Geklonte Mammuts

  • Hallo!


    Es reißt einen zwar nicht vom Hocker, aber da es dieses Thema noch nicht gab, wollte ich es nicht unerwähnt lassen. ;)


    http://www.dnews.de/nachrichte…vogel-eiern-gewonnen.html
    (Der Link ist übrigens nicht fehlerhaft, er läd nur sehr langsam)


    Die DNS der Laufvögel Moa und Elefantenvogel wurde aus deren Eierschalen isoliert.

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

    Einmal editiert, zuletzt von Corvus Corax ()

  • Das mit dem Mammut hatte ich auch schon gehört. Hier ein weiterer Bericht dazu.


    Zitat

    Jurassic Park wir kommen!

    Ich hoffe, du meinst das nicht im Sinne der Katastrophenszenarien. ;) Michael Chrichton war ein bekannter Wissenschaftsskeptiker. Diese Spur zieht sich durch all seine Romane, die im Prinzip laienwissenschaftliche Abhandlungen, garniert mit etwas Story und flachen Figuren sind, und die sich dann nach kurzer Zeit zum Schlimmsten wenden, weil der Respekt vor der Natur etc. fehlt. (Unterhaltsam sind sie trotzdem, aber ich ziehe die Verfilmungen wegen des Hauchs an Tiefgang vor).
    Dieses Vorhaben hier ist schlicht faszinierend, aber bis auf die Tatsache, dass wir ein paar Wissenslücken schließen können, recht sinnlos. Den größten Vorteil sehe ich darin, dass unser Wissen über Klonen extrem fortgeschritten sein muss, wenn es soweit kommt.
    Die Tiere müssten dann aber tatsächlich in Gefangenschaft gehalten werden, da sie in unserer heutiges Ökosystem nicht mehr reinpassen würden. Ich bin gespannt, was daraus wird.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
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  • Zitat

    Die Tiere müssten dann aber tatsächlich in Gefangenschaft gehalten werden, da sie in unserer heutiges Ökosystem nicht mehr reinpassen würden.

    Hätte der Mensch nicht seine Finger im Spiel gehabt, würden die Vögel wohl noch heute existieren. Die Natur selbst hätte sich in den letzten 500 Jahren auf den Inseln wohl nicht so drastisch verändert.
    Möglicherweise wäre eine Neuansiedlung in ursprünglich gebliebenen Gebieten möglich.
    Der Moa müßte nicht mal mehr seinen einzigen natürlichen Feind, den Haastadler, fürchten. Den hat der Mensch gleich mit um die Ecke gebracht...

  • Hallo,


    ich finde das ganze thema des klonens grauenvoll. Die weltbevölkerung nimmt stetig zu, wozu klonen? Um urzeittiere wieder zum leben zu erwecken? Das finde ich verantwortungslos, gegenüber den tieren und uns. Man kann sich gar nicht vorstellen, was alles pasieren mag, diese tiere passen nicht mehr in unsere gesamtes system, mal davon abgesehen, dass ein geklontes wesen auch genug fehlerquellen beinhalten kann. Die wissenschaftler wissen doch noch nicht einmal genau, wie der mensch tatschlich funktioniert. Die dns ist hochkomliziert und anfällig für viele noxen innerhalb und ausserhalb des menschlichen systems. Wer kann garantieren, dass diese tiere nicht auch noch mutanten ihrer selbst sind, anfällig für krankheiten, da die heutigen erreger ihr immunsystem flachlegen würden. Ich denke, die dns eines wesens passt sich genau den temporären echtzeitumständen an, das ist evolutionär schon immer so gewesen. Also, um nur zu spielen, sollten sie keine urzeitwesen klonen und auch sonst nicht. Das klonen hat nichts mit natürlicher entwicklung zu tun. Wieder beeinflusst der mensch den lauf der natur und wieder wird er ein ungleichgewicht schaffen und mit der seele eines wesens spielt man nicht!

  • Zitat

    Die weltbevölkerung nimmt stetig zu, wozu klonen?

    Wir beherrschen das Klonen (wie es hier dargestellt ist) ja noch nichtmal richtig. Keine Sorge, niemand möchte den Planeten mit Mammuts besiedeln. Wir müssen diese Technik erstmal perfektionieren, bevor wir sie beiseite legen. Das ist der menschliche Forscherdrang. Genau wie die Vorstellung, ein lebendes Mammut vor sich zu sehen. Wir können nicht nur ausrotten, sondern haben auch schon vielfach neue Arten geschaffen.
    Wenn wir das Klonen dann beherrschen, dann werden wir auch innere Organe und sowas ranzüchten können, und viele aktuell verheerenden Krankheiten einfachst beseitigen.
    Übrigens sind auch eineiige Zwillinge Klone. ;)


    Zitat

    Wer kann garantieren, dass diese tiere nicht auch noch mutanten ihrer selbst sind, anfällig für krankheiten, da die heutigen erreger ihr immunsystem flachlegen würden.

    Wie gesagt, es ist ein anderes Ökosystem. Für Sicherheit wird also von vornherein gesorgt sein.


    Zitat

    Wieder beeinflusst der mensch den lauf der natur und wieder wird er ein ungleichgewicht schaffen und mit der seele eines wesens spielt man nicht!

    Nur so als Denkanstoß - jede Handlung eines Menschen ist logischerweise Teil der Natur. Wir haben das Hirn, also nutzen wir es. Mit der Ethik müssen wir den richtigen Mittelwert finden. Zu sagen "wir dürfen nicht mit Stammzellen hantieren, weil das gegen Gottes Wille ist" ist albern, und bremst die Forschung schon seit Jahren. Aber beim Umgang mit hochentwickelten Lebewesen braucht es natürlich ein gewisses Maß. Nach dem Menschen ist der Elefant vermutlich das intelligenteste Lebewesen auf der Erde. Mit Mammuts wird es ähnlich aussehen.
    Aber was das Tolle an unserer Welt ist - es gibt für alles Gegenparteien. Wenn diese Experimente durchgeführt werden, werden zig Tierrechtsoranisationen ein Auge darauf haben, mit den grünen Politikern im Rücken.

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  • Hallo,


    zu den organimplantationen:


    Wenn unsere wissenschaftler bis heute noch keine möglichkeit gefunden haben, erbkrankheiten rechtzeitig zu erkennen, daran forschen sie nämlich noch, wäre die wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass auch das geklonte organ irgendwann mal erkrankt. Erbkrankheiten kommen oft erst nach 10-20 jahren zum vorschein, die ganze zeit schlummerte die krankmachende gensequenz irgendwo im dns-strang.


    Keiner weiss, wo, wann, wie und was der auslöser ist. Es gibt so viele faktoren, die als auslöser in frage kommen. Dann sollten sie doch mehr im bereich stammzellen forschen, als neu kranke geklonte teile ranzuzüchten.


    Wenn ich von einem ungleichgewicht spreche, dann meine ich ein gleichgewicht das uns mutter natur vorgibt. Die menschen sollten ihr gehirn dazu einsetzen, aus fehlern zu lernen und dazu gehört, dass ein ungleichgewicht seine folgen nach sich zieht und man dann nur noch darauf aus ist zu kompensieren.


    Das ist im kleinsten so und trifft auch im gössten zu. Das hat nix mit religiösem geschwafel zu tun, sondern mit naturverständnis.

  • Aber es gibt auch sicher viele Organerkrankungen, die nicht wegen der Gene entstanden sind. Und lieber wäre mir ein genetisch gleiches Organ das vielleicht nur 20 Jahre hält, als von einem Unfallopfer, bei dem ich dann lebenslang starke Medikamente einnehmen muss, damit es nicht abgestoßen wird.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Ok, wer kann sich das leisten und wie lange dauert es, dass mein geklontes organ heranwächst??? In deinem fall handelt es sich doch eher um notfall-ops. Andere erkrankte organe, wie eine niere ist meist erbkrank oder entzündet aufgrund autoimmunerkrankungen oder akuter infekte. Eine autoimmunerkrankung ist in seiner ursache kaum behandelbar und ein akut zerstörtes organ,muss gleich ersetzt werden.

  • OK, ich muss zugeben, dass ich davon nur wenig Ahnung habe und werde nun nur noch den lesenden Part übernehmen.

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  • Zitat von Andersich

    Ok, wer kann sich das leisten und wie lange dauert es, dass mein geklontes organ heranwächst???

    Je weiter die Forschung ist, desto schneller und billiger, oder nicht? Jetzt im Moment versucht man sich aber eher an der zuverlässigen Herstellung von Knochen. Brauchbare Organe dauern schon noch ein bisschen.
    Die werden dann selbstverständlich keine Erbkrankheiten tragen, da sie aus Stammzellen erschaffen werden. Jetzt aber genug off-Topic.


    Weil mich grad jemand per PN auf meine Behauptung bezüglich der Intelligenz von Elefanten angesprochen hat, stelle ich meine Antwort grad auch noch hier rein:
    Die englische Wikipedia hat sogar einen ganzen Artikel über die Intelligenz des Elefanten. Klick.. Sein Hirn ist gleich strukturiert wie unseres, und viel größer. Sein Hauptproblem gegenüber uns Menschenaffen ist vermutlich hauptsächlich das Fehlen von Händen und Fingern, sonst hätte er noch enormes ungenutztes Entwicklungspotential nach oben. Lernen kann er viel mehr und viel schneller als z.B. Delfine oder Affen. So intelligent sind die anderen Menschenaffen nämlich auch wieder nicht - Gorillas benutzen ja noch nichtmal Werkzeuge, oder nur sehr beschränkt. Klick. (Was nicht heißen soll, dass diese Tiere kein Potential haben. Wenn sie von Menschen gefördert werden, können einzelne Gorillas ja sogar die Zeichensprache lernen.)
    Den Spiegeltest bestehen Elefanten auch. Klick.
    Im Bezug auf Ethik ist die Intelligenz eines Tieres natürlich sehr wichtig, und Mammuts sind sehr nah an den heutigen Elefanten dran.

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    Einmal editiert, zuletzt von Rônin ()

  • Zitat

    diese tiere passen nicht mehr in unsere gesamtes system

    Ich bitte darum, mir zu erklären, warum Tiere, die vor gerademal 500 Jahren von Menschenhand ausgerottet wurden, nicht mehr in ein Ökosystem passen, daß zumindest teilweise noch in seiner ursprünglichen Form existiert?
    Wir sprechen doch nicht über Tiere aus der Urzeit.



    Sorry, aber noch kurz zum Elefanten:

    Zitat

    Sein Hauptproblem gegenüber uns Menschenaffen ist vermutlich hauptsächlich das Fehlen von Händen und Fingern,

    Der Elefant profitiert ebenso wie der Mensch davon, daß er die Welt "begreifen" kann.
    Nur tut er das mit seinem Rüssel.
    Damit kann er greifen, kleinste Unebenheiten ertasten, riechen, etc..

  • Schon klar, nur kann man mit einem Rüssel keine Werkzeuge bauen. Unsere Finger mit quergestelltem Daumen sind dagegen Präzisionsinstrumente. Wenn ein Elefant sowas hätte, dann könnte er auch viel mehr mit seiner Intelligenz anfangen.

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  • Hallo


    Vor rund einem Jahr wurde eine sehr gut erhaltene Mammut Kuh im russischen Permafrost gefunden. Nach Auswertung der Daten und des Materials scheinen die Chancen sehr hoch um dieses Wollhaar Mammut zu klonen.
    Ein Hindernis soll es es wohl noch geben " lebende Zellen" wurden bisher nicht gefunden. Keine Ahnung wie sie das lösen wollen letztendlich stellt sich aber die Frage Sollen wir oder sollen wir nicht. Was mich immer recht befremdet , warum eigentlich immer Mammuts , warum mal keinen Säbelzahntiger oder ein anderes Tier was in der Gegend und zu dieser Zeit lebte. Weiß jemand ob es diese Tiere in der Gegend überhaupt gab ?


    Naja hier der Link zur Meldung


    http://grenzwissenschaft-aktue…nach-frischem-mammut.html


    http://grenzwissenschaft-aktue…it-frischfleisch-und.html


    Also wer ist fürs klonen :?:

  • Zitat

    Was mich immer recht befremdet , warum eigentlich immer Mammuts , warum mal keinen Säbelzahntiger oder ein anderes Tier was in der Gegend und zu dieser Zeit lebte. Weiß jemand ob es diese Tiere in der Gegend überhaupt gab ?


    Die Erklaerung dafuer ist wahrscheinlich, dass die Mammuts auf eine ganz bestimmte Weise starben: sie brachen ins Eis ein und wurden dann davon bedeckt und quasi tiefgefroren. Die anderen Tiere, die dort lebten, waren bei Weitem nicht so schwer wie Mammuts und konnten daher nicht auf diese Weise sterben. Sie blieben auf der Eisoberflaeche, wo sie natuerlich von Carnivoren gefressen wurden. Menschen findet man dagegen auch recht haeufig im Permafrost, da sie begraben und dann in der eisigen Erde ebenfalls tiefgekuehlt wurden.


    Zitat

    Also wer ist fürs klonen :?:


    Ich bin dafuer! :)

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Zitat

    Menschen findet man dagegen auch recht haeufig im Permafrost


    Das stimmt mich jetzt doch etwas nachdenklich. Bei Mammuts wäre ich wohl auch dafür , aber wenn das einmal klappt machen die dann doch vor Menschen dann auch nicht mehr halt. T-Rex wäre ich dagegen , obwohl man diese ja im Moment nicht klonen kann ( zu lange her) Aber wer weiß schon wie sich die Wissenschaft entwickelt. Und wie es der Zufall so will finden die vielleicht auch noch in irgendeiner frostigen Ecke so ein Viech. Das wäre dann echt gruselig.

  • ? Die Frage ist, was Du davon haettest, die gefundenen Menschen zu klonen? Menschen sind ja nun nicht ausgestorben! Und mit Menschenleichen geht man in der Regel doch ganz anders um als mit Tierleichen.


    Zitat

    Und wie es der Zufall so will finden die vielleicht auch noch in irgendeiner frostigen Ecke so ein Viech.


    Won't happen! Wie Du sicher weisst, war die Erde zur Zeit der Dinosaurier eisfrei. Also wird mit Sicherheit nie ein tiefgekuehlter Dino gefunden werden. Mal ganz davon abgesehen dass Reptilien in einer Umgebung, die kalt genug fuer sowas waere, gar nicht leben koennen.

    Tina

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  • Stimmt ja hast recht , hatte ich nicht bedacht. eisfrei war die Antarktis zwar nicht ganz hatte aber ein deutlich milderes Klima.



    Zitat

    Tja dann auf zu fremden Planeten wo die Saurier durch eine Eiszeit ausgestorben sind. :mrgreen:


    Aber zurück zu den knuffigen Mammuts und den Jägern und Sammlern.


    Zitat

    Die Frage ist, was Du davon haettest, die gefundenen Menschen zu klonen? Menschen sind ja nun nicht ausgestorben!


    Die modernen nicht . Ich denke da eher an Neanderthaler , denisov Menschen und vielleicht gar Homo erectus.

  • Ich denke das hängt vor allem damit zusammen das das Mammut erst in historischer Zeit ausstarb. Die letzten Mammuts müssen noch vor 5000 Jahren gelebt haben, während Säbelzahnkatzen und andere sehr große Tiere wie Höhlenbären schon deutlich früher (~28.000 Jahren) ausgestorben sind. Ich war mal eine Zeit ganz heiß auf die Eiszeitliche Tierwelt, und beim quartären Massenaussterben sind ziemlich viele Großtierarten (auf allen Kontinenten außer Afrika) ausgestorben. Woran das genau liegt weiß keiner, obwohl viele eine Mischtheorie vertreten (Klimawandel und der Mensch als neuer Jäger, der es mit fast jedem Tier aufnehmen kann).

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil