Atommüll verstrahlt Atlantik - Nukleares Endlager Meer

  • Hallo,


    nun ist es soweit, unsere Altlasten kommen auf uns zurück.Frage mich, wie 'damals' gewisse Vertreter etwaiger Firmenpolitik das Verklappen des Atommülls so ausgeführt haben, wenn doch klar war/ist, dass wenige Jahrzehnte später die Fässer aufrosten.Mal wieder ein typisches Beispiel dafür, wie kurzsichtig der Mensch ist oder ausgeprägt die Scheissegal-Haltung ist frei nach dem Motto:"Die anderen werden es schon richten/ausbaden(kommende Generationen)."


    Das Thema ist zwar nicht brandneu, aber ich wills trotzdem mal zur Debatte stellen, schließlich leben wir alle auf dieser wundervollen Erde und auch diese und wir selbst sind nicht unendlich belastbar.Ganz im Gegenteil, ich fühle starke Betroffenheit gegenüber solchen Infos und würde gerne aktiv einschreiten, auch wenn meine geringe Kraft limitiert ist.


    Was meint ihr dazu?


    Hier der Artikel:


    Nukleares Endlager Meer - Atommüll verstrahlt Atlantik


    Ein Endlager für europäischen Atommüll gibt es schon längst. Von den Sechziger bis in die Achtziger Jahre hinein wurden hunderttausende Tonnen Atommüll im Atlantik verklappt. Seitdem rosten sie vor sich hin und langsam kommt das Problem wieder an die Oberfläche.



    "Mehr als 200.000 Atommüllfässer verrosten vor den Küsten Europas" mit diesem Satz schockierte das ARD-Politikmagazin Report Mainz letzte Woche seine Zuschauer. Zehn Mal mehr strahlen sollen die 114.726 Tonnen Müll als die angesammelten Fässer in Asse. Halb Europa hat bis 1982 initiiert von der Bundesrepublik seinen Nuklear-Schrott in billigen Tonnen im Atlantik versenkt. So langsam dämmerts, dass davon vielleicht noch was zu uns zurückkommt. Wie das ARD-Magazin berichtet, hat die Kommission zum Schutz der Meeresumwelt (OSPAR) an einer Versenkungsstelle im Nordostatlantik erhöhte Konzentrationen an Plutonium gefunden. Auch in Tiefseefischen konnte es bereits nachgewiesen werden.


    Eine Frage der Zeit, bis sich das Radionuklid auch in typischen Speisefischen wiederfindet. Und trotzdem teilte Umweltminister Norbert Röttgen der Report Mainz Redaktion mit, er sähe "keinen Anlass zu regelmäßigen Überwachungen des Versenkungsgebietes". SPD und Grüne verlangen jetzt nach einer Kontrolle der Atommüllfässer im Atlantik. Wie Report Mainz am Dienstag mitteilte stelle die SPD nun einen Antrag im Bundestag zur Überwachung der Versenkungsgebiete.


    http://www.utopia.de/magazin/n…hlt-atlantik-report-mainz

  • Hallo Sturmggeweiht!


    Ja, das Problem wird uns bstimmt noch einholen, und nicht erst die folgenden Generationen. Der Mensch denkt halt doch nur für "seine" Generation. Er kann einfach nicht "weiter" denken, da es ja nicht mehr "sein" Leben betrifft. Eine umfassendere anhaltende, humane Denkweise funktioniert anscheinend nur in seiner unmittelbaren Familie (z.B. Kinder und Enkel), vielleicht noch Bekannte. Danach fehlts dann auch schon. Emphatie und Verantwortung reicht leider nicht in dem Maße aus, was ein langes (besseres) Fortdauern der Menschheit verlangt. Das selbe gilt ja auch International - siehe die offen im Outback stehenden Atom-Fässer Australiens, die ja nur die "ausgeschlossenen" Aborigines was stören könnte.


    M.E. ist das genau der "Haken" an der billigen Atomstromgewinnung, der gerne verschwiegen wird (und wurde), die Endlagerung. Die Risiken der laufenden Werke, und des Transportes abgenutzter Brennstäbe zu WAA's ist dagegen Kinkerlitz - aber man kann es "sehen" und schon ist man davon schockiert, d. h. jeder (selbst die Bildzeitung) regt sich (kurzweise) auf. Ist es aus den Augen, ist es aus dem Sinn. Andererseits ist die Überfisschung im Ozean so fortgeschritten, dass wir ja deswegen wahrscheinlich nichts befürchten müssen ;-)


    Ich weiss ja nicht wie alt Du bist, oder wieviel Zeit Du investieren kannst, aber die Möglichkeit sich bei Greenpeace zu informieren, was man dagegen tun kann besteht in jeder großen Stadt, bzw. das Internet. Die weiterdenkende Zivil-Courage die Du aufbringen möchtest finde ich persönlich sehr lobenswert, und in der heutigen Zeit gar nicht mehr so selbstverständlich.


    lg KS

    Nicht jeder der aus dem Rahmen fällt, war vorher im Bilde... :klugsch:
    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir nicht so sicher"___Albert Einstein
    "Kein Mensch ist so wichtig, wie er sich nimmt"____Immanuel Kant

  • Danke für deinen Beitrag Klugscheisser!(witziger Nick übrigens)


    Das Problem liegt auch in der Masse der News, die es heutzutage gibt, da herrschet ein regelrechter Ansturm um die Krone "Schlechteste Nachricht des Tages" und mein Thread bezieht sich auf ein Thema, welches zwischendurch immer mal wieder auftaucht in den Medien, zumeist im Zusammenhang mit "Castor." Nicht destotrotz ist das eine stille Gefahr, die da so vor sich hinschlummert und die Gefahr ist real.


    Das mit den Generationen hast du zutreffend beschrieben, man gibt ja Werte und Tugenden bestenfalls an die eigenen Nachfahren weiter und die gebens dann wieder weiter.Hier ist eine ganze Generation an Menschen gefragt, eine Erde so an die nächste Generation von Menschen weiterzugeben, wie wir sie gerne haben möchten, nämlich in einem guten Zustand als Plattform jeglichen Lebens.


    Stehe schon mit Greenpeace im Kontakt, allerdings ist die Wirkung davon bisher nur marginal für mich festzustellen, aber ich werde nicht müde das Thema zur Sprache zu bringen auch als Apell, weil jeder von uns auch eine Verantwortung gegenüber der Erde hat oder zumindest haben sollte.


    Die Erde mit soviel Müll und Dreck der nächsten Generation in die Hand zu drücken, wirkt auf mich wie ein Hohn für eben diese, unsere Nachkommen.


    Herbstliche Grüße,
    Sturmgeweiht.

  • Ach, ich liebe solche Topics :D


    Vorerst mal Danke an Sturmgeweiht, dass du dieses Problem hier erwähnst. Jedoch musste ich feststellen, dass man lieber über Tierquäler stundenlang diskutiert und ihre Strafen fordert als sich um solche Probleme zu kümmern.


    Zum Thema: Ist doch wurscht. Solange es mir gut geht, ist mir das egal. Ich habe meine eigenen Probleme und sollen die Politiker sich darum kümmern. Auch bin ich der Meinung, dass das irgendwann sicher wieder gut wird. Die Natur kriegt das schon auf die Reihe. Einbisschen Alpha oder Betastrahlen tun ja nicht weh. Damit muss man rechnen, wenn man will, dass es unserer Wirtschaft besser geht.


    Immer dieses Gejammer um die Natur und deren Schutz. Uns geht es einfach zu gut.


    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Weder das eine noch das andere wäre all zu Sinnvoll. Wenn wir nur darauf achten wie es der Natur geht und das wir bloß nicht zu viele Bäume Fällen dann wird das unser vorankommen hämmen. Das ist nun mal wie das System funktioniert; wir können keine 7 Milliarden Menschen durchfüttern undvversorgen ohne Raubbau an der Natur zu betreiben.


    Allerdings darf man auch nicht alles schleifen lassen.
    Packen wir unseren Müll ins Meer und Fällen alle Bäume dann haben wir vermutlich spätestens in 50 Jahren ein ernstzunehmendes Problem. Wir Menschen sind auf die Natur angewiesen ohne Umwelt können wir wohl auch auf der Erde nicht überleben.



    Zum Atommüll.
    Das der Müll jetzt im Meer liegt lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Die Strahlung die wir "vielleicht" mal in einigen Jahren "eventuell" in "einigen" unserer Speisen haben werden sicher nicht letaler Natur sein. Auch kann man wenn man von der Strahlung weiß gut mit einem Antidot arbeiten.


    Was viel wichtiger ist, wird wohl die Lösung für die Zukunft sein. Atommüll fällt immer noch an und, meiner Meinung nach, sollte Atomenergie auch in den nächsten Jahrzehnten genutzt werden. Was wir mit dem dann anfallendem Müll machen ist die Frage.

  • Jedoch musste ich feststellen, dass man lieber über Tierquäler stundenlang diskutiert und ihre Strafen fordert als sich um solche Probleme zu kümmern.

    Du weißt ich mag dich ABER -
    DAS finde ich ziemlich blöd! Man kann nicht überall zur gleichen Zeit sein Most. Also bitte mäßige dich. Es gibt nun mal Themen die gerade wichtiger sind als andere, dabei spielt der Inhalt erst mal keine Rolle UND das hast auch du zu akzeptieren.


    Danke!!


    Grüße von Yen und Sorry für dieses OT, aber das musste mal gesagt werden!

  • Ich finde, du hast Recht, Most, aber man kann das Leid des einen nicht mit dem des anderen relativieren!
    Das sind zwei verschiedene Sachen die beide aller unterste Schublade sind. Dennoch sind sie nicht aufeinander übertragbar!
    Dieser einen Katze hat ihr Leben wie auch ihr Schmerz ALLES bedeutet! Und es gab sie nur ein einziges Mal auf dieser Welt!
    ganz abgesehen von der kriminellen laufbahn, die derart abgestumpfte Menschen wahrscheinlich noch vor sich haben.
    Bitte überdenke deine Aussage, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass jemand, der sich eigentlich FÜR das Leben ausspricht, einem Individuum dieses, aus Interessenskonflikten heraus, versagt.



    Im Grunde liegt der Atommüll ja nicht da unten rum, sondern hat sich längst im Meer verteilt. Es ist richtig, dass der Meer in der Lage ist, große Mengen Strahlung bis auf kleinste mengen zu verteilen, aber der Mist ist ja damit nicht weg. Über die Nahrungskette landet es doch wieder auf unserem Tisch im Form von Fisch und Meeresfrüchten, zusammen mit anderen hochgiftigen Stoffen wie Quecksilber, welche wir auch fleißig in die Gewässer eingebracht haben.
    Die einzige wirkliche Lösung für den entstandenen Müll ist wohl, ihn ins All zu schießen. Dort ist er vielleicht(!) schon neutralisiert, bevor er einen anderen bewohnten Planeten erreicht. Wenn nicht, haben wir ein Problem.



    Liebe Grüße, SIna

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

    2 Mal editiert, zuletzt von Corvus Corax ()

  • Sorry, aber Atommüll ins All zu schicken ist ja noch schlimmer, stell dir mal vor die Rakete stürzt ab bevor sie den Orbit verlässt, und das wäre bei den gigantischen Mengen die hoch geschickt werden müssten gar nicht so unwahrscheinlich.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Zumal radioaktive stoffe nicht so leicht herstellbar sind....mit der premisse: wer weisst was zukünftige generationen damit anfangen können. Immerhin sind jene stoffe ein nicht nachproduzierbarer rohstoff und im hinblick auf die energie die es freigibt dürftrn radioaktive stoffe in zukunft sehr wichtig werden....wie z.b. bei m desinfizieren,raumfahrt,antriebstechnik,reinigung gegen bakterien..selbst heute schon spritzen ärzte radioaktive stoffe in patienten....wer weiss schon heute was man damit alles anfangen kann...nur dass wir davon nur eine begrenze anzahl auf der erde haben sollten wir es nicht sinnlos ins all schicken..man stelle sich vor vor 200bis 300 jahren hãtten unsere vorfahren alle öl und gasquellen verbrannt weil öl nicht gut zu trinken war und tiere daran sterbrn wenn es aus dem boden kam...und das nur weil sie damit nichts anfangen konnten, so wie wir heute noch nichts mit stark strahlenden stoffen anfangen können, so könnten radioaktive stoffe in 500 jahren für jene gesellschaft so wichtig sein wie heute fossile brennstoffe.


    Gut abgesicherte endlager sind meiner meinung nach die sicherste lösung...die müssen gut gewartet sein,fernab grosser ballungsgebietr und dort wo keine erdbeben zu erwarten sind. Natürlich muss so ein weltlager militãrisch bewacht werden mit einem grossen sperrgebiet an land sowie in der luft. Mit einem abfangjäger geschwader falls jemand meint mit nem jumbojet reinfliegrn zu wollen.

  • Ins All schießen funktioniert auf keinen Fall. Fern ab daran an die Risiken zu denken ist das einfach nicht finanzierbar. Es kostet Millionen von Euro ein paar Kilo in die Atmosphäre zu schießen und wir reden von viele Tonnen jedes Jahr. Das würde das Budget jedes noch so reichen Staates überschreiten.


    Ich glaube auch das man in Zeiten von Globalisierung ein Globales Problem gemeinsam Lösen kann und muss. Es gäbe zum Beispiel in Afrika und Russland perfekte Plätze für Endlagerstätten. In Russland ist das Grundwasser gefroren und Sibirien ist sehr dünn besiedelt. Tiefe und aufgegebene Gold und Diamanten Mienen in der Wüste würden auch funktionieren. Allerdings wäre das Problem Moralischer und taktischer Natur. Moral: Ein Land das den Müll nicht verursacht hat muss für ihn Sorgen. Taktisch: Was wenn diese Länder den Müll verkaufen oder er gestohlen wird.


    Die Probleme könnte man sicher lösen, dass afrikanische Land könnte bezahlt werden und hätte gute Arbeitsplätze etc... Satelitenüberwachung und Internationale Aufsicht etc....