Die Bestie kehrt zurück

  • Hallo,


    wie bereits angekündigt, spinne ich seit einiger Zeit die Fäden einer Geschichte zusammen, in der die Bestie von Gevaudan die Hauptrolle spielt. Die Story ist rein fiktiv und mag nicht unbedingt jedermanns Geschmack treffen, aber dennoch sollte sie so catchy sein, den ein oder anderen Leser für sich zu gewinnen. Wünsche euch viel Spaß beim Lesen! ;)


    Prolog:


    Der milliardenschwere Unternehmer Jean-Jaque le Fou träumte schon seit langem davon, seinen Kindheitstraum, die Bestie von Gevaudan wieder zum Leben zu erwecken, zu erfüllen. Lange Zeit schien dies jedoch unmöglich, waren die wissenschaftlichen Möglichkeiten doch sehr begrenzt. Neue Hoffnung brachte ihm der Durchbruch des ebenso genialen wie wahnsinnigen Wissenschaftlers Harald Arno, in Insider-Kreisen eher bekannt als Prof. Dr. Harno, dem es gelang, DNA aus den lange an einem verborgenen Ort aufbewahrten Überresten der Bestie, zu gewinnen. Schwierig gestaltete sich allerdings die Suche nach einem geeigneten Muttertier, das den Embryo der Bestie zur Welt bringen sollte. Jean-Jaque wünschte eine besonders aggressive und angriffslustige Kreatur und wurde schon bald fündig. Ein Züchter willigte ein, Dr. Harno eine seiner Zuchthündinnen der Rasse Tschechoslowakischer Wolfshund, zur Verfügung zu stellen, doch nur unter der Bedingung anonym zu bleiben. Natürlich wollte Jean-Jaque das Tier zunächst besichtigen und so kam es, dass er dem Züchter bereits einige Tage später einen Besuch abstattete. Dort stellte sich heraus, dass die Hündin genau das war, wonach er suchte. Der Züchter konnte sie nur mit eisernem Maulkorb aus ihrem Zwinger holen und alsbald die Hündin Jean-Jaque erblickte, hatte der Züchter große Mühe, das angriffslustige und blutrünstige Tier zu bändigen.


    Sooooo, mir ist bewusst, dass mein Schreibstil nicht jedem gefallen wird, aber es ist ja auch keine normale, sondern eine eher etwas "andere" Geschichte.


    Mich würde interessieren, wie ihr sie bisher findet? Freue mich über jede konstruktive Kritik! :)




    Viele Grüße,




    Erdmann

  • [bisher sehr sehr gut!!!
    so:


    Eines schönen Tages, Jean-Jaque hatte gerade ausgiebig gefrühstückt und seine Morgentoilette hinter sich gebracht, da hörte er ein leises Scharren im Hinterhof. Vorsichtig und auf Zehenspitzen laufend, schlich er sich zum Fenster. Was er dort sah verschlug im sogleich den Atem: Seine Hündin, die er mittlerweile Geneviève getauft hatte, versuchte in ihrem Zwinger ein Loch zu buddeln. Der Grund hierfür lag nur einen Steinwurf vom Gehege entfernt: ein kleines, zugegebenermaßen hässliches Schaf, blutüberströmt. Das konnte nur Äpper sein!!! Jean-Jaque entfuhr ein spitzer Schrei, in einer Tonlage, deren Beherrschung er sich garnicht bewusst gewesen war. Äpper war eins seiner 3 liebsten Schafe. Dazu gehörten wahrlich noch Milb und der legendäre Harno, der seinen Namen dem Professor Harno zu verdanken hatte. Jedenfalls versuchte Geneviève ein Loch zu buddeln, scheinbar wollte sie Äpper darin verschwinden lassen. Jean-Jaque war außer sich vor Wut und rannte in Pantoffeln zur Tür hinaus, laut schnaubend und wild fuchtelnd. Die kryptide Hündin ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und buddelte wie wahnsinnig weiter. Ihre spitzen, riesigen, wolfsähnlichen Tatzen ließen die Erde nur so herumfliegen. Jean-Jaque hatte keine andere Wahl, er musste sich dem Zwinger nähern um herauszufinden, ob sein geliebter Äpper noch am Leben war. Dazu ging J.-J. in die Hocke und legte sich sodann in das vom Morgentau noch nasse Gras. Er ließ sich langsam in Richtung Zwinger gleiten, immer darauf bedacht, möglichst wenig Laute von sich zu geben. Da J.-J. jedoch seit geraumer Zeit unter beginnender Fettleibigkeit litt, entfuhr ihm dann doch das eine oder andere Keuchen. Blitzartig richtete sich Geneviève auf und witterte mit der stacheligen Nase in Richtung des Unternehmers. Dieser versuchte mit Schnalzlauten die blutrünstige Hündin zu beruhigen, in Gedanken immer noch fest bei seinem kuscheligen, wenn auch hässlichen Schafsgefährten......


    mfg,


    wdn

    Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.

  • Das gehört hier nicht rein, für Geschichten und ähnliches gibt es ein eigenes Forum.
    Abgesehen davon bitte ich darum die Schriftfarbe nicht zu verändern, vielen Dank :)

    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • Während Jean-Jaque versuchte, die Bestie zu beruhigen, betraten seine Ex-Freundin Cindy-Charnett und ihr neuer Freund Jeremy-Pascal das Haus des reichen Unternehmers. "J-J (ausgesprochen: dschai dschai), bist Du da? Ich bin's, Cindy-Charnett" rief die rothaarige Schönheit, doch wartete sie vergebens auf eine Antwort. Nicht wissend, dass Jean-Jaque währenddessen draußen mit der Bestie um sein Leben kämpfte, schickt sie Jeremy-Pascal ins Dachgeschoss, um zwei Kisten, mit ihren restlichen Sachen zu holen, die Jean-Jaque nach der Trennung fein säuberlich eingepackt hatte. Cindy-Charnett wunderte sich, stand doch das Auto ihres ehemaligen Liebhabers vor dem Anwesen, wenn er also nicht im Haus war, wo war er dann? Geistesgegenwärtig ging sie ins Wohnzimmer, welches wiederum zur Terrasse führte, auf der sich der Zwinger der Bestie befand. Plötzlich vernahm Cindy-Charnett lautes Keuchen und ein markdurchdringendes Knurren. Augenblick fiel es ihr wie Schuppen von den Augen und sie rief Jeremy-Pascal. "Jeremy-Pascal, komm schnell, es ist etwas Schreckliches passiert, Du musst Jean-Jaque sofort helfen, die Bestie ist ausgebrochen."


    Jeremy-Pascal stürmte die Treppe hinunter und rannte todesmutig zur Terasse, wo er wenige Sekunden später der über und über mit Blut verschmierten Bestie gegenüber stand.

  • Da stand Jeremy-Pascal also nun, Auge in Auge mit der Bestie. Wer würde den ersten Schritt wagen? Konnte es Jeremy-Pascal mit dem blutrünstigen Ungeheuer aufnehmen und waren seine Popeye-Muskeln stark genug um sie zu bezwingen? Vom Küchenfenster her hörte er Cindy-Charnett ihre Anfeuerungsrufe zum Besten geben: ,,Go J.-P-, GO!!!" Währenddessen kämpfte Jean-Jaque mit der Bestie um Äpper, er hielt ihn an den Hinterhufen, die Bestie zerrte derweil an den Vorderbeinen. Plötzlich ertönte etwas, was sich anhörte wie Marschmusik. Alle Beteiligten hielten hinne und lauschten der Fanfare des Hornes. Jean-Jaque traute seinen Augen kaum, als er sah, was dort um die Ecke bog: Es waren Harno und Milb die im Gleichschritt auf das bultige Spektakel zuschritten. "Harno!!! Milb!! Was macht ihr denn hier??" fragte der Unternehmer lautstark. In diesem Moment ließ er versehentlich von Äppers Hinterbeinen ab und die Bestie riss auch diese an sich. Doch dann erwachte in dem hässlichen Schaf neuer Lebensmut und es wand sich und schlug mit seinen Hufen wild um sich. Da eilten auch schon Harno und Milb zur Hilfe und befreiten ihren Schafskumpanen aus der Gewalt der scheußlichen Bestie. Diese wurde jedoch sogleich schrecklich zornig und stürzte sich auf den noch immer in der gleichen Position verharrenden Jeremy-Pascal. Bei dieser Aktion blieb Jeremy-Pascal am dort liegenden Gartenschlauch mit dem Fuß hängen und mit einem fürchterlichen Geräusch riss sein Bein entzwei. Cindy-Charnett traute ihren Augen kaum und stieß einen spitzen Schrei aus. Die Bestie schulterte derweil den nun unvollständigen Jeremy-Pascal und rannte in einem rasenden Tempo davon. Keiner der noch Anwesenden konnte sie aufhalten und so blieben sie mit dem schwer verletzten Äpper und der traumatisierten Cindy-Charnett zurück. Doch Jean-Jaque witterte nun seine Chance, wo Jeremy-Pascal weg war. Er stieß den blutigen Beinstumpf mit dem Fuß auf den naheliegenden Acker und schlich sich geschwind zurück ins Haus.



    Mfg,


    wdn

    Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.

  • Als Jean-Jaque das Haus betrat, fiel ihm sofort Cindy-Charnett auf, die zusammengekauert in einer Ecke der Küche lag. "OH MON DIEU" entfuhr es dem schwerreichen Unternehmer, der zugleich seine Chance witterte und seine Arme um das verheulte Häufchen Elend schlung.


    "Jean-Jaque ... Jean-Jaque, wo .... wo ist Jeremy-Pascal?" schluchzte der rothaarige Hingucker und vergrub sich nur noch tiefer in die Armes des Jean-Jaque.


    Der Unternehmer dachte kurz nach, entschied sich dann aber dafür Cindy nicht zu sagen, dass Jeremy-Pascal noch am Leben vor, würde er so doch seine letzte noch verbliebene Chance bei Cindy-Charnett verspielen. "Es tut mir schrecklich leid, Cindy-Charnett ... aber .... aber Jeremy-Pascal hat es leider nicht geschafft, die Bestie hat ihm ein Bein abgerissen und ihm dann das Genick gebrochen und ihn als Beute verschleppt. Es tut mir SO leid."


    Cindy war wie benommen, nahm die Worte des älteren Mannes überhaupt gar nicht wahr, als sei alles nur eine Illusion, eine sehr schlechte, makabere Illusion.


    Plötzlich fiel Jean-Jaque ein, dass seine Schafe ja noch frei herumliefen und somit potenzielle Beute für die Bestie waren, schnell ergriff er die Initiative, packte Cindy an der Hand und sagte ernst "Cindy, Jeremy-Pascal hätte es so gewollt, wir müssen nun Harno und Milb in Sicherheit bringen und dann sofort mit Äpper zu einem Tierarzt, er hat sehr viel Blut verloren, es steht sehr ernst um ihn!"
    Cindy fühlte sich noch immer wie in Trance, folgte Jean-Jaque aber bereitwillig nach draußen, wo ihr erst das Ausmaß des Horrors bewusst wurde: die Terrasse war über und über von Blut bedeckt. Sie entdeckt ein großes Büschel Fell, das sich zwischen den Gitterstäben des Zwingers verfangen hatte, Genevièves Fell. Zögernd trat sie darauf zu und fragte sich, ob es wohl Jeremy-Pascal war, der es ihr entrissen hatte.
    Bei dem Versuch, Harno und Milb zurück in ihren Verschlag zu bringen, stolperte der Unternehmer und zog sich eine stark blutende Wunde am linken Oberarm zu. "Verdammt nochmal" fluchte er, doch zum Jammern war jetzt keine Zeit, erst müssten die Schafe in Sicherheit gebracht werden. Cindy, die sich mittlerweile wieder etwas gefangen hatte, half ihrem ehemaligen Liebhaber, indem sie das Tor des Verschlags öffnete, so dass Harno und Milb hineingetrieben werden konnten.


    Äpper, der derweil immer noch schwer verletzt auf der Terrasse lag, machte mit einem lauten "MÄH" auf sich aufmerksam. Jean-Jaque und Cindy verbarrikadierten den Verschlag und gingen schnellen Schrittes zurück zur Terrasse, um sich Äpper anzunehmen. Beim Versuch, Äpper auf die Beine zu helfen, griff Cindy ein wenig zu beherzt zu, dass Äpper ihr in den Oberschenkel biss. "Aua, Du dummes Schaf" entrutschte es der Rothaarigen. Jean-Jaque war außer sich vor Wut "Es steht sehr schlimm um Äpper, also reiß dich verdammt nochmal zusammen, erst habe ich dich verloren, ich würde es nicht ertragen, ihn auch noch zu verlieren".


    Cindy wollte gerade antworten, als sie am hinteren Ende des Gartens etwas sah, das ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ: Geneviève, sie war zurück!


    Wild kreischend rannte Cindy ins Haus und schloss die Terrasstentür von innen doppelt ab. Es dauerte einen Moment, doch dann spürte auch Jean-Jaque die Anwesenheit der Bestie, seine Verletzung, die er sich beim Eintreiben der Schafe, zugezogen hatte, musste sie angelockt haben. Er packte sich Äpper unter den Arm und lief blindlings gegen die Terrasstentür, die Cindy-Charnett kurz zuvor verschlossen hatte. "Cindy!!!! Cindy-Charnett, mach sofort die Türe auf, los, los, sie wird uns sonst beide zerfetzen."


    [font='Arial, Helvetica, sans-serif']Cindy-Charnett war starr vor Angst und unfähig sich zu bewegen. Während Jean-Jaque verzweifelt gegen das Glas der Tür hämmerte, kam die Bestie näher und näher als plötzlich ein lautes Poltern und Rumpeln die Stille auflöste. Harno und Milb hatten es erneut geschafft, aus dem Verschlag auszubrechen. Die Bestie bemerkte dies natürlich sofort und ...

  • Nachdem Du im "Aufreg-Thread" nochmal auf gewünschte Kritik hingewiesen hast: Kritik zu ertragen ist nicht jedermanns Sache. ;)


    Der milliardenschwere Unternehmer Jean-Jaque le Fou träumte schon seit langem davon, seinen Kindheitstraum, die Bestie von Gevaudan wieder zum Leben zu erwecken, zu erfüllen. Lange Zeit schien dies jedoch unmöglich, waren die wissenschaftlichen Möglichkeiten doch sehr begrenzt. Neue Hoffnung brachte ihm der Durchbruch des ebenso genialen wie wahnsinnigen Wissenschaftlers Harald Arno, in Insider-Kreisen eher bekannt als Prof. Dr. Harno, dem es gelang, DNA aus den lange an einem verborgenen Ort aufbewahrten Überresten der Bestie, zu gewinnen.

    - Drei mal "lange" in diesem Abschnitt. Im ersten Satz auch zwei "Träume".
    - 76 Wörter und 8 Kommas. Mehr Punkte und weniger Schachteln wäre lesbarer.
    - Über "wieder zum Leben zu erwecken, zu erfüllen" stolpert man als Leser. Und zuletzt war noch ein "zu gewinnen".
    - Als Leser spricht mich dieser Einstieg nicht an. Für eine Kurzgeschichte (KG) könnte man es verschmerzen. Aber den gesamten Abschnitt hätte man auch in einem Satz ohne zu verschachteln sagen können, was wertvolle Zeichenersparnis für die KG wäre.


    Schwierig gestaltete sich allerdings die Suche nach einem geeigneten Muttertier, das den Embryo der Bestie zur Welt bringen sollte. Jean-Jaque wünschte eine besonders aggressive und angriffslustige Kreatur und wurde schon bald fündig. Ein Züchter willigte ein, Dr. Harno eine seiner Zuchthündinnen der Rasse Tschechoslowakischer Wolfshund, zur Verfügung zu stellen, doch nur unter der Bedingung anonym zu bleiben. Natürlich wollte Jean-Jaque das Tier zunächst besichtigen und so kam es, dass er dem Züchter bereits einige Tage später einen Besuch abstattete. Dort stellte sich heraus, dass die Hündin genau das war, wonach er suchte. Der Züchter konnte sie nur mit eisernem Maulkorb aus ihrem Zwinger holen und alsbald die Hündin Jean-Jaque erblickte, hatte der Züchter große Mühe, das angriffslustige und blutrünstige Tier zu bändigen.

    - Du schreibst viel passiv (schwierig gestaltete sich, dort stellte sich heraus). Dadurch werden mir als Leser Deine Protagonisten egal.
    - Fünf mal "Züchter". (Des Züchters Zuchthündin der Rasse Wolfshund erwähne ich mal nicht. ;) Vielleicht besser "reinrassige tschechoslowakische Wolfshündin"? )
    - "... das Tier zunächst besichtigen und so kam es, dass ... ": Klingt wie die Weihnachtsgeschichte. Hier würde ich empfehlen, auch beim Schreiben eher den Stil so beizubehalten, wie man auch sprechen würde. Nur weil es ein wenig "erhaben" klingt, ist es noch lange nicht gut. ;)
    - "angriffslustig"(2x), "aggressiv" und "blutrünstig". Damit wissen wir bereits, welche Charakterzüge dieser tschechoslowakische Wolfshund besitzen muss, der ja nur die "Bestie" austragen soll. Aber wir wissen nicht, was der Züchter aus dem Zwinger geholt hat. Denn aus dem weiteren Verlauf der Geschichte ergibt sich uns ein anderes Bild, als bei Wiki. ;)



    Einige Informationen in diesem Abschnitt waren überflüssig oder nicht ganz korrekt:
    - Lange schien es so, dass es nicht geht, jetzt geht's, wen interessiert's also, dass es lange nicht ging?
    - Die Suche gestaltete sich schwierig, aber schon bald wurde er fündig? Dann kann die Suche nicht so schwer gewesen sein.
    - Den Embryo soll das Tier zur Welt bringen? Wohl eher das Bestie-Welpen. ;)
    Wenn mehrere Autoren an einem Werk arbeiten, dann kann das manchmal sehr schwierig werden. Unterschiedlicher Schreibstil, andere Sprache, neue, unerwartete Charaktere, unerwartete Wendungen (wenn kein Storyboard vorhanden ist). Ich gehe mal davon aus, dass ihr geplant habt, zu zweit zu schreiben. 8-)


    Zitat

    Eines schönen Tages, Jean-Jaque hatte gerade ausgiebig gefrühstückt und seine Morgentoilette hinter sich gebracht, da hörte er ein leises Scharren im Hinterhof. Vorsichtig und auf Zehenspitzen laufend, schlich er sich zum Fenster. Was er dort sah verschlug im sogleich den Atem: Seine Hündin, die er mittlerweile Geneviève getauft hatte, versuchte in ihrem Zwinger ein Loch zu buddeln.

    - Vom "beim Züchter" bis "eines schönen Tages" ist schon ein gewaltiger Zeitsprung. Wir kennen jetzt weder J.-J., noch den Hund, noch sonstwen, der irgendjemand vielleicht mal über den Weg gelaufen ist. "Eines schönen Tages fand man die knöchernen Überreste von J.-J. neben der sichtlich satt gefressenen Wolfshündin im Zwinger. Ende!"
    - Wenn das Frühstück und der Klogang nichts mit der Geschichte zu tun haben, dann haben sie in der Geschichte auch absolut nichts verloren. Hier nochmal ein kleiner Hinweis auf KGs, die bei Ausschreibungen nur eine maximale Zeichenzahl enthalten dürfen. Wer unnützes schreibt, hat nichts zu sagen - und davon reichlich.


    Der Grund hierfür lag nur einen Steinwurf vom Gehege entfernt: ein kleines, zugegebenermaßen hässliches Schaf, blutüberströmt. Das konnte nur Äpper sein!!! Jean-Jaque entfuhr ein spitzer Schrei, in einer Tonlage, deren Beherrschung er sich garnicht bewusst gewesen war.

    - "Der Grund hierfür lag nur einen Steinwurf vom Gehege entfernt:": Gehege? Wird diese aggressive Hündin in einem Gehege gehalten?
    - "ein kleines, zugegebenermaßen hässliches Schaf, blutüberströmt.": Wer gibt zu, dass das Schaf hässlich ist? Sind blutüberströmte Schafe nicht alle hässlich? Nennt man ein hässliches Schaf nicht "entstellt" und wird notgeschlachtet?
    - "Jean-Jaque entfuhr ein spitzer Schrei, in einer Tonlage, deren Beherrschung er sich garnicht bewusst gewesen war.": Was ist ein "spitzer Schrei"? Der ganze Satz wirkt unfreiwillig komisch und lenkt vom agressiven Tier ab, das ja vermeintlich das Schaf auf dem Gewissen hat. Das macht die Geschichte sehr langweilig, was im weiteren Verlauf sogar noch durch "Informationen" unterstützt wird, die vom aktuellen Geschehen (Wolfshund buddelt, blutendes Schaf daneben) ablenkt.


    Äpper war eins seiner 3 liebsten Schafe. Dazu gehörten wahrlich noch Milb und der legendäre Harno, der seinen Namen dem Professor Harno zu verdanken hatte.

    Schön! Während ein Schaf verblutet, erfahre ich, dass da noch zwei andere sind, und eins den Namen einem Prof zu verdanken hat. Mal abgesehen davon, dass Äpper eins seiner drei liebsten WAR, also bereits nicht mehr IST.

    Jedenfalls versuchte Geneviève ein Loch zu buddeln, scheinbar wollte sie Äpper darin verschwinden lassen.

    - "Jedenfalls versuchte ...": Wenn man sowas als Autor tatsächlich beim zweiten mal durchlesen sieht, und sich dann noch keine Gedanken macht, was falsch gelaufen ist, dann sollte man hier bereits aufhören zu schreiben.
    Zitat: "Entschuldige die Länge des Briefes, ich hatte keine Zeit mich kurz zu fassen!"
    Dieses Zitat wird Goethe nachgesagt, aber es finden sich auch andere bekannte Namen als vermeintliche Urheber davon. Nichts desto trotz ist das ein Punkt, der einzuhalten ist, egal an wen ein Schreiben, ein Text, eine Geschichte gerichtet ist. Und JEDER, der sich an diese Regel hält, weiß, wie schwer es ist, einen Text kurz zu halten und unnötiges Gefasel raus zu streichen. Das kostet durchaus Zeit. Und ein "... blabla, aber jedenfalls, blabla ..." ist unhöflich und um als Leser weiterlesen zu wollen, muss man schon einen triftigen Grund haben. JEDENFALLS hab ich das Gefühl, als Leser nicht ernst genommen zu werden, oder zumindest der Verfasser von "jedenfalls blabla" keine Lust auf schreiben hat, und sich nur genötigt fühlt, schreiben zu müssen. Hier sei gesagt: Niemand MUSS schreiben! :evil: Aber ich mach mal trotzdem weiter:
    - "scheinbar wollte sie Äpper darin verschwinden lassen.": Scheinbar? Vielleicht scheinbar für J.-J., aber man sollte als "allwissender Autor" darüber bescheid wissen, was seine "Kreaturen" so veranstalten. Auf den Konjunktiv sollte man also auch möglichst verzichten. KÖNNTE ja sein, dass sich jemand daran stört. ;)


    Jean-Jaque war außer sich vor Wut und rannte in Pantoffeln zur Tür hinaus, laut schnaubend und wild fuchtelnd. Die kryptide Hündin ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und buddelte wie wahnsinnig weiter.

    - Der Nebensatz (im ersten Satz) hätte nicht sein müssen (bremst nur den Lesefluss) und Adjektive sollte man nicht inflationär verwenden. Hier wirkt es leider auch wieder unfreiwillig komisch.
    - Ein tschechoslowakischer Wolfshund ist nicht kryptid. Und wenn möglich Fremdwörter vermeiden, außer es handelt sich um einen Text in einem Fachblatt, bei dem der Artikel an "Gleichgesinnte" gerichtet ist.


    Jean-Jaque hatte keine andere Wahl, er musste sich dem Zwinger nähern um herauszufinden, ob sein geliebter Äpper noch am Leben war. Dazu ging J.-J. in die Hocke und legte sich sodann in das vom Morgentau noch nasse Gras. Er ließ sich langsam in Richtung Zwinger gleiten, immer darauf bedacht, möglichst wenig Laute von sich zu geben. Da J.-J. jedoch seit geraumer Zeit unter beginnender Fettleibigkeit litt, entfuhr ihm dann doch das eine oder andere Keuchen. Blitzartig richtete sich Geneviève auf und witterte mit der stacheligen Nase in Richtung des Unternehmers. Dieser versuchte mit Schnalzlauten die blutrünstige Hündin zu beruhigen, in Gedanken immer noch fest bei seinem kuscheligen, wenn auch hässlichen Schafsgefährten......

    - Ok, dass das Schaf hässlich ist, haben wir mittlerweile verstanden. ;)
    - Warum hatte er keine andere Wahl?
    - " Dazu ging J.-J. in die Hocke und legte sich sodann in das vom Morgentau noch nasse Gras. ": Ich glaub, dass es noch morgen ist, hatten die meisten Leser schon vergessen, als sie erfahren hatten, dass es mehr als ein Schaf gibt. Und da die drei Schafe die Lieblingsschafe sind, fragt sich der Leser, wie viele andere Schafe es noch gibt. Da spielt ein wenig nasses Gras kaum eine Rolle. ;)
    - "in Gedanken immer noch fest bei seinem kuscheligen, wenn auch hässlichen Schafsgefährten...... ": Ja, das Schaf ist hässlich. Bedenken habe ich jetzt wegen dem "kuscheligen". :?


    in das vom Morgentau noch nasse Gras. Er ließ sich langsam in Richtung Zwinger gleiten, immer darauf bedacht, möglichst wenig Laute von sich zu geben. Da J.-J. jedoch seit geraumer Zeit unter beginnender Fettleibigkeit litt, entfuhr ihm dann doch das eine oder andere Keuchen.

    Informationen, die entweder früher oder gar nicht kommen hätten müssen:
    - J.-J. ist fett
    - es ist nicht Winter
    - es gibt eine Wiese oder sowas
    - die Entfernung vom Haus zum Zwinger ist nicht gering






    Was mich aber als Leser wirklich gestört hat:


    - Jean-Jaque, Cindy-Charnett und Jeremy-Pascal?? Was soll das? Ein Klischee? Sollen die Namen möglichst französisch klingen und gibt es keine Paul, Dominique oder Agnes in Frankreich, sondern nur Doppelnamen wie Jean-Paul, Michelle-Annette oder Claude-Brigitte? Ich glaub, wenn das Annemarie-Klarabella liest, dann fühlt sie sich ein wenig angepisst.


    - Ich kenne die Protagonisten nicht. Es ist mir also egal, ob sie drauf gehen oder nicht. Eigentlich ist diese Geschichte für mich eh schon zu ende. Mal abgesehen von dem "jedenfalls" hab ich mir auch meinen Teil gedacht, als Harno und Milb kamen und dann die Bestie (also die Wolfshündin) den Jeremy-Pascal schulterte. Naja, wenigstens weiß ich ja, dass Cindy-Charnett eine rothaarige Schönheit ist und genauso schreit, wie J.-J. (spitzer Schrei).


    - Kein Spannungsbogen. Nicht nirgendwo keine Spannung (Japp!!! Dreifache Verneinung!!). "Es wurde ein Hund gekauft und der beißt. Geschichte fertig!"


    - Hab ich dieses "jedenfalls" schon erwähnt?? Das ist ein absolutes NOGO!! Dazu auch der Hinweis, möglichst auf Füllwörter zu verzichten!




    Mein Eindruck zum weiteren Verlauf der Geschichte, ausgehend von dem, was ich bisher erfahren hab:
    J.-J. holt sich was aus dem Haus und geht mit C.-C. auf die Jagd nach EINEM HUND, der sich J.-P. geschnappt hat. Begleitet werden die zwei von den drei kleinen Schwei.... äh
    Schafen, unter denen Äppel ist (wie auch immer das hässliche Schwei ... ähh Schaf heißt), was sich schnell von den derben Verwundungen erholt.




    Und jetzt wieder ernsthaft:


    erdmann
    In Deinen Abschnitten waren viele Wortwiederholungen. Ein Synonymlexikon auf dem Schreibtisch ist Pflicht. Google hilft, ist aber nicht dasselbe. In einem
    Rechtschreiblexikon, was auf dem Schreibtisch auch nicht fehlen darf, gibt es Tipps zur Kommasetzung. Aber die Schachtelsätze umgehst Du nur durch kürzere Sätze.
    Du schreibst auch viel passiv ("Es wurde von J.-J. geprüft, ... "). Mehr aktiv wäre für die Protagonisten förderlich ("J.-J. prüfte ...").


    Buchtipp für Dich:
    - Das Schreibseminar, Fehringer und Köpf, ISBN 3800073706
    Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und ist keine trockene Lektüre.




    Wächterdernacht
    In Deinen Abschnitten findet man sehr viele Adjektive und Füllwörter. Vieles lässt sich streichen, weil unnötig:
    Bsp::
    "Dazu gehörten wahrlich noch Milb und der legendäre Harno, der seinen Namen dem Professor Harno zu verdanken hatte."
    "...aus der Gewalt der scheußlichen Bestie."


    Bei den Adjektiven ist es einfach, herauszufinden, welche überflüssig sind: wandele das Adjektiv ins Gegenteil um (z.B. schwarz -> weiß); wenn es dann Blödsinn ergibt , dann kannst Du es getrost streichen.


    Buchtipps für Dich:
    - Perfekt schreiben, Markus Reiter, ISBN 3446412476
    Ist sehr handlich und gut zum nachschlagen geeignet.
    - Der Schreibcoach, Ingrid Glomp, ISBN 3406625851
    Sehr sachlich und eigentlich eher auf journalistische Texte ausgerichtet, aber in Deinem Fall passend, weil: SCHREIBE FÜR DIE LESER!








    Sorry für Dreifach-Post, aber die 10.000-Zeichen waren wohl weit überschritten. :?
    Ich musste sogar noch einiges kürzen, bis es halbwegs rein passte.

  • Zitat

    Jean-Jaque, Cindy-Charnett und Jeremy-Pascal?? Was soll das? Ein Klischee?


    Das erinnert mich mehr und mehr an die Das Monster Im Labor Geschichte... kannst du dich noch erinnern Irrwisch ?


    Zitat

    Sorry für Dreifach-Post, aber die 10.000-Zeichen waren wohl weit überschritten.
    Ich musste sogar noch einiges kürzen, bis es halbwegs rein passte.


    Es sei dir verziehen, immerhin ist der Inhalt aller drei Postings lesenswert :)

    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • Es sei dir verziehen, immerhin ist der Inhalt aller drei Postings lesenswert :)



    Danke, das ist lieb von dir.


    Also erst einmal möchte ich euch für die durchaus angebrachte Kritik danken, oft bleiben Fehler unbemerkt, weil man seinen Schreibstil so verinnerlicht hat, dass einem Formulierungen, die für Außenstehende komisch erscheinen, gar nicht mehr wirklich auffallen.


    Dass ich sehr oft passiv schreibe, ist in der Tat ein großes Problem, an dem ich vermehrt arbeiten werde.


    Ein Buch habe ich schon, ein weiteres kann ich mir leider nicht leisten. :?


    Mich freut es dennoch zu sehen, dass unsere Geschichte schon über 300x angesehen wurde, so ganz uninteressant scheint sie also nicht zu sein. Ich kann mir vorstellen, dass sich hier nur wenige User dazu äußern, da viele bestimmt Angst haben oder sich schämen, zuzugeben, dass ihnen "so" eine Story gefällt, aber hey, solange die Klicks nicht stagnieren, ist das für mich Bestätigung genug, dass die Geschichte rund um die Bestie von Gevaudan doch recht großen Anklang findet.




    Viele Grüße,



    Erdmann

  • Die Bestie bemerkte dies natürlich sofort und stieß ein markerschütterndes Heulen aus. Doch Harno und Milb ließ dies kalt und erneut ertönte die Fanfare des Hornes womit sich das Zweigespann wieder in Bewegung setzte. Die Bestie näherte sich dennoch den beiden Schafen, die unbeirrt im Gleichschritt marschierten. Währenddessen kämpfte Jean-Jaque noch immer mit der Tür, welche von Cindy-Charnett verriegelt worden war. Doch diese machte keinerlei Anstalten, den Unternehmer in sein Haus zu lassen. Er mühte sich ab, Äpper auf seinen Armen zu halten, doch dies stellte sich zunehmend schwierig dar. Jedenfalls marschierten die beiden ausnehmend hässlichen Schafe auf die Bestie zu, welche plötzlich erstarrt war. Aus der Ferne sah nun auch Jean-Jaque eine Gestalt auf die Kulisse zuhinken. Das konnte nur Jeremy-Pascal sein. ,,Scheiße" entfuhr es dem Franzosen, ,,wenn das Cindy-Charnett sieht!!" Sogleich ließ er Äpper fallen und stürzte sich zur Ablenkung mit Getöse auf Geneviève, die völlig überrumpelt war. Er schwang sich auf den Rücken der furchterregenden Bestie und schrie ,,Aus dem Weg!!". Der Marschzug der Schafe hielt inne und rief nun ,,MÄH!" während Cindy-Charnett die Türe öffnete und Jean-Jaque verzweifelt bat, aus dem Sattel zu steigen. Jeremy-Pascal näherte sich unweigerlich der Szenerie und Jean-Jaque wusste nicht, wie er weiter von ihm ablenken sollte. Da bekam er plötzlich einen Geistesblitz und lenkte die Bestie mit geschultem Schenkeldruck in Jeremy-Pascals Richtung. Er traute seinen Augen kaum, als er sah, womit Jeremy-Pascal sich fortbewegte: Anstelle seines Unterschenkels hatte er sich einen langen, spitzen Ast an den Beinstumpf montiert, mit dem er nun auf die Bestie mit ihrem unerwünschten Reiter zuschritt.



    Mfg,


    wdn

    Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.

  • Als Cindy-Charnett sich derweil an den Tag erinnerte , als Jean-Jaque ihr in seinem Gartenschuppen einen Antrag machte, fiel ihr plötzlich ein, dass im Schuppen eine Axt hing.


    Neue Hoffnung schöpfend, machte sie sich also daran, das Durcheinander im Schuppen zu ordnen, um so die Axt zu finden, als sie auf einmal ein leises Tropfen vernahm. "Mhm, ob hier irgendwie ein Leck ist?" , fragte sie sich. Da, endlich, die Axt kam zum Vorschein. Cindy-Charnett wollte gerade nach ihr greifen, als ein Schrei die Stille durchbrach: "Cindy-Charnett ..." das war doch nicht etwa? Nein, das konnte nicht sein. Oder etwa doch? Sollte es wirklich Jeremy-Pascal gewesen sein, der sie da gerade rief? Cindy-Charnett drehte sich gerade zur Tür des Schuppens, als ihr die Axt auch schon beinahe wieder aus der Hand fiel. Da stand sie, die Bestie.Geneviève. Als sie die verschäumte Schnauze der Bestie sah, wurde ihr mit einem Mal klar, dass das Tropfen, das sie vorhin vernahm, aus dem Maul tropfender Speichel war.


    Cindy-Charnett erstarrte und war unfähig, sich auch nur einen Schritt von der Stelle zu bewegen, zu groß, zu lähmend war die in ihr aufkommende Angst. Ihre einzige Waffe: die Axt. Die Bestie fixierte das rothaarige Ex-Luder mit ihren Pupillen und schlich sich in gedeckter Haltung näher heran. Cindy-Charnett erlangte ihren Verstand wieder und kam zu dem Schluss, dass die einzige Chance, die sie hatte, die war, die Axt nach der Bestie zu werfen, um sie so außer Gefecht zu setzen. Sie holte also aus, schwang die Axt und ließ los, doch gerade in dem Moment, als die Bestie getroffen werden sollte, sprang diese zur Seite, so dass die Axt nun ungehalten in Richtung Schuppentür flog. Was von Cindy-Charnett allerdings unbemerkt blieb, in der Zwischenzeit hatte sich Jeremy-Pascal zur Tür gehievt und befand sich nun genau auf der Fluglinie der Axt. Es vergingen lediglich einige Sekunden, ehe der gesamte Eingang des Schuppen voller Blut war. Jeremy-Pascals Blut. Die Axt hatte seinen Kopf, welcher nun auf dem Boden rollte, geradlinig abgetrennt.

  • Ich kann mir nicht helfen, aber die Geschichte wird zunehmend schlechter. Und damit meine ich nicht mal den Schreibstil, sondern wirklich die Geschichte.


    Es fehlt jedes Konzept und die Autoren scheinen selbst nicht zu wissen, was sie schreiben.


    Cindy flieht ins Haus und verriegelt die Terrassentür. Kurz darauf ist sie im Schuppen. :shock:
    Die Terrasse ist über und über mit Blut bedeckt, aber die Bestie kommt zurück, weil sich der Unternehmer eine Verletzung zugezogen hat. :?
    Ein Ast als Beinprothese? Von mir aus; denn immerhin gab's bei "Planet Terror" eine Flinte als Prothese. 8-)
    Das mit Harno und Milb hab ich gar nicht verstanden. Militärschafe, weil sie immer im Gleichschritt marschieren, eine Fanfare ertönt und sie "Mäh!!" rufen? :evil:
    J.-P. schritt auf die Bestie mit dem unerwünschten Reiter (J.-J.) zu, kurz darauf findet C.-C. die Axt, die Bestie war auch schon da, und J.-P. gleich mit. Aber wo war jetzt J.-J.?? :?:


    Hier mal als Buchtipp:
    "Erfolgreich schreiben", Claus Vainstain, ISBN 3937909737
    In dem Buch geht es weniger um Schreibregeln, als darum, Protagonisten zu entwickeln, Dialoge zu schreiben und die Umgebung der Geschichte zu entwickeln. Eigentlich kein Buch, das ich jemand empfehlen würde, der schreibt. Aber hier fehlt den Protagonisten leider alles.




    Müsste ich ein Profil von den Protagonisten erstellen, von den Informationen, die ich hab, hätte ich ein großes Problem:


    J.-J. ist nach meiner Einschätzung über 60 Jahre alt. Weiß der Teufel, wo er das ganze Geld her hat, aber durch eigene Intelligenz kann er es nicht erwirtschaftet haben, da er ansonsten Angestellte für die "Drecksarbeit" mit dem Hund und den hässlichen Schafen hätte. Außerdem käme sicher nicht einfach so unangemeldet die Ex auf sein Grundstück. Also muss J.-J. ein sehr dummer Mensch sein.
    C.-C. ist ebenfalls nicht die hellste, denkt sie doch wirklich, weil ein Auto in der Einfahrt steht, muss der Besitzer desselbigen auch zu Hause sein. Zweitwagen für einen Milliardär undenkbar! :shock: Aber mit ihren Mitte 20 will sie ja auch weitere sexuelle Erfahrungen machen, die ihr der alternde Milliardär nicht so richtig erfüllen kann. Also krallt sie sich den Jungspund J.-P. Die zwei Kisten, die sie bei ihrem jetzigen Besuch abholen will, beinhalten in der einen Kiste Plüschtiere, in der anderen Sexspielzeug.
    J.-P. dürfte so Anfang 30 sein. Er hat ein eigenes Auto und wurde beim Militär ein knallharter Elitesoldat, der sich mal schnell notdürftig aus einem Ast eine Beinprothese schnitzt. Für C.-C. ist er jedoch nur vorübergehender Ersatz, solange, bis sich der nächste reiche Sack auf sie einlässt. Sie wollte ihn verlassen, während er wieder im Kampfeinsatz ist. Schluß gemacht hätte sie per SMS.


    Die Schafe und der Hund bräuchten eigentlich auch ein Profil, weil sie in der Geschichte genauso viel Tiefe haben, wie die Protagonisten.


    Um ehrlich zu sein, wär es mir lieber gewesen, C.-C. hätte den Hund mit der Axt getroffen, und seinen Schädel gespalten. Dann hätte J.-J. den J.-P. ins Krankhenhaus fahren und Äpper beim Tierarzt zum einschläfern abgeben können. Dann hätte J.-J. der C.-C. für ihre Untreue vergeben und nochmal nen Antrag gestellt, C.-C. hätte eingesehen, dass J.-P. mit nur einem Bein auch nur ein halber Mann ist und außerdem keine Milliarden auf dem Konto hat. So würde auch das Kistenschleppen entfallen. Und J.-J. wird eh noch drauf gehen, weil seine Wunde, die er sich zugezogen hat, sich noch entzünden wird. Also noch schnell zum Standesamt, damit die ganze Kohle für C.-C. bleibt. Verwandte scheint J.-J. ja auch nicht zu haben.

  • Danke, Irrwisch, für deine erheiternden und durchaus treffenden Erläuterungen! :thumbsup:


    Zitat

    Ich kann mir vorstellen, dass sich hier nur wenige User dazu äußern, da viele bestimmt Angst haben oder sich schämen, zuzugeben, dass ihnen "so" eine Story gefällt,

    Ernsthaft, versuchst du echt, dir das so als positiv einzureden?! :wacko:


    Jetzt mal noch ein paar Sachen, über die ich hier ständig stolpere:

    • Was ist denn jetzt mit der Bestie?! Der JJ wollte die doch genetisch erzeugen und dann von der Wolfshündin austragen lassen. Aber irgendwie gehts alles nur um das Muttertier: die zerfleischt doch hier Schafe, oder hab ich irgendwas überlesen?
      Warum ist die Hündin überhaupt so dermaßen auf Streit aus? Wurde sie vom Züchte so erzogen? Oder werden die Aggressionen durch den genetischen Welpen erzeugt?
    • Warum ertönt bei den Schafen immer Horn-Musik? Blasen die durch ihre eigenen Hörner?!
    • Die Story liest sich durch die stängigen Torben-Hendrik's und Luise-Chantalle's sehr holprig
    • und noch einiges mehr...


    Nach dem Lesen bleibt für mich nur ein großen "WTF?!"...


    Ach, und Irrwisch's Verbesserungsvorschläge nehmt ihr auch nicht an. Ich lese schon wieder von häßlichen Schafen und "jedenfall's"-Verfransungen...


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Zitat

    Danke, das ist lieb von dir.


    Das war nicht auf deine Posts bezogen sondern auf die von Irrwisch, eure Geschichte kann mich leider überhaupt nicht fesseln. Wieso dies der Fall ist hat Irrwisch schon mehr als ausführlich dargestellt, bitte beschäftigt euch etwas mehr mit der Materie bevor ihr euch ans Schreiben wagt.


    Zitat

    Ich kann mir vorstellen, dass sich hier nur wenige User dazu äußern, da viele bestimmt Angst haben oder sich schämen, zuzugeben, dass ihnen "so" eine Story gefällt,


    Pardon wenn ich das so hart sage aber: Ich glaube es liegt eher daran dass euer Machwerk schlichtweg verbesserungswürdig ist. Bitte nehmt Kritik als eben solche an und versucht nicht die Sache zu verdrehen. Ein Künstler der keine Kritik erträgt hat schon versagt.

    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • Mich freut es dennoch zu sehen, dass unsere Geschichte schon über 300x angesehen wurde, so ganz uninteressant scheint sie also nicht zu sein.

    Sorry, so um die 50 Klicks (keine Übertreibung) dürften von mir kommen; immerhin ist hier immer wieder mal was los, also bin ich mehrmals am Tag im Thread. Habe sowieso die Angewohnheit, bestimmte Themen zigmal anzuklicken, obwohl ich weiß dass nix Neues drin ist. Ist bei mir ähnlich wie bei Kühlschränken. Gelesen habe ich die Geschichte aber nie, auch nicht weiter überflogen. Ähnlich wie Dazee; ich hatte die Namen der Protagonisten gesehen, und, ähm... ja. Das wars. :nerd:

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Sorry, so um die 50 Klicks (keine Übertreibung) dürften von mir kommen; immerhin ist hier immer wieder mal was los, also bin ich mehrmals am Tag im Thread. Habe sowieso die Angewohnheit, bestimmte Themen zigmal anzuklicken, obwohl ich weiß dass nix Neues drin ist. Ist bei mir ähnlich wie bei Kühlschränken. Gelesen habe ich die Geschichte aber nie, auch nicht weiter überflogen. Ähnlich wie Dazee; ich hatte die Namen der Protagonisten gesehen, und, ähm... ja. Das wars. :nerd:

    :shock: :shock: :shock: :shock: :D
    Szenensprung: ,,Wirf ihr ein paar Eulenkekse rein" sagte Jean-Jaque und warf Cindy-Charnett eine Tüte zu, ,,vielleicht stopft ihr das das Maul." Cindy-Charnett steckte ein paar Eulenkekse durch die Käfigstangen und wandte sich dann wieder ihren Koffern zu, neben denen der immer noch leere Platz von Jeremy-Pascal zu sehen war. ,,Er ist schon über eine Woche weg" sagte Cindy-Charnett und betrachtete Jeremy-Pascals verlassenen Rucksack neben ihr. ,,Aber Cindy-Charnett, ich hatte nie das Gefühl, ihr seid wirklich füreinander bestimmt, vielleicht war Jeremy-Pascals Tod ein Resultat einer übernatürlichen Macht." ,,Übernatürliche Macht sagst du? ICH HAB IHN GEKÖPFT!! MIT EINER AXT!! Was ist daran übernatürlich?" ,,Ach das kann doch jedem mal passieren, mach dir nichts draus." Und so zogen sie von dannen während die Bestie im Hintergrund an ihren Eulenkeksen knabberte. ,,J.-J.? Sagst du mir denn noch, wo du Jeremy-Pascals Leichnam gelagert hast? Du sagtest du würdest dich um eine diskrete Bestattung kümmern." ,,Aber klar doch, Cindy-Charnett!" Und niemand außer Jean-Jaque selbst hörte sein leises, gehässiges Lachen, das er von sich gab, während er der Bestie ein letztes Mal für diesen Tag beim Fressen zusah. ,,Das schmeckt dir heute wohl besonders gut, was, Geneviève?" dachte er sich zufriedend nickend.

    Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.

  • Also ich muss schon sagen , am Anfang gefiel mir deine Geschichte recht gut , erinnerte mich an nen Trash-Film , aber irgendwie wird sie mit der Zeit immer schlimmer , noch dazu gibt es ja anscheinend ziemliche Lücken , ich mein im vorletzten Teil der Geschichte wurde gerade der Kopf von diesem Jeremy-Pascal abgetrennt und die Bestie war noch irgendwie frei soweit ichs verstanden hab , nun im neuen Teil der Geschichte ist die Bestie in ihrem Käfig und die füttern die Bestie mit J.P und Eulenkeksen , also schon ziemlich irreführend , liegt wohl daran dass ihr beide wohl nicht immer gut zusammenarbeitet . Ich würde Irrwischs Hilfe mal genau durchlesen und auch auf die Tipps hören . cu