Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011

  • Was die Idee, Trockeneis einzusetzen, angeht, denke ich, dass einfach die Tatsache, dass es sich hierbei um CO2 handelt, dagegenspricht. Ich will jetzt nicht drauf wetten, aber die Wärmeaufnahme und -leitfähigkeit ist dahin, sobald das Trockeneis wärmer und damit gasförmig wird. Da gibt es ja keine flüssige Phase wie beim Wasser. Wahrscheinlich käme das Trockeneis nicht einmal in die Nähe des Brennpunktes. Zusätzlich gäbe es plötzlich lokal eine unangenehm hohe CO2-Konzentration, bei der Menge, die eingesetzt werden müsste. Die Arbeiter dort haben bereits genug Probleme, da muss man ihnen nicht noch die Luft abdrehen. :-)


    Da gebe ich dir recht. Ich meinte es ja nur als Notlösung mit dem Eis kann ja auch anderes Eis sein, ich sprach ja auch von einer Art kälte Gel. wenn es sowas gibt, ich denke mal schon.


    Da schlimme ist ja das die Brennstäbe sehr lange im gebrauch wahren und sind, und somit haben sie ja 20 bis 50 mal mehr spaltbares Material ins sich als die von Tchernobyl damals. Somit bleiben die ja auch Jahre lang sehr heiß. Deswegen meinte ich die Eis oder Gel Lösung.


    Solche Stäbe werden ja Jahre lang im Abklingbecken gelagert bevor sie in einen Kastorbehälter kommen. deswegen bin ich der Meinung das die Kernschmelze bevor steht, oder vielleicht bereits begonnen hat.


    An Atomreaktor 1 ist die Strahlung schon 1000 mal höher als normal. Wer will denn da noch arbeiten können, das ist absolut tötdlich?

  • Wie Ragnarsson bereits bemerkt hat, geht es nicht um die Temperatur eines Stoffes, sondern um seine spezifische Wärmekapazität. Schnee besteht aus Wasser und - zu großen Teilen - Luft (darum ja auch die weiße Farbe, aufgrund der mehrfachen Lichtbrechung durch die Luftblasen). Luft wiederum hat keine hohe Wärmekapazität, also ist es weitaus sinnvoller, direkt flüssiges Wasser reinzupumpen. Da die Stromzufuhr nach Fukushima gekappt ist - die Leitungen werden ja gerade erst wieder gelegt - erübrigen sich Maschinen ohnehin.

  • Luft wiederum hat keine hohe Wärmekapazität, also ist es weitaus sinnvoller, direkt flüssiges Wasser reinzupumpen. Da die Stromzufuhr nach Fukushima gekappt ist - die Leitungen werden ja gerade erst wieder gelegt - erübrigen sich Maschinen ohnehin.

    Sehe ich nicht so, denn die erzeugten Kristalle durch die Kanone, die sind nicht so wie jene die durch die Natur erschaffenen.Sie sind kleineer,also weniger Luft.
    Dennoch ist das ganze effektiver als Wasser in der Luft zerstäuben zu nlassen. Und wegen dem Strom. Wozu gibt es Generatoren die auf Diesel laufen.
    Es gibt Generatoren die recht effektiv sind. . man kann es doch kombienieren. Teils Diesel Teils Solar Teils Wind. Wind und Solar laden Akkus auf die übernehmen wenn Diesel alle ist. und wärend der Zeit, wo getankt wird. und dann übernimmt wieder Diesel. Macht es doch nicht so kommpliziert die Technik dafür gibt ers doch schon Jahrzehnte. So einach ist das.




    Wie gesagt . allgemein Dieselgeneratoren sind die Übergangslösung. Und sag nicht das das Unsinn ist. Ich habe mit Dieselgeneratoren gearbeitet. die halten echt lange durch.

  • Und woher nimmt man die Geräte einfach so? Ich glaube du hast eine ganz ganz ganz falsche Vorstellung wie heiss es so in einem Reaktorkern ist. Es ist nicht so, dass man einfach einen Generator hinstellt, Diesel reinkippt und sofort kann man alle Maschinen einfach anschliessen. Da braucht es schon grosse Generatoren und viel Diesel sowie leitungen die Neu gelegt werden müssen etc. Das ganze ist bei weitem nicht so einfach wie du dir das denkst und auch wenn die "natürlichen" Schneeflocken noch luftiger sind als "künstliche" heisst das noch lange nicht, dass sich das mit dem Schnee dann lohnt.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Und woher nimmt man die Geräte einfach so?

    ich bitte dich ^^ solche gräte gibt es wie sand am mehr, selbst feuerwehr unf thw haben solche dieselgeneratoren,baumaschinen-märkte haben die zu hunderten. das ist nur ein frage der logistik und der bereitschaft der hilfe.

    Ich glaube du hast eine ganz ganz ganz falsche Vorstellung wie heiss es so in einem Reaktorkern ist.


    ich habe nie gesagt das die geräte drinnen auf gestellt werden sollen.( dieselgeneratoren )


    Da braucht es schon grosse Generatoren und viel Diesel sowie leitungen die Neu gelegt werden müssen etc


    das sind einfache schläuche die man koppeln kann , wie gesagt ich habe damit gearbeitet.

    Schneeflocken noch luftiger sind als "künstliche" heisst das noch lange nicht, dass sich das mit dem Schnee dann lohnt.


    aber selbst verständlich doch. weil der schnee direkt trifft und das was sie sonst an wasser versprühen von wind verstreut wird und kaum unten an kommt. aber durch eine direkte aufstellung einer schnee kanone die auf jeden fall dichter drann ist ist das resultat auf jedenfall effektiver

  • Zitat von DeinVater


    Ich denke, dass sie sich sogar häufen werden, wenn sich die Erde weiter aufheizt, und das wird sie allem Anschein nach.
    Denn wenn der Planet mehr Energie in Form von Wärme beherbergt, dann ist auch davon auszugehen,
    dass mehr Bewegung in die Sache (Plattentektonik z.B.) kommt.
    Damit wäre übrigens auch der Vulkanausbruch nur eine logische Konsequenz.





    Hervorhebungen von mir



    Das hat in der Tat etwas von einem Teufelskreis.
    Wenn wir Strom durch CO2freisetzende Prozesse erzeugen erwärmt sich des Klima, was seinerseits die Plattentektonik beeinflusst.
    Dadurch häufen sich u.a. Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche, welche widerum eine große Gefahr für Atomkraftwerke darstellen.
    Kommt es zum Gau erhöht sich die Radioaktivität. Zudem kommt der Einfluss der radioaktiven Endlagerprodukte.
    Man kann das in einem Bogendiagramm darstellen.
    Je mehr CO2, bzw. Radioaktivität frei wird, umso weiter wird der Bogen gespannt. Irgendwann ist er überspannt.


    Noch scheint die Reaktorkatastrophe nicht ganz außer Kontrolle zu sein und es besteht berechtigte Hoffnung, wenn man eine ausreichende,
    funktionierende Kühlung bereitstellen kann. Die Brennstäbe notfalls zu einer besser zugänglichen Stelle zu bewegen, erscheint eher schwierig.


    Außerdem gab es in Japan aufgrund der Tradition der Samurei noch im 2.WK mit einem Ehrgefuhl verbundenen Selbstmord bei einer drohenden oder nach einer Niederlage.
    Ich hoffe, dass das keinen Einfluss auf die Katastrophe hat und die Reaktoren unter Kontrolle gebracht werden konnen.
    Aber die vielen Menschen in den Notunterkunften und in der Gefahrenzone, die humantar nicht richtig versorgt werden konnen, radioaktiver Strahlung ausgesetzt sind
    und keinen Einfluss auf die Rettungsmaßnahmen haben sollten moglichst evakuiert werden. Die Strahlung sieht man nicht.
    Die Gefahren der radioaktiven Strahlung, deren Folgen und der damit einhergehende Verlust stehen in keinem Verhaltnis.
    Ich denke, wenn moglich sollten die sich da was uberlegen und Besonnenheit bewahren.


    MfG

  • was ich auch nicht verstehe ist eine ganz banale frage....


    wieso müssen sie stromleitungen dorthin zu den AKWs legen,die produzieren doch strom, oder habe ich irgendwas falsch verstanden?


    wenn sie also strom produzieren,wieso nutzen sie den dann nicht für die AKWs?

  • Weil die AKWs abgeschaltet sind weil kein Wasserdampf Produziert wird und dadurch auch kein Strom für die Kühlsysteme existiert.

    Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.
    [In seinem Haus in R’lyeh wartet träumend der tote Cthulhu.]
    - H.P. Lovecraft "The Call of Cthulhu"


    "The oldest and strongest emotion of mankind is fear,
    and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown"
    -H.P. Lovecraft

  • haben das thema auch kurz in der schule durchgesprochen...und unser lehrer meinte, er hat mal irgendwo gelesen, das ca 1pfung plutonium ausreichen würde, um die komplette welt zu belasten/verstrahlen. kann da einer was dazu sagen, ob das stimmt?


    jetzt bildet sich ja sowieso schon bei der spaltung von angereicherten uran, plutonium :roll: und im reaktor 3, der ja nicht mir uran sondern plutonium betrieben wurde, wo sicherlich mehrere hundert kilo von dem zeug drinnen sind... :shock: sollte das mit dem halben kilo stimmen, werden wir alle zusammen fett von den medien und regierung belogen, dass für uns keine gefahr besteht.
    ich seh das zwar relativ entspannt, weil wir es sowieso nicht ändern können, aber trotzdem eine riesen frechheit, wie wir belogen werden, weil wir alle für so dumm gehalten werden :evil:

  • maggu89


    Keiner hat irgendwen belogen. Dein Lehrer hat schon recht mit der Gefahr von Plutonium, bzw. gibts ja verschiedene Plutoniumarten (nicht alle sind so gefährlich)
    Aber selbst 1 Tonne Plutonium macht noch nicht der ganzen Welt Schaden wenn dieses nicht über die ganze Welt verteilt wird. Dass in Fukushima hochtödliches Plutonium ist, ist ja seit Anfang an bekannt. Blöd wärs halt wenn der Wind das verteilt. Aber du bist in Europa sicherlich nicht davon betroffen...

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Gestern hat übrigens eine radioaktive Wolke Deutschland überquert.....


    Laut Experten bestand aber zu keiner Zeit Gefahr für uns, da über die 8000 Kilometer Weg von Japan bis nach Deutschland, die Radioaktivität dermaßen abgenommen hat, daß nur noch eine leichte Meßbarkeit vorhanden war.


    http://www.suedkurier.de/regio…n-Wolke;art372515,4788168


    Zitat

    Frühestens im Laufe dieser Woche werden Spuren einer radioaktiven Wolke aus Japan in der Luft über Deutschland messbar sein und die Werte der Radioaktivität in der Luft ansteigen lassen.


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Zitat

    Gestern hat übrigens eine radioaktive Wolke Deutschland überquert.....


    Offenbar nicht, denn das BFS hat bis jetzt keine erhöhten radioaktiven Werte registrieren können. Sie rechnen aber damit, dass die Wolke noch vor Ende des Monats hier eintrifft. Auf ihrer Homepage haben sie ein paar Informationen zur Atomkatastrophe in Japan zusammengestellt.

  • Jetzt ist es so weit: die Wolke hat Deutschland erreicht. Vor etwa einer halben Stunde gab das Bundesamt für Strahlenschutz eine Presseerklärung heraus, in dem es bekannt gab, dass "geringe Konzentrationen an Xenon-133 und Jod 131 im Mikro-Becquerel-Bereich in der Atmosphäre erfasst" wurden. "Die gemessenen Werte stellen jedoch keine gesundheitliche Gefährdung für die Menschen und die Umwelt in Deutschland und Europa dar und liegen ein Vielfaches unterhalb der natürlichen gemessenen Strahlenbelastung. Während die aus dem Kernkraftwerk in Fukushima austretende Radioaktivität gravierende Auswirkungen auf Menschen und Umwelt vor Ort hat, nimmt sie auf dem Weg nach Europa wie erwartet sehr stark ab."


    Auf dieser Seite kann sich jeder über die Konzentrationen an radioaktiven Stoffen in seiner Gegend informieren.

  • "Es konnten geringste Spuren, ein fünftausendstel Becquerel Jod pro Kubikmeter Luft, nachgewiesen werden“, sagt die Sprecherin. „Die daraus resultierende Dosis ist mehr als eine Millionen Mal niedriger als die Dosis, die ein Mensch durch die natürliche Strahlung erhält.“


    Soweit noch die Aussage des Umweltministeriums auf welt.de.


    Ja, die "großen Schlagzeilen" bleiben ja erstmal aus, die Medien konzentrierten sich auf Lybien, aber die Lage in dem AKW ist immer noch hochbrenzlig. Offenbar gibt es wieder zwei Reaktoren ohne Kühlung, also wenn das so weitergeht, wird man das AKW bald vielleicht aufgeben müssen und dann bleibt die gesamte Gegend wirklich Sperrgebiet für eine sehr lange Zeit. :(


    Zudem gibt es starke Nachbeben (Stärke 6,2 heute).

  • Da einige hier das 500km-Szenario angezweifelt haben: bei der mitteldeutschen Zeitung stand heute etwas zum möglichen örtlichen Ausmaß der Verstrahlung.


    Zitat von mz-web.de

    Welche Gebiete könnten im Extremfall verstrahlt werden?


    Ein Super-Gau mit massiver Freisetzung von Radioaktivität in höhere Schichten der Atmosphäre könnte Regionen im Umkreis von mehreren hundert Kilometern belasten - auch die Mega-Metropole Tokio wäre unter Umständen betroffen. Wie hoch und dauerhaft die Belastung wäre, hängt aber sehr von der Windrichtung und davon ab, ob Regen oder Schnee die Nuklide auswaschen und dann auf dem Boden deponieren. Zum Vergleich: In Tschernobyl blieb eine Sperrzone von 30 Kilometern um den Reaktor dauerhaft unbewohnbar. Allerdings gibt es auch stark verstrahlte Gebiete weit außerhalb des Sperrgebiets. Dort regnete es, während die radioaktive Wolke durchzog. Auch in Japan müssten Strahlenwerte weiträumig erhoben werden.

    (Quelle)

  • Hallo zusammen,


    Ich weiss das der letzte Post schon einige Zeit zurückliegt. Allerdings habe ich gerade etwas gelesen, dass mich dazu angehalten hat, hier mal nachzusehen, was so alles zum Thema Fukushima diskutiert wurde. :)


    Es geht darum, dass Mitarbeiter der Baufirma Build-up die Strahlenmessgeräte manipuliert haben sollen.
    Ein leitender Angestellter soll die Mitarbeiter dazu aufgefordert haben, die Messgeräte in Bereichen mit hoher Strahlung mit einer Schutzhülle auf Blei abzudecken.
    Ansonsten würden sie schnell den zulässigen Grenzwert von 50
    Millisievert pro Jahr erreichen und ihren Job verlieren. Einige Arbeiter weigerten sich demnach, die Abdeckung zu benutzen, und
    kündigten.Wie die Nachrichtenagentur Kyodo News berichtete, war die Baufirma nachdem Atomunglück im März 2011 von der Betreibergesellschaft Tepco
    angeheuert worden, um Rohre in einer Wasseraufbereitungsanlage zu isolieren. Für eine Stellungnahme waren das Ministerium und die betroffene Baufirma zunächst nicht zu erreichen.


    Also das gibts ja wohl nicht .... :/
    Wobei es michnoch nicht mal wundert, dass die dort so vorgehen....