• Hallo an alle,


    ich hab mir vor nicht allzulanger den Anime "Death Note" angeschaut, was aber grundsätzlich erstmal nix zur Sache tut(also was für ein Anime das war).
    Am Ende wurde gesagt, dass jeder , der dieses "Death Note" benutzt, weder in die Hölle, noch in den Himmel kommt; und das wurde mit so einer Böshaftigkeit gesagt, dass ich mich fragte : Wäre das wirklich so schlimm? Denn genau so, sollte es wohl im Anime rübergebracht werden.


    Was ist denn daran so schlimm? ich kam zu dem Schluss, dass in letzter Instanz, ein Leben sinnlos ist , wenn es nicht nach dem Tod weitergeht (was umso erschreckender ist - da ich nicht an einem Leben nach dem Tod glaube). Auf diese Idee kamen bestimmt schon viele schlaue Menschen vor mir.
    Meine Frage ist jetzt allerdings : Warum sollten wir uns nicht einfach die Kugel geben, wenn wir nicht gläubig sind, denn letzten Endes, sind die Bemühungen hier auf der Erde ja dann doch für den Arsch.


    Die Tatsache, dass ich zu dieser Frage kam, lass mich zu der Vermutung kommen, ich bin vll ein wenig depressiv - denn ein glücklischer Mensch denkt unter Umständen anders - (und keine Sorge, ich bin nich suizid gefährdet, das war ja nur ein Gedankenspiel + Ich bin viel zu feige :P) aber dennoch hätte ich gerne ein paar Antworten auf die gewagte These:


    Wer nicht glaubt, sollte sich die Kugel geben.



    mit freundlichen Grüßen


    Minato - Sensei.


    Ps : An alle nicht Gläubigen, seht das bloß nicht als Aufforderung oder sowas ne o_O!

  • Eventuell um den Fortbestand der Rasse zu sichern. Bzw. um für Nachwuchs zu sorgen, einen Teil zur Gesellschaft beitragen etc.


    Es steht aber jedem frei seinem Leben ein Ende zu bereiten. Ein paar Menschen können wir schon entbehren bei den vielen Milliarden auf der Erde. ;)

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Zitat

    Warum sollten wir uns nicht einfach die Kugel geben, wenn wir nicht gläubig sind, denn letzten Endes, sind die Bemühungen hier auf der Erde ja dann doch für den Arsch.


    Weil das Problem nicht die Sinnlosigkeit des Lebens ist, sondern die menschliche Furcht vor der Endlichkeit. In der menschlichen Wahrnehmung muss ein Perspektivenwechsel hin zum Jetzt stattfinden - es geht nicht darum, das Leben immer weiter vor sich her zu schieben, um auf irgendeine Art von Fortexistenz zu hoffen, sondern die Gelegenheit zu ergreifen und das Glück im Diesseits zu finden. Manchen Menschen ist das leichter möglich als anderen, es lässt sich aber antrainieren. Es ist weniger der Sinn, der ausschlaggebend ist, als vielmehr die Suche nach Glück; erstrebenswert ist also ein Leben, in dem möglichst oft ein möglichst intensives Glück gefunden wird. Gerade weil ein Lebenssinn an sich nicht vorgegeben ist, und gerade weil das Leben endlich ist, gewinnt diese Zeitspanne in ihrer Endlichkeit an umso größerer Bedeutung, und wird es für das Individuum möglich, seinen Lebenssinn selbst zu wählen und zu finden. Voraussetzung hierfür ist eine Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen wie auch mit der eigenen Endlichkeit, also letztlich ein philosophisch-emanzipatorischer Reifeprozess, der immer möglichst früh stattfinden sollte. Ich empfehle in dem Zusammenhang eine Auseinandersetzung mit (dem häufig missverstandenen) Epikur.


    santiago

  • Zitat von Minato-Sensei

    Denn genau so, sollte es wohl im Anime rübergebracht werden.

    Nicht wirklich. Im Buddhismus gibt es ja eigentlich Wiedergeburt und all das, und die Existenz von Todesgöttern könnte ja bedeuten, dass Menschen vielleicht irgendwie wiedererweckt werden können. Tsugumi Ohba hat Mu (das Nichts) nur erwähnt, damit klar wird, dass Light nicht wie Freddy oder Jason immer wieder zurückkehren kann, sondern dass die Story jetzt tatsächlich vorbei ist. Das fällt also unter Stilmittel. Once dead, they can never come back to life.
    Das sollte also nicht als schlimm dargestellt werden, das entspringt nur Ohbas persönlicher Vorstellung. Es wird ja (im Manga zumindest) extra noch eine Rückblende gezeigt, in der Ryuk zugibt, dass alle Menschen in Nichts gehen, nicht nur die Death Note-Benutzer.


    Zitat

    Warum sollten wir uns nicht einfach die Kugel geben, wenn wir nicht gläubig sind,

    Du klingst aber doch wie ein tiefgläubiger Mensch. Ich als Atheist lebe nicht für irgendeinen Gott oder das Leben nach dem Tod, sondern nur für mich selbst. 60 Jahre reichen gut aus, um ein paar gute Filme zu gucken. Übrigens, Einstein, da Vinci, van Beethoven usw. sind schon lange tot, und deren Leben wird wohl niemand als sinnlos bezeichnen. Soll heissen, wenn du nicht sterben willst, musst du einfach Künstler oder Wissenschaftler werden.


    Zitat von Claxan

    Es steht aber jedem frei seinem Leben ein Ende zu bereiten.

    Ganz genau. Ich meine ja immer, jemandem das Leben zu retten, der sterben will, ist das Gleiche, wie jemanden umzubringen, der leben will. Moralisch eigentlich nicht vertretbar.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Zitat

    Soll heissen, wenn du nicht sterben willst, musst du einfach Künstler oder Wissenschaftler werden.


    Wieso sollte er das?
    Er kann auch daheim sitzen, jeden Tag bis um 12 schlafen und sich den Tag über mit youporn vergnügen. Es ist im Grunde egal, was man macht, wenn der einzige Maßstab das Streben nach Glück ist - man muss eben selbst herausfinden, welche Lebensführung so erfüllend ist, dass sie das Leben lebenswert macht. Gerade weil es ja keine Vorgaben gibt, ist der Gestaltungswille (unter den gegebenen Rahmenbedingungen) frei. Mancher mag sein Leben nur sinnvoll finden, wenn sein Name in die Geschichtsbücher eingeht, ein anderer wird versuchen, ein möglichst intensives, abenteuerreiches Leben zu führen, der andere will einfach nur Problemen aus dem Weg gehen ... es gibt einfach kein Patentrezept, sondern die Lebensführung steht jedem frei. Epikur unterscheidet zwischen körperlichem und seelischem Glück (eigentlich "Lust", aber das wird zu schnell missverstanden) - während das körperliche Glück eine Momentaufnahme ist, kann auf das seelische Glück immer wieder zurückgegriffen werden (zum Beispiel in Form von Erinnerungen). Das vermeiden von Unlust und das Streben nach möglichst intensivem (seelischen) Glück wäre demnach eine sinnvolle Lebensführung - ob man dieses seelische Glück nun aus seinem Ruhm als Wissenschaftler, einem gelungenen Kunstwerk, einer netten Urlaubsreise oder der Liebe zu einem anderen Menschen bezieht, hängt von der Einzelperson ab.


    Zitat

    Ich meine ja immer, jemandem das Leben zu retten, der sterben will, ist das Gleiche, wie jemanden umzubringen, der leben will. Moralisch eigentlich nicht vertretbar.


    Da würden dir aber viele Menschen, die sich aus juveniler Dummheit heraus fast umgebracht hätten und geretettet wurden, etwas anderes erzählen...


    santiago

  • Zitat

    Er kann auch daheim sitzen, jeden Tag bis um 12 schlafen und sich den Tag über mit youporn vergnügen.

    Weisst du, dass du gerade mein letztes Wochenende beschrieben hast? :mrgreen:
    Aber ich glaube, du hast mich falsch verstanden. Klar kann ich machen was ich will, wenn ich einfach nur glücklich werden möchte. Aber Minato-Sensei meinte ja, dass ein beschränktes Leben nichts wert ist. Und ich sage, wenn man etwas Grosses hinterlässt, kann man unsterblich werden. Im philosophischen Sinne natürlich.


    Zitat

    Da würden dir aber viele Menschen, die sich aus juveniler Dummheit heraus fast umgebracht hätten und geretettet wurden, etwas anderes erzählen...

    Na, dann haben diese Juvenilen (ich nehme an, das steht für jugendlich) ganz schön Glück gehabt, dass jemand sie gerettet hat. Ich würde mir wahrscheinlich nicht mal die Mühe machen, einen Krankenwagen für jemanden zu rufen, der sich an den Pulsadern rumgefummelt hat.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Ich seh das ähnlich, ich lebe für mich. Natürlich kann ich nebenbei noch versuchen etwas gutes zu tun, etwas worüber sich andere Menschen freuen oder damit es andern Menschen besser geht. Dann war mein Leben schon mal nicht ganz umsonst. Und wenn du keinen Bock drauf has etwas für andere zu tun, auch egal. Du solltest nur nicht anderen Menschen willkürlich Leid zufügen oder übermäßig negativ sein. Und ein Selbstmord fügt anderne Menschen ja leid zu. Deinen Eltern zum Beispiel.


    Ich hab für mich den Weg gefunden den ich gehen will. Ich bin ein Deutscher Soldat und in einer Position an der ich vielleicht noch etwas tun kann. Humanitäre Einsätze, Katastrophenhilfe.... Aber auch im privaten Leben. So beeinflusst mman nicht nur seinen Lebensweg ( also Porno guggen und Chips knabbern) sondern auch den andere Menschen. Und hilf den Menschen auch Ihre träume zu verwirklichen.


    Sein Leben nur für sich zu leben und nur private Ziele zu verfolgen ist höchst egoistisch würde ich behaupten. Aber klar, wenn du das mit dir selbst vereinbaren kannst kannst du gerne so leben. Du bist theoretisch niemanden rechenschaft schuldig, vor allem nicht wenn du ein Atheist bist.


    JE

  • Zitat von "Minato-Sensei"

    Wer nicht glaubt, sollte sich die Kugel geben.


    Sicher :roll: , demnach müssten jetzt in diesem Moment ca. 2,5 Milliarden Menschen, mich eingeschlossen, gemeinsamen Suizit begehen :verschwoer:
    Sorry, aber bei solche Worten geht mir der nicht vorhandene Hut hoch.
    Solche Gedanken, in Ausführung, haben schon viele Millionen Menschenleben ( unfreiwillig I gekostet. Viel Leid und Elend unter die Menschen gebracht.
    Ohne Glauben, ohne die Hoffnung vom Leben nach dem Tod, in welcher Form auch immer, hat ein Leben keinen Sinn und ähnliche Äußerungen, finde ich eine solche Egosch... Es bringt u.a. Bekloppte dazu sich und viele andere ( KInder, Frauen; Männer ) in die Luft zu sprengen, damit SIE in den Himmel kommen usw.
    Eine menschenverachtende Sichtweise, die sich leider auch auf Glauben und Gott beruft.
    Mal ganz ehrlich: Braucht man solch ein Glauben, um seinen Leben einen Sinn zu geben ?
    Ich will hier nicht pauschalisieren, aber auch solche kranken Variationen von Glauben musst du bei deiner "gewagten These" berücksichtigen.
    Es braucht nicht viel, um seinem Leben einen Sinn zu geben: Einen ( oder mehrere ) Menschen, die man liebt, für die man Verantwortung übernimmt ( z.B. Kinder ). Anderen Lebewesen gutes tun, helfen und immer wieder Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, wirkt Wunder.
    Das Leben kann so schön sein. Dazu braucht es wirklich nicht all zu viel.
    Wer nur in den Tag hinein lebt, sich nur um sich selbst kümmert ( manchmal nicht mal das ) der ist für mich eine ganz arme Socke und hat dieses Universum nicht verstanden ;) .
    Aus meiner Sicht kann ich dir sagen, dass es letztendlich immer an einem selber liegt, was man aus seinem Leben für sich und andere macht und dabei sollte der Glaube wenn, dann nur eine begleitende Rolle spielen.


    cu
    Nobby

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
    Schrift macht die Gedanken sichtbar, so dass man sie dauernd verfügbar hat.
    Da ist nichts als Text, Zeile für Zeile. Doch im Kopf entsteht eine ganze Welt, Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
    ( Autor unbekannt )

  • Zitat

    Weisst du, dass du gerade mein letztes Wochenende beschrieben hast? :mrgreen:


    :mrgreen:


    Zitat

    Aber ich glaube, du hast mich falsch verstanden. Klar kann ich machen was ich will, wenn ich einfach nur glücklich werden möchte. Aber Minato-Sensei meinte ja, dass ein beschränktes Leben nichts wert ist. Und ich sage, wenn man etwas Grosses hinterlässt, kann man unsterblich werden. Im philosophischen Sinne natürlich.


    Njaa. Dieses "unsterblich werden" ist eigentlich ein Trugschluss. Wenn man tot ist, kann es einem ja herzlich egal sein, ob sich in 500 Jahren noch jemand an deinen Namen erinnert oder ob dein Gemälde im Louvre hängt. Der Nutzen, den man daraus zieht, zeigt sich ja wieder während des Lebens - es ist also nicht die Tatsache, dass der Name unvergessen bleibt, sondern die Vorstellung davon, aus der man sein "seelisches Glück" zieht.
    Natürlich sagt man landläufig, jemand sei "unsterblich" geworden. Damit ist aber in der Regel nur gemeint, dass er nicht vergessen wurde, und es lässt die eigentliche Problematik außen vor - nämlich, dass die menschliche Psyche ein Problem mit der Erkenntnis hat, dass ihr Leben befristet ist und danach vielleicht nichts mehr kommt. Die Angst vor dem Tod ist also immer die Angst vor dem Ende der Lebensspanne, und die wird durch postmortalen Ruhm auch nicht behoben.
    Sie kann jedoch zumindest abgeschwächt werden, wenn man ein seelisches Glück findet, das stark genug ist, um das eigene Leben als wertvoll erscheinen zu lassen. Da steht die Entscheidung aber wieder jedem frei.


    Zitat

    Es braucht nicht viel, um seinem Leben einen Sinn zu geben: Einen ( oder mehrere ) Menschen, die man liebt, für die man Verantwortung übernimmt ( z.B. Kinder ). Anderen Lebewesen gutes tun, helfen und immer wieder Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, wirkt Wunder.


    Du hast zwar Recht, ich bin mir aber nicht sicher, ob der von mir genannte "Reifeprozess" nicht notwendig ist, um ein wirklich erfülltes Leben zu führen. Nach meiner Erfahrung wird die Angst vor dem Tod häufig in den Hintergrund gedrängt, wirkt aber subtil und unterbewusst fort und ist für manche problematischen Folgen verantwortlich. Ich fände es daher schon wichtig und sinnvoll, dass man sich möglichst früh überlegt, was man will, was Glück bedeutet, und wie man sein Leben gestalten möchte. Vielleicht sollte man sich die Frage stellen: wenn ich sehr alt bin und auf mein Leben zurückblicke, werde ich dann zufrieden sein? Denn das Alter ist die Zeit, in der viele Menschen depressiv werden, weil sie ihr Ende nahen sehen und ihr bisheriges Leben als "sinnlos" empfinden. Man darf das nicht unterschätzen - die Angst vor dem Tod ist zusammen mit der Sexualität die stärkste Triebfeder menschlichen Handelns überhaupt.


    santiago

  • Naja... die Kugel geben, ich weiß ja nicht ^^
    Entweder du machst das Beste aus deinem Leben oder du bist eben so negativ eingestellt, dass eh alles scheiße ist. Die Wahl hat man ja bekanntlich selbst.


    Ich glaube an Wiedergeburt. Und ich denke, man entscheidet sich, schon bevor man auf die Welt kommt, für ein "bestimmtes Leben". Vielleicht entscheidet man sich für gewisse Erfahrungen, Ziele oder ähnliches. So hab ich das FÜR MICH SELBST erkannt. Und ich laufe FÜR MICH SELBST gut auf diesem Weg. Ich hab einige Ziele von mir erkannt und versuche ihnen nachzugehen. Weil: ich merke, es bringt mich weiter.
    Und wenn man danach in Himmel oder Hölle kommt, was dann dann von einem übrig? Die "Seele"? Wenn nicht... dann gibts keinen Himmel. Und schon gar keine Hölle. Das haben wir hier auf der Erde genug :twisted: :mrgreen:

    Man kann nicht leben, indem man sich darauf verlässt, dass ein anderer für einen lebt. Der beste Standpunkt, den wir einnehmen können, ist der, dass alles, gerade so wie es ist, gut ist und besser werden wird, wenn die Zeit dafür gekommen sein wird

  • Moin BoaSorte,

    Ich glaube an Wiedergeburt. Und ich denke, man entscheidet sich, schon bevor man auf die Welt kommt, für ein "bestimmtes Leben". Vielleicht entscheidet man sich für gewisse Erfahrungen, Ziele oder ähnliches.


    Es ist gut, wenn jemand seinen Weg im Leben gefunden hat und für sich ein funktionierendes (spirituelles) Weltbild besitzt. Dies möchte ich dir auch nicht streitig machen, doch hat mich deine Formulierung neugierig gemacht.
    Wo und wann "entscheidet" man sich denn in deiner Vorstellung? Kann man sich dies tatsächlich als einen jenseitigen Bürokratieapperat vorstellen, wo man als Ungeborenes Wesen/als Energieform/als ... eine aktive und bewusste Entscheidung treffen kann und somit Einfluss nehmen kann auf bestimmte Lebensinhalte?
    Und bringt das nicht dann auch zwangsläufig zu der zweiten Frage, nämlich warum es Leute gibt, die sich dann offensichtlich für Bestandteile in ihrem Leben entscheiden, die sie zu jahrelangem Knast oder gar bis zur Hinrichtung führen?

    "Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."


    "Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

  • Oder es entscheiden sich viele "Seelen" für ein Leben in einem afrikanischen Land wo sie dann als Sklaven gehalten werden und 15h am Tag Kakaobohnen pflücken, statt in die Schule gehen zu können. Oder eins der Milliarden Kinder zu sein, die an einer Folge von Durchfall sterben, weil sie kein sauberes Wasser haben. Es scheint ja sehr viele Leute zu geben die sich so ein Leben aussuchen. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass Seelen kein Hirn haben und deswegen so ein Leben wählen...

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Wenn ich Gott wäre, würde ich dir an den Kopf fassen und du wärst erleuchtet -.-
    Und wenn ich behaupten würde, ich weiß alles, dürft ihr mich steinigen.


    Vielleicht gibts eine Art Leben zwischen den Leben auf der Erde als Mensch. Wo und wann? Kann mich nicht mehr dran erinnern sry :mrgreen:


    Ich weiß auch nicht, ob ich mich dazu entschieden habe, dass mein Dad mir mal mit 9 Jahren seine Knarre an den Kopf hält. Und auch nicht, dass ich, bis ich 23 bin, nicht mehr mit ihm rede. Im Nachhinein habe ich ihm aber verziehen und die 10 Minuten Gefühl vom Verzeihen waren besser als der jahrelange Hass. Ich kann nicht für alle sprechen. Nur für mich.

    Man kann nicht leben, indem man sich darauf verlässt, dass ein anderer für einen lebt. Der beste Standpunkt, den wir einnehmen können, ist der, dass alles, gerade so wie es ist, gut ist und besser werden wird, wenn die Zeit dafür gekommen sein wird

  • BoaSorte


    Hallo, also hab ich das richtig verstanden, das du zwar behauptest:

    Zitat

    Und ich denke, man entscheidet sich, schon bevor man auf die Welt kommt, für ein "bestimmtes Leben". Vielleicht entscheidet man sich für gewisse Erfahrungen, Ziele oder ähnliches. So hab ich das FÜR MICH SELBST erkannt.


    andererseits kannst du das aber nicht irgendwie mit Inhalt füllen, da

    Zitat

    Ich weiß auch nicht, ob ich mich dazu entschieden habe, dass mein Dad mir mal mit 9 Jahren seine Knarre an den Kopf hält

    ?


    Du gehst also davon aus, das MAN sich entscheidet, aber schon bei dir selber weißt du es nicht? Bisschen wackelig deine Ansicht, oder? Irgendwodran musst du doch deine Entscheidungsfindung festgemacht haben? Das du dich entschieden hast, an die vorherige Entscheidung zu Glauben? Wie kam es denn zu der Einsicht?

  • Sprach der Zweifler....


    Um an ein Ziel zu kommen, muss man dafür was tun oder? Vielleicht wars mein Ziel, eine so große Scheißtat zu vergeben. Mein Ziel war mit Sicherheit nicht die Situation an sich, sondern eher das Ergebnis, dass Jahre später kam.

    Man kann nicht leben, indem man sich darauf verlässt, dass ein anderer für einen lebt. Der beste Standpunkt, den wir einnehmen können, ist der, dass alles, gerade so wie es ist, gut ist und besser werden wird, wenn die Zeit dafür gekommen sein wird

  • Sanktioniert wird man nur im Diesseits. Wenn es keinen Gott oder "höhere" Wesen gibt, dann ist dort auch niemand der über unsere "Seelen" entscheidet. In sofern ist es völlig gleich wieviele Verbrechen und Massenmorde man begeht, das muss man doch mal deutlich sagen: Für das Universum (das was ich als jenseitig erachte weil es nunmal seit Anbeginn der Zeit existiert und bis zu deren Ende existieren wird) ist es völlig gleich was wir tun. Interessieren dürfte es nur andere Lebewesen - wobei dies Grund genug sein sollte auf sich und andere achtzugeben ;)


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
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  • Also ich glaube nicht unbedingt an eine höher gestellte instanz an sich, wenn dann glaube ich, sind wir alle mit ihr verbunden, aus ihr entstanden. Eine art schöpferischer energie, eine art lebensmotor...eine zelle fängt an zu wachsen...woher hat sie den impuls dazu, zu beginnen, woher weiss unser herz, in welchem takt es schlagen soll...?


    Ich denke, es gibt zwei möglichkieten zu leben. Entweder ich bevorzuge die variante zu SEIN oder etwas zu TUN. Das muss jeder für sich entscheiden.


    Nach meiner erfahrung erleben die menschen, die TUN sich als aktionisten, die eine leere versuchen auszufüllen, was irgendwann zum burnout führen kann. Wenn das einfach nur SEIN und sich dem fluss des lebens anzuvertrauen im vordergrund steht, dann erlebt man mehr innere Fülle. Es macht irgendwie zufriedener. Das ist meine erfahrung.