• Hi! Bin neu hier und hätte da mal eine Frage in der Hoffnung, dass das kein alter Hut ist! Google war zumindest bisher keine große Hilfe... ;-)


    Ich bin über 30 und schlafe meist gut, wenn auch etwas zu wenig. Gelegentlich komme ich tagsüber in Situationen, in denen ich eindöse (zB langweilige Busfahrt mit Blick aus dem Fenster) oder gönne mir etwas Mittagsruhe. Dabei mache ich oft sehr seltsame Erfahrungen:
    Kurz bevor ich tatsächlich einnicke kommen mir für Augenblicke plötzlich sehr intensive (teilweise emotionale) Erinnerungen in den Sinn. Die sind meist positiv, es ist eigentlich ein schönes Gefühl. Leider kann ich diese Erinnerungen aber überhaupt nicht zuordnen und wenn ich darüber nachdenke, dann zerrinnen sie sofort wieder. Das passiert deutlich schneller als bei meinen Träumen und es fühlt sich auch nicht wie ein Traum an, ich bin ja meist noch (halb) wach. Es fühlt sich eher so an, als ob beim Einnicken irgendein "Mechanismus" abschaltet und Erinnerungen durchbrechen, aber das ist nur mein Interpretationsversuch. Inhaltlich kann ich wenig dazu sagen, aber es scheinen keine Kindheitserinnerungen oder dergleichen zu sein. Kennt jemand von euch diese Erfahrung oder hat Erklärungsvorschläge? Ich bin sehr gespannt, danke schon mal!

  • Klingt fuer mich wie das Hinuebergleiten in einen Traum. Wenn ich mich ins Bett lege, spiele ich meistens einen Film vor meinem inneren Auge ab. Manchmal merke ich dann, dass sich die Gedanken selbstaendig machen und ich keine Kontrolle mehr ueber diesen selbstgenerierten Film habe. Das ist dann der Punkt, an dem die eignene, kontrollierten Gedanken in einen Traum abgleiten, sprich in dem man einschlaeft. Manchmal wache ich an dem Punkt wieder ein bisschen mehr auf, eben weil ich merke, dass das Bewusstsein umschlaegt, manchmal schlafe ich einfach ein. Ich denke, dasselbe ist es bei Dir.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Hey Tina!


    Danke für die Antwort! Du meinst die hypnagogen Bilder oder ähnliches? Kenne ich gut, speziell auch vom Einleiten von Wachträumen oder ähnlichem. Es ist aber ein gänzlich anderes Gefühl. Die Erinnerungen scheinen für den kurzen Moment sehr sehr real, bis sie dann wieder verschwimmen, ohne dass ich in sie eintauche wie bei einem Traum. Außerdem bin ich in dem Moment meist noch relativ wach (oder glaube es zumindest zu sein). Es ist eigentlich weniger bereits Eindösen, sondern mehr "Körper und Geist entspannen".

  • Zitat

    Außerdem bin ich in dem Moment meist noch relativ wach (oder glaube es zumindest zu sein). Es ist eigentlich weniger bereits Eindösen, sondern mehr "Körper und Geist entspannen".


    Ja...klingt genau wie das, was ich meine. :) Man denkt, wach zu sein, ist aber eigentlich schon dabei, wegzunicken. Bei mir verbindet sich das oft mit einem Hochschrecken, wenn ich merke "Hoppla, das lenke ich gar nicht mehr". Und es kann in der Tat ein ziemlich emotionales Gefuehl sein.

    Tina

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  • Interessant, ich kenne das ebenfalls, mit ein paar Unterschieden.



    Du bekommst positive Gedanken/Gefühle, beim Eindösen, bei mir ist das Gegenteil der Fall. Sobald ich einschlafe und kurz davor bin, verfalle ich eher in eine Art Trauer, aber wohl eher, weil ich über Dinge nachdenke, die längst vergangen sind und nicht wieder kommen, oder ich etwas, wird niemals so sein, wie ich es mir gerne vorstelle.



    Jedenfalls, ich denke ebenfalls, dass es sowas wie ein Herübergleiten in den Traum ist. Träume fühlen sich doch real an, also ebenfalls, diese "Erinnerungen", wie du sie nennst. Es gibt ja ebenfalls das, nennen wir es Phänomen, dass man aufwacht und Teile deines Gehirns noch nicht und dann sieht man irgendwelche Bilder, obwohl du weißt, du bist schon aufgewacht.


    Was du siehst, muss dir nicht bekannt sein, denn Träume werden durch dein Unterbewusstsein erschaffen und was dabei herauskommt, ist in den meisten Fällen nicht beeinflussbar, denn es spielen auch eine menge Faktoren eine Rolle, z.B. Erlebnisse vom Tag, Gedanken, private Situationen, Dinge, etc.


    Nichts seltsamen eigentlich.

  • Naaaa gut, vielleicht habt ihr ja recht. Ich empfand nur den Unterschied zu meinem sonstigen Traumerleben (also wie sich meine Träume beim Einnicken, morgens etc. allgemein "anfühlen") ungewöhnlich groß. Ich muss dazu sagen, dass meine Träume immer bekannte sowie surreale Elemente haben und ich das auf einer (unzugänglichen) Ebene auch stets weiß. Bei den "Erinnerungen" ist das beides nicht der Fall. Aber ich muss da auch nicht unbedingt weiter graben... ;-)

  • Der Mensch träumt meistens in der REM Phase. Das ist eigentlich noch kein "richtiger" Schlaf sondern eher der Ein- oder auch Ausgang zu oder aus dem Schlaf. Da Träume ein Tor in dein Unterbewusstsein sind, ist es durchaus möglich, dass Erinnerungen und Emotionen in dieser Phase auftauchen können.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Hallo,


    bei mir geht es um einen "Traum", den ich leider schon öfter hatte. Ich liege im Bett und "wache" auf, weil ich spüre, wie jemand von vorne über die Bettdecke zu mir Richtung Kopf kriecht. Ich spüre definitiv ein Gewicht und das Ganze ist sehr real. Mache ich dann die Augen auf, ist nichts zu sehen. Teilweise habe ich auch das Gefühl, ich spüre eine Nähe, bzw. Atem, bevor ich die Augen aufmache. Alles etwas beklemmend ...


    Hatte diesen Traum schon öfter, meist mehrere Tage am Stück, dann ist wieder für eine längere Zeit Ruhe.



    Kann das jemand deuten? Oder gibt es Kollegen hier, die etwas Ähnliches erlebt haben?


    Gruß Andy

  • Willkommen im Forum. Es klingt nach einer hypnagogen Halluzination. Das kann schonmal passieren, wenn man am Einschlafen ist. Passiert es eher in Phasen mit viel Stress oder mit wenig?

    Tina

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  • Ja, denke auch, dass es mit dem Stress zusammenhaengt. Also keine Panik, das ist nichts Ungewoehnliches und nichts Schlimmes. :)
    Im Mittelalter nannte man sowas "Succubus". :)

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


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  • Hallo, dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum und ich hoffe dass ich das im Richtigen Bereich poste.


    Ich hab eine komische Erfahrung gehabt.
    Es war Mitten in der Nacht. So ungefähr kurz nach 1 Uhr als ich durch ein merkwürdiges Whispern wach wurde. Dieses Whispern war ganz schnell und ich glaube von einer männlichen Person. Ich konnte nicht festellen ob die Person deutsch gesprochen hat. Das Whispern wurde immer lauter bis die Stimme plötzlich deutlich "Wach auf!" gerufen hat. Dann war ich wach.


    Was war das?
    Hattet ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

  • Willkommen im Forum, Levi :D


    und ich kann dich gleich beruhigen, dieses Flüstern ist nichts Paranormales. Du schreibst, dass du schon geschlafen hast und würde auf einen Traum tippen, den du vor dem Aufwachen hattest. Denn es kann passieren, dass Geräusche aus Träumen einen "Weg in die Wirklichkeit" finden. Du hörst also Geräusche aus deinem Traum, auch wenn er vorbei ist. Eben Einbildung:) Aber wenn man es nicht weiß, kann das schon sehr gruselig wirken o_o. Also keine Panik, das war garantiert kein Geist;)


    LG Spukjäger

  • Zitat

    Das Whispern wurde immer lauter bis die Stimme plötzlich deutlich "Wach auf!" gerufen hat. Dann war ich wach.


    Entweder hast du geträumt oder es war eine Hypnagoge Halluzination (welche weiter verbreitet sind, als man denkt). Ich zum Beispiel werde etwa einmal pro Monat von einer "detonierenden Bombe ind er Nachbarschaft" geweckt, wonach ich dann erstmal schweratment im Bett sitze. :D

  • Denke auch, dass das normal ist. Habe auch manchmal Träume, in denen ein dermaßen lautes Geräusch (z.B. Knall oder laute Stimme) auftritt, dass ich aufwache und dieses Geräusch hallt quasi noch beim Aufwachen in meinem Ohr als wäre es wirklich geschehen.


    Lg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde

  • Ich weiß nicht ob es dieses Thema schon gibt...ich stelle es einfach mal hier hinein und würde mich über eure Antworten freuen.


    Ich denke nicht das es etwas mit AKE zu tun hat,


    dennoch ist dieser Zustand äußerst seltsam.Er ist quasi ein Zustand zwischen Träumen und Wachen.
    Ich bin mit meinem vollen Wachbewusstsein dabei.
    Es geschieht wenn ich sehr müde bin,aber nicht Einschlafen kann.
    Irgendwann driftet ein Teil von mir ab, ich gerate in eine Schlafparalyse doch bin wach dabei..knick vllt kurz mal weg..wie in einem Sekundenschlaf.
    Dann höre ich seltsame und nicht gerade angenehme Geräusche..Glocken, Zahnarztbohrer..im Kopf quasi...und gehe in einen sehr seltsamen Zustand über.
    Einem luziden Traum ähnlich aber noch realer..sehe Muster , gar Mandalas an mir vorbei fliegen, manchmal auch weniger schönes ...dann sehe ich Dinge ,von denen kurze Zeit später einiges eintrifft. Es ist kein Traum.
    Kennt einer von euch sowas?
    Es wird in der Psychologie als Hypnagogie bezeichnet und ist noch wenig erforscht...soll angeblich durch Stress verursacht werden, aber diese Erklärung ist mir zu mager.
    Haben die selbst sicher nicht erlebt.
    Kann mir da einer weiter helfen?..mir darüber etwas erzählen..
    oder hat vllt eine ähnliches erlebt?


    dunkle Grüße



  • 1) Es geschieht wenn ich sehr müde bin,aber nicht Einschlafen kann.
    .....


    2)soll angeblich durch Stress verursacht werden



    hallo.... ich habe mir mal zwei Dinge aus deinem Schreiben herausgepickt, die mir ins Auge gefallen sind


    ich maße mir an, über AKE und luzides Träumen, aber auch über die Astralebene gut bescheid zu wissen und kann diese Dinge gut voneinander unterscheiden... diese, in sich verschiedene Wahrnehmungen sind aus meiner Sicht nicht schwer zu unterscheiden, wie sich das aber bei anderen verhält weiß ich nicht, denn es spielen viele Faktoren eine Rolle.... der erste und wichtigste Faktor ist = wie gehe ich mit meinem Körper um?! .....vernachlässige ich ihn und muss deswegen Medikamente zu mir nehmen, weil Körper und Geist nicht im Einklang sind?! = und wenn ich Medikamente zu mir nehme, welche Wirkung haben sie auf meiner Wahrnehmung?! und da bin ich bei Punkt 1) und frage mich, warum du nicht einschlafen kannst, obwohl du müde bist?! ... was mich sofort zu Punkt 2) führt = hast du Stress? und wenn ja, wie gehst du damit um?


    auch wenn ich mich ins Bett legen kann und es keine 2 Minuten dauert, bis ich eingeschlafen bin kann ich dein Erlebnis in etwa nachvollziehen ... ich hatte vor Jahren eine Nachbehandlung an einer meiner Stümpfe (mir fehlen seit einem Unfall die Beine) und dabei wurde auch ein Nerv entfernt ... ich hatte wegen dem Phantomschmerz wochenlang quasi keinen erholsamen Schlaf, denn permanent fühlte es sich an, als wenn einer mit ner Feile meinen Unterschenkelknochen bearbeiten würde ... vom Stress habe ich letztendlich einen Tinnitus im Kopf zurückbehalten, quasi als Erinnerung :| ... und obwohl ich hundemüde war, verhinderte der Schmerz meist das Einschlafen = diese Situation schlafen zu wollen und nicht zu können ist frustrierend gewesen und bei mir war es so, das teilweise zwei verschiedene Wahrnehmungen sich miteinander vermischten und ich mich teilweise in der schmerzlosen Realität (da ohne Körper) mich hineingesehnt habe.... doch der Schmerz verhinderte diesen "Übergang" von dieser, vom Mensch so empfundenen Realität zum Unterbewusstsein, wo ich die wahre Realität erfahre... diese Sehnsucht nach dem Erleben des Unterbewusstseins mit ihrer, von mir so empfundenen besonderen Wahrnehmung war auch so etwas wie ein innerer Schmerz.... vergleichbar mit dem begrenzten Verzicht auf gewohnter Liebe zueinander.... aber das ist glücklicherweise Schnee von Gestern :D