Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011

  • Zitat von "Ricya"

    Wenn das Meer und somit auch alles darin befindliche verseucht ist, hat man folgende Probleme:


    1. Die Japaner selbst verlieren eine ihrer Hauptnahrungsquellen, was bedeutet, daß sie vermehrt Nahrungsmittel importieren müssen.
    Da kommen wir zu:
    2. Da Japan einen Teil der aus dem Meer kommenden Nahrung nicht nur selbst verbraucht hat, sondern auch exportiert hat, fehlt eine zusätzliche Einnahmequelle, die aber nötig ist um
    a) das Land wieder aufzubauen
    b) Nahrungsmittel einzukaufen, die die Menschen eben brauchen würden, wenn sie aus dem Meer selbst nichts mehr rausholen können.


    Hmm.... also ich würde die bisherige oder eine noch kommende atomare Verseuchung des Meeres, nicht ganz so dramatisch sehen.
    Ist es nicht so, dass sich die radioaktiven Substanzen im Meer nicht ziemlich schnell verteilen bzw. verdünnen würden?
    Zumindest doch sehr viel schneller als im Boden, weshalb ja Pilze oder Wild, infolge Tschernobyl teilweise immer noch belastet sind.
    Infolge der aktuellen Reaktorkatastrophe könnten natürlich auch Meerestiere belastet werden, vor allem solche die am Ende der Nahrungskette stehen, was auf ein Fang- bzw. Handelsverbot von einzelnen Arten aus einem bestimmten Fanggebiet hinauslaufen könnte. Das beträfe vielleicht z.B. Thunfische, die überdies auch noch ziemlich alt werden können. Meiner laienhaften Einschätzung nach, wäre so ein Verbot bei anderen Arten aber zeitlich sehr begrenzt, da sich das Meer ziemlich schnell regenerieren würde.


    Wie war das eigentlich damals nach Tschernobyl? Meines Wissens wurden die ersten erhöhten Messwerte im Westen, in Schweden festgestellt. Damit müsste doch auch die Ostsee vom radioaktiven Fallout betroffen gewesen sein und natürlich auch das Schwarze Meer, allein schon wegen dem kontaminierten Material, welches durch die Flüsse aus der Ukraine eingetragen wurde. Gab es damals irgendwelche Beschränkungen beim Fischfang? Welche Erfahrungen hat man denn ganz allgemein mit radioaktiver Verschmutzung des Meeres? Mir fielen da spontan nur gesunkene Atom-U-Boote oder ins Meer gekippter Atommüll ein. Hierbei kommt es aber zu einer regional eng begrenzten und vor allem kontinuierlichen Belastung, wogegen eine Verdünnungswirkung durch Meeresströmungen wenig helfen würde. Eine einmalige Verschmutzung durch radioaktiven Fallout dürfte im Vergleich dazu weniger schwerwiegend ausfallen.


    Was den wirtschaftlichen Aspekt betrifft, hätte zumindest die Küstenfischerei in Japan wohl einige Zeit stark zu leiden. Aber deren Anteil am gesamten Fischfang schätze ich als eher gering ein, schließlich sind die riesigen japanischen Fischereiflotten weltweit unterwegs. Einen Nahrungsmangel allein wegen fehlender Erträge aus dem Fischfang sehe ich deshalb nicht. Eher schon wegen dem durch den Tsunami verursachten Verlust an Ackerbauflächen und in noch sehr viel größerem Maß in der radioaktiven Verseuchung des Bodens.


    Hab zu all dem bisher noch nichts recherchiert. Das Ganze stellt also nur meine persönliche Einschätzung als Laie dar.

  • ich bin zwar kein physiker,aber aussagen von wegen :250.000jahre für menschen unbewohnbar,und dann eine die grafik dazu,wo der kreis gemalt wurde...halte ich für unsinnig.


    plutonium hat vllt eine halbwertszeit von max 24.000jahren..aber plutonium ist nicht gleich plutonium.soweit ich weiss,gibt es verschiedene arten von plutonium..ist überhaupt bekannt,welche art von plutonium dort im einsatz ist?


    soweit ich weiss gibt es auch plutonium und andere radioaktive stoffe,die eine halbwertszeit von wenigen jahren haben...mit bestimmten verfahren sollen sich die halbwertszeiten von diesem 24k jahre plutonium auf sehr kurze zeit herabsetzen lassen.


    ich bin wie gesagt kein physiker,aber jemand,der sich hiermit vllt ein wenig besser auskennt,könnte gerne mal seine Meinung über die "langfristigen schäden und möglichkeiten zur schadensbegrenzung" abgeben.



    mal ne andere frage..die messen immer erhöhte werte,bliblablubb..als laie versteht man da nur bahnhof,denkt.."wow,erhöhte Radioaktivitätswerte in TOkio..wieso fliehen die ned alle?"aber ich denek mal,das ist auch nur eine art ovn panikmachen der medien.


    Habe mal den einen link angeklickt,zu diesen Messwerten aus München..und da ist ja die letzten 24 studen schon eine schwankung von 10-50 der fall..was auch immer die zahlen zu bedeuten habe.
    udn die 50 wurden nachts gemessen.. was sind denn nun diese "erhöhten werte! die in TOkio gemssen wurden,,oder nahe beim Kraftwerk?


    wieviel höher als normal sind sie? ab wann spricht man von "Radioaktiv verseucht?" bisher finde ich alles,wa sin den medien verbreitet wird ein wenig schwammig.



    was passiert bei der Kernschmelze?zerfällt der brennstab zu bleib? was bleribt über?wielange bleibt die strahlenbelastung?



    In Hiroshima und Nagasaki leben doch heute auch wieder Menschen...wie gefährlich ist es dort heute zu leben?



    das sind eher die fragen,die mich interesieren,und nicht die,wer schuld hat..das spielt doch gar keine Rolle,wer schuld hat...es war ein Unfall, und daran lässt isch nichts ändern.


    Genausogut könnte man in Deutschland den Führerschein und das AUtofahren verbieten::::denn TÄGLICH passieren tödliche Unfälle..


    Was würde wohl passieren,wenn bei einer unserer größten Pharma herstellern ein Erdbeben der Stärke 9-10 passieren würde?
    Wenn dann die ganzen Pocken,schwarze pest, und noch schlimmere Viren in die Umwelt gelangen?


    dennoch sind solche Gefährliche Viren in der Pharma Forschung wichtig,um Medikamente entwickeln zu können um die Menschen zu schützen.


    Teilchenbeschleuniger koennte auch irgendwann mal einem Unfall passieren.


    SOllen wir uns jetzt komplett aus der Forschung zurückziehen?


    Vieleicht sollten wir mal Riskio/Nutzen faktor einführen,und da sind AKW die momentan beste Lösung.

  • Zitat von april2010

    plutonium hat vllt eine halbwertszeit von max 24.000jahren..aber plutonium ist nicht gleich plutonium.soweit ich weiss,gibt es verschiedene arten von plutonium..ist überhaupt bekannt,welche art von plutonium dort im einsatz ist?


    soweit ich weiss gibt es auch plutonium und andere radioaktive stoffe,die eine halbwertszeit von wenigen jahren haben...mit bestimmten verfahren sollen sich die halbwertszeiten von diesem 24k jahre plutonium auf sehr kurze zeit herabsetzen lassen.


    Keine Ahnung welche Isotope da im Einzelnen freigesetzt werden, deswegen nur soviel:
    Plutonium wäre auch ganz ohne radioaktive Strahlung hochgiftig!

  • Ich muss schon sagen, Santiagos Schilderung ist eine absolute Horrorvorstellung.
    Aber es hat doch in der Geschichte der Menschheit schon mehrmals Super-GAUs gegeben, nicht? z.B. Windscale, Three Mile Island und natürlich Tschernobyl. Wikipedia hat eine Liste. Teilweise sind die Gebiete um die AKWs noch immer Sperrgebiete, aber deutlich kleinere als von Santiago geschildert. Teilweise sind die AKWs sogar wieder neu aufgebaut und in Betrieb.
    Das soll natürlich nicht heißen, dass obiges Szenario nicht möglich ist. Aber dabei handelt es sich doch nun wirklich um ein Absolutely-Worst-Case-Scenario, denke ich. Vor allem, da die Japaner von den Erfahrung aus sämtlichen vorherigen Kernschmelzen profitieren können.
    Und außerdem kann eine Kultur wie die japanische ohnehin gar nicht richtig untergehen. Diese Kette von Katastrophen wird aber für immer ein Teil davon sein.
    Und es bestehen noch immer alle Chancen. Es ist ja nicht so, dass die Japaner bis jetzt Glück hatten (wenn man von sowas überhaupt noch sprechen kann). Rund um die Uhr wird daran gearbeitet, die sekündlich mögliche Katastrophe nicht nur rauszuschieben, sondern vollständig zu ersticken. Und das ist durchaus möglich - wenn das morgen was wird mit diesen Stromleitungen.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Ich habe nur wiedergegeben, was ich diversen Meldungen der letzten Tage entnommen habe. Ich selbst habe von radioaktiven Stoffen auch nicht all zu viel Ahnung. Sicher ist jedenfalls, dass das von mir geschilderte Szenario absoluter worst case ist - ob es so weit kommt, hängt besonders von der Menge der freigesetzten Radioaktivität ab, und die kann anscheinend noch niemand vorhersagen. Das Problem ist, dass wir hier gleich mehrere beschädigte Reaktoren haben - wenn es in einem davon zu einer Kernschmelze kommt, könnte das auch Folgen für die anderen Reaktoren haben, womit sich die Menge der freigesetzten Radioaktivität mit jedem Reaktor addiert.


    Aber wir wollen ja nicht nur schwarzsehen. n-tv meldete soeben:


    Zitat

    Der AKW-Betreiber Tepco hofft, dass er die havarierten Reaktoren 1 und 2 am Samstag über die wiederhergestellte Stromleitung versorgen kann. Die erneuten Kühlversuche seien erfolgreich gewesen, betont Regierungssprecher Yukio Edano gegenüber dem Sender NHK. Der Fernsehsender zeigt auch einen Armeesprecher, der über Block 3 berichtete: "Wir haben das Ziel getroffen."


    Vielleicht zeigen sich allmählich zaghafte Silberstreifen am düsteren Horizont.


    santiago

  • april2010


    Sorry, aber plutonium ist hochgiftig, auch stimmt es dass es eine halbwertzeit von 26000 jahren hat. Ein forscher meinte, dass das gebiet für über jahrzehnte sperrzone wäre. Das zeug baut sich eben erst sehr langsam ab. Plutonium ist sofort tödlich und so gefährlich, weil es eben ewig lange wirkt. Alle anderen stoffe, wie caesium und strontium70 wirken auf das blutbildenende system, knochenmark und innere organe. Atmet man diese ein, verteilen sie sich über die lunge ins blut, hat man hautkontakt, dann verbrennt die haut, isst man radioaktive nahrungsmittel, dann kann man gleich arsen zusichnehmen. Man vergiftet und verseucht. Diese stoffe führen zur zellvermehrung im körper und zu metastasenbildung. Kinder sind besonders gefährdet, weil sie noch viel weniger absorbieren können, als erwachsene. Sie erkranken schneller und stärker. Heute wurde ein ehemaliger zwangsvermittelter arbeiter aus tscherobyl interviewt. Viele seine damaligen kollegen sind bereits tot, bei den meisten brach der krebs, der vor allem darm und lunge befiel, schon nach 5 jahren aus. Danach ist es nur noch ein kampf ums überleben. Ich weiss nicht, wie du darauf kommst, dass das alles nicht schlimm ist. Land und menschen werden getötet. Dass in münchen die strahlung etwas höher ist, hat nichts zusagen. Diese werte schwanken immer wieder. Sie werden vor allem seit jahren gemessen, um eventuelle atomtests in europa aufzudecken, so ein forscher. Meine Quellen hierzu sind berichte auf zdf, phönix und n24.


    Aber es ist doch allgemein bekannt, dass noch heute gebiete der ehemaliogen sowjetunion nicht betretbar sind. Tiere, pflanzen, erde alles kontaminiert. Und menschen sterben noch heute an den folgen. Die werte in japan sind schon höher als normal, warum sie jedoch so stark schwanken, ist mir ein rätsel, wahrscheinlich hängt es auch damit zusammern, wie und wohin die partikel mit dem wind getragen werden...

  • plutonium hat vllt eine halbwertszeit von max 24.000jahren..aber plutonium ist nicht gleich plutonium.soweit ich weiss,gibt es verschiedene arten von plutonium..ist überhaupt bekannt,welche art von plutonium dort im einsatz ist?


    soweit ich weiss gibt es auch plutonium und andere radioaktive stoffe,die eine halbwertszeit von wenigen jahren haben...mit bestimmten verfahren sollen sich die halbwertszeiten von diesem 24k jahre plutonium auf sehr kurze zeit herabsetzen lassen.


    Bei einer Strahlungsfreisetzung durch ein beschädigtes Kernkraftwerk, wie es z.b in Tschernobyl war, wird ja nicht nur Plutonium freigesetzt, sondern es können auch andere radioaktive Stoffe wie z.b. Uran austreten. Und Uran hat eine weitaus höhere Halbwertszeit als Plutonium.


    Ich sage jetzt mal laienhaft (bin ja auch kein Atomexperte ;) ), es kommt auf die "Mischung" an, die freigesetzt wird, und nach der sich der Grad der Verstrahlung richtet.
    (Rede ich Blech, korrigiert mich bitte ;) )



    In Hiroshima und Nagasaki leben doch heute auch wieder Menschen...wie gefährlich ist es dort heute zu leben?


    Das kann man so nicht direkt vergleichen.
    Beim Abwurf der Bomben detonierten diese mehrer hundert Meter in der Luft und wurden ab dem Zeitpunkt schon in alle Richtungen "verweht". Es gab also keinen festen Punkt, an den sich die Strahlung "gebunden" hat.
    Vereinfacht gesagt: es war ja nach der Explosion nichts mehr da, was weiter Strahlung abgegeben hätte.


    Das ist der Unterschied zu Tschernobyl.
    Dort strahlt ja der Reaktor immer noch.
    Und darum wurde der "Sarkopharg" auch drum herum gebaut. Dessen Nutzen aber sehr fragwürdig ist, zumal er auch seit langem nicht mehr dicht ist.
    Die Umgebung um Tschernobyl wird also immer noch "verstrahlt".


    Hiroshima und Nagasaki eben nicht!


    Das nur mal so als Erklärung, was ich so weiß.......zu allem anderen kann ich auch nichts sagen, weil ich mich nicht damit auskenne.


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Hallo,


    zu Hiroshima und Nagasaki lässt sich noch die "Größe" hinzufügen. Wenn man sich den Reaktor in Tschernobyl ansieht und die insgesamt sechs Reaktoren in Fukushima und daneben setzt man sich die relativ "kleine" Bombe, die zwar über 100 000 Menschen in den Tod gerissen hat, aber eben von der Menge an entsprechenden radioaktiven Material her natürlich nicht an Reaktorblöcke heranreicht, dann ist es klarer, warum das Gebiet heute bewohnbar ist.


    Tschernobyl soll sogar ab 2012 (?) für den Tourismus eröffnet werden, also Besuche gibt es ja heute schon, dann aber mit viel Werbung etc. Man will so Geld sammeln für beispielsweise einen neuen Sarkophag, da der alte mittlerweile 25 Jahre dort steht und es Pläne gab, einen neuen Mantel drumherum zu bauen.


    Zitat

    mal ne andere frage..die messen immer erhöhte werte,bliblablubb..als laie versteht man da nur bahnhof,denkt.."wow,erhöhte Radioaktivitätswerte in TOkio..wieso fliehen die ned alle?"aber ich denek mal,das ist auch nur eine art ovn panikmachen der medien.

    Nunja, zunächst einmal gibt es nicht die Stufen: Keine Radioaktivität (gesund) und Radioaktivität - sofort tödlich! Die Skala reicht ja bis zu beispielsweise 6000 Millisievert, die dann allerdings auch tödlich sind. Diese Werte wurden in Tschernobyl freigesetzt. Niedrige Strahlunswerte, wie sie in der Nähe von Tokio gemessen wurden, "können" gesundheitsschädlich sein - doch dagegen setzt man auch die japanische Mentalität, den Arbeitsplatz, das Leben, die Wohnung etc.


    Viele haben sicher auch keine Orte, wo sie wirklich fliehen können oder müssen irgendwo in Fluchtlagern unter, die es im Süden Japans aktuell glaube ich nicht einmal gibt.


    Sollte es in Fukushima - Gott oder wer auch immer möge es verhüten - eine Explosion oder eine derartige Kernschemlze geben, die wie im "worst case" beschrieben 300-500 Kilometer Radius umfasst, dann würden die Menschen sicherlich in Tokio auch reagieren.


    Grüße,


    Nexus

  • Tut mir leid Nexus aber das ist Quatsch. Radioaktivität ab einem gewissen Wert, tötet immer, der einzige Unterschied ist wie lange es dauert. Die Messwerte in 40 Km Umkreis sind auch viel zu hoch, jedoch nicht SOFORT tödlich. Das Krebsrisiko ist aber beeits um ein VIELFACHES erhöht. 170 Millisievert sind 170 Mal so viel, wie in Deutschland PRO JAHR erlaubt sind.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Hmm, habe ich wo was anderes nun geschrieben? Wollte schreiben, dass es keine zwei Stufen für "Gesund" und "Tödlich" gibt, sondern eher eine Entwicklungslinie, je nachdem, wie hoch eben die Werte sind. Also wenn es unklar war, dann sorry. Nicht nur das Krebsrisiko ist zudem höher, ich kenne Leute, die 1986 im "Geburtstadium" waren und mit Herzfehlern auf die Welt gekommen sind, verhältnismäßig ungewöhnlich, aber hier beginnt die Sache, dass die Russen auch viel Schuld von sich gewiesen haben, so dass es unklar ist, wie viele Menschen wirklich nach dem Gau an der Strahlenkrankheit gestorben sind oder direkte Leiden davongetragen haben. *seufz*

  • Ich möche nur 2 Dinge hier in den Raum werfen:


    1.) Die Verseuchungszone von 500 km die heute bei N-TV genannt wurde, kann ich mir im negativsten Gedanken zur Katastrophe nicht vorstellen.
    In Tschernobyl ist der Reaktorkern durch eine Wasserstoffexplosion in die Luft geflogen und in den darauffolgenden Tage sind 250 Tonnen Graphit verbrannt und hat große Mengen radioaktive Teilchen in die Luft getragen.
    Aber die Sperrzone von Tschernobyl ist nur 30 km um den Reaktor groß.
    Da müssen in Fukushima schon alle 4 Reaktoren vollständig explodieren und zudem ein großer Brand ausbrechen damit so eine große Fläche so stark verstrahlt wird, dass keiner mehr dort leben kann.
    Die Wolke von Tschernobyl ist auch einfach über Europa drüber und keiner wurde umgesiedelt.


    2.) Bei der Führung durch das Kernkraftwerk Gundremmingen wurde uns gezeigt, dass die IAEA mehrer Kameras in den Kernkraftwerken haben. Unzwar über dem Abklingbecken bzw. dem Reaktor an der Decke der Reaktorgebäudes. Alle 5 Sekunden wird eine Aufnahme gemacht um so die Vollständigkeit der Brennstäbe zu überwachen.
    Inzwischen sind zwar die Kameras von Fukushima vom Block 1, 3 und warscheinlich auch in Block 4 sowieso zerstört aber alleine den Hergang könnte man damit einsehen und die im Block 2 müsste ja noch funktionieren.
    Aber die IAEA wird die Bilder bestimmt nicht heraus rücken, da sie vieleicht nicht so gute Dinge zeigen.

  • Gamma


    Stimmt schon, dass der Tsunami sehr viele Opfer gefordert hat.


    Aber sorry, der Artikel ist bullshit in meinen Augen. Der Tsunami ist vorbei, und auch wenn jetzt Überlebende um Vorräte und Energie kämpfen müssen so ist der Unfall in Fukushima um einiges
    akuter und momentan eine Sache der man vollste Aufmerksamkeit schenken muss...
    Zudem halte ich es als Anti-Atom Überzeugter für wichtiger weiterhin hier nur über das AKW zu berichten und den Unmut und die Angst gegenüber Atomstrom weiter zu schüren, in der Hoffnung,
    dass sich hierzulande vielleicht doch irgendwann einmal etwas ändern möge.


    Es tut mir leid wenn meine Worte hart klingen, und die tausenden Opfer des Bebens und der Flut verdienen genauso beachtet zu werden. Aber ein zerstörtes Haus kann wieder errichtet werden.
    Eine auf tausende Jahre verstrahlte Gegend kann nicht einfach repariert werden...ich verstehe die Prioritäten, so kalt sie auch erscheinen mögen den Tsunamiopfern gegenüber, leider recht gut.

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Ich hab das Ganze auch täglich verfolgt. Und ich sah immer wie sie versuchten mit Hubschraubern Wasser drüber zu sprühen. Ehrlich gesagt kommt doch garnichts unten an und wenn verdampft das doch sehr rasch. Wiso machen die es nicht mit Eis, Trockeneis oder ähnlichem vielleicht auch eine art Gehl, wenn es so etwas gib und tranzportiert das Ganze im Kontainer, mit einer Schüttvorichtung drann, so kann man doch geziehlter die Stäbe kühlen.


  • Weil bei Trockeneis etc wieder keine hohe Wärmekapazität gegeben ist. Weil man nicht nah genug herankommt, um das Eis präzise in den Tank fallen zu lassen. Weil durch das Fallgewicht und die Härte von Eis, weitere Schäden angerichtet werden könnten. Und das sind nur Gründe die mir Spontan einfallen.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Zitat von Claxan

    Eine auf tausende Jahre verstrahlte Gegend kann nicht einfach repariert werden...i


    Sicherlich ist die Lage sehr ernst. Aber momentan gilt es nur, ein Worst-Case-Szenario mit allen möglichen Mitteln zu verhindern. Heulen, Wehklagen und den Teufel an die Wand malen, hilft da jetzt auch nicht weiter.


    Ich bin in den Achtzigern aufgewachsen und hab mich damals bereits seelisch auf den Weltuntergang infolge eines globalen Atomkriegs bis spätestens zur Jahrtausendwende eingestellt und ganz nebenbei noch darauf, dass es bis dahin weltweit schon längst keine Wälder mehr geben wird. Diese völlig übertriebene Panikmache über das sogenannte Waldsterben, wurde damals sogar von Lehrern in der Schule verbreitet. Ich erinnere mich noch ganz gut an die Frage eines Mitschülers, ob es ohne Wald dann überhaupt noch genug Sauerstoff zum atmen gäbe. Die Antwort meines Lehrers war damals: "Wahrscheinlich wird der aus den Meeren stammende Sauerstoff schon noch ausreichen." :roll:


    Ich will damit nichts verharmlosen, aber diese Apokalypseherbeibeterei geht mir seit dieser Zeit ganz gewaltig auf die Nerven!

  • Weil durch das Fallgewicht und die Härte von Eis, weitere Schäden angerichtet werden könnten. Und das sind nur Gründe die mir Spontan einfallen.


    meinst du wirklich das aus diese Höhe größere Schäden entstehen können.Ich glaube nicht unteranderem ist die K.schmelze eh unaufhaltsam, von daher ist das doch egal. Die Eisbrocken oder das Gel ist nicht so massiv das sie den Boden durchschlagen können. Ausserdem, damals in Tchernobyl haben die Tonnen von Blei hinein geworfen, was wiederum viel schwerer ist. Und wenn sie diese Schüttröhre benutzen, kann man das schon recht geziehlt hinein gleiten lassen, ähnlich wie eine Schuttröhre auf dem Bau der in einen Kontainer endet. Von daher ist die Idee doch ok finde ich . alles besser als das Wasser in der Luft abzulassen und vom Wind zerstreuen zu lassen und wo kaum was Unten ankommt.

  • Ich glaube nicht unteranderem ist die K.schmelze eh unaufhaltsam, von daher ist das doch ega

    und wie kannst du so eine behauptung aufstellen? weisst du,wie die anlage aufgebaut ist?was darin bisher passiert ist?wie die aktuelle situation im kraftwerk ist?


    bisher sieht alles nach vorsichtsmassnahmen aus,falls es zu einer unaufhaltsamen kernschmelze kommen sollte...sonst hätten sie schon viel großräumiger evakuiert

  • bisher sieht alles nach vorsichtsmassnahmen aus,falls es zu einer unaufhaltsamen kernschmelze kommen sollte...sonst hätten sie schon viel großräumiger evakuiert


    Ebend nicht. Sie haben das nichts unter Kontrolle im Gegenteil, sie sind nicht Herr der Lage und ausserdem haben sich Atomphysiker bereits dazu gemeldet im TV und gesagt das was sie jetzt tun eine auswegslose Sache ist (Sender Phönix) kam das. Unteranderem sind viele nicht aufgeklärt worden ( zwecks Strahlung und ähliches), es wurde alles nur verharmlost, das hat man anhand der Reportage gesehen.
    Dazu kam noch das Leute die sich mit Evakuierung auskennen ( Katastrophen Leute ) ,das es schier unmöglich ist, so weiträumig und schnell zu Evakuieren. Unter anderem können die meisten sich das nicht leisten weil sie kein Geld haben. Siehst du denn keine Nachrichten?
    Die Preise für Flugzeuge und Busse wie auch imme sind enorm hoch, können sich über diee hälfte der Menschen dort garnicht leisten.


    ein Flug kostet da 7000 Euro.


    Was mich eh wütend macht wieso man mit der Not der Menschen noch fett Kasse machen muss. sowas sollte man verbieten.


    Alles was sie jetzt versuchen ist den Gau aufzuhalten, was eh nicht mehr geht. es sind 4 AKW die kaputt sind das übersteigt alles.
    Unteranderem sind die in vielen Fällen total hilflos und schlecht ausgebildet. auch das sagte man im TV. ich schaue das Tag für Tag, habe das von Anfang an verfolgt.
    Ist doch klar warum Japan so spricht, die Regierung will Stärke zeigen und nicht schwach erscheinen in der Welt.

  • Hi,


    die 7000 € beziehen sich auf die längst ausgebuchte Economy-Class :-( Wer jetzt noch rauswill, muss evtl. wesentlich mehr berappen. Ich glaube es war N24 oder N-TV, da wurde von bis zu 20000 € für Tickets in der ersten Klasse gesprochen. Eine bodenlose Unverschämtheit.


    Was die Idee, Trockeneis einzusetzen, angeht, denke ich, dass einfach die Tatsache, dass es sich hierbei um CO2 handelt, dagegenspricht. Ich will jetzt nicht drauf wetten, aber die Wärmeaufnahme und -leitfähigkeit ist dahin, sobald das Trockeneis wärmer und damit gasförmig wird. Da gibt es ja keine flüssige Phase wie beim Wasser. Wahrscheinlich käme das Trockeneis nicht einmal in die Nähe des Brennpunktes. Zusätzlich gäbe es plötzlich lokal eine unangenehm hohe CO2-Konzentration, bei der Menge, die eingesetzt werden müsste. Die Arbeiter dort haben bereits genug Probleme, da muss man ihnen nicht noch die Luft abdrehen. :-)


    Und wenn man sich überlegt, wie lange es dauern würde, bis man Wasser oder sogar salzhaltiges Meerwasser in ausreichender Menge gefroren bekommt, und wieviel Energie dafür nötig wäre, dann fällt das auch flach. Jedenfalls solange nicht zufällig ein Eisberg vorbei kommt. Die werfen also das drauf, was schnell und einfach zu bekommen ist, und das ist nunmal Wasser.


    Und was die Kernschmelzen angehen, da hört man unterschiedlichstes. Von wahrscheinlich bis hin zu teilweise oder gar geschmolzenen Kernen. Ich glaube, selbst wenn unten aus den Ruinen leuchtende Masse austreten würde, wäre das für die Regierung einfach nur glühend heisses Wasser...


    Aber, solange die Kerne noch halbwegs an Ort und Stelle sind besteht Hoffnung. Selbst Kernschmelze hiesse ja nicht sofort, dass Japan verloren wäre...