Der Vorfall am Djatlow-Pass

  • Zufall halte ich fuer moeglich, aber dass die Gruppe gezielt als Probanden ausgewaehlt wurde glaube ich nun nicht. Wie sollte das von statten gegangen sein? Man haette die Gruppe ja vorher gezielt ausgesucht haben muessen. Ich trau der kommunistischen Regierung die damals dort herrschte ja viel zu, aber ich denke als Probanden haetten die auch genug Gulag-Insassen gefunden!

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Wenn es ein Drogenexperiment war (gab es sogar z.B. mit LSD) dann hätte man tatsächlich entsprechend auswählen müssen. Im Falle einer psychotronischen Waffe (darunter ist ungefähr das zu verstehen was VTler z.B. H.A.A.R.P vorwerfen) da könnte man theoretisch jeden nehmen der gelegen kommt.


    Ich will mich auch nicht darauf festlegen daß es so war, sondern nur die Möglichkeit dessen in Betracht ziehen.

  • Zitat

    Im Falle einer psychotronischen Waffe (darunter ist ungefähr das zu verstehen was VTler z.B. H.A.A.R.P vorwerfen) da könnte man theoretisch jeden nehmen der gelegen kommt.


    Aber warum das Risiko eingehen, dass es in die Oeffentlichkeit gelangt und Fragen gestellt werden, wie es in diesem Fall ja auch passiert ist, wenn man sich die Testpersonen auch ganz einfach aus einem Strafgefangenenlager aussuchen koennte? Abgesehen davon war in der Gegend ja auch noch eine andere Gruppe unterwegs, der nichts passiert ist. Wie weitreichend waere eine solche Waffe? Sicherlich genug, um auch diese Gruppe in Mitleidenschaft zu ziehen.

    Tina

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  • Ich denke ja, hier wird mit Gewalt etwas hineininterpretiert was nicht da ist. Die bisherigen Erklärungen halte ich schon für recht logisch, wer schonmal nüchtern jemanden beobachtet hat, der unter Drogen steht (selbst unter den sogenannten "Weichen") weiß dass sowas sich ganz frapierent auswirken kann. Wer total High ist, sieht eventuell Dinge die nicht da sind und legt sich an Orte die nicht geeignet sind (Ein Kumpel wollte unter einem LKW pennen, weils da ja warm war, das ganze wäre auch ungesund geendet denk ich mir). Radioaktive Verstrahlung, naja, ich habe die Werte nicht selbst gemessen und solange keiner das ganze als wirkliche Fakten aus mehreren Quellen dalegt, zweifle ich auch daran. Meiner Meinung nach waren die Herren und Damen nur gemeinschaftlich wirklich zugedröhnt, haben sich eventuell gegenseitig Panik gemacht, manche sind getürmt in dieser Panik und vllt einen Hang hinuntergefallen (Bezüglich schweren Verletzungen) andere sind eben liegen geblieben und haben das ganze nicht realisiert und sind erfroren. Es gibt keine stichhaltigen Beweise für andere Erklärungen und solange diese fehlen werde ich an diesen zweifeln.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Die radioactive Verstrahlung hat sich wohl auf zwei Pullover und eine Hose beschraenkt. Deshalb denke ich, dass sie schon vor dem Vorfall entstanden ist, vielleicht irgendwo in der Universitaet bei irgendwelchen Experimenten. Wie wir von Tchernobyl wissen, waren die Kenntnisse im Umgang mit radioaktivem Material in Russland nicht gerade auf dem neuesten Stand! Wenn die Verstrahlung, sofern sie denn wirklich so exorbitant hoch war, durch diesen Vorfall passiert waere, haette sie weit grossflaechiger sein muessen.

    Tina

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  • Dann zitiere ich Dich mal, um es wieder in Erinnerung zu rufen:


    Zitat

    Interessant ist die Erklärung, die für die gemessene Radioaktivität geliefert wird. Für die sind die Verunglückten wohl selbst verantwortlich, da sie Glühstrümpfe als Leuchtmittel verwendeten und diese enthalten leicht radioaktives Throriumdioxid.


    Waere auf jeden Fall plausibel!

    Tina

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  • Bezüglich der Glühstrümpfe muss dann aber doch die Frage gestellt werden warum das unter den Teppich gekehrt wird. Alle von euch genannten erklärbaren Versionen Lawinen, Glühstrümpfe, gemeinschaftlicher Drogenkonsum ( Wobei ich bezweifele das man an sowas in der Sowjetunion überhaupt hatte ) haben einen Haken. Es gibt keinen Grund das zu verschweigen , Bericht seiten verschwinden zu lassen oder Aspekte zu unterschlagen. Im Kommunismus (gilt auch für unsere sogenannten westlichen Demokratien auch heute ) wird eigentlich nur vertuscht wenn es eine militärische Komponente gibt oder aber eben etwas was die Öffentlichkeit nicht erfahren soll.Wie schon gesagt die Führung der Sowjets wäre sicherlich sehr glücklich gewesen, eine banale Erklärung präsentieren zu können. Hat sie aber nicht , was mir eigentlich sagt das banale Erklärungen aufgrund der Umstände und der Zeugen nicht möglich waren.

  • Was aber nicht außer Acht gelassen werden darf, ist der Faktor Zeit. Die ersten Leichen wurden erst über drei Wochen nach dem tödlichen Vorfall gefunden, die anderen gar erst nach drei Monaten. Bei so viel verstrichener Zeit ist es schwierig, die Ereignisse detailgenau zu rekonstruieren. Vielleicht wurde der Vorfall ja tatsächlich einfach aufgrund mangelnder Indizien nie völlig aufgeklärt.


    Jedenfalls erscheinen mir die Hinweise auf einen vertuschten Militärtest doch eher dürftig. Zum einen gibt es keinen plausiblen Grund, so nahe an (für russische Verhältnisse) doch recht dicht besiedeltem Gebiet Atomtests durchzuführen. Die fanden ja bereits seit einigen Jahren auf Nowaja Semlja weitab im Polarmeer statt.
    Angebliche Indizien können auch anders erklärt werden: Zur Radioaktivität siehe Glühstrümpfe, auch natürliche Radioaktivität wäre möglich (es wurde ja nie konkretisiert, wie hoch die gemessene Strahlung denn nun eigentlich war, vielleicht lag sie sogar nur leicht über dem natürlichen Durchschnitt?). Leuchtende Kugeln am Himmel könnten Meteore gewesen sein.
    Vor allem aber wäre es seltsam, dass die Armee die Untersuchung aus der Hand geben sollte, wenn sie etwas zu vertuschen hätte. Die ersten Suchtrupps bestanden ja aus Freiwilligen, erst später half die Armee gemeinsam mit der Polizei.


    Auch dass die Akten zunächst vertraulich behandelt wurden, sagt erstmal nichts aus. Dazu wäre zunächst zu klären, ob das überhaupt ein ungewöhnlicher Vorgang war.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Hallihallo!


    Ich bin über ein paar andere Foren hier gelandet und finde die Ansätze recht interessant. Allgemein liest sich der ganze Vorfall wie das Drehbuch zu einem Horrorfilm, vor allem weil so viele Fragen offen bleiben.


    Zuerst dachte ich, die Idee mit dem Lawinenabgang wäre recht schlüssig. Es würde zumindest erklären, warum die Expeditionsmitglieder das Zelt fluchtartig verlassen mussten. Was in diesem Szenario für mich aber nicht wirklich Sinn ergibt ist, dass die Teilnehmer nicht einfach durch den Zelteingang geflüchtet sind…
    Man bedenke, dass Lawinen je nach Art und Gefälle um die 300 km/h (http://www.planet-wissen.de/sp…ort/ski_alpin/lawinen.jsp) erreichen können. Sollte es in der Unglücksnacht noch dazu einen heftigen Schneesturm gegeben haben, könnte es außerdem sein, dass die Gruppe die Lawine vielleicht gar nicht heranrollen hören konnte, auch nicht, wenn so eine Lawine ordentlichen Lärm verursacht. Sie hätten also gar nicht die Chance gehabt ihr Lager zu verlassen, geschweigedenn die Zeltwand einzuschneiden, sondern wären von den Schneemassen zerdrückt worden oder darunter erstickt.
    Was noch gegen die Lawinenthese spricht ist die Tatsache, dass das Zelt noch recht intakt war als die Suchtrupps es fanden (wie schon einmal erwähnt wurde). Ich durfte Zuschauerin einer kontrollierten Sprengung in den Alpen werden, und wo der Schnee runter kommt steht nichts mehr – schon gar nicht ein Zelt.


    Die Sache mit dieser Mutterkornvergiftung klingt da schon etwas plausibler, obwohl ich zugeben muss, dass ich von solchen Dingen wirklich null Ahnung habe. Wenn die Leute wirklich so zugedröhnt waren, dass sie der Meinung waren, von ihren eigenen Mitstreitern ginge Gefahr aus (womöglich wegen verzerrter Sicht oder sonst etwas), oder aber dass jemand oder etwas plötzlich von außerhalb des Zeltes bedrohlich auf sie wirkte, dann wäre es nur logisch dass sie sich gegenseitig so sehr aufgeschaukelt haben, dass sie Hals über Kopf die Flucht ergriffen haben – unter Umständen und im Drogenrausch auch leicht bekleidet.
    Was hier aber wieder nicht ganz zusammenpasst (zumindest wenn ich so drüber nachdenke ^^), ist, dass diese Leute doch alle bereits erfahren waren, wenn es um Skiwanderungen und Bergsteigen ging, oder liege ich da falsch?
    Wenn das stimmt, dann waren sie sich auch bewusst, wie riskant die Expedition war – auch schon ohne Drogen zu konsumieren. Vor allem hätte doch bestimmt Igor Dyatlov, der ja immerhin Expeditionsleiter war (was für mich bedeutet, dass er eine gewisse Verantwortung für die Gruppe über hatte), sicher ein kleines Problem damit gehabt, wenn die übrigen Mitglieder sich zudröhnten. Er konnte ja schließlich nicht ahnen, dass weder er, noch seine Kollegen wieder zurückkehren würden, also hätte er wahrscheinlich lieber nicht riskiert, dass sich jemand verletzte – was ja im Rausch schon mal passieren kann.
    Im Zusammenhang mit Mutterkornvergiftung, Drogen oder Alkohol fällt mir da aber noch ein, dass es ja nicht unbedingt die ganze Gruppe betroffen haben muss. Wäre doch auch möglich, dass ein oder zwei Teilnehmer es etwas übertrieben haben und dann auf den Rest losgegangen sind. Wenn dann nämlich diese Person oder Personen den Eingang blockiert hätten, hätte das erklärt warum die Zeltwand aufgeschnitten wurde um zu entkommen. Auch dass nur die Fußspuren der neun Teilnehmer gefunden wurden, würde dazu passen. Hierbei könnte man sich aber fragen, warum die anderen (oder wenigstens einige von ihnen, wenn durch einen Schneesturm schon nicht alle zurückgefunden hätten) nicht wieder zum Lager zurückgekehrt sind, als sie ihre Verfolger abgeschüttelt hatten. Oder warum sie nicht versucht hätten die Täter zu überwältigen, denn ich kann mir vorstellen, dass man unter Drogeneinfluss Probleme mit der Koordination bekommen könnte.


    ODER...
    Und jetzt lehne ich mich sehr, sehr, seeehr weit aus dem Fenster:
    Nehmen wir mal an einer oder eine aus der Gruppe hatte psychische Probleme. Mir ist klar, dass das jetzt etwas verrückt klingen könnte, aber wäre es nicht möglich, dass diese Person eine Art Amoklauf veranstaltet hat? Dass er sich einfach einen dieser Langlaufschier geschnappt hat und dem Erstbesten den er erwischt hat über den Schädel gezogen hat (daher käme dann beispielsweise die Fraktur)? Angenommen die anderen hätten deshalb die Flucht ergriffen (obwohl außer Frage steht, dass sie zu acht eine einzelne Person immer noch überwältigen hätten können, aber wer weiß wie man im Eifer des Gefächts reagiert). Derjenige hätte sie dann vermutlich verfolgt, vielleicht wären einige gestürzt und hätten sich die tödlichen Verletzungen dabei zugezogen. Die drei die versuchten zum Lager zurückzukehren hätte er vielleicht wirklich, wie schon einmal erwähnt wurde, einfach von hinten niedergeschlagen. Sie wären dann einfach erfroren.
    Natürlich erklärt das aber nicht, warum die Fliehenden ein Feuer im Wald entzünden sollten. Wenn ich mich vor jemandem verstecken wollte, wäre das das Letzte, was ich machen würde.


    Was das verstrahlte Gewand und die Leuchtkugeln am Himmel angeht, denke ich nicht, dass das unbedingt etwas mit dem Vorfall an sich zu tun haben musste. Die Strahlung kam vielleicht wirklich von diesen Glühstrümpfen - leider kenne ich mich mit solchen Sachen nicht genug aus um mehr drüber zu sagen.
    Dasselbe gilt auch für das Leuchten. Es könnten irgendwelche Fluggerätschaften der Russen gewesen sein, oder schlicht und einfach Meteoriten…


    Ziemlich spannend das Ganze…

  • Was die Lawine angeht: moeglicherweise ist sie nicht an der Stelle runtergekommen, an der das Zelt stand, sondern daneben, vielleicht nur lokal eng begrenzt. Ich kenne mich ehrlich gesagt nicht gut genug mit Lawinen aus, um auszuschliessen, dass es sowas gibt. Wenn es keine lokal begrenzte Lawine gab, wieso lag dann ein Teil der Leute halb zerquetscht unter 4 Metern Schnee und der andere Teil nicht? Wo kam der ganze Schnee her?

    Tina

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  • Ich denke schon, dass es so etwas geben könnte. Daran hatte ich gar nicht gedacht...


    Naja, wenn es also wirklich eine Lawine war, die aber das Zelt nicht mitgerissen hat in dem die Gruppe geschlafen hat aber dafür einen Teil der Leute, dann muss sie abgegangen sein nachdem das Zelt aus irgendeinem Grund verlassen wurde, oder?
    Außer die Teilnehmer wurden sozusagen von Lawine Nummer 1 aus dem Lager vertrieben, haben sich in alle Richtungen zerstreut und Lawine 2 hat dann ein paar mitgerissen und begraben. Das würde irgendwie Sinn ergeben. :)

  • Es war eventuell nicht auszumachen, wo der Schnee ins Rutschen kommt. Soweit ich weiss kann man es hoeren, wenn eine Lawine sich loest, noch bevor sie richtig in Gang kommt. Die Expeditionsteilnehmer hoeren die Geraeusche, geraten in Panik, fliehen aus dem Zelt in verschiedene Richtungen und ein Teil von ihnen wird mitgerissen, waehrend der andere im schlechten Wetter und Dunkelheit den Weg zurueck zum Lagerplatz nicht mehr findet.

    Tina

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  • Da hast du schon recht, klingt ziemlich logisch.
    Ich frage mich nur, wie dann die Fußabdrücke bestehen bleiben konnten, die die Gruppe hinterlassen hat. Eine Lawine hätte ja jegliche Spuren verwischen müssen.


    Und überhaupt. Es dauerte relativ lange, bis die Leichen gefunden wurden bzw. bis die Suchtrupps in dem Gebiet ankamen, wie kommt es, dass sie noch Spuren finden konnten? Hat es während der ganzen Zeit, in der die Mitglieder vermisst wurden, nicht ein einziges mal geschneit? Oder gestürmt? Das ist doch auch etwas seltsam - vor allem in Russland und noch dazu im Winter...

  • Sie haben ja nicht von allen Fussabdruecke gefunden, sondern nur von denen, von denen sie auch relativ Schnell die Leichen gefunden haben und die nicht von meterhohem Schnee bedeck waren. Wuerde also zu der Lawinengeschichte passen.


    Warum die Fussabdruecke nur teilweise verweht waren, frage ich mich auch! Vielleicht lagen sie geschuetzt in dichtem Baumbewuchs?

    Tina

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  • Auf DMAX lief gerade eine Dokumentation über den Vorfall: Russian Yeti - Expedition in den Tod
    Wird am 10.10. um 21:00 auf Animal Planet wiederholt.


    Wie der Titel schon sagt geht man hier davon aus, dass ein Yeti die Studenten getötet haben soll.

  • Ich persönlich glaube jetzt nicht an Yeti´s, von daher kann ich mich damit nicht so recht anfreunden. An Außerirdische glaube ich, auch allein deshalb, da das Universum einfach zu "groß" ist, um anzunehmen, dass wir die einzige intelligente Lebensform darin sein sollen; dass wir alleine sein sollen, ist meiner Meinung nach einfach unlogisch; allerdings würde ich doch erstmal die irdischen Theorien prüfen.
    Ich habe, ich hoffe man verzeiht mir, nicht alle Beiträge gelesen, ein paar Dinge gingen mir aber durch den Kopf, als ich in das Thema hier einstieg (ich habe auch damals den "Horrorfilm" "The Devils Pass" gesehen und bin darauf hin neugierig, bezüglich der tatsächlichen Hintergründe dieses Themas geworden).
    Die Sache mit der Mutterkornvergiftung hört sich zwar plausibel an (auch wegen der wahnhaft scheinenden Begebenheiten), allerdings wird geschrieben, dass der Tod wohl 6-8 Stunden nach der letzten Mahlzeit eingetreten sein soll. Da ich jetzt einfach mal davon ausgehe, dass sich die Studenten nicht freiwillig vergiftet haben und das Gift somit unbemerkt über die Nahrung aufgenommen haben, ist die Frage, ob es nun tatsächlich 6-8 Stunden dauert bis das Mutterkorn seine Wirkung erzielt, und es daraus gehend zu den, doch sehr mysteriösen Begebenheiten kam, aber leider habe ich dazu nichts wissenschaftliches im Netz gefunden. 2. müssten alle Studenten zur gleichen Zeit seine Wirkung in, scheinbar, gleicher Stärke erfahren haben, was eher unwahrscheinlich ist, da höchstwahrscheinlich nicht jeder die gleiche Menge zu sich genommen hat.
    Was ich ebenfalls seltsam finde, sind die Verletzungen, die bei einigen vorhanden waren; klar kann man im Wahn rasend werden und Kräfte entwickeln, die man vorab nicht "hatte", allerdings werden diese Kräfte wahrscheinlich nicht unbedingt die Wucht eines Autounfalls (wie in einigen Quellen beschrieben) erreichen? Zudem wurden wohl keine Weichteile verletzt (ja, ich weiß, die Quelle Wikipedia ist jetzt wahrscheinlich nicht wissenschaftlich genug^^).
    Die fehlende Zunge finde ich auch seltsam, jemand schrieb hier, dass er denkt, dass es auf Aafraß zurückzuführen sei; da kann ich mich nicht anschließen, warum sollte ein Tier erstmal die Zunge essen, wenn es doch die Extremitäten und auch Nase, Augen etc. zur Verfügung hätte, zum anderen (vielleicht irre ich mich) wurde nicht beschrieben, dass noch andere Teile angefressen wurden, warum sollte da nach der Zunge Schluss sein?


    Leider werden wir es nicht erfahren, solange sich niemand als Schuldiger zeigt. Vielleicht war es einfach Pech, eine Verkettung dummer Zufälle, Panik durch die Sichtung einer Interkontinentalrakete (die sollen ja, laut wikipedia, damals auch gesichtet worden sein); wobei es nicht erklärt, warum einige unbekleidet umher liefen und andere bekleidet waren und auch die Reste der Kleidung der anderen trugen. Es ist nur ein Gefühl und wissenschaftlich auch leider nicht zu belegen, aber irgendwie kommt es mir doch so vor, als hätte es "Besuch" im Camp gegeben, die vielleicht unter Waffengewalt, die Leute zum Ausziehen der Kleidung zwangen, damit diese erfrieren; vielleicht konnten die, die man weiter entfernt vom Camp fand, fliehen (und es wurde daher auch das Zelt aufgeschnitten, um unbemerkt zu entkommen) und haben sich die Kleidung der anderen geschnappt? Vielleicht wurden sie dann von den "Entführern" aufgefunden und daraufhin gequält (Zunge entfernt, mit irgendetwas enormen Druck auf den Brustkorb ausgeübt)? Ist das so abwegig und spricht was dagegen? Wir Menschen können grausam genug sein, dafür braucht man keine Außerirdischen.

    "Man sollte nicht alles zu ernst nehmen, vor allem nicht sich selber."


    Es ist schön an etwas zu glauben und nicht nur das- sich fast sicher zu sein- dass dieser Glaube Wirklichkeit ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kassiopeia ()

  • Mir ist irgendwie Schleierhaft wie viele User hier Erklärungen für plausibel halten die man doch ganz einfach ausschließen kann.


    Wie kann man annehmen die Expeditionsteilnehmer wären vergiftet gewesen oder gar alkoholisiert oder unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben? Alle Leichen wurden gefunden und autopsiert ist es da nicht klar, dass so etwas ans Licht gekommen wäre? Da findet man mühsam heraus, dass die Opfer 6-8 Stunden vor Ihrem Tod ihre letzte Mahlzeit zu sich genommen hatten, aber keiner prüft was es war? Total unwahrscheinlich, dass eine Vergiftung von 9 Leichen bei der Autopsie einfach übersehen wurde! Das kann man denke ich getrost ausschließen.


    Das nächste was hier viele als absolut wahrscheinlich ansehen ist die Lawinentheorie. Die Leichen wurden teilweise vom Schnee unbedeckt gefunden und auch das Zelt stand noch da wo es die Expedition aufgestellt hatte. Man konnte die Fußspuren von den Opfern im Schnee sehn und zumindest ein Teil konnte auch noch ein Feuer im tiefer gelegenen Wald machen. Jetzt wird von jemand hier ins Spiel gebracht die Lawine löste die Panik aus und man flüchtet in verschiedene Richtungen. Dabei wird ein Teil der Gruppe erwischt und ein anderer nicht. Die von der Lawine erfasste Gruppe ist schließlich auch vom Schnee bedeckt in einer Schlucht gefunden worden. Klingt das wirklich annehmbar für manche User hier? Die 4 Opfer wurden demnach 1,5 km von einer Lawine durch den Wald getragen und dabei brechen die sich ein paar Rippen das ist alles? Dagegen spricht, dass man eine Lawine mit solchem Ausmaß mit Sicherheit erkannt hätte. Außerdem ist es extrem unwahrscheinlich, dass sie das Zelt und Teile der Expedition verschont hat und andere so heftig erfasste. Die vom Schnee verschütteten waren besser gekleidet und hatten sich zum Teil Fetzen von den Klamotten anderer um die Füße gebunden. Wie hätten sie das tun sollen während die Lawine sie begrub? Lawinenzeit ist im Regelfall April und Mai, aber nicht im Februar! Die Bäume waren nicht beschädigt und das Terrain wies offensichtlich keinerlei Lawinenspuren auf. Also denke ich auch das kann man getrost ausschließen!


    Dann geht es weiter mit dem russischen Militär. Warum sollten die Russen Atomtest in einem Gebiet machen in dem evtl. Menschen sind? Dafür hatte man genug Orte und man wollte mit Sicherheit keine Top-Secret Projekte vor der Nase der Bevölkerung machen. Es ist ja nicht nur die Expedition die "zufällig" in ein Atomtestgebiet geriet nein auch die Wanderer 50 KM weiter weg, die die Lichter beobachtet haben wären nicht sicher gewesen. Ist das wirklich glaubhaft für manche Leute hier? Die Klamotten waren teilweise verstrahlt. Wie stark weiß niemand, aber ich denke eine durchaus normale leicht erhöhte Messung ist weitaus wahrscheinlicher wie eine Strahlung die nach einem Atomtest auftritt. Was war denn alles verstrahlt? Ein paar Klamotten. Denkt ihr nicht bei einer Erhöhten Strahlung hätte man das komplette Gebiet unter Schutzmaßnahmen gecheckt? Oh ja es fehlen ja auch ein paar Akten in dem Bericht, da muss die Regierung mit zu tun haben. Kann es nicht sein, dass Teile davon über die Jahre einfach verloren gehen? Jahrelang hat die Akten keine Sau interessiert dann kommt ein Reporter und man gibt ihm die einfach? Die Akten und Berichte waren nie unter Verschluss die wollte nur nie jemand einsehen! Sollte da wirklich was in der Region "Top-Secret" drin gestanden haben hätte die Akten nie irgendein Reporter einfach so zu lesen bekommen um ne Story zu schreiben. Die Militär Theorie kann meiner Meinung nach auch ausgeschlossen werden. Es hat das Militär ja nicht einmal interessiert was da vorgefallen ist die haben nur geholfen die Leichen zu finden. Noch so ein Indiz! Wenn die Beweise vernichten wollten dann kann es doch nicht sein, dass die das Zelt, die Leichen, die radioaktiv verseuchten Klamotten jeden finden lassen. Dann wäre da doch aufgeräumt worden Zeit genug hatten die ja! Raketentests sind Top Secret und ganz bestimmt nicht vor der Haustüre der Bevölkerung gemacht worden - auch nicht in Russland!


    Da sind Alien und Yeti Theorien ja tatsächlich noch glaubhafter wie den Mist der echt mit ein wenig nachdenken ausgeschlossen werden kann!


    Was wir alle sicher wissen ist das ein erfahrenes Team fluchtartig Ihr Zelt verlässt und dabei sogar die Plane und damit den einzigen Schutz vor Kälte zerschneidet. Sie müssen also in Panik gewesen sein. Auch das sie nur leicht bekleidet und größtenteils ohne Schuhe fliehen ist schon mysteriös. Infraschall-Phänomene wie der Fön Wind in den Alpen können Unbehagen, Übelkeit und Furcht auslösen. Ob die ausreichen um ein ganzes Team in eine solche Panik zu versetzen weiß ich nicht aber erscheint mir um einiges plausibler wie manch andere Erklärung hier. Das Team flieht und das Ausmaß ihrer Panik wird ihnen am Waldrand bewusst. Also machen sie ein Feuer und ein Teil der Expedition bricht auf um Überlebens wichtige Ausrüstung aus dem Zelt zu holen. Aber sie sind zu geschwächt und brechen auf dem Weg zurück zusammen. Die Gruppe am Feuer klettert auf den Baum sie halten Ausschau nach der Gruppe die ausgezogen ist um alle zu retten. Aber es kommt keine Hilfe und als zwei der Teammitglieder erfrieren teilen sich die anderen deren Klamotten. Was erklärt wieso die beiden am Feuer in Unterwäsche gefunden werden und die 4 in der Schlucht zum Teil Fetzten der anderen Expeditionsmitglieder trugen. Dann suchen die vier die umliegende Gegend ab und hoffen auf eine Art Unterschlupf. Sie finden die Schlucht und beim versuch darin Schutz zu suchen stürzen sie zum Teil und das erklärt dann die tödlichen Verletzungen. Die 5 Leichen (2 an der Feuerstelle und 3 auf dem Weg zum Zelt) findet man "relativ" schnell. Evtl. gab es nicht viel Schnee und der Wind trägt den Schnee der fällt auch den Berg nach unten weshalb sie kaum von Schnee bedeckt sind. Die 4 Leichen in der Schlucht findet man erst viel viel später. Der Wind trägt den Schnee in die Schlucht und es ist annehmbar dass sich das Wetter verschlechtert hat und so viel Schnee in die Schlucht geweht wurde der nun die Leichen bedeckt.


    Das einzige wirklich rätselhafte an dem Fall ist wieso die Gruppe das Zelt so schnell verlassen hat. Drogen oder Gift, Atomtests, Lawinen sind aber genauso unwahrscheinlich wie Raubtiere, Yetis oder Aliens! Allerdings, wenn man alle möglichen Ursachen ausklammern kann sollte man "unmögliche" Ursachen in Betracht ziehen. Eine davon wäre das Infraschall-Phänomen. Natürlich ist es nicht nachgewiesen ob dieses Phänomen Panik auslösen kann, aber es sorgt zumindest für Unbehagen bei vielen Menschen und kommt in Regionen wie Gebirgen vor. Es kann auch andere Gründe für die schlagartige Flucht geben aber sicherlich keine der bereits genannten, da die immer nur zu einem Teil Sinn machen aber durch andere Fakten auszuschließen sind!

  • Daß man Atomtests ausschließen kann, heißt noch lange nicht daß das Millitär hier ausgeschlossen werden kann. Das Thema Infraschall wurde ja bereits schon mal angerissen, schon gewußt das auch in Rußland vor den USA mit psychologischer Kriegführung und Bewußtseinskontrolle experimentiert wurde?
    Darunter ist nicht nur so etwas wie simple Propaganda zu verstehen, auch Psychotronik fällt darunter, also Beeinflussung des Gehirns unter bestimmten Strahlen/Wellen usw.
    Dazu gibt es aber derart wenig Informationen, daß man tatsächlich nur darüber spekulieren könnte, darüber was damals/heute möglich war und was nicht.
    Mittlerweile ist höchstens nur bekannt daß es so etwas überhaupt gibt/gab.


    Vergiftungen ist nicht gleich Vergiftung, bestimmte Gifte können nur nachgewiesen wenn speziell danach gesucht wird. Allerdings stimme ich schon zu, daß eine Vergiftung durch Pilze, Pflanzen/Beeren bereits nachgewiesen wäre.


    Wie man in diesem Fall auf dem Yeti kam entschließt sich mir da auch nicht ganz.