Was ist für euch Gerechtigkeit?

  • Gerechtigkeit im Sinne des Wortes, wird es wohl nur sehr selten geben. Am einfachsten z.B. bei der Aufteilung von Gütern, oder Geld etc.
    Gerechtigkeit wird von der jeweiligen Gesellschaft gemacht, in der man lebt.
    In der heutigen Zeit kommen zum Glück z.B. Todesurteile, wenn die restliche Welt davon erfährt, nur noch sehr selten auch zur Anwendung, und vor allem, wenn kein Mord aus niederen Motiven etc. vorliegt.
    Aktueller Fall:
    Eine Frau ( Christin ) aus einem kleinen pakistanischen Dorf wird, weil sie im Streit mit moslemischen Frauen, den Satz gesagt haben soll ( ! ):
    Jesus ist für die Sünden der Menschen gestorben, was hat den Mohamed für die Menschen getan ?
    ... wegen Plasphemie zum Tode verurteilt.
    Für den moslemischen Richter und Sittenwächter und damit dieser Gesellschaft, widerfährt so Gott Gerechtigkeit, da er gelästert wurde ... für die westliche Welt ist das der totale Wahnsinn ...
    Gerechtigkeit in nicht so harten Fällen, ist auch oft genug von subjektiven Eindrücken, Einstellungen der Richter, oder der Jury geprägt.
    Der Eine gibt ein Jahr auf Bewährung und der Andere 40 Sozialstunden ...


    Zitat von "Auszug Wiki"

    Der Begriff der Gerechtigkeit (griechisch: dikaiosýne, lateinisch: iustitia, englisch und französisch: justice) bezeichnet einen idealen Zustand des sozialen Miteinanders, in dem es einen angemessenen, unparteilichen und einforderbaren Ausgleich der Interessen und der Verteilung von Gütern und Chancen zwischen den beteiligten Personen oder Gruppen gibt.


    Doch grau ist alle Theorie :pope:


    Zitat von "Auszug Wiki"

    Damit einher gehen bestimmte Handlungsnormen und Rechtsnormen für die entsprechende Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.[2] Als abstrakter Begriff hat der Begriff der Gerechtigkeit in Theorie und Praxis je nach sozialem Zusammenhang und darin eingenommener Perspektive unterschiedliche Ausprägungen. Er ist oftmals umstritten.


    Zitat von "Auszug Wiki"

    Nach Platons Verständnis ist Gerechtigkeit eine innere Einstellung. Sie ist für ihn die herausragende Tugend (Kardinaltugend), der entsprechend jeder das tut, was seine Aufgabe ist, und die drei Seelenteile des Menschen (das Begehrende, das Muthafte und das Vernünftige) im richtigen Verhältnis zueinander stehen.[4] Aristoteles und Thomas von Aquin betonten hingegen, dass Gerechtigkeit nicht nur eine Tugend, sondern stets in Bezug auf andere zu denken sei (Intersubjektivität).[5] Handlungen wie Wohltätigkeit, Barmherzigkeit, Dankbarkeit oder Karitas gehen über den Bereich der Gerechtigkeit hinaus (Supererogation).


    Gerechtigkeit ist ein interessantes, aber auch ein sehr schwieriges Thema.
    Meine persönliche Meinung zum Thema Gerechtigkeit, kann und will ich mit Sicherheit nicht konkret formulieren, denn sie ist immer (!) Fall und Situationsabhängig.
    Nebenbei spielen auch noch einer ganze Reihe meiner persönlichen, subjektiven Eindrücke mit hinen uvm.


    :ratlos:
    Nobby

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
    Schrift macht die Gedanken sichtbar, so dass man sie dauernd verfügbar hat.
    Da ist nichts als Text, Zeile für Zeile. Doch im Kopf entsteht eine ganze Welt, Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
    ( Autor unbekannt )

  • Es gibt da diese ineteressante Serie/Show namens "Justice: What's the right thing to do?"
    Ich hab mir mal die erste Folge angesehen und fand den Test am Anfang ganz interessant:
    (ganz grob übersetzt!)

    Zitat

    Du fährst einen kleinen Wagen auf Gleisen. Weiter vorne arbeiten 5 Handwerker an den Gleisen. Die Bremsen funktionieren nicht und du wirst sie überrollen, das weißt du. Nun gibt es noch eine Abzweigung, dort steht ein Bauarbeiter und arbeitet an den Gleisen. Die Lenkung funktioniert, du kannst also abbiegen wenn du willst. Würdest du es tun?


    Diese Frage wurde ans Pubklikum gestellt. Ungefähr 90% der Zuschauer wählten die Abbiegung. Warum? Die Antwort war, dass es ungerecht wäre 5 Menschen sterben zu lassen, wenn dabei nur einer sterben könnte. Dann gabs die 2. Frage:

    Zitat

    Nehmen wir an du fährst nicht den Wagen, sondern stehst auf einer Brücke über den Gleisen. Du siehst wie der Wagen unkontrolliert auf 5 Bauarbeiter zurollt. (Achtung, es gibt keine Abbiegung!). Auf der Brücke steht noch ein ganz fetter Mann, der sich hinunter lehnt. Du könntest ihn hinunter schubsen und somit die Bauarbeiter retten, denn der Mann würde genau im Weg des Wagens liegen und ihn aufhalten. Dieser müsste dann jedoch sterben. Würdest du's tun?


    Jetzt das interessante: Es waren ungefähr 90% dagegen!! Warum?
    Denn nach dem Prinzip, lieber einer als 5, hätten sie die Chance nutzen müssen. Jedoch wäre da wirklich aktives Handeln, aktives Töten nötig gewesen. Am Anfang warst du zwar Fahrer des Wagens, jedoch hätte der Wagen so oder so jemanden umgebracht. Bei Frage B hatte jedoch der Mann eigentlich nichts mit der Tat zu tun, du hättest ihn mit reingezogen und er hätte mit dem Leben bezahlt. Auf einmal ist die Ansicht gewechselt und es ist doch wieder fairer 5 Menschen sterben zu sehen.
    Was haltet ihr davon?


    http://www.youtube.com/watch?v=kBdfcR-8hEY

  • Hm, ich weiß nicht wirklich ob das etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat, sondern mehr mit moralischem handeln, in diesem Fall eben die moralische "Erlaubnis" Mord zu begehen, wenn auch nur indirekt.
    Das bei Frage 1 ganze 90% der Leute den einen Mann gewählt haben, hat wohl damit zu tun, das man in gewisser Weise nur einen Hebel betätigen muss, der einen Menschen dann ja in gewisser Weise umbringt. Das fällt einem wohl leichter, als einen Mann (Wie bei Frage 2) von einer Brücke zu schubsen, da du ja quasi direkt mit deinem Körper auf das Geschehen einwirkst.
    Fragen die einem da wohl durch den Kopf schießen sind die, dass der eine Mann doch Familie haben könnte, daher haben wohl auch 10% den Wagen weiterfahren lassen.
    Oder sie konnten sich einfach nicht vorstellen, auch wenn nur durch passives handeln einen Menschen auf dem Gewissen zu haben. Wo sich dann allerdings wieder die Frage eröffnet, ob sie nicht auch daran Schuld sind, dass die 5 Menschen sterben.
    Utilitaristisch gesehen, ist es allerdings wohl "sinnvoller" den einen Mann sterben zu lassen. Es spielen also ganz viele kleine Faktoren eine Rolle, soweit ich weiß wurde das Experiment auch noch mit spezielleren Fragen wie:" Was würdest du tun, wenn der Mann auf den Gleisen dein bester Freund wäre?" durchgeführt, wo wieder ein anderes Ergebnis raus kam.
    Für mich selbst kann ich nicht direkt sagen was ich tun würde, da ich so etwas nur anhand von eigenen Erlebnissen nachvollziehen könnte, allerdings würde ich wohl eher zum Umlegen des Schalters tendieren.
    Precht hat das gleich Beispiel in seinem Buch "Wer bin ich, und wenn ja wie viele?" gut thematisiert, für die die sich noch weiter dafür interessieren.


    Lg Black Cat

    Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
    [Hermann Hesse]

  • Zitat

    Precht hat das gleich Beispiel in seinem Buch "Wer bin ich, und wenn ja wie viele?" gut thematisiert, für die die sich noch weiter dafür interessieren.


    Welche Seite / Kapitel? Hab das Buch mal durchgeblättert und fand es ziemlich seicht.

  • Welche Seite / Kapitel? Hab das Buch mal durchgeblättert und fand es ziemlich seicht.

    Ich kann es nicht sicher sagen, da ich das Buch momentan an einen Freund verliehen habe, aber ich habe mir gerade im Internet nochmal die Kapitelübersicht angeschaut, und es müsste das Kapitel:"Der Mann auf der Brücke - Ist Moral angeboren?" sein.


    Lg Black Cat

    Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
    [Hermann Hesse]

  • Gerechtigkeit zu definieren ist in keinster Art und Weise problematisch.


    Gerechtigkeit ist Handeln nach den eigenen Werten und Normen.


    So einfach ist das. Deswegen kann man niemals sagen jemand Anderes sei ungerecht, denn er hat einfach andere Werte und Normen und sein Handeln ist somit in seinen Augen nicht ungerecht. Der Mensch muss einfach einsehen, dass sein Weltbild nicht universell gültig ist und er somit keinerlei Recht hat etwas zu definieren oder jemand anderen seine Werte und Normen aufzuzwingen.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Gerechtigkeit ist Handeln nach den eigenen Werten und Normen.

    Das mag vielleicht in den Augen des Einzelnen eine Legitimation sein so zu handeln wie diese Person möchte, aber ich finde schon das man Gerechtigkeit nach gewissen Normen und Regeln zumindest teilweise definieren kann.
    Klar kann jeder für sich selbst Gerechtigkeit definieren, aber auf gewisse Dinge wie keine unnötige Gewaltanwendung, unnötige Bestrafungen, die Grundrechte etc. muss man sich einigen können, und ein normaler Mensch ist normalerweise auch in der Lage diese Punkte einzuhalten. Anderen Schaden zuzufügen ohne das diese vorher etwas getan haben ist nämlich definitiv ungerecht, und da nützt es einem auch nichts zu sagen, dass er es nach seinen Werten gerecht fand.


    Lg Black Cat

    Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
    [Hermann Hesse]

  • Gerechtigkeit währe vorhanden würde durch jede Entscheidung vollkommene Zufriedenheit resultieren.


    Nein. Denn wenn beispielsweise ein Massenmörder zu lebenslanger Haft verurteilt wird, ist das Gerechtigkeitsgefühl des Volkes wohl vorhanden, aber nicht das des Mörders, sofern er seine Morde als gerechtfertigt ansieht. Also ist es praktisch unmöglich, dass jeder Mensch jederzeit durch jede Entscheidung zufrieden gestimmt wird.


    Lg Black Cat

    Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
    [Hermann Hesse]

  • Nein. Denn wenn beispielsweise ein Massenmörder zu lebenslanger Haft verurteilt wird, ist das Gerechtigkeitsgefühl des Volkes wohl vorhanden, aber nicht das des Mörders, sofern er seine Morde als gerechtfertigt ansieht. Also ist es praktisch unmöglich, dass jeder Mensch jederzeit durch jede Entscheidung zufrieden gestimmt wird.


    Erinnert mich an Jing und Jang :D ! Aber genau so ist es meiner Meinung nach.
    Gerechtigkeit, und natürlich das Gegenteil dazu, also die Ungerechtigkeit ist eine persönliche Meinung (+ oder -) über ein bestimmtes Urteil, eine Handlung oder sonst etwas !
    Gesteuert wird dieses Gerechtikkeitsempfinden durch die eigene Moral, durch das eigene Wissen sowie Erfahrung sowie durch das soziale Umfeld (auch Geld inbegriffen) !
    Es gibt keine allumfassende Gerechtigkeit .... einer steht immer im Gegenteil. Es ist höhstens eine massenreiche Gerechtigkeit der viele Menschen zustimmen.
    Z.B. findet ein reicher Mensch andere Sachen gerecht als ein armer Mensch.


    Es ist nur schwer zu sagen was Gerechtigkeit in der Öffentlichkeit ist bzw. die Entscheidung "gerecht" oder "ungerecht" über eine bestimmte Sache in der Öffentlichkeit.
    Ist nun Gerechtigkeit in der Öffentlichkeit was die Masse an Menschen empfindet bzw. denkt ???
    oder ist es das ethische Verständnis der Menschen ???
    oder ist es das Geld ???
    oder .... ???


    In der Öffentlichkeit gibt es meiner Meinung nach keine Gerechtigkeit ....... Gerechtigkeit gibt es nur für einem persönlich !

  • Zitat

    Wer Gutes tut, dem widerfährt auch Gutes. Wer Schlechtes tut, dem
    widerfährt auch Schlechtes.

    also praktisch Auge um Auge, Zahn um Zahn?
    Ist es demnach gerecht Menschen keine zweite Chance zu geben? Menschen können sich ändern. Wer in seiner Jugend Schlechtes getan hat, soll es als Erwachsener schwer haben? Außerdem ist die Frage, wie du "Gutes" und "Schlechtes" definierst. Wenn man einen Apfel aus dem Supermarkt klaut, ist es fair, wenn man auf dem Nachhauseweg von einem Anderen überfallen wird? Oder reicht es beim Klauen erwischt zu werden? Das Auge um Auge, Zahn um Zahn Prinzip ist nicht immer das Vernünftigste, aber - wie du Recht hast - manchmal ganz angemessen. Wer mordet, soll eingesperrt werden. Wer spickt, kriegt eine 6. Und wer den Partner betrügt, soll verlassen werden. Meine Meinung jedenfalls.

  • also praktisch Auge um Auge, Zahn um Zahn?


    Ist es demnach gerecht Menschen keine zweite Chance zu geben?


    Das wurde damit nicht gesagt. Wir befinden uns hier sowieso nur auf theoretischer Ebene, und daher definiere ich gut und schlecht jetzt nicht, dafür haben wir einen extra Thread klick und hier kannst du auch etwas darüber finden.
    In dem Fall heißt es einfach nur, dass ein Mensch der schlechtes getan hat auch gerecht dafür bestraft werden muss, da so auch das Gerechtigkeitsgefühl im Volk wiederhergestellt wird. Und Menschen die nun mal gutes tun sollen dafür auch belohnt werden.
    Von der Verwehrung einer zweiten Chance ist hier nicht die Rede, oder meinst du man sollte Menschen allgemein nicht bestrafen wenn sie etwas falsch gemacht haben, da sie es in einem zweiten Anlauf vielleicht besser machen?


    Lg Black Cat

    Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden
    [Hermann Hesse]

  • In meinen Augen existiert so etwas wie Gerechtigkeit nicht. Gerechtigkeit ist ein Leitbild wenn es darum geht den Interessen verschiedener Menschen oder Gruppierungen gleichermaßen entgegenzukommen. Gerechtigkeit selbst, als Idealzustand, liegt aber immer im Auge des Betrachters ("was erwarte ich, was erachte ich als angemessen") und kann daher nicht allübergreifend erreicht werden. Eine solche völlige Gerechtigkeit würde eine deckungsgleichheit der Interessen, Erwartungen und Auffassungen aller Menschen (oder Beteiligten) erfordern - Ich bezweifle dass ein solcher Zustand existiert. Natürlich kann man einfache Gegenbeispiele entgegenhalten, aber es funktioniert auch maximal bei diesen einfachen Beispielen wie "Fritzchen bekommt ein Gummibärchen deswegen bekommt seine Schwester auch eines", dort kann man das Attribut gerecht vielleicht noch gelten lassen.
    Ich wüsste aber auch gar nicht wozu man "Gerechtigkeit" in einer funktionierenden Gesellschaft braucht, solang Maximen wie Verringerung von Leid, Möglichkeit der Selbstentfaltung, Freiheit... befolgt braucht es kein gerecht, wichtig sind Rechte und aus diesem Recht folgert sich richtiges und falsches Verhalten.
    Um zu verdeutlichen was ich meine: Bricht jemand das Recht wird er nach geltenden Rechtsgrundsätzen bestraft, dies ist richtig, es ist aber niemals gerecht (das muss es auch gar nicht sein). Wichtig ist jediglich Recht aufrechtzuerhalten und für den Schutz der Bevölkerung zu sorgen. Die Unmöglichkeit der Gerechtigkeit wird bereits daran verdeutlicht dass jeder von uns ein ganz anderes Bewusstsein von für ihn gerechtem Strafmaß besitzt - so etwas wie einen Volkeswillen erachte ich ebenfalls als Nichtexistent, da kannst du jediglich Tendenzen ausmachen.
    Ich zB lehne "Bestrafung" als wirkliche Bestrafung ab, der Mensch kann einfach nicht beurteilen welche Strafe für welche Tat unabdingbar angemessen ist. Da müsste man schon mit so etwas wie einem göttlichen Willen argumentieren, was für Atheisten nicht in Frage kommen dürfte. Sinnvoll erachte ich nur die Anzahl der Straftaten möglichst gering zu halten, zu sanktionieren und Menschen vor sich selbst und anderen zu schützen. Natürlich ist das Maß der Sanktionierung der Kern der Sache (Diskussion), aber das körperliche Strafen, die Herbeiführung psychischer oder physischer Schäden dabei ausscheiden müssen sollte nicht in Zweifel gezogen werden.. aber Entschuldigung das ist ein ganz anderes Thema und meine persönliche Empfindung, die ich aber auch nicht als gerecht anpreisen möchte, sondern als richtig ;). Mit Richtigkeit meine ich übrigens Notwendigkeit, notwendig für den Zusammenhalt des Systems, notwendig um richtigem oder falschem Verhalten zumindest teilweise angemessen zu begegnen.

    EDIT Cat:
    Volltextzitat entfernt.


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
    ¯¯¯¯¯¯¯
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    Einmal editiert, zuletzt von Ultimatik ()

  • Namaste.....Aus Wahrheit folgt Gerechtigkeit......bei dem Versuch die Wahrheit zu vertuschen oder zu maskieren oder zu verändern,wird Unrecht getan.


    Peace

    "Die Definition ist die Erklärung,aber die Erklärung ist nicht die Definition" - Masterro

  • Diese Frage zu beantworten fällt mir echt schwer, weil ich hier ganz anders ans Thema herangehe.
    Für mich persönlich ist das eine ohne das andere nicht möglich.


    Jetzt müsste ich meine Philosophie erklären und das würde echt Zeit in Anspruch nehmen.


    Nur kurz, wir Buddhisten sehen das Ganze ein wenig komplexer, diese Sichtweise nennt man Kausal und Kausal bedeutet nichts anderes als: Ohne das Eine existiert das Andere nicht. Wenn es den Begriff Gerechtigkeit nicht gäbe, gäbe es auch nicht den Begriff Ungerechtigkeit.
    Es bildet eine Waage.


    Das ist eine Philosophie, die sicherlich bei dieser Diskussion wenig Bestand hat, da wir hier Beispiele wollen..
    Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit arbeiten miteinander und lassen sich daher nicht trennen...


    Demzufolge hat alles was uns Gerecht erscheint eben auch einen Gegenpol und somit stellt sich für mich schon lange nicht mehr die Frage was ich persönlich gerecht oder ungerecht finde.... Ich sehe immer beide Seite. Ich handle für das was mir in diesem Moment am wichtigsten erscheint.


    Grüße von Yen.

  • Hallo Yen!


    Du empfindest also Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit als zwei Gewichte auf der Waagschale?


    Ich sehe das ein wenig anders. Natürlich hast du recht, wenn man an philosophische Eigenschaften wie "gut" und "böse" denke. keiner ist nur gut oder nur böse und das eine kann man nicht ohne das andere definieren.
    Ich denke aber, Gerechtigkeit kann es auch ohne Ungerechtigkeit geben, da diese Begriffe ein großes Spektrum abdrecken. Ich denke zB. schon, dass es Gerechtigkeit für alle geben kann, ohne dass einer Ungerechtigkeit spüren muss. Zumindest glaube ich daran.
    Gerechtigkeit verhält sich proportional zu Gerechtigkeit, genauso wie Ungerechtigkeit zu Ungerechtigkeit. <---kann man das so sagen? ^^
    Beispierl: Wo Person A mehr, nicht verdiente, Vorteile genießt als Person B, herrscht für beide Ungerechtigkeit. Bekommen sie beide die gleichen Vorteile für gleiche Voraussetzungen herrscht auch für beide Gerechtigkeit.


    Liebe Grüße, Sina

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers