Missbrauchte Pressefreiheit

  • In den letzten Wochen sind dverse Dinge passiert die mich daran zweifeln lassen ober völlige Pressefreiheit eine gute Idee ist.


    Da wäre z.B. diese geplante Bücherbrennung. Man stelle sich vor. Da gibts so einen komischen alten, evtl. geisteskranken Kauz von einem Priester mit 20 Anhängern und die ganze Welt macht einen Riesendrama darum daß diese so völlig unbedeutende Person ein paar Bücher verbrennen will? Wenn müßte das interessieren? Das sollte doch maximal eine Zeile auf der letzten Seite irgendeines Schundblattes wert sein, aber was tut die versammelte Weltpresse? Gibt dem Typen eine Bühne und weit mehr Ruhm als er jemals verdient hätte.


    Das ist aber nicht der einzige Fall.


    Ein andereer ist Thilo Sarrazin mit seinen merkwürdigen Thesen wo unsere versammelte Weltpresse auch nicht müde wird diese bis zum geht nicht mehr breit zu treten. So nebenbei macht man dann noch Werbung für sein Buch. Man könnte ihn auch einfach ignorieren und nicht weiter beachten. Von den X Fernsehsendungen ganz zu schweigen.


    Es hängt auch davon ab wie(!) man über etwas berichtet. Man kann etwas als wichtige Aussage hinstellen, die Presse könnte aber auch schreiben, evtl. als Kommentar, der verrückte alte Mann hat wieder zugeschlagen und ihn einfach nicht für voll nehmen.


    Diverse Probleme die wir unserer Gesellschaft haben kommen vermutlich nur daher weil die Presse effektheißerisch irgendwas hochstilisiert das völlig egal und unbedeutend war wenns keiner wüßte. Evtl. kennt jemand den Film von Michael Moore über das Schulmassaker. Er redet sicher auch Blödsinn, aber eine interessante Theorie die er aufgestellt hat ist daß die Amerikaner deswegen so auf Waffen stehen weil es etwas zuviele Fernsehsendungen gibt wo über Verbrecher Verfolgungsjagden berichtet wird. Gewissermaßen wird dadurch beim Normalbürger ein Bild vermittelt daß das Verbrechen an jeder Ecke lauert und man sich, wenn man nicht eine Knarre im Haus hat, notfalls niciht verteidigen kann.


    Deswegen frage ich mich ob völlige Pressefreiheit überhaupt so eine gute Idee ist, wenn die Presse diese Freiheit nicht so nutzt wie gedacht ist sondern missbraucht um effektheißerisch aus einer Mücke einen Elefanten machen.


    Vielleicht wäre hier und da mal ein wenig Zensur gar nicht so dumm. Natürlich besteht die Gefahr das auch Dinge vertuscht werden die alle wissen sollten. Siehe diverse Diktaturen.


    Stellen uns z.B. mal vor was gewesen wäre wenn die Foltervideos von Abu-Ghuraib nicht an die Öffentlichkeit gekommen wären. Evtl. wäre weniger Hass auf die Amerikaner entstanden, es hätte sicher weniger Tote gegeben und die Mission für die Amerikaner wäre einfacher gewesen. Natürlich müssen diejenigen die das getan haben trotzdem bestraft werden, das steht außer Frage, aber das kann man im Geheimen tun. Denn letztendlich stehen die paar Soldaten die darin verwickelt waren nicht für alle Amerikaner, aber für Islam Gläubige sah so aus als ob alle westlichen Länder vergleichbarer Abschaum sind.


    Es kann ja auch durch die geschickte Auswahl von Bildmaterial ein ganz anderer Eindruck entstehen. Wer weiß schon was diese Soldaten die auf den Videos zu sehen waren vorher durchgemacht haben. Vermutlich sind viele ihrer Kollegen getötet werden. Man weiß auch nicht was diese Gefangenen vorher gemacht haben? Würde man vorher ein Video zeigen wo eben diese Gefangene einen US-Soldaten foltert würde sich das Bild umdrehen.


    Mein Vorschlag, ähnlich unserem Verfassungsgericht sollte es evtl. eine Organisation gibt die dafür verantwortlich ist festzulegen welche Priorität welches Pressematerial bekommt und ob es veröffentlich werden darf oder nicht. Natürlich hätte diese Organisation viel Macht, aber die hat ja z.B. auch das Verfassungsgericht, korrupt können sowieso beide sein.

  • das ist schon ein ziemlich heikles thema was du anschneidest. bin in die richtung nicht grade bewandert, deshalb halt ichs kurz.
    ich muss für mich sagen das ich pressefreiheit für hochwichtig halte, und überall da wo meinungsfreiheit und somit auch pressefreiheit herrscht (die beiden können sich meiner meinung nach nicht gegeseitig ausschließen, siehe NS-zeit und DDR ) passiert auch schindluder damit. nicht jeder der eine meinung hat muss die mir auch zwangsläufig durch medien (oder auch persönlich;) kundtun. allerdings:


    Zitat


    ist nicht der richtige weg. jemanden in den medien als "verrückten alten mann" hin zu stellen, nur weil einem persönlich dessen aussagen nicht in kram passen, sollte absolut tabu sein. grade beim herrn sarrazin dessen äußerungen ich jetzt nicht weiter bewerten will, von dem ich aber weis das er das ausgesprochen hat was viele insgeheim schon lange denken wär das genau der falsche weg. grad bei solchen sachen sollte man öffentlich und GLEICHBERECHTIGT darüber diskutieren. ich hab momentan eher das gefühl das der sarazzin mit seinen zugegeben provokanten äußerungen einfach mal in die rechte ecke gesetzt wird und schluss.
    das dass bei einigen eventl. vorbelasteten leuten erst recht vorurteile und hass schürt, dürfte eigentlich klar sein.


    die sache mit der koranverbrennung, ist mir eh völlig unklar wo das problem liegt. ich kann auf der einen seite nicht verstehen wie man auf die idee kommt den koran zu verbrennen und auf der anderen seite kann ich noch weniger verstehn wie man sich darüber aufregen kann. zumal es in islamischen ländern ja keine seltenheit ist das öffentlich irgenwas abgefackelt wird.

  • Hallo,


    also ich halte die Presse- und Meinungsfreiheit für eine der wichtigsten Errungenschaften der modernen Gesellschaft, und somit für ein besonders schützenswertes Gut.


    Wie es aussieht wenn diese menschlichen Grundrechte verweigert werden, sehen wir tagtäglich in diversen Diktaturen bezw. Pseudo-Demokratien ain diversen Staaten.


    Das Problem mit dem irren Sektenpfarrer oder dem manischen Unruhestifter Sarrazin ist das die Presse ihre eigenen Rechte selber aushebelt bzw. ad absurdum führt.


    "Hund beisst Mann" ist bekanntlich keuine Schlagzile wert, "Man beisst Hund" dagegen schon, also sind die reporter immer auf der suche nach Sensatiobnen oder dem "Zeitgeist" um das Interesse am eigenen Medium ,und damit dessen Marktanteil zu steigern. Ergo "zensiert" sich die Presse selber, denn uninteressante, aber durchaus wichtige Meldungen führen ein Schattendasein oder werden ganz ignoriert, alle auch noch so banalen Nachrichten die sich zum "Reisser" aufblasen lassen werden dagegen bevorzugt behandelt.


    So wird z.B. bei der BLÖD-Zeitung das hochbrisante Thema "Atomkungelei" von den Redakteuren ganz bewusst "kleingeredet" (man weiss ja nur zu genau WEM dieses Schmierblatt politisch "nahesteht" :evil: ) ,der unerträglichen Selbstdarsteller Sarrazin wird dagegen zum "Märtyrer" hochgejubelt. Dabei trifft der allenfalls bei der von Sarrazin ebenfalls ständig beschimpften "Unterschicht" (in der Regel diejenigen die sich mangels eigener Meinung eben eine vorgefertigte Meinung von BLÖD kaufen) bezüglich deren tumben Vorurteile voll ins Schwarze.


    Noch schlimmer der inkonsequente "Eiertanz" unser völlig unfähigen Kanzlerin, die Sarrazin durch deren Intervention und voreilige Forderung nach Entlassung aufgrund rassistischer Äusserungen selbst zum "Helden der Unzufriedenen" aufwertet, gleichzeitig aber diesen bekloppten Karrikaturisten der Jyllands Posten ( nebenbei bemerkt ein ähnliches, rechts orientiertes Hetzblatt wie die BLÖD) offiziell als "Vorreiter der pressefreiheit" öffentlich ehrt.


    Dabei hat der "saubere" Herr Westergaard mindestens 40 Menscheleben und Millonschäden an diversen Botschaften zu verantworten, nur weil er ganz bewusst die Moslems beleidigt hat.


    Das wahr kein Leichtsinn , sondern ganz klar Vorsatz, denn jeder der mit Moslems zu tun hat, der weiss das diese die nettesten und hilfsbereitesten Menschen der Welt sein können solange man deren bekannte Empfindlichkeiten bezüglich deren Religion respektiert. Meine Schwester hat einen Rottweiler, der netteste und verspielteste Hund den man sich vorstellen kann, jedenfalls solange mandiesen nicht derbe reizt. Aber genau das hat Westergaard gemacht, einfach um ich selbst als "Vorreiter der Pressefreiheit" ins Rampenlicht zu stellen. Dabei hätte noch nicht einmal die BLÖD-Zeitung mit Rücksicht auf die Leser deren Schwesterzeitung "Hürriyet" solche Karrikaturen veröffentlicht.


    Pressefreiheit kann auch bedeuten Verantwortung und Respekt zu zeigen, und nicht unter dem Deckmäntelchen der "Informtionsfreiheit" bewusst Unfrieden zu schüren.


    Denn es ist etwas völlig anderes Informatioen zu verbreiten, als unnötige Stichheleien als "freie Meinungsäusserungen" zu deklarieren.


    Gruß



    Feelgood

  • Die Pressefreiheit ist extrem wichtig, von Zensur halte ich in diesem Zusammenhang nichts.


    Zu den Leuten, die mehrere Ausgaben des Korans verbrennen wollten oder immer noch wollen: Das sehe ich aus zwei Seiten. Einerseits interessiert es mich überhaupt nicht. Na und, sollen sie doch, und selbst wenn es Muslime oder andere absößt. Im Namen Allahs werden Dinge begangen, die ich weitaus schlimmer finde, und auch Vertreter dieses Glaubens gehen nicht gerade zimperlich mit anderen Religionen um. Wird aber das angeprangert, rasten einige gerne mal aus.
    Irgendwie erinnert mich dieses Verhalten an Raser: Die werden erwischt und mit ihrem Fehlverhalten konfrontiert, aber anstatt dazu zu stehen, werden die Polizisten oder wer sie auch kontrolliert, beschimpft, es wird sich herausgeredet und so getan, als habe man ja gar nichts gemacht. Ganz toll....


    Auf der anderen Seite ist es natürlich eine symbolische Handlung. Wo Bücher brennen, können bald auch noch ganz andere Dinge brennnen, oder auch Menschen. Zudem hat das Verbrennen von Büchern natürlich einen äußerst bitteren Beigeschmack.


    Zitat

    Stellen uns z.B. mal vor was gewesen wäre wenn die Foltervideos von Abu-Ghuraib nicht an die Öffentlichkeit gekommen wären. Evtl. wäre weniger Hass auf die Amerikaner entstanden, es hätte sicher weniger Tote gegeben und die Mission für die Amerikaner wäre einfacher gewesen. Natürlich müssen diejenigen die das getan haben trotzdem bestraft werden, das steht außer Frage, aber das kann man im Geheimen tun. Denn letztendlich stehen die paar Soldaten die darin verwickelt waren nicht für alle Amerikaner, aber für Islam Gläubige sah so aus als ob alle westlichen Länder vergleichbarer Abschaum sind.


    Es kann ja auch durch die geschickte Auswahl von Bildmaterial ein ganz anderer Eindruck entstehen. Wer weiß schon was diese Soldaten die auf den Videos zu sehen waren vorher durchgemacht haben. Vermutlich sind viele ihrer Kollegen getötet werden. Man weiß auch nicht was diese Gefangenen vorher gemacht haben? Würde man vorher ein Video zeigen wo eben diese Gefangene einen US-Soldaten foltert würde sich das Bild umdrehen.

    Was hat denn bitte die Pressefreiheit damit zu tun, dass dort Menschen gefoltert wurden? :?:


    Folter ist verboten. Was ist daran misszuverstehen? Wo ist da ein Spielraum? Die Menschenrechte müssen gewahrt werden. Soldaten sind keine Richter. Es ist richtig und wichtig, dass das an die Öffentlichkeit gekommen ist. Sollte so etwas unter den Teppich gekehrt werden?
    Es spielt überhaupt keine Rolle, was welcher Soldat vorher mitgemacht hat. Sollen traumatisierte oder gelangweilte Soldaten Freifahrtssscheine bekommen und mit den Gefangenen machen dürfen, was sie wollen?


    Auch wenn es so einigen nicht in den Kram passt: Auch Mörder haben Rechte, und für Gefangene gelten ebenfalls besondere Regeln. Dass die USA an sich damit Probleme haben, als einzige westliche Industrienation, sieht man schon daran, dass sie selbst noch die Todesstrafe aussprechen und vollziehen.


    Natürlich ist es furchtbar, was Menschen einander antun. Aber es hat eben niemand das Recht, andere zu foltern oder zu demütigen. Geschieht es trotzdem, muss es vor Gericht kommen, was auch geschehen ist.
    Aber ich gehe nicht davon aus, dass das immer der Fall ist: Ich vermute, dass das nur die Spitze des Eisbergs war und sehr viele Fälle von Folter jeglicher Form nicht ans Tageslicht kommen.

  • Die Pressefreiheit ist extrem wichtig, von Zensur halte ich in diesem Zusammenhang nichts.
    Auf der anderen Seite ist es natürlich eine symbolische Handlung. Wo Bücher brennen, können bald auch noch ganz andere Dinge brennnen, oder auch Menschen. Zudem hat das Verbrennen von Büchern natürlich einen äußerst bitteren Beigeschmack.


    Eben, es geht einzig um die Symbolwirkung. Für viele Moslems, vor allem für ungebildete die nicht die Hintergründe kennen, wird das so aussehen wird als ob alle(!) westlichen Länder Menschen islamischen Glaubens hassen. Und wenn wir ehrlich sind, wir sind auch nicht viel anders. Man sieht einen Islamisten wie er die US-Flagge verbrennt und insgeheim projeziert man das auf alle Moslems.


    Menschen sind durch Bilder (leider) sehr leicht zu manipulieren.


    Natürlich ist es furchtbar, was Menschen einander antun. Aber es hat eben niemand das Recht, andere zu foltern oder zu demütigen. Geschieht es trotzdem, muss es vor Gericht kommen, was auch geschehen ist.
    Aber ich gehe nicht davon aus, dass das immer der Fall ist: Ich vermute, dass das nur die Spitze des Eisbergs war und sehr viele Fälle von Folter jeglicher Form nicht ans Tageslicht kommen.


    Eben, aber ich sage ja nicht daß das unter den Tisch gekehrt werden soll. Natürlich müssen diese Soldaten bestraft werden. Aber das muß ja nicht abhängig davon gemacht werden ob diese Bilder der restlichen Menschheit gezeigt werden.


    Wobei ich denke daß wohl auch das Internet seine Schuld an dieser Entwicklung hat.

  • Eben, es geht einzig um die Symbolwirkung. Für viele Moslems, vor allem für ungebildete die nicht die Hintergründe kennen, wird das so aussehen wird als ob alle(!) westlichen Länder Menschen islamischen Glaubens hassen. Und wenn wir ehrlich sind, wir sind auch nicht viel anders. Man sieht einen Islamisten wie er die US-Flagge verbrennt und insgeheim projeziert man das auf alle Moslems.


    Schließe da bitte nicht von dir auf alle anderen. Ich kann ganz gut damit umgehen, dass es Fanatiker gibt, und werfe Leute, die zufällig den gleichen Glauben haben oder die gleiche Herkunft, nicht in den gleichen Topf.
    Ungebildete Menschen gibt es überall. Ich muss mir nur die Gespräche anhören, die man überall mitbekommt. Da glauben Leute tatsächlich, dass Doku-Soaps real sind, da wird die BLÖD als ernsthafte Informationsquelle gesehen.



    Leider gibt es sehr viele Menschen, die sich regelrecht in ihrer Unwissenheit suhlen und die auch noch verteidigen. "Ich habe nichts anderes kennen gelernt, also denke ich so." Nie war es einfacher, zumindest in Deutschland, an Informationen heranzukommen. Fast überall gibt es Leihbüchereien, Fernsehen, Radio, Internet usw. Aber nein, das ist ja mühsam.... Da müsste man sich ja mal ein paar Minuten hinsetzen und lesen oder zuhören, wenn einem Wissen vermittelt wird. :roll:

    Eben, aber ich sage ja nicht daß das unter den Tisch gekehrt werden soll. Natürlich müssen diese Soldaten bestraft werden. Aber das muß ja nicht abhängig davon gemacht werden ob diese Bilder der restlichen Menschheit gezeigt werden.


    Warum sollten sie es nicht sehen? Genau darum geht es doch. Wenn das im stillen Kämmerlein bleibt, ist die Gefahr umso größer, dass es vertuscht oder vergessen wird. Das ist Weltgeschehen, also Dinge, die von großer Relevanz sind. Ich halte es für ideal, wenn diese Art von Nachrichten gesendet werden und vorher - was nicht mehr so häufig vorkommt - erwähnt wird, dass Kinder oder sehr sensible Leute sich das besser nicht ansehen sollten.


    Manchmal ist es ganz gut, Grauen mit eigenen Augen zu sehen und nicht nur davon zu lesen oder zu hören. Das ist dann die eigene Wahrheit. Man weiß selbst, was man gesehen hat und muss sich nicht auf Berichterstattungen anderer verlassen. Die könnten lügen oder Dinge falsch wiedergeben.


    Wobei ich denke daß wohl auch das Internet seine Schuld an dieser Entwicklung hat.


    Das Internet ist weder gut noch böse. Es kommt nur darauf auf, wofür man es nutzt, und vor allem darauf, dass man seinen eigenen Verstand nicht einmottet, nur weil man alles vorgekaut bekommen kann.

  • Hallo,



    ein kluger Mensch hat einmal gesagt:



    Freiheit ist nicht alles tun zu dürfen was man will, sondern nicht das tun zu müssen was man soll.


    Ich denke mal da ist etwas wahres dran, denn wenn jeder permanent aud Biegen und Brechen seine eigene Meinung durchsetzten will, dann wäre das Ergebnis das totale Chaos und in geordnetes Zusammenleben innerhalb der Gesellschaft wäre gar nicht möglich.


    Aus diesem Grund gibt es in JEDER Gesellschaft ungeschriebene Spielregeln, wie Höflichkeit und Respekt vor den Anderen.


    Aber irgendwie scheint das im Zeitalter des hemmungslos ausgelebten Egoismus in Reinkultur völlig "ausser Mode" gekommen zu sein.


    Gruß


    Feelgood

  • Warum sollten sie es nicht sehen? Genau darum geht es doch. Wenn das im stillen Kämmerlein bleibt, ist die Gefahr umso größer, dass es vertuscht oder vergessen wird. Das ist Weltgeschehen, also Dinge, die von großer Relevanz sind. Ich halte es für ideal, wenn diese Art von Nachrichten gesendet werden und vorher - was nicht mehr so häufig vorkommt - erwähnt wird, dass Kinder oder sehr sensible Leute sich das besser nicht ansehen sollten.


    Die von mir vorgeschlagene Kontrollorganisation würde dafür sorgen daß es nicht vertuscht wird.


    Abu Ghuraib war zugegebenermaßen auch nicht das beste Beispiel.


    Es ging mir eigentlich eher um die Geschichte mit z.B. der Bücherverbrennung. Weil das etwas ist das nur wegen der Presse zu einem "Problem" wurde. Hier wärs tatsächlich wünschenswert gewesen das man es schlicht vertuscht hätte.


    Manchmal ist es ganz gut, Grauen mit eigenen Augen zu sehen und nicht nur davon zu lesen oder zu hören. Das ist dann die eigene Wahrheit. Man weiß selbst, was man gesehen hat und muss sich nicht auf Berichterstattungen anderer verlassen. Die könnten lügen oder Dinge falsch wiedergeben.


    Nur was ist die Wahrheit?


    Bilder kann auch jeder fälschen.

  • Die von mir vorgeschlagene Kontrollorganisation würde dafür sorgen daß es nicht vertuscht wird.

    Wer kontrolliert, hat Macht, und die kann missbraucht werden, entweder intern oder extern. Zudem gibt es gerade in der Presse bereits genug Zensur.


    Es ging mir eigentlich eher um die Geschichte mit z.B. der Bücherverbrennung. Weil das etwas ist das nur wegen der Presse zu einem "Problem" wurde. Hier wärs tatsächlich wünschenswert gewesen das man es schlicht vertuscht hätte.

    Vertuschen bedeutet, etwas zu verheimlichen, was von großem Interesse oder von großer Bedeutung für die Allgemeinheit ist und für Aufruhr sorgen könnte. Normalerweise wird etwas vertuscht, um jemanden oder etwas im weitesten Sinne zu schützen. Da geht es meistens um Geld, Macht und Ansehen.


    Die Presse gibt es sowieso nicht. Die Presse besteht aus vielen Menschen, die alle ihre eigene Meinung haben und Butter auf dem Brot haben wollen. Davon leben sie, von Verkaufszahlen, Einschaltquoten und der Anerkennung oder auch nur monetäre Honorierung der eigenen Artikel. Mir kann keiner erzählen, dass es der Traum eines jeden Schreiberlings ist, für den Rest seines Lebens bei irgendeinem lokalen Käseblatt im Sommer Erdbeerrezepte und im Winter Streutipps für die Auffahrt zu verfassen.


    Wenn also eine Story gewittert wird, die Geld in die Taschen spült, wird die auf Teufel komm raus geschrieben und verbreitet, und die verhinderten Bücherverbrenner waren wohl mehr als entzückt, als ihr Vorhaben bemerkt wurde.
    Nichts ist heilig - gar nichts, und auch nicht banal genug. Wenn Paris Hilton keine Unterwäsche trägt, ist das Thema in den Nachrichten. Ist das wichtig? Nein. Aber verkauft es sich? Ja.


    Nehmen wir den umgekehrten Fall, den alle mitbekommen, die einen Fernseher haben und ab und zu durch die Programme zappen. Wie da Möchtegern-Stars jede Woche verzweifelt versuchen, in die Presse zu kommen und berühmt zu werden, geht für mich auf keine Kuhhaut.
    Was interessiert es denn mich, welche Tussi sich Silikon in die Brüste stopfen lässt und Model werden will? Ich könnte darauf auch gut verzichten, aber mich fragt keiner. Ich muss nur nicth einschalten.
    Und wir dürfen davon ausgehen, dass es Tausende gibt, die es nicht mal zu einer hämischen Story in irgendeinem billigen Boulevard-Blättchen schaffen. Schlechte Presse ist gute Presse, weil Presse = Aufmerksamkeit = Geld.


    Es wäre nicht nötig gewesen, es zu vertuschen, wenn einfach alle, die von der Koranverbrennung Wind bekommen hätten, kein Interesse daran gehabt hätten. Ich hätte auch den Teufel getan und das irgendwie an die Presse weitergeleitet. Nicht, weil ich es für zu brisant halte, sondern weil ich es im Prinzip einfach belanglos finde. Wahrscheinlich fackeln Nazis jede Woche irgendwo einen Talmud ab, die örtlichen Nachwuchs-Satanisten grillen sich ihre Steaks auf zerrupften und angezündeten Bibeln beim Lagerfeuer und Muslime verbrennen amerikanische Flaggen.
    Das alles läuft für mich unter Meinungsäußerung, die nicht irgendwelche Fakten in Frage stellt oder verleugnet, sondern die schlicht besagt: Ich verbrenne das und das, weil ich dazu keine positive Meinung habe.

    Nur was ist die Wahrheit?

    Bilder kann auch jeder fälschen.

    Stimmt. Aber es ist grundsätzlich immer besser, etwas mit eigenen Augen gesehen zu haben, als davon lediglich durch Dritte zu erfahren. Andererseits gehöre ich nicht zu den Idioten, die alles, was nicht in ihren Tellerrand passt, für unmöglich und demzufolge gefälscht halten. Und genau so etwas machen im Prinzip die Verschwörungstheoretiker. Ich frage mich, wie sehr man sich langweilen oder wie unbedeutend man sich vorkommen muss, um die doofe Weltbevölkerung verzweifelt mit der eigenen Weisheit erhellen zu wollen, damit man seine 15 Minuten Ruhm abbekommt.


    Irgendwie blicke ich nicht hinter das Zitieren hier. Das ist das erste und einzige Forum, das ich kenne, das das so kompliziert macht.

  • Wer kontrolliert, hat Macht, und die kann missbraucht werden, entweder intern oder extern. Zudem gibt es gerade in der Presse bereits genug Zensur.


    Das Entscheidende wäre das sie nicht(!) dafür bezahlt wird Stories zu veröffentlichen welche z.B. die Auflage steigert, sondern nur dafür zu kontrollieren welche mögliche Gefahr von einer Nachricht ausgeht, also im direkten Verhältniss zu ihrer Wichtigkeit.



    Vertuschen bedeutet, etwas zu verheimlichen, was von großem Interesse oder von großer Bedeutung für die Allgemeinheit ist und für Aufruhr sorgen könnte. Normalerweise wird etwas vertuscht, um jemanden oder etwas im weitesten Sinne zu schützen.


    Im Falle der Bücherverbrennung würde man z.b. die Soldaten schützen die gerade im Einsatz in Afghanistan sind.



    Die Presse gibt es sowieso nicht. Die Presse besteht aus vielen Menschen, die alle ihre eigene Meinung haben und Butter auf dem Brot haben wollen. Davon leben sie, von Verkaufszahlen, Einschaltquoten und der Anerkennung oder auch nur monetäre Honorierung der eigenen Artikel. Mir kann keiner erzählen, dass es der Traum eines jeden Schreiberlings ist, für den Rest seines Lebens bei irgendeinem lokalen Käseblatt im Sommer Erdbeerrezepte und im Winter Streutipps für die Auffahrt zu verfassen.


    Das verlangt keiner. Man dürfte natürlich auch in Zukunft über spektakuläre Ereignisse berichten. Aber genau das ist ja der Punkt. Die von mir genannten Beispiele sind alles keine spektakulären Ereignisse, es sind unbedeutende
    Ereignisse die einfach nur künstlich aufgebauscht wurden.



    Wenn also eine Story gewittert wird, die Geld in die Taschen spült, wird die auf Teufel komm raus geschrieben und verbreitet, und die verhinderten Bücherverbrenner waren wohl mehr als entzückt, als ihr Vorhaben bemerkt wurde.
    Nichts ist heilig - gar nichts, und auch nicht banal genug. Wenn Paris Hilton keine Unterwäsche trägt, ist das Thema in den Nachrichten. Ist das wichtig? Nein. Aber verkauft es sich? Ja.


    Da es aber niemanden schadet wenn man Bilder veröffentlicht wo sie keine Unterwäsche trägt wäre es ok diese Bilder zu veröffentlichen. Paris Hilton ist keine wichtige Person. Anders würde es aussehen wenn von einer
    Politikerin Bilder ohne Unterwäsche aufgenommen werden würden, das könnte dann z.B. das Amt beschädigen. Anderseits könnte man sagen, wenn es jemand schafft, solche Bilder zu machen, müßte man sich fragen ob die
    Person seriös genug ist.


    Ein gutes Beispiel wo man imo aus einer Mücke einen Elefanten gemacht hat war die Geschichte mit Bill Clinton und Monica Lewinsky. Das hätte man z.B. durchaus vertuschen können/sollem, weil hätte man es vertuscht wäre uns George Bush vermutlich als Nachfolgepräsident erspart geblieben und die Demokraten mit Al Gore hätten die Präsidentschaft gewonnen. Das Ergebniss war ja auch unglaublich knapp.


    Der Anschlag am 11 September wäre uns evtl. erspart geblieben, es hätte den Krieg in Afghanistan und m Irak vielleicht auch nicht gegeben. Die Welt wäre sicher eine andere geworden. Und das nur weil Monica Lewinsky beschlossen hatte dem Präsidenten einen besonderen Gefallen zu tun.


    Schon interessant welche Kleinigkeiten manchmal große Auswirkungen haben.



    Nehmen wir den umgekehrten Fall, den alle mitbekommen, die einen Fernseher haben und ab und zu durch die Programme zappen. Wie da Möchtegern-Stars jede Woche verzweifelt versuchen, in die Presse zu kommen und berühmt zu werden, geht für mich auf keine Kuhhaut.


    Ich habe keine Ahnung wieso es interessant ist zu wissen welcher Prominente gerade mit wem zusammen Aber ich bin auch keine Frau. Wenn solltest das eher du nachvollziehen können ;)



    Was interessiert es denn mich, welche Tussi sich Silikon in die Brüste stopfen lässt und Model werden will? Ich könnte darauf auch gut verzichten, aber mich fragt keiner. Ich muss nur nicth einschalten.
    Und wir dürfen davon ausgehen, dass es Tausende gibt, die es nicht mal zu einer hämischen Story in irgendeinem billigen Boulevard-Blättchen schaffen. Schlechte Presse ist gute Presse, weil Presse = Aufmerksamkeit = Geld.


    Klar, aber sowas ist eh unbedeutend und nichts woran sich jemand stören müßte.



    Stimmt. Aber es ist grundsätzlich immer besser, etwas mit eigenen Augen gesehen zu haben, als davon lediglich durch Dritte zu erfahren. Andererseits gehöre ich nicht zu den Idioten, die alles, was nicht in ihren Tellerrand passt, für unmöglich und demzufolge gefälscht halten. Und genau so etwas machen im Prinzip die Verschwörungstheoretiker. Ich frage mich, wie sehr man sich langweilen oder wie unbedeutend man sich vorkommen muss, um die doofe Weltbevölkerung verzweifelt mit der eigenen Weisheit erhellen zu wollen, damit man seine 15 Minuten Ruhm abbekommt.


    Verschwörungstheorien finde ich schon durchaus spannend. Aber die nimmt gewöhnlich nach außen hin sowieso keiner ernst solange es keine handfesten Beweise gibt. Was evtl. passieren kann das eine frei erfundene Verschwörungstheorie die gerade gut passt sich rasend verbreitet, irgendwie kennt keiner mehr die Quelle und plötzlich glaubt man daß das tatsächlich stimmt.



    Irgendwie blicke ich nicht hinter das Zitieren hier. Das ist das erste und einzige Forum, das ich kenne, das das so kompliziert macht.


    Ich finds auch sehr schlecht gelöst, keine Ahnung wie das nun genau funktionieren soll :)


    Ich kopiere die gequoteten Abschntte normalerweise von Hand per Copy&Paste.

  • Diskussionen in Richtung eines "Kontrollorgans" bringen nichts. Diese Kontrollinstanzen bei den Medien gibt es bereits: eine nennt sich Grundgesetz, die andere Pressekodex. Die Medien müssen sich an die hier geltende Rechtsordnung halten. Das ist ausreichend. Alles Weitere führt nur zur Zensur; kann nur zur Zensur führen. Es geht gar nicht anders. An irgendwelchen Richtlinien muss man ja festmachen, über welche Nachrichten die Öffentlichkeit informiert wird und über welche nicht; eine zentrale Filterstelle hat überhaupt nicht die Weitsicht, angemessen zu urteilen; die Zensur unterläge dem Ermessen der Zensoren und damit der Willkür. Eine bessere Richtlinie als die geltende Gesetzeslage fällt mir aber nicht ein. Alle daraus entstehenden Probleme mögen ärgerlich sein, sind aber unabdingbar. Das sind eben die Begleiterscheinungen einer westlichen Demokratie: systemimmanente Defizite. Man muss sie hinnehmen, weil das größere Ganze alternativlos ist.


    Statt vom weisen Staat zu schwärmen, der weitsichtig die Medien lenkt, wäre es also sinnvoller, diejenigen, die sich über "missbrauchte Pressefreiheit" beschweren, würden konkrete Erweiterungen zu den geltenden Gesetzen und den Richtlinien des Pressekodex vorschlagen.


    santiago

  • Das Entscheidende wäre das sie nicht(!) dafür bezahlt wird Stories zu veröffentlichen welche z.B. die Auflage steigert, sondern nur dafür zu kontrollieren welche mögliche Gefahr von einer Nachricht ausgeht, also im direkten Verhältniss zu ihrer Wichtigkeit.

    Also soll eine übergeordnete Stelle generell entscheiden, was ich erfahren darf und was nicht? Wer soll dazu überhaupt fähig sein, beurteilen zu können, was wichtig ist und was nicht? Das müssten Menschen sein, die von ALLEM Ahnung haben, und das gibt's nicht.
    Danke, nein. Ich suche mir aus dem Wust der Nachrichten das heraus, was mich interessiert, den Rest lasse ich liegen. Es reicht mir schon, dass ich, auch wenn ich es nicht will, mit "weltbewegenden" News zugeknallt werde und nicht mal schnell genug wegzappen kann.


    Peter Steele, Sänger von Type O Negative, ist vor ein paar Monaten gestorben, worüber ich sehr traurig war. In den Nachrichten keine Silbe darüber, lediglich auf meinen Lieblings-Hass-Sendern MTV und Viva gab's eine kleine Anmerkung im Videotext. Also wurde da schon entschieden, dass das die Deutschen nicht interessiert, jedenfalls von den typischen Nachrichtensendern. Für mich war es wichtig.
    Natürlich ist mir klar, dass nicht alles in die Nachrichten kommt, das wäre auch übertrieben, die Sendezeit ist einfach begrenzt. Nur lehne ich es ab, dass mir andere die Denkarbeit abnehmen wollen.
    Und wieder: Je mehr Macht jemand oder etwas hat, desto mehr kann diese Stelle missbraucht werden. Politisch motivierte Zensur gab es schon reichlich in Deutschland, da kann ich es nicht nachvollziehen, wie man sich das zurückwünschen kann.


    Und natürlich gibt es unangenehme Bilder, z. B. die Rückkehr toter Soldaten aus dem Irak. Bush hat diese meines Wissens nach nie senden lassen wollen. Kamen Fotos davon ans Tageslicht, waren die, soweit ich weiß, heimlich gefilmt worden. Krieg = Tod. Und warum ausgerechnet den waffenvernarrten Amis (was ich nicht auf das das Individuum beziehe, sondern auf die immer noch gültige Gesetzgebung des Landes) solche Bilder vorenthalten werden sollten, habe ich nie verstanden.
    Obama macht meiner Meinung nach auch nicht alles richtig. Aber ich rechne es ihm hoch an, dass er dem Beispiel seines Vorgängers nicht folgte und die Medien offziell senden und abdrucken konnten, wie er bei Ankunft der Toten dabei war und salutierte.

    Im Falle der Bücherverbrennung würde man z.b. die Soldaten schützen die gerade im Einsatz in Afghanistan sind.

    Das ist mir zu weit hergezogen. Extremisten und Fanatiker brauchen keine verbrannten Korane, um gegen Soldaten vorzugehen, wie sie schon oft genug bewiesen haben. Es reicht aus, dass sie wahlweise Christen sind, Nicht-Muslime, Soldaten, Frauen usw. Wer sich aufregen will, tut es auch ohne verbrannte Bücher.
    Als Journalist wäre es mir einfach nicht spektakulär genug, um darüber zu berichten. Aber ich würde die Freiheit haben wollen, es tun zu dürfen, wenn ich es will.


    Zudem entsetzen wir uns auch aus gutem Grund darüber, wenn z. B. Frauen gesteinigt werden, weil sie angeblich irgendein Gesetz gebrochen haben. Ich gehöre zu den Leuten, die so etwas wissen wollen. Ich muss es nicht sehen, da ich keine Elends-Gafferin bin, aber ich will es wissen dürfen.

    Da es aber niemanden schadet wenn man Bilder veröffentlicht wo sie keine Unterwäsche trägt wäre es ok diese Bilder zu veröffentlichen. Paris Hilton ist keine wichtige Person. Anders würde es aussehen wenn von einer
    Politikerin Bilder ohne Unterwäsche aufgenommen werden würden, das könnte dann z.B. das Amt beschädigen. Anderseits könnte man sagen, wenn es jemand schafft, solche Bilder zu machen, müßte man sich fragen ob die
    Person seriös genug ist.

    Angesichts der Präsenz von PH müsste man davon ausgehen, dass sie ungemein wichtig ist. Andererseits hat es auch etwas Gutes, wenn über sie berichtet wird: Nach einer gewissen Zeit kann man so sehr gut feststellen, welche Sender, Zeitschriften oder Magazine man sich in Zukunft knickt. Dinge wie diese interessieren mich nicht, und wenn so etwas häufiger vorkommt, weiß ich, dass sich das Konsumieren nicht lohnt.

    Ein gutes Beispiel wo man imo aus einer Mücke einen Elefanten gemacht hat war die Geschichte mit Bill Clinton und Monica Lewinsky. Das hätte man z.B. durchaus vertuschen können/sollem, weil hätte man es vertuscht wäre uns George Bush vermutlich als Nachfolgepräsident erspart geblieben und die Demokraten mit Al Gore hätten die Präsidentschaft gewonnen. Das Ergebniss war ja auch unglaublich knapp.

    Warum vertuschen? Uns hat es doch nur gezeigt: Meine Güte, machen die Amis da einen Wind drum. Wen hat das denn hier aufgeregt? Ich glaube, bis auf ein paar Moralapostel niemanden. Es ging um sein Amt, was ich völlig unerheblich fand. Die einzig wichtige Seite dabei war für mich, dass er offensichtlich seine Frau betrogen hatte.
    Und so, wie die Bushs agieren, wäre uns höchstwahrscheinlich keiner der beiden erspart geblieben. Der nächste steht ja schon in den Startlöchern, ich vermute, bei den nächsten zwei oder drei Wahlkämpfen wird sich Brüderchen Jeb um den Job bewerben.
    Kein Terrorist braucht einen bestimmten Präsidenten, um Amerika schaden zu wollen. Es reicht, dass es Amerika ist, genauso wie es auch in Deutschland ausreicht, eindeutig südländischer Herkunft zu sein, damit das rechte Pack sich aufregt. Und mit "hätte, wäre, wenn" kommt man nicht weiter. Da müsste man bei Adam und Eva anfangen, und sorry, mit Theorien sind noch nie Probleme gelöst oder analysiert worden. Das ist Zeitverschwendung.


    Verschwörungstheorien finde ich schon durchaus spannend. Aber die nimmt gewöhnlich nach außen hin sowieso keiner ernst solange es keine handfesten Beweise gibt. Was evtl. passieren kann das eine frei erfundene Verschwörungstheorie die gerade gut passt sich rasend verbreitet, irgendwie kennt keiner mehr die Quelle und plötzlich glaubt man daß das tatsächlich stimmt.

    Als Ansatzpunkte sind viele interessant, das ist wahr. Aber es fängt an, wirklich in Größenwahn und Paranoia abzudriften, wenn sich mehrere zusammentun und alles nicht mehr nüchtern betrachten, sondern sich die Erklärung aussuchen, die ihnen am besten in den Kram passt.
    Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch schädlich, weil so kein Platz für wissenschaftliche Fakten gelassen wird. Ich kann mir auch das Übelste ausmalen oder Menschen das Schlimmste unterstellen, wenn mir etwas Schlechtes passiert ist, aber es bringt mir nichts, wenn ich nicht versuche, die Wahrheit nüchtern und neutral zu ergründen.
    Denn so langweilig es auch ist: Manchmal sind es eben einfach nur menschliche Fehler und Unachtsamkeiten, die zu einem Unglück führen, und es muss nicht nach einen Verschwörung gesucht werden.


    Das führt jetzt aber zu weit von der Pressefreiheit weg, um die es hier eigentlich geht. Die sollte einem Menschen über alles gehen. Natürlich bin ich auch dafür, dass Menschen geschützt werden und dass die Presse noch lange nicht alles darf. Da gilt das Persönlichkeitsrecht. Es ist meiner Meinung nach nicht notwendig, zerfetzte Leichen bis ins Details zu zeigen, um zu veranschaulichen, wie grausam Terror oder Krieg ist. Aber mit verpixelten oder verwischten Bildern, die einen Körper nur erahnen lassen, oder mit s/w-Färbung lässt sich so ein guter Kompromiss eingehen, finde ich.


    Ich kopiere die gequoteten Abschntte normalerweise von Hand per Copy&Paste.

    Das werde ich wohl auch demnächst so machen. :lol: