt. Zumal die E§xistenz derer auch net bewiesen ist.


    Ich kann nicht sagen ob mir das Brot schmeckt und es mich satt macht, wenns noch nicht mal gebacken ist, weil ich das Rezept nicht kenne^^


    lg

  • Zitat

    Die Mengen variieren zwischen 5000 und 26.000 Teilchen pro Quadratkilometer. Frühere Einzelmessungen aus den siebziger Jahren hatten zum Teil sogar noch dramatisch höhere Werte ergeben - mit bis zu 167.000 Partikeln pro Quadratkilometer.
    Die Forscher wundern sich darüber, dass die Belastung mit Plastikmüll offenbar nicht zugenommen hat - vor allem, weil die weltweite Kunststoffproduktion zwischen 1976 und heute um das Fünffache gestiegen ist - und mit ihr die Müllmengen. In den USA etwa registrierten die Behörden eine Vervierfachung der Kunststoffmengen im Hausmüll - abzüglich Recycling-Anteil, sagt Law. Eigentlich sei zu erwarten, dass auch mehr Plastik im Meer landet, sagt die Forscherin. Aber nachweisbar sei das nicht.


    Irgendwie geht aus dem Artikel nicht eindeutig hervor, ob die Kunststoffmengen im Meer, schon kurz nach Beginn der Messungen 1986, bereits höher waren als erwartet; oder ob dieses Phänomen erst in den letzten Jahren festgestellt wurde. Da aber im Text nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass es sich um ein neuartiges Phänomen handelt, gehe ich stark davon aus, dass es schon länger bekannt ist.


    Allerdings wird die Aussagekraft der Studie natürlich umso höher, je länger sie dauert. Die ersten Jahre der kontinuierlichen Messungen (1986 und kurz danach) haben wahrscheinlich nur dazu gedient, den Kunststoffgehalt im Meer zur weltweiten Kunsstoffproduktion überhaupt erstmal in Relation setzen. Das dürfte sich ähnlich verhalten, wie z.B. bei Studien zum Klima, die natürlich auch umso aussagekräftiger sind, je länger sie zurückreichen. Wahrscheinlich haben die Wissenschaftler ihr Datenmaterial gerade jetzt publiziert, weil sie ihre Messergebnisse erst jetzt für statistisch signifikant hielten!
    (Übrigens sollte man meines Erachtens die Einzelmessungen aus den Siebzigern gänzlich unberücksichtigt lassen, weil sie vermutlich von ganz anderen Wissenschaftlern, an anderen Orten, mit völlig unterschiedlichen Messmethoden durchgeführt wurden und vielleicht überhaupt nur zufällige Abweichungen sind.)
    Vermutlich hat kürzlich die dpa über diese neue Publikation eine Meldung gebracht und nun wird das halt von verschiedenen deutschen Medien aufgegriffen.



    Worauf ich eigentlich hinaus will:


    Beim oberflächlichen Überfliegen der verlinkten Artikel könnte durchaus der Eindruck entstehen, dass sich der Kunststoffabbau in den Weltmeeren in den letzten Jahren aus geheimnisvollen, neuartigen Gründen beschleunigt hat. Zumindest mir ging es im ersten Moment so.
    Vielleicht irre ich mich, aber nach nochmaligem Durchlesen verstehe ich das Ergebnis der Studie nun eher so, dass sie schlicht und ergreifend einfach nicht die Resultate liefert, die zu Beginn prognostiziert wurden. Das wäre natürlich weit weniger spektakulär, als ein plötzlich auftauchendes, neuartiges Phänomen und vermutlich hätte Aragon70 diesen Thread dann gar nicht erst erstellt. Man weiss es nicht. ;)


    Trotzdem finde ich das Thema sehr spannend.
    Vor allem die Erklärungsmöglichkeit, dass wider Erwarten Mikroorganismen in der Lage sein könnten Kunststoffe abzubauen, finde ich hochinteressant.
    Auch wenn solche Mikroben aktuell noch nicht existieren sollten, so bin ich doch der festen Überzeugung, dass die Evolution, gerade bei den anpassungsfähigsten Lebensformen auf unserem Planeten einen Weg finden wird, auch bestimmte Kunststoffe zu verstoffwechseln. Dazu braucht es keine Gentechnik, das schafft die Natur mittelfristig ganz alleine:


    Zitat

    Biofilm nur aus bestimmten Mikrobenarten
    Die Forscher stellten fest, dass das Plastik von zahlreichen Bakterienarten bewohnt wird, die zusammen einen Biofilm auf der Oberfläche bilden. Allerdings waren nur bestimmte Typen von Mikroben an diesem Biofilm beteiligt, ihre Artzusammensetzung unterschied sich deutlich von der der sonstigen Meeresmikroben. Nach Ansicht der Forscher könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass die Plastik bewohnenden Bakterien sich auf den Kunststoff als Lebensraum spezialisiert haben und aktiv am Abbau des Kunstoffs und/oder der giftigen Substanzen auf ihnen beteiligt sind.

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11435-2010-03-29.html


    Immerhin gibt es bereits Bakterien, die Kohlenwasserstoffe aus Erdöl, als Nahrungsquelle nutzen:


    Zitat

    Hydrocarbonoclastic bacteria (HCB, auf deutsch etwa "Kohlenwasserstoff-aufbrechende Bakterien") sind eine Gruppe von Bakterien, die aufgrund ihrer ökologischen Potenz zur Nutzung von Kohlenwasserstoffen als ausschließliche Kohlenstoffquelle zusammengefasst werden. Sie sind dadurch in der Lage, komplexe Kohlenwasserstoffe enzymatisch aufzubrechen und abzubauen und spielen entsprechend in der Beseitigung von Ölverschmutzungen, vor allem beim Abbau von Rohöl, in marinen und terrestrischen Ökosystemen eine große Rolle.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hydrocarbonoclastic_Bacteria


    Vielleicht ist der Mensch gerade dabei ein gänzlich neues Ökosystem zu schaffen. :shock:

  • Gerade im Fernsehen vom Plastikvermüllten Ozean gehört und dann diese befreiende Nachricht gelesen :)


    Zitat

    New Haven/ USA - US-Forscher haben im Amazonas-Regenwald einen Pilz entdeckt, der sich ausschließlich von Polyurethanen ernähren kann und das sogar unter Umweltbedingungen, die jenen im Innern von Abfalldeponien gleichen.


    Bei Polyurethanen (PU / PUR) handelt es sich um Kunststoffe oder Kunstharze, die je nach Herstellung hart und spröde, aber auch weich und elastisch sein können und aus diesem Grund besonders in aufgeschäumter Form als dauerelastischer Weichschaum (z. B. für Sportschuhsohlen) oder als harter Montageschaum Verwendung finden. Bislang glaubten Wissenschaftler nicht, dass Polyurethane durch natürliche Prozesse aufgebrochen werden und somit recycelt werde könnten.


    Wie das Studententeam um Professor Scott Strobel vom Rainforest Expedition and Laboratory der Yale University im Fachmagazin "Applied and Environmental Microbiology" berichten, finden Polyurethane in nahezu allen Plasktikgegenständen Anwendung, überdauert als Abfall jedoch mehrere Generationen. [...]


    Quelle:
    http://grenzwissenschaft-aktue…enwald-amazonas-pilz.html

    Warum trauerst du dem Mantel nach, den man dir stahl, wenn du dir, mit der dir verblieben Zeit, einen Neuen kaufen könntest.


    "In diesem Sinne..."
    Prof. Dr. Harald Lesch

  • Mir fällt dazu doch grad ein Thema ein, das hier im PP schon vor einiger Zeit diskutiert wurde: Plastik im Meer verschwindet auf rätselhafte Weise
    In dem im Startbeitrag verlinkten Spiegelartikel (Von August 2010) wird auch auf eine unter Wasser lebende Mikrobenart eingegangen, die in der Nähe von Plastikmüll siedelt; außerdem wird spekuliert, ob diese Mikroben sich vielleicht sogar vom Plastik ernähren könnten. Gamma schrieb damals dazu:


    Vor allem die Erklärungsmöglichkeit, dass wider Erwarten Mikroorganismen in der Lage sein könnten Kunststoffe abzubauen, finde ich hochinteressant.
    Auch wenn solche Mikroben aktuell noch nicht existieren sollten, so bin ich doch der festen Überzeugung, dass die Evolution, gerade bei den anpassungsfähigsten Lebensformen auf unserem Planeten einen Weg finden wird, auch bestimmte Kunststoffe zu verstoffwechseln. (...) Vielleicht ist der Mensch gerade dabei ein gänzlich neues Ökosystem zu schaffen.

    Bei den nun im Regenwald entdeckten Mikroben handelt es sich scheinbar um eine andere Art als die im anderen Thread angesprochenen; nichtsdestotrotz macht das diese Entdeckung jetzt natürlich nochmal doppelt so interessant.

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  • Hallo Leute,



    bin hier mal auf eine sehr interessante Thematik gestoßen.


    http://www.spiegel.de/wissensc…ende-raupe-a-1144619.html


    Was haltet ihr davon? Klar ist das noch keine Menge, im Vergleich zu den Rießigen Mengen an Plastikmüll der Generiert wird oder bereits im Meer Schwimmt. Es gibt ja bereits auch Stoffe welche entwickelt wurden welche Plastik abbauen können. Bin gespannt wie es weiter verfolgt wird.


    grüße


    Black Crow

    "You believe that the Strong exist to cull the weak. To use them as Food. But you are Mistaken. The strong exist, not to feed off the weak, but to protect them!" - Rurouni Kenshin (Film)

  • Also das klingt tatsächlich interessant. Wenn man das Enzym synthetisch herstellen könnte, dann könnte man es auf Deponien zur Zersetzung von Plastikmüll gebrauchen. Aber mal sehen was da noch kommt.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Es gibt auch andere schon länger bekannte Organismen, die Plastik zersetzen können, da ist die Larve der Wachsmotte nichts besonderes. Zusätzlich ist sie aber noch ein Eukaryont, die vergleichsweise komplizierte Modifikationen an den Genprodukten durchführen, was eine synthetische oder biotechnologische Herstellung des Enzyms dieser Raupe erschwert.


    Bereits 2016 wurden verschiedene bakterielle Enzyme isoliert, die Plastik hydrolysieren können und bereits in den 80er gab es schon Versuche Plastikmüll mikrobiell abzubauen, die aber nicht erfolgreich waren.


    Es ist schön, dass die Wachsmotte PET verwerten kann. Im Rahmen meiner Ausbildung durfte ich diese quirligen kleinen Viecher züchten, dennoch ist die Hoffnung ein wenig voreilig.

    "To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

    Einmal editiert, zuletzt von Knurzhart ()

  • Moin Moin

    Zitat

    Bereits 2016 wurden verschiedene bakterielle Enzyme isoliert, die
    Plastik hydrolysieren können und bereits in den 80er gab es schon
    Versuche Plastikmüll mikrobiell abzubauen, die aber nicht erfolgreich
    waren.

    Ja da hast du recht, jedoch schien hier die Geschwindigkeit eine Rolle zu spielen, da diese Raupe das ganze scheinbar bisher am schnellsten abbauen konnte wenn ich das recht gelesen habe. Allerdings bin ich zeitlich noch nicht dazu gekommen mich auf andere Quellen dazu zu stürzen.


    Zitat

    Es ist schön, dass die Wachsmotte PET verwerten kann. Im Rahmen meiner
    Ausbildung durfte ich diese quirligen kleinen Viecher züchten, dennoch
    ist die Hoffnung ein wenig voreilig.

    Auch da geb ich dir recht, das wir nicht zu voreilig sein sollten. Es wäre zu übereifrig dort schon gleich unser Plastikproblem zu begraben der Titel war lediglich provokant gewählt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Wachsmotte


    gibt es bereits einen Eintrag zu der Forschung mit den Plastik. Da sind auch weitere Raupenarten usw benannt.
    Fand die Thematik sehr interessant und dachte mir es ist nen Post wert^^


    grüße


    Black Crow

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  • KUNSTSTOFFTEILE IM MEER


    Die Ursachen oder vielmehr die Verursacher sind bekannt. Länder ohne Entsorgungslogistik in z.B. Südostasien machen es der Umwelt besonders schwer.


    Sollte man sich nicht Gedanken darum machen, die Ursachen der Vermüllung anzugehen.


    Ich denke, dass wir in Europa auch eine Teilschuld haben - nicht, weil wir das Zeug herstellen, das ist nciht das Problem, wenn es sachgerecht auf einer Mülldeponie gelagert oder verbrannt wird.
    Wir verkauften sogar den Müll nach China. Vieleicht haben die Chinesen ihn weiterverkauft, ohne zu prüfen, was wirklich damit passiert.
    Resultat: Er landet schlussendlich wieder im Auffangbecken Meer.

  • Kann nicht schaden :D , das ist so ähnlich wie die Abschreckungsbilder, oder soll man Lehrbilder sagen, die auf den Zigarettenschachteln aufgedruckt sind.



    INSEKTEN ODER MIKROORGANISMEN, DIE KUNSTSTOFF FRESSEN
    Dafür braucht es doch auch eine gutgehende Entsorgungswirtschaft, um die Tierchen und den Müll an geeigneten Orten zusammen zu führen. Aber es wird nicht möglich sein in den Ländern, wo aktuell die Umweltsünden begangen werden. Und ich denke, die Menschen haben dort in Ihrer Armut schwerwiegendere Probleme als die Müllentsorgung in geordnete umweltverträgliche Bahnen zu lenken.

  • Hallo,
    Zitat von Ungläubiger

    Ja das ist definitiv auch ein großes Problem das wir mit unserem Müll Streckenweise sehr unbedenklich umgehen vorallem mit dem Müll der uns Längererhalten bleiben wird wenn er mal nicht wieder verwertet oder komplett vernichtet.
    Allerdings ist mir vorallem im Urlaub (letzten Wochen) bewusst geworden, wie viel Plastik auch in den EU-Ländern Verwendet und Produziert wird.
    Ich hab eine Woche meines Urlaubs in Italien an der Adriaküste verbracht und war richtig geschockt für was ich alles Plastiktüten, Plastikbecher, Plastikschachteln usw. bekommen habe.
    Sogar bereits Geschälte Orangen in einer Plastikschale gab es.
    Ich war hier als Deutscher ("wollen sie ne Tüte kostet 10 Cent aufpreis") richtig geplättet als ich mit dem ersten Einkauf (Sachen für Frühstück, etwas Obst und gemüse und Mortadella und Parmaschinken) zurück kam und dann ersteinmal alles einzeln aus streckenweise doppeltverpackten Plastik entnehmen musste. Selbst die Wurst, Käse und Semmeln welche am selben "Stand" gekauft wurde war jedes Sorte einzeln in eine Verpackung und zusätzlich einzeln in Tüten verpackt.
    Auch dort waren zwar Tüten aus Abbaubaren Material dabei (wie oben schon genannt das mit dem Hanf oder ähnlichen Pflanzenstoffen) doch dieser Anteil war erschreckend gering dafür das man gefühlt nur Mülltüten gekauft hatte.
    Was ich z.B. zusammen mit meiner Bekannten unterstütze ist die Organisation 4Oceans (ist zwar nur ein kleiner Beitrag in Form von gekauften Armbändern aber auch sowas hilft schon, soll jetzt keine Werbung sein oder so finde die Organisation einfach gut)
    grüße
    Black Crow

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