Beweise für die Existenz Gottes - Was würde passieren?

  • Hallo zusammen.


    Es wird viel darüber diskutiert, ob Gott existiert oder nicht...


    Nehmen wir Mal an jemand würde mit einem Beweis für die Existenz Gottes kommen und beweisen dass es den Schöpfer wirklich gibt. Was würde sich alles verändern? Könnte er es überhaupt schaffen, die Wahrheit ans Licht zu bringen? Oder andersrum: Was würde passieren, wenn jemand beweisen könnte, dass Gott nicht existiert. Wäre die Menschheit bereit so etwas zu verkraften oder würde dies zum Chaos führen?


    Ich persönlich bin der Meinung, dass die Menschheit es nicht verkraften könnte, die Wahrheit zu erfahren.


    Was meint ihr dazu?

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Hey mostwanted,
    hier ein paar Gedankengänge von mir, in welchen Hinsichten sich die Welt verändern würde.



    Es gibt einen Beweis dafür, dass Gott existiert:
    Die Welt wäre friedlicher, da nun alle die Grundsätze ihrer Religion folgen würden, weil sie WISSEN würden, dass sie nach ihrem Tod nicht bei Gott sind. Keinen Raub mehr, keinen Mord, usw...
    Es würde keine Agnostiker und Atheisten mehr geben.



    Es gibt Beweise dafür, dass Gott nicht existiert:
    Atheisten würden sagen: "Ha, da habt ihrs! War klar, dass es irgendwann ans Licht kommen wird"
    Agnositker wäre dies wohl fast egal, denn sie zweifeln ja und lassen viele Möglichkeiten offen. So wäre diese schonmal ausgeschlossen.
    Und die richtig religiösen Menschen würden diesen Beweis wohl nicht verkraften, da sie keine Perspektive/Sicherheit mehr haben, was nach dem Tod geschiet und somit würde ein Chaos entstehen, denke ich. Oder sie werden diese Beweise bewusst nicht wahrhaben wollen und trotzdem weiter glauben.
    Im Allgemeinen vermute ich, dass die Gesetze noch mehr vernachlässigt werden würden, d.H. die Kriminalität drastisch steigt.



    Die Wahrheit wird wohl nie an's Licht kommen. Wie auch? Man muss halt "abwarten".. ;) Ich persönlich bin Agnostikerin.
    Aber es wäre noch die Frage, welcher Gott/welche Götter es dann auf jedenfall geben wird. Und wie wird welche Reaktion aussehen?
    Gibt da ja auch noch verschiedene Möglichkeiten: der christliche Gott, Allah (sind ja auch wiederrum andere Regeln), die Ägyptischen Götter.. Oder vielleicht sogar ein Wesen von einem fremden Planeten, ein "höheres" z.B., welche uns erschaffen haben.

    "Es ist besser für das was man ist, gehasst, als für das was man nicht ist, geliebt zu werden."

  • Da man Nichtexistenz nicht beweisen kann, würde schlicht und ergreifend nichts ändern. Die Einen schreiben :"Wir wussten es ja eh immer", die anderen schreien "Nein! Glaub ich nicht"
    Es gibt auch keinerlei Beweise für Aliens sondern nur vage Vermutungen und die Fanatiker schreien eh schon:"SIE SIND UNTER UNS". Da ist einfach nichts mit rationalität.
    Genauso gäbe es Einige die bei einem Beweis für die Existenz schreien würden: "LÜGE! DAS IST ALLES NUR FÄLSCHUNG" und einfach nicht daran glauben. Man kann immer und an allem Zweifeln.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Könnte es derjenige, der den Beweis gefunden hat, es auch verbreiten? Würde man dies zulassen?

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


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    Erich Fromm

  • Zitat von Shadow♥

    Die Welt wäre friedlicher, da nun alle die Grundsätze ihrer Religion folgen würden, weil sie WISSEN würden, dass sie nach ihrem Tod nicht bei Gott sind. Keinen Raub mehr, keinen Mord, usw...

    Das kommt ja auch drauf an, für welchen Gott ein Beweis erbracht wird. Wenn z.B. der christliche Gott sich tatsächlich einmal zeigen würde, müsste man wohl eher für den Rest seines Lebens in Angst leben - denn nach den Schilderungen in der Bibel ist der Kerl ein so selbstherrlicher und brutaler Sack, dass selbst der Teufel bei weitem freundlicher erscheint.
    Und was ist denn das für ein Frieden, wenn ich nur deshalb anständig bin, weil ich Angst vor Strafe habe? Schon klar, dieses Prinzip stellt auch in der Demokratie das ultimative Erfolgsrezept dar, ist doch aber eigentlich nichts anderes als Heuchelei. Entweder herrscht ehrlicher Frieden oder nicht; aber ein Frieden aufgrund von Gesetzen und Strafandrohungen ist nichts wert.
    Ich könnte mir sogar fast vorstellen, dass viele Gläubige nach dem (ultimativen) Gottesbeweis gar keinen großen Bock mehr hätten, ihrem Gott zu huldigen. Immerhin geht es in der (heutigen) Religion hauptsächlich erstmal ums Glauben. Manchen Leuten gibt das Kraft, deshalb wurden im Laufe der Zeit auch so viele Religionsbilder entwickelt - wozu z.B. auch die Esoterik und teilweise auch das ganze Alienzeug zählt, wie Ragnarsson schon anmerkte. Aber wenn Gottes Existenz mit Sicherheit gegeben ist, bringt es auch nichts mehr, an ihn zu glauben. Die Menschen müssten ihn einfach hinnehmen, und sich wieder irgendwas anderes suchen, an das sie glauben und dem sie nachjagen können.
    Natürlich nur, wenn Gott das zulässt - die Götter der Weltreligionen sind bekanntermaßen höchst intolerant, was Andersgläubige betrifft.
    Wobei das aber vermutlich nur auf einen Teil der Gläubigen zutreffen wird; denn manchen geht es tatsächlich nicht um den Glauben an sich, sondern einfach nur um die Unterwerfung vor einer höheren Macht. Sieht man ja z.B. an L. Ron Hubbard, der schon Zeit seines Lebens angebetet wurde, oder an vielen anderen Sekten. Totale Unterwerfung muss durchaus ihren Reiz haben, sonst würden auch Demokratien nicht funktionieren. :mrgreen:
    Interessant ist ja auch die Frage, wie die Christen jetzt reagieren würden, wenn auf einmal Horus vor ihnen stehen würde. Oder was die Juden sagen würden, wenn Jesus Christus bei ihnen auftauchen würde. ;)


    Im Falle eines Gegenbeweises trifft meiner Meinung nach Ragnarssons Beschreibung voll zu. Nach wissenschaftlichem Sinne ist der Beweis gegen Gott schon seit ewig langer Zeit erbracht; einfach durch die Tatsache, dass wir religionswissenschaftlich recht genau wissen, wann und wie ein bestimmtes Gottesbild erfunden wurde - und vor allem dadurch, dass es deshalb auch logischerweise weder Beweise noch Indizien oder wenigstens den geringsten Hinweis für irgendeinen Gott gibt. Gottesglauben entbehrt einfach jeglicher Grundlage, das einzige Pro-Argument ist wohl "das war schon immer so".
    Trotzdem hängt nach wie vor der Großteil der Menschheit in irgendwelchen Religionen drin, und manche machen sich dann die Mühe sich irgendwelche Ausreden zurechtzubasteln, die aber alle recht ähnlich klingen. Wenn ich dazu mal Bobby Henderson und sein großartiges Spaghettimonster zitieren darf:
    "What these people don’t understand is that He built the world to make us think the earth is older than it really is. For example, a scientist may perform a carbon-dating process on an artifact. He finds that approximately 75% of the Carbon-14 has decayed by electron emission to Nitrogen-14, and infers that this artifact is approximately 10,000 years old, as the half-life of Carbon-14 appears to be 5,730 years. But what our scientist does not realize is that every time he makes a measurement, the Flying Spaghetti Monster is there changing the results with His Noodly Appendage. We have numerous texts that describe in detail how this can be possible and the reasons why He does this. He is of course invisible and can pass through normal matter with ease."
    Das ist im Prinzip die Allmachtskarte. Egal welche Beweise man gegen Gott erbringt, ob logisch, physikalisch oder sonst was, die Gläubigen können immer damit "argumentieren", dass Gott ja nicht gefunden werden will, und das deshalb mit Absicht so erscheinen lässt. Schon erstaunlich, wenn man bedenkt, wie aktiv z.B. der christliche Gott noch in der Bibel dabei war, die Menschen zu quälen und gegeneinander aufzuhetzen.
    Trotzdem, eine interessante Diskussionsgrundlage, mostwanted. :)

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Es gibt einen Beweis dafür, dass Gott existiert:
    Die Welt wäre friedlicher, da nun alle die Grundsätze ihrer Religion folgen würden, weil sie WISSEN würden, dass sie nach ihrem Tod nicht bei Gott sind. Keinen Raub mehr, keinen Mord, usw...
    Es würde keine Agnostiker und Atheisten mehr geben.

    Nicht zwangsläufig.
    In so vielen Länder gibt es noch heute die Todesstrafe. Aber auch dort gibt es grauenhafte Gewaltverbrechen.
    Einfach weil viele Menschen nicht über die Konsequenzen nachdenken.
    Ich könnte mir vorstellen, dass die Verbrechensrate sinkt, wenn die Leute die Gewissheit haben, was nach ihrem Tod mit ihrer Seele geschied, aber Verbrechen werden nie ganz aufhören.


    Und Ungläubige wird es bestimmt trotzdem noch geben. Es gibt ja auch heute noch Leute, die den Holocaust leugnen, oder Tierfreunde die Fleisch essen.
    Wenn es dem Menschen persönlich nützt, schafft er es immer wieder die Augen vor der Wahrheit zu verschließen und sich selbst zu belügen.

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • Zitat

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Verbrechensrate sinkt, wenn die Leute die Gewissheit haben, was nach ihrem Tod mit ihrer Seele geschied

    Dir ist aber klar, dass viele Leute solche drakonischen Strafen nur deswegen ausführen, weil sie an einen Gott glauben? Da wäre z.B. die islamische Scharia; oder in Bezug auf völlig absurde Gesetze die christliche Inquisition, die auch heutzutage noch nicht zuende ist.
    Im Ernst, was glaubst du wieviele Leute nach einem Gottesbeweis wohl grausame Märtyrerakte begehen würden, nur damit sie die Sicherheit haben können, auch in den Himmel zu kommen? In die Hölle will logischerweise keiner kommen, also müsste jeder Mensch sein ganzes Leben darauf ausrichten, seinem Gott zwanghaft wohlgefällig zu sein.
    "Durch dich stoßen wir unsre Gegner nieder, in deinem Namen zertreten wir unsre Widersacher." (Psalm 44,6)


    Zitat

    oder Tierfreunde die Fleisch essen.

    Muss man dieses sonderbare Argument jetzt nachvollziehen können? :denk:
    In dem Punkt, dass viele Leute offensichtliche Tatsachen einfach leugnen, hast du aber natürlich trotzdem recht - sonst gäbe es sowas wie Religion heute ja auch gar nicht mehr. Aber wenn irgendein Gott tatsächlich anfangen würde, sich in die Geschicke der Menschheit einzumischen, dürfte sich das schwer wegreden lassen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es einige Aufrechte gäbe, die sich gegen die Unterwerfung aussprechen, und dafür freiwillig die ewige Verdammnis kassieren. Gerade die ganzen Andersgläubigen. Wenn sich z.B. JHWH bei den Muslimen zeigen würde, würde sicherlich ein großer Teil noch immer darauf beharren, dass Allah trotzdem hinter ihnen steht, und sich gegen JHWH auflehnen. Ein Gottesbeweis muss ja nicht heißen, dass es ansonsten keine anderen Götter mehr gibt. ;) Immerhin ist auch in der christlichen Mythologie Gott nicht der einzige seiner Art; sonst müsste er nicht so häufig vor den anderen Göttern warnen.
    "Die Namen fremder Götter sollt ihr nicht anrufen; sie sollen aus deinem Munde nicht gehört werden." (2. Mose 23,13)

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  • Also würde dies heissen, dass ein Beweis für die Existenz Gottes, die Welt ausseinander bringen würde.


    Wie viele Menschen würden sich gegen Gott wehren und sauer auf ihn sein und gar eine Erklärung für all das ganze verlangen?


    Ist das aber nicht widersprüchlich, dass der Mensch als Gottes Wesen(wenn man annimmt, dass Gott existiert) sich gegen ihn stellen könnte? Also hätte er doch etwas unkontrollierbares erschaffen - den Menschen.


    Es gibt viele Gründe an einer Existenz Gottes zu zweifeln. Wieso sollte er uns erschaffen haben und auf Probe stellen, wenn er sowieso schon weiss, was wir alles machen werden und uns keine Chance gibt selber zu entscheiden? Hätten wir aber die Chance selber zu entscheiden, so wäre er nicht allmächtig.


    Gott wird oft auch als "Vater" bezeichnet. Also sind wir seine Kinder. Aber auch ein Vater verliert nach einer gewissen Zeit die Kontrolle seines Kindes.


    Also für mich ist das ganze einbisschen verwirrlich.


    Wenn es Gott gibt, dann kann er nicht allmächtig sein, weil er uns auf die Probe stellt. Falls es aber einen allmächtigen Gott gibt, dann würde er uns doch nicht auf die Probe stellen, wenn er vorher schon alles wüsste. Falls er uns aber dennoch auf die Probe stellt, um herauszufinden ob wir ihm dienen oder nicht, würde dies heissen, dass er nicht allmächtig ist.


    Ziemlich paradox das ganze.


    (Ich weiss ich bin vom Thema einbisschen abgeschweift, ich wollts einfach nur los werden)

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    Erich Fromm

  • Jetzt geht's plötzlich. Wie kurios...

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

    2 Mal editiert, zuletzt von Corvus Corax ()

  • Ich beweihse dir jetzt das es Gott noch gibt,weil ich dir jetzt schreibe das ich an ihn glaube.


    Weil wenn du jetzt über einen verstorbenen Menschen nachdenkst,lebt er,weil du an seine Seele,oder seine tat,oder irgendwas was mit ihm zu tun hat.


    Denke jetzt mal über die Erde nach,allein das ist ein stetiger gedanke das Gott sie erschaffen hat,weil viele Menschen das glauben,zb:ich.


    Darum sage ich euch Gott ist eine Legende wie Bruce Lee,weil Bruce Lee haben so viele Menschen im Herzen und denke an ihn.


    Man denkt auch an Gott allein weil ich denke er ist im Herzen,im glauben,im Universum,oder im Himmel ; )

  • Also ich denke gerade an Pizza und trotzdem ist keine da (Verdammt, jetzt diktiert mein Hunger schon den Inhalt meiner Postings).


    Ich habe hier bislang nicht geantwortet, weil mir das ganze zu spekulativ ist. Ich kann mit solchen Fragestellungen nichts anfangen. Möchte man ernsthaft darüber nachdenken, wäre aber zunächst einmal die Frage zu klären, welcher Gott gemeint ist - es gibt ja viele Gottesbilder. Die meisten philosophisch bewanderten Atheisten stünden jedenfalls, wider dem Erwarten der Gläubigen, nicht "dumm da", sondern wären immer noch diejenigen, die Recht behielten - weil sie sich den Skeptizismus als Prinzip verinnerlicht haben. Ein Paradoxon? Nur wenn man das sprichwörtliche blinde Huhn für weitsichtig hält. Vielelicht haben wir ja jetzt wieder einen neuen Impuls zur Diskussion. ;)


    santiago

  • Jeder definiert gott wohl anders, oder? Alles andere steht irgendwo geschrieben und ich persönlich halte nichts davon, mir einen gott diktieren zu lassen. Wenn es sowas wie gott gibt, dann verbindet dieses thema uns alle. Wir werden alle geboren, leben und sterben. Machen unsere erfahrungen und haben eine ahnung von dem, was wir erreichen wollen, sprich wir haben einen "freien willen". Doch wie frei ist dieser wille tatsächlich? Letzendlich sind wir alle marionetten unserer eigenen einschränkungen und talente, wir werden von inneren impulsen und äusseren situationen geprägt und gesteuert. Doch wer oder was lässt uns sein? Unsere gene formen uns zu dem, was wir sind. Sind es letztendlich alles nur kettenreaktionen in einer riesigen chemischen gleichung? Sind es wiederholungen der immer wieder selben sequenz? Woher stammt die energie, woher die information, alles basenketten aneinandergereiht, die auch das bewusstsein ermöglichen? Wenn es einen gott gibt, hat er erschaffen oder fordert er nur tribute von uns? Ich meine, wir sind alle jeder für sich im grunde gleich. Jeder braucht wasser und nahrung zum trinken. Jeder muss schlafen und wird jeden tag älter. Das was wir gott nennen, ist das was wir nicht greifen können. Ein gott entsteht doch erst aus der frage nach dem wie und warum, das wie wird wissenschaftlich erklärt, das warum beantwortet jeder für sich selbst, oder es interesiert ihn schlichtweg nicht. Denn es ist wohl wichtiger zu leben, als sich über die eigenen sterblichlkeit und den sinn im unklaren zu sein.

  • Erstmal müßte man die Frage kkären was Gott für eine Macht hätte. Nur weil er uns erschaffen hat müßte er nicht glleich allmächtig sein.


    Vielleicht, sehr wahrscheinlich wäre Gott keine Lebensform wie wir sie kennen, vielleicht ist Gott die Erde. Irgendwas das in/auf der Erde lebt und einen subtilen Einfluß auf alles lebende hat. Eine Art von Virus/Bakterie die überall auf der Erde in jedem Lebewesen existiert, die untereinander kommunizieren und dadurch eine hohe Intelligenz erreichen weil diese Lebensform alles was auf der Erde passiert wissen würde.


    Das würde automatisch die offenen Fragen der Evolution "logisch" erklären, nämlich das es nicht unbedingt sonderlich glaubwürdig ist das die Selektion der Arten rein zufällig passiert ist ohne das jemand von Hand ein wenig nachgeholfen hat.


    Aber das ist vermutlich auch nicht das Thema hier, sondern eher was passieren würde wenn eine Mischung aus Superman, Dr. Manhattan bzw. allen Superhelden die es jemals gab erscheinen würde. Ob das nun Gott wäre, der uns erschaffen hat wäre ja erstmal egal, solange die Person von Grund auf Gut wäre und den Menschen helfen wollte.


    Ich würde zuerst mal davon ausgehen das diese Person sich nicht zwingend um jedes Einzelschicksale kümmert, schon gar nicht darum das einige Leute denen es eh gut geht im Lotto gewinnen, oder sonstwas triviales, weil es einfach wichtigere Dinge gäbe. Er könnte bei Naturkatastrophen helfen, bzw. diese schonmal vorab verhindern. Er könnte Verbrechen und Kriege verhindern.


    Wenn er zuviel machen würde, würde die Menschheit nachlässig und faul werden. Wieso Atomkraftwerke sicher machen, Gott kann ja verhindern das was passiert. Gott wäre also nach kurzer Zeit extrem überbeschäftigt, wir würden in vermutlich gezielt ausnutzen. Und wäre er doch mal nicht rechtzeitig an einem Ort würde er vermutlich beschuldigt werden wieso er das denn zulasse.


    Er dürfte also eigentlich auch nicht zu gut sein, er müßte Regeln aufstellen an die wir uns halten müssen, und wenn nicht gibts eine Bestrafung. So wie man Kinder erziehen muß, wo es ja auch nicht funktioniert nur "gut" zu sein.


    Er könnte also am besten als eine Art oberster Herrscher über die Erde und die Menschheit Regeln festlegen an was man sich halten soll und an was nicht. Und bei Bedarf entsprechende Bestrafungen ausführen. Nebenbei kann er trotzdem helfen wenns nicht anders geht.


    Wenn Gott schlau ist zeigt er sich uns nicht sondern zieht im Hintergrund "subtil" die Fäden. Evtl. will er ja auch gar ncht zuviel Einflußnahme sondern er ändert nur soviel damit die Menschheit weiter überlebt und sich vermehrt.