Anhalterin im bayrischen Wald

  • Hallo,
    wollte mal Fragen wer von euch auch von dieser Story gehört hat.
    Die Geschichte muß sich Mitte der 70er ereignet haben. Meine Tante erzählte mir von einer alten Frau die irgendwo im bayrischen Wald per Anhalter reisen würde.
    Wenn jemand anhalten würde , steigt Sie ein und fährt eine Weile mit! Dann sagt sie einen Spruch auf der irgendwas mit Jahreszeiten zu tun hatte.
    Auf jeden Fall prophezeite Sie einen "bloadigen Herbst" (bayrisch) und verschwand aus dem Auto.
    Ich weiß das das ganze auch im Radio und in der Zeitung diskutiert wurde.
    Da ich damals sehr jung war ,hatte ich natürlich einen riesen Schiß und habe die gute Dame Nächte lang in einer dunklen Ecke in meinem Zimmer gesehen. ;)


    Gruß
    Norbert :supergut:

  • Du meinst nicht zufällig den Ebersberger Forst?
    Dort soll es eine kleine Kapelle und diese "weiße Frau" geben... und auch Lichterscheinungen im Forst selber (sind bisher als Autoscheinwerfer entlarvt worden)


    Darüber gibt es aber meines Wissens nach hier schon einen Thread irgendwo *denk*

  • Du meinst nicht zufällig den Ebersberger Forst?

    Der Ebersberger Forst hat mit dem bayrischen Wald gar nichts zu tun. Und Phantomanhalter gibt es überall, nicht nur in Ebersberg. Du wirst kaum ein Sagenbuch finden, in dem keine Phantomanhalter zu finden sind. Allein im Buch "Sagen aus der Oberpfalz" von Emmi Böck (leider nicht mehr erhältlich oder nur schwer zu finden) stehen einige Phantomanhalter-Sagen drin (bei über 500 Seiten ja kein Wunder). Die Geschichten variieren eigentlich nur was das Vehikel angeht, mit dem der Anhalter mitgenommen wird. Bei älteren Sagen handelt sich um ein Pferdefuhrwerk und eben in unserem Zeitalter um Autos oder Motorräder.


    Was ich allerdings vom "blutigen Herbst" und

    Zitat

    Die Geschichte muß sich Mitte der 70er ereignet haben.

    halte, das lasse ich mal dahingestellt. Solche Geschichten lassen sich schnell erzählen und mit einem passenden Zeitungsartikel noch ein wenig "aufmotzen".

  • Da muss ich Irrwisch recht geben in vielen Bundesländern gibt es fast die gleiche Sage, sogar in einigen anderen ländern findet man irgendwas von einer weißen Frau, Straßenrand und wen man irgendwas Falsches macht, passiert ein Autounfall. Sicherlich gibt es viele verschiedene Versionen dieser Geschichte ich selber habe noch eine Interessante im Kopf, die ich hier irgendwo gepostet habe.


    Auch mit der Legende aus den 70. man kann irgendwas sagen, Radio und Zeitung einweihen und schon hat man ne interessante Geschichte. Ich erinnere einfach mal an das Radio Special Krieg der Welten aus dem jahre 1933? Da dachten die Leute wo später eingeschalten haben das wirklich Aliens den Planeten angriffen und gerieten in Panik. Da sieht man mal wie schnell man eine Geschichte aufpeppen kann :) aber das ist ja ne ganz andere Geschichte und wir reden ja auch über die weiße Frau und nicht über Aliens.

  • Also,
    Krieg der Welten , das waren Amis und die haben bekanntlicher Weise nicht gerade die Weissheit mit Löffeln gefressen.
    Zum anderen war nie die Rede von einer "Weißen Frau".
    Zum Dritten war es 1975 und ich glaube nicht das die Dame eine Sympatisantin der RAF war , die dann zwei Jahre später Hans Martin Schleyer umbringt.
    Habe selber ein Büchlein über Phantomtramper und weiß um solche Storys und die müßte eigentlich auch drin stehen aber das man in Köln im Radio von Spuk im Bayrischen Wald hört !?
    In den 70er war man noch um etwas Seriosität bemüht.
    (Anm.d.Erf.: Der Artikel stammt von Florian Fornfeist aus der Zeitschrift "Wegbegleiter" vom Mai / Juni 1999, Nr. 3, IV. Jahrgang, S. 162 ff.)
    Die "schwarze Frau" - Geisterscheinungen im Bayerischen Wald


    In den ersten Monaten des Jahres 1975 tauchte im unteren Bayerischen Wald eine Geisterscheinung auf, eine schwarz gekleidete Frau, die als Anhalterin in Autos mitfuhr, den Fahrern von einem "bluadigen Herbst" (blutiger Herbst) erzählte und sich dann in Nichts auflöste.
    Zuerst trat sie zwischen den Orten Tittling und Thurmannsbang in Erscheinung. Ein LKW-Fahrer, der sie angeblich mitnahm, erzählte der Presse, dass er die merkwürdige Begebenheit sofort der Polizei meldete und die Beamten meinten, er sei an jenem Tag schon der Dritte gewesen, dem die Frau begegnet sei.
    Im Februar 1975 gelang es zwei jungen Männern sogar zufällig, die Geisterscheinung in der Nähe von Tittling zu filmen. Sie wollten einen Film über ihre Hunde drehen, als ihnen eine alte Frau auffiel, die in gebückter Haltung einen Bergrücken entlang ging, und sie schwenkten ihre 8mm-Kamera auf sie. Die Männer wurden kurz von den Hunden abgelenkt, und als sie wieder nach der Frau sahen, war diese spurlos verschwunden.
    Im März desselben Jahres stieg eine Anhalterin auf der WOS 1 zwischen Waldkirchen und Freyung bei einigen Leuten zu und machte Aussagen über einen schönen Frühling und dass es einen schönen Sommer geben werde, aber einen blutigen Herbst. Danach verschwand sie jedesmal plötzlich.
    Da der Geisterglaube im Bayerischen Wald noch relativ verbreitet ist, ging die Kunde von diesen Erscheinungen wie ein Lauffeuer durch das Gebiet. In der Zeitung war fast jeden zweiten Tag ein Artikel und jeder wusste was über die "schwarze Frau". So mancher wollte sie gesehen oder gar mit ihr geredet haben.
    Anfang April 1975 zog die Freyunger Polizei einen Schlussstrich unter die wildwuchernde Gerüchteküche. Wer Aussagen über die "schwarze Frau" machte, dem wurden Geldstrafen bis 1'000,- DM, Führerscheinentzug und sogar Einweisung in die Psychiatrie angedroht. Das Aufsehen um die Geisterscheinungen liess natürlich die auswärtige Presse nicht kalt, aber auch das Interesse der Fachleute wuchs. Davon zeugt z.B., dass der renommierte Freiburger Parapsychologe Prof. BENDER bei der Freyunger Polizei anfragte, dort aber ersichtlicherweise eine Abfuhr erhielt. Es gab keine Geister, oder besser: Es hatte keine zu geben. Aus Wien kam ein Team von Interessierten im Auftrag des "Wiener Kurier", um mit Temperaturmessgeräten, Schnellschusskameras und Infrarotgeräten der "schwarzen Frau" auf die Spur zu kommen. Leiter waren der Journalist Peter UCCUSIC und der Physiker Dr. Franz RAIMANN. Aber ihre Mühe wurde nicht belohnt. Es gab keine Erscheinung mehr, bzw. gelangte keine mehr an die Öffentlichkeit. Dennoch meinte Dr. Raimann: "Wir haben so viel Interessantes hier erfahren, dass wir wiederkommen werden."
    Inzwischen ist es ruhig geworden um die "schwarze Frau". Man hört und sieht nichts mehr von ihr, die meisten Leute haben sie wieder vergessen und der blutige Herbst blieb aus - bislang.
    Buchtip: Paul Friedl: "Geister im Waldgebirge" (herausgegeben vom Museumsdorf Bayerischer Wald)


    Anm. d. Red.: In der von unserem Freund Florian Fornfeist mitgesandten Kopie eines damaligen Zeitungsberichtes der "Passauer Neuen Presse" heisst es hierzu, dass ein 22jähriger Laborant aus Tittling, begleitet von einem Studenten und dessen Freundin, an einem Wochenende seine dressierten Hunde auf freiem Feld laufen liess. Der Student hatte eine Filmkamera dabei und filmte die Hunde sowie die von der untergehenden Sonne geprägte Landschaft. Der Laborant erzählte:
    "Plötzlich sah ich auf dem Hügelkamm eine seltsame Gestalt entlangstaksen. Die Frau hatte keine Tasche bei sich, das fiel mir auf. Die Szene war so merkwürdig, dass ich meinen Freund, der gerade filmte, darauf aufmerksam machte: 'Schau mal die an, die würde gut in einen Gruselfilm passen.' Mein Freund schwenkte die Kamera mit und drehte die Szene.
    Auch die Hunde waren aufmerksam geworden. Sie rannten plötzlich auf die Gestalt zu und bellten laut. Beides ist ganz ungewöhnlich für meine Hunde. Dicht vor der Frau machten sie halt und bellten aufgeregt. Die Frau drehte sich nicht einmal um, das kam mir komisch vor. Ich rief meine zwei Hunde zurück und lobte sie für das Parieren. Einige Augenblicke also achteten wir nicht mehr auf die Frau. Als wir wieder hochschauten, war sie verschwunden. Normalerweise aber hätten wir sie noch sehen müssen. Selbst wenn sie wie ein junges Mädchen gerannt wäre, hätte sie nicht aus unserem Blickfeld verschwinden können!" -
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    Letzte Änderung am 11. August 2000
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  • Zitat

    Krieg der Welten , das waren Amis und die haben bekanntlicher Weise nicht gerade die Weissheit mit Löffeln gefressen.


    Geschichten wie diese beweisen, dass die Deutschen auch nicht gerade viel heller sind, wenn es darum geht, gut verkaufte Spukgeschichten zu glauben! :)

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Ich wohne in der Nähe vom Ebersberger Forst bin da schon oft durchgefahren und hab noch nie eine alte frau gesehen........ es gibt zwar viele Geschichten davon aber mir ist das in 5 jahren nicht einmal passiert........ naja ich glaubs nicht!!! man muss ja nicht alles glauben auch wenns im radio diskutiert wird!!! :schlecht: :schlecht:

  • Da bin ich auch schon oft mit Freunden entlang...ist echt ne gruselige Gegend!
    Man kann auch die ein oder andere Schattensiluette wahrnehmen! ( denkt man zumindest oft )
    Aber obs dann doch nicht einbildung ist?


    Gruss

    Die drei bekanntesten Generale in Amerika sind immernoch General Motor, General Electric und General Food


    Bob Hope

  • Was habt ihr denn alle mit diesem Ebersberger Forst?
    Da mag es mal unheimliche Lichter gegeben haben, von denen gemunkelt wird, dass es sich vielleicht um Autoscheinwerfer handeln könnte.


    Der Ebersberger Forst ist aber ein Waldgebiet in der Nähe von München. Hier geht es aber um ein Vorkommnis im Bayrischen Wald und nicht in irgendeinem beliebigen Wald in Bayern. ;)


    dr.xt
    Ich bin in der Gegend aufgewachsen und werd mich mal ein bißchen umhören. Sobald ich irgendwas interessantes dazu erfahre, geb ich dir Bescheid.