Antitheismus und Religionsfeindlichkeit

  • Antitheismus - inwieweit ist es in Ordnung, religiösen Menschen seinen "Nicht-Glauben" aufzuzwingen? Was ist schlussendlich der Unterschied zwischen Aufklären wollen und Missionieren, und wo ist die Grenze? Lassen sich Religionen tatsächlich effektiv "bekämpfen"? Wo hört die Toleranz auf?

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  • Ich glaube :mrgreen: , da besteht doch ein erheblicher Unterschied.
    Mir ist noch kein Fall bekannt in dem ein "Ungläubiger" einem "Gläubigen" seinen "Unglauben" aufzwingen wollte.
    Anders herum gab und gibt es schon unzählige solcher Fälle, oder siehst du das anders ?
    Ich schließe jetzt mal den Kommunismus etc. aus, weil selbst da gab es, im gewissen Rahmen, Religionsausübungen.


    Ein "Ungläubiger" betitelt im Extremfall einen Götzenglauben schon mal als Schwachsinn, oder unsinnig, oder was auch immer, aber eine Missionierung im Sinne des Wortes, ... wie soll das konkret passieren:
    Wenn du weiterhin an Gott glaubst, ...ja was dann :ratlos:, dann, dann mache ich ein böses Gesicht, oder ich lasse einen pups :shameyou:
    Im Gegenzug, der theistischen Missionierung wird fast nur, besonders am Anfang der Initialisierung ( meist im Kindesalter ), mit methaphysischen Drohungen gearbeitet,
    deren Vorstellung in den Köpfen ( besonders von Kindern mit viel Phantasie ) aber sehr real wird.
    Mit der Hölle, oder nicht in den Himmel kommen, oder sonst welchen Strafen.


    Oft wird dem Atheismus und dessen Ausprägungen, der Verlust von Ethik und Moral vorgeworfen, was aber völliger Unsinn ist, denn es waren Menschen die nicht an Gott glaubten,
    die z.B. die Durchsetzung der Menschenrechte gegen den erbitterten Widerstand der Kirche durchgesetzt haben.
    Der Vatikan ist einer der wenigen Staaten die der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" nicht zugestimmt hat.


    Also für mich sind das zwei paar unterschiedliche Schuhe.
    Religionsfeindlichkeit endet seltenst mit Mord und Totschlag, oder massiven Drohungen uvm.
    Wenn jemand Religion nicht mag, dann geht er nicht zu deren Kultstätten ( Kirchen, Moscheen usw. ) und vermeidet es, dass irgendetwas religiöses, oder deren Auswirkung sein Leben beeinflusst.


    Jack

  • Jack Sperrow : Da hab ich aber beigott schon genug erlebt wo Atheisten anderen ihren Nichtglauben aufzwingen wollten. Ausargumentieren und das lächerlich erklären ihres Glaubens und der krankhafte Versuch Anhänger einer Religion davon zu überzeugen, dass es keinen Gott gibt kommen ständig vor.


    Finde auch, dass besonders jetzt wo in Europa in einigen Ländern dank fleißig arbeitender Politiker der Islam zum Feindbild gemacht wird, speziell der Islam als falsch und schlecht interpretiert wird vom Pöbel und das ist für mich durchaus eine Art Missionierung in die andere Richtung. Wo Leute mit Wut, Hass und sogar Gewalt eine Religion ablehnen (ganz egal ob das von einem Christen oder einem Atheisten oder sonstwem ausgeht).

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Zitat von Claxan"

    Da hab ich aber beigott schon genug erlebt wo Atheisten anderen ihren Nichtglauben aufzwingen wollten


    Da hast du mir wirklich einiges voraus. Ich habe solche extremen Reaktionen noch nicht erlebt. Eventuell, weil ich in Frankfurt ( Multi-Kulti ) lebe ?


    Zitat von "Claxan"

    Finde auch, dass besonders jetzt wo in Europa in einigen Ländern dank fleißig arbeitender Politiker der Islam zum Feindbild gemacht wird, speziell der Islam als falsch und schlecht interpretiert wird vom Pöbel und das ist für mich durchaus eine Art Missionierung in die andere Richtung.


    Das hat aber meiner Meinung nach nichts mit Atheismus, oder einer seiner Ausprägungen zu tun.
    Die meisten Politiker, die so aggieren, sind Christen, oder behaupten es zumindest.
    Zum Anderen kommen diese Reaktionen, meist aus Angst, da der Islam ( den es in diesem Sinne übrigens gar nicht gibt, sondern moslemischer Glaube heißt ), in seinen extremen Ausprägungen als eine Bedrohung eingestuft wird, als eine Bedrohung von Leib und Leben,
    durch seine extremen Vertreter. Was zwar nicht meiner persönlichen Meinung entspricht, aber was ich durchaus irgendwo verstehen kann.


    Jack

  • Mir ist noch kein Fall bekannt in dem ein "Ungläubiger" einem "Gläubigen" seinen "Unglauben" aufzwingen wollte.

    Es gibt wirklich genug Atheisten, die es sich tatsächlich zur Aufgabe machen, so viele Gläubige wie möglich auch zu Atheisten oder zumindest zu Agnostikern zu machen - dafür benutzen sie dann halt nicht Argumente des Glaubens, sondern Argumente der Wissenschaft, aber nichtsdestotrotz lässt sich das sicherlich vergleichen. Systematisch organisierte "Aufklärung" gibt es sehr wohl; nur fragt sich dann halt, wie weit man dabei gehen darf, es jemanden aufzuzwingen. Wenn Missionare an meiner Tür klingeln, sind die schnell wieder weg. Ein Atheist, der mit einem Gläubigen diskutiert, wird da nicht so schnell locker lassen. Bin da selbst auch nicht unschuldig. Jeder ist halt überzeugt, im Recht zu sein. ;)
    Nur gibt es halt auch viele, die es am Liebsten hätten, wenn es gar keine Religionen mehr gäbe. Ob das dann wirklich die Lösung ist?


    Mit der Hölle, oder nicht in den Himmel kommen, oder sonst welchen Strafen.

    Hier muss ich dir übrigens zustimmen; ich hatte als Kind eine Wahnsinnsangst vor dem "lieben Gott", der einen immer und überall beobachtet und sofort zur Bestrafung schreitet, wenn man was verbockt. Allerdings wirft aber auch nicht jeder Christ mit diesem mittelalterlichen Zeug um sich.

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  • Ich sehe das Ganze zwiegespalten.
    Natürlich sollte kein Atheist o.Ä. jemand anderem seinen Willen aufzwingen - aber nur durch "Leben und leben lassen" wird sich auch nie etwas verändern. Es sollte aber nicht an Fanatismus grenzen, wenn es um Umstimmung geht. Irgendwann muss man einfach einsehen, wenn jemand nicht möchte - dadurch ist ja niemandem geschadet, wenn man gerne glauben möchte.
    Durch die Wissenschaft, deren Erkenntnisse und der immer größer werdenden Atheistengruppe wird die Religion tatsächlich "bekämpft", meiner Meinung nach; es gibt zwei Fronten und ständige (Wort)Gefechte. Ist in Grenzen aber auch gut so, sobald es allerdings beleidigend wird, hört der Spaß für mich auf.


    Ich selbst bin übrigens Atheist und halte mich auch weitestgehend im Hintergrund; mich regen nur manche religiösen Menschen auf, da kann ich nicht anders, als dagegen zu argumentieren. Ich gelobe aber schon Besserung, denn bei manchen Gläubigen ist jedes Wort "verschwendet".

  • Ich denke am einfachsten handhabt man sowas mit:


    "Ich glaube, dass....*argumente die die eigene Meinung untermauern*"


    Und das wars schon.


    Evtl. noch mit einem "Für mich ergibt das Sinn und es fühlt sich richtig an." vollenden.
    Wems ned passt kann kacken gehen, wer meine Meinung akzeptiert aber eine andere hat, den akzeptiere ich genauso!

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  • Zitat von "Rônin"

    Nur gibt es halt auch viele, die es am Liebsten hätten, wenn es gar keine Religionen mehr gäbe.


    Dazu fällt mir spontan John Lennon ein: Imagine ... ;)


    Zitat von "Rônin"

    ... dafür benutzen sie dann halt nicht Argumente des Glaubens, sondern Argumente der Wissenschaft, aber nichtsdestotrotz lässt sich das sicherlich vergleichen


    Das sehe ich anders. Argumente der Wissenschaft kann man belegen, denn sie sind ( meist ) nachprüfbar, oder basieren zumindest auf einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit.
    Argumente des Glaubens basieren auf Auslegungen, Interpretationen und eben auf "daran glauben" :? .
    Das ist halt auch der Grund, warum die Kirche immer mehr Anteile ihrer "intelligenten Mitglieder" verliert, denn die scheuen sich auch nicht, mal ihren "von Gott gegebenen" Verstand zu benutzen. ;) .
    Ich habe mich an der Uni oft genug mit Leuten unterhalten die fest an einen Gott glaubten.
    Die teilweise interessanten und nicht selten lebhaften, aber dennoch freundlichen Diskussion endeten meist damit, dass die Gläubigen nur noch ein Argument hatten, in dem sie mit dem Finger nach oben zeigten und mir sagten:
    "ich glaube halt dran und nun lassen wir es mal gut sein ... " :? .


    Wahre Gläubige sind gegen Fakten und wissenschatliche Argumente völlig resistent, denn sie wollen einfach an ein imaginäres, allmächtiges Wesen glauben, basta :pope:
    Deshalb habe ich es längst aufgegeben solchen Leuten mit logischen Argumenten zu kommen und lasse sie an das Glauben, was sie glücklich macht, oder auch nicht :angel:
    Allerdings wehre ich mich im Zweifelsfall mit genau diesen Argumenten dagegen, wenn man mich selbst missionieren möchte :readit:


    Jack

  • Ich stimme mit deiner Meinung größtenteils überein, Captain Sperrow; aber ich wollte mal nen Denkanstoß geben - immerhin ist es immer möglich, dass man sich ja im Unrecht befinden könnte. ;) Trotzdem; mit Menschen, die einfach nur ihre höhere Macht brauchen um inneren Frieden zu finden, und dies auch niemandem aufdrängen, habe ich keine Probleme. In meinem Freundeskreis habe ich selbst einige Personen, die zwar definitiv an irgendwas Göttliches glauben, ohne genau zu wissen, wieso - aber da werd ich doch nen Teufel tun, und ihnen ständig argumentativ die zweifelsohne vorhandene Unlogik in dieser Denkweise verdeutlichen. Ich meine, wers mag; meine Güte.
    Ich selbst bin Humanist, und glaube an das menschliche Potential und an eine bessere Zukunft... manchmal kommt mir das auch nicht viel wahrscheinlicher vor als die Existenz eines bärtigen Spaßvogels in einem Wolkenpalast. :mrgreen:
    Viel besser als das Ziel, Religionen abzuschaffen, finde ich da doch das Ziel, dass jeder tut was ihn glücklich macht, ohne Anderen dabei zu schaden. Das ist nochmal nen ganzen Zacken herausfordernder. Und das gefällt mir.


    Dazu fällt mir spontan John Lennon ein: Imagine ...

    Da denke ich an die South Park-Folge, in der genau das thematisiert wurde - die Menschen (Und Otter :mrgreen: ) der Zukunft haben sich dann darum bekriegt, wessen Ausrichtung des Atheismus die Beste ist; obwohl niemand so recht zu wissen schien, was der genaue Unterschied zwischen den einzelnen Gruppen war. Und ganz ehrlich; so unrealistisch ist dieser Gedanke nicht. :roll: Es geht halt immer irgendwie drum, wessen Weltanschauung die Bessere ist. Bevor diese Mentalität nicht weg ist, hat es auch keinen Sinn, die Religionen abzuschaffen... es gibt nämlich auch einen Haufen nicht-religiöse Weltanschauungen, wegen denen auch schon haufenweise Kriege entstanden sind.

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  • Zitat von Jack Sperrow


    Das sehe ich anders. Argumente der Wissenschaft kann man belegen, denn sie sind ( meist ) nachprüfbar, oder basieren zumindest auf einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit.


    Keine Wissenschaft(sphilosophie) kommt ohne Grundannahmen aus die als gegeben hingenommen werden müssen und prinzipiell nicht überprüfbar sind, sie (die Wisschenschaft) geht damit nur nicht so offen hausieren wie die Theisten.


    Zitat von Jack Sperrow


    Das ist halt auch der Grund, warum die Kirche immer mehr Anteile ihrer "intelligenten Mitglieder" verliert,....


    ...welche ihr Bedürfnis nach Spiritualität dann am großen Wühltisch der Esoterik befriedigen. :mrgreen: (Individualreligion)



    Ich habe mich oft gefragt, warum Religion und Wissenschaft so oft aneinander geraten, wo sie doch so völlig unterschiedliche Felder beackern. Die Wissenschaft fragt nach dem "Wie", die Religion nach dem "Warum". Lesch drückte es mal so aus: " Wenn das Universum ein Buch ist, dann kümmert sie die Wissenschaft um Fragen die mit der Entschlüsselung von Orthographie und Gammatik zusammenhängen, macht aber keine Aussagen über den Inhalt oder siene Bedeutung."


    ;)

    Believing ist seeing - not the other way around! All believes generate thier own self-perpetuating systems of support. They are all true, they are all real, they do all work. When individuals have found that one partikular system works for them, they create the assumption that therefore that's the only system that works, forgetting completely that before they found that system another system worked for them as well. What you get with a negative believe is a negative working system.

  • Zitat von "Klockenstoffen"

    Keine Wissenschaft(sphilosophie) kommt ohne Grundannahmen aus die als gegeben hingenommen werden müssen und prinzipiell nicht überprüfbar sind,


    Völlig richtig ! Aber auch teilweise völlig falsch :mrgreen: .
    Annahmen können revidiert, korrigiert, oder ersetzt werden, wie die Bezeichnung "Annahmen" schon impliziert ;) .
    Ohne Überprüfbarkeit der angenommenen Grundlagen, im Rahmen der zu der Zeit gegebenen Möglichkeiten, werden Annahmen gar nicht erst als Basisannahmen akzeptiert.
    Wenn sich bessere, bzw. genauere Möglichkeiten ergeben diese Annahmen zu prüfen , kann es zu einer Korrektur, bis hin zur Verwerfung der Theorie o.a. usw. kommen.
    Der Glauben und die Theologie gehen von unumstößlichen Dogmen aus, z.B. das Gott existiert, was unmöglich überprüfbar, oder gar beweisbar ist.
    Das Gegenteil spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Aber mit dem Unsinn: "Beweise doch, dass Gott nicht existiert", gehen die Theisten öfters hausieren ;) .
    Thelogie ist für mich persönlich, aus den oben genannten Gründen, keine Wissenschaft.


    Zitat von "Flockenstoffen"

    ..welche ihr Bedürfnis nach Spiritualität dann am großen Wühltisch der Esoterik befriedigen. :mrgreen: (Individualreligion)


    Du sollst nicht immer von dir aus gehen :mrgreen: .
    Aber die Möglichkeit, dass z.B. außerirdisches Leben existiert, ist mindestens genauso hoch ( wahrscheinlich höher ), wie die "Annahme" das Gott existiert :pope:


    Zitat von "Flockenstoffen"

    Die Wissenschaft fragt nach dem "Wie", die Religion nach dem "Warum".


    Das sehe ich ganz anders:
    Die Wissenschaft fragt zuerst nach dem "Wie", ehe sie im zweiten Schritt erst nach dem "Warum" fragt.


    Zitat von "Flockenstoffen"

    Lesch drückte es mal so aus: " Wenn das Universum ein Buch ist, dann kümmert sie die Wissenschaft um Fragen die mit der Entschlüsselung von Orthographie und Gammatik zusammenhängen, macht aber keine Aussagen über den Inhalt oder siene Bedeutung."


    Du triffst genau den Kern des Unterschiedes : Wissenschaft ~ Glauben/Theologie.
    Die Wissenschaft versucht zuerst zu entschlüsseln was in dem Buch steht, ehe sie überhaupt eine Aussage über den Inhalt, oder seine Bedeutung machen möchte.
    Der Glauben/die Theologie macht Aussagen über den Inhalt und die Bedeutung, ohne auch nur ansatzweise zu wissen, was überhaupt in dem Buch geschrieben steht.


    Welche der beiden Vorgehensweisen ist dabei nun wohl die Seriösere ? :ratlos:


    ;)
    Jack

  • Ist etwas OffTopic. Wollte es aber kurz loswerden.


    Es ist doch eigentlich alles eine Sache des Glaubens und wer an etwas, für ihn wichtiges, glaubt versucht auch meist andere davon zu überzeugen. Ein Psychologe könnte das sicher besser erklären. Was ich damit ausdrücken möchte ist folgendes:
    Wenn ich so mitbekomme wie über Betriebssysteme, Automarken, Kleidermarken usw diskutiert wird im sinne von, was ist besser was schlechter und WARUM dies und das besser ist, ist es auch eine Art Religion. Und jeder versucht den anderen von "seinem" zu überzeugen. Das resultiert dann in den üblichen Stammtischparolen usw.
    Es lässt sich also nicht auf den da oben Beschränken, sondern zieht sich eigentlich quer durch.



    Ich finde es pervers jemanden wegen seines Glaubens zu töten aber auch nur schon, Bekehren zu wollen. Was soll das, soll jeder glauben was an das was er will und vor allem für richtig hält, er soll nur andere damit in Ruhe lassen. Dann wäre die Welt um einiges ruhiger und friedlicher.
    Aber das können wir uns glaub abschminken, gibt ja mittlerweile genug Gläubige, welche krampfhaft versuchen anderen Ihren Glauben aufzudrücken, sogar unter Mordandrohung......


    SICK.......


    Gruss


    Kefrens


    PS: Will hier keine diskussion lostreten welche Glaubensrichtungen schon was verbrochen haben usw.....

  • Da ich selber in eine Glaubensrichtung hineingeboren wurde , welche keine anderen Glauben akzeptiert und eine Art Hirnwäsche das A & O ist , habe ich meine nicht egrade guten Erfahrungen was das Aufzwingen angeht.


    Ich lasse mich prinzipiell nicht mehr mit anderen Menschen ,egal ob Glaube oder Atheisten , auf eine Diskussion ein. Ich habe meinen Weg gefunden welchen ich gehen muss um mein Leben , welches doch sehr kurz ist oder sein kann , zu geniesssen......Atheisten halten ihren Weg für richtig , Gläubige ihren..........


    Dieses Aufzwingen einer Lebens oder Glaubensart find eich auch oft zwischen vegetariern (ich) und veganern. ..


    Was mich aber auch ziemlich auf die Palme bringen kann ist wenn mich jemand beschimpft oder mit erhobenem Zeigefinger droht.


  • Da denke ich an die South Park-Folge, in der genau das thematisiert wurde - die Menschen (Und Otter :mrgreen: ) der Zukunft haben sich dann darum bekriegt, wessen Ausrichtung des Atheismus die Beste ist; obwohl niemand so recht zu wissen schien, was der genaue Unterschied zwischen den einzelnen Gruppen war.


    Wenn ich mich recht erinnere war der große Unterschied, dass die Otter von ihren Bäuchen essen und die Menschen eben nicht. Wenn man keine wichtigen Dinge mehr hat, über die man Kriegführen kann, dann sucht man sich eben die unwichtigen aus. Wie mit dem typischen Streit zweier Familien, der irgendwann einmal mit einem zerbrochenen Spaten begonnen hat.


    Da ich nun aber schonmal hier angefangen habe zu schreiben, hier meine Ansicht: Es gibt verschiedene Klassen (IMHO) ich fange bei den Gläubigen mal an:




    Wirklich Gläubig:


    Leute die wirklich an ihre Religion glauben, sich mit ihr auseinender gesetzt und für sich selbst Antworten gefunden haben. Solche Leute sind mit sich selbst im Reinen und haben es nicht nötig andere zu bekehren.




    Typisch Gläubig:


    Rennen zwar wie die Lemminge jeden Sonntag in die Kirche / oder sonstiges Gotteshaus, haben aber noch nie ihre heilige Schrift gelesen. Diese Gattung der Gläubigen wollen gesehen werden und die Anerkennung für ihre Anwesenheit der Mitgläubigen bekommen. Ob ihr Glaube richtig oder falsche ist ist zweitrangig, weil sie entweder aufgrund ihrer Erziehung überhaupt nicht in der Lage sind ihre Religion kritisch zu betrachten, oder sie schlicht den Glauben an ein gütiges, übergeordnetes Wesen brauchen, weil sie sonst vor Angst und Verzweiflung eingehen würden.




    Der irgendwie Zweifelnde:


    Dies Art von Religionsanhänger ist meist ein Kind von "Typischen Gläubigen". Jünger und mit besserer Schulbildung und weniger stark in gesellschaftliche Normen gepresst beurteilt es kritisch seine Religion und enttarnt das Verhalten seiner Gemeindemitglieder oft als Fassade und Kurzsichtigkeit. Wenn es genügend Antrieb findet und sich zu diesem Schritt aufrappeln kann (es wird wahrscheinlich in Konflikt mit seinem Umfeld kommen) entwickelt sich aus ihm schnell der Atheist.




    Der streitlustige Atheist:


    Dieser Zweifler an der göttlichen Ordnung hat selbst noch nicht ganz zu sich selbst gefunden. Oft ist ihm das Konzept eines lenkenden Gottes zuwider, weil er als Freidenker über sein eigenes Leben bestimmen will. Andererseits hat er noch immer Angst, dass er sich vielleicht doch irrt und sein Seelenheil vielleicht durch Blasphemie verspielt. Durch diesen inneren Konflikt wird er leicht reizbar und streitlustig bei diesem Thema.




    Wirklich Ungläubige:


    Haben aufgrund ihrer Lebenserfahrung, der Geschichte etc. beschlossen, dass es keinen Gott geben kann. Sie sehen viele Gläubige als "dumm" an und machen sich oft nicht die Mühe ihnen noch irgendwas erzählen zu wollen... getreu dem Spruch: "Wenn die meinst dein Gott hat Dinosaurierknochen vergraben, um deinen Glauben zu testen und die Evolution eine Idee des Teufes für schwache Seelen ist... dann... nuja... viel Glück."




    So... meine Meinung. Bitte nicht alles ganz wörtlich und ernst nehmen, aber wenn ihr nachdenkt werdet ihr wohl zu jeder Gruppe einen Bekannten wissen der reinpasst. Diese Diskussion ist so alt wie Gott selbst (hmhmhm... Paradoxon^^) und es sind deswegen auch schon ein paar kleinere und größere Kriege geführt worden. Der Glaube heist Glaube weil mans nicht weiß... und jeder Gläubige sollte sich einfach bewusst sein, dass GLAUBEN auch bedeutet, dass man sich IRREN kann...


    In diesem Sinne.. cu




    syq

  • Ich denke dass es zwar eine Art Gott gibt, doch dass die Religionen rein gar nichts damit zu tun haben und den Namen nur für ihre zwecke missbrauchen.


    Ich für meinen Teil verabscheue die 3 großen Religionen Christentum, Judentum und den Islam.
    Im Namen der Kirche wurden unheimlich viele Verbrechen verübt die gern vergessen werden aber im Namen der Kirche verübt wurden. Und wenn man bedenkt dass die Bank des Vatikans von einem Amerikanischen Geheimdienst geführt wird, denke ich dass zumindest die oberen Reihen immer noch schlimme dinge tun. Der normal Christ hat damit natürlich nichts am Hut und kann auch nicht dafür belangt werden. Doch ist blinder Fanatismus in all diesen Religionen Hauptbestandteil und dass gehört für mich in die Sparte Charakterliche Fehler.
    Der Islam ist ein hasserfüllter Haufen von Menschen die sich selber und ihre Mitmenschen Missachten. Allein die Tötung von Christen in der Türkei die bis heute anhält ist erschreckend und abscheulich. Ebenso die Zwangsehen, das Steinigen von Frauen oder Ehrenmorde.
    Das ist der Alltag im Islam. Aber warum nicht überall? Warum sind im Iran (in dem Muslime und Juden friedlich mit einander leben) und Indonesien Muslime die rein gar nichts von all dem tun? Leider kann ich dass nicht beantworten, doch hier in Europa leben die Moslems der schlimmen Sorte und ich wäre für ein Islam freies Europa (abgesehen von der Türkei natürlich).
    Tja und dann noch die Juden, eine Religion und mittlerweile auch ein Volk (Israel). Die Juden wurden in ihrer Geschichte immer verfolgt gejagt getötet, warum? Leider kann ich das nicht besonders gut beantworten. Fakt ist dass der normale Jude ebenso wie der Christ nix schlimmes tut oder getan hat. Doch die Zionisten (die oberste Führung Israels) sind da ganz anders, die verbreiten Hass gegen den Islam, töten Muslime und kontrollieren in der heutigen Globalen Welt eine enorme Macht.
    Nicht dass sie nur Muslime im Gaza Streifen abschlachten weil ihnen ihr Land zu klein wird, nein sie führen auch mit ihren vorhandenen Atomwaffen ( von denen sie nie zugegeben haben dass sie welche besitzen) im nahen Osten eine Aggressive Politik gegen die Islamischen Länder. Und nicht ein Jude auf der Welt stellt sich dagegen. Wirklich nicht einer beanstandet das vorgehen ihrer Religiösen Führung.



    Für mich ist das Heidentum nur eine weitere Religion, Atheismus ebenso (immerhin glauben sie an die Wissenschaft).
    Religionen die an Gott glauben (was ja nicht alle tun) sind nur ein Deckmantel für Machtausübung, nicht um den Menschen Gotteswillen nahe zubringen, denn dass kann keine Religion tun, da niemand weiß was Gott (wer oder was auch immer Gott ist) denkt oder vor hat.
    Kein Gott ist es wert sein Leben mit jemanden zu verbringen den man nicht mag, auf Fleisch zu verzichten oder gar umgebracht zu werden. Natürlich gibt es immer MEnschen die darauf reinfallen werden, da sie Probleme haben die sie nicht allein bewältigen. Aber jedem sollte doch überlassen sein was er glauben möchte. Wenn er die Unwahrheit nicht sieht, ist es nicht an jemand anders ihm das mitzuteilen. Und es werden nicht gante Völker die anders denken deswegen auf Lebenszeit Höllenqualen ertragen.
    Leider hab ich voll vergessen worum es in dem Thread ging, also post ich einfach mal was , vllt bekomm ich ja endlich mal ne Antwort :)


    Mit freundlichem Gruß


    Flo_de_moe

  • doch hier in Europa leben die Moslems der schlimmen Sorte und ich wäre für ein Islam freies Europa (abgesehen von der Türkei natürlich).



    Dafuq am I reading?


    Wieviele Moslems kennst du? Und sind die Moslems die du evtl. aus deinem Bekannten-/Freundeskreis kennst dann Ausnahmen?
    Oder kennst du garkeine und definierst du diese Meinung über Medienberichte?


    Religionsinstitutionen bauen viel Scheiße. Je höher der Rang des Würdenträgers umso mehr Dreck am Stecken könnte man sagen. Aber ich denke man sollte
    deswegen nicht die Religionen ansich verteufeln. Ethik und Moral sind auch Werte die heilige Schriften und deren Religionen vermitteln.
    Es kommt immer darauf an was man mit den Mitteln tut die einem bereit gestellt werden. Du kannst eine Waffe zum Schutz haben oder damit Leute töten.
    Genauso kannst du eine Religion als Wegweiser für ein gutes Zusammenleben nutzen oder sie als Gewaltmittel missbrauchen.

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Wenn du wirklich in Polen wohnst kann ich das nicht beurteilen, aber in Städten wie Hamburg, Berlin, Frankfurt und dem Ruhrpott sind 80% der Wiederholungstäter (ab 8 oder 10 schweren Straftaten) Araber oder Türken.
    In Frankreich wird das nur noch durch Farbige Gangs erweitert. Ich kenne genug und leider würde ich nicht einen davon als Freund ansehn. Doch weiß ich auch das die Generationen die in den 60 oder 70er Jahren zu uns gekommen sind absolut korrekt sind.
    Leider ist dies heute nicht mehr der Fall.


    Wie nutzt du eine Waffe denn zum Schutz? Musst du damit nicht auch jemanden verletzen?
    Ich halte nichts von unseren Religionen, der Hinduismus oder Buddhismus zum Beispiel ist gänzlich anders gelagert und hat in meinen Augen von der Konstitution her mehr Sinn.


    :) Mfg

  • Die 1. Generation teils muslimischer Migranten waren jene Klischeebehafteten Hilfsarbeiter die bei uns keine Chance hatten höhere Positionen zu bekommen, woraufhin die zweite Generation versucht hat was zu erreichen. Größtenteils wurden sie aber aufgrund ihrer Herkunft nur wieder als Ausländer und Billigarbeiter einsortiert und haben den Hut drauf geschmissen, und die dritte Generation jetzt, versuchts erst garnicht und baut teilweise Sch****.


    Soviel zu den arbeitslosen Kriminellen Migranten.


    Arabischstämmige und Türkischstämmige Kriminelle sind nunmal Araber und Türken, und ihre Konfession als Moslem, hat damit eigentlich nicht viel zu tun.


    Anders natürlich die Islamisten. Aber gut...fanatische Christen/Protestanten gibts auch. Siehe Irland und ganz besonders zu empfehlen sei die Doku über das Jesuscamp in den USA.


    ...


    Im Namen des Buddhismus wurden genug Kriege geführt übrigens. Und die verschiedenen Auslegungen und Lehren des Buddhismus vertragen sich untereinander auch nicht sonderlich.
    Hinduismus ergibt für dich mehr Sinn, mit seinem strikten Kastensystem? Interessant...

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  • Ich rede von den Menschen wie sie sich geben, was ihre Chancen angeht hast du bestimmt recht, das interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht.
    Mir geht es um die Personen, sie haben sich Integriert, deutsch gelernt und ordentlich benommen.
    Heute ist das nicht mehr so.


    Und ich meine ALLER Wiederholungstäter! davon sind 80% in den genanten Regionen Araber und Türken und es hat etwas mit ihrer Muslimischen Ausrichtung zu tun, welche das jetzt sind weiß ich aus dem Kopf nicht.


    Ich sage nicht das es keine radikalen Christen gibt^^. Doch sind dort keine Pedophilenzwangsheiraten oder Steinigungen an der Tagesordnung.


    In Buddhas Lehren wurde bisher keine einzige Rechtfertigung für Gewaltausübung gefunden ( und es gibt ein paar Tausend davon).
    Und in der Geschichte des Buddhismus gab es bisher auch keinen buddhistich begründeten Angriffskrieg. Ob zur Missionierung oder zur Ausweitung des Einfluss Gebietes. Es gab lediglich Kriege unter einigen Schulen.
    Also ist das Quark^^.
    Kastensystem ist besser als Zwangsheirat oder Ehrenmord ^^. Aber ok ich zieh Hinduismus zurück wenn es dir genehm ist. Da meine Kenntnisse dort leider nicht so ausgeprägt sind.


    Mfg Flo

  • Natürlich sollte kein Atheist o.Ä. jemand anderem seinen Willen aufzwingen - aber nur durch "Leben und leben lassen" wird sich auch nie etwas verändern.


    Ja und was machen Eltern mit ihren Kindern? Kinder werden in ein -tum hineingeboren, bekommen den jeweiligen Glauben derart implementiert das es kaum noch ein Entkommen gibt. Da gilt auch nicht ''Leben und leben lassen'', die jeweiligen Eltern haben warscheinlich dasselbe erfahren und geben den Kreislauf der Engstirnigkeit weiter. Leider ist nur wenigen Menschen bewusst wie stark man ein Kind im jungen Alter beeinflussen kann, als Erwachsener hingegen kann man sich jederzeit einer Diskussion entziehen. Durch ''leben und leben lassen'' würde sich in der Beziehung einiges ändern.


    Kommt so ein Glockenprügler an meine Tür sag ich ihm höflich das er dahin gehen soll wo er hergekommen ist. Etwas erzwingen kann man sowieso nicht, zwingen bedeutet keine Wahl zu lassen, dass tun weder Atheisten noch Gläubige.


    Kirche und Staat, nicht aber Kirchenstaat.