Burgruine Ringelstein

  • Geschichte der Burgruine Ringelstein


    Im Jahr 1383 nahm die Davensberger Linie der Edelherren von Büren eine neu zu erbauende Burg vom Kölner Erzbischof Friedrich zu Lehen „op der stat die genannt is de Nyeburgh boyven Buren vor dem Walde“. Die Burg wurde also an die Stelle gebaut, die schon 1376 vermeldet wurde als „nyen borch boven Buren“. Ob es sich 1383 um eine zerstörte oder eine noch nicht fertig gestellte Burg handelte, ist nicht ganz deutlich. Sie sollte als Vorposten im Almetal dienen und halb den Davensberger und halb dem Kölner Erzbischof gehören.
    Die Davensberger verpfändeten 1394 ihre Burg an Johann von Scharfenberg, eine Seitenlinie der Familie Padberg Zur gleichen Zeit verpfändeten die Edelherren von Büren der Wewelsburger Linie ihre Hälfte der Burg und Stadt Alme an Hermann von Padberg. Die Burg Ringelstein wurde erst im Jahr 1399 von Berthold von Büren wieder eingelöst. Bei dieser Einlösung wurde die Burg Ringelstein zum ersten Mal namentlich genannt.
    Oft wird geschrieben, dass diese Burg dazu diente, die Padberger und ihre Bengler abzuwehren. Verpfändung und Einlöse der Pfandsummen der beiden Burgen Ringelstein und Alme sollen hiermit im Zusammenhang stehen. Dafür gibt es aber keine Belege.
    1458 wurde die Burg dem Landgrafen von Hessen zu Lehen aufgetragen. Bernd III. von Büren war schon 1430 im Dienst des Landgrafen Ludwig von Hessen, wie auch seine Enkelkinder Bernhard und Johann von Büren zwischen 1498 bis 1510. Johann wurde 1519 als Rat auf Lebenszeit ernannt von Landgraf Philipp und seiner Mutter.
    Ein Inventarverzeichnis Ringelsteins von 1574 deutet darauf hin, dass die Burg zu dieser Zeit ein Jagdschloss der in Büren residierenden Edelherren war. Es gibt auch eine Kurzbeschreibung der Räumlichkeiten: zwölf Zimmer, Küche, Eierkeller, Weinkeller, Fleischkeller, Brau- und Backhaus, Reisigenstall und Kornboden.
    Im Dreißigjährigen Krieg war die Burg Schauplatz zahlreicher Hexenprozesse. Auf Ringelstein befand sich eine Gerichtsstätte der Herrschaft Büren mit entsprechenden Kerker- und Folteranlagen. So wurden im Jahr 1631 innerhalb von nur 30 Tagen 55 Personen als Hexen verurteilt und hingerichtet. Zeugnisse dieser Prozesse finden sich im zur Burgruine gehörenden Hexenkeller. Nach 1802 verlor Ringelstein an Bedeutung und verfiel.


    Quelle: Wikipedia




    Die Besichtigung.

    Datum: 26.11.2010


    Uhrzeit: 18 Uhr


    Wetter: Leichter Schneefall, - 3 Grad,


    Equipment: Digitalkamera: Canon IXUS 70 Taschenlampen



    Wir betraten das Grundstück gegen 18 Uhr. Im ersten Moment waren wir enttäuscht, weil die Ruine saniert wird, d.h. überall Bauzäune, Container und ein Kran. Als wir an der Mauer entlang gingen sahen wir einen Weg der uns einmal um dir Ruine führte, so das wir den Haupteil der Ruine betreten konnten. Das Highlight der Burg ist meiner Ansicht nach ein Teil eines Turms, welcher auf den ersten beiden Fotos zu sehen ist. Danach betraten wir den L-Förmigen Raum und machten ein paar Fotos (Bild 3-5), wir fühlten uns nicht beobachtet, oder hatten irgendwelche Erlebnisse. Nach dem wir ein paar Fotos gemacht haben und uns ein Bild von dieser schönen Ruine gemacht haben, begaben wir uns auf den Rückweg. Wir gingen den Weg an der Mauer zurück, nach ein paar Metern erhöht sich die Mauer, in dieser Mauer ist eine Tür, wo früher der Kerker und der Folterkelle gewesen sein sollte. Auf den Hinweg ist mir nichts aufgefallen, aber auf einmal bekam ich ein merkwürdiges Gefühl, als ob jemand da wär und ich machte ein Photo. Danach verließen wir die Ruine und wollten dann schnell gucken, ob wir was auf den Foto finden konnten.

    Die Auswertung:


    Zuhause angekommen schauten wir uns die Fotos an, auf allen ist nichts zu sehen, bis auf das Foto von der besagten Stelle. Meiner Meinung nach ist auf den Foto eine Gestalt (Bild 6) zu sehen, es wird wahrscheinlich auch eine rationale Erklärung geben, aber sie konnte an den Abend nicht gefunden werden. Möglich wäre es, dass sie durch Atem oder sonstigen Nebel entstanden ist. Was mich nachdenklich gestimmt hat, ist das ich auf einmal dieses merkwürdige Gefühl bekam. Bei einer zweiten Besichtigung der Ruine hatten wir nicht dieses Erlebnis und konnten leider nichts festhalten, obwohl wir die Stelle genau untersuchten.



    Fazit:


    Ob es dort wirklich spukt ist schwer zu sagen, bis auf die eine Auffälligkeit velief alles normal. Auf jeden Fall ist die Ruine sehenswert, leider war dieser Ort früher ein Platz für grausame Verbrechen.






  • Immer wieder amüsant, diese Ruinen-Schauerromantik. Da muss man natürlich im Dunkeln hin und es muss eine möglichst verfallen aussehende Ruine sein. Tagsüber, wenn sich da die Touristen tummeln, sind die Geister vermutlich nicht präsent genug (sind Gespenster nachtaktiv?). Der Topos des Burggespenstes ist ziemlich alt und war vor allem während der Zeit der Romantik sehr beliebt; interessant, dass diese Vorstellungen noch heute das öffentliche Bild der Burgruinen prägen.
    Von welchem der sich epidemisch ausbreitenden Geisterjäger-Vereine seid ihr denn eigentlich?

  • Ich muss zugeben, ich habe auch ein Faible für Burgruinen und andere alte Gemäuer. Das liegt allerdings daran, das ich mich für die Geschichte die dahinter steckt interessiere.
    Und ehrlich gesagt ist es Nachts aufregender sich solche Sachen anzugucken, als tagsüber. Einfach nur wegen dem Adrenalinkick, den man dabei verspürt^^

    --Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure, als an die Gerechtigkeit der Deutschen Justiz!!!--

  • Das ist bei mir auch so ich kenne die Geschichte von jeden Ort den ich untersucht habe, zwar nich in und auswendig, aber das wichtigste. Ich finde Ruinen und Grabstätten haben so eine unheimliche Aura, die vor allem in der Nacht und bei Mondschein erst voll zur Geltung kommen. Es gibt ja noch mehr interessante Orrte die ich mir angeschaut habe. :mrgreen:

  • @fiedje und wie sie noch alle heißen


    Aber genau da liegt doch das Problem, ich mag alte Gemäuer auch, aber eben nicht wegen der unheimlichen "Aura" ( was soll das eigentlich sein, die Aura? ) sondern weil es alt ist und imposant.
    Durch die ganzen Hobbygeisterjäger wird leider garnichts bewiesen, außer das es besser ist solche Orte nachts nicht mehr offen zu lassen. Wenn ich von dem Gefühl lese "beobachtet" zu werden...da rollen sich mir die Fussnägel, sorry.
    Das einzige was sowas verursacht ist das wenn jemand ernsthaft versucht etwas zu untersuchen er mit solchen Freizeitgruselfans in einen Topf geworfen wird und seine Arbeit erheblich erschwert wird.
    Und sorry, 6 Photos sind ein Witz. Zu einer ordentlichen Exploration gehört erstmal eine gründliche Beschäftigung mit dem Hintergrund, dazu reicht Wiki in der Regel nicht aus. Außerdem sollte man auch an die Besitzverhältnisse denken, selbst wenn eine Ruine in öffentlicher Hand ist bedarf es vor einer Untersuchung in der Regel einer Genehmigung. Bei privatem Grund noch mehr, sonst sind ganz schnell die kleinen grünen Männchen da (keine Außerirdischen). Zu der Thematik gibt es hier auch ausführliche Threads und es war und ist glaube ich noch immer Einstellung des Portals solche Explorationen weder zu fördern noch gut zu heißen. Wobei ich da dem Team nicht vorgreifen will.

  • Zitat

    Wobei ich da dem Team nicht vorgreifen will.


    Wie überaus freundlich von Dir. ;)


    Vielleicht sollten die Herrschaften sich mal beruhigen und den armen TE hier nicht an den Pranger stellen.
    Er hat selber mitgeteilt das er weder ein selbst ernannter Geisterjäger ist, noch darauf besteht professionell zu arbeiten.
    Lasst den Leuten ihren "Spaß", solang es legal ist und erfreut euch an den Bildern, die wirklich hübsch geworden sind.


    Ich bin das zerfetzen und die aggressive Haltung ein wenig leid und fordere euch auf, ein wenig freundlicher mit neuen Usern umzugehen!
    Dazu gehört auch respektlose Anreden, wie "und wie sie noch alle heißen", zu vermeiden lieber.. hach.. Mensch.. nu hab ich doch glatt deinen Namen vergessen. Wie unhöflich von mir.


    Seid nett oder es wird unschön!

  • silvercloud
    woher willst du wissen das ich mich nicht mit den Ruinen beschäftige ? Nur weil ich ein Text von Wikipedia kopiert habe ? Das habe ich gemacht, dass die Leute die es interessiert einen kleinen Überblick bekommen. Ich habe mich reichlich mit der Ruine beschäftig, in alten Chroniken gesucht, das Internet zu rate gezogen usw, ich hätte euch auch gerne alles aufschreiben können, allerdings wäre das ne ganze Menge.
    Ich habe noch mehr Fotos gemacht, allerdings wollte ich nicht alle hochladen, weil das zu viele sind.
    Was ist daran verkehrt, wenn man sich abends Ruinen anguckt wir tun doch keinen was. Für die Geisterjagd braucht man ja auch Equipment wenn man es professionell aufzieht, aber das will ich auch nicht. In erster Linie geht es für uns darum uns Objekte angucken die bei Nacht interessant sind.
    Wieso erschweren wir professionellen Ghost Huntern die Arbeit, die die Arbeit erschweren sind eher die, die sich benehmen wie die Axt im Walde, oder Gelände illegal betreten und in alte Krankenhäuser einsteigen.



    Aber es ist halt deine Meinung und ich habe eine andere Meinung.

  • Es ist ja nichts dagegen zu sagen, dass du dir nachts Ruinen anschaust. Ich finde es sogar schön, wenn sich jemand für unser historisches Erbe interessiert. Allerdings sehe ich nicht, warum man das mit halbgaren Geisterjagd-Unternehmungen verbinden muss. Sowas degradiert die Ruinen nur zur Bühne für romantische Gespenster-Vorstellungen, und das hat mit einem ernsthaften Interesse nicht all zu viel zu tun. Das klassische Bild einer bröckelnden Ruine mit Gespenst, Geheimgängen und vergrabenem Schatz ist ein Klischee der Romantik und verdeckt den Blick auf die Realität. Wenn immer wieder Ruinen als angeblich "frequentierte" Orte aufgesucht werden, wird die Ruine zu einem unhinterfragten Bestandteil der Geisterjäger-Folklore, im Sinne von: "weiß doch jeder, dass es auf Burgen spukt". Damit erleben wir einen direkten Rückschritt ins 19. Jahrhundert. Ich habe beruflich mit Burgen, Schlössern und Festungen zu tun und es geht mir ordentlich auf den Geist, etwas von "Burgfräulein", "Geheimgängen" oder "Gespenstern" zu hören. Unsere Geschichte hat doch genug zu bieten, als dass man sowas hinzuerfinden müsse, um sie spannend zu machen.

  • Ich muss sage ich finde das irgendwie schade, es geht für mich nich darum ob Geisterjagd gut oder schlecht ist, oder ob es in Ruinen spukt oder nicht. Es geht mir darum Menschen zu zeigen, was für interessante Sachen es in Ihrer Umgebung gibt. Seit dem ich mich mit den Thema beschäftige, erfahre ich von Orten die ich nicht kannte und auch sonst nich kennenlernen würde. Ausserdem geht es wie schon gesagt für mich am ehesten darum, die Orte zu besuchen und meine Eindrücke zu sammeln und nebenbei interessie ich mich für die Ghosthunterszene. Ich habe noch mehr Berichte von Ruinen und einen Schloss, aber ich überlege mir ob ich sie hier überhaupt noch hochladen soll.

  • Zitat

    Es geht mir darum Menschen zu zeigen, was für interessante Sachen es in Ihrer Umgebung gibt.


    Wenn Du am Tag Fotos machen wuerdest, koennte man die interessanten Sachen sicher besser sehen! :)

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Wenn Du am Tag Fotos machen wuerdest, koennte man die interessanten Sachen sicher besser sehen! :)

    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. ;)


    In dem Sinne hat ad_santiago recht.

    Es ist ja nichts dagegen zu sagen, dass du dir nachts Ruinen anschaust. Ich finde es sogar schön, wenn sich jemand für unser historisches Erbe interessiert. Allerdings sehe ich nicht, warum man das mit halbgaren Geisterjagd-Unternehmungen verbinden muss. Sowas degradiert die Ruinen nur zur Bühne für romantische Gespenster-Vorstellungen, und das hat mit einem ernsthaften Interesse nicht all zu viel zu tun.

    Warum also nicht am Tag die Bilder machen. Man würde viel mehr erkennen. Dazu kannst Du dann auch die Geschichte der Burg aus der wiki liefern, etc.


    Aber durch "Die Besichtigung", "Die Auswertung" und "Fazit: Ob es dort wirklich spukt ist schwer zu sagen, bis auf die eine Auffälligkeit velief alles normal." klingt es wirklich nach Ghostbusters.


    Und ich denke, am Tag könntest Du auch wesentlich bessere Bilder machen. Denn dann kannst Du den Blitz weglassen und brauchst Dich zudem nicht auf den Nachtmodus verlassen, der m.E. eher das Gegenteil bewirkt, als den eigentlich gewünschten Effekt (was man auf Bild 4 und 5 gut erkennen kann). Lieber den Nachtmodus weglassen, wenn Du mit Blitz fotografierst und näher zum Objekt rangehen, dann hast Du statt ner Verschlusszeit von 1/8 eine von 1/60. Oder eben Tagsüber mit ISO 400 und Du bist nie unter 1/25.