Was spricht gegen Organspende?

  • Ich bin schon seit einiger Weile damit konfrontiert, mir zu überlegen ob ich mir einen Organspenderausweis zulege oder eben nicht.
    Ich bin so Unsicher was das Ganze betrifft, es gibt total viele Pro aber auch einige Kontra in mir, die ich aber noch nicht mal vernünftig äussern kann, es sind Gefühlsmässige "Nee lieber noch nicht...".
    Mittlerweile habe ich so viele Meinungen die dafür sprechen gelesen und gehört. Aber kaum einer konnte mir sagen was dagegen spricht.
    Zumindest keine Gegenargumente die mir persönlich erklären warum ich noch keinen Organspenderausweis habe.
    Und die Für´s waren alle sehr individuell, mit vielen Emotionen die sehr persönlich waren. Das zieht bei mir meist nicht. Da ich hier anders herangehe.
    Ich habe auch keine Angst vor dem Thema, oder dem Tod allgemein, ich komme nur auf keinen Nenner in mir.
    Daher habe ich jetzt mal eine etwas ungewöhnliche Frage an euch.


    Was könnte gegen eine Organspende sprechen?
    Dabei interessiert mich weniger die individuelle Grundlage. Sondern vielmehr die Medizinische, Wissenschaftliche, Philosophische sowie ethisch religiöse Grundlage.
    Ich würde mich auch über Links oder Artikel diesbezüglich freuen.


    Ich muss für mich das Ganze nämlich anders aufbauen, wenn es keine Beweise dagegen gibt, dürfte dem Dafür eigentlich kein Grund im Wege stehen...


    Liebe Grüße von Yen.

  • Hallo!


    Ich sehe keine negativen Punkte.


    Ich habe selbst einen immer bei mir. Der Organspendeausweis ist kein Ausweis im eigentlichen Sinne. Es ist lediglich eine Pappkarte auf der du dein ja geben und auch bestimmte Organe ausschließen kannst.
    Wenn du plötzlich doch bedenken bekommst, kannst die Karte einfach wegschmeißen und jederzeit wieder eine neue ausfüllen.
    Da Ärzte den hippokratischen Eid leisten müssen, wird dich bei einem Unfall keiner ausschlachten, sobald er den Ausweis sieht. ;)
    Dir entsteht keinerlei Nachteil dadurch und durch deinen Tod kann dennoch ein Leben gerettet werden. Ich finde das toll.
    Da ich Artheist bin, kann man mit mir nach meinem Tod machen, was man will. Die können mich gerne komplett wiederverwerten, da hab ich kein Problem mit.
    Ich bin auch bei der DKMS und spende regelmäßig Blut, warum sollte das also nach einem tödlichen Unfall aufhören?


    Ich kann dir also mit Gegenargumenten leider nicht weiterhelfen. ^^
    Liebe Grüße, Sina

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • Ein Argument welches immer wieder Gewichtung findet ist, dass medizinische Entscheidungen eine andere Gewichtung haben, sobald man einen Ausweis hat.
    Als Beispiel wähle ich hierfür das Koma. Wenn ein Mensch ohne Ausweis in ein lang anhaltendes Koma fällt, so wird er generell am Leben gehalten, falls Hoffnung besteht dass er noch aufwacht.
    Ich hoffe ich sage jetzt nichts falsches, kenn mich mit der Gesetzeslage nicht 100% aus, jedoch kann es passieren, dass diese Lebenserhaltungsmaßnahmen bei einem Organspender nicht durchgeführt werden, sobald die Angehörigen damit einverstanden sind.


    Viele Menschen haben damit halt ein Problem, da sie sich sehr an ihr Leben klammern. Sobald noch Hoffnung besteht möchten die meisten nicht, dass andere über das eigene Leben entscheiden.


    Ist vielleicht ein Grund der sehr Individuell ist, jedoch höre ich das Argument immerwieder.


    Um mal zu mir zu kommen: Ich habe keinen Organspendeausweis und bin mir auch sehr unsicher ob ich einen haben möchte, eben aus diesem Grund.

  • Der größte Grund dagegen ist ein rein gefühlsmäßiger Grund, der bei mir ein "mulmiges Gefühl" hinterlässt, so wie bei vielen anderen auch. Allerdings wird das wohl niemals bestätigt werden.


    Es ist das von Kuttensau schon angesprochene Problem, wie Ärzte oder auch Notfallhelfer mit dir umgehen, wenn du am Rande des Todes stehst.
    Gesetzlich ist es natürlich nicht erlaubt,
    aber wer weiß schon, ob der Rettungssanitäter bei der rettenden Herzdruckmassage kurz vor deinem Tod nicht ein wenig zu früh aufgehört hat, weil er deinen Spendeausweis schon gesehen hat?
    Wer kann mir garantieren, dass er sein bestes gibt?
    Niemand.


    Klar ist das eine Angst, die eventuell unbegründet ist, aber wenn die eventuelle Möglichkeit besteht, dass Menschen mich deswegen eher sterben lassen,weil sie dann meine Organe bekommen,
    da weiß ich nicht, ob ich diesen Ausweis mit mir führen kann.

    "Wir ziehen in den Krieg. Die Elfen sind im Begriff unseren Wald zu verlassen. Und wir werden im Triumph heimkehren - oder gar nicht."

  • Aus dem Transplantationsgesetz:

    Wer im Koma liegt, ist nicht Hirntot. Die Frage ist hier ziemlich eindeutig geklärt.


    Was hätte es für einen Sani für einen Sinn, ein Leben zu retten,
    indem er das eine (sonst gesunde) vernichtet? Zumal es sich ganz sicher nicht gut
    anfühlt, wenn einer trotz Hilfemaßnahmen verstirbt.


    Viele haben auch Angst, dass mit ihren Organen Blödsinn betrieben wird. Aber Bestechungen, Erpressungen und Streitereien um Gekröse kommt erst deshalb zu stande, weil es zu wenig Spender gibt, ergo: nicht genug Transplantate für alle.

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


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    -Volker Pispers

  • Danke Kuttensau und der Rest :) ,
    ich habe gerade (vorlallem auch durch deinen Beitrag) im Internet ein wenig recherchiert (das ist übrigens das erste Mal das ich auf die Suche nach Gegenargumenten gehe, bisher habe ich mir nur die Befürworter-Seiten angesehen).
    Ich habe gerade gelesen, das die Ärzte vor der Organentnahme Medikamente gegen Schmerzen verabreichen.
    Das finde ich merkwürdig.
    Wenn das Hirn tot ist, sind doch auch die Nervenverbindungen gekappt. Oder sehe ich das falsch?


    Dann habe ich noch von der Geschichte der Julia Tavalaro im Internet gefunden, sie hat ein Buch veröffentlicht mit dem Namen: Bis auf den Grund des Ozeans.
    Die Frau galt 6Jahre lang als Hirntod und bekam dennoch alles mit. Die frage ist hier, ist das ein Einzelfall?
    Nennt mich Naiv, bisher bekam ich nur die "guten" Argumente zu hören und ich suchte auch nicht explizit nach negativ Berichten... ich bin doch überrascht, die Seiten sind voll...


    Die Buddhistisch Tibetische Seite habe ich jetzt mal bewusst ausgeklammert... dort wird die Totenruhe sehr ernst genommen...
    DAS ist aber nicht unbedingt ein Argument für mich....


    Auch noch interessant: http://www.epld.de/index.php?id=780
    Eine Vereinigung europäischer Ärzte suchen Patienten die nach einem Hirntod wieder aufgewacht sind...
    http://www.gesundheitlicheaufk…stik-bitte-um-spurensuche


    Also doch kein Einzelfall??
    Jetzt bin ich noch Unsicherer als vorher...
    Grüße von Yen.

  • Vielen Dank für die Erläuterung Corax.
    Feynuri beschreibt ja dieses "mulmige Gefühl". Ich denke das trifft es am besten.
    Generell find ich es gut wenn andere Menschen sich dazu bereit erklären, ich hab jedoch etwas bangen davor, ist dann wohl eine persöhnliche Schwäche.

  • Ich habe noch was gefunden.
    Das Mulmige Gefühl teile ich jetzt mit euch... wenigstens kann ich das mit Sicherheit beantworten...


    Ich habe jetzt mehrmals gelesen, das "Hirntode" keine zu ende Verstorbenen sind. Die Erklärung: "Tod ist Tod" trifft hier nicht zu. Das finde ich jetzt doch ziemlich grauselig...


    http://www.transplantation-inf…en/handbuch_intensiv.html



    Ich habe auch vor einigen Tagen mit meinem Nachbarn noch mal gesprochen. Er ist hat ein neues Herz, ohne dieses hätte er nicht überlebt. Ich wollte wissen wie er sich gefühlt hat, vor und nach der OP. Er sagte, das einzige was er gefühlt hat, war Erleichterung, allerdings wurde er auch z.B. im Krankenhaus von einer Ärztin gefragt ob er sich noch so fühlt wie vor der Herztransplatation oder ob er einen Fremdeinfluss wahrnimmt.


    Er war total geschockt über die Ärztin, sein Kommentar zu mir: "Wenn mich das Leute fragen die keine Ahnung von der Materie haben, ist das was anderes, aber wenn eine renommierte Ärztin mich fragt, finde ich das merkwürdig!"


    Geht mir übrigens genauso...


    Grüße von Yen.

  • Ohne mir den Fall von dieser Frau Tavalaro durchgelesen zu haben: Hirntod heißt: richtig tot, ohne die Möglichkeit zur Wiederbelebung. Wer hirntot ist (oder als hirntot gilt), dessen Körper wird nicht 6 Jahre lang am Leben erhalten. Wozu denn? Wer hirntot ist, bleibt tot, und die restlichen Organe kann man nicht über Jahre lang frisch halten. Ich vermute mal, dass es sich entweder um einen Fehler handelt (vielleicht war Koma gemeint?) oder um eine Erfindung (vielleicht von Gegnern der Organspende) und würde auf solche Geschichten gar nichts geben. Wer so "tot" war, dass er fälschlich für hirntot erklärt wurde, dessen Gehirn müsste so stark geschädigt sein, dass er nach seinem "Aufwachen" kein Buch mehr schreiben könnte.


    Auch die Gefahr, dass die Helfer einen eher sterben lassen, wenn man einen Ausweis hat, sehe ich nicht. Um Organe transplantieren zu können, muss man ja einen Empfänger haben. Auch wenn Fernsehfilme etwas anderes suggerieren: man kann nicht einfach irgendjemand beliebigen nehmen und ihm die Organe rauben, um sie einer anderen Person einzupflanzen. Spender-Organ und Empfänger-Körper müssen zueinander passen, und das ist selten. Nicht umsonst gibt es länderübergreifende Zentralen, weil die Wahrscheinlichkeit, etwas Passendes zu finden, so größer ist, und trotzdem müssen viele Menschen jahrelang warten oder sterben, bevor ein Organ gefunden wird.
    Der Helfer, der bereit wäre, einen Organspender sterben zu lassen, um seine Organe zu nutzen, müsste also schon die Werte des Opfers ganz genau kennen und sie dann auch noch mit den Werten möglicher Empfänger abgleichen. Diese Wahrscheinlichkeit geht gegen Null. Ganz besonders bei einem medizinischen Notfall wie einem Unfall, der nicht vorhersehbar ist, sondern plötzlich auftritt. Und wenn ein Mensch schon so lange und häufig untersucht wurde, dass seine diesbezüglichen Werte bekannt sind (die Untersuchung dieser Parameter gehört keinesfalls zu den üblichen Untersuchungen!), dann ist er gewöhnlich selbst so krank, dass seine Organe schon deshalb nicht in Frage kämen.


    Ich selbst habe jedenfalls einen Organspenderausweis.

  • Also nach dem letzten Bericht den ich gelesen habe, finde ich es doch schwierig dem Ganzen keinen Glauben zu schenken. Hier schreibt ein Dipl. Psychologe der in seinem Erstberuf 6 Jahre auf einer Intensivstation auf einer Neurologie gearbeitet hat und ein Lehr,- und Arbeitsbuch für Mitarbeiter auf Intensivstationen geschrieben hat.
    Das ist sehr umfangreich und ich habe dazu den oberen Link ja schon eingefügt.


    Ich finde das Ganze recht Neutral gehalten mit umfangreichen Informationsmaterial zum Thema Organspende und Hirntod.
    Ich werde mir das Ganze heute Abend/Nacht mal in Ruhe durchlesen.
    Interessant finde ich einfach die Sichtweise von Fachpersonal welches mit Organspende in Berührung kam. Das wirft einen anderen Blick auf die ganze Sache, als der von Angehörigen oder Gegnern der Organspende.


    Ich kann es den Zweiflern unter uns wirklich empfehlen. Das was ich bisher gelesen habe war sehr umfangreich.
    Hier noch mal der Link: http://www.transplantation-information.de/index.html


    Ich finde die Entscheidung unglaublich schwer. Auf der einen Seite habe ich ja einen direkten Nachbarn der betroffen ist. Auf der anderen Seite fühle ich dieses Zweifeln in mir.


    Hinzu kommt, ich habe tatsächlich Schuldgefühle weil ich mich noch nicht für einen Ausweis entschieden habe. Eine Bekannte von mir arbeitet direkt bei der DSO (deutsche Stiftung Organtransplantation), sie bringt natürlich ganz andere Argumente hervor (die diese Schuldgefühle noch verstärken).


    Vielleicht komme ich nach dem Thread endlich mal zu einer Entscheidung.


    Grüße von Yen.

  • Ohne mir den Fall von dieser Frau Tavalaro durchgelesen zu haben: Hirntod heißt: richtig tot, ohne die Möglichkeit zur Wiederbelebung. Wer hirntot ist (oder als hirntot gilt), dessen Körper wird nicht 6 Jahre lang am Leben erhalten. Wozu denn? Wer hirntot ist, bleibt tot, und die restlichen Organe kann man nicht über Jahre lang frisch halten. Ich vermute mal, dass es sich entweder um einen Fehler handelt (vielleicht war Koma gemeint?) oder um eine Erfindung (vielleicht von Gegnern der Organspende) und würde auf solche Geschichten gar nichts geben. Wer so "tot" war, dass er fälschlich für hirntot erklärt wurde, dessen Gehirn müsste so stark geschädigt sein, dass er nach seinem "Aufwachen" kein Buch mehr schreiben könnte.

    Exakt das gleiche habe ich mich auch gefragt.
    Ich kenne diese Autorin nicht, aber kann es sein, dass sie in Amerika lebt? Dort gilt man als Tod, sobald das Herz nicht mehr schlägt, während bei uns der Tod diagnostiziert wird, wenn das Gehirn keine Reaktionen mehr zeigt. Demnach wird sie wohl eher im Koma gelegen haben, während man Herz und Atmung künstlich mit Maschinen stimmulierte. Dementsprechend wäre das gar nicht so ungewöhnlich und unsere Definition von ihrem Zustand wäre schlicht und ergreifend Koma. Wenn sie alles, was um sie herum passierte einwandfrei miterlebte, handelte es sich um Wachkoma. Und natürlich erwachen Leute manchmal aus dem Koma und können nach Muskelaufbau-Reha etc, ihr normales Leben weiterführen.
    Aber in so einem Zustand ist man nach deutschem Gesetz eben nicht tot. Punkt.


    Wer tot ist, ist es in der Regel auch. Und wenn nicht, handelt es sich um eine Fehleinschätzung der Ärzte. Und auf Eis gelegt und verbuddelt/verbrannt wird man dann eh. Unabhängig vom Organspendeausweis.


    Ich arbeite nicht mit Schuldgefühlen, ich arbeite mit Logik. Und die ganz einfache Logik lautet: wenn ich ein Leben retten kann, tu ich's auch. Denn ich würde mir auch wünschen, dass jemand für mich in die Bresche springt, wenn es mal brenzlig wird.


    Liebe Grüße, Sina

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

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    -Volker Pispers

  • Ich stimme Corvus Corax zu, es gibt auch für mich keinen logischen Grund der gegen Organspende spricht.
    Was das "mulmige Gefühl" angeht, das muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen und hab mir auch nie Gedanken darüber gemacht ob irgend etwas gegen Organspende sprechen könnte.

  • Jep Amerikanerin http://de.wikipedia.org/wiki/Julia_Tavalaro


    Das Buch habe ich natürlich auch nicht gelesen, ich beschäftige mich ja erst seit heute mit dem Kontra.
    Du kennst mich ja mittlerweile schon ein wenig Sina, normalerweise würde ich sofort jedem Menschen helfen, wenn er meine Hilfe benötigt. Aber in dem Fall ist das nicht so einfach für mich.


    Ich kann noch nicht mal genauso sagen woran es liegt. Vielleicht fehlt mir hier einfach der Glaube das alles mit rechten Dingen zu geht. Vielleicht hat es auch mit dem Verlust der Kontrolle zu tun, nämlich das jemand einen Teil von mir entfernt, ohne das meine Angehörigen etwas dagegen tun können...
    Vielleicht ist es von allem etwas.


    Auf jeden Fall werde ich mich nachher ausführlich in den Link des Psychologen vertiefen, vielleicht komme ich dann zu einer anderen Auffassung.


    Grüße von Yen.

  • Du brauchst dir von niemandem ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen, wenn du Zweifel hast. Es kommt sowieso nicht jeder in Betracht, der einen Spenderausweis hat. Und die Wahrscheinlichkeit, dass du damit konkret deinem Bekannten helfen könntest, ist sowieso gering. Lass dich nicht unter Druck setzen!

  • Eben. Hol dir Anregungen und Meinungen ein und entscheide dann allein für dich, was du tun willst.

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


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    -Volker Pispers

  • Also ich bin auch Organspender, ich geh die Sache so an:


    Wenn mein Kind, meine Frau oder meine Mutter im sterben liegen würden und man das mit einer Organspende verhinder könnte dann würde ich das doch auch wollen. Vor allem wenn die nötigen Organe sonst einfach im Boden verfaulen würden.


    Da ich das für mich selber oder meine nähsten möchte muss ich selber auch bereit sein das für andere zu tun. Ich kann icht erwarten das mir geholfen wird wenn ich selbst nicht bereit bin zu helfen.

  • Ich hab auch einen Organspendeausweis im Geldbeutel. Aber nicht, weil ich altruistisch veranlagt bin, sondern weil es mir schlicht egal ist, was nach meinem Tod mit meinem Körper gemacht wird.


    Ich bin ja letztendlich nicht derjenige, der die Arbeit machen muss. ;)

  • Entschuldigung das ich das jetzt wider hochkrame aber den anderen Thread wollte ich auch nicht zumüllen.


    Ich habe gerade entdeckt das es nicht überall gleich gehandhabt wird.
    1. Ihr in DE müsst anscheinend einen Organspenderausweis haben ansonsten wird nicht an euch rumgefummelt.
    2. Ihr müsst Hirntod sein


    Das zweite erschreckt mich bei uns in AT ein bisschen. Es reicht der Herztod aus, des weiteren müssen wir explizit eine Organentnahme verweigern, ansonsten wirst du ausgeräumt.
    Mir läuft es da kalt den Rücken runter wenn ich darüber nachdenke dass mir bei einem schweren Unfall den ich irgendwie überleben könnte, davon abhängig bin wie lange die an mir rumprobieren bis sie mich verwerten.


    Da kommen dann auch noch andere Faktoren dazu, wie ich meine.
    Ich bin im besten Alter, mein Körper ist topfit und meine Organe kerngesund und nicht durch "Gifte" angegriffen, das kann ich mir gut vorstellen das die auf meine Pumpe scharf sind.


    Tut mir leid wenn sich da jemand auf den Schlips getreten fühlt, aber ich weiß nicht was ich davon halten soll.

    Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"