Neu entdeckter Planet - unserer Erde gleich?

  • angeblich wollen Wissenschaftler einen erdähnlichen Planet entdeckt haben, auf dem Leben möglich ist. Er schwebt noch in der grünen Zone und soll mit einer Atmosphäre umgeben sein.
    Hier ein kleiner Auszug:


    Der Planet befindet sich demnach im Orbit um den Stern HD 85512 und
    besitzt die 3,6-fache Masse der Erde. Er liegt zudem am inneren Rand der
    bewohnbaren Zone - also gerade noch weit genug entfernt von seinem
    Heimatstern, dass Wasser nicht verdampfen würde, sondern in flüssiger
    Form existieren könnte. Damit wäre die Grundbedingung für Leben erfüllt,
    schreiben Francesco Pepe vom Schweizer Observatory of Geneva und seine
    Kollegen in einem Beitrag, der im Fachblatt "Astronomy &
    Astrophysics" erscheinen soll.


    Der Planet namens HD 85512b umkreise seinen Stern in einer so engen
    Umlaufbahn, dass er ihn alle 54 Tage einmal umrunde. Da der Stern aber
    kleiner und kühler sei als unsere Sonne, könnte der Planet Leben
    beherbergen.
    Hier der Link:
    http://www.gmx.net/themen/wiss…lich-zweite-erde-entdeckt


    Gern möchte ich wissen, wie ihr das so einschätzt. Was mich betrifft: Ich bin skeptisch, ob es wirklich an dem sein könnte oder eine "Augenwischerei" ist. Die Forschung nach einem erdähnlichen Planeten wird ja schon seit einigen Jahren betrieben und auch so einiges in Erwägung gezogen, z.B. Leben auf dem Mars.


    Wie denkt ihr darüber?


    lg Dark Moon :roll:






    weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/wiss…e-erde-entdeckt#.A1000146

    Warum produziert die niederbayerische Filmgruppe gern Filme?


    "Weil wir auch Extremsituationen im Film durchleben können, die wir aber im wirklichen Leben nicht erleben möchten".

  • Hier steht noch was dazu.


    http://grenzwissenschaft-aktue…-weiterer-potentiell.html


    Es reichen winzige Schwankungen bei der Entfernung des Planeten zu seiner Sonne aus um zu verhinden das Lebensbedingungen wie auf der Erde möglich sind, und da er mit 36 Lichtjahren für uns sowieso erstmal unerreichbar bleibt, zumindest bis wir mal künstliche Wurmlöcher erzeugen können, können wir eh nicht wissen was noch alles verhindern würde das dort Leben wie auf der Erde existieren kann.



    Könnte man theoretisch ein Teleskop bauen das so hoch auflöst das man auf solchen weit entfernten Planeten die Oberfläche fotografieren kann mit einer Auflösung von sagen wir 10 Metern pro Pixel.


    Und wie müßte so ein Teleskop aussehen? Vermutlich sehr groß mit einem gigantischen Linsendurchmesser, vielleicht mehrere 100, 1000 oder 10.000 km. Oder evtl. einfacher herzustellen, viele kleine Linsen die halbkreisförmig so angeordnet sind das sie auf den gleichen Punkt zeigen, vielleicht auch Spiegel?


    Könnte man sowas theoretisch herstellen, angenommen Geld würde keine Rolle spielen?


    Tja, wenn man sich das dann so überlegt kommt man zu dem Schluß das Aliens die uns technisch voraus sind, sowas eigentlich schon gemacht haben könnten und uns längst beobachten. Selbst wenn sie die Grenzen der Physik nicht durchbrechen können und uns irgendwann erreichen.

  • Bin gerade in der Arbeit und hab nicht so viel Zeit. Deshalb mach ich es kurz.


    Zitat von Aragon70

    Könnte man theoretisch ein Teleskop bauen das so hoch auflöst das man auf solchen weit entfernten Planeten die Oberfläche fotografieren kann mit einer Auflösung von sagen wir 10 Metern pro Pixel.


    Und wie müßte so ein Teleskop aussehen? Vermutlich sehr groß mit einem gigantischen Linsendurchmesser, vielleicht mehrere 100, 1000 oder 10.000 km. Oder evtl. einfacher herzustellen, viele kleine Linsen die halbkreisförmig so angeordnet sind das sie auf den gleichen Punkt zeigen, vielleicht auch Spiegel?


    Könnte man sowas theoretisch herstellen, angenommen Geld würde keine Rolle spielen?


    Dieser Artikel hier könnte dich interessieren:
    http://www.freiehonnefer.de/im…fenster-zum-universum.htm


    Zitat

    In ihrem Buch ‘Is ANYONE out THERE?’, aus dem Jahre 1992, weisen Frank Drake (Astronom) und Dava Sobel (Wissenschafts-Journalistin) darauf hin, dass man den ‘Gravitationslinsen-Effekt’ unserer SONNE für spektakuläre Beobachtungen des ganzen Universums ausnutzen könne. Laut ihren Berechnungen, befindet sich die erste echte Brennsphäre (eine imaginäre Kugelschale um die SONNE voller Brennpunkte) in einem 550fachen Abstand der Erde zur SONNE. In einer Region jenseits unseres SONNENsystems, und weiter entfernt als irgendein irdisches Raumschiff jemals gereist ist. Dennoch liegt dieser Ort immer noch viel näher bei uns als der nächste Fixstern, der ca. 545mal weiter von uns entfernt ist. Es sollte also keine unüberwindliche Hürde sein, eine kleine Raumsonde bis dorthin zu schicken. An Bord hätte die Sonde vielleicht ein kleines Teleskop für sichtbares Licht und eines für Radiostrahlung. Genau ausgerichtet wäre es so möglich, das von der SONNE abgelenkte und gesammelte Licht weit entfernter Galaxien, Sterne und Planeten aufzufangen und in hochaufgelöste Bilder zu verwandeln. Die Auflösung (die mögliche visuelle Trennung von zwei benachbarten Punkten) wäre dann millionenfach größer, als es alle bisher von Menschen gebaute optischen Instrumente zu leisten vermögen.


    Zitat

    Die nur kleinen Teleskope der Raumsonde könnten von jedem beliebigen Punkt der solaren Brennsphäre aus ins Weltall schauen. Jeder Stern und jede Galaxie des für uns sichtbaren Universums wäre auf dieser gewaltigen Projektionsfläche repräsentiert. Die weitest entfernten Galaxien lieferten nicht länger nur blasse und undeutliche Lichtflecken auf einer Fotoschicht, sondern sehr helle und Ãußerst detailreiche Abbildungen. Einzelne Sterne wären plötzlich zusammen mit ihren Planeten sichtbar. Die Suche nach erdähnlichen Planeten wäre somit fast ein Kinderspiel. Auf den Aufnahmen dieser Himmelskörper könnte man sogar Oberflächenstrukturen in der Größe eines Grand Canyon oder eines großen Flusses sehen. Auch die Suche nach Radiosignalen von außerirdischen Spezies würde eine Revolution erfahren. Die Wissenschaftler wären nun in der Lage, Signale von der Leistungsstärke eines kleinen Walkie-Talkies aus der ganzen Milchstraße zu empfangen. Die Suche nach intelligentem, außerirdischem Leben würde so einen gewaltigen Schritt nach vorne tun. Nichts scheint dann noch unmöglich.


    Schönen Tag noch,
    Gamma

  • Danke, sehr interessant.


    Hier steht auch noch was zu diesem Effekt.


    http://www.youtube.com/watch?v=YJd5hmIdGWw



    Die benötigte 550 fache Entfernung der Erde zur Sonne ist für uns wohl leider nach wie vor mehr oder weniger unerreichbar. Wenn ich mich nicht verrechnet habe braucht man für die Entfernung 117000 Jahre wenn sich diese Teleskop Sonde mit ca. 50000 km/h bewegt. Geschweige denn das man über die Entfernung noch Signale von ihr empfangen könnte oder sie dort genau genug ausrichten.


    Vielleicht könnte man ja auch, wenn irgendwann mal die Mondstation steht, auf der Rückseite des Mondes anfangen eine Art Teleskop Array aufzubauen. Geht das überhaupt physikalisch? Also das man sagen wir mal 1000 Teleskope von der Art wie das Hubble Teleskop aufstellt welche man so ausrichtet das sie alle z.B. auf einen Planeten zeigen und man aus allen Bildinformationen zusammen ein genaueres Bild erzeugt?


    Oder kommt man nicht daran vorbei eine riesige Linse mit mehreren Kilometern durchmessern herzustellen die eine minimale Fertigungstoleranz hat?


    Problem dürfte dabei sicher sein eine Linse der Größe nicht ins All bekommen würden. Also müßte man am besten auf dem Mond eine Fabrik bauen wo man sie herstellt und am besten direkt an der Stelle wo sie hergestellt wurde auch gleich aufstellt.


    Vorteilhaft sollte dabei sein das der Mond eine geringere Schwerkraft hat, also die Gefahr geringer ist da die Linse zerbricht.

  • Wirklich sehr interessant,


    habe noch nicht davon gehört, dass man unsere Sonne auch als Gravitationslinse nutzen kann aber dem Text nach klingt das sehr einleuchtend.


    Hi Aragon70


    ich habe mit deiner Annahme von 50.000 km/h nochmal nachgerechnet und die mittlere Distanz von Erde - Sonne eingesetzt. Ich komme da auf eine Reisedauer von 187,85 Jahren und einer Dauer für das Funksignal von 76,19 h für den einfachen Weg. Alle Parameter stellen natürlich optimale Bedingungen dar und berücksichtigen nicht, die Abschwächung des Funksignales etc..


    50.000 km/h sind aber tief gegriffen, wenn ich das so formulieren darf. Es gibt zum Beispiel noch den hier mit ca. 144.000 km/h, wobei dieses Konzept leider noch nicht ausgereift ist aber die Forschung will's wissen :supergut: . Damit würde sich die Reisezeit auf immerhin 65,23 Jahre verkürzen. Aber auch eben alles nur unter optimalen Bedingungen, mal eben reparieren zwischendurch usw. ist leider nicht möglich, da man das Ding ja niemals wieder einholen würde. Die Vorstellung von alledem ist trotzdem wunderbar

  • Das Originalstatement von Kaltenegger, Udry und Pepe findet sich übrigens hier.


    Zitat von Dark Moon

    Ich bin skeptisch, ob es wirklich an dem sein könnte oder eine "Augenwischerei" ist.

    Zuerst wird nur behauptet, dass HD 85512 b "potentiell bewohnbar" sein könnte, wenn er eine weitere Bedingung (50% Wolkenbedeckung) erfüllt. Zur Bewohnbarkeit von Planeten siehe am besten den Wiki-Artikel Planetary habitability.
    Die Wissenschaftler behaupten, dass HD 85512 b zusammen mit Gliese 581 d der aktuell beste Kandidat zur weiteren Erforschung der Bewohnbarkeit wäre.
    Augenwischerei ist das also kaum; du darfst nur nicht davon ausgehen, dass wir sofort zu einem solchen Planeten hindüsen werden, wenn die Ergebnisse stimmen. ;)
    Übrigens ist ein erdähnlicher Planet nicht gleich ein bewohnbarer Planet. Als erdähnliche Planeten gelten Himmelskörper, die in ihrem Aufbau der Erde gleichen. Die Oberfläche kann aber völlig tot sein, und auch eine Atmosphäre ist keine Voraussetzung - auch Merkur, Venus, Mars und einige Monde gehören zu dieser Gruppe. Bewohnbar wären diese Himmelskörper nur, wenn man mit technischen Hilfsmitteln arbeitet (Kuppeln etc.). Aber gut, umgangssprachlich ist natürlich trotzdem verständlich, was mit dem Begriff gemeint ist.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes


  • Ähem, hast recht, keine Ahnung wie ich auf 117000 gekommen bin :)


    So muß die Formel natürlich aussehen.


    ((150000000*550)/50000)/(24*365)=188,35 Jahre



    50.000 km/h sind aber tief gegriffen, wenn ich das so formulieren darf. Es gibt zum Beispiel noch den hier mit ca. 144.000 km/h, wobei dieses Konzept leider noch nicht ausgereift ist aber die Forschung will's wissen :supergut: . Damit würde sich die Reisezeit auf immerhin 65,23 Jahre verkürzen. Aber auch eben alles nur unter optimalen Bedingungen, mal eben reparieren zwischendurch usw. ist leider nicht möglich, da man das Ding ja niemals wieder einholen würde. Die Vorstellung von alledem ist trotzdem wunderbar


    Genau, Problem dürfte auch schon sein eine Raumsonde zu bauen die 65 Jahre (!) im All unterwegs ist und am Ende immer noch funktioniert. Ich glaube das hat bisher kaum ein technisches Gerät, welches auf der Erde gebaut wurde, geschafft :) Mal ganz abgesehen von dem Treibstoff Problem. Wobei das Problem ja nicht wäre die Sonde zu beschleunigen, da es im All ja keinen Reibungswiderstand gibt muß man sie ja nur "anschubsen". Das Problem wäre sie an der richtigen Stelle wieder abzubremsen so daß sie an dem Punkt 84 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt zum Stillstand kommt.


    Und wenn diese Bremsaktion möglichst wenig Treibstoff kosten soll müßte man lange bevor man das Ziel erreicht hat abbremsen, wodurch sich die Durchschnittsgeschwindigkeit wieder reduzieren dürfte. Sicher kein unmögliches Unterfangen.


    Die beste Methode zur Erforschung des Weltraums wären Roboter die in der Lage wären aus vorhandenen Rohstoffen eines Planeten eine Fabrik zu bauen wo sie sich selbst reproduzieren könnten. Dann müßte man nur ein paar wenige auf einen passenden Planeten mit entsprechenden Rohstoffen entsenden. Aus den wenigen würden irgendwann Mio werden und diese könnten in quasi Rekordzeit alles herstellen was wir brauchen, und das ohne wertvolle Rohstoffe auf der Erde zu verbrauchen. Die könnten z.B. auf der Route zu dem 84 Milliarden Kilometer entfernten Punkt alle paar Mio Kilometer Zwischenstationen einrichten wo die Sonde auftanken könnten.


    Aber mit so einer intelligenten Robotearmee im Weltall wäre natürlich noch viel mehr möglich. Aber damit kommen wir auch zu weit vom Thema ab :)

  • Ähem, hast recht, keine Ahnung wie ich auf 117000 gekommen bin



    Kein Problem, ich habe mich im Studium auch sehr, sehr häufig verrechnet und tu's heut auch noch :D .


    Wie nennt sich dieses Konzept noch, die Galaxis mit Robo's bevölkern zu wollen? Das hat doch irgendwer schonmal durchgedacht im Rahmen der Wahrscheinlichkeit für extraterrestrisches Leben und deren Vorgehensweise die Galaxis zu erforschen. Auf die von dir beschriebene Weise würde es ja "nicht lange dauern" bis die Galaxis erkundet wäre.


    Das Gute an deiner Idee ist natürlich, dass diese Sonde gewartet werden könnte etc.. In dem Fall müssten wir sie aber noch nicht einmal selber schicken, sondern könnten sie bei entsprechender Entfernung von den Bots selber, quasi vor Ort bauen lassen. Die könnten dann auf diese Weise sogar, mit den Daten aus dem Gravitationslinsenteleskop, effektive Routen für die weitere "Besiedlung" planen und müssten nicht jeden Planeten anlaufen um zu sehen ob dieser genug Ressourcen für die Selbstreplikation bietet.


    Was die Beschleunigungsphasen etc. angeht lese ich im übrigen gerade einen sehr gut recherchierten Science-Fiction Roman: Der Antares Krieg von Michael McCollum