Ein waghalsiger Einbrecher - Es klappt beim 3 Anlauf

  • Ahoi, Matrosinen und Matrosen, :)


    Pünktlich zur fortgeschrittenden Abendstunde macht sich die Traum-Kogge bereit, ins Land der Träume zu segeln. Jedoch hat Captain "WonneWolf" ein Problem, bzw. ein Traum, welchen ihn auch nach über 10 Jahren nicht loslässt und ihn nur mit einem runzelnden Gesichtsausdruck in seiner Kajüte einschlafen lässt. Das folgende Geträumte ist schon eine gefühlte Ewigkeit her, ist aber immer noch in meinem Gedächnis eingeprägt, als wäre es gestern gewesen:


    Eigendlich war es nicht ein Traum, sondern gleich drei. Drei Träume innerhalb von drei Tagen. Damals hatte ich noch ziemliche Angst in dunkeln, ich war noch jung und unerfahren, und dachte, wenn ich schlafe könnte mich sonstwas holen. So fürchtete ich mich immer, wenn es hieß: "WonneWolf Schlafenszeit!" Ich hatte keine Wahl, protestieren hilf nichts, und so machte ich meine Augen mit Unbehagen zu, und gelang in unbekanntes Terraine (richtig geschrieben?): Die Traumwelt!


    In der ersten Nacht sah ich mich im Wohnzimmer. Ich saß auf den laminierten Fußboden und spielte mit Etwas (wahrscheinlich Bauklötze). Vor mir befand sich das TV-Gerät, links von mir die Terassentür (Glastür). Anmerkung: Die Terassentür war geöffnet! Nichtsahnend schaute ich aus der Tür und sah mit entsetzen, wie ein maskierter Mann (in kitschiger Einbrecher Montur) über den grünen Gartenzaum sprang. Bemerkenswert ist, dass diese Traumfolge das einzigste Mal war, als ich eine mir bekannte Gegend (in diesen Fall mein eigenes Heim) sah. Der Einbrecher sprintete schnell Richtung der geöffneten Terassentür. Geistesgegenwertig sprang mein Traum-Ich auf und schloss die Tür. Denn Griff senkte ich nach unten, damit die Tür auch verriegelt ist, und er sie nicht einfach aufstoßen kann (wird im späteren Verlauf noch wichtig).


    Schweißgebadet und geschockt wachte der junge WonneWolf auf. Die Nacht war erstmal versaut. In der nächsten Nacht, das gleiche Spiel. Wieder rannte der Motoradmasken-Mann, nach einem eleganten Sprung über den Zaun auf die Terassentür zu. Wieder schloss ich sie rechtzeitig. Wieder kam er nicht rein. Wieder endete der Traum mit einem gefrusteten Einbrecher und einer schlaflosen Nacht. Beim dritten Mal passierte etwas anderes: Wie in den vorherigen Träumen saß ich auf den Wohnzimmerboden. Ich beschäftigte mich erneut mit etwas, was ich heute nicht mehr weiß. Und...ihr habs erraten...wieder zeigte der böse Bube seine Sportlichkeit und machte mit dem Gartentor seine Bock-Sprung-Übungen. Doch diesmal hatte mein Traum-Ich die Nase voll. Er war ziemlich entnervt und stand wütend auf. Er schloss die Tür, ohne jedoch den Griff nach unten zu ziehen, und somit die Tür wirklich zu verschließen. An den Satz den mein Traum-Ich sagte erinnere ich mich noch heute genau: "Pah, warum sollte ich die Tür verschließen. Er kommt sowieso nicht rein!" Man merkt, schon damals war meine Faulheit größer als mein Verstand ( :twisted: :) ). Und so kam es wie es kommen musste, der zweimal gescheiterte Bandit stoß die Tür mit Leichtigkeit auf und drang ein. Dann passierte noch etwas Merkwürdiges. Als er drinn war, wurde die ganze Szenerie plötzlich hecktisch (wie, wenn man ein Videoband vorlaufen lässt). In Wahnsinstempo rannte der Täter auf mich zu und blieb apprumpt in einer merkwürdigen (mich an John Travolta erinnernde) Pose stehen. Nun war es mir so, als hätte man (wieder wie bei einem Videofilm) die Stopptaste gedrückt. Ich hörte nichts, sondern spürte nur noch eine Wärme. Dann bin ich wieder aufgewacht und auch mein richtiges Ich hatte die "Schnauze voll" und ist mit Zudecke in Gepäck ins Elternschlafzimmer gestampft. Seid dem habe ich gottseidank nie mehr so einen Traum gehabt (*Glücklich bin*), jedoch musste ich immer an diese Triologie denken. Eine Triologie, die damit endete, dass das Böse hereingelassen wurde und nicht, wie zuvor ausgesperrt wurde.


    Ich hoffe ich habe mein Traum verständlich geschildert und würde mich über Erklärungen, Deutungen, o.ä. (natürlich nur wenn es keine Unanständlichkeiten macht) überaus freuen.


    Liebe Grüße,


    Eurer Träumer mit wachem Verstand,


    WonneWolf :)

    "Liebe ist der schönste Brauch, man spürt Kribbeln im Kopf und Kribbeln im Bauch. Alles würde man für den anderen tun, kein Tag könnte man ohne ihn ruhn. Man weiß, man hat sie furchtbar gerne, ihr Blick ist wie ein Griff in die weitesten Sterne..." (WonneWolf'sche Bauernweisheit)

  • Ok ich hab drei Ansatzpunkte.


    Theorie eins: Dein Unterbewusstsein wollte dich darauf aufmerksam machen, dass eventuell genau diese Türe bei euch im Haus nie wirklich verschlosen ist und wenn jemand wollte, er freien Zugang haette.


    Theorie zwei: Du solltest auch wenn es ein Handgriff mehr ist sicher gehen das die Dinge mit denen du umgehen musst, sicher bzw verschlossen sind, damit nichts schlimmes passiert.


    Theorie drei: Vielleicht ist nicht alles Unbekannte, auch wenn es noch so komisch aussieht, böse und gemein und will dir ans Leder. Vielleicht solltest du offener sein.


    Ich bin kein guter Traumdeuter aber das sind so die Punkte die mir einfallen.


    Ich denke in Träumen spielt das Gefuehl das man in/für einen Traum hat eine grosse Rolle. Du beschreibst Anfangs das du erschreckt aufgesprungen bist etc.., aber am Ende beschreibst du deine Gefuehle nicht mehr. Was ich mich sofort gefragt hab war z.B. Wärme ? was für eine Wärme ? war es eine wohltuende Wärme, hast du dich gut gefuehlt dabei oder war es eher eine erstickende Wärme ?
    Und die Pose von Travolta oehm ja welche ? Kannst du da mal genauer drauf eingehen ?


    So das wars von mir, mal schaun was die anderen zu sagen haben.


    mfg

  • In vielen Traumdeutungsbücher steht geschrieben, dass ein Haus oftmals das eigene Selbst beschreibt. Natürlich kann man das nicht pauschal zu jedem Träumer sagen, aber immer wenn ich von Häusern/ Wohnungen geträumt habe, fand ich, das sie meine aktuelle Situation schon irgendwie widergespiegelt haben.


    Du bist damals noch ein Kind gewesen, wie alt wäre noch interessant zu wissen, und ich glaube, dass dein Elternhaus immer für Dich als besonderer Schutz galt, dass Du Dir unbewusst aber womöglich im klaren warst, dass jener Schutz nicht ewig da sein wird, weil Du irgendwann auf eigenen Füßen stehen wirst. Somit kann das grausige und böse der Welt irgendwann auf Dich zugreifen, und manchmal kannst Du es nicht verhindern.


    Andererseits, dringt etwas Böses in das Haus ein bzw. versucht es. Wenn man annimmt, dass das Haus deine Persönlichkeit widerspiegelt, könnte es auch das Böse in Dir sein. Jeder Mensch hat auch eine dunkle Seite in sich. Hört sich ein bischen bescheuert an, aber es ist nunmal so. Und vielleicht hat Dir damals deine eigene böse Seite angst gemacht. Vielleicht hattest Du Tage zuvor irgendetwas gemacht, das nicht richtig war, und unterbewusst hast Du Dich geschämt.


    Es kann natürlich aber auch nur ein wirrer Traum sein, der 3 Mal aufgetaucht ist, weil Du Dich eben angefangen hast, damit zu beschäftigen.


    LG juno :)

    Fear leads to anger, anger leads to hate, hate leads to suffering - Yoda


    Definition Juno: "Ängstlich, kurzsichtig und extrem begeisterungsfähig!" - Nieselpriem

  • Hallo nrg, :)


    Ein herzliches Dankeschön für deine Antwort. Ich hoffe ich kann deine Fragen zufriedenstellend beantwortend und Unklarheiten beseitigen.


    Theorie eins: Dein Unterbewusstsein wollte dich darauf aufmerksam machen, dass eventuell genau diese Tür nie richtig verschlossen ist, und wenn jemand wollte, er freien Zugang hätte.

    Nun ja, verschlossen ist diese Tür eigendlich immer - da kommt so schnell keiner rein. ;) (Die Tür war in meinem Traum geöffnet, nicht in Wirklichkeit)

    Zitat

    Vielleicht ist nicht alles Unbekante gleich, auch wenn es sich komisch anhört, böse und gemein und will dir ans Leder. Vielleicht soltest du etwas offener sein.


    Da hast du sicherlich recht, dass sollte ich vielleicht wirklich.


    Zitat

    Was ich mir sofort gefragt habe: Wärme? Was für eine Wärme? war es eine wohltuende, hast du dich dabei gut gefühlt? Oder war es eher eine erstickende?


    Die Wärme war ziemlich unangenehm, man könnte es fast mit Fieber vergleichen. Ich fühlte mich ziemlich beklommen, eingeengt und verängstigt (war geschockt, schließlich war der Einbrecher in meine Haus eingedrungen). Auch als ich aufgewachen bin war mein Kopf noch etwas heiß.


    Zitat

    Travolta Pose oehm welche. Könntest du mal näher darauf eingehen.


    Also: Der "Einbrecher" war seltsam gekrümmt und hatte seinen Arm (müsste der linke sein) ulkig nach oben gehebt. Seine Körperhaltung erinnerte mich im Nachhinein betrachtet an die von Travolta in "Saturday Night Fever". :) War vielleicht ein unglücklicher vergleich.


    Hallöchen Juno, 8-)


    Auch eine Dankesagung für dich. Interessante Deutung. Häuser können in Traum die aktuelle Situation wiederspiegeln? Das könnte passen. Damals hatte ich nämlich, wenn ich mich recht erinnere, eine große Angst davor entführt zu werden. Vor allem Nachts, weil ich zu der Zeit in den Medien auch von Kinderentführungen in Ferienwohnheime gehört habe, wo Jungen aus den Betten gestohlen wurden und ich mich im Dunkeln überhaupt schutzlos fühlte. Die Angst vor einen Entführer könnte sich im Traum als die Angst vor dem Einbrecher wiedergespiegelt haben. Das ich Angst hatte, irgendwann auf eingenen Beinen zu stehen glaube ich wiederum weniger. Damals war ich noch blutjung und dachte gar nicht daran, dass ich irgendwann das vertraute "Haus von Mama und Papa" verlassen muss.


    Zitat

    Du bist damals noch ein Kind gewesen, wie alt wäre noch interessant zu wissen,...


    Puh das ist schon lange her und deshalb bin ich mir bei dem Alter nicht mehr zu 100% sicher. Lass mich nicht lügen, aber ich dürfte damals ungefähr 4-6 Jahre alt gewesen sein.



    Liebe Grüße,


    Eurer, in WonneWolf'schen Traum-Chroniken (nicht die von Nania) herumstöbender, User


    WonneWolf :)

    "Liebe ist der schönste Brauch, man spürt Kribbeln im Kopf und Kribbeln im Bauch. Alles würde man für den anderen tun, kein Tag könnte man ohne ihn ruhn. Man weiß, man hat sie furchtbar gerne, ihr Blick ist wie ein Griff in die weitesten Sterne..." (WonneWolf'sche Bauernweisheit)