Krzywy Las, der krumme Wald

  • Krzywy Las, der krumme Wald, ist ein Wald in Westpolen, der vor allem durch die außergewöhnliche Form seiner Bäume bekannt geworden ist.



    Die ca. 400 Kiefern weisen 20cm über dem Boden eine fast 90%ige-Krümmung auf und sind alle nach Norden gebogen. Umgeben ist der krumme Wald von normalen Bäumen. Da die Bäume 70 - 80 Jahre alt sein sollen, müssen sie um 1930 gepflanzt worden sein - damals lag die Gegend noch im deutschen Pommern.
    Warum sind die Bäume krumm? Es wird davon ausgegangen, dass die Bäume in einem jungen Wachstumsstadium mithilfe irgendwelcher Werkzeuge in diese Form gezüchtet wurden. Wie genau das gemacht wurde, und vor allem warum, weiß keiner. Die verbreitetste Theorie ist, dass die Bäume für verschiedene Tischlerarbeiten so gezogen wurden - gebogenes Holz kann man schließlich zu vielen Gelegenheiten brauchen.


    Mehr Infos und Bilder gibts z.B. auf DiscoveryNews.


    Was meint ihr, wie kamen die Bäume in ihre Form und warum?

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Sieht schon wirklich sehr interessant aus. Wir hatten mal einen Kaktus der hatte nen Knick. Meine Grossmutter hatte ihn mal auf den Dachboden gestellt und der Blumentopf ist umgekippt. Nach nem Monat hat sie ihn dann wieder gefunden und er hatte auch nen ca 90% "Knick" drinnen. Da er aber viel flexibler als ein alter Baum ist, wurde er wieder hingestellt und hat sich dann wieder regeneriert.


    Das mit dem gekrümmten Holz kann ich mir für Tischler/Holzbau natürlich gut vorstellen, vielleicht wollte man aber auch etwas "erforschen", Beispielweise ob man Bäume in bestimmte Formen wachsen lassen kann oder dergleichen. Ist auf jedenfall sehr interessant anzusehen.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Zitat

    Wer weiß, vielleicht wurden diese Bäume auch für diverse Foltermethoden gezüchtet? Schon eigenartig...

    ?( Was für ne Foltermethode denn; bzw. wie kommst du darauf?!


    Zitat

    Es wird davon ausgegangen, dass die Bäume in einem jungen Wachstumsstadium mithilfe irgendwelcher Werkzeuge in diese Form gezüchtet wurden. Wie genau das gemacht wurde,

    Das "wie" dürfte doch gar nicht so schwer sein, oder?
    Dafür durfte doch einfach eine banale Platte reichen, die man über dem jungen Trieb auf gewünschter Höhe anbringt. Um an besseres Licht zu kommen streckt sich der Baum dann erstmal zur Seite weg. Sobald er dann das Licht erreicht hat wächst er wieder schnurrstracks nach oben.


    Wir haben sowas damals experimentell im Bio-Unterricht mit (ich glaub) Buchen gemacht: wir haben den Keimen und später auch Setzlichen sprichwörtlich und buchstäblich Steine in den Weg gelegt. Die sind dann immer akkurat drum herumgewachsen um ja schön im Licht zu stehen...


    Meine Zimmerpalme muss ich auch immer einmal pro Monat drehen, da sie sich immer Richtung Fenster streckt und nicht gerade nach oben wächst (auch der Stamm, nicht nur die Blätter!)


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Zitat
    Wer weiß, vielleicht wurden diese Bäume auch für diverse Foltermethoden gezüchtet? Schon eigenartig...
    Was für ne Foltermethode denn; bzw. wie kommst du darauf?!


    Ja keine Ahnung, vielleicht irgendeine spezielle Foltermethode. :) Die wir nicht kennen. Manche Polen waren schon sehr grausam und brutal. Die Frau meines Schwagers ist Polin und die hat mir oft Dinge erzählt, davon hat die Menschheit noch nicht gehört. :shock: Z.B. wurden im 2. WK die Gliedmaßen (Hände und Beine) gefesselt und an Pferde angebunden, wenn dann also die Pferde wegrannten rissen sich alle Gliedmaßen vom Leib. :shock:
    Mir war danach echt übel... :(


    Oder in irgendeinem Asiatischen Land (frag mich jetzt bitte nicht wo genau, weiß ich nicht, habe das irgendwo mal aufgeschnappt) wurden bestimmte Bambussträucher gezüchtet da sie sehr schnell wachsen. Männer die eine schlimme Tat begingen wurden an einem Baum nackt gefesselt und darunter wuchs eine Bambusart die direkt in den After des Menschen durchwachste und beim Mund wieder raus kam. Somit ist derjenige innerlich verblutet und starb.


    :keks:


    Daher kann ich mir gut vorstellen das diese Bäume vielleicht so gezüchtet wurden um den Kopf abzutrennen oder was auch immer... ?(

  • Du hast ein lebhafte Fantasie, das geht ja auch keine Kuhhaut! :D
    Du siehst nen krummen Baum und denkst dir, damit wurden Menschen gefolter! Warum? Keine Ahnung. Wie? Keine Ahnung.


    Die Bäume stehen da erst sein 80 Jahren. Das ist nicht mehr das Dunkle Mittelalter. ;)


    Und nebenbei zu deinen Foltermetoden:
    Das Vierteilen durch Pferde war keine rein polnische Spezialität, sondern wurde auch in Deutschland und vermutlich überall anders praktiziert.


    Und das mit dem Bambus war China. Der spezielle Bambus wächst, soweit ich mich erinnere bis zu einem Meter pro Tag. die Folterung mit dem After ist mir neu. Aber ich weiß von der Foltermethode, dass der Bamubs unter dem Kinn angesetzt wurde und so langsam hoch wuchs...
    Aber was Chinesische Foltermethoden mit krummen polnischen Buchen zu tun haben ist mir schleierhaft. ;)


    Zitat

    Daher kann ich mir gut vorstellen das diese Bäume vielleicht so gezüchtet wurden um den Kopf abzutrennen oder was auch immer

    Wie? Wie wird damit ein Kopf abgetrennt?


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Du hast ein lebhafte Fantasie, das geht ja auch keine Kuhhaut!
    Du siehst nen krummen Baum und denkst dir, damit wurden Menschen gefolter! Warum? Keine Ahnung. Wie? Keine Ahnung.


    Hahahaha... :mrgreen: Eine lebhafte Fantasie hatte ich immer schon. Aber kann man es wirklich ausschließen das es nicht zur Foltermethode diente? :) Wer weiß das so genau?


    Und nebenbei zu deinen Foltermetoden:
    Das Vierteilen durch Pferde war keine rein polnische Spezialität, sondern wurde auch in Deutschland und vermutlich überall anders praktiziert.


    Hm, das ist mir neu. Wusste nicht das es auch in anderen Ländern praktiziert wurde. :shock: Egal wo es geschah grausam und brutal ist es! *kotz*



    Zitat
    Daher kann ich mir gut vorstellen das diese Bäume vielleicht so gezüchtet wurden um den Kopf abzutrennen oder was auch immer
    Wie? Wie wird damit ein Kopf abgetrennt?


    Ich kann es mir nur so vorstellen:

    Die Person lag der Länge nach und wurde wahrscheinlich festgehalten oder gefesselt. Und zack einer haut hat ihm den Schädel weg.


    Oder so:

    Die Person musste knien wurde wahrscheinlich wie beim 1. Bild festgehalten oder gefesselt und zack er ist geköpft.


    Makaber, ich weiß... :mrgreen:

  • Ein bisschen viel Aufwand für eine Foltermethode....
    Da hatte man genug andere Möglichkeiten, Rädern, Vierteilen, die ganzen Gerätschaften die man aus den Folterkammern kennt.....
    Um jemanden zu köpfen brauche ich doch nicht so aufwendig rund gewachsene Baumstämme :-?

  • Zitat

    Um jemanden zu köpfen brauche ich doch nicht so aufwendig rund gewachsene Baumstämme :-?

    Genau. Dafür reicht ein banaler Hauklotz, gefertigt aus einem gerade gewachsenen Baumstamm.


    Außerdem muss man ja auch sehen, dass die Baumstämme ja noch nicht lange in dieser Dimension dort stehen. Vielleicht 30 Jahre. Vorher dürften die Zu dünn gewesen sein, um sie irgendie zu nutzen...


    Zitat

    Da hatte man genug andere Möglichkeiten, Rädern, Vierteilen, die ganzen Gerätschaften die man aus den Folterkammern kennt.....

    Vergiss nicht die Zieg und das Salz... :censored:


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Diese Bäume als freistehende Folterkammern zu nutzen macht wirklich wenig Sinn.
    Wie Davy schon sagte ist auch die Technik derartige Verformungen in der Wachstumsphase zu erreichen nicht unbedingt kompliziert.


    Eine weitere recht nette Deformierung:



    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • Ein bisschen viel Aufwand für eine Foltermethode....
    Da hatte man genug andere Möglichkeiten, Rädern, Vierteilen, die ganzen Gerätschaften die man aus den Folterkammern kennt.....
    Um jemanden zu köpfen brauche ich doch nicht so aufwendig rund gewachsene Baumstämme :-?


    Ja aber warum sollten sie die sonst so gezüchtet haben? Ich werd mal die Frau meines Schwagers fragen, vielleicht weiß sie was darüber. :)


    Außerdem muss man ja auch sehen, dass die Baumstämme ja noch nicht lange in dieser Dimension dort stehen. Vielleicht 30 Jahre. Vorher dürften die Zu dünn gewesen sein, um sie irgendie zu nutzen...


    Hm... Ok... Jetzt hab ich mich wohl lächerlich gemacht. :mrgreen: Egal, trotzdem gute Vorstellung, oder? :mrgreen::oops:


    Süß, die Deformierungen gefallen mir. :D Sehr einfallsreich finde ich. :)

  • Ist ja wirklich lustig anzusehen, dieser krumme Wald. Ein interessantes Foto. Aber mir ist dabei was aufgefallen.
    Also wenn die Bäume 1934 in Pommern gepflanzt worden sind, ist es durchaus möglich das sie damals noch von deutschen Besitzern noch gepflanzt wurden.
    (Vielleicht ist da ja ein Gut in der Nähe?)
    Womöglich sind sie von ihnen selbst zum Kriegsende 1945 mit dieser Methode beschnitten worden, weil die Hölzer für die Flucht gebraucht wurden.
    Damals sind ja Tausende aus Ostpreussen und Pommern vertrieben oder zwangsumgesiedelt worden. Natürlich dachten sie irgendwann zurückzukehren
    und haben deshalb nicht den ganzen Baum umgelegt, sondern nur kräftige Stangen gebraucht, mit denen man vielleicht schnell einen Pferdewagen bauen kann.
    Andersrum soll das auch ein außergewöhnlich harter Winter gewesen sein. Vielleicht waren es auch einfach Leute die sich im Wald versteckt haben.
    Ich denke das passt recht gut in die Zeiten damals.

  • Jonas, wo ist da die Logik? Ein Pferdefuhrwerk wird nicht aus Stangen, sondern aus stabilen Balken und Hölzern gefertigt. Dazu muss man einen Baum fällen und bearbeiten. Diese Bäume würden aber nicht gefällt, sondern sind alle eine Zeitlang einfach quer gewachsen.


    Du verküpfst hier wieder Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.

  • In deiner charmanten Art herum zu krakelen, hast du offenbar den Link von Irrwisch nicht gelesen.
    Im übrigem wieviel Pferdefuhrwerke hast du denn gebaut? Wie wäre es wenn du dir mal die Fuhrwerke anschaust
    die gegen Kriegsende so unterwegs waren.

  • Hast wohl mal im Sattel gesessen, gelle? Klar da gehört das natürlich zum Grundwissen.
    Hier siehst du mal so ein Fuhrwerk, das war im Großen nicht anders als im Kleinem.



    Der Landesverband der Schulgeographen- Regionalgruppe Mecklenburg-Vorpommern stellte folgendes fest:
    Der obere Abschluss des Stumpfes ist waagerecht gerade und weist weder
    Wucherungen noch Verkrümmungen auf, so dass mit großer
    Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass er durch Absägen des
    Jungbaumes oberhalb der untersten Astreihe entstanden ist.
    Aus der Anordnung des Fällschnittes sowie aus den geringen Differenzen
    im Höhen- und Dickenwachstum zwischen Normal- und Sonderbestand lässt
    sich die Annahme begründen, dass die Kappung der jetzigen
    Schlangenwuchsbäume zu einem Zeitpunkt erfolgt ist, als der
    Gesamtbestand eine etwa 6- 8 jährige Schonung war.
    4. Der Umstand, dass diese Maßnahme ein großes Loch in der Schonung
    hinterlassen hat und in diesem Bestand einmalig geblieben ist, spricht
    für eine außergewöhnliche und vermutlich auch spontane Entscheidung.
    Da außerdem die Jungbäume flächenhaft gekappt worden sind, d.h. ob ein
    Jungbaum gekappt wurde oder nicht, hing weniger von seiner
    Beschaffenheit, sondern mehr von seiner Zugehörigkeit zu der Fläche ab,
    die zur Abholzung vorgesehen war, ergeben alle Beobachtungen zusammen
    genommen folgendes Szenario.
    Im Zeitraum Mitte bis Ende der sechziger Jahre ist hier in einem Winter
    eine größere Ladung Weihnachtsbäume zusammengestellt worden.
    Vermutlich war im nahen Szczecin in diesem Winter das
    Weihnachtsbaumangebot dermaßen hinter der Nachfrage zurück geblieben,
    dass kurzfristig auch mit Jungkiefern ein gutes Geschäft zu machen war.


    Er vermutet also auch nur. wie er dabei auf die sechziger Jahre kommt ist mir allerdings schleierhaft.


    Dieser Wald gehörte damals vermutlich zum Grundbesitz des Rittergut Klein Zarnow, der hat nämlich die Tangerheide für Neu Zarnow und einige weitere Gutsdörfer abholzen lassen.
    Diese Bäume wurden 1934 gesetzt und mit cirka 6-8 Jahren also 1940 bis 1942 gekappt. So eine junge Kiefer hat die Idealmaße für eine massive Stange die man problemlos für alles mögliche einsetzen kann. Ich glaube die hatten zu der Zeit was anderes im Sinn als Weihnachtsbäume zu ernten, mit 6 Jahren wäre das auch schon ein recht stämmiger Weihnachtsbaum und Jungkiefer sind auch nicht gerade ideale Weihnachtsbäume.
    Da etwa 100 Stück abgeholzt wurden, klingt das eher als wenn man grobe Stangen gebraucht hat, wofür auch immer. Ein Pferdefuhrwerk war nur eine Möglichkeit. Für eine Flucht war
    das sicher heiss begehrt. Das Alter wann die gekappt wurden ist ja auch nur geschätzt, es könnten also durchaus 2 Jahre mehr oder weniger sein.


    Und wenn du glaubst das du besser als die Moderatoren bist, dann wende dich an den Admin.
    Vielleicht überlässt er dir ja das Forum, damit du endlich jeden schikanieren kannst, dessen Nase dir nicht passt.

  • Hmm, eine Kiefer wächst zwischen 30 und 40cm im Jahr. Meinst du, das die Stangen dann nach 8 Jahren mit rund 3,5m passend waren für so einen Leiterwagen? Den baut man ja auch nicht mal nebenbei. Ich denke mal, auch damals wird man so rund 3-5 Monate für einen gebraucht haben, die Räder und die Achsen waren das schwierigste. Kaum geeignet als schnelles Fluchtmittel um es mal eben anzufertigen, oder?


    Die Menschen sind ja damals Hals über Kopf gflohen und konnten kaum das nötigste mitnehmen. Ich glaube einfach nicht, das sie vorher die Zeit hatten, einen Wagen zu bauen.

  • Wenn du davon ausgehst das man den gesamten Wagen erst nagelneu baut, dann geb ich dir Recht.
    Wie jedoch festgestellt wurde, sah das eher nach einer spontanen Handlung aus.
    Man brauchte also schnell rund 100 Jungkiefern. Was könnte man damit machen?


    Ok, analysieren wir doch mal die damalige Situation:
    Im Oktober 1944 betrat die Rote Armee erstmals Ostpreussischen Boden.
    Gräultaten von Übergriffen veranlassten tausende Menschen zur Flucht in den Westen und der Winter begann damals
    besonders früh und heftig. Die Zugverbindungen waren unterbrochen, die Flüchtlingsschiffe überfüllt und Benzin hatte nur die Wehrmacht.
    Geschätzte 6 bis 8 Mio. verliessen ihre Heimat, schlecht ausgerüstet, mit unhandliche Handkoffer oder auf Fuhrwerken aller Art, einschliesslich Handkarre.


    Meisstens sind die Bewohner erst geflohen wenn sie die Front hörten. Dann blieben ihnen noch einige Stunden.
    Am Anfang hatten sie noch richtige Wagen, diese waren aber mit dem ganzen Hab und Gut, Kind und Kegel völlig überladen und verdammt kalt.
    Sie legten sie nur wenige Km zurück, die Rote Armee dagegen mehr als 50 km täglich.
    Als Ostpreußen Ende Januar 1945 durch die sowjetische Armee eingekreist und abgeschnitten wird, versuchen die Flüchtenden über das
    zugefrorene Frische Haff zu entkommen. So wollen sie nach 8 km die Frische Nehrung erreichen, eine schmale Landzunge an der Ostsee und von dort
    weiter nach Danzig und Stettin. Die Flucht über das zugefrorene Frische Haff wird eine der größten Katastrophen der Flüchtlingstrecks.
    Zahlreiche Fuhrwerke überstehen das nicht, Menschen ertranken und erfroren.


    Gerade im Raum Stettin kamen also Tausende völlig erschöpfte Flüchtlinge an.
    Solche Wagenruinen waren also heiss begehrt und wurden in einigen Stunden notdürftig flott gemacht.
    Die haben so ziemlich alles verwertet wo sie irgendwie Räder dranbasteln konnten.
    Die Gefährte sahen entsprechend abenteuerlich aus und sie spannten auch so ziemlich alles ein was ging,
    Hunde, Milchkühe oder sogar Menschen.


    Zum krummen Wald.
    Es klingt ja als hätten sie da noch einige Tage Zeit gehabt.
    Üblicherweise flüchtete der Gutsherr als Erster einige Tage zuvor und liess sein Gut in den Händen des
    Gutsverwalters zurück. Der könnte nun angesichts eines wachsenden Flüchtlingsstromes angeordnet haben,
    die Edelkutschen und Wagenruinen zu Heu- oder Planwagen umzubauen, damit die Gutsangestellten
    (einschliesslich er selbst) ein Fluchtfahrzeug haben.


    100 Stangen reichen sicher für einige Wagen und auf diese Weise hat er den wenigsten Schaden verursacht.
    Naja das passt nicht so ganz zur Altersschätzung, man schätzt ja das sie 1940-42 gekappt wurden.
    Das ist der Schwachpunkt. Aber so im Herbst 1944 hatten sie zumindestens einen möglichen Grund dafür.


    Das ist natürlich nur eine Möglichkeit. Natürlich könnte es auch ganz anders sein.
    Wer weiss vielleicht waren es ja doch Weihnachtsbäume? Oder sie brauchten Stangen dieser Dicke für eine Koppel?


    Ansonsten denke ich mir, das eine Kiefer gerade in jungen Jahren doch recht schnell wächst.
    Der Gutsbesitzer hieß übrigens Schrade. Vielleicht will ja mal einer das weiter erforschen und findet
    die Familie um sie zu befragen. Dann könnte man das Rätsel lösen.


    Auf jeden Fall eine hüpsche Geschichte mit dem krummen Wald.
    Wer weiss, vielleicht haben sich da ja schon ein paar Waldelfen angesiedelt. ;)