Der Schwarze Mann

  • Warum steckt da mehr dahinter? Du hast noch keinen einzigen Grund genannt warum die Schlafparalyse nicht zutrifft. Das kann bei JEDEM Menschen passieren und ist keine Krankheit oder sowas. Das mit dem Hund war einfach zufall und nichts anderes.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Ja, das Kind wurde in die Klinik gebracht weil es den schwarzen Mann gesehen hat. (traurig genug)
    Also ob die jetzt von solchen Dingen was wissen, ich gehe mal davon aus da es sich um geschultes Personal handelt. Aufjedenfall wurden Gehirnströme gemessen alle möglichen Blutuntersuchungen wurden durchgeführt usw.
    Der Psychologe sagte das Kind hat halt eine starke Fantasie.


    Das Gerät heißt Proteus Next Generation Light Sound Stimulation System kannst Du dich ja mal umschauen im Internet da gibt es mehrere mit verschiedenen Namen. Mundharmonika hab ich jetzt noch nicht gesehen.


    Ich sag nicht der Geist war Schuld aber während wir Geister beschwört haben ist der Hund auf mein Bett gesprungen. Er hat zum jaulen angefangen und ist davon gerannt. Später ist genau an der Stelle ein Schatten erschienen. Alle beteiligten haben es gesehen
    Darum geht es auch nicht. Es geht darum das solche Menschen nicht psychisch krank sind. Es kann sich schlecht um Schlafparalyse handeln wenn ihn Menschen im totalen Wachzustand. sehen.


    Entwicklungsphasen und Urängste hab ich schon mal gehört, ist auch keine schlechte Idee aber wenn jetzt ein Erwachsener Mann im Auto fährt und ein schwarzer Mann steht ganz einfach so auf der Strasse ist er dann in einer Entwicklungsphase oder ist ihn plötzlich seine Urangst begegnet?


    Ich wollte nur mal verdeutlichen das es sich nicht immer um eine Psychose Handeln muss.

  • Zum Thema "Schwarzer Mann" wird ja oft gesagt, und das ist auch sicher richtig so, dass dieses Phänomen/Erscheinung/Trugbild, oder wie immer man es auch nennen möchte, in erster Linie bei Kindern vorkommt. Also wohl bei 3- bis 12-jährigen. (interessant, dass es bei Pubertierenden dann in den meisten Fällen wieder vorbei ist)


    Nun aber ein kleiner Bericht von mir. Ich hatte in meiner Kindheit und Jugend nie Probleme mit dem Schlaf. Sowas wie den Schwarzen Mann kannte ich nur von Oma... (wenn du nicht brav bist, holt dich der Schwarze Mann...). Natürlich hatte ich damals als 5-jähriger ziemlich schiss, da ich immer dachte, das wäre mein erst eben verstorbener Onkel, der uns mittels Freitod verlassen hatte. Das bekam ich damals aber auch gar nicht so mit. Es war einfach nur so, dass der Onkel tot sei und für mich als Kind wars das. Ich fragte auch nie genauer und extra darüber geredet hat auch niemand mit mir. Einen Schwarzen Mann gab es für mich also auch nicht. Ich träumte weder davon, noch bin ich irgendwann wach geworden und habe so einen Schwarzen Mann gesehen.


    Nun aber zur Story vom diesjährigen Sommer. Ich bin mittlerweile 27 Jahre alt und habe in meinem Leben schon einige seltsame Dinge erlebt, für die ich jedoch immer eine Erklärung finden konnte. Außerdem stehe ich mit beiden Beinen im Leben, verdiene gutes Geld und würde mich als ziemlich starke Persönlichkeit beschreiben, die sich nicht viel Blödsinn einreden lässt, aber dennoch gerne offen für Neues ist. Wie dem auch sei, ich machte diesen Sommer gemeinsam mit meinen Eltern (die ich ohnedies nicht sonderlich oft sehe) einen Ausflug. Wir waren in einem Bauernhof, welcher gleichzeitig eine Pension ist, untergebracht. Unsere Unterkunft war eine kleine Ferienwohnung mit zwei Doppelbettzimmern, einem kleinen Flur, Bad/WC und einem Koch-/Wohnraum. Mein Zimmer und das meiner Eltern waren durch den Flur und diesen Wohnraum getrennt (also drei Türen dazwischen). In der zweiten Nacht, ich war gerade am einschlafen (weiß nicht ob ich schon wirklich weg war oder nicht) fühlte ich plötzlich etwas neben mir atmen. Es klang so wie ein etwas schweres Atmen. Ich bin aus Schreck hochgefahren und sah einen schwarzen Schatten von der Mitte des Zimmers zur Tür huschen. Ich war in dem Moment so erschrocken, dass ich ganz komisch geschrien habe. So schreie ich normal gar nicht. Irgendwie wie ein Schrei, den man aus Verzweiflung, Angst und Ekel von sich gibt. Irgenwie irre. Jedenfalls war die Türe verschlossen und ich kann mir bis heute nicht erklären, was das war - außer eben einer Sinnestäuschung. Gehört hat meinen Schrei hoffentlich niemand. Aber gut, in einer Pension, wo sicherlich an die 20 bis 30 Leute untergebracht sind, hätte das jeder sein können. Geweckt könnte mich da eventuell ein Tier von draußen haben, da ich die Balkontüre offen hatte und nur das Fliegengitter davorgeschoben war. Dass dieser Schatten ein Schattenwurf von draußen war, glaube ich eher nicht, will ich aber auch nicht zu hundert Prozent ausschließen. Ein Baum stand jedenfalls keiner auf dieser Seite des Gebäudes.


    Nun aber zum zweiten Teil... Dort passierte jedenfalls all die paar Nächte lang überhaupt nichts. Gut, was soll auch schon sein? Einige Wochen später war ich bei meinen Eltern zu Besuch und ich sollte, wie immer, die Nacht im Gästezimmer verbringen. In der Nacht, da hatte ich aber wirklich schon eine gute Weile geschlafen, wurde ich plötzlich durch ein Hecheln an meinem Ohr wach. Das war wie so ein richtiges Hundehecheln oder ein schnelles schweres Atmen. Da habe ich den Schatten allerdings vermisst, was mich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht hat. Ich wollte ja wissen, was dieser schwarze Schatten von vor ein paar Wochen war. Dieses Mal hatte ich mich zwar auch ein wenig erschrocken, aber nicht so, dass ich gleich wieder so irre geschien hätte. Ein Tier von draußen konnte es dieses Mal aber nicht gewesen sein, da ich alles zu hatte und im Zimmer konnte auch niemand gewesen sein, da ich auch da die Türe verschlossen hatte.


    Wie gesagt, das sind zwei so Vorkommnisse, die mich jetzt nicht weiter irritieren, da ich mir denke dass mir mein Hirn da was schönes vorgespielt hat. Interessant jedenfalls, dass ich in meiner Kindheit und Jugend nie irgendwelche Probleme oder Vorkommnisse mit solchen Situationen hatte und dann gleich zwei mal innerhalb weniger Wochen in einem Alter von 27. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch was zwischen Himmel und Erde, von denen wir (noch) nichts wissen? Ich glaube aber eher an die Variante, das mir mein Hirn da was vorgemacht hat.


    Beste Grüße!

  • Zitat

    Zum Thema "Schwarzer Mann" wird ja oft gesagt, und das ist auch sicher richtig so, dass dieses Phänomen/Erscheinung/Trugbild, oder wie immer man es auch nennen möchte, in erster Linie bei Kindern vorkommt. Also wohl bei 3- bis 12-jährigen.


    Botrytis ,


    Du hast da einen Fehler in Deiner Denkweise (nicht falsch verstehen ;) ).......
    Du wirfst den "schwarzen Mann" den Erwachsene glauben zu sehen und den, den Kinder sehen in einen Topf und das ist so nicht richtig!
    Deshalb findest Du Dein Erlebnis auch so seltsam, aber das kann ich aufklären! ;)


    Kinder sehen den "schwarzen Mann", Monster, sonstige Fantasiekreaturen aufgrund einer Entwicklungphase, wie Dazee hier schon erklärt hat:


    http://www.paraportal.de/index…&postID=299050#post299050


    Das heißt nicht, daß jedes Kind diese Phase haben MUSS. (Ich habe auch nie irgendwelche Dinge gesehen, meine Tochter hingegen schon)
    Das Du als Kind also keine Erscheinungen dieser Art hattest, bedeutet erst Mal gar nichts!


    Der "schwarze Mann" der den Erwachsenen erscheint, entsteht durch die Schlafparalyse.


    Zitat

    Interessant jedenfalls, dass ich in meiner Kindheit und Jugend nie irgendwelche Probleme oder Vorkommnisse mit solchen Situationen hatte und dann gleich zwei mal innerhalb weniger Wochen in einem Alter von 27.


    Ich nenne es einfach Zufall, daß es da gleich zweimal hintereinander passiert ist. Ich habe auch oft Schlafparalysen mehrmals und dann oft zwei drei Jahre gar nicht mehr!
    Von da her also auch nichts ungewöhnliches.


    Zitat

    Wie gesagt, das sind zwei so Vorkommnisse, die mich jetzt nicht weiter irritieren,


    Sollten sie auch nicht, wie gesagt! ;)


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Um was auch immer es sich bei der Erscheinung des schwarzen Mannes handelt, ich finde, eine Erklärung über Wahrnehmungsstörung/ -trübung/ -täuschung im Zusammenhang mit Schlafparalyse oder Vor- und Nachtraumphasen ist unzureichend, um es als Hirngespinst abzutun.


    Ich finde es, wie immer "paranormal".


    Im kosmischen Bewusstsein des Traumes ist die Menschheit miteinander verschmolzen und es kehren die immer gleichen, Zeiten überdauernden Traumbilder in Form von Archetypen auf. Das ist die Grundlage nicht nur des Jungschen kollektiven Unterbewusstsein sondern auch die einzige Möglichkeit, wie Freud Traumsymbole allgemeingültig deuten konnte.


    Warum sollten Erscheinungen eines schwarzen Mannes nicht zu den kollektiven unterbewussten Erscheinungen der Kinder gehören?

  • Im kosmischen Bewusstsein des Traumes ist die Menschheit miteinander verschmolzen und es kehren die immer gleichen, Zeiten überdauernden Traumbilder in Form von Archetypen auf. Das ist die Grundlage nicht nur des Jungschen kollektiven Unterbewusstsein sondern auch die einzige Möglichkeit, wie Freud Traumsymbole allgemeingültig deuten konnte.


    Was ist denn das schon wieder für ein schwurbeliger Eso-Kram?


    Traumsymbole sind Quatsch!
    Immer wieder wird versucht Träume zu analysieren und zu erklären, und mit der Traumsymbolik hat man auch geglaubt das erreicht zu haben.
    Was aber völliger Unsinn ist!


    Man kann keine allgemeinen Symbole aus Träumen herauslesen, die dann bei jedem Menschen das gleiche bedeuten.
    Warum habe ich hier:


    http://www.paraportal.de/index…&postID=298720#post298720


    schon erklärt:


    Zitat

    Von Traumsymbolen halte ich gar nichts!
    Baum bedeutet dies, Haus bedeutet das.........Blödsinn!
    Man kann das ja nicht verallgemeinern. Wenn einer von einem Haus träumt, weil er sich z.b. im tiefsten Innern eine Familie wünscht und einen Ort der Geborgenheit und ein anderer träumt von einem Haus, weil er in der Zeitung gelesen hat, daß irgendwo eins abgebrannt ist.....wo besteht da ein Zusammenhang das ich da ein allgemeines Symbol draus machen kann?


    Es mag sein, daß bei bestimmten ähnlichen Situationen, die die Psyche der Menschen im Unterbewußtsein verarbeitet, sowas wie ein ähnliches Traumbild entsteht.
    Aber niemals ist es gleich oder absolut identisch, weil bei jeder Person individuelle Eindrücke in den Traum miteinfließen.
    Wie kann ich also davon ausgehen, daß ein Gegenstand der im Traum vorkommt, auch bei jedem anderen diesselbe Aussage hat?


    Als weiteres Beispiel:
    Nehmen wir einmal an zwei Mädchen leiden an Liebeskummer.
    Die Eine träumt in der Nacht davon, daß der Geliebte bei einem Unfall stirbt und sie sieht sich im Traum auf der Beerdigung in einem Wollpulli stehen.


    Die Zweite träumt, daß sie ihren Ex mit einem Pulli erwürgt.


    So,
    hier haben wir also den Fall, daß zwar beide vom Tod des Ex träumen, (was aufgrund der Lebensituation, die ja bei beiden gleich ist, hervorgerufen wird), aber jede auf eine andere Weise (im ersten Fall stirbt der Ex durch einen Unfall - das Unterbewußtsein muß also die Urangst - den Verlust verarbeiten- im zweiten Fall legt die Träumerin selbst Hand an, weil sie sich betrogen fühlt und stinksauer auf den Typen ist).


    Also geht hier eine "kollektive" Deutung schon den Bach runter.


    Bleibt uns noch der Pulli.


    Hat der eine große Bedeutung? Steht er als allgemeines Symbol dafür, daß beide sich Geborgenheit und Wärme wünschen die sie umgibt?
    Würden diejenigen, die an Traumsymbole glauben, zwar gern annehmen, aber.....mitnichten!


    Die erste trug auf der Beerdigung einen Wollpulli, weil ihr just im Schlaf die Bettdecke weggerutscht ist und sie gefroren hat. Der Körper hat das signalisiert und das Gehirn hat es im Traum verwurstet.


    Und die zweite Dame?


    Die erwürgte ihren Ex-Geliebten mit dem Pulli schlichtweg aus dem Grund, weil die tagsüber einen irgendwo im Schaufenster gesehen hat und sich kurz dachte: "Wow, der sieht gut aus!"
    Und an diesen kleinen Augenblick erinnert sich das Unterbewußtsein und läßt es ebenfall in die Traumhandlung miteinfließen.


    Ich wiederhole es immer und immer wieder:


    Jeder Mensch kann seine Träume nur für sich selbst deuten, da nur er weiß, was ihn beschäftigt und was er zusätzlich dazu noch im Gehirn für Eindrücke aufgenommen hat, die im Traum eine Rolle spielen.
    Man kann nichts kollektiv deuten, weil man Träume eben nicht verallgemeinern kann!


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Okay, in Sachen Traumdeutung, und natürlich nicht nur da, werte Ricya, gebe ich dir natürlich das letzte Wort. Ich kann da auch nur nicken, bei dem was du schreibst. Ich habe da auch eher nur gefährliches Halbwissen und da ich das bei Leuten hasse, die sich mit ihrem Halbwissen aufspielen, mache ich das nicht.


    Naja, dass wir im Traum verschmolzen sind, hat jetzt nicht unbedingt Esohintergrund. Es ist nur so, dass in meiner Welt, eine Psyche offen ist für den Austausch mit einer anderen Psyche. Also können sie sich auch die gleichen Inhalte teilen.


    Du hast irgendwo geschrieben, dass Kinder eine Entwicklungsphase in genau dem Alter durchmachen, in denen es zu Erscheinungen vom schwarzen Männern und Monstern kommt. Ich nehme das mal als ein Faktum hin, dass es eben ein gewisses Alter betrifft, wann Kinder soetwas sehen.


    Ich erkläre es mir aber nicht durch ein Hirngespinst, sondern durch eine Urangst, die Kinder kollektiv durchlaufen. Und das ist eine Angst vor Dunkelheit, dem Fremden und dem Alleinsein. Dann sehen sie den schwarzen Mann. Immer wenn sie alleine im Dunkeln sind. Das ist, weil sie noch ihren Vater und ihre Mutter brauchen. Die kennen sie nämlich als einzige Menschen richtig gut in der Welt, und, das weiß jedes Kind, der böse fremde Mann, vor dem muss man Angst haben.


    Und die Erklärung ist mir eigentlich egal. Das kann kulturell vererbt sein, weil Oma und Opa immer sagen: Wenn du böse bist, dann kommt der schwarze Mann und holt dich. Und weil Kinder alles glauben, kriegen sie dann auch ganz doll angst und sehen ihn. (Noradrenalin-Hypothese)


    Oder jetzt etwas paranormaler: Die Urangst s.o. erzeugt ein Angstgebilde, welches ein Geistiges ist. Und das reist durch die Fantasie der Kinder überall durch die Welt. Dann würden alle das gleiche Phänomen sehen. (Melatonin-Hypothese)


    Also auch denkbar ist, dass sie den schwarzen Mann gar nicht sehen, sondern einfach nur plappern, dass sie ihn gesehen hätten, wenn sie angst gekriegt haben, weil sie alles imitieren was die Großen vorleben, denn das wird belohnt mit Hilfe (Dopamin-Hypothese).

  • Du hast irgendwo geschrieben, dass Kinder eine Entwicklungsphase in genau dem Alter durchmachen, in denen es zu Erscheinungen vom schwarzen Männern und Monstern kommt. Ich nehme das mal als ein Faktum hin, dass es eben ein gewisses Alter betrifft, wann Kinder soetwas sehen.


    Richtig! Nennt man "magische Phase":


    http://www.kindergesundheit-in…ntwicklung/magischephase/


    Ich erkläre es mir aber nicht durch ein Hirngespinst, sondern durch eine Urangst, die Kinder kollektiv durchlaufen. Und das ist eine Angst vor Dunkelheit, dem Fremden und dem Alleinsein.


    Auch richtig!
    Ist in meinem Link sehr detailiert erklärt. ;)


    Deshalb unterscheidet sich der "schwarze Mann" den Kinder wahrnehmen (meist ist es gar nicht mal ein schwarzer Mann, sondern irgendein ein anderes Wesen) von dem, den Erwachsene sehen.
    Und bei Erwachsenen ist es auch kein "übernatürliches Wesen" sondern schlicht eine Erscheinung/Schatten, die das Gehirn vorgibt wenn man eine Schlafparalyse erlebt oder sich im Halbschlaf befindet.
    Ich drück´s mal etwas vereinfacht aus.....sowie eine optische Täuschung.....sozusagen eine "Gehirntäuschung" :mrgreen: , vorgegeben durch die Vorgänge im Gehirn, die während einer Schlafparalyse ablaufen.


    Also nichts paranormales!


    Lg Ricya

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    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ach Ricya, ich mag dich. Ich kenne dich noch unter einem alten Usernamen. Da hast du mir einmal sehr weitergeholfen bei einer für mich wichtigen Sache. Auch per eins, zwei Privatmessages. Aber ich kann mich immer nicht zusammenreißen, weil mein Ruf hier echt immer ganz schnell auf Null ist und mich keiner mag. Ich war auch schon gemein heute zu jemanden in einem Nachbarthread und wollte sein gesamtes Weltbild über das Universum zerstören. Aber das hat auch mal Spaß gemacht.


    Naja, also, wenn du das sagst. Ich habe auch schon mal sowas Schwarzes gesehen. Das waren einfach Schatten. Aber ich bilde mir dann imer gleich irgendetwas Paranormales ein und steiger mich da rein.


    Es musste ja wieder irgendein Spuk bei mir sein. Also da habe ich einen armen Haldolmenschen getroffen. Und voll die tolle Erklärung, der hatte natürlich die unglaubliche Fähigkeit Schatten von Deutschland weiterzuschieben. Also solche dunklen Flecken, die im nicht verarbeiteteten, verdrängten kollektiven Unterbewusstsein der Deutschen wie ein Fluch nach den Amokläufen hier im Land quasi auch von jedem hin und her geschoben wurden. Und der konnte die irgendwie verschlüsseln, dass die nicht kaltblütigen Schußimpuls bedeuten und schön verdrängt bleiben. Also, ich habe ihn nie gefragt, ob der selber geglaubt hat, kollektive Schatten hin und her zu schieben. Der hat bestimmt gar nicht verstanden, was sowas sein soll. Der hat mir aber gesagt, dass er Mionster sieht, das habe ich aber ganz bestimmt noch nie, nie.


    Naja, jedenfalls finde ich das nicht so gut, wenn Menschen und kleine Kinder schwarze Männer sehen.


    Weil, der hat nämlich totalen Blödsinn dann gemacht. Der war auch schon erwachsen und hat immer noch an diese Monster geglaubt. Und dann wollte der die immer erschießen. Der muss blöd gewesen sein. Er hat immer die Fäuste geballt und auf die schwarzen Männer mit gespreizten Fingern an die Wand geschossen mit seinen Fingern. Das war ja dann kein Wunder, dass jeder geglaubt hat, dass er andere und sich gefährdet.


    Jetzt ist er auf Spritze und eigentlich halb tot.


    Also auf den Punkt gebracht, meine Vorgängerin hatte völlig recht. Man sollte diese schwarzen Schatten echt nur für eine Einbildung halten und die ganz schnell wegdrängen.


    Also wenn ich schreibe, ich erkläre mir das nicht als Hirngespinst, dann klingt das auch immer so abkömmlich, als ob die Bemühungen hier im Paraportal um eine rationale Erklärung von all dem Spuk, nicht letztlich zur Psychohygiene in Deutschland beitragen würden, weil, ich will mir das halt nicht als Hirngespinst erklären. Aber jetzt erkenne ich schon ab und zu mal an, dass wir die Spinnereien mancher Leute lieber mal kaputtanalysieren sollten.

  • Hallo,


    Ich habe mich hier angemeldet um vllt. eine Antwort auf folgendes Erlebnis zu erlangen, ein Erlebnis bei dem mir heute noch ein Schauer über den Rücken läuft und mir die Tränen in die Augen steigen:


    Ich war damals ca. 14 oder 15 Jahre alt. Jetzt bin ich 29. Ich saß mit meiner Mutter im Wohnzimmer, abends, es war schon dunkel draussen. Sie half mir noch bei Schularbeiten. Sie saß links von mir auf dem Sofa. Ungefähr 90° von uns befindet sich ein Nebenraum, ein kleineres Wohnzimmer. Der Nebenraum zum Wohnzimmer ist durch eine doppelte Schiebetüre zum Wohnzimmer hin abgetrennt. Der Nebenraum war nur spärlich durch einen Durchgang zur Küche hin beleuchtet. Beide Schiebetürenhälften waren ca. halb offen. Vielleicht ist es ja relevant: unser Haus ist ca. 350- 400 Jahre alt. Unsere Familie lebt schon seit Generationen in dem Haus.


    Auf einmal fuhr ich hoch! So halb hinter dem rechten Schiebetürensegment sah ich eine Gestalt. In Umhang und mit Schlapphut. Ein Gesicht konnte ich nicht erkennen. Alles ganz schwarz. So wie der Mann auf der Sandeman-Sherry Flasche. Kennt vllt. der eine oder andere. Ich war total ausser mir, fing auch glaube ich an zu heulen. Die Gestalt war allerdings nur für Sekunden zu sehen. Meine Mutter fragte mich was denn los sei... Ich habe ihr halt meine Sichtung erklärt. Sie beruhigte mich dann und meinte dass ich phantasiert haben muss. "Da war doch gar keiner" sagte sie immer. Losgelassen hat mich die ganze Story nie, all die Jahre über. Und irgendwann, ca. 8 oder 9 Jahre danach kamen wir wieder auf diese "Geschichte"- und da offenbarte sie mir etwas, nämlich dass sie GENAU dasselbe gesehen hätte, damals. Eine Gestalt wie wie auf der Sandeman-Flasche. Da war ich natürlich geschockt. Sie hat mir weiterhin ihre Gefühle in dem Moment beschrieben: Sie dachte: "Das ist der Tod." "Tod, mach' dich fort, du bekommst den Paul nicht!!!"



    Die Story mag sich wie eine Räuberpistole oder "aus den Fingern gesogen" anhören, ist aber genauso passiert.



    LG


    Paul

  • Vermutlich eine optische Täuschung, die durch speziellen Lichteinfall verursacht wurde. Was das genau ausgelöst hat, kann man kaum sagen, wenn man das Haus nicht aus eigener Anschauung kennt. Ein schwarzer Schemen kann aber leicht "gesehen" werden, denn eine Figur mit Mantel ist ja eine recht einfache Form - da braucht es nur einen Anreiz für das Gehirn, die zufälligen Formen in Sinnvolles zu "übersetzen" (Pareidolie). Wie bereits in ähnlichen Fällen schon häufig betont, neigen wir als sozialisiertes Herdentier besonders dazu, Gesichter und menschliche Schemen zu erkennen. Das gilt umso mehr, wenn die Beleuchtung ohnehin spärlich ist und die Augen durch den Hell-Dunkel-Kontrast zwischen dem beleuchteten Wohnzimmer und dem dunklen Nebenzimmer verwirrt werden.


    santiago

  • @ santiago


    ...das kann natürlich sein, die schemen so wahrzunehmen. Aber ich kenne auch dieses gefühl, das die beiden hatten. Und wenn es stimmt, dann haben 2 personen diese " gestalt " wahrgenommen, was auch immer es war, es hat beiden dasselbe gefühl vermittelt und sowas haben schon so einige leute erlebt. Woher kommt sowas? Ich denke, das was hier wichtig ist, ist die assoziation mit dem gefühl der angst vor dem tod. Die geschichte des schwarzen mannes ist ja auch keine neue. Früher wurde sie öfter erzählt und ist eventuell sogar überliefert. Doch wieso taucht sie immer wieder ohne scheinbaren grund auf und verbreitet solch ein unbehagen und solch eine angst???

  • Zitat

    und sowas haben schon so einige leute erlebt.


    Nein, nicht "sowas". Viele Menschen haben schon etwas gesehen, das sie für eine schwarze Gestalt hielten - das ist richtig. Eine solche Sichtung kann aber unzählige Ursachen haben. Das ist so ähnlich wie bei UFOs - nur weil ein Dutzend Leute jeweils ein kleines, fliegendes Licht sehen, heißt das nicht, dass jeweils dieselbe Ursache dahinter steckt. Es gilt wie immer: je unkonkreter die Sichtung, umso größer die Bandbreite an möglichen Erklärungen. Und ein schwarzer Schemen ist nun wirklich nicht sehr konkret.


    Zitat

    Ich denke, das was hier wichtig ist, ist die assoziation mit dem gefühl der angst vor dem tod.


    Wieso sollte das wichtig sein? Die wahrscheinlichere Erklärung ist doch, dass sie das Klischee-Bild vom personifizierten Tod als schwarzgewandeten Sensenmann im Kopf hatte und instinktiv ihre Sichtung damit assoziierte. Ich sehe nicht, warum das relevant sein sollte.


    Zitat

    Die geschichte des schwarzen mannes ist ja auch keine neue. Früher wurde sie öfter erzählt und ist eventuell sogar überliefert. Doch wieso taucht sie immer wieder ohne scheinbaren grund auf und verbreitet solch ein unbehagen und solch eine angst???


    Ich warne vor solchen Formulierungen, denn dadurch erschafft man überhaupt erst einen Mythos, der dann zur Erklärung herangezogen wird. Völlig zusammenhanglose Sichtungen, die jeweils einzelne Ursachen haben, werden dann zu einem einzigen "Phänomen" zusammengefasst, was retrospektiv die Erinnerung der Beteiligten verfälscht und in die Zukunft hinein die Wahrnehmung prägt. Legitimiert wird die Mythenbildung durch Erzählungen und Anekdoten, deren Wahrheitsgehalt nicht hinterfragt wird; widersprechende Aussagen (also solche, die nicht ins Bild passen) werden dabei dezent ausgeblendet und ignoriert. Dieser Effekt wirkt wieder auf den Mythos zurück, der dadurch scheinbar bestätigt wird - ein Kreislauf. Damit erklärt man nichts, sondern verschwurbelt triviale Alltagserfahrungen zu mystisch verbrämten Unsinn.


    santiago

  • ...dann anders. Warum assoziiert sie diese gestalt mit dem tod??? Woher kommt das? Weil es eine urangst ist? Aber wer kommt darauf, dass gerade ein schwarzer mann die menschen holt??? Mir wurde solche geschichte noch nie erzählt und trotzdem ist die angst vor dem tod damit verbunden. Ich habe in mehreren foren auch zu diesem thema nachgelesen. Alle hatten tierische angst, dass sie sterben werden oder ihnen unheil passiert. Selbst wenn es für dich nicht der schwarze mann war, sondern eine täuschung, war es doch für paul und seine mutter so und das kannst du nicht verdrängen. Also existiert die assoziation in ihren köpfen und ich als mutter habe meinem sohn solche gruselgeschichten nie erzählt, nicht einmal die märchen vom wolf oder einer hexe. Damit habe ich ihn verschont. Wieso also IHRE assotiation.

  • Ich verweise nochmal auf den Prozess der Mythenbildung. Wenn es zum "Allgemeinwissen" wird, was eine schwarze Gestalt "bedeutet", dann prägt das natürlich die Wahrnehmung der Beteiligten. Wieso etwas Bestimmtes empfunden wird, kann darüber hinaus unzählige Ursachen haben, die ein Außenstehender nicht alle überblicken kann. Subjektive Gefühle sagen jedenfalls nichts über die objektive Realität eines Phänomens aus, und Anekdoten - zumal in anonymen Internetforen - sollte man ohnehin immer mit einer gewissen Skepsis betrachten. Eine Gestalt dort zu sehen, wo man sie nicht erwartet, jagt einem jedenfalls instinktiv Angst ein, und da wir dazu neigen, im Zufälligen das Bedeutungsvolle zu sehen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass jemand eine Erscheinung mit einer Prophezeiung gleichsetzt. Dazu neigen vermutlich vor allem religiöse Menschen, denen dieses Denken bestens aus dem Neuen Testament (Verkündigung an Maria, Erscheinung des Herrn usw) bekannt ist.


    santiago

  • @ santiago


    Ja, das mag sein, religiös oder nicht. Ich kann mich erinnern, dass meine uroma sehr aberglaubenbehaftet war und solche dinge werden weiter gegeben. Als kind hat man dann erst recht angst vor solchen sachen. Es wäre schön, könnte paul uns erzählen, ob er abergläubig oder religiös ist und ob danach irgendetwas seltsames passiert ist. Immerhin lebst du noch paul...;-) aber es ist eben interessant, dass immer wieder menschen solche wahrnehmungen haben und um ehrlich zu sein, würde ich ernsthaft auch solch einen schatten sehen, hätte ich auch tierische angst. Ich denke, der hut ist es, der das ganze realer als mann aussehen lässt und schon ist man drin im hirngespinnst.


    Vor noch 50 jahren trugen männer eh mehr hüte als heute. Ein schatten mit hut wirkt dann eh nochmal mehr merkwürdiger. Auf jeden fall kann ich mir vorstellen, dass es euch angst gemacht hat.


    Vielleicht findest du ja hier noch andere leute, die ähnliche erfahrungen gemacht haben und die auch noch leben. Letztendlich bekommt man ja nur einen gehörigen schrecken, oder??? ;-)

  • Warum assoziiert sie diese gestalt mit dem tod??? Woher kommt das? Weil es eine urangst ist?


    Eher nicht, weil:


    Aber wer kommt darauf, dass gerade ein schwarzer mann die menschen holt???


    Die Darstellung des Todes als "scharzer Mann" womöglich noch mit Hut oder Sense wurde erst im Mittelalter geboren.
    (wenn ich dazu kurz auf Wiki verweisen darf, bevor ich mir die Finger wundschreibe, da ist es nämlich kurz erklärt:http://de.wikipedia.org/wiki/Sensenmann ;) )


    Zuvor hatte "der Tod" als solches kein genaues Aussehen.
    Da sich aber nun seit Jahrhunderten das Bild des schwarzen Sensenmannes in den Köpfen der Menschen hält, wird alles, das annähernd so aussieht, mit dem Tod assoziiert.
    Es ist gar nicht vonnöten, seinen Kindern z.b. großartig Geschichten davon zu erzählen, damit sie das Bild im Kopf haben. Das passiert automatisch durch Märchen, Fernsehsendungen oder durch Unterhaltungen mit anderen Kindern.


    Alle hatten tierische angst, dass sie sterben werden oder ihnen unheil passiert.


    Naja, man kann sich viel einreden und dadurch kann es auch durchaus zu sich "selbsterfüllenden Prophezeihungen" kommen. Wenn ich felsenfest davon ausgehe, mir passiert etwas, weil ich angeblich den "Tod" gesehen haben, kann das auch passieren. Man wird einfach unsicher.


    Selbst wenn es für dich nicht der schwarze mann war, sondern eine täuschung, war es doch für paul und seine mutter so und das kannst du nicht verdrängen.


    Hm....aber deswegen war es auch trotzdem nicht der Tod den sie da gesehen haben! ;)
    Ich gebe ad_santiago recht:


    Vermutlich eine optische Täuschung, die durch speziellen Lichteinfall verursacht wurde.


    Noch dazu kommt, daß Beide über den Hausaufgaben saßen, sich also mit den Augen und den Gedanken zuerst intensiv mit etwas anderes beschäftigt haben. Wenn man dann kurz hochguckt, kann es leicht zu optischen Täuschungen kommen.


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Zitat


    und sowas haben schon so einige leute erlebt.


    Nein, nicht "sowas".


    Doch, eigentlich schon "sowas". Und dafür hat C.G. Jung den Begriff "Archetypus" gewählt.
    Dazu als Buchtipp: "Geistererscheinungen und Vorzeichen", Aniela Jaffé, ISBN 3-451-04542-7
    Eigentlich bräuchte ich hierzu nichtmal spezielle Seiten empfehlen, aber wer nur mal kurz in der Bücherei das Buch überfliegen will, dann die Seiten 22ff und 242ff.

  • ...und C.G. Jungs Archetypen spielen in der Wissenschaft praktisch keine Rolle mehr, weil es sich bei diesem Konzept (wie auch seiner Idee des "kollektiven Unterbewussten") eher um Esoterik als um Wissenschaft handelt.
    Darüberhinaus hat Jungs Archetypen-Lehre herzlich wenig mit diesem Fall zu tun, da es sich bei solchen Sichtungen, wie ich bereits sagte, um eine Vielzahl unterschiedlicher Erfahrungen mit unterschiedlichen Ursachen handelt. Selbst wenn der "schwarze Mann" ein solcher psychologischer Archetypus sein sollte, hat das also nichts mit der objektiven Natur des Gesehenen zu tun, weshalb mein Einwand, andere haben "sowas" eben nicht gesehen (sondern etwas anderes), durchaus richtig ist. Wenn irgendein Gespenstergeschichtenautor jedoch Geister als Inkarnation psychischer Archetypen versteht, dann kann ich dem beim besten Willen nicht folgen, vor allem wenn er die überholtesten Quacksalbereien aus der Wiege der Psychoanalyse zur "Beweisführung" heranzieht. Vielleicht erklärst du ja mal etwas genauer, worum es in diesem Buch geht.


    santiago