St. Piere und das Ferienhaus

  • Hallo!


    Mir wurde vor einer Woche etwas (für mich) unheimliches erzählt. Da ich unheimliche Geschichten mag, selber noch nie welche erlebt habe und in diesem Forum bei Geistergeschichten immer der Kritiker und Rationalist war, bin ich wirklich gespannt auf eure Meinung und Post`s.


    Also: Der neue Mann meiner Mutter hat mir vor einer Woche eine unheimliche Geschichte erzählt:


    Sein Sohn aus erster Ebene, der etwa Mitte 30 ist, ist mit seiner Freundin (Frau?) und deren Hund in diesem Sommer in Urlaub nach Frankreich (St. Pierre) gefahren, um dort eine Woche lang in einem schönen Haus zu wohnen. Sein Sohn ist absoluter Rationalist und glaubte bisher nicht an Geister.


    Habe gerade versucht die I-Net Seite zu finden (habe schon Fotos von diesem Haus gesehen) aber konnte sie nicht finden. Werde diese Fotos oder Links die nächsten Tage reinstellen.


    Nun gut:


    Das Haus war sehr schön, ein Garten und zwei Etagen... oben das Bad und das Schlafzimmer.


    Da mir die Geschichte nur erzählt wurde, werde ich sie chronologisch wahrscheinlich verkehrt wiedergeben, aber das was ich schreibe muss wohl so passiert sein:


    In der ersten Nacht (und dies war auch garantiert die erste Nacht) schliefen beide tief und fest. Am nächsten Morgen stellten beide einen kleinen Blutfleck auf ihrem Bettlaken fest. Zuerst dachten sie, dass ihr kleiner Hund sich während der Nacht aufs Bett gelegt hätte und sie untersuchten ihn nach Zecken oder Wunden. Sie fanden nichts. Vom Hund konnten wohl die Blutspuren nicht stammen - von ihnen auch nicht, wie sie später nach Untersuchungen feststellten. Am nächsten Tag lag ihr Hund auf dem Bett und einer von beiden wohl auch. Plötzlich kläfft der Hund und fällt vom Bett (Als ob jemand ihn hinuntergeschubst hätte). Der Hund schaut verstört auf dem Fußboden. In der nächsten Nacht wachte der Sohn in der Nacht auf und nahm ein "knarren" auf einer der oberen Stufe zum Schlafzimmer wahr. Logisch das dort keiner war. Seine Frau und der Hund waren wohl in Sichtweite. In der nächsten Nacht war es sehr schwül. Nachts wachte der Sohn auf und öffnete das Fenster im Schlafzimmer und das Fenster im Badezimmer (wie gesagt beide im Obergeschoss und an einem abfallenden Dach, schwerr zu öffnen wie bei Dachfenstern zu erwarten). Am nächsten Morgen waren beide Fenster geschlossen. Seine Fraueschloss sie nicht, ebenso er nicht. An dem Abend des nächsten Tages saßen sie beide unten im Wohnzimmer mit ihrem Hund. Plötzlich rannte ihr Hund zur Treppe und bellte nach oben, wedelte mit dem Schwanz als ob oben einer an der Treppe jemand stehen würde. Dort stand keiner, als beide nachschauten und für diesen Hund war diese Reaktion total untypisch. Der machte das davor noch nie. Zu guter letzt saßen der Sohn und seine Frau an einem der letzte Nachmittage im Garten, als sie plötzlich ihren Hund hörten, der oben im Schlafzimmer auf dem Bett lag und döste. Er rannte rauf und sah den Hund ganz verstört neben dem Bett sitzen. Er muss wirklich den Eindruck gemacht haben, als ob ihn jemand vom Bett geschubst hätte. An diesem Abend stolpperte die Frau über eine der oberen Stufen und stürzte leicht. Wie das passierte konnte, konnte sie sich nicht erklären. Allerdings meinten beide, dass so etwas durchaus einmal passieren kann.
    Am letzten Tag übergaben sie den Schlüssel ihrem Vermieter und der fragte sie während des Gesprächs ob in der Woche alles normal verlaufen wäre; dabei fuchtelte er mit seiner Hand an seinem Kopf herum. Der Sohn und seine Frau sagten, dass soweit alles in Ordnung war... Von den merkwürdigen Erlebnissen wollte sie nicht berichten.


    Ich habe da so meine Theorien; werde morgen nochmal dem Mann meiner Mutter diesen Thread zeigen und ihn fragen, ob ich alles so wiedergegeben habe, wie es der Sohn gesagt hat. Wenn das alles wirklich so war, finde ich es verdammt interessant. Vor allem das Blut welches in der Nacht auf dem Laken auftauche musste f und das in der ersten Nacht finde ich sehr makaber. Meine Familie ist übrigens ganz normal. Meine Mutter ist Diplom-Betriebswirtin und ihr neuer Mann ist Lehrer auf dem Gymnasium.



    Grüße!

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  • Also, das merkwürdige Verhalten des Hundes kann natürlich viele Ursachen haben. Ein neues Haus, das (wie erwähnt) abartig schwüle Wetter... Vor allem ist so eine neue Umgebung auch mit neuen Gerüchen und Geräuschen verbunden; vielleicht hat er ja oberhalb der Treppe irgendwas gerochen was ihm fremd war, und wollte darauf aufmerksam machen.
    Woran macht man denn fest, dass ein Hund "verstört" guckt? Etwas viel Interpretation, bei aller Tierliebe.
    Blut auf dem Bettlaken... nächtliches Nasenbluten? Plötzliche Zwischenblutung bei der Frau? Eine zerquetschte, vollgesaugte Mücke? Oder vielleicht wurde der Hund ja doch gebissen, und das Vieh war entweder bereits wieder weg, oder einfach gut versteckt. Das würde auch erklären, warum der Hund sich plötzlich so aufgeregt hat.
    Das geschlossene Fenster wäre da schon schwieriger zu erklären. Das Fenster ist schwer zu öffnen, aber ist es auch schwer zu schließen? Kann es vielleicht einfach zugefallen sein, eventuell durch einen plötzlichen Windstoß (gab es in letzter Zeit oft) oder schlicht abgenutzte Scharniere? Schlafwandler? Der Sohn hat das Fenster im Halbschlaf einfach nicht richtig geöffnet?


    Zitat

    werde morgen nochmal dem Mann meiner Mutter diesen Thread zeigen und ihn fragen, ob ich alles so wiedergegeben habe, wie es der Sohn gesagt hat.

    Die Angaben sind sowieso ziemlich vage; bei sowas ist es eher hilfreich, wenn sich die Betroffenen persönlich melden. Die Geschichte hier ist immerhin bereits aus dritter Hand.
    Ich habe jetzt einfach mal ein paar der rationalen Erklärungen zusammengesammelt, die mir dazu spontan einfallen. Gleich von Geistern auszugehen, ist ja auch öde. Wo bleibt da die Phantasie? :mrgreen:

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  • Alos wie ich schon sagte - ich war nicht dabei und bin auch eher skeptisch und habe (fast genau) deine Äusserungen auch gemacht.


    Zum Hund: Den Hund haben sie vorher nur bei Besuch so erlebt und sonst niemals.


    Zum Bluten: Für mich, neben dem Fenster, das größte (zu lösende) Problem an der Geschichte: Sie hatten kein Nasenbluten; sonst hätte der Mann meiner Mutter das wohl erzählt, aber ich werde noch mal nachfragen wo das Blut auf dem Laken zu finden war.


    Zum Fenster: Dachfenster sind schwer zuzumachen, da habe ich auch nachgehakt; es sind zwei Fenster in der Dachschräge. Und im Schlafzimmer sowie im Bad waren beide fest verschlossen am nächsten Morgen. Sie können zufallen durch Wind, aber sie waren verschlossen. Schlafwandler sind beide nicht... HAbe ich auch nachgefragt. Klar könnte dass passiert sein, aber in einem fremden Haus beim Wandeln zwei Fenster schliessen? Der Zufall wäre hier schon wie ein Sechser, naja zumindest Fünfer im Lotto.


    Wie gesagt ich glaub auch nicht an Geister, aber wenn alles so war, wie die beiden ihm erzählt haben, beneide ich sie...


    Fotos kommen noch, morgen oder übermorgen zeige ich dem Mann meiner Mutter diesen Thread und wenn er noch was wissen sollte, werde ich es noch schreiben, vielleicht kann ich ihn überzeugen, dass er seinem Sohn mal das Forum zeigen soll, damit er sich anmeldet und schreibt.. ;-) Da hier die meisten keine Seher, Heiler und alle halbwegs offen sind, wird er es vielleicht machen. Ich fänd es gut ^^.

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  • Zitat

    Sie hatten kein Naenbluten;

    Ich meinte ja, plötzlich. Wenn du nebenher schläfst, kriegst du davon nix mit. Und am nächsten Morgen ist es schon wieder vorbei.
    Ich halte die Mückentheorie aber trotzdem für wahrscheinlicher, gerade bei dem aktuellen Wetter.


    Zitat

    Den Hund haben sie vorher nur bei Besuch so erlebt und sonst niemals.

    ...Also bei der Konfrontation mit unbekannten Situationen. Passt doch eigentlich. Hunde stehen bei Reisen und Umzügen häufig unter Stress - hat der Hund sowas denn vorher schonmal erlebt?


    Zitat

    Der Zufall wäre hier schon wie ein Sechser, naja zumindest Fünfer im Lotto.

    Immernoch besser als die Annahme von Geistern. :mrgreen: Geister sind mit gutem Grund keine rationale Erklärung - genausogut könnten es auch Aliens oder Kobolde gewesen sind. Einfach, aber stinklangweilig.
    Aber hier halte ich die Theorie für am wahrscheinlichsten, dass das Fenster gar nicht erst richtig geöffnet wurde. Kann schonmal passieren, wenn man mitten in der Nacht aufwacht.
    Was heißt verschlossen? Den Riegel umgelegt? Da fällt mir spontan nichts richtig Schlüssiges ein, außer eben dem Schlafwandeln. Sind die Fenster in einer Höhe, in die der Hund noch springen kann? Streunende Katzen? Einbrecher (Vielleicht auch Kinder aus der Nachbarschaft)? Unwahrscheinlich, ja, aber im Gegensatz zu der Existenz von Geistern ist die von Einbrechern halt zweifelsfrei belegt. :mrgreen:

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  • Deine Meinung und meine Meinung zum größten Teil auch - Aber da ist vielleicvht noch etwas in der dunkelen Ecke oder der alten Geschichte des Hauses (Eine Dame die ein Kind an der Stelle gebar, die Hunde [vor allem auf dem Bett] nicht ausstehen konnte... Ich werde nachfragen und dann bekommst Du Antworten aus zweiter oder (hoffentlich) erster Hand.


    Trotzdem oder gerade deswegen: Sehr nett mit dir zu schreiben^^

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