Der Vorfall am Djatlow-Pass

  • Der Vorfall


    Anfang des Jahres 1959 wurde in Jekaterinenburg (damals noch unter dem Namen Swerdlowsk) eine Gruppe für eine Skilanglauf-Expedition zusammengestellt, die den Berg Otorte im Ural zum Ziel hatte. Die Gruppe bestand aus 8 Männern und 2 Frauen:


    Igor Dyatlov, 23 Jahre (Student, Leiter der Expedition)
    Zinaida Kolmogorova, 22 Jahre (Studentin)
    Lyudmila Dubinina, 21 Jahre (Studentin)
    Alexander Kolevatov, 25 Jahre (Student)
    Rustem Slobodin, 23 Jahre (Student)
    Georgyi Krivonischenko, 24 Jahre (Absolvent)
    Yuri Doroshenko, 21 Jahre (Absolvent)
    Nikolai Tibo-Brinyol, 24 Jahre (Absolvent)
    Alexander Zolotarev, 37 Jahre
    Yuri Yudin
    Zum überwiegenden Teil waren sie Studenten oder Absolventen des polytechnischen Instituts des Urals, die sich durch die Expedition einen besseren Abschluss Ihres Sportstudiums erhofften. Alle waren erfahrene Skilangläufer und Kletterer.



    Am 25. Januar 1959 erreichte die Gruppe den Ort Iwdel mit dem Zug, um direkt im Anschluss per LKW weiter nach Vishay zu fahren, einer kleinen Siedlung vor den Bergen des Urals, die als Ausgangspunkt der Expedition dienen sollte. Von hier aus hatte die Gruppe einen ? km langen Marsch nach Nordwesten vor sich. Die Strecke war zu dieser Jahreszeit als Kategorie 3 eingestuft, die schwierigste. Am 27. Januar begann die Gruppe schließlich ihre Wanderung. Doch schon am darauffolgenden Tag musste Yuri Yudin die Gruppe wegen gesundheitlicher Probleme verlassen und kehrte wieder nach Vishay zurück. Er sollte der letzte sein, der die verbleibenen 9 Gruppenmitglieder lebend gesehen hatte.



    Es war geplant, dass der Leiter der Gruppe Igor Dyatlov von Vishay an seinen Sportverein telegraphieren sollte, sobald die Gruppe von Ihrer Expedition zurückgekehrt war, was ursprünglich für den 12. Februar geplant war. Zunächst machte sich jedoch niemand Sorgen, als der 12. Februar ohne Nachricht von der Gruppe verstrich, da es häufig zu Verzögerungen bei solchen Expeditionen kam. Yudin sagte später außerdem aus, dass Dyatlov ihm vor seiner Umkehr mitgeteilt habe, dass er davon ausgehe, einige Tage länger als geplant für die Route zu benötigen. Am 20. Februar erwirkten schließlich einige Angehörige, dass das Institut eine Gruppe freiwilliger Studenten zusammenstellen ließ, die die vermisste Gruppe suchen sollte. Später beteiligten sich außerdem die Polizei und die Armee mit Hubschraubern und Flugzeugen an der Suchaktion.



    Am 26. Februar fanden die Suchtrupps schließlich ein Zelt am Hang des Berges Kholat Syakhl, etwa 10 km südlich vom Otorten (siehe untere Abbildung, Position Z – die Bergspitze links davon markiert den Kholat Syakhl). Das Zelt gehörte der vermissten Gruppe, doch es war verlassen und größtenteils zerstört. Außerdem hatten die Mitglieder anscheinend ihre gesamte Ausrüstung hier zurückgelassen.



    Schon das Zelt und dessen Fundort gaben erste Rätsel auf. Aus Tagebüchern der Gruppe, die in dem Zelt gefunden wurden, geht hervor, dass die Gruppe am 31. Januar nach Wanderung entlang des Flusses Auspii unten im geschützten Tal ein Versorgungslager errichtete (siehe obige Abbildung, Position V, grob geschätzt), um nicht die gesamte Ausrüstung mit in die Berge nehmen zu müssen. Nachdem man dort die Nacht verbrachte, machte man sich am 1. Februar auf in die Berge. Sinnvoll wäre nun gewesen das Gebirge durch den Gebirgspass (entlang der gestrichelten Linie) zu durchqueren, um in der folgenden Nacht die Zelte wieder in den schützenden Wäldern auf der Gegenseite zu verbringen. Stattdessen lief die Gruppe fast geradewegs den Kholat Syakhl hinauf und errichtete ihr Lager völlig ungeschützt an dessen Hang. In den Tagebüchern findet sich keine Begründung für diese eigenwillige Route. Eventuell hatte sich die Sicht durch einen Schneesturm derart verschlechtert, dass die Gruppe die Orientierung verlor und ihren Fehler zu spät bemerkte.




    Oben: die letzten beiden Bilder vor der Katastrophe



    Bei der Untersuchung des Zeltes stellte sich zudem heraus, dass es von innen her an mehreren Stellen aufgeschlitzt worden war. Da das Zelt auch jederzeit über den normalen Ausgang hätte verlassen werden können, sprach alles dafür, dass die Gruppe das Zelt in großer Panik fluchtartig verlassen haben musste. Vom Zelt aus führten 8 oder 9 verschiedene Fußspuren, die durch Vergleich den Mitgliedern der Gruppe zugeordnet werden konnten, nach Nordosten geradewegs den Hang hinab, die jedoch nach 500 m endeten, da sie dort mittlerweile vom Schnee überweht worden waren.




    Nachdem man jedoch der Richtung etwa einen weiteren Kilometer gefolgt war, fand der Suchtrupp direkt an der Baumgrenze unter einer mächtigen Kiefer die Leichen von Krivonischenko und Doroshenko (Position 4). Beide trugen bis auf etwas Unterwäsche keine Kleidung an sich. In unmittelbarer Nähe zu ihnen fanden sich die Überreste eines Feuers. Außerdem sah es so aus, als wäre jemand die Kiefer hinaufgeklettert. Bei der weiteren Suche fand man drei weitere Leichen auf dem Weg zwischen dem Lager und der Kiefer. 300 m von der Kiefer entfernt fand man den Expeditionsleiter Dyatlov (Position 3), 480 m entfernt Slobodin (Position 2) und 630 m entfernt Kolmogorova (Position 1). Die Suchtrupps berichteten, dass die Körperhaltung der Leichen vermuten ließ, dass sie versucht hätten zum Lager zurückzukehren. Auch sie trugen kaum Kleidung an sic. (laut den google-übersetzten, angeblich originalen Ausschnitten aus dem Untersuchungsbericht in Anna Matveyevas semifiktionaler Geschichte „Dyatlov pass“ waren die drei Mitglieder relativ warm gekleidet, nur ohne Schuhe gefunden worden; die ursprüngliche Aussage ist damit zumindest zweifelhaft)






    Während die verbleibenden 4 Mitglieder weiterhin als vermisst galten, begann man die gefundenen 5 Leichen gerichtsmedizinisch zu untersuchen. Keine der Leichen wies eine äußere Verletzung auf außer einigen Schrammen irgendeine Verletzung auf; lediglich Slobodins Schädel hatte eine kleinere Fraktur etwa 17 cm lange Fraktur, was jedoch von den Gerichtsmedizinern als Todesursache ausgeschlossen wurde. Als offizielle Todesursache wurde bei allen 5 Personen daher Unterkühlung festgestellt. Der Tod war etwa 6 bis 8 Stunden nach ihrer letzten Mahlzeit eingetreten.



    Erst am 4. Mai fand man auch die Leichen der 4 verbleibenden Mitglieder. Sie waren unter einer 4 Meter dicken Schneedecke 75m weiter ins Tal hinab begraben (Position 5). Sie waren etwas besser gekleidet, wobei sich ihre Kleidung teilweise aus Fetzen der Kleidung anderer Mitglieder zusammensetzte. Zolotarev trug Dubininas Pelzmantel, Dubininas Füße waren in Fetzen von Krivonischenkos Hose gehüllt. Während bei Kolevatov ebenso wie bei den anderen 5 Mitgliedern Unterkühlung als Todesursache festgestellt wurde, wiesen die anderen 3 schwerste innere Verletzungen auf. Tibo-Brinyols Schädel war regelrecht zertrümmert, Dubinina und Zolotarev hatten mehrere gebrochene Rippen. Auch sie wiesen jedoch keine keinerlei äußere Verletzungen auf, so als wären die Brüche durch eine starke Druckeinwirkung entstanden. Außerdem soll Dubininas Zunge gefehlt haben.




    Theorien zum Vorfall


    Eine Theorie, die die Polizei offiziell untersuchte, war die, dass Angehörige des Mansenvolkes die Gruppe angegriffen hatten, weil sie sich auf geheiligtem Boden befand. Die Theorie wurde jedoch schnell wieder verworfen, da es in diesem Gebiet keinen geheiligten Boden der Mansen gab und nichts rund um das Zelt oder um die Fundorte der Leichen auf die Anwesenheit weiterer Menschen schließen ließ. Der Fall wurde daraufhin nach wenigen Monaten wegen eines fehlenden Schuldigen eingestellt. Die Akten wurden zunächst vertraulich behandelt und schließlich in den 90ern veröffentlicht (einige wenige Teile sollen jedoch fehlen).



    Der aufgebrachten Bevölkerung in der Region erklärte man, der Tod der Gruppenmitglieder sei auf eigene Fehler und eine schlechte Organisation der Expedition seitens des Sportvereins zurückzuführen. Doch es wirkt abseits jeder Logik, wieso 9 Menschen anscheinend mitten in der Nacht (das würde ihre spärliche Bekleidung erklären) bei geschätzten -30 °C Außentemperatur ohne ersichtlichen Grund in Panik ihr Zelt verlassen und ohne Ausrüstung 1,5 km den Berg hinunterlaufen sollten.


    ENDE 1. TEIL

    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • TEIL 2


    Daher stellten verschiedene Personengruppen in der Folge ihre eigenen Erklärungen für den Vorfall auf, die wie immer bei solchen Mysterien eine Bandbreite bis hin zur Involvierung von Außerirdischen aufweisen.


    Die eine Theorie geht von militärischen Test aus. Diese Theorie stützt sich in der Hauptsache auf 3 inoffizielle Aussagen. Zum einen wollen die Angehörigen der Verstorbenen ausgesagt haben, dass sie bei der Beerdigung eine merkwürdige Orangefärbung der Haut und fast völlig ergraute Haare bei den Opfern bemerkt haben wollen. Weiterhin will ein Mitglied des Suchtrupps ausgesagt haben, dass er auf seinem Dosimeter eine erhöhte radioaktive Strahlenbelastung in der Gegend gemessen haben will. Daraufhin sollen die Leichen auf Radioaktivität hin untersucht worden sein, wobei einige Kleidungsstücke eine erhöhte Strahlung aufgewiesen haben sollen. Die Ergebnisse fehlen jedoch in dem endgültigen Bericht. Bei dieser Aussage stellt sich die Frage, wieso der Suchtrupp überhaupt ein Dosimeter mit auf die Suche nahm und wie hoch die angebliche Strahlung überhaupt war. Bei dem damals noch relativ lockeren Umgang mit radioaktiven Stoffen, mögen diese vielleicht schon von Anfang an in der Kleidung verarbeitet gewesen sein (bspw. in Farbstoffen), weshalb auch nur diese Kleidungsstücke die Radioaktivität aufwiesen. Und zu guter letzt wollen mehrere Augenzeugen orangefarbene Kugeln am Nachthimmel in der Zeit von Februar bis März gesehen haben. Eine Wandergruppe, die sich etwa 50 km von der Gruppe entfernt befand, will solch eine Erscheinung auch in jener Nacht in Richtung des Kholat Syakhl beobachtet haben und ein Mitglied des Suchtrupps berichtet von einer solchen Erscheinung am 31. März. Eine besonders große Häufigkeit von Meteoritenschauern in diesem Zeitraum könnte diese Erscheinungen erklären.



    Die Frage ist auch, was für eine militärische Aktion den Vorfall verursacht haben soll. Selbst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion will niemand etwas von militärischen Tests oder einer Anlage in dieser Gegend wissen. Es scheint auch zweifelhaft, wieso in dieser öffentlich zugänglichen Gegend militärische Test durchgeführt werden sollten, wenn die Sowjetunion genügend Sperrgebiete dafür besaß. Auch wenn diese Theorie viele Befürworter hat, bleibt sie trotzdem irgendwie unbefriedigend und spekulativ.


    Die andere Theorie besagt, dass sich oberhalb des Lagers am Kholat Syakhl eine Lawine gelöst habe, die die Gruppe unter sich begraben habe. Die inneren Verletzungen der drei Mitglieder könnten danach von den Schneemassen verursacht worden sein und das Zelt aufgeschnitten worden sein, weil der normale Ausgang zu diesem Zeitpunkt verschüttet war. Wenn sie sich jedoch alle aus dem Zelt befreien konnten, stellt sich die Frage, wieso dann keine Zeit mehr dafür war, die überlebensnotwendige Kleidung mitzunehmen. Wenn sich außerdem die Verletzungen bereits oben am Zelt ereignet haben, stellt sich die Frage, wieso gerade die verletzten Mitglieder (Tibo-Brinyol hätte der Schädelfraktur zur Folge bewusstlos sein müssen) den weitesten Weg vom Zelt zurückgelegt haben. Auch diese Theorie weist also Widersprüche auf.


    Quelle: http://blog.rotering-net.de/th…/der-dyatlov-pass-vorfall


    Einige gehen von einem Angriff von Aliens aus, vor allem die teilweise verstümmelten Leichen und die hohe Dosis an Radioaktivität unterstützen laut UFO- Gläubigen diese Theorie. Abgesehen davon sollen die Leichnahme auch eine seltsame braune Hautverfärbung aufgewiesen haben, einige waren scheinbar vor ihrem Tod sprunghaft gealtert. Dieser Fall ist jedenfalls relativ seltsam und konnte bis heute nicht aufgeklärt werden, vor allem das letzte Bild welches mit der Kamera des Teams geschossen wurde sorgt für Kontroversen.



    Was haltet ihr von diesem Vorfall ? Waren es wirklich extraterrestrische Besucher oder kann dieses tragische Geschehen auf logische Art und Weise erklärt werden ?

    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • Hallo Animus,


    das hast du sehr schön und ausführlich berichtet hier. Wenn das mal alle so tun würden, seufz.


    In der Tat ist das ganze sehr rätselhaft. Was mir dabei jetzt als erstes in den Sinn kam waren keine Außerirdischen oder äußeren Einflussnahmen, sondern simpel, Mutterkorn. Mutterkornvergiftungen kommen auch heute immer noch vor. Und im Russland der 60er und 70er Jahre möchte ich mich so weit aus dem Fenster lehnen das es dort häufiger war. Der Expeditionstrupp hat ja Ausrüstung und Verpflegung mitgehabt, so das die Chance sehr groß war das sich alle Teilnehmer vergifteten.
    Dazu passt auch das "merkwürdige" Gebaren der gefundenen Leichen. Das Gift des Mutterkorns ist, simpel, LSD. Und eine negative Eigenschaft des LSD Trips ist die Möglichkeit einen Horrortrip zu fahren und fürchterliche Halluzinationen zu erleben. Außerdem blendet LSD das Schmerz- und Kälteempfinden aus und schaltet das logische Denken aus. Die Konsequenzen dessen passen sehr gut zu der Auffindesituation.
    Vergleichbar hierzu sind die sogenannten "Geisterschiffe", Schiffe die auf offener See treibend vorgefunden wurden, verlassen von ihrer Mannschaft. Auch hier nimmt man an, das es sich um Mutterkornvergiftungen handelt. Umso mehr, als das solche Vorkomnisse heutzutage kaum mehr stattfinden.
    Durch bessere Erntekontrolle in den Industrienationen werden solche Vergiftungen quasi zu 100% verhindert. Lediglich in ländlichen Gegenden kommen sie immer noch vor, und werden dort oft mit der Tollwut verglichen.
    Die erhöhte Radioaktivität, sofern es sie denn gab, kann natürlich vielerlei Ursachen haben. Als Skeptiker nehme ich da allerdings als erstes die natürlichsten Ursachen an statt der Außerirdischen. Als da wären natürliche Radioaktivität, es gibt genug Gegenden auf der Erde wo natürlich strahlendes Material oder Gas aus dem Boden tritt oder Kontamination durch Test innerhalb der damaligen Sowjetunion.


    Was mich wundert ist, das es sich um Studenten der Polytechnischen Universität handelt, die ihr "Sport"-Studium verbessen wollten. Sportstudenten wären an der Staatlichen Universität in Tomsk zu finden gewesen. An der Polytechnischen Universität hingegen werden Ingenieure, Techniker, Physiker usw. ausgebildet. Und diese haben, wen wundert es, mehr mit Radioaktivität, gerade zu den damaligen Zeiten, zu tun als Sportstudenten.
    Handelt es sich jetzt also um Sportstudenten und das Institut ist falsch? Oder waren es technische Studenten die Sport trieben? Viele Dinge die wie so oft bei solch misteriösen Geschichten ungenau dargestellt oder sogar offen sind. Und wo immer man keine Fakten hat ist der Raum offen für Spekulationen und eben auch für die so oft bemühten "Außerirdischen".

  • Hallo zusammen,


    Mutterkorn klingt, natürlich nach einer weiteren Möglichkeit. Was mir persönlich dann aber fehlt, sind die Verletzungen, besonders die Inneren. Was erklärt diese ?
    Eventuell könnte man eine Lawine UND den "Mutterkorn Trip" zusammenfügen. Dies erklärt dann vielleicht die Art der Verletzungen und die seltsame Kleidung der Opfer.


    Was aber erklärt die Hautfarbe und das plötzliche altern UND die Radioaktivität ? Leider weiss man nicht wie hoch die Strahlung gewesen ist. Wäre noch wichtig zu wissen.


    Vielleicht lagen die Leichen kurz nach dem "Ereignis" alle recht nahe beieinander und sind später durch eine Lawine verstreut worden, da wirken unglaubliche Kräfte und diese würden die Verletzungen erklären.


    Das mit Ausserirdischen ist natürlich sehr schnell mal im Spiel.... Wenn man was nicht erklären kann und auch keinen Sinn ergibt, nimmt man halt die Ausserirdischen.


    Ich persönlich bin der Meinung das es "eine Verkettung unglücklicher (irdischer) Umstände" war. Nur was genau, wird man wohl nicht mehr erfahren.


    Gruss


    Kefrens


    PS: Guter Bericht im übrigen !

  • Über diesen Fall habe ich in Ancient Aliens schon gehört und das ganze klingt schon sehr Mysteriös und Gruselig zugleich.Ich denke mal da der Fall nie geklärt wurde wird es in Zukunft dabei bleiben solange keiner wieder die Akten eröffnet.


    http://www.ufos-co.de/news_art…/article.php?storyid=1391


    Hier gibt es einen ähnlichen Fall diesmal aus USA.


    PS: Gibt es überhaupt eine Doku diesbezüglich?

  • Gut dokumentierter Bericht, Animus. Danke !

    Ich denke auch, dass es eine Verkettung unglücklicher, irdischer Vorkommnisse war.
    Eine Vergiftung im Zusammenhang mit einer "kleinen" Lawine, die den "Horrortrip" dann ausgelöst hat, welcher dann in einer panikartigen Flucht endete.
    Wenn dann noch, zu der Zeit, ein Schneesturm war, dann würde sich erklären, dass keiner den Rückweg ins Zelt gefunden hat.
    Bei -30°C ist dann ein Erfrieren in völliger Orientierungslosigkeit und teilweise minimal bekleidet, fast schon eine logische Folge sollte man meinen.
    Lt. Statistik sterben nach einer Lawine im Schnitt "nur" ca. 10% der Betroffenen vor Ort an ihren Verletzungen.
    Was auch hier fast zu zutreffen scheint.


    Was noch unklar ist: Was, oder wer ist auf dem Foto?
    Und warum sind die am schwersten Verletzten, am weitesten entfernt und tragen Kleidungsstücke der Anderen?


    Jack

  • Der Fall ist durchaus mysteriös, an Aliens glaube ich jedoch auch nicht :P


    Jedoch kann auch die Idee der Mutterkornvergiftung den Fall nicht annähernd aufklären, man beachte die Verletzungen sowie recht seltsamen Umstände ihres Ablebens.


    edit: vor allem die entfernte Zunge mach stutzig.

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  • Ich finde die Mutterkorntheorie klasse.


    Die Verletzungen, sowie die abgetrennte Zunge, koennten sich meiner Meinung nach im Verlauf des Trips eregnet haben.



    Einer geriet in Panik, schnitt das Zelt auf, schrie rum. Die anderen ließen sich anstecken.


    Wer weiß, was sie im Laufe ihres Trips gesehen haben. Unter anderem auch ineinander.

  • Die Mutterkornvergiftung liegt schon nahe, aber es wurden nicht die typischen äußeren Symptome einer solchen festgestellt: schwarze Finger, Zehen und Nasen, in Folge von ausbleibender Durchblutung durch Gefäßverengung.


    Eine Hypothermie löst z.B. die sogenannte Kälteidiotie aus, sobald die Körpertemperatur unter 32°C sinkt.
    Zitat Wikipedia:

    Zitat

    Kälteidiotie ist der rechtsmedizinische Ausdruck für eine Wahnvorstellung, die ein Erfrierender erlebt. Der Betroffene bildet sich ein, dass ihm heiß ist, und zieht sich aus, obwohl sein Körper bereits stark unterkühlt ist.
    Die Kälteidiotie tritt auf, wenn die Körperkerntemperatur unter 32 °C sinkt. Ein Erfrierender ist in diesem Stadium nicht mehr in der Lage, sich selbst zu retten.


    Da die entnommenen Organe zwar einer Untersuchung zugeführt wurden, die aber nie veröffentlicht wurde, ist bis heute unbekannt, ob auf Hypothermie hindeutende Wischnewsky-Flecken an den Organen gefunden wurden.
    Die offizielle Todesursache lautete jedenfalls: Hypothermie


  • Besonders der eine unterstrichene Satz erhöht noch einmal leicht den "mystery Faktor" ;)


    :lookthere:Unglück am Djatlow-Pass


    Jack

  • Wie kann das sein das der Juri Judin nichts wusste was da passiert ist er war doch an der Expedition beteiligt?


    In diesem Fall hilft es sich meinen Beitrag ganz durchzulesen.
    Yuri hat die Gruppe vor den Ereignissen aufgrund gesundheitlicher Probleme verlassen, er konnte überhaupt nicht wissen was passiert ist.

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  • Hallo Obsidienne,


    die Verfärbung der Finger und Nasen findet aber nur beim wirklichen Sterben durch eine Mutterkornvergiftung statt. Ich gehe von einer Vergiftung aus, die zwar Halluzinationen hervor rief, aber nicht unmittelbar zum Tode führte.
    Was die Verletzungen angeht, Menschen unter Drogeneinfluss haben durch das ausgeschaltete Schmerzempfinden eine hohe Tendenz sich auch selbst zu verletzen oder erlittene Verletzungen nicht zu bemerken.
    Zum Thema Radioaktivität habe ich etwas geschrieben, die "angebliche" Verfärbung ist schwer in den Kontext zu packen, aber es wird ja ausdrücklich darauf hingewiesen das die Äußerungen hierzu erst später getätigt wurden und es sich hierbei nicht um die Primärbeschreibung handelt. Und wie immer, wenn Menschen etwas weiter zu erzählen, wird das ausgeschmückt, das "Stille-Post-Prinzip".

  • Naja, zur fehlenden Zunge fällt mir spontan der eventuelle Trip ein und zusätzlich ein Unfall oder Tier.


    Unfall wäre so zu erklären das er sich die Zunge "versehentlich" abgebissen hat, vielleicht durch hinfallen (vielleicht im Trip) oder Lawinenunfall.


    Leider existieren keine Bilder, aber eventuell ist es auch möglich das die Zunge durch ein Tier abgebissen worden ist, den die Leichen lagen ja einige Zeit unentdeckt "herum". Durch die tiefen Temperaturen ist es sicher möglich das der Mund aus irgendeinem Grund offen blieb. Und durch die Leichenstarre schliesst er sich auch nicht mehr, bin aber kein Mediziner.


    Für mich hat es den Anschein als hätte es ganz irdische Gründe. Und der Satz mit der "unbekannten Kraft" klingt ja nicht gleich nach Aliens. Unbekannt ist nicht gleich Aliens.... zumindest für mich nicht. Unbekannt ist es eben weil man nicht weiss was für eine Kraft es ausgelöst haben könnte. Es könnte durchaus die Kraft der Lawine gewesen sein, aber man weiss es eben nicht. Ausserdem sind solche Sätze immer relativ gefährlich, den Alien Fans klammern sich sofort an das Wort :)


    Viele Grüsse


    Kefrens

  • Hätte man eine Mutterkornvergiftung nicht bei der Obduktion feststellen müssen? Soweit ich weiß bleiben Gifte nach dem Tod doch im Körper?!


    Und das mit der Lawine finde ich auch unwahrscheinlich, weil das Zelt frei zugänglich und nicht verschüttet war.

  • der Vorfall am Dyatlov-Pass wird verilmt und kommt noch 2012 in die Kinos!!!


    http://www.giantfreakinrobot.c…ncident-movie-poster.html



    Trailer.


    http://www.youtube.com/watch?v=hgcnj_jYrOY



    Die Dreharbeiten gingen bereits los!


    http://www.bloody-disgusting.com/news/28291


    Der Trailer ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Er wurde bereits 2011 auf YT gepostet – und das, obwohl die Dreharbeiten noch nicht mal begonnen hatten!

  • Hi Leute, also auf dem letzten Bild das mit der Cam der Truppe aufgenommen wurde erkenne ich ein Zelt in der Mitte des Bildes außerdem noch ein Lagerfeuer im Hintergrund und durch das Licht des Feuers angestrahlter aufsteigender Rauch. Außerdem noch ein Licht im bereich des Zeltes das ich nicht genau einordnen kann.


    Es könnte sich um eine Spiegelung oder eine Überbelichtung des Films handeln, da es zu dem Zeitpunkt an dem das Bild gemacht wurde bereits dunkeler gewesen sein muss da man sonst nich den Lichtschein des Feuers im Rauch erkennen könnte.


    oder aber es ist eine Laterne im Zelt oder am Zelt.


    Achja danke für den Beitrag hat mich wirklich mitgerissen und mich zum nachdenken angeregt.


    Lg Rexr

  • Kann hier eigentlich jemand Russisch lesen und versthen?
    Hier sind nämlich einige Originaldokumente zu dem Vorfall. Unter anderem auch der Bericht über die gemessene Radioaktivität.


    Hier noch ein ausführlicher Bericht (auf Englisch), der die Autopsieberichte der einzelnen Teilnehmer beinhaltet.


    Danach sind diejenigen, die entkleidet gefunden wurden, als erste gestorben. Die restlichen Gruppenmitglieder haben sich von den Toten die Kleidung genommen und sich angezogen. Zum Teil wurden die Kleider mit Messern von den Toten geschnitten. Das heißt also, dass sich niemand selbst entkleidet hat.


    Bis die Leichen gefunden wurden lagen sie schon tagelang, der Natur ausgesetzt herum. Zum Teil auch in Strömen von Schmelzwasser. Wenn da zwischendurch die Sonne geschienen hat, würde das die Hautverfärbungen erklären. Fehlende Teile des Körpers können durchaus von Tieren geholt worden sein. *lecker würg*


    Der Bericht ist ganz aufschlussreich und kann ein paar Puzzleteilchen zu dem Rätsel ergänzen.

  • Hallo liebe Leute!


    Ich habe in den vergangenen zwei Wochen dieses Thema hier ein wenig verfolgt und parallel dazu auch in anderen Foren gestöbert. Etwas wirklich Aufschlussreiches konnte ich auch dort nicht finden. Ich habe mir einmal die bekannten Fakten ein wenig genauer angesehen und diese versucht ein bisschen zu durchleuchten bzw. zu begründen und in Zusammenhang zu bringen. Und so habe ich mir zu diesem überaus tragischen, aber auch wahnsinnig interessanten Fall eine eigene Theorie zusammengeschustert. Ob etwas dran sein könnte, lasse ich aber auch schon wieder im Raum stehen.


    Nun ja, hier also zu meinen Gedanken…
    Extraterrestrische Mächte in Form von Ufos, Aliens o.ä. kommen für mich nicht in Frage. Ich will so etwas zwar nicht strikt ausschließen, aber die Wahrscheinlichkeit halte ich doch für verschwindend gering.
    Den Ansatz, dass Alkohol oder Drogen konsumiert wurden, klingt zwar nicht abwegig, da es sich um Studenten handelt und man hier einen relativ lockeren Zu- und Umgang mit Alkohol und Drogen ahnen kann. In diesem Fall glaube ich aber, dass sich diese Leute bewusst waren, dass sich diese Tour unter Umständen auch schwierig gestalten kann und dort solche Sachen absolut fehl am Platz sind. Hier würde ich aber das Thema Mutterkorn durchaus ins Spiel bringen. Das man im Verlauf so eines Trips wahnsinnige Dinge macht, sein Zelt von innen aufschlitzt und in seinen Kameraden plötzlich völlig andere Wesen sieht, halte ich für absolut plausibel.


    Dazu kommt das Thema Lawine. Auch das hört sich für mich irgendwo nachvollziehbar an. Da kann es doch ganz gut möglich sein, dass einerseits entsetzliche Panik ausbricht und diverse Verletzungen (sowohl durch die Lawine selbst, als auch versehentlich durch seine Kameraden) auftreten. Die mysteriöse abgebissene Zunge könnte ich mir da schon ganz gut erklären. Gesichtsverletzungen, Abschürfungen und Rippenbrüche ebenso. Da wären nun aber ein paar Dinge, die ich in anderen Foren ausgemacht habe. Die Thematik war, ob das Gelände im Bereich des Zeltes überhaupt lawinengefährlich ist. Diese Leute waren laut Berichten erfahren. Somit würde ich sagen, dass man seinen Schlafplatz nicht gerade an einem Ort errichtet, wo Lawinen zu erwarten sind. Aber gut, über die genauen Begebenheiten wie Hangneigung, Schneeverhältnisse usw. habe ich einerseits zu wenig Informationen und andererseits auch zu wenig Ahnung. Aber vielleicht hat jemand von euch irgendwelche Infos dazu. Es wurde auch diskutiert, wieso das Zelt im Falle einer Lawine nicht verschüttet worden ist? Kann es vielleicht sein, dass das Zelt wie eine Art Schlauchboot auf der Lawine „aufgeschwommen“ ist? Offenbar wirkt so eine Lawine ziemlich „flüssig“ oder „fließend“ – so wird Lawinenopfern empfohlen, sich mittels Schwimmbewegungen über der Lawine zu halten. Vielleicht kann auch hierzu noch jemand von euch etwas Schlaues beitragen. Weitere Theorien und Zusammenhänge zu dieser Theorie aber im nächsten Absatz.


    Nun ein wenig zu den Umständen, Unklarheiten und Fragen, die die Sache so interessant und mysteriös machen…
    Wie soll ich nun am vernünftigsten beginnen… Okay, mit den gelben oder orangen Lichtern, die in der Umgebung gesehen wurden… Die Gegend, in der dieses Unglück passiert ist, kann man durchaus als seismologisch uninteressant betrachten. Aber kann es nicht sein, dass es dort doch eine Erschütterung gegeben hat, die eine Lawine (auch auf einem relativ flachen Hang) ausgelöst haben könnte? Ein Erdbeben? Oder vielleicht den Einsturz einer Höhle? Was mich trotz dieser Erdbebenarmen Region darauf bringt? Blöde Antwort: Die gelben/orangen Leuchterscheinungen! Und wie bringe ich das nun in Zusammenhang? Laut Seismologen entstehen bereits vor Erdbeben Risse in unterirdischen Gesteinsschichten, aus denen Radon entweicht. Dieses Edelgas kann aber genauso in unterirdischen Einschlüssen wie Höhlen sammeln. Nun gibt es einige Phänomene, die vor Erdbeben auftreten können – unter anderem sind bereits zahlreiche unerklärliche Leuchterscheinungen dokumentiert worden, die als Erdbebenlichter bezeichnet werden. Einige Fachleute glauben, dass diese Leuchterscheinungen eventuell mit dem Austritt von Radon zusammenhängen können. Dazu gibt es aber keine wissenschaftlichen Bestätigungen. Somit bleibt das vorerst mal reine Spekulation. Aber dazu würde auch noch die Sache mit der Radioaktivität passen… Hier muss ich mich, genauso wie bereits im Anfangsartikel erwähnt, aber wirklich auch fragen, warum man bei der Suche nach Vermissten ein Dosimeter mitschleppt??? Klingt für mich ehrlich gesagt eher ungewöhnlich. Gab es diese Dinger damals schon so kompakt wie heute?

    Es gibt aber noch weitere Fragen... In anderen Foren wurde die Verhaltensweise des Militärs diskutiert. Und zwar soll sich das Militär geweigert haben, die Leichen per Hubschrauber wegzubringen. Darum wurde eine zivile Maschine angefordert, die dies erledigt haben soll. Das Militär gab sich zu diesem Vorfall offenbar generell sehr verdeckt. Klar, so was erfreut Verschwörungstheoretiker, UFO-Fans usw… Weil ich bereits das Thema Beben und Höhleneinsturz als Ursache für eine Lawine hatte, könnte es sich vielleicht (wie im Anfangsartikel erwähnt) um einen (unterirdischen) Bombentest gehandelt haben, den das Militär nicht einfach so zugeben wollte? Es spräche jedoch dagegen, da die Russen doch genügend entsprechende Übungs- oder Testgebiete hatten bzw. haben. Hier kann ich mir gut vorstellen, dass das Militär diese Erscheinungen auch wahrgenommen hat und selbst nicht so recht wusste, was dort passiert war. Nach dem Motto: „Wir wissen nichts und darum halten wir auch lieber die Klappe.“


    Fassen wir zusammen… Als Vorzeichen eines Erdbebens/Höhleneinsturzes sind in der Gegend aufgrund von austretendem Radon Erdbebenlichter zu sehen, die keiner deuten kann und klarerweise als mysteriös bezeichnet werden. Diese Lichter sehen die Menschen in der Umgebung, das Militär und natürlich auch die Tourengeher. An diesem Berg nimmt das Schicksal plötzlich seinen Lauf. Die jungen Leute sind von diesen Erscheinungen schon mal beeindruckt. Dazu das Erdbeben. In diesem Zusammenhang käme mir noch das Thema Infraschall in den Sinn, durch das die Leute beeinträchtigt worden sein könnten. Ich kann mir nur allzu gut vorstellen, dass durch all diese Eindrücke ungezähmte Panik ausbricht. Und weil das nicht genug ist, löst sich eine Lawine oder ein Schneebrett und setzt noch einen drauf. Das Beben wurde vielleicht von offizieller Seite auch mit den Lichtern in Verbindung gebracht, da es in dieser Gegend aber kaum bemerkenswerte Erdbeben gibt, war man sich aber nicht sicher, ob man dieses Beben wirklich als Beben oder als etwas anderes deuten soll (zweiter Weltkrieg noch nicht lange her, darauf folgender Kalter Krieg, Vietnamkrieg des Kontrahenten aus Amerika). Darum eventuell auch das „komische“ Verhalten des Militärs.
    Nun noch zwei Sachen über die ich mir Gedanken gemacht, aber kaum eine Idee dazu habe. Das eine wäre die orangefarbene Haut… Leberschäden? Aber wodurch? Oder wurden sie in den paar Tagen einfach nur schön braun und haben so auf ihre Angehörigen merklich verändert gewirkt. Die fast grauen Haare… Kann das durch Bleichen der Sonne entstehen? Davon habe ich nämlich überhaupt keine Ahnung.


    Ich hoffe ich konnte ein paar interessante und diskussionswürdige Gedanken einbringen.


    Beste Grüße!
    Botrytis