Was ist ein Tierleben wert?

  • Also doch lieber Schariah, Auge für Auge, etc. ja?

    Nein, das habe ich weder so geschrieben, noch so gemeint! Nur sollte die Strafe angemessen sein, also z.B. nicht für das zu Tode quälen eines Tieres bei einem Ersttäter zwei Wochenenden gemeinnützige Arbeit.



    Gewaltverbrechen sind selten geplant, also ist die Eventualität einer späteren Strafe meistens nicht bedacht.

    Gewaltverbrechen sind sogar sehr häufig geplant, gerade Mord, der Vorsatz sogar explizit in unserem Strafrecht beinhaltet, ansonsten ist es - wie schon ganz richtig ausgeführt wurde - Totschlag.


    Ich denke der Konsequenzen kann man sich nicht vorher bewusst sein. Siehe "Into The Abyss"

    Dann hat man wohl die falsche Berfuswahl getroffen...


    Doch, die kenne ich. Aber willst Du entscheiden wer leben darf und wer nicht?

    Ich bin ja auch kein Richter, mal ganz abgesehen davon, dass das deutsche Strafrecht die Todesstrafe nicht (mehr) beinhaltet.


    Was wäre denn eine gerechte Strafe? Einige User hier wollen mit den Tätern ebenso verfahren, wie diese die Katze zu Tode gequält haben. Wäre das Deiner Meinung nach angemessen? Würdest Du das gerne vollstrecken?

    Vielleicht 2-5 Jahre Zuchthaus?
    Und zu deiner Frage der Vollstreckung: Nein, das würde ich nicht gerne tun. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich nicht gerade besondere Skrupel hätte, z.B. bei einem mehrfachen Mörder/Vergewaltiger/Kinderschänder (sofern die Schuld der entsprechenden Person einwandfrei bewiesen wäre) den "Schalter" umzulegen, ganz egal, für wie hartherzig mich hier nun manche halten werden.

  • Mit dem Angeln genauso. Wenn angeln der Ernährung gilt - warum kommen im Jahr viele Angler zu uns, um uns ihren überzähligen Fisch zu schenken? Weil sie maßlos fangen und catch and release verboten ist. Da bekommen die Tiere einen Knüppel auf's Kleinhirn und werden dem nächst Besten hinterhergeschmissen.

    Ach, und Catch and Release ist deiner Meinung nach besser? So nach dem Motto: ich geh nur gern angeln, wenn ich dann einen Fisch fange, dann zieh ich ihn halt raus, und ganz egal, ob ich ihn eigentlich verwerten könnte, werf ihn dann wieder rein, weil's dem Fisch gefällt, ständig auf's neue einen Haken durch's Maul zu kriegen und wieder und wieder zur reinen Belustigung der Angler aus dem Wasser gezogen zu werden?
    Ganz nebenbei verkennst du ja auch, dass viele Fische eben nur zum Zweck des Gefangenwerdens überhaupt in ein entsprechendes Gewässer besetzt werden; z.B. gäbe es hierzulande kaum wildlebende Karpfen (ohnehin eigentlich ein Neozon, wenn auch schon seit ein paar Jahrhunderten eingebürgert), würden sie nicht zum Zweck der Fischwaid ausgesetzt werden...

    Wir sollten uns nicht einbilden, dass wissenschaftlicher Fortschritt und Kultur gleichbedeutend ist mit einer verantwortungsvolleren Behandlung unserer Umwelt. Durch unseren technischen Fortschritt (es gibt für den 0815-Angler sogar schon "Fish finder" mit Echolot), ist eher das Gegenteil der Fall.

    S.o.; zudem gibt es ja nicht umsonst auch so etwas wie Schonmaße, -zeiten und Fangbescxhränkungen.

  • Irrtum. Zumindest früher war es bei uns so, dass Henker Außenseiter der Gesellschaft waren, und zwar nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Familien. Und das Henker-Amt wurde nicht bewusst als Berufswunsch gewählt, sondern (wie allerdings in den meisten Berufen) vom Vater auf den Sohn vererbt. Man wurde es also zwangsweise, war aber sicher schon von Kind auf an das blutige Handwerk gewöhnt und abgestumpft, denn der Vater machte es ja auch.

    Selber "Irrtum". Du hast zwar insofern recht, dass, v.a. seit dem Spätmittelalter Henker (und auch ihre Familien) "Aussenseiter" der Gesellschaft waren, aber das auch nur in den Städten, wo sie z.B. außerhalb der Stadtmauern residieren mussten. Aufdoktriniert bekamen sie ihren Beruf jedoch nicht; die von dir erwähnte Vererbung des Berufs betraf ja bei weitem nicht nur Henker, sondern so gut wie alle Berufszweige, und das bis weit über das ach so finstere Mittelalter hinaus.
    Und vorher war's ja durchaus auch anders; wenn z.B. im 11. Jahrhundert ein über die Blutgerichtsbarkeit verfügender Landesherr die Todesstrafe verhängt hatte, führte diese i.d.R. einer seiner Waffenknechte aus, also die Entsprechung zum heutigen Berufssoldaten.
    Der eigene "Berufszweig" des Henkers ist genau genommen eine städtische Erfindung und verdankt seine Entwicklung der steigenden Bevölkerungszahlen der Städte im Spätmittelalter und der damit (auch) einhergehenden steigenden Gewaltverbrechen in den Städten.

  • Ist ja auch mein Job ;)


    Und: Jein, du hast nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen zu einer ganz bestimmten Zeit recht (städtische Gesellschaft, Spätmittelalter/frühe Neuzeit), wie ich bereits ausgeführt habe, aber belassen wir es dabei.



    Viele Grüße,
    Librarian

  • Hallo



    Corvus Corax


    Zitat

    Wenn so anfängst so zu argumentieren, müsste man nach deiner Logik (der Logik von fast allen Katzenhaltern) auch Hunde streunen lassen um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich von hausgeflügel und Katzen zu ernähren


    Der Satz ist einwenig polemisch ;)
    Wenn du mal beide Tierarten vergleichst und dir das Beutespektrum der jeweiligen Tierart anschaust kommst du von alleine drauf, warum Hunde nicht unbedingt rumstreunen sollten.
    Dann wäre noch der Tollwut bzw. Krankheitsaspekt, dazu der der verkehrssicherheit. Es ist ein Unterschied ob einen eine 4 Kilo Katze oder ein 25 Kilo Hund vors Auto läuft.


    Zitat

    Es GIBT kaum noch Singvögel in den Städten


    Also vor einigen Jahren hat die Uni Kassel eine Langzeitstudie beendet, in dieser ging es um den Lebensraum, die Gefährdung einheimischer Vogelarten.
    Bei dieser Studie wurde klar gezeigt, das Haustiere(Katzen) zwar Einfluß auf heimische Vogelarten haben(sie fressen Jungtiere) aber der prozentuale Anteil lag bei unter 7 %( +- 1% die Zahl weiß ich nicht genau, hab den Artikel auch bei google grade gesucht)


    Das man wie du als Beispiel anführtes, den Gelbspötter, das man diesen nur noch selten sieht hat andere Gründe als Katzen. Hier sollte Wiki hart regeln.



    Zitat

    Warum entbehrt das jeder sachlichen grundlage? Zwei Angriffe auf Kinder haben gereicht,


    Lies dir deinen Satz nochmal durch, dann kommst auch drauf warum ich darauf nicht antworten werde.


    Zitat

    Und was ist für dich eine Maus? Hausmaus? Feldmaus? Oder auch die streng geschützte Spitzmaus? Oder die vom Aussterben bedrohte Haselmaus?


    Und wo genau sind Katzen für die Gefährdung verantwortlich ? Les dir doch mal bitte durch wodurch diese Tiere gefährdet werden.
    Du gibst hier einfach nur irgendwelche Vogelliebhaberpropaganda weiter die aus irgendwelchen Vogelforen kommt. Diese habe so gut wie nichts mit wissenschaftlicher Analyse zu tun, sondern beruhen zu 80% auf irgendwelchen Horrorgeschichten die irgendwer irgendwann mal erlebt haben will.
    Bei genauer betrachtung der Sachlage, zeichnet sich ehr ein anderes Bild davon wodurch Singvögel aus Städte verschwinden oder bestimmte Mäusearten aussterben.
    Stichwort Verdrängung durch andere Arten bzw. Mangelnde Brutmöglichkeiten, verlust von Habitaten etc..wofür der Mensch verantwortlich ist.
    Die Katze so wie andere Raubtiere, wei der Waschbär profitieren nur von diesen Veränderungen. Z.b durch den niedrigen Nestbau.


    Zitat

    Ich bin zuversichtlich, dass dies irgendwann kommen wird.


    Aufgrundlage von was? Meldepflicht?
    Dafür müssten Steuerprüfer per se in JEDE Wohnung um zu schauen, ob die Meldepflicht nachgekommen wurde. Und das beisst sich sowas von mit unseren Grundrecht auf unantasbarkeit der wohnung.



    Ich betone nochmal, ich bin für eine Pflicht seine Freilaufenden Katzen zu kastrieren. auch mag ich Vögel.
    Nur jetzt werden Jungvögel von Katzen gerissen, vorher waren es bei Baumbrütern Marder. Bei Bodenbrütern Füchse..nur dadurch das der Mensch die Habitate dieser Tiere zerstört und somit die Population verringert tun sie dies nicht mehr.
    Jetzt springen Katzen in diese Nische. Jungvögel wurde schon immer gefressen. Deshalb legen ja Vögel auch nicht nur ein Ei. Das einfachste Biologie aus der 5 Klasse.
    Der Rest ist einfach nur Bla Bla Propaganda ohne Fakten, verkauft sich aber relativ gut.



    @
    Klugscheißer


    Zitat

    du solltest mal in spießigen Aquarienforen lesen


    Geh mir mal weg mit denen ;) Laut solcher leute misshandel ich meine Prachtschmerlen seit Jahren.



    So long

    But now the rains weep o'er his hall,
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  • Hallo!


    Schaut doch mal eben schnell in den Werbebereich jeder der in der Nähe von Oldenburg wohnt und glaubt ein Herz für bedürftitge Tiere zu haben, kann dies jetzt beweisen!


    Sorry, Valten, gerade keine Zeit für eine Antwort, die editier ich später hier in diesem Post hinein! :mrgreen:


    Liebe Grüße, Sina




    EDIT: So, ich habe dir bereits erläutert, was eine Hauskatze von einem Wildtier unterscheidet, lies es dir halt nochmal durch, wenn du's nicht begriffen hast.


    Wo argumentiere ich polemisch? Es ist eine logische Schlussfolgerung.
    Wenn Tiere ohnehin schon bedroht sind, helfe ich ihnen nicht, wenn ich ihnen noch mehr Probleme hinterher werfe!


    Vogelliebhaberpropaganda? Hälst du mich wirklich für so speziesistisch, dass es mir nur auf eine Tierklasse ankommt?


    Es geht um eine Freigängersteuer. Nicht um eine Katzensteuer. Im Haus kann doch jeder machen was er will.


    MfG, Sina

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

    2 Mal editiert, zuletzt von Corvus Corax ()

  • Hi


    Zitat

    So, ich habe dir bereits erläutert, was eine Hauskatze von einem Wildtier unterscheidet, lies es dir halt nochmal durch, wenn du's nicht begriffen hast.


    Ich hab das schon verstanden was du meintes.


    Zitat

    Wo argumentiere ich polemisch? Es ist eine logische Schlussfolgerung.


    Dein Beispiel mit den Hunden geht schon stark in diese Richtung. Wenn du sagtst wenn es das eine Tier darf, dann dürfen es die Anderen auch. Das ist nunmal polemisch ;)


    Zitat

    Vogelliebhaberpropaganda? Hälst du mich wirklich für so speziesistisch, dass es mir nur auf eine Tierklasse ankommt?


    Nein auf keine Fall, ich les ja auch deine andern Beiträge.
    Nur z.b dein Beispiel mit den 33 Vogelarten. Das beruht auf einer US Studie die sagt, das seit 1740 33 Vogelarten dank der Hauskatze verschwunden sind.
    Erstens fehlt bei dieser Studie die Vergleichskomponente, zweitens verschweigt die Studie irgendwie warum den Katzen die Möglichkeit zur Jagd so leicht gemacht wurden.
    Drittens lässt die Studie die Habitatsverdrängung durch andere Arten oder die veränderung des Lebensraumes durch bebauung mal komplett weg.
    Das traurige daran ist, das deutsche Vogefreunde diese Studie 1zu1 aud Deutschland übertragen(was aufgrund der anderen Flora und Faune schonmal epic fail ist) und nehmen die immer als Referenz um die These zu untermauern das Katzen der Grund sind warum wir weniger Singvögel haben.


    Dazu kommen noch die subjektiven Meinung von Vogelfreunden, die immer erzählen früher wäre ihr Garten so voll von vögeln gewesen.



    Zitat

    Wenn Tiere ohnehin schon bedroht sind, helfe ich ihnen nicht, wenn ich ihnen noch mehr Probleme hinterher werfe!


    Das Problem sind aber nicht die Katzen, sondern die Menschen die den Vögel Nistmöglichkeiten nehmen, sie beim brüten stören etc..oder kennst du viele Leute die einen Naturgerechten Garten haben?
    Ich nicht, die Leute die Vögel so sehr mögen sind selber das Problem, ein pflegearmer steriler Garten bietetet NULL Möglichkeiten für Vögel sich niederzulassen, ergo gibt es somit auch wenig bis keine Vögel im Garten....was aber die Schuld der Katzen ist ;)


    Zitat


    Es geht um eine Freigängersteuer. Nicht um eine Katzensteuer. Im Haus kann doch jeder machen was er will.


    Um zu erfahren wer seine Miez rauslässt oder nicht, dafür müsste es sowas wie ein melderegister geben. Und darfür brauch es nunmal Überwachung ala GEZ.
    Weil ich bezweifel das jeder seine katze brav anmelden würde und Katzen draussen fangen dürfte schwierig werden.

    But now the rains weep o'er his hall,
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    and not a soul to hear.

  • Zitat

    Dazu kommen noch die subjektiven Meinung von Vogelfreunden, die immer
    erzählen früher wäre ihr Garten so voll von vögeln gewesen.

    Also mein Garten ist immer noch voll von Vögeln, dem Umstand zum Trotz, dass ich Halter von drei Katzen bin. Gerade jetzt im Winter kann man das an den Futterhäuschen ja schön beobachten (was ich auch sehr gerne tue).
    Ich konnte auch wirklich keinen signifikanten Niedergang bestimmter Arten über die Jahre feststellen, im Gegenteil: Dompfaffen, Kernbeisser, Kleiber und Goldammern treten meiner Beobachtung nach sogar deutlich häufiger auf, als vor z.B. 15 Jahren noch.



    So long,
    Librarian



    P.S.: Das war jetzt nicht gegen dich gerichtet, Valten, aber dein Zitat hat einfach so schön gepasst, um daran anzuknüpfen ;)

  • Um zu erfahren wer seine Miez rauslässt oder nicht, dafür müsste es sowas wie ein melderegister geben. Und darfür brauch es nunmal Überwachung ala GEZ.
    Weil ich bezweifel das jeder seine katze brav anmelden würde und Katzen draussen fangen dürfte schwierig werden.

    Vorweg: Katzen sind extrem einfach mit einer Kastenfalle zu fangen... :mrgreen:


    Wenn die Tiere drinnen bleiben braucht man sie ja nicht kontrollieren und bei den Hunden hat die Steuer auch keine derartigen Zustände provoziert.
    Erst wenn sie draußen im Revier angetroffen werden - Jäger dürften sie hierzu auch nicht mehr sofort erlegen sondern müssten diese mittels einer Kastenfalle lebend fangen (auch ein Vorteil für Katzenhalter!) - kann eine Kontrolle erfolgen. Liegt keine Steueridentifikationsnummer vor, so hat der Besitzer halt Strafe zu zahlen, sofern er mithilfe von Chip oder Tattoo ermittelt werden kann.


    Oder man lässt die Steuer weg und erhebt eine generelle Strafe bei Anwesenheit in einem fremden Gebiet (ebenfalls statt einen Abschuss). Aber das wird nicht funktionieren, da Katzen ohnehin keine Grundstücksgrenzen kennen.


    Vielleicht klingt das ein wenig radikal, aber wenn einem jeden Sommer immer und immer wieder die gleichen Probleme begegnen und sich nichts in der Einstellung der Menschen ändert, frustriert einen das extrem. Ausbaden dürfen dass dann wieder 1.) die Tiere, 2.) Mitarbeiter und Ehrenamtliche Helfer, die sich bis zur totalen Erschöpfung eine Nacht nach der anderen um die Ohren schlagen um die Jungtiere durchzubekommen, die niemals auf Hilfe angewiesen wären, wenn Leute diesen einen Tag ihre Katze drinnen behalten hätten. Teilweise haben wir sogar Stammkunden, die alle paar Wochen von ihrer Katze verletzte Tiere reinreichen (wobei ich aber sehr froh bin, dass sie die verletzten Tiere wenigstens vorbei bringen, statt einfach draufzutreten). Das investierte Geld (Ersatznahrung und Desinfektionsmittel sind sauteuer!) wäre an anderer Stelle viel sinnvoller eingesetzt. :|


    Ich find es einfach nur schade, dass Leute, welche aktiv verhindern könnten, dass Tiere sterben, diese Möglichkeit nicht nutzen. ich liebe Katzen! Aber ich hol mir auch keine mehr, weil ich weiß, was sie anrichten können.
    Man kann nicht die Welt retten, aber man kann im kleinen Anfangen indem man eine bestimmte Sachen einfach unterlässt. ;)


    Liebe Grüße, Sina

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    -Volker Pispers

    Einmal editiert, zuletzt von Corvus Corax ()

  • Hallo



    also dein ansatz finde ich ganz gut, ausser das die Jäger dabei nicht mitspielen werden, da du ihnen fast 45% ihrer Abschüsse verhinderst ;)
    Nur wer würde die Fallen, das Personal also den Ganzen aufwand bezahlen? Und wenn ich eigenen Grund und Boden habe, wieso solte ich dann Steuer bezahlen dafür das meine Katze diesen nutzt?
    Das bei Hunden das nicht solche Auswirkungen gegeben hatte liegt daran, das man bei Hunden eine Meldepflicht hat, die man sehr leicht nachprüfen kann. Sichtbare Hundemarke. Bei Katzen wäre das wie du schon sagtes nur Möglich wenn man sie fängt. Und hierbei liegt das Problem, eine Katze ist eine Sache(ledier) wenn sich jemand fängt, wäre das nicht Diebstahl?


    Zitat

    Vielleicht klingt das ein wenig radikal,


    Ja tut es ;) Aber nur weil die Verhältnissmäßigkeit fehlt. Natürlich versteh ich das für dich und Andere es frustierend sein muss, verletzte Tiere wieder zusammen zu flicken.
    Aber auch wenn es grausam klingt, das ist nunmal Teil der Natur. Und wie ich schon ausgeführt habe gibt es keinen generellen Grund dazu Katzen eine "Kasernenpflicht" zu unterwerfen, da es keine wirkliche Gefährdung für andere Arten gibt.
    Wie gesagt mir tun die Tiere auch leid, ich habe früher sehr oft irgendwelche Tiere die meine Katze angeschleppt hatte zum Ta gefahren. Das waren meistens Hasen oder Karnickel. Mäuse hat sie direkt gegessen.


    P.s
    Letzetns lief auf phönix noch eine Doku über unser Rattenproblem in Großstädten, dort wurde erwähnt das die bei weiten Größer wäre ohne die ganzen freilaufenden Katzen. Also so ganz sinnlos ist das nicht , das Katzen draussen sind.



    so long

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  • Ich habe darüber nachgedacht... auf der einen Seite wollen wir die Tiere Artgerecht unterbringen, Katzen sind freiheitsliebende Tiere. Zeige einer Katze den Ausgang deines Hauses und sie nimmt ihn in Anspruch, zeige gar nichts und sie bekommt heraus, wo der Ausgang ist...


    Wenn wir also von Artgerecht sprechen, gehört keine Katze ins Haus eingesperrt. Wir gehen ja auch mit unseren Hunden nach Draußen und gewöhnen sie nicht ans Katzenklo / Hundeklo oder wie auch immer.
    die Haltung von Katzen ist ziemlich eingeschränkt, zumindest hier in Deutschland.
    Die Katzen die nach draußen dürfen, haben eine Überlebenszeit von ca. 3 / 5 Jahre und dann werden sie überfahren.


    Ich glaube du gehst das Problem falsch an, Sina. Das Problem sind nicht die Katzen, sie gehen nur ihrem ganz normalen Instinkten nach. Wir Menschen sind das Problem, das wir uns Tiere halten, das wir nicht für einen Artgerechten und Respektvollen Umgang sorgen.
    Auf der einen Seite werden die Vögel über Winter gefüttert und so zahm gehalten, auf der anderen Seite werden Katzen gehalten die diese Vögel dann jagen und auch bekommen, weil sie sich in der Nähe von Menschen aufhalten.


    Wir haben einfach den natürlichen Faden verloren.
    Ich glaube nicht, das es möglich sein wird (auch in Zukunft nicht, hoffe ich, weil dann kann ich keinem Tier das Leidet mehr einen Platz bieten), das wir Katzensteuer zahlen, ich würde mich dagegen wehren, ganz ehrlich. Die Tiere die bei mir sind, sind allesamt Geisteskrank (leider kenne ich keinen Psychologen der meinen Hund und meinem gehörlosen Kater umsonst behandelt, ich würde sofort hingehen!), wenn ich hierfür Steuer zahlen soll, will ich einen Behindertenausweis für sie! Und Ermässigung fürs Futter und den Tierarzt!


    Grüße von Yen.

  • Und wie ich schon ausgeführt habe gibt es keinen generellen Grund dazu Katzen eine "Kasernenpflicht" zu unterwerfen, da es keine wirkliche Gefährdung für andere Arten gibt.


    Trotzdem töten in unnatürlicher Population durch Menschen durchgefütterte Katzen jährlich wohl Abermilliarden von Wildtieren. Das ist schon eine Art von Umweltschädigung.

  • Zitat

    einfach den hauskatzen ein glöckchen umhängen, dann erwischen sie zumindest keine mäuse mehr!


    Grade die sollen sie doch erwischen! Aber ein Gloeckchen funktioniert bei Voegeln genausogut. Das Problem ist allerdings, dass jede Art von Halsband einer freilaufenden Katze zum Verhaengnis warden kann, weil sie sich daran aufhaengen kann.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Das Glöckchen ist nicht verkehrt, da die Katze wohl nicht zwischen bedrohten Arten und schädlichen Haus- und Feldmäusen unterscheidet.


    Desweiteren können Jäger die Hauskatzen somit auch von den bedrohten Wildkatzen unterscheiden.


    Dass sich eine Katze mit dem Band irgendwo stranguliert, halte ich eher für unwahrscheinlich.

  • Oder man geht einfach mal an den Menschen an sich anstatt der Katze den Schaden zuzuschreiben.
    Dann sollte eben nicht jeder Idiot eines bekommen können. Man wird registrierter Haustierbesitzer. Tier und Besitzer werden in einer Datenbank geführt. Bei wiederholten verstößen gegen die Aufsichts- und Hegepflicht gibt's eben mal n dickes Bußgeld - bemessen am Einkommen, wie es generell üblich sein sollte - und den dauerhaften Entzug der Tierhaltelizenz.
    Solche kurzsichtigen, "wohldurchdachten" Pläne kann ich ja ab. Meine Güte.
    Das eine Katze mal ausbricht ist weder verwunderlich noch zu 100% zu verhindern aber jetzt zu maulen, "Ooooh, die doofen Katzen. Voll die Plage. Töten alle Vögel." entbehrt einfach vieler Grundlagen.
    So ein Käse. Ernsthaft.
    Jeder der für eine Katzenglocke plädiert kann sich ja mal selbst eine um den Hals hängen und durch den Tag latschen. Anschließend kann mir derjenige mal erzählen, dass einem das permanente gebimmel nicht tierisch auf die Nüsse gegangen ist.
    Ja. Ich habe Katzen, verzeihe denen aber sicher nicht alles und ich bin auch nicht blöd oder ein militanter Tierschützer.

  • Zitat

    Das eine Katze mal ausbricht ist weder verwunderlich noch zu 100% zu verhindern aber jetzt zu maulen, "Ooooh, die doofen Katzen. Voll die Plage. Töten alle Vögel." entbehrt einfach vieler Grundlagen.


    Sagst Du das jetzt einfach so, weil Du Katzen hast, oder hast Du Dich mit dem Thema wirklich mal beschaeftigt?

    Tina

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