Das Kurhotel im Val Sinestra, Schweizer Alpen

  • Hallo liebe Forengemeinde


    Da ich ja seit geraumer Zeit in den Schweizer Alpen lebe, ist mir folgende Geschichte natürlich nicht verborgen geblieben:



    Das unheimliche Kurhotel im Val Sinestra


    Im Unterengadin, genauer gesagt in der Nähe von Scuol, liegt das Val Sinestra. Der Name stiftet gerne Verwirrung. Grob ins Lateinische übersetzt könnte „sinister“ von düster/finster abgeleitet werden. In der Romanischen Sprache, welche hier aber gesprochen wird, bedeutet es schlichtweg „linkes Tal“, da das Tal links (in Fliessrichtung) des Flusses Inn liegt. Der Ort wirkt trotzdem ungastlich, da die Sonne nicht lange im Tal verweilt und die Berge steil aufragen. Die Gemeinde Sent, zu welcher das Val Sinestra gehört, ist ein abgelegenes Bergdorf.



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    In ebendiesem Tal befindet sich, nochmals 6 Kilometer entfernt, das imposante Kurhotel Val Sinestra. Die Lage des Hotels wurde aufgrund der arsenhaltigen Quellen gewählt, welche Reiche Kurwillige anlocken sollte und Linderung bei Hautkrankheiten, Schwäche oder Blutarmut versprach. Das ursprüngliche Berg-/Kurhotel wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Nach dem Kur-Boom Anfang des 20. Jahrhunderts musste das Haus der Nachfrage entsprechend vergrössert werden. So wurde ein eindrucksvolles Gebäude, halb Schloss, halb Kurhaus erbaut. In den 70er Jahren musste das Hotel geschlossen werden, da die Nachfrage nach chemischen Kuren und modernen Wellness-Anlagen stieg. Heute ist das Hotel wieder geöffnet und wird im Stil einer Jugendherberge geführt.



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    Spuk im Kurhotel


    Im Hotel soll es allerdings tatsächlich spuken - und zwar auf eine Weise, dass sogar Fernsehteams bereits auf die Geschichte aufmerksam wurden.


    Bereits 1978 wurde der holländische Bauingenieur Peter Kruit damit beauftragt, die Bausubstanz zu untersuchen. Kruit kaufte das Hotel kurzerhand zu einem angeblich sehr guten Preis. Seinen Berichten nach musste das Hotel „regelrecht erobert“ werden und hatte von Anfang an eine eine negative oder unheimliche Ausstrahlung. Als Kruit eines Tages Möbel ins Haus bringen wollte, wurde er gebührend begrüsst: Ein lautes Grollen schallte ihm entgegen, dass sich angeblich wie „der Lärm einer ganzen Armee“ angehört habe. Er sei so erschrocken, dass er zum Auto rannte und zurück nach Sent fuhr, um erst bei Tageslicht wieder zurückzukommen.


    Seither gibt es im Hotel immer wieder geisterhafte Erscheinungen wie Fenster und Türen, welche sich von alleine öffnen oder ein unheimliches Gefühl, welches die Gäste beschleicht, wenn sie sich auf der Bäderetage befinden. Im Haus soll nämlich ein Geist umgehen, genauer gesagt ein ehemaliger belgischer Kurgast. Die holländische Mitbesitzerin des Hotels taufte den Hausgeist kurzerhand Herrmann und seither gehört dieser zum Inventar.


    Ein Medium soll Klarheit schaffen


    Ein Medium aus Zürich reiste vor einiger Zeit ins Hotel, um der Sache auf den Grund zu gehen. Ein Auszug des Gesprächs: Der Geist klinge in jedem Fall flämisch, behauptet Beatrice Rubli (das Medium). Er zeige ihr Bilder und Jahreszahlen, manchmal spreche er auch zu ihr. Weiter führt sie aus, sie empfange Gläserklirren, heitere Stimmung und Musik. Der alte Glanz sei wohl verloren gegangen - die schweren Möbel der 20er Jahre mit Polstern aus rotem Samt nicht mehr da. Hotelleiterin Hopmann bestätigt daraufhin, dass solche Möbel auf dem Dachboden stehen würden. Auf der Bäderetage steuert Rubli zielstrebig eine Stelle im Flur an, zwischen Weinkeller und Baderaum Nummer fünf. Wanda Hopman und Peter Kruit wie auch verschiedene Angestellte und Gäste hatten exakt diesen Ort als besonders unheimlich beschrieben. „Hier fing eine Kundin einmal auf einer Hausführung zu schreien an, weil ihr so unwohl war“, erzählte Kruit. Man musste sie wegbringen. Und ein grossgewachsener Sicherheitsmann, der für einen Anlass engagiert worden war, soll nach einem Kontrollgang auf der Bäderetage bleich und zitternd vor dem Kurhaus gestanden haben – und geschworen haben, nie wieder einen Fuss hineinzusetzen.



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    Trotzdem soll der Geist nicht böse sein. Das Medium bestätigt das. Der tote Belgier sei einfach gesellig und möge es, wenn viel Betrieb sei. Auf der Bäderetage sei er aber einsam, vor allem in den Wintermonaten, wenn ein Grossteil des Kurhauses leer und ungenutzt sei. „Er heisst Gilbert oder Guillaume“, fährt Rubli fort. Soldat sei er gewesen, vielleicht Offizier. Gutaussehend, Mitte 40, dunkelhaarig, hagere Statur. Und der arme Gilbert habe sich im Ersten Weltkrieg ein chronisches Lungenleiden zugezogen. Rubli spürt das, weil sie nicht gut atmen könne. „Er war gerne hier und mochte es, wenn man ihn umsorgte.“ Gesund wurde er aber nicht, vermutlich sei er gar hier gestorben. Jedenfalls kehrte er nicht mehr in seine Heimat zurück. Deshalb könne sich Gilbert von diesem Ort auch nicht verabschieden. Das Medium gibt letzte Hinweise: Gilbert müsse über mehrere Jahre hinweg Stammgast im Kurhaus gewesen sein, um 1927 herum. Und mit einem leitenden Arzt und dessen Frau habe er ein freundschaftliches Verhältnis gepflegt. Die Frau habe den Arzt um 20 oder gar 30 Jahre überlebt und starb vermutlich in den 80er Jahren.


    Schwarz auf Weiss ist von Gilbert aber nichts zu finden. Die vorhandenen Medizinalakten wurden vom Inhaber beim Einzug vernichtet - des Daten/Patientenschutzes wegen. Gästebücher seien keine gefunden worden. Das angeblich befreundete Ärztepaar kann dennoch ausgemacht werden, da einem Arzt im Kurhaus eine Vitrine gewidmet war, wenn auch da die Fakten nicht viel hergeben, da die Frau des Arztes ihn um 15 Jahre und nicht wie behauptet um 20 oder 30 Jahre überlebt hat. Sie starb auch bereits 1971 und nicht in den 80er Jahren.


    Tatsächlich kann man also nicht von Beweisen sprechen. Möglich, dass die Gästebücher doch eines Tages noch auftauchen und die Existenz von Gilbert belegen. Bis dahin dürfen wir spekulieren.


    Vielleicht mag der eine oder andere von euch ja mal im Hotel einchecken und der Geschichte selber auf den Grund gehen - die Preise sind sehr günstig, da vom Luxus vergangener Zeiten nicht mehr allzuviel übriggeblieben ist und man auch selber im Haushalt mithelfen soll. :abhau:


    Inzwischen wurde die Geschichte sogar in ein Filmprojekt verpackt. Hier der Trailer dazu.


    Quellenangabe:
    Infos der Gemeinde Sent, zu der das Val Sinestra gehört


    Homepage des Kurhotels


    Artikel im "Beobachter"


    Artikel im "Blick" (vergleichbar mit der „Bild“)


    Tagesschau-Bericht mit Video

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Klingt für mich nach einer Marketing-Strategie des Inhabers des Hotels.


    "Bei uns spukt es, der Geist ist aber ungefährlich und alles andere als böse, er ist lediglich gesellig und gerade in den Wintermonaten ist ihm sehr langweilig".


    Könnte man auch so ausdrücken:


    "Bei uns ist absolut tote Hose, kein Mensch kommt in unser Hotel und vor allem in den Wintermonaten kommt mal gar keiner, also kommt bitte alle!"

  • Also ich glaub ja nicht das es sich um eine Marketing Strategie handelt. Ich mein, dass lässt sich immer schwer sagen. Aber wenn ja dann hätte der Besitzer dazu was auf seiner Internet Seite oder so. Das is nicht der Fall.


    Ich find das sehr intressant. Wenn ich mal Zeit hätte würd ich da auf jeden Fall mal Nacht bleiben. Is gar nicht soweit weg von meiner Stammeinheit...

  • Also ich glaub ja nicht das es sich um eine Marketing Strategie handelt.

    Oh hollaa!! Nicht auf den "Trailer-Link" des Threaderstellers geklickt? Das ist Marketing hoch 10! Zwar gehts dabei nicht ums Hotel sondern in erster Linie um Werbung für Swisscom TV, aber durch die Verlinkung des Threaderstellers ist die gesamte Geistergeschichte hier nichts anderes als ne Geschichte zum abhaken.
    Wäre der Link nicht, dann wäre es ne nette Gruselgeschichte.


    Virales Marketing ist immer wieder schön. :supergut:

  • Ahoi


    Bin neu hier und werfe erst mal ein fröhliches Hallo in die Runde :winks:


    Und jetzt zum Thema. Ich denke da ebenfalls eher an eine Marketin-Strategie. Es gibt keine bessere Werbefläche als die Presse. Besonders dann, wenn der Artikel im BLICK erscheint - der meist gelesenen Tageszeitung in der Schweiz.


    Ich als Hotelbetreiber würde das auch nicht auf meiner Homepage vermerken. Das würde geradezu nach Werbung schreien. "Hier, kommt her - wir beherbergen einen geselligen Geist. Für Stimmung ist also gesorgt".


    Es ist nicht so, dass ich generell nicht an Geister glaube. Ich bin da ein bisschen Zwiegespalten. Aber hier gehe ich von Werbung aus. Zumal die Reporterin selbst keinerlei paranormale Erfahrungen gemacht hat. Aber vielleicht hatte der Geist einfach gerade keine Lust, gesellig zu sein.

  • Im ersten Teil unserer Hangar18b Geisterhaus Val Sinestra Wochen sprechen wir in Scuol ganz in der Nähe des Hotels Val Sinestra mit Werni.


    Werni hatte vor ein paar Jahren eine Geisterbegegnung vor dem Val Sinestra...



    Wir wünschen Euch viel Spass.
    Euer Hangar18b Team




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    Hallo Liebe Paraportal Freunde
    Die Hangar18b Geisterhaus Val Sinestra Wochen gehen weiter....



    Viel Spass.
    Euer Hangar18b Team





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  • Im dritten Teil unserer Hangar18b Geisterhaus Val Sinestra Wochen sprechen wir mit Brigitte, einer langjährigen Mitarbeiterin im Val Sinestra.
    Neben weiteren spannenden Details zum Geist, erfahren wir auch die Geschichte des Hauses Val Sinestra.


    Viel Spass.
    Euer Hangar18b Team


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  • Hallo Paraportal Freunde
    Im vierten und letzten Teil unserer Hangar18b Geisterhaus Val Sinestra Wochen sprechen wir mit Fredy, einem langjährigen Stammgast im Hotel Val Sinestra.
    Fredy haben wir vor einiger Zeit in Zürich kennen gelernt. Er erzählte uns seine Story und das war dann auch der Auslöser, dass wir uns auf den Weg ins Val Sinestra machten.


    Viel Spass.
    Euer Hangar18b Team


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