Sigmund Freud und die Psychoanalyse

  • Mir scheint, dass die Psychoanalyse in ihrem fundamentalen Sinn nicht verstanden worden ist. Die grundlegende Herangehensweise der Psychoanalyse besteht nicht in den Thesen über unsere psychosexuelle Entwicklung allein, sondern - abgesehen von verschiedenen speziellen Thesen - beschreibt sie die strukturelle Beschaffenheit von Psyche, womit ich nicht das Es, Ich und Über-Ich meine.


    Die Psychoanalyse ist die Herangehensweise an den Menschen als ein Wesen, dessen soziale, chemische, biologische und physikalische Umwelt Spuren partieller Irreversibilität am Verhaltens-, Denk- und Fühlorganismus hinterlassen hat, wobei die Analyse und Bereinigung von den Spuren der Umwelt als eine Intervention an der Psyche durch Gespräche (Fragen) über die Tiefenbergung der Ursachen gegenwärtiger psychischer Strukturen und über die Aufarbeitung der Vergangenheit geschieht. Die Psychoanalyse hat also das Wirken der Zeit an unserem Organismus erkannt, behebt deren verhängnisvollen Folgen nicht durch Pharmazie oder Zeitreisen im Universum, sondern die Psychoanalyse interveniert durch sprachvermittelte Eingriffe am Denken und Fühlen, indem der zu behandelnden oder zu analysierenden Person die Gelegenheit zum narrativen Revidieren der eigenen Geschichte im Gespräch mit dem Psychoanalytiker gegeben wird. Sie ist kein Hexenwerk, sondern basiert auf der vermeintlichen dauerhaften neuronalen Umfunktionierung des Organismus durch reine Mittel des Geistes.


    Die Psychoanalyse als Esoterik zu verstehen ist eine unmenschliche und menschenunwürdige Betrachtung des eigentlich humanistischen Status einer psychologischen Disziplin, die ohne mysteriöse Psychopharmaka und Gehirn-OPs auskommt, sondern deren unmittelbare Wirksamkeit urmenschlichen Kräften der Sprache und des Denkens entspringt. Die Annahme, dass Umdenken und Andersfühlen nicht ausreicht, um den Geist zu heilen, ist unmenschlich und menschenunwürdig, weil sie die Möglichkeit der Änderung der Psyche auf Basis von Geist negiert.

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  • sondern abgesehen von verschiedenen speziellen Thesen beschreibt sie die strukturelle Beschaffenheit von Psyche

    Das tut sie aber vollständig basislos und liegt daher in den meisten wichtigen Punkten auch komplett falsch. Darum ging es. Du stellst das Gebiet hier auch gerade als deutlich tiefgehender dar als es ist. Wie gesagt, wir reden über auf Koks und in Abwesenheit von menschlichen Studienmodellen konstruierte Fantasiemodelle.
    Es ist sogar nachgewiesen, dass das Zeug nicht hilft, auch im direkten Vergleich mit moderner Psychotherapie (Wobei wir diese halt schlussendlich der Psychoanalyse verdanken).
    https://en.wikipedia.org/wiki/Psychoanalysis#Criticism
    Diese benutzt übrigens sehr wohl ebenfalls lange, eindringliche Gespräche mit dem Patienten wie du sie schilderst - aber sie versteht deutlich besser, wonach sie gucken muss. Keine Ahnung, was du dir darunter vorgestellt hast bisher. Lies mal n paar Erfahrungsberichte bitte: https://www.reddit.com/r/AskRe…ave_been_to_therapy_what/


    die ohne mysteriöse Psychopharmaka und Gehirn-OPs auskommt,

    "Mysteriöse Psychopharmaka" - Das Zeug hingegen hilft großteilig wirklich und basiert schlicht und einfach darauf, wie das Hirn wirklich funktioniert und was ihm fehlt. Mysteriös ist das ohne Witz nur, wenn man keinen Schimmer von Chemie und Biologie hat. Antidepressiva funktionieren sehr gut und helfen echten Menschen, und wieder, das ist keine Meinungsfrage: https://www.iflscience.com/hea…hat-antidepressants-work/
    Hirn-OPs sind n sonderbarer Einwurf; wir sind aktuell noch nicht so weit, dass wir psychische Krankheiten mit ner OP heilen könnten.
    Versteh auch nicht, wieso du die Klassifizierung als Esoterik so problematisch findest - du bist hier bekannt als extremer Freund der Esoterik, glaubst an Wiedergeburt und so weiter - und nicht überraschenderweise verteidigst du passend dazu jetzt halt auch die Psychoanalyse.

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  • Mysteriös ist nicht der Mechanismus der Wirkung von Biochemie, sondern vollkommen mysteriös ist der Zusammenhang zu den Inhalten unseres Denkens. Teilweise taucht Licht ins Dunkle, inwiefern verschiedene Moleküle Gefühlsgetrübtheit unseres Denkens bestimmen.


    Die Psychoanalyse denke ich nicht "zu tiefgehend", denn sie ist das einzige Mittel, einer menschlichen Psyche in ihrer Komplexität näher zu kommen. Das ist sogar ohne Zweifel so. Ein Wunder ist die Psychoanalyse nicht, weil sie kein Patentrezept ist, sondern es auf den Patienten und den Psychoanalytiker banal gesagt, nicht etwa nur ankommt, diese beiden menschlichen Personen die Agenten der Intervention in die menschliche Psyche vielmehr hier einfach alleine sind. Das war durchaus neu in der Welt. Chemische Moleküle als Agenten der Intervention sind natürlich auch kein Hexenwerk.


    Die Psychoanalyse greift in eigentlich irreversible Entwicklungsprozesse der menschlichen Psyche ein und kann sie freilich nur bedingt wieder umkehren. Der Mechanismus ist jedoch kein Hokuspokus, sondern ein ganz simpler: Medizinische Mind-to-Mind-Intervention. Dass hier im Portal Menschen sind, die diesen sehr rationalen Mechanismus aus Vorbehalten negieren, wundert mich nicht. Paranormal ist Psychoanalyse eigentlich nicht, sie sollte als normal verstanden sein und gehört zum Allgemeinwissen.

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  • Die Psychoanalyse denke ich nicht "zu tiefgehend", denn sie ist das einzige Mittel, einer menschlichen Psyche in ihrer Komplexität näher zu kommen.

    Was hast du gegen die moderne Psychotherapie, die ne Weiterentwicklung der klassischen Psychoanalyse ist, nur halt mit Jahrzehnten mehr praktischer Erfahrung?
    Reden wir aneinander vorbei und du schnallst den Unterschied nicht, oder so? Crashkurs Psychotherapie: https://www.psychomeda.de/psyc…einer-psychotherapie.html
    Das ist doch genau das was du haben willst, nur ohne Freuds Hokuspokus und unter Einbezug tatsächlicher Erkenntnisse darüber, wie die menschliche Psyche funktioniert, oder? Die Psychonalayse hat keine Ahnung davon, was ne Depression ist; sie hält sie für eine Folge "ungünstig verknüpfter Gedanken". Wir wissen aber heute Bescheid über Traumata, Serotoninmangel und so weiter. Selbst bei nem reinen Gespräch können wir viel tiefer gehen und mehr finden, als die Psychoanalyse es kann.

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  • Die Psychoanalyse ist nur ein Mittel die Psyche eines Menschen zu beeinflussen. Sie ist das Mittel, das auf den dünnsten Grundannahmen basiert, aber sie ist eigentlich nur eine Benennung des Mechanismus, dass das Re-Adaptieren der eigenen Psychogenese durch Umbenennen möglich ist. Es ist nicht paranormal, dass Veränderungen des Denkens alleine die Psyche beeinflussen.

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  • Ja aber du hattest verstanden, dass bereits nachgewiesen ist, dass das so nicht funktioniert, und dass wir heute mehr darüber wissen und daher auch dasselbe in weniger oberflächlich machen können, oder? https://www.huffingtonpost.com…py-appears_b_5599479.html
    Essentiell bricht sich das runter auf "Mach dir positive Gedanken", und wir sind schon lange an nem Punkt, an dem wir wissen, dass es respektlos und ungebildet ist, das z.B. nem klinisch Depressiven zu sagen.

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  • Wenn eine Depression auf organischem Versagen basiert, dann kann eine Psychoanalyse nur begrenzt das leisten, was zum Beispiel ein Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer leistet. Die Psychoanalyse bezieht sich nur auf solche "Erkrankungen" oder Störungen, die exogen verursacht sind. Depressionen und viele klinische Erkrankungen können endogene Ursachen (genetisch, physiologisch generell) haben. Das wäre so, als ob ihr einen Telepathen fragt: "Was denke ich?", nur weil er ab und zu Gedanken lesen kann. Die Psychoanalyse bezieht sich auf nichts anderes als die Umkehrung der psychischen Entwicklung, die soziale und andere exogene Ursachen hat, aber längst nicht auf alle exogenen Ursachen. Zu verwechseln, wofür sie da ist und wofür nicht, führt zu unhaltbaren Vorwürfen. Für viele Fälle ist sie ein adäquates Mittel der Intervention - längst nicht für alle.

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  • Was du meinst, ist dann maximal noch Placebo-Wirkung. Natürlich hilft den meisten n gutes Gespräch, wenn man grad mies drauf ist; da ist der Inhalt dieses Gesprächs sogar recht egal. Das hat dann aber sowas von nichts mit der Behandlung klinischer, psychischer Krankheiten zu tun; also egal welcher auch. Es gibt keine tatsächliche Störung die einfach nur basiert auf "Gedanken sind ungünstig" (Und ja, sowas vages und tendenziell falsches ist esoterisch); das einzige was man in der Hinsicht dann mit Psychonalyse "heilen" kann, ist schlechte Laune. Der in unserer Gesellschaft oft auffindbare Mangel an der Fähigkeit, ne klinische Erkrankung am Organ Hirn mit klaren Ursachen von einfach nur normaler schlechter Laune oder Traurigkeit zu differenzieren, ist weiterhin n wahnsinniges Problem bezüglich der allgemeinen Aufklärung über diese Thematik.
    Die "Ungünstigen Gedanken" sind wie gesagt auch extrem oberflächlich; das ist wie wenn man sagt, dass es sich bei Krebs im Kern um blutigen Husten handeln würde.
    Das ist n offensichtliches Symptom, aber wir wissen darüber Bescheid, dass die Problematik tiefer geht (Unkontrolliertes Zellwachstum), und haben auch Möglichkeiten diese anzugehen.


    Außerdem gehören zur Psychoanalyse sehr wohl auch prominent der ranzige Kram wie das Instanzenmodell, Penisneid, Anale Phase und so weiter. Wisch das nicht weg.

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  • Das ist nicht richtig. Heute würde die Psychoanalyse auf vielen ja bestätigten Annahmen beruhen, dass nämlich die initiale Verdrahtung des Gehirns in frühen und traumatischen Episoden der Individualentwicklung geschieht. Sie geschieht aber durch Einwirken von Ereignissen auf den Organismus. Der einzige Weg, dieses Einwirken von vergangenen exogenen Faktoren auf den Körper (und den Geist) zu revidieren, wären eine Zeitreise oder all das, worauf die Psychoanalyse basiert. Neurochirurgie kann das genauso wenig leisten wie Neurochemie. Das ist einfach ein Fakt, dass das der wahre Sinn der Psychoanalyse ist.


    Alle anderen Therapien behandeln vielleicht das Verhalten, die Organe oder die Biochemie. Aber das Denken wird nur durch die Psychoanalyse direkt angesprochen, weswegen ich sie als eine ethisch einwandfreie, humanistische Methode ansehe, wenn denn der Psychoanalytiker moralisch handelt. Die Psychoanalyse heilt etwas, das durch sie angesprochen wird, sie kann aber keine amputierten Beine zurückbringen oder einen siamesischen Zwilling trennen. Die Annäherung an Psychoanalyse, sie sei etwas, was sie grundlegend nicht ist, ähnelt der Herangehensweise an paranormale Phänomene: man muss die nehmen, als was sie sind und wie sie erscheinen.


    Penisneid nach einem moderneren Verständnis gibt es nicht ohne Kultur. Trotzdem motiviert Penisneid tatsächlich viele Männer und Frauen, zum Guten wie zum Schlechten. Die Psychoanalyse kann den Penisneid natürlich bedingt beseitigen, was gar eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Psychoanalyse ist, weil sie durch zur Kulturrevolution gebraucht und politisiert werden kann.

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  • Alle anderen Therapien behandeln vielleicht das Verhalten, die Organe oder die Biochemie. Aber das Denken wird nur durch die Psychoanalyse direkt angesprochen

    Das ist einfach falsch. Bitte lies dir n paar Erfahrungsberichte von Leuten durch, die ne ganz normale Psychotherapie gemacht haben. Ich hatte dir mehreres Zeug verlinkt; es ist offensichtlich, dass du wahnsinnig, geradezu schockierend schlecht informiert bist, dafür dass du so selbstsicher über dieses Thema redest. Und das auch bei nem Thema, bei dem die Verbreitung von Fehlinfos real gefährlich ist.
    Es werden in ner Psychotherapie sehr wohl die Denkweisen des Patienten angegangen. https://www.huffingtonpost.com…py-appears_b_5599479.html
    Der große Unterschied zur Psychoanalyse ist einfach, dass es da bei weitem nicht aufhört, sie also weniger oberflächlich ist und den Patienten mehr als komplexes Wesen betrachtet.


    Penisneid nach Freud existiert nicht (Und hat auch nichts damit zu tun, dass manche Männer gerne nen größeren Cock hätten). Freud hat diese Idee ohne jede Grundlage produziert und es gab niemals nen Nachweis dafür.

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  • Ach naja, wenn es dir um Konzepte jenseits der Psychoanalyse geht, dann diskutiere ich für heute aus dem Grund nicht mit, weil die Folge der Psychoanalyse nicht deren Eliminierung war. Es ist einfach Quatsch, außer die Psychoanalyse keine weiteren Mittel in Erwägung zu ziehen. Grundlegend ist Psychoanalyse, wie ich schrieb, die Intervention des eigenen Denkens auf die eigene Psyche. Ob andere Methoden die Psychoanalyse ausschließen und deswegen den Sinn der Psychoanalyse negieren oder ob andere Methoden die Psychoanalyse beinhalten und deswegen besser als die Psychoanalyse sind, ist doch nur die Diskussion, wer den längeren Schwanz hat und in dem Zusammenhang sinnlos.

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  • Es ist einfach Quatsch, außer die Psychoanalyse keine weiteren Mittel in Erwägung zu ziehen.

    Es ist Quatsch, im Jahr 2018 noch die Psychoanalyse als Mittel für oder gegen irgendwas in Erwägnung zu ziehen, und als was anderes zu lehren als nen überholten Teil der Geschichte des Feldes.
    Es ist definitiv nicht so, dass wir uns bis auf Details einig wären. Du bist hier mit der Behauptung eingestiegen, dass ich nicht verstehen würde, worum es bei der Psychoanalyse geht. Das ist sehr falsch. Auch bist du klar der Ansicht, dass dieser Gedankenverknüpfungs-Mumbo-Jumbo in irgendeiner Hinsicht realitätsbasiert wäre, was ebenfalls falsch ist. Auch verstehst du nicht, was Psychotherapie ist, bzw. eigentlich auch nicht, was psychische Krankheiten überhaupt sind. Und schlussendlich sieht man an dem Penisneid-Ding, dass du nicht mal weißt, worum es bei der Psychoanalyse geht.
    In nem Feld schlecht informiert zu sein ist kein Verbrechen, aber dann lern doch bitte was darüber, wenn es dich schon interessiert. Ich hab dir diverse weiterführende Links angeboten auch.

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  • Also ich werfe hier keinem persönlich Unverständnis vor und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass du nicht weißt, was Psychoanalyse ist. Nochmal: endogene Erkrankungen kann die Psychoanalyse nicht heilen, nichts was auf Genen und Entwicklungsstörungen im Inneren beruht, zum Beispiel den Schaden eines Babys von einer Junky-Mutti. Unwissen direkt vorzuwerfen ist ein bisschen meine Methode, aber eh keine gute Methode und jetzt machst du es, wie im Kindergarten, als ob ich da jetzt neidisch bin.


    Wenn die Psychoanalyse unzeitgemäß wäre, wäre das, was die Zeitgemäßheit bestimmt, völlig falsch über die Zeit hinweg, weil die Psychoanalyse ein zeitloses Element der Psychologie ist. Sie ist auch nicht nur Fine-Tuning, sondern DAS Standard-Verhältnis, das zwischen Psychologen und Patienten bestehen sollte. Wird über Mittel, die über die Psychoanalyse hinausgehen, entschieden und wird sie weniger wichtig betrachtet, muss das begründet sein. Genau dieser Fall muss auf begründbaren Annahmen, seien sie wissenschaftlicher Natur oder sonstwie logisch, beruhen. Die Psychoanalyse ist zeitlos, aber sie leistet sicher nicht die Heilung aller Krankheiten. Sie ist so zeitlos, weil wir Menschen sind, die sozial sind und von anderen Menschen nicht nur geschadet werden, sondern sie auch die erste Referenz für unsere Psyche sind.


    Ich verursache es nur überhistorisch zu beurteilen. Und das ist nur ein Extrakt von dem, was ich mit Psychoanalyse meine. Kein Molekül, keine gesamtphysiologische Anamnese ersetzt das Verhältnis eines Menschen zu seiner eigenen Psyche, was von einem Psychoanalytiker reflektiert werden kann. Weißt du, was ich meine? Wäre Psychoanalyse nämlich nur ein Zeitgeist und nicht zeitlos, wären Menschen keine sozialen Wesen, aber das sind wir und das ist, was ich meine, wenn ich sage, dass Psychoanalyse so zeitlos ist wie Freundschaft.

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